Dann bring doch mal eine ökonomisch allgemein Definition von Leistung und welchem Verhältnis diese zum Thema Entlohnung konkret steht? Stattdessen bemühst du hier lediglich die alten Klassiker ( Schlagwort Sozialismus) einer bestimmten Klientel.100wasser hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 12:11 Willkommen im Sozialismus ..... Ökonomie und Leistung werden getrennt ...Bravo
Ich jedenfalls musst immer schon Leistung bringen.....das fing in der Schule schon an , ich habe sogar einige "Leistungskurse" belegt.
Ich habe gebüffelt und gelernt um später die Möglichkeit zu haben einen Beruf meiner wahl zu ergreifen und mir ein "würdiges" Leben zu ermöglichen......aus eigener kraft.
Mindestlohn
Moderator: Moderatoren Forum 1
Re: Mindestlohn
- Skull
- Moderator
- Beiträge: 28896
- Registriert: Donnerstag 12. April 2012, 22:22
- user title: woaussie
- Wohnort: NRW / ST
Re: Mindestlohn
Guten Tag,100wasser hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 12:11 Willkommen im Sozialismus ..... Ökonomie und Leistung werden getrennt ...Bravo
Ich jedenfalls musst immer schon Leistung bringen.....das fing in der Schule schon an , ich habe sogar einige "Leistungskurse" belegt.
Ich habe gebüffelt und gelernt um später die Möglichkeit zu haben einen Beruf meiner wahl zu ergreifen und mir ein "würdiges" Leben zu ermöglichen......aus eigener kraft.
hier geht es um das Thema Mindestlohn.
Persönliche Lebenseinstellungen und andere Allgemeinplätze bitte ich anderswo zu diskutieren.
Danke.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
Re: Mindestlohn
Es kann doch nicht sein, dass Helfer, also oft die Härtestenarbeitenden, vom Mindestlohn ausgeschlossen werden sollen. Gerade Helfer tragen in vielen Branchen die Hauptlast – schlecht bezahlt, schlecht abgesichert. Und oft holen sich die Betreiber das Geld sowieso über Wucherpreise bei Unterkünften oder andere Tricks wieder rein.100wasser hat geschrieben: ↑Donnerstag 24. April 2025, 18:05 Also ....nix gelernt weiter so......verlagern wir auch die Nahrungsmittelindustrie ins Ausland....hurra
Und nochmal...... Mindestlohn für jeden Vollzeit-Arbeiter : JA unbedingt!
Mindestlohn für jeden Erntehelfer jede Aushilfe und jede ungelernte Studentenkraft: Nein !!
Wer ernsthaft glaubt, Helfer hätten keinen Anspruch auf faire Bezahlung, fördert ein System, in dem Arbeit entwertet wird. Arbeit ist Arbeit – und sie verdient Respekt und anständige Löhne, egal ob Fachkraft oder Helfer.
Und noch etwas: Dieses Gespenst, man könne die Produktion einfach ins Ausland verlagern. Gerade für Familienbetriebe und Mittelständler ist das nicht mal eben so gemacht. Es geht um riesige Investitionen, unkalkulierbare Risiken und Verlust an Qualität. Hier zu behaupten, dass Unternehmen „einfach mal“ ins Ausland ausweichen können, ist naiv.
Und die Lebensmittelproduktion? Die werden wir in Deutschland nicht halten können, egal wie sehr wir uns wehren. Der internationale Wettbewerb in der Lebensmittelproduktion ist ein Rennen, bei dem wir von vornherein auf der Verliererseite stehen. Wie damals auch schon bei der Textilindustrie. Warum sollen wir hier ein Race to the Button mitfahren?
Wenn arme Menschen nicht in die Gänge kommen, nennt man das - Schmarotzer. Wenn reichen Menschen das passiert, nennt man das - Depressionen.
Re: Mindestlohn
Wäre in Deutschland das Machtverhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht so stark zugunsten der Arbeitgeber verschoben, und wären die Gewerkschaften nicht durch politische Agenden zu weitgehend machtlosen Organisationen degradiert worden, bräuchten wir einen Mindestlohn überhaupt nicht. In einem fairen Arbeitsumfeld würde der Markt selbst für gerechte Löhne sorgen. Aber wir leben im Kapitalismus und der ist eben nicht an Fairness interessiert.sünnerklaas hat geschrieben: ↑Donnerstag 24. April 2025, 18:29 Das ist eher eine typische Neid- und Gerechtigkeitsdebatte, die da entfacht werden soll. Schon bei der Einführung des Mindestlohns wurde mit Massenentlassungen und mit dem "Gang ins Ausland" gedroht. Das ganze erwies sich dann als laues Lüftchen. Niemand hat entlassen, praktisch keiner ist wegen des Mindestlohns ins Ausland gegangen. Und die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich auch signifikant verringert.
Wenn arme Menschen nicht in die Gänge kommen, nennt man das - Schmarotzer. Wenn reichen Menschen das passiert, nennt man das - Depressionen.
Re: Mindestlohn
Bring du doch mal eine korrekte Definition von Fairness im Zusammenhang mit Mindestlohn! Das dürfte genau so unmöglich sein wie das was du forderst.Arizona hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 12:58 Dann bring doch mal eine ökonomisch allgemein Definition von Leistung und welchem Verhältnis diese zum Thema Entlohnung konkret steht? Stattdessen bemühst du hier lediglich die alten Klassiker ( Schlagwort Sozialismus) einer bestimmten Klientel.
Und übrigens die gleiche Forderung kenne ich schon von einem User, der hier unlängst gesperrt wurde. So ein Zufall aber auch...
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
Re: Mindestlohn
Auf den "internationalen Wettbewerb der niedrigsten Löhne" oder anders der größtmöglichen Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft", kann sich ja Deutschland nach Meinung einiger hier ja problemlos beteiligen. Die Standards absenken ( was nicht nur die Bezahlung angeht) scheint bei gewissen Leuten üblich der Weisheit letzter Schluss zu sein, da wäre ich mal gespannt wie lange es gut geht Stuttgart an Luanda anzugleichen, um es mal überspitzt zu formulieren.Gody hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 14:33 Es kann doch nicht sein, dass Helfer, also oft die Härtestenarbeitenden, vom Mindestlohn ausgeschlossen werden sollen. Gerade Helfer tragen in vielen Branchen die Hauptlast – schlecht bezahlt, schlecht abgesichert. Und oft holen sich die Betreiber das Geld sowieso über Wucherpreise bei Unterkünften oder andere Tricks wieder rein.
Wer ernsthaft glaubt, Helfer hätten keinen Anspruch auf faire Bezahlung, fördert ein System, in dem Arbeit entwertet wird. Arbeit ist Arbeit – und sie verdient Respekt und anständige Löhne, egal ob Fachkraft oder Helfer.
Und noch etwas: Dieses Gespenst, man könne die Produktion einfach ins Ausland verlagern. Gerade für Familienbetriebe und Mittelständler ist das nicht mal eben so gemacht. Es geht um riesige Investitionen, unkalkulierbare Risiken und Verlust an Qualität. Hier zu behaupten, dass Unternehmen „einfach mal“ ins Ausland ausweichen können, ist naiv.
Und die Lebensmittelproduktion? Die werden wir in Deutschland nicht halten können, egal wie sehr wir uns wehren. Der internationale Wettbewerb in der Lebensmittelproduktion ist ein Rennen, bei dem wir von vornherein auf der Verliererseite stehen. Wie damals auch schon bei der Textilindustrie. Warum sollen wir hier ein Race to the Button mitfahren?
Re: Mindestlohn
Sorry ....der User wüste halt nicht was Leistung ist und ich habe versucht es ihm anhand eines Beispiels zu erklären.
"treibt die Kühe nach Süden" - John Wayne
Re: Mindestlohn
Dann sollten der entsprechender User hier nichts von einem objektiv "leistungsgerechten Lohn" fabulieren, was soll dass konkret sein?
Re: Mindestlohn
Weil wir uns abhängig machen. In Corona Zeiten ist schon sehr schnell aufgefallen wie blöd das sein kann abhängig zu sein ...z.B bei Mundschutz , Medikamente und Microchips soll die Produktion jetzt wieder aufwändig ins Land zurück geholt werden.
"treibt die Kühe nach Süden" - John Wayne
Re: Mindestlohn
Auch nicht in jeder Branche, wenn ich da an MFAs denke z. B.?! Will ja keiner mehr machen. 3 Jahre in die Lehre und dann gehst du mit 1600 bis 1700 Netto nach Hause. Das schlaffste locker mit Helferjobs auch und die Zusatzqualifikationen kosten alle einen haufen Geld.
Wenn arme Menschen nicht in die Gänge kommen, nennt man das - Schmarotzer. Wenn reichen Menschen das passiert, nennt man das - Depressionen.
Re: Mindestlohn
Ja wollen tun, die vieles, wenn der Tag lang ist. Und geschwafelt auch. Ich tippe eher das nichts davon passieren wird bzw. gelingen wird.100wasser hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 15:13 Weil wir uns abhängig machen. In Corona Zeiten ist schon sehr schnell aufgefallen wie blöd das sein kann abhängig zu sein ...z.B bei Mundschutz , Medikamente und Microchips soll die Produktion jetzt wieder aufwändig ins Land zurück geholt werden.
Wenn arme Menschen nicht in die Gänge kommen, nennt man das - Schmarotzer. Wenn reichen Menschen das passiert, nennt man das - Depressionen.
Re: Mindestlohn
Da sollte die Politik mal ran gehen. Diese Missstände müssen unbedingt gelöst werden. Der Mindestlohn ist da viel zu wenig!
"treibt die Kühe nach Süden" - John Wayne
- sünnerklaas
- Beiträge: 21347
- Registriert: Donnerstag 10. August 2017, 15:41
Re: Mindestlohn
Das Handwerk ist da Opfer seiner selbst geworden. In den 90er und Nuller Jahren hatten wir große Probleme mit struktureller Jugendarbeitslosigkeit. Das lag auch daran, dass sich weite Teile des Handwerks seinerzeit weigerten, auszubilden. Es wurde sich dabei auf Ökonomieprofessoren bezogen. Die hätten gesagt, man bräuchte nicht mehr ausbilden, Deutschland solle eine Dienstleistungsgesellschaft werden. Da bräuchte es kein Gewerbe. Und das, was gebraucht würde, könne man für sehr wenig Geld in Osteuropa anwerben. Da würden stets unbegrenzt sehr billige Arbeitskräfte bereitstehen.
Was man im Handwerk damals nicht bedacht hat: aus Azubis werden nicht nur Gesellen, sondern in der Folge auch Poliere, Techniker, Meister und Ingenieure. Und solche Fachkräfte wachsen eben nicht auf Bäumen. Und jetzt hat man praktisch keine. Die Alten gehen in Rente und Nachfolger hat man nicht, weil man seinerzeit nicht ausgebildet hat. Orchestriert wurde das ganze ja dann noch damit, dass man sich selber, also das Handwerk, konsequent schlechtgeredet hat. Tja... Heute weiß man: da hat man sich selbst ins Knie geschossen. Das fällt einem jetzt alles auf die Füße.
Verantwortungsvoller Kapitalismus heisst: vorausschauend denken und handeln. Und zwar über den heutigen Tag, über den nächsten Quartalsbericht hinaus. Das, was wir da erlebt haben und dessen Konsequenzen wir heute erleben, nämlich den Fachkräftemangel, ist die Folge von verantwortungslosem Kapitalismus. Gerne giergesteuert.
Re: Mindestlohn
In den 70er und 80er Jahren waren Auszubildende billige Arbeitskräfte. Durch steigende Ausbildungsvergütungen und höhere außerbetriebliche Ansprüche (Schule) haben die Handwerksbetriebe plötzlich nicht mehr an den Azubis verdient sondern Azubis kosteten Geld. Bei der schlechten Wirtschaftslage konnten sich das viele kleinere und mittlere Betrieb nicht leisten.sünnerklaas hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 18:01 . Das lag auch daran, dass sich weite Teile des Handwerks seinerzeit weigerten, auszubilden.
Du glaubst doch nicht im ernst das der Schreiner aus dem Dorf auf Ökonomieprofessoren hört.
"treibt die Kühe nach Süden" - John Wayne
Re: Mindestlohn
In nahezu allen Branchen. Mag sein, dass es noch ein paar Nischenjobs gibt, bei denen man in der Anfangszeit auf EUR 12,81/h kommt.Gody hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 15:19 Auch nicht in jeder Branche, wenn ich da an MFAs denke z. B.?! Will ja keiner mehr machen. 3 Jahre in die Lehre und dann gehst du mit 1600 bis 1700 Netto nach Hause. Das schlaffste locker mit Helferjobs auch und die Zusatzqualifikationen kosten alle einen haufen Geld.
Die Mehrheit der AN mit Abschluss/Abschlüssen verdient mehr als den Mindestlohn.
Deren AN Vertreter werden die Ansprüche hochsetzen, wenn der Mindestlohn auf EUR 15.- steigt. Das schlägt sich auf den Preis für den Konsumenten nieder. Der wiederum kauft lieber "günstig" ein.
Sie ahnen, worauf das hinausläuft?
Korrekt, auf schwindende Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe, Firmen, Konzerne.
Und in vier Jahren überbieten sich alle linken Parteien in ihrer Mindestlohnforderung.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
https://www.youtube.com/watch?v=9FBu2rVuXGI
Alexander Freiherr von Humboldt
https://www.youtube.com/watch?v=9FBu2rVuXGI
- Gruwe
- Beiträge: 2826
- Registriert: Montag 9. November 2015, 15:58
- user title: Obertransistorialrat
- Wohnort: Saarland
Re: Mindestlohn
Unwahrscheinlich!
Da ja - korrekterweise - die meisten AN ohnehin über Mindestlohn verdienen und dazu noch insb. in Export-Betrieben, ist da kein relevanter Einfluss zu erwarten.
Beschäftigte, die zum Mindestlohn arbeiten, finden sich zudem in erster Linie im Gastgewerbe, Gebäudereinigung, Baugewerbe, Pflege, Einzelhandel, etc., also
Branchen mit ebenfalls geringem Anteil zum Außenhandel...allenfalls das Baugewerbe dürfte hier relevant sein. Gerade dort hat es aber auch eine vergleichsweise
hohe Tarifbindung, so dass ein Mindestlohn von 15€ ebenfalls nur relativ geringe Auswirkungen hätte.
Man kann jetzt von einem Mindestlohn von 15€ halten was man will, eine Relevanz bzgl. der deutschen Wettbewerbsfähigkeit sehe ich eher nicht gegeben.
Weiterhin werden bzgl. "fehlender Wettbewerbsfähigkeit" Deutschlands in erster Linie gerne hohe Energiekosten, Bürokratie, Rückstand in der Digitalisierung, etc. angeführt, Mindestlohn
ist in diesem Zusammenhang eher selten zu hören.
- sünnerklaas
- Beiträge: 21347
- Registriert: Donnerstag 10. August 2017, 15:41
Re: Mindestlohn
Das war eben eine Milchmädchenrechnung, die man damals aufgestellt hat. Denn: aus Azubis werden Gesellen, aus Gesellen werden via Fortbildung Poliere, Techniker, Meister und Ingenieure. Genau diese ehemaligen Azubis, die sich dann als Gesellen weitergebildet haben, sind aber im Handwerk ungeheuer wichtig und von zentraler Bedeutung.100wasser hat geschrieben: ↑Montag 28. April 2025, 18:54 In den 70er und 80er Jahren waren Auszubildende billige Arbeitskräfte. Durch steigende Ausbildungsvergütungen und höhere außerbetriebliche Ansprüche (Schule) haben die Handwerksbetriebe plötzlich nicht mehr an den Azubis verdient sondern Azubis kosteten Geld.
...was denen eingeredet wurde. Ich habe genug Betriebe, vor allem kleine, gekannt, die auch damals ausgebildet haben.Bei der schlechten Wirtschaftslage konnten sich das viele kleinere und mittlere Betrieb nicht leisten.
Ich kann mich erinnern, dass Leute, wie Hans-Werner Sinn und andere damals auf allen Kanälen und in Dauerschleife unterwegs waren. Und damals wurde in Dauerschleife davon schwadroniert, man müsse und werde die deutsche Gesellschaft zur reinen Dienstleistungsgesellschaft umbauen. Industrie und Gewerbe hätten da keine Zukunft und in der Zukuft keinen Platz. Heute weiß man, dass das Murks war.Du glaubst doch nicht im ernst das der Schreiner aus dem Dorf auf Ökonomieprofessoren hört.