EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Schnitter
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » Sa 25. Jun 2016, 00:58

Wenn die britische Unterklasse sich "fremdbestimmt" fühlt, dürfte das weniger an Brüssel liegen sondern eher daran dass die britischen Politiker völlig versagt haben.

GB sah außerhalb der Metropolen schon zu Zeiten vor der EU aus wie die verschissene DDR.
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Kennister
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Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon Kennister » Sa 25. Jun 2016, 01:03

Tom Bombadil hat geschrieben:Tut mir leid, der Satz macht irgendwie keinen Sinn.

Es klingt so, als würde man die Handelsbeziehungen zu Großbritannien erschweren wollen, aufgrund der EU-Richtlichtlinien gegenüber Nicht EU-Mitgliedstaaten.
Und die 5-10% der Exporte sind keine kleine Prozentzahl. Und das stelle ich in Frage.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon BingoBurner » Sa 25. Jun 2016, 01:11

Kennister hat geschrieben:(25 Jun 2016, 00:51)

Tja, wenn die Briten sich fremdbestimmt fühlen und dies als eines der Gründe für ihren Austritt aus der EU erkannt haben, dann ist es so.
Das gebe ich bloß so wieder. Das hat nichts mit Unentschlossenheit zu tun, oder nur nach Gefühl ohne Verstand verleiten lassen, was du hier andeuten willst.
Wie soll ich es denn sonst formulieren? Die Briten sind fremdbestimmt? Punkt!?
Aber in dem Falle würde ich mir das Recht herausnehmen, mir ein Urteil zu bilden. Und das ist nicht meine Intention.
Ich kann auch nicht verschweigen, dass die Briten sich nicht fremdbestimmt fühlen.

Hier der Beweis:
http://www.deutschlandfunk.de/ehemaliger-eu-kommissar-guenter-verheugen-fremdbestimmung.694.de.html?dram:article_id=357776

Und das hat nichts mit Politik nach Gefühl zu tun.


Ich verstehe, was du meinst. Und klar, steht es dir frei ein Urteil zu bilden. Was den sonst ?
Die Frage ist doch :

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Und das junge Menschen quer durch Europa reisen können, arbeiten und/oder studieren, wird weggeworfen weil was ?
Wegen einem Glühbirnenverbot ?
Das soll ein Diktat sein ?

Zünde Kerzen an.
Wirkt alles auch gleich viel romantischer.
Zuletzt geändert von BingoBurner am Sa 25. Jun 2016, 01:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Andrea-Perula » Sa 25. Jun 2016, 01:12

Schnitter hat geschrieben:(25 Jun 2016, 00:58)

Wenn die britische Unterklasse sich "fremdbestimmt" fühlt, dürfte das weniger an Brüssel liegen sondern eher daran dass die britischen Politiker völlig versagt haben.

GB sah außerhalb der Metropolen schon zu Zeiten vor der EU aus wie die verschissene DDR.



Schön Deinen anscheinend Abgrundtiefen Hass hier zu erleben darüber dass die Briten es gewagt haben was in nächster Zeit viele andere Europäische Staaten auch tun werden!


Dafür gibt es hier noch mal eine DANKE an die Briten!


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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Marmelada » Sa 25. Jun 2016, 01:17

Spam entfernt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon BingoBurner » Sa 25. Jun 2016, 01:18

Andrea-Perula hat geschrieben:(25 Jun 2016, 01:12)

Schön Deinen anscheinend Abgrundtiefen Hass hier zu erleben darüber dass die Briten es gewagt haben was in nächster Zeit viele andere Europäische Staaten auch tun werden!


Dafür gibt es hier noch mal eine DANKE an die Briten!





Ein Danke an die EU :

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon frems » Sa 25. Jun 2016, 01:25

Kennister hat geschrieben:(24 Jun 2016, 23:34)
Was vorher noch durch Brüssel fremdbestimmt und diktiert war, ist nun freibestimmend geworden.

Eher nicht so, auch wenn die Brexiteers das natürlich behauptet haben und nun nichts mehr davon wissen möchten. Was früher mitbestimmt wurde, wird nun mit größter Wahrscheinlichkeit fremdbestimmt werden.
Labskaus!

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Zunder » Sa 25. Jun 2016, 01:29

Über die britische Automobilindustrie werden auch in Zukunft nicht die Briten bestimmen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 25. Jun 2016, 01:32

Alexyessin hat geschrieben:(24 Jun 2016, 11:55)

Soso, du meinst, die Briten bestimmten vorher NICHT über ihr Land?


Nicht ganz, jetzt sind sie aber vollkommen frei
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Marmelada » Sa 25. Jun 2016, 01:41

Kennister hat geschrieben:(25 Jun 2016, 00:51)

Tja, wenn die Briten sich fremdbestimmt fühlen und dies als eines der Gründe für ihren Austritt aus der EU erkannt haben, dann ist es so.
Das gebe ich bloß so wieder. Das hat nichts mit Unentschlossenheit zu tun, oder nur nach Gefühl ohne Verstand verleiten lassen, was du hier andeuten willst.
Wie soll ich es denn sonst formulieren? Die Briten sind fremdbestimmt? Punkt!?
Aber in dem Falle würde ich mir das Recht herausnehmen, mir ein Urteil zu bilden. Und das ist nicht meine Intention.
Ich kann auch nicht verschweigen, dass die Briten sich nicht fremdbestimmt fühlen.

Hier der Beweis:
http://www.deutschlandfunk.de/ehemaliger-eu-kommissar-guenter-verheugen-fremdbestimmung.694.de.html?dram:article_id=357776

Und das hat nichts mit Politik nach Gefühl zu tun.
Verheugen nennt aber auch keine Punkte, die konkret verdeutlichen, worin die Fremdbestimmung denn nun besteht. Er spricht von "vermuteter und teilweise auch bestehenden Fremdbestimmung", gibt aber keine Beispiele an und das war ja die ursprüngliche Frage.

Wie ich weiter vorne geschrieben habe, ich habe einen Bericht gesehen, wonach sich Brexit-Befürworter von den EU-Ausländern aus Osteuropa überfremdet fühlen. Deren Zuzug war aber keine Fremdbestimmung, sondern er geschah auch auf Veranlassung der demokratisch gewählten britischen Politiker, die um der günstigen Arbeitskraft willen keine langen Übergangsfristen wollten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » Sa 25. Jun 2016, 01:42

Andrea-Perula hat geschrieben:(25 Jun 2016, 01:12)

Schön Deinen anscheinend Abgrundtiefen Hass hier zu erleben darüber dass die Briten es gewagt haben was in nächster Zeit viele andere Europäische Staaten auch tun werden!


Ich habe überhaupt keinen Hass, sowas ist mir fremd.

Ich stelle nur fest dass GB in weiten Teilen des Landes schon vor der EU aussah wie die schäbige DDR.

Nicht ganz so ein Drecksloch aber schon ziemlich nahe dran.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kennister » Sa 25. Jun 2016, 01:46

BingoBurner hat geschrieben:Ich verstehe, was du meinst. Und klar, steht es dir frei ein Urteil zu bilden. Was den sonst ?
Die Frage ist doch :

Wo kommen wir her ?
Wo gehen wir hin ?

Zwei Weltkriege !
Putin, Le Pen, Wilders und so on winken !

Und das junge Menschen quer durch Europa reisen können, arbeiten und/oder studieren, wird weggeworfen weil was ?
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Das soll ein Diktat sein ?


Ich vermute, dass es tiefgreifender ist.
In dem Artikel meint der Verheugen zb.:
"...Die zwei wichtigsten Probleme, die wir zurzeit in der EU haben, Krisen, mit denen wir uns herumschlagen, die Flüchtlingskrise, die eine gemeinsame Krise ist wegen des Schengen-Raums, und die Eurokrise oder die Schuldenkrise, die eine gemeinsame Krise ist wegen der Währungsunion, betrifft die Briten nicht. In beiden Fällen sind sie überhaupt nicht dabei. Also muss man nicht alle Schuld hier in Brüssel abladen,..."

Hier erkenne ich einen falschen Denkansatz über die Briten. Zwar betrifft es kurzfristig nicht direkt Großbritannien. Aber Großbritannien ist Mitglied und wenn Brüssel nur unzureichende Lösungen auf solche Krisen bietet, dann leidet auch Großbritannien mit. Selbstverständlich! Schließlich sitzt man im selben Boot.
Und wenn Großbritannien als Großmacht immer weniger zu entscheiden hat und irgendwann nur noch zusehen kann (natürlich übertrieben), dann suchen sie folglich ihren eigenen Weg. Und da kann man nicht behaupten, es betreffe die Briten nicht.

Reisefreiheiten erschwert, weil die EU noch keine Lösung für Ex-Mitgliedstaaten bietet. Das sollte geändert werden, da Großbritannien sich nur im Status verändert hat und sie sonst bessere Auflagen erfüllen als zb. die Türkei.
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon frems » Sa 25. Jun 2016, 02:04

Kennister hat geschrieben:(24 Jun 2016, 22:36)

Großbritannien wird in der EU aus gekränkem Eifer als "Drittland" reduziert.

Die Briten haben mehrheitlich entschieden, dass sie raus wollen. Und das heißt Drittstaat. Das war nun deren Entscheidung, wie man auch immer dazu stehen möchte, wie geteilt das Land auf mehreren Ebenen ist.

Sollten sie wider Erwarten einen anderen Status wünschen (z.B. wie die Schweiz oder Norwegen, die von den Brexisten gerne als Vorbild genannt wurden), können sie das ja äußern, ob während der Verhandlungen oder nach dem vollzogenen Austritt in vielen Jahren. Wenn sie dann was von Europa wollen, können sie ja was anbieten. Da wird niemand die Türen verschlossen halten, wenn das Angebot stimmt. Und da muss man erstmal schauen, ob man für solch einen Deal eine Mehrheit bekommt.
Labskaus!

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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon frems » Sa 25. Jun 2016, 02:14

Kennister hat geschrieben:(25 Jun 2016, 01:03)

Es klingt so, als würde man die Handelsbeziehungen zu Großbritannien erschweren wollen, aufgrund der EU-Richtlichtlinien gegenüber Nicht EU-Mitgliedstaaten.
Und die 5-10% der Exporte sind keine kleine Prozentzahl. Und das stelle ich in Frage.

Lass die Briten doch Verantwortung tragen. Sie haben nun entschieden, ein Nichtmitglied zu sein. Und dass der europäische Markt für die Briten ums x-fache wichtiger ist als umgekehrt, ist nun auch kein Staatsgeheimnis. Es wär doch bescheppert, wenn die EU-27 dann so tut, als wären die Briten kein Nicht-, sondern Vollmitglied.
Labskaus!

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 25. Jun 2016, 02:46

Bleibtreu hat geschrieben:(25 Jun 2016, 00:15)

Und ich habe mehrere Interviews mit RemainWählern gesehen die sagten, sie hätten den Brexit nicht wirklich ernst genommen, wären deswegen nicht wählen gegangen, oder die eine RemainFrau, der nicht klar war, was ein Brexit für GB wirklich bedeutet. Was sagt uns das alles? Dass das Land gespalten ist. Nun ist es aber mal passiert, der Brexit Fakt. Statt zu hadern ist es klüger zu sehen, wie man für alle Beteiligten das Beste daraus machen kann. Bei allem Gejammer, bei allen SchuldZuweisungen wird sich das Ergebnis nicht ändern lassen.

schau mal hier
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 25. Jun 2016, 02:53

aus brüssel kommen gerüchte, daß die EU schnellstens jetzt alles abhandeln will. und plötzlich hat GB alle zeit. dies trägt nicht dazu bei um die EU versöhnlich zu machen. was können menschen manchmal schrecklich dumm sein.
oder ist dies eine taktisch kluge maßnahme von cameron um in seinem land zu retten was er noch kann: wieder ein referendum.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon freigeist » Sa 25. Jun 2016, 05:48

Ich weiß nicht, was ich als Bremain-Wähler damit anfangen soll, ich habe von Anfang zwischen den Stühlen gesessen. Wenn ich aber lese, was sich teilweise für eine anglophobe Verachtung oder auch Hass gegenüber den Briten als eine Gruppe von Hinterwäldlern breitmacht und die europäische Ebene durchzieht, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Die Deutschen wären ohne die Briten als treibende Kraft nie vom Nationalsozialismus befreit worden. FDR musste damals quasi in die Knie gezwungen werden.
Der Brexit hätte trotz der schwierigen Beziehungen Großbritanniens mit der EU nicht sein müssen, wenn man auf nationalstaatliche Ansätze oder Handlungen nicht ständig reflexhaft mit 'mehr Europa' kontert, sondern unterschiedliche Vorstellungen von Gesellschaftsmodellen respektiert, denn es ist das Mysterium des 21. Jahrhunderts, wie die EU bei all ihren guten und noblen Ansätzen die politkulturellen Unterschiede ihrer Mitgliedsstaaten halbwegs nivellieren bzw versöhnen will.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Mari » Sa 25. Jun 2016, 06:29

Adam Smith hat geschrieben:(24 Jun 2016, 20:08)

Die Summe geht schon mal nicht dahin.



http://www.faz.net/aktuell/politik/brex ... 06728.html

Das Staatsdefizit von Großbritannien beträgt etwa 62 Milliarden Pfund und dieses wird sich vermutlich durch den Brexit stark vergrößern.

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... ritannien/

Dumme Engländer. Es werden Kürzungen erfolgen.


Warten wir ab. Ich kann die Entscheidung der Briten gegen die Transferunion und das Hineinregieren aus Brüssel gut verstehen, auch wenn ich es bedauere, dass diese Streiter für Unabhängigkeit nun raus gehen. Die Gescheiterten in Brüssel, allen voran Juncker und Schulz, müssen jetzt die Konsequenzen ziehen und gehen.
LG Mari
Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen. (Abraham Lincoln)
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon H2O » Sa 25. Jun 2016, 07:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jun 2016, 23:58)

Inwiefern?


Die Bundesregierung/Finanzminister Schäuble verfolgt einen Plan, der dem Vereinigten Königreich einen Status ermöglicht, wie ihn die Türkei genießt: Assoziierung zur EU. Im Grunde ist das ein Wartestand für Bewerber um eine EU-Mitgliedschaft, aber warum nicht auch für einen sanften Ausstieg. Aber bitteschön, die Briten müssen sich dazu äußern und zuvor die EU-Partner natürlich auch.

Dann ist aus Vorgesprächen der Gründungsstaaten der EWG durchgesickert, daß die EU anbieten will, sich in eine Gruppe von Partnern ein zu reihen, die von der Vertiefung der Zusammenarbeit nichts halten, und sich in eine andere Gruppe ein zu reihen, die dieses Ziel weiterhin verfolgt. Diesen Gedanken hatte ich schon vor einem Jahr. Vielleicht hätte man damit den BREXIT verhindern können. Hoffentlich genügt dieser zusätzliche Freiheitsgrad, weitere EXITS zu vermeiden.

Allerdings meine ich auch mit Blick auf unsere Steuerzahler, daß Abgaben zur Umverteilung und für Fördermittel in der EU nur für die Gruppe der Vertiefer einen Sinn haben. Die haben sich entschieden, eine staatenähnliche Schicksalsgemeinschaft zu gründen. In dem Zusammenhang erinnere ich daran, daß auch die übergeordnete "Wirtschaftsregierung" (Finanzen und Wirtschaftsförderung, Steuern und Sozialleistungen) über dieser Gruppe schwebt. Dafür ist aber aus Sicht des deutschen Finanzministers keine Zustimmung der Partner zu erwarten. Das sollte man prüfen... damit dazu auch greifbare Entscheidungen auf dem Tisch liegen.

Die lockerer angegliederten Partner müssen zur Finanzierung der gemeinsamen Institutionen Beiträge entrichten, etwa Sicherung der Außengrenzen, Handelsverträge mit Drittstaaten...

Natürlich kommen dann viele neue Fragen auf... etwa nach dem Status des EU-Parlaments und der Kommission. Brauchen die "Nicht-Vertiefer" überhaupt ein EU-Parlament, brauchen sie eigene Kommissare... wozu eigentlich? Wollen die dann in die Gruppe der Vertiefer hinein regieren? Viele Fragen, die aber ohnehin schon längst hätten gestellt werden müssen. Aber dazu ist es erst zu spät, wenn es die EU nicht mehr geben sollte.
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Fadamo
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fadamo » Sa 25. Jun 2016, 07:21

Alexyessin hat geschrieben:(24 Jun 2016, 16:24)

Sorry, aber kann es sein, das du keine Ahnung hast von was du da schreibst?
Das einzige Parlament in Brüssel ist die belgische Abgeordnetenkammer und da hat Frau Merkel keinen Sitz.


Wer soll auch bei diesem Durcheinander noch Ahnung haben ?
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