Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

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Domingo
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Domingo » Mi 1. Mai 2019, 16:33

Dark Angel hat geschrieben:(01 May 2019, 16:23)


Wo und von wem werden denn in Deutschland Menschen anderer Völker/aus anderen Staaten diskriminiert - tatsächlich diskriminiert, NICHT gefühlt?.

Ganz spontan? Demos von pegida und AfD!
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Selina
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Mi 1. Mai 2019, 16:51

Wolfgang Schäuble (CDU) hats gut auf den Punkt gebracht, worum es geht:

Doch der formal zweithöchste Politiker im Land nach dem Bundespräsidenten beließ es nicht bei Diagnose, Ursachenforschung und wolkigen Lösungsvorschlägen. Er stellte manch gängige Behauptung des Rechtspopulismus auf den Prüfstand. „Sich mit seinem Land zu identifizieren, Zugehörigkeit zu empfinden, auch Verantwortung und sogar Pflichten dem Gemeinwesen gegenüber: Daran ist nichts falsch. Im Gegenteil.“ Gleichzeitig aber lehre Geschichte, und die deutsche zumal, „Demut, sich und seine Nation nicht zu überhöhen“. Vielmehr müsse man sich in ihrer Kenntnis „der Verführbarkeit und Fehlbarkeit von Menschen bewusst“ werden.

https://www.welt.de/geschichte/article1 ... oehen.html
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 1. Mai 2019, 17:13

Also, bei den ganz weit nach rechts Gerückten ist weder eine Zugehörigkeit zu diesem Land, noch eine Verantwortung dem Gemeinwesen gegenüber und schon gar kein Pflichtbewußtsein erkennbar.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Mi 1. Mai 2019, 17:38

DarkLightbringer hat geschrieben:(01 May 2019, 17:13)

Also, bei den ganz weit nach rechts Gerückten ist weder eine Zugehörigkeit zu diesem Land, noch eine Verantwortung dem Gemeinwesen gegenüber und schon gar kein Pflichtbewußtsein erkennbar.


„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“, "Wir sind das Volk" und "Das ist unsere Stadt" wurde letzten Sommer in Chemnitz von Rechtsextremisten skandiert und noch Schlimmeres. Das ist völkischer Nationalismus in Reinkultur. Und die "besorgten Bürger", die sich selbst zumeist zur bürgerlichen Mitte zählen, grenzten sich nicht ab, im Gegenteil, sie marschierten zusammen mit AfDlern und Pegidisten Schulter an Schulter mit Rechtsextremisten durch die Gegend. Diese Mischung machts so gefährlich. Und Leute, die ausländisch aussahen, mussten sich verstecken vor den Horden, die durch die Zentralhaltestelle tobten. Es wurde ihnen geraten, lieber nicht vor die Tür zu gehen. Was ist das anderes, als schlimmster Nationalismus? Nationalismus, der die eigene Nation überhöht und der andere Nationen abwertet.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 1. Mai 2019, 17:56

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 17:38)

Und die "besorgten Bürger", die sich selbst zumeist zur bürgerlichen Mitte zählen, grenzten sich nicht ab, im Gegenteil, sie marschierten zusammen mit AfDlern und Pegidisten Schulter an Schulter mit Rechtsextremisten durch die Gegend.

Was für ein Schwachsinn, als wären da ca. 40 Mio deutsche Bürger der Mitte mit marschiert. Get real.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 1. Mai 2019, 18:02

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 17:38)

„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“, "Wir sind das Volk" und "Das ist unsere Stadt" wurde letzten Sommer in Chemnitz von Rechtsextremisten skandiert und noch Schlimmeres. Das ist völkischer Nationalismus in Reinkultur. Und die "besorgten Bürger", die sich selbst zumeist zur bürgerlichen Mitte zählen, grenzten sich nicht ab, im Gegenteil, sie marschierten zusammen mit AfDlern und Pegidisten Schulter an Schulter mit Rechtsextremisten durch die Gegend. Diese Mischung machts so gefährlich. Und Leute, die ausländisch aussahen, mussten sich verstecken vor den Horden, die durch die Zentralhaltestelle tobten. Es wurde ihnen geraten, lieber nicht vor die Tür zu gehen. Was ist das anderes, als schlimmster Nationalismus? Nationalismus, der die eigene Nation überhöht und der andere Nationen abwertet.

Zu jener Zeit trat auch ein Anwalt auf, der sich als normale Mitte deklarierte, üblicherweise jedoch eine bestimmte Wehrsportgruppe vertrat, die im Wald den bewaffneten Kampf gegen die Demokratie übte.
Man kann den Bürgern nur raten - Vorsicht vor Trickbetrügern.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Mi 1. Mai 2019, 18:31

DarkLightbringer hat geschrieben:(01 May 2019, 18:02)

Zu jener Zeit trat auch ein Anwalt auf, der sich als normale Mitte deklarierte, üblicherweise jedoch eine bestimmte Wehrsportgruppe vertrat, die im Wald den bewaffneten Kampf gegen die Demokratie übte.
Man kann den Bürgern nur raten - Vorsicht vor Trickbetrügern.


Ja, ein besonders übler Kunde. Demagoge reinsten Wassers.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Mai 2019, 18:59

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 17:38)

„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“, "Wir sind das Volk" und "Das ist unsere Stadt" wurde letzten Sommer in Chemnitz von Rechtsextremisten skandiert und noch Schlimmeres. Das ist völkischer Nationalismus in Reinkultur. Und die "besorgten Bürger", die sich selbst zumeist zur bürgerlichen Mitte zählen, grenzten sich nicht ab, im Gegenteil, sie marschierten zusammen mit AfDlern und Pegidisten Schulter an Schulter mit Rechtsextremisten durch die Gegend. Diese Mischung machts so gefährlich. Und Leute, die ausländisch aussahen, mussten sich verstecken vor den Horden, die durch die Zentralhaltestelle tobten. Es wurde ihnen geraten, lieber nicht vor die Tür zu gehen. Was ist das anderes, als schlimmster Nationalismus? Nationalismus, der die eigene Nation überhöht und der andere Nationen abwertet.

"letzten Sommer in Chemnitz" - hast du nichts anderes als Beleg für einen angeblichen Rechtsruck zu bieten?
Wieviele Menschen haben denn an den Demonstrationen in Chemnitz teilgenommen?
Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass du hier eine ganz besondere Paranoia pflegst, du siehst überall Rechtsextremisten und Nationalisten, wo es gar keine gibt.
Wie wäre es, wenn du mal ein paar Fakten zur Kenntnis nehmen würdest?
Ok - die stammen aus 2017:
"Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten ging 2017 auf insgesamt 19.467 (2016: 22.471) und die der Gewalttaten auf 1.054 (2016: 1.600) zurück. Das entspricht einem prozentualen Rückgang der Straftaten um 13,4 % und der Gewalttaten um 34,1 %. Damit befindet sich die aktuelle Zahl der rechtsextremistischen Straf- und Gewalttaten deutlich unter der des Jahres 2015."
Quelle


Ein Rückgang von rechtsextremen Gewalttaten ist zu verzeichnen, aber du faselst von einem Rechtsruck, dem sich die bürgerliche Mitte angeblich nicht entgegen stellt, von dem sie sich nicht distanziert, der zudem in der bürgerlichen Mitte ankäme.

weitere Fakten:
"Nach Abzug von Mehrfachmitgliedschaften umfasste das rechtsextremistische Personenpotenzial Ende 2017 insgesamt 24.000 Personen. Das Personenpotenzial der neonazistischen Szene ist mit rund 6.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Nach wie vor machen die 9.200 subkulturell geprägten Rechtsextremisten mit über 38 % den größten Anteil am Gesamtpotenzial aus.
Tabelle „Rechtsextremismuspotenzial nach ideologischer Prägung 2016-2017“, Stichtag: 31. Dezember 2017 (1) Die Zahlen sind zum Teil geschätzt und gerundet.
(2) Hierin sind unter anderem 900 als Rechtsextremisten zu wertende „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ sowie 500 Mitglieder der „Identitären Bewegung Deutschlands“ (Verdachtsfall) für das Jahr 2017 enthalten. Zur IBD liegen tatsächliche Anhaltspunkte für eine rechtsextremistische Bestrebung vor, sodass die Gruppierung durch das BfV im Rahmen eines Verdachtsfalls bearbeitet wird.
(3) Hierin sind unter anderem 500 bis 600 als Rechtsextremisten zu wertende „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ sowie 300 Mitglieder der „Identitären Bewegung Deutschlands“ (Verdachtsfall) für das Jahr 2016 enthalten"
Quelle


Die rechtsextreme Szene hat um ganze 900 Personen zugenommen von 23.100 auf 24.000 ==> 24.000 von 83 Millionen.
Und du faselst von einem Rechtsruck, der in der bürgerlichen Mitte angekommen ist bzw dem sich die bürgerliche Mitte nicht entgegen stellt.
Merkst du überhaupt noch irgend etwas?

Dass diesen 24.000 Rechtsextremisten 29.000 Linksextremisten gegenüber stehen, ignorierst du!
Dass die Anzahl der Linksextremisten ebenfalls zugenommen hat und zwar mehr als die der Rechtsetremisten ignorierst du ebenso.
Und weiter ignorierst du die Tatsache, dass die Anzahl der linksetremen Gewalttaten zugenommen hat.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon imp » Mi 1. Mai 2019, 19:09

Damals war Maaßen noch aktiv. Auf diese Zahlen würde ich nichts geben.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Mai 2019, 19:47

imp hat geschrieben:(01 May 2019, 19:09)

Damals war Maaßen noch aktiv. Auf diese Zahlen würde ich nichts geben.

Falls du dir mal den Link auschaust, da steht "Aktuelles - Stand März 2019" - nur so viel zum Thema "Auf diese Zahlen würde ich nichts geben."
Was du da grade produzierst, nennt sich Verschwörungstheorie!
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Domingo » Mi 1. Mai 2019, 20:02

Dark Angel hat geschrieben:(01 May 2019, 18:59)


Dass diesen 24.000 Rechtsextremisten 29.000 Linksextremisten gegenüber stehen, ignorierst du!
Dass die Anzahl der Linksextremisten ebenfalls zugenommen hat und zwar mehr als die der Rechtsetremisten ignorierst du ebenso.
Und weiter ignorierst du die Tatsache, dass die Anzahl der linksetremen Gewalttaten zugenommen hat.
Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Du ignorierst das 9000 gewaltbereiten Linksextremen 12700 gewaltbereite rechtsextremisten entgegen stehen! Macht aber nichts. Ich helfe gerne!
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Mi 1. Mai 2019, 20:36

Es geht doch nicht um irgenwelche Zahlen. Es geht darum, dass durchschnittliche Mitte-Bürger keine Probleme haben, mit Rechtsextremisten Schulter an Schulter durch die Straßen zu marschieren. Im Gegenteil: Sie tun das ganz bewusst. Und das im wachsenden Maße. Und nicht nur das eine Mal. Und nicht nur in Chemnitz. Man versteht und akzeptiert sich gegenseitig. Hochproblematisch.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon JJazzGold » Mi 1. Mai 2019, 20:43

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 20:36)

Es geht doch nicht um irgenwelche Zahlen. Es geht darum, dass durchschnittliche Mitte-Bürger keine Probleme haben, mit Rechtsextremisten Schulter an Schulter durch die Straßen zu marschieren. Im Gegenteil: Sie tun das ganz bewusst. Und das im wachsenden Maße. Und nicht nur das eine Mal. Und nicht nur in Chemnitz. Man versteht und akzeptiert sich gegenseitig. Hochproblematisch.


Nein, Nein, Nein!

Es ist nicht der durchschnittliche Mitte-Bürger, der kein Problem damit hat, mit zu marschieren.
Es ist, gemessen an der bürgerlichen Mitte, ein kleiner Anteil.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Mai 2019, 20:43

Domingo hat geschrieben:(01 May 2019, 20:02)

Du ignorierst das 9000 gewaltbereiten Linksextremen 12700 gewaltbereite rechtsextremisten entgegen stehen! Macht aber nichts. Ich helfe gerne!

Ich ignoriere gar nichts. Tatsache ist, rechtsextreme Gewalttaten haben abgenommen, linksextreme haben hingegen zugenommen.
Daran ändert sich auch nichts, wenn es mehr gewaltbereite Rechtsextreme gibt.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Mai 2019, 20:53

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 20:36)

Es geht doch nicht um irgenwelche Zahlen. Es geht darum, dass durchschnittliche Mitte-Bürger keine Probleme haben, mit Rechtsextremisten Schulter an Schulter durch die Straßen zu marschieren. Im Gegenteil: Sie tun das ganz bewusst. Und das im wachsenden Maße. Und nicht nur das eine Mal. Und nicht nur in Chemnitz. Man versteht und akzeptiert sich gegenseitig. Hochproblematisch.

Doch es geht um Zahlen - nämlich um einen winzigen Anteil von Rechtsextremen an der Gesamtbevölkerung.
DU unterstellst, dass die Mehrheit der Bevölkerung (die bürgerliche Mitte) diesen winzigen Anteil akzeptiert und unterstützt.

Du stellst hier Behauptungen auf, für die du keinerlei Beweise oder Belege hast - im Gegenteil, du verbreitest Lügen und verleumdest damit die Mehrheit der deutschen Bevölkerung.
Das ist allerunterste Schublade!
Ist jedoch nicht das erste Mal bei dir, dass du dir derartige Entgleisungen erlaubst.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Uffhausen » Mi 1. Mai 2019, 21:09

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 14:50)
Ok. Die Frage wäre nur: Inwieweit ist dieser neue Nationalismus der Rechtspopulisten schon in der bürgerlichen Mitte angekommen? Oder anders gefragt: Hat dieser Nationalismus überhaupt die Kraft, bis tief in die bürgerliche Mitte einzudringen? Oder sind Liberalität und die erwähnte Heterogenität in Deutschland noch stark genug, das gar nicht erst zuzulassen?

Die Mitte dramatisiert nicht alles, bzw. einzelne Sachverhalte, in der Art, wie es Links oder Rechts tun (AfD-Wähler = Nazis/Muslime = Demokratiefeinde usw.) - was aber deinerseits mit bspw. "Bagatellisierung" gleichgesetzt wird (siehe dein Eröffnungsbeitrag). Und im Gegensatz zu Links und Rechts beschäftigt sich die Mitte nicht ausschließlich mit dem scheinbar Offensichtlichem, sondern eher mit dem wahrscheinlich Hintergründigem.

Für dich als Linke reicht es vielleicht aus, einfach nur das Kind beim Namen zu nennen und immerzu anzuklagen, dass es in den Brunnen gefallen ist. Nur löst man damit keine Probleme, sondern spricht sie lediglich an. Mir als Mittiger reicht das nicht aus. Ich weiß, was Sache ist. Das muss ich mir nicht (und schon gar nicht erst von Links oder Rechts) immer wieder unter die Nase reiben (lassen). Ich möchte wissen, warum etwas so ist, wie es ist und dementsprechend, falls es sich als Problem entpuppt, was man wie dagegen unternehmen kann. Dafür muss ich aber zur Wurzel des Problems vordringen. Und die Wurzel des Problems "Neue Rechte" ist nicht, wie du es immer wieder darstellst, in einer aufarbeitenden Aufklärung über unsere NS-Vergangenheit zu finden. Das ist Vergangenheit. Jetzt ist Gegenwart. Die Welt hat sich seit damals gesellschaftlich und politisch extrem entwickelt und verändert. Und nur, weil ein paar rechte Deppen aus provaktiven Gründen NS-Vokabular verwenden, sind wir nicht wieder gänzlich zurückgefallen und müssen nochmal "von vorn" anfangen.

Wenn viele Menschen, die heute AfD - also Rechts - wählen und dies vorrangig deswegen tun, weil sie aufgrund der Flüchtlingskrise seitens der Politik ein massives Gefühl der Ungerechtigkeit empfinden, dann kannst du diesen Menschen doch nicht allen Ernstes mit Geschichten von früher kommen - das wäre nötig, wenn sie heute Rechts wählen würden, weil sie das Damals wieder gegenwärtig haben wollten. Und diesen Fall haben wir nicht. Niemand will in die Vergangenheit zurück. Auch nicht die AfD-Fans.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Mi 1. Mai 2019, 21:10

Nein, niemand sagt was von "Mehrheit der deutschen Bevölkerung". Die Rede ist von diesen "besorgten Bürgern", eine überschaubare Zahl von Leuten, die trotzdem nicht zu unterschätzen sind. Jeder weiß, dass das keine Mehrheit ist. Gott sei Dank. Trotzdem sagen die von sich selbst, sie gehörten zur Mitte. Davor die Augen zu verschließen, bringt nun wirklich nichts.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Uffhausen » Mi 1. Mai 2019, 21:20

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 20:36)
Es geht darum, dass durchschnittliche Mitte-Bürger keine Probleme haben, mit Rechtsextremisten Schulter an Schulter durch die Straßen zu marschieren. Im Gegenteil: Sie tun das ganz bewusst. Und das im wachsenden Maße. Und nicht nur das eine Mal. Und nicht nur in Chemnitz. Man versteht und akzeptiert sich gegenseitig. Hochproblematisch.

Wieviele "durchschnittliche Mitte-Bürger" kennst du, dass du sowas behaupten kannst - oder hast du das mal wieder von irgendeinem offiziellen schlaumeierischen Schreiberling einfach mal so übernommen, der das wiederrum einfach mal so behauptet?

Was bist du - eine "durchschnittliche Links-Bürgerin"? Wenn ja, möchtest du auch in den Topf mit den Linksextremen Demokratiefeinden geschmissen werden? Nein? Also, dann höre endlich auf, die Mitte zu verunglimpfen! :mad:
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Mai 2019, 21:29

Selina hat geschrieben:(01 May 2019, 21:10)

Nein, niemand sagt was von "Mehrheit der deutschen Bevölkerung". Die Rede ist von diesen "besorgten Bürgern", eine überschaubare Zahl von Leuten, die trotzdem nicht zu unterschätzen sind. Jeder weiß, dass das keine Mehrheit ist. Gott sei Dank. Trotzdem sagen die von sich selbst, sie gehörten zur Mitte. Davor die Augen zu verschließen, bringt nun wirklich nichts.

Doch Selina - DU sagst es!
Zur Erinnerung:
"Es geht darum, dass durchschnittliche Mitte-Bürger keine Probleme haben, mit Rechtsextremisten Schulter an Schulter durch die Straßen zu marschieren. Im Gegenteil: Sie tun das ganz bewusst. Und das im wachsenden Maße. Und nicht nur das eine Mal. Und nicht nur in Chemnitz. Man versteht und akzeptiert sich gegenseitig. Hochproblematisch."

Eine marginale Minderheit setzt Du mit "bürgeliche Mitte" gleich, generalisierst und machst daraus

"Da wird bagatellisiert und abgewiegelt nach dem Motto "so schlimm ist das alles doch gar nicht". Und beim persönlichen Unwort "Nazi" sträuben sich alle Nackenhaare der Mitte-Leute. Je stärker die Neue Rechte mit AfD, Identitären, Burschenschaften und Teilen der Reichsbürger werden, desto kleinlauter wird die bürgerliche Mitte. Das wirkt so, als wolle sie gewappnet sein im Falle eines gravierenden Wechsels politischer Mehrheiten."

"... sondern von "bürgerlicher Mitte". Diese habe ein "Haltungsproblem", sie sei "entweder zu leise oder überhaupt nicht vorhanden“, sagt er. Darüber wollte ich reden. Dieses Sich-Wegducken ist der eigentliche Krebsschaden. Dieses Leise-Sein, dieses Für-alles-Verständnis-Haben, diese ständige Angepasstheit, diese Saturiertheit."


siehe Dein Thread-Thema "DIE bürgerliche Mitte - ..."

Diese marginale Minderheit kann wohl kaum zur bürgerlichen Mitte gezählt werden und sie macht auch die bürgerliche Mitte nicht aus.
Niemand verschließt die Augen davor, aber im Gegensatz zu Dir und Deinesgleichen hat die bürgerliche Mitte immer noch genug Realitätsinn, um zu wissen, dass diese Minderheit ohne Rückenhalt (den sie in der bürgerlichen Mitte NICHT hat) keinerlei politischen Einfluss gewinnen kann bzw gewinnt.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 1. Mai 2019, 21:30

Uffhausen hat geschrieben:(01 May 2019, 21:20)

Wieviele "durchschnittliche Mitte-Bürger" kennst du, dass du sowas behaupten kannst - oder hast du das mal wieder von irgendeinem offiziellen schlaumeierischen Schreiberling einfach mal so übernommen, der das wiederrum einfach mal so behauptet?

Was bist du - eine "durchschnittliche Links-Bürgerin"? Wenn ja, möchtest du auch in den Topf mit den Linksextremen Demokratiefeinden geschmissen werden? Nein? Also, dann höre endlich auf, die Mitte zu verunglimpfen! :mad:

Dass es Demokratiefeinde gibt, die sich als "Mitte" tarnen bzw. die Normalgesellschaft zu infiltrieren versuchen, dürfte wohl unbestreitbar sein.
Da braucht man sich nichts vorzumachen.
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