taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

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McKnee
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 18:04

Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Trutznachtigall » Mo 29. Jun 2020, 18:36

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 18:04)

Ja, das stimmt, aber sie wird verm die Maßnahmen in Anspruch nehmen

Ja, vermutlich. Aber vielleicht ist sie bockig. ;)
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon JJazzGold » Mo 29. Jun 2020, 18:40

Vongole hat geschrieben:(29 Jun 2020, 16:23)

Geschmunzelt habe ich weniger, eher bitter gegrinst. Der ganze Vorgang zeigt doch nur auf, wie weit wir als Gesellschaft mit dem Recht auf Meinungsfreiheit gekommen sind: Wir verlieren immer mehr Maß und Ziel.

Es ist nur drei Jahre her, da schrieb die TAZ über eine von Nazis bedrohte Gay pride-Demo in Bulgarien:
"Wenn heute Menschen ganz offen als Müll bezeichnet werden, wenn das Leben von Schwulen und Lesben von Neonazis bedroht wird, dann hat unsere Gesellschaft ein Problem."
https://taz.de/LGBT-Demonstration-in-Bu ... /!5419451/
Nun könnte man sagen, die TAZ misst mit zweierlei Maß, vielleicht ist dem auch so, aber ich sehe noch etwas anderes, nämlich eine durch die Jahre gesunkene Hemmschwelle in Meinungsäußerungen.
Heute gehen Richter hin und attestieren der einen Politikerin, dass sie es hinnehmen muss, als Fotze bezeichnet zu werden, der anderen, dass die gegen sie gerichtete permanente Hetze eines vorbestraften Rechtsradikalen
von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Keine der unsäglichen Meinungsäußerungen der letzten Jahre zur "Entsorgung" missliebiger PolitkerInnen, Peter Boehringers Ausfall über Merkel als "Dirne der Fremdmächte", der von einem Teil der Linke
geäußerte Wunsch, Reiche zu erschießen hat dazu geführt, dass ein Gericht es als das verurteilt hätte, was es ist, nämlich unsägliche Hetze mit dem Ziel, diese Menschen nicht nur verbal an den Pranger zu stellen, sondern sie zum Abschuss
freizugeben wie z.B. im Fall Walter Lübcke. Sollte der unsägliche Taz-Artikel zur Verletzung oder zum Tod eines Polizisten führen, würde es mich auch nicht wundern.
Inzwischen wird nun die Taz-Autorin bedroht, bis jetzt "nur" verbal, aber genau aus all den gerade genannten Gründen schmunzle ich deswegen nicht.

Letztes Jahr schrieb ich hier an anderer Stelle, und ich kann mich nur wiederholen:
"Eine Gesellschaft, die Meinungsfreiheit ohne Moral und Ethik praktiziert und akzeptiert, wird auch die Gesetzgebung entweder dahingehend aufweichen, Verstöße und Verbrechen in anderem Licht zu sehen und milder
zu beurteilen, oder sie wird dazu führen, dass wir drakonischere Strafen einführen müssen, weil eine derart entfesselte Gesellschaft nicht anders in den Griff zu bekommen ist.
Das Eine wie das Andere führt uns an Ende der Freiheit."


Ein Teil meiner Prophezeiung hat sich bereits teilweise erfüllt, die ganzen Anzeigen werden ins Leere laufen, denn die Aussagen der Kolumne sind von der Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt.
Ich hoffe sehr, dass sich der zweite Teil nicht auch erfüllen wird, und wir als Gesellschaft statt dessen mal darüber nachdenken, was wir so alles hemmungslos meinen, äußern zu müssen.


Ja und Nein. Ich weiß, das klingt irritierend. Ich versuche, dir meine Gedanken dazu zu erklären.

Auf der einen Seite zolle ich dir volle Zustimmung. Ja, die Meinungsfreiheit wird missbraucht. Sie wird in einem Maß ausgeschöpft, verteidigt ausgeschöpft, die mein persönliches Maß an Akzeptablem bis Erträglichem immer häufiger überschreitet. Wenn erspürt wird, das nicht nur ich das so empfinde, dann wird der Tag “Satire“ dran gehängt.

Sobald sich aber mehr Menschen als nur ich empören, beruhigt mich das wieder. Nicht weil ich mich ohne Mitläufer konstant hinterfrage, ob ich ein Geisterfahrer bin, sondern weil es mir zeigt, dass das Empfinden der Schwelle, die man nicht überschreiten sollte nach wie vor in breiter Menge existiert. Eine mental gesunde Mehrheit ist in der Lage zu erkennen und zu urteilen. Dazu benötigt sie erst einmal nicht einen richterlichen Urteilsspruch.

Dass es eine Minderheit gibt, die applaudiert, die ggfls zur Waffe greift, ist insofern alarmierend, dass es sie gibt, bedauerlicherweise immer noch gibt. Und zwar für alle derart Bedrohten und Getöteten. Dazu zähle ich nicht nur Personen wie Künast und den ermordeten Lübke, sondern auch die jetzt offensichtlich bedrohte Autorin des taz Artikels. Der Mord ist eine gänzlich andere Schwelle, die hier überschritten wird, das sind Taten, nicht Worte. Die Täter meinen ggfls aus Worten die Berechtigung ziehen zu können Taten folgen zu lassen, aber diese Berechtigung existiert nicht, weder in der Rechtsprechung, noch im mehrheitlichen Empfinden. Das muss sauber getrennt bleiben.

Wie weit dürfen Worte gehen? Korrekterweise bis zur Grenze des StGB § 185 und §130. Selbst wenn ein Richter wie im Fall Künast entscheidet, dass “alte Fotze“ im Kontext betrachtet keine Beleidigung ist, dürfte ich nicht die Einzige sein, der sich nicht erschließt, wo der Kontext dies hergibt. Nimm Böhmermann, sein Erdogantext war für eine Mehrheit nicht Satire, sondern plumpe Beleidigung, völlig unabhängig von nachfolgenden Urteilen. Was mich, wie gesagt beruhigt.

Auf der anderen Seite bedarf die Meinungsfreiheit der Worte, explizit im Journalismus, aber auch im Umgang miteinander. In anderen Staaten wandern Journalisten und Bürger in den Knast, obwohl sie sich einer Wortwahl bedienen, die du und ich und viele mehr als angemessen empfinden. In Deutschland ist die gesetzliche Schwelle zur Strafanzeige und Verurteilung sehr viel höher angesetzt und das ist auch gut so. Denn das garantiert uns allen ein Höchstmaß an Meinungsfreiheit. Diese will ich nicht aufgeben, weil

- sich eine taz Autorin einer nach mehrheitlichen Empfinden unangemessen Wortwahl vergreift
- ein Böhmermann Beleidigungen wie am Fließband auskübelt
- ein “besorgter Bürger“ beleidigende Bezeichnungen wählt
- weil eine AfD es amüsant findet, mit Worten zu provozieren
- weil ein Killer meint, daraus die Berechtigung zum Mord ziehen zu dürfen

und last not least zurzeit der Empörungstrend herrscht, im Zuge dessen jeder Begriff, egal wie gequält, in irgendeinen historischen Kontext gesetzt wird, um den Anwender verurteilen zu können, was letztendlich nur dazu dient sich selbst angeblich vorhandene moralische Überlegenheit anzuheften.

Was ich momentan empfinde ist weniger lodernde Empörung, als die Unsicherheit, ob wir uns nicht selbst eines Teils der Meinungsfreiheit berauben, wenn wir anfangen mit Verboten zu hantieren, die nach richterlichem Ermessen nicht von den vorhandenen Paragraphen gedeckelt sind? Da darf auch ruhig mal ein Richterspruch dabei sein, den ich nicht nachempfinden kann, dafür existiert der Widerspruch und die Revision und, wie gesagt, das mehrheitliche Empfinden, dass dieser gesellschaftlich nicht akzeptabel ist.

Viel Text, ich hoffe, ich konnte dir einigermaßen verdeutlichen, dass ich den Graf als schmal empfinde, auf dem wir im Bezug auf die Meinungsfreiheit wandeln könnten. Noch tun wir es ja nicht.

Zuletzt geändert von JJazzGold am Mo 29. Jun 2020, 18:46, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon JJazzGold » Mo 29. Jun 2020, 18:40

Trutznachtigall hat geschrieben:(29 Jun 2020, 18:36)

Ja, vermutlich. Aber vielleicht ist sie bockig. ;)


Oder dumm.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Vongole » Mo 29. Jun 2020, 19:32

JJazzGold hat geschrieben:(29 Jun 2020, 18:40)

Ja und Nein. Ich weiß, das klingt irritierend. Ich versuche, dir meine Gedanken dazu zu erklären.

(Vollzitat)

Viel Text, ich hoffe, ich konnte dir einigermaßen verdeutlichen, dass ich den Graf als schmal empfinde, auf dem wir im Bezug auf die Meinungsfreiheit wandeln könnten. Noch tun wir es ja nicht.


Eigentlich sagen wir beide doch dasselbe, Jazz, nur in einem hast Du mich offensichtlich missverstanden. Ich möchte keinesfalls die Meinungs- oder Pressefreiheit einschränken, ich möchte, dass wir alle behutsamer, verantwortungsvoller,
sozialverträglicher mit ihr umgehen. Mir ist die Empörung eben nicht laut genug, wenn ein Richter eine widerliche Beleidigung als hinnehmbar bezeichnet und eine bestimmte Klientel dem Beifall klatscht.
Ich möchte nicht, dass Menschen, seien sie Polizisten, Politiker oder einfach Menschen wie Du und ich, als zu entsorgender Müll bezeichnet werden, und die unterschiedlichsten Gruppen dem Beifall klatschen.
Ich möchte nicht, dass Richter einen Brandanschlag auf eine Synagoge als zulässige Kritik an Israel bezeichnen und deshalb die Täter äußert milde beurteilen.
Und ich möchte auch nicht erleben müssen, dass hetzerische Meinungsmache eines Tages dazu führt, dass ein Mörder milder bestraft wird, weil er durch social media und andere Plattformen derart beeinflusst wurde,
dass er wie im Rausch gehandelt habe.

Kurz gesagt, ich möchte, dass wir als mündige Gesellschaft wieder lernen, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, dass wir kritisieren dürfen, sogar müssen, aber argumentativ und nicht diffamierend, beleidigend, entwürdigend.
Sonst wird uns eines Tages der Staat die Grenzen aufzeigen müssen. Ein erster Schritt dahin ist das Gesetz gegen Hasskriminalität im Netz, dass von vielen kritisiert wird. Von Juristen, weil es zu unüberlegt gestrickt ist,
aber auch von Laien, die befürchten, auf Verbalinjurien und plumpe Hetze in der "Diskussion" verzichten zu müssen und das unerträglich finden.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Kritikaster » Mo 29. Jun 2020, 19:53

Trutznachtigall hat geschrieben:(29 Jun 2020, 18:36)

Ja, vermutlich. Aber vielleicht ist sie bockig. ;)

Da weiß man jetzt gar nicht, welche Entscheidung man ihr wünschen soll.

Vernünftigerweise sollte sie jede Hilfe auf jeder Ebene und in jedem Fachbereich annehmen, die ihr angeboten wird. Wäre sie allerdings vernunftbegabt, hätte sie sich gar nicht erst in diese Situation hinein manövriert, weshalb die Chancen dafür schlecht stehen.

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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon JJazzGold » Mo 29. Jun 2020, 20:37

Vongole hat geschrieben:(29 Jun 2020, 19:32)

Eigentlich sagen wir beide doch dasselbe, Jazz, nur in einem hast Du mich offensichtlich missverstanden. Ich möchte keinesfalls die Meinungs- oder Pressefreiheit einschränken, ich möchte, dass wir alle behutsamer, verantwortungsvoller,
sozialverträglicher mit ihr umgehen. Mir ist die Empörung eben nicht laut genug, wenn ein Richter eine widerliche Beleidigung als hinnehmbar bezeichnet und eine bestimmte Klientel dem Beifall klatscht.
Ich möchte nicht, dass Menschen, seien sie Polizisten, Politiker oder einfach Menschen wie Du und ich, als zu entsorgender Müll bezeichnet werden, und die unterschiedlichsten Gruppen dem Beifall klatschen.
Ich möchte nicht, dass Richter einen Brandanschlag auf eine Synagoge als zulässige Kritik an Israel bezeichnen und deshalb die Täter äußert milde beurteilen.
Und ich möchte auch nicht erleben müssen, dass hetzerische Meinungsmache eines Tages dazu führt, dass ein Mörder milder bestraft wird, weil er durch social media und andere Plattformen derart beeinflusst wurde,
dass er wie im Rausch gehandelt habe.

Kurz gesagt, ich möchte, dass wir als mündige Gesellschaft wieder lernen, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, dass wir kritisieren dürfen, sogar müssen, aber argumentativ und nicht diffamierend, beleidigend, entwürdigend.
Sonst wird uns eines Tages der Staat die Grenzen aufzeigen müssen. Ein erster Schritt dahin ist das Gesetz gegen Hasskriminalität im Netz, dass von vielen kritisiert wird. Von Juristen, weil es zu unüberlegt gestrickt ist,
aber auch von Laien, die befürchten, auf Verbalinjurien und plumpe Hetze in der "Diskussion" verzichten zu müssen und das unerträglich finden.


Du hast mich missverstanden. Ich sehe bei dir keinerlei Anzeichen für eine gewollte Einschränkung der Meinungsfreiheit! Das habe ich wohl nicht deutlich genug ausgeführt. Die Meinungsfreiheit sehe ich dort in Gefahr, wo die Verwendung von Begriffen zur Stigmatisierung führen soll, wo die Verwendung provokanter Sprache Emotionen bis zur Bedrohung anwachsen lässt und die Seehofer'sche Anzeige in mir das ungute Gefühl hervorruft, dass daraus eine pauschale Restriktion des Journalismus gesehen werden könnte. Wohl gemerkt, nur gesehen, nicht tatsächlich erfolgt.

In dem was du dir wünscht sind wir uns völlig einig. Aber - darauf wollte ich hinaus - der Weg um das zu erreichen birgt eben auch die Gefahr, die Meinungsfreiheit für uns alle einzuschränken. Es gibt sie, Diejenigen die sich erhoffen davon langfristig profitieren zu können.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 20:43

Trutznachtigall hat geschrieben:(29 Jun 2020, 18:36)

Ja, vermutlich. Aber vielleicht ist sie bockig. ;)


Wieso bockig? Es ist ihr gutes Recht Schutz und Hilfe abzulehnen. Sauber dokumentiert und gut is.
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Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Skeptiker » Mo 29. Jun 2020, 21:01

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 20:43)

Wieso bockig? Es ist ihr gutes Recht Schutz und Hilfe abzulehnen. Sauber dokumentiert und gut is.

Das wäre jedenfalls konsequent. Ich laufe ja auch nicht mit dem Megafon durch die Siedlung und erkläre meinen Nachbarn zum Arschloch, um mir dann Abends bei dem Eier auszuborgen.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Trutznachtigall » Mo 29. Jun 2020, 22:09

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 20:43)

Wieso bockig? Es ist ihr gutes Recht Schutz und Hilfe abzulehnen. Sauber dokumentiert und gut is.

Natürlich, kann sie machen. Es würde ihr keiner verbieten. Nur falls sie dadurch zu Schaden käme, könnte sie sich nicht als Opfer von racial profiling sehen.
☸ڿڰۣ--ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣڿڰۣ--☸☸ڿڰۣڿڰۣ
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Vongole » Mo 29. Jun 2020, 22:12

JJazzGold hat geschrieben:(29 Jun 2020, 20:37)

Du hast mich missverstanden. Ich sehe bei dir keinerlei Anzeichen für eine gewollte Einschränkung der Meinungsfreiheit! Das habe ich wohl nicht deutlich genug ausgeführt. Die Meinungsfreiheit sehe ich dort in Gefahr, wo die Verwendung von Begriffen zur Stigmatisierung führen soll, wo die Verwendung provokanter Sprache Emotionen bis zur Bedrohung anwachsen lässt und die Seehofer'sche Anzeige in mir das ungute Gefühl hervorruft, dass daraus eine pauschale Restriktion des Journalismus gesehen werden könnte. Wohl gemerkt, nur gesehen, nicht tatsächlich erfolgt.

In dem was du dir wünscht sind wir uns völlig einig. Aber - darauf wollte ich hinaus - der Weg um das zu erreichen birgt eben auch die Gefahr, die Meinungsfreiheit für uns alle einzuschränken. Es gibt sie, Diejenigen die sich erhoffen davon langfristig profitieren zu können.

Ich sehe, wir verstehen uns. :) Genau deswegen schrieb ich letztes Jahr, der falsche Weg könnte uns ans Ende der Freiheit führen.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon JJazzGold » Mo 29. Jun 2020, 22:14

Vongole hat geschrieben:(29 Jun 2020, 22:12)

Ich sehe, wir verstehen uns. :) Genau deswegen schrieb ich letztes Jahr, der falsche Weg könnte uns ans Ende der Freiheit führen.


Wie üblich. :)
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon unity in diversity » Di 30. Jun 2020, 00:39

Kritikaster hat geschrieben:(29 Jun 2020, 19:53)

Da weiß man jetzt gar nicht, welche Entscheidung man ihr wünschen soll.

Vernünftigerweise sollte sie jede Hilfe auf jeder Ebene und in jedem Fachbereich annehmen, die ihr angeboten wird. Wäre sie allerdings vernunftbegabt, hätte sie sich gar nicht erst in diese Situation hinein manövriert, weshalb die Chancen dafür schlecht stehen.

Ein Teufelskreis!

Es gibt ja Menschen die "immer Recht haben".
Das ergibt sich aus ihrer alles überragenden Moral und ihrem angeblichen Wissensvorsprung gegenüber der geringgeschätzten Masse.
Solche Menschen halten es für Verrat, wenn z.B. die taz-Redaktion Maßnahmen zu ihrem Schutz ergreift, ohne sie vorher zu konsultieren, damit sie ihr huldvolles Einverständnis erteilen können.
Vielleicht sollte sich die taz von diesem Falle in social distancing üben.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Maxxy01 » Di 30. Jun 2020, 07:07

jack000 hat geschrieben:(16 Jun 2020, 15:14)

https://www.tichyseinblick.de/daili-es- ... GYlWgMfzzg
Sind bei den Linksmedien nun sämtliche Hemmungen gefallen und die zeigen ihr wahres Anliegen?


Sowieso recht seltsam, wieso plötzlich manche solchen Hass auf die Polizei schieben.

In den USA wurde ja dieser Schwarze von unfähigen Polizisten umgebracht, was dann schnell den BLM-Mob auf den Plan rief um generell gegen die Polizei Stimmung zu machen.
[Edit Mod. Sören74]

Aber welches Motiv mag wohl hinter dem Hetzartikel dieser TAZ-Schreiberin stehen? Für gesetzestreue Bürger ist es weniger gut, wenn die Polizei abgeschafft wird und damit die Verbrechensrate massiv nach oben schnellt. Ich kann mir nur denken, dass die Linken über diesen Unweg den Staat zerstören wollen.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon DogStar » Di 30. Jun 2020, 07:19

Maxxy01 hat geschrieben:(30 Jun 2020, 07:07)

Ich kann mir nur denken, dass die Linken über diesen Unweg den Staat zerstören wollen.


Was sonst? Um ihn dann gemäß der eigenen Agenda zu ersetzen. Das ist Programm ;)
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Billie Holiday » Di 30. Jun 2020, 07:32

DogStar hat geschrieben:(30 Jun 2020, 07:19)

Was sonst? Um ihn dann gemäß der eigenen Agenda zu ersetzen. Das ist Programm ;)


Anarchie und Recht des Stärkeren? Selbstjustiz und Gewaltorgien? Oder was ist die Alternative zu einem Rechtsstaat mit Polizei?
Und will man in einem linken Traumland leben?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Moses » Di 30. Jun 2020, 07:36

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Jun 2020, 07:32)

Anarchie und Recht des Stärkeren? Selbstjustiz und Gewaltorgien? Oder was ist die Alternative zu einem Rechtsstaat mit Polizei?
Und will man in einem linken Traumland leben?

Wohl eher StaSi, "Gelbes Elend" und "Jugendwerkhof" - und nein, in einem solchen totgeborenen Alptraumland will keiner freiwillig leben. Drum brauchts dann auch Mauer und Schießbefehl.

Die Älteren können sich vielleicht erinnern . . .
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
DogStar

Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon DogStar » Di 30. Jun 2020, 08:09

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Jun 2020, 07:32)

Anarchie und Recht des Stärkeren? Selbstjustiz und Gewaltorgien? Oder was ist die Alternative zu einem Rechtsstaat mit Polizei?
Und will man in einem linken Traumland leben?

Leider entwirft die Linke da keine Utopie ... Polizei und Militär abschaffen, Wohlhabende stärker belasten, Firmen vergesellschaften ... das geht leider an sämtlichen Lebensrealitäten vorbei. Ich würde das, für eine ferne Zukunft, wenn der Mensch von innen heraus ein ganz anderer geworden ist, begrüßen ... aber nicht aktuell und schon gar nicht unter der Führung einer so aggressiven und intoleranten Truppe, wie es die Linken sind. Da wird mir Angst und Bange, wenn ich nur dran denke!
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Maxxy01 » Di 30. Jun 2020, 08:37

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Jun 2020, 07:32)

Anarchie und Recht des Stärkeren? Selbstjustiz und Gewaltorgien?

Karl Marx meinte, dass Gewaltorgien in der Anfangszeit sinnvoll seien, um die alte Gesellschaft schnellstmöglichst zu beseitigen. Er schwärmte von einem "Revolutionären Terrorismus"
https://en.wikipedia.org/wiki/Revolutio ... in_Marxism
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Skeptiker » Di 30. Jun 2020, 08:44

Maxxy01 hat geschrieben:(30 Jun 2020, 08:37)
Karl Marx meinte, dass Gewaltorgien in der Anfangszeit sinnvoll seien, um die alte Gesellschaft schnellstmöglichst zu beseitigen. Er schwärmte von einem "Revolutionären Terrorismus"
https://en.wikipedia.org/wiki/Revolutio ... in_Marxism

Da wäre der gute Karl ja sehr stolz auf die Leichenberge gewesen, die der Genosse Stalin geliefert hat.

Bis heute hält sich die feste Überzeugung bei Linken, dass Linksextremismus sich niemals gegen Menschen, sondern nur gegen Sachen, richtet. Sogar hier im Forum ist das immer wieder zu lesen.

Es ist wirklich tragisch zu sehen, dass große Teile der Gesellschaft keinen blassen Schimmer haben was Totalitarismus in Menschen freisetzt.

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