Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

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Milady de Winter
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 18:23

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 17:57)

Für Nahrung sind 145,04 Euro vorgesehen. Quelle
Für den einen ist das eben ausreichend, für den anderen eben nicht. Der geht dann zur Tafel.

Wer sich diese krummen beträge ausgedacht hat, ist sowieso ziemlich daneben. 1,06 Euro pro monat für Bildung? Potzblitz, Ohne die 6 Cent wäre das ziemlich wenig. :rolleyes:

Na ja, ich sags mal so: der Regelsatz für eine alleinstehende Person beträgt 416 Euro. Wie diese ausgegeben werden, entscheidet der Empfänger. Die Einteilung ist in meinen Augen auch zum Großteil schwachsinnig bis überflüssig, aber man wollte da wohl einen "Schnitt" aufzeigen. Anders kann ich mir manche Beträge nicht erklären.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 3. Mär 2018, 18:28

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 18:23)

Na ja, ich sags mal so: der Regelsatz für eine alleinstehende Person beträgt 416 Euro. Wie diese ausgegeben werden, entscheidet der Empfänger. Die Einteilung ist in meinen Augen auch zum Großteil schwachsinnig bis überflüssig, aber man wollte da wohl einen "Schnitt" aufzeigen. Anders kann ich mir manche Beträge nicht erklären.

So hat man halt diese 416 Euro errechnet. Pseudo wissenschaftlich.

Ist ja auch jeder einzelne Teil grundsätzlich richtig. Auch HartzIV Empfänger brauchen eben nicht nur Nahrung.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 3. Mär 2018, 18:37

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 18:23)

Na ja, ich sags mal so: der Regelsatz für eine alleinstehende Person beträgt 416 Euro. Wie diese ausgegeben werden, entscheidet der Empfänger. Die Einteilung ist in meinen Augen auch zum Großteil schwachsinnig bis überflüssig, aber man wollte da wohl einen "Schnitt" aufzeigen. Anders kann ich mir manche Beträge nicht erklären.




Und diese Hartz Regelsatz Berechnung sind zu dem völlig veraltet., währenddessen wurde die Essener Tafel von der Erdogan nahem muslimischen Partei Allianz deutscher Demokraten angezeigt, Grund,der Ausschluss von Ausländern Diskriminierung und der Wegfall der Gemeinnützigkeit. Ein Vorgeschmack der gesellschaftspolitischen Zukunft hierzulande
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 3. Mär 2018, 18:38

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 18:28)

So hat man halt diese 416 Euro errechnet. Pseudo wissenschaftlich.

Ist ja auch jeder einzelne Teil grundsätzlich richtig. Auch HartzIV Empfänger brauchen eben nicht nur Nahrung.



Richtig, Pseudo wissenschaftlich, Pi mal Daumen eben. :cool:
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 18:41

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 18:28)

So hat man halt diese 416 Euro errechnet. Pseudo wissenschaftlich.

Ist ja auch jeder einzelne Teil grundsätzlich richtig. Auch HartzIV Empfänger brauchen eben nicht nur Nahrung.

Jeder Mensch braucht mehr als nur Nahrung, aber man braucht m.E. nicht jede Kategorie der angegebenen jeden Monat zu belegen. Daher ist man flexibel in der Art der Ausgabe. Lediglich durch den Gesamtbetrag erfährt man natürlich eine Einschränkung. Wenn ich da die Möglichkeit kostenloser Angebote wie der Tafeln o.ä. hätte, dann würde ich sicher auch davon Gebrauch machen, wenn mir das Budget zu knapp für meine Lebensführung ist.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 3. Mär 2018, 18:43

Selina hat geschrieben:(03 Mar 2018, 14:09)

Schöner Kommentar zu den Tafeln von Ex-Titanic-Chef Leo Fischer:

Zitat (= nur ein Ausschnitt):

Ganz am Anfang mag es mal eine gute Idee gewesen sein: Lebensmittel nicht wegschmeißen, sondern verteilen. Das klingt nett, das verstehen alle. In jedem anderen Land als diesem könnte diese Idee vielleicht funktionieren. In diesem unseren Land jedoch wird auch aus so einer harmlosen, lieben Idee ein Ungetüm, ein Schauplatz niederster Instinkte, ein ganzes Abbild der deutschen Gesellschaft im Kleinen. Noch im Kampf um Müll gibt es oben und unten, müssen sich die Braunhäutigen und Mandeläugigen hinten anstellen und doppelt so nett sein wie alle anderen. Noch im Kampf um Müll muss den Befehlen der Kommandanten gehorcht werden, muss Reih und Glied herrschen und schwebt über allem die Zuchtrute. Und noch im Kampf um Müll gibt es predigende Millionäre, die genaue Vorstellungen haben, wie die Ärmsten diesen Kampf zu führen haben.

Die Tafeln sind fester Bestandteil des Systems Hartz IV, man muss sie schon halbstaatlich nennen. Es gibt sie, wie es die Bahn gibt und die Post. Kaum waren sie flächendeckend eingerichtet, begannen die Sozialbehörden, die Anwesenheit von Tafeln in den Hartz-IV-Regelsatz einzubeziehen. Wenn es nicht reicht, können Sie ja zu den Tafeln gehen, war ein Satz, den plötzlich viele Abhängige zu hören bekamen. So wurde ein Grundrecht teilprivatisiert - die Existenz eines privaten, karitativen Vereins, der seine Arbeit jederzeit einstellen kann, wurde faktisch Teil einer Leistung des Staates, der genau dies nicht darf. Kein Wunder, dass alle dafür waren, dass sich Bundesministerinnen für die Tafeln ins Zeug legten und Medienhäuser große Kampagnen fuhren - denn alle profitierten davon: Der Druck auf den Staat und seine unzureichenden Regelleistungen wurde geringer, und die Unternehmen hatten eine billige Möglichkeit, ihren Dreck zu verklappen.


https://www.neues-deutschland.de/artike ... afeln.html


Guter Beitrag. :thumbup:
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon H2O » Sa 3. Mär 2018, 18:56

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 17:28)

Ich bin da eher der Meinung der ZEIT:

Wer sagt, die Tafeln dienen nur dem anderweitigen Einkauf von Dingen, der macht es sich sehr einfach. Es gibt Menschen, die sind auf die Tafel angewiesen. Sonst bleibt die Küche kalt und der Magen leer.


Das kann durchaus sein, und auch deshalb lobe ich den ehrenamtlichen Einsatz der Menschen, die sich täglich und dauerhaft um diese armen Menschen bemühen. Allerdings bin ich der Meinung, daß leider viele Menschen nicht so mündig sind, daß sie ihr Leben eigenständig in den Griff bekommen. Das hat aber mit den staatlichen Leistungen weniger zu tun. Erfreulich, wenn Tafeln helfen, diese Menschen auf zu fangen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 3. Mär 2018, 19:08

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 18:41)

Jeder Mensch braucht mehr als nur Nahrung, aber man braucht m.E. nicht jede Kategorie der angegebenen jeden Monat zu belegen. Daher ist man flexibel in der Art der Ausgabe. Lediglich durch den Gesamtbetrag erfährt man natürlich eine Einschränkung. Wenn ich da die Möglichkeit kostenloser Angebote wie der Tafeln o.ä. hätte, dann würde ich sicher auch davon Gebrauch machen, wenn mir das Budget zu knapp für meine Lebensführung ist.

Natürlich braucht man nicht alles jeden Monat. Aber viele HartzIV-Empfänger sind ja längere Zeit darauf angewiesen. Und dann braucht man eben doch mal neue Schuhe oder die Waschmaschine geht kaputt. Eigentlich ist also vorgesehen, daß jeder Empfänger den nicht benötigten Teil zurück legt. Weil er ihn irgendwann brauchen wird.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 19:16

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:08)

Natürlich braucht man nicht alles jeden Monat. Aber viele HartzIV-Empfänger sind ja längere Zeit darauf angewiesen. Und dann braucht man eben doch mal neue Schuhe oder die Waschmaschine geht kaputt. Eigentlich ist also vorgesehen, daß jeder Empfänger den nicht benötigten Teil zurück legt. Weil er ihn irgendwann brauchen wird.

Das war aber früher im Grunde auch nicht viel anders, oder? Daher bin ich nach wie vor der Meinung, dass Einrichtungen wie die Tafeln heute nicht nötiger sind, als sie es früher gewesen wären. Es gab sie nur nicht. Und dass es sie heute gibt, hilft nun mal vielen Menschen. Ebenso wie Sozialkaufhäuser, Möbelbörsen o.ä. Wird sehr stark angenommen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 3. Mär 2018, 19:33

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:16)

Das war aber früher im Grunde auch nicht viel anders, oder? Daher bin ich nach wie vor der Meinung, dass Einrichtungen wie die Tafeln heute nicht nötiger sind, als sie es früher gewesen wären. Es gab sie nur nicht. Und dass es sie heute gibt, hilft nun mal vielen Menschen. Ebenso wie Sozialkaufhäuser, Möbelbörsen o.ä. Wird sehr stark angenommen.

Was meinst Du mit früher? Die Sozialhilfe was anders konzipiert. Da hat man z. B. eine neu Couch beantragt und das wurde dann von Sozialamt beschieden. Ggf. nachdem ein Mitarbeiter die Couch in Augenschein nahm. D. h. es gab natürlich pauschale Hilfen aber auch eine Unzahl von Einzelfallentscheidungen. Nun letzteres sicherlich schwieriger. Aber eben auch ein Stück weit gerechter.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 19:37

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:33)

Was meinst Du mit früher? Die Sozialhilfe was anders konzipiert. Da hat man z. B. eine neu Couch beantragt und das wurde dann von Sozialamt beschieden. Ggf. nachdem ein Mitarbeiter die Couch in Augenschein nahm. D. h. es gab natürlich pauschale Hilfen aber auch eine Unzahl von Einzelfallentscheidungen. Nun letzteres sicherlich schwieriger. Aber eben auch ein Stück weit gerechter.

Worauf ich hinaus wollte war, dass das Geld bei Hilfe-Empfängern sicher auch knapp war, man sich nicht alles oder in dem Umfang leisten konnte, wie gewünscht oder erforderlich. Man hätte das Angebot von Einrichtungen wie den Tafeln sicher auch angenommen, um sein Budget anders einteilen zu können. Das meinte ich.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 3. Mär 2018, 19:47

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:37)

Worauf ich hinaus wollte war, dass das Geld bei Hilfe-Empfängern sicher auch knapp war, man sich nicht alles oder in dem Umfang leisten konnte, wie gewünscht oder erforderlich. Man hätte das Angebot von Einrichtungen wie den Tafeln sicher auch angenommen, um sein Budget anders einteilen zu können. Das meinte ich.

Ich bin ja nicht völlig naiv. Natürlich gibt es unterschiedliche Gründe für due Nutzung der Tafel. Und da gibt es auch diejenigen, die dasgesparte Geld anderweitig verwenden wollen. Sei es für Alkohol, Tabak oder auch den Lotto-Einsatz. Aber es gibt eben auch die anderen. Die, welche auf die Tafel angewiesen sind, damit zum Ende des Monats überhaupt noch was auf den Tisch kommt. Viele werden irgendwo dazwischen liegen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 19:51

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:47)

Ich bin ja nicht völlig naiv. Natürlich gibt es unterschiedliche Gründe für due Nutzung der Tafel. Und da gibt es auch diejenigen, die dasgesparte Geld anderweitig verwenden wollen. Sei es für Alkohol, Tabak oder auch den Lotto-Einsatz. Aber es gibt eben auch die anderen. Die, welche auf die Tafel angewiesen sind, damit zum Ende des Monats überhaupt noch was auf den Tisch kommt. Viele werden irgendwo dazwischen liegen.

Welche Ausgaben sind das, die anfallen, sodass kein oder kaum Geld für Essen übrig bleibt? Die Frage ist übrigens in keinster Weise provokant zu verstehen, ich frage ernsthaft. Besondere Medikamente? Gibt es da keine speziellen Beihilfen? Oder Tierhaltung?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon think twice » Sa 3. Mär 2018, 19:52

Ammianus hat geschrieben:(03 Mar 2018, 11:32)

Hier geht es doch grundsätzlich darum, dass Flüchtlinge erhebliche Gedlbeträge in ihre Heimatländer überweisen. Im Zusammenhang mit dem Strangthema sieht man, wie diese Gelder frei werden.
Deine Frage nach Quellen habe ich als typische Trickserei angesehen.

Deine Quellen, die du aus gutem Grund nicht konkret benannt hast, besagen, dass arbeitende Migranten beträchtliche Geldsummen in die Heimat überweisen. Von Flüchtlingen steht da nix. Ist ja auch schlecht möglich, da die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz nicht mal den Hartz- IV-Satz betragen. Oder glaubst du vielleicht, dass die paar Paprika, Äpfel und Brote, die sie beim Einkauf sparen, 67 Millionen Euro ausmachen?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon think twice » Sa 3. Mär 2018, 19:58

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:51)

Welche Ausgaben sind das, die anfallen, sodass kein oder kaum Geld für Essen übrig bleibt? Die Frage ist übrigens in keinster Weise provokant zu verstehen, ich frage ernsthaft. Besondere Medikamente? Gibt es da keine speziellen Beihilfen? Oder Tierhaltung?

Tierhaltung ist ein gutes Beispiel. Mal ein paar Schuhe, eine Winterjacke, ein Geburtstagsgeschenke fuer die Kinder, ein Brillengestell, Schulutensilien, ein Friseurbesuch, die Internetflatrate, nicht verschreibungspflichtige Medikamente, mehr Windeln bei Babydurchfall....
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Diskutant » Sa 3. Mär 2018, 20:01

unverschämter kommentar von Leo Fischer, über den ich da gerade stolpere:

"In diesem unseren Land jedoch wird auch aus so einer harmlosen, lieben Idee ein Ungetüm, ein Schauplatz niederster Instinkte, ein ganzes Abbild der deutschen Gesellschaft im Kleinen."


die deutsche gesellschaft als schauplatz niederster instinkte.
eine kritik an 87% ?

"Noch im Kampf um Müll gibt es oben und unten, müssen sich die Braunhäutigen und Mandeläugigen hinten anstellen und doppelt so nett sein wie alle anderen."


Leo Fischer verwechselt ursache und wirkung.

am anfang waren die braunhäutigen und mandeläugigen "oben", weil sie die kleine oma wegschubsten, deswegen stehen sie jetzt mancherorts hinten an und müssen doppelt so nett sein.
jeder pädagoge wäre begeistert. warum ist Leo Fischer so unglücklich?
Zuletzt geändert von Diskutant am Sa 3. Mär 2018, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 3. Mär 2018, 20:03

Milady de Winter hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:51)

Welche Ausgaben sind das, die anfallen, sodass kein oder kaum Geld für Essen übrig bleibt? Die Frage ist übrigens in keinster Weise provokant zu verstehen, ich frage ernsthaft. Besondere Medikamente? Gibt es da keine speziellen Beihilfen? Oder Tierhaltung?

Das ist eben der Einzelfall. die Leistungen sind pauschal. sei es nun HartzIV oder andere ergänzende Sozialleistungen. Aber Menschen sind eben individuell. Und individuell ist daher auch ihr Bedarf.

Das ist ein Punkt, den ich merkwürdig finde.Einige, die sonst immer die liberale Fahne der Individualität schwingen, verlangen hier den Einheitsmenschen. Da haben sich gefälligst alle genau gleich zu verhalten. Wenn also der X mit 416 Euronen auskommen kann, dann muß es dem Y genauso gehen.
Zuletzt geändert von Dampflok94 am Sa 3. Mär 2018, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 20:03

think twice hat geschrieben:(03 Mar 2018, 19:58)

Tierhaltung ist ein gutes Beispiel. Mal ein paar Schuhe, eine Winterjacke, ein Geburtstagsgeschenke fuer die Kinder, ein Brillengestell, Schulutensilien, ein Friseurbesuch, die Internetflatrate, nicht verschreibungspflichtige Medikamente, mehr Windeln bei Babydurchfall....

Verstehe ich alles, das kann im Extremfall auch mal dazu führen, dass das Budget in einem Monat komplett ausgereizt ist - aber so sehr, dass man dafür keinen Cent mehr für Essen ausgeben kann bzw. würde, und das über einen längeren Zeitraum? Da würde ich dann die Prioritäten doch etwas anders setzen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon think twice » Sa 3. Mär 2018, 20:06

Diskutant hat geschrieben:(03 Mar 2018, 20:01)

Am Anfang waren die Braunhäutigen und Mandeläugigen "oben", weil sie die kleine Oma wegschubsten, deswegen stehen sie jetzt mancherorts hinten an und müssen doppelt so nett sein.

Der Chef der Essener Tafel hat festgestellt, dass Syrer und Russlanddeutsche das " Nehmer-Gen" in sich tragen. Willst du an seinen Worten zweifeln? :x
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Mär 2018, 20:08

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 20:03)

Das ist eben der Einzelfall. die Leistungen sind pauschal. sei es nun HartzIV oder andere ergänzende Sozialleistungen. Aber Menschen sind eben individuell. Und individuell ist daher auch ihr Bedarf.

Das ist ein Punkt, den ich merkwürdig finde.Einige, die sonst immer die liberale Fahne der Individualität schingen, verlangen hier den Einheitsmenschen. Da haben sich gefälligst alle genau gleich zu verhalten. Wenn also der X mit 416 Euronen auskommen kann, dann muß es dem Y genauso gehen.

Nein, das sage ich nicht. Ganz und gar nicht. Ich wollte lediglich wissen, welche Ausgaben über einen längeren Zeitraum anfallen, die einem kein Budget mehr für Lebensmittel lassen, von denen ich doch davon ausgehe, dass sie für den Großteil der Menschheit mit die höchste Prio haben, weil eben wirklich lebensnotwendig, im Vergleich zu vielen anderen Ausgaben. Wenn jemand sein Geld lieber für was anderes ausgibt, dann ist das für mich völlig ok. Nur klang es Deiner Aussage nach so, als ob er es müsste, und das scheint ja nicht der Fall zu sein. Es ist schlicht persönliche Präferenz.
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