Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 6959
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 08:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon Quatschki » Do 7. Sep 2017, 13:14

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Sep 2017, 12:23)

Ach und die USA waren da wohl moralischer?Chile1971?

Dass die USA ebenfalls Gouvernement-Change betreiben, bestreitet niemand.
Es ist das Recht jeden Volkes, sich dagegen nach Kräften zu wehren.

Allerdings war die Diktatur Pinochet mit etwa 3000 Ermordeten und Verschwundenen und einigen zehntausend politischen Gefangenen vergleichsweise moderater als jedes Sowjet-Regime und hinterlies ein wirtschaftlich stabiles Land, das heute das modernste und wohlhabendste von Lateinamerika ist.
Der weitere Kurs Salvador Allendes hätte hingegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Verhältnissen wie heute in Venezuela geführt, wo das Land kaputt ist und sich die Linken auch nur mit Terror und Massenverhaftungen an der Macht halten.
Da muß man sich halt überlegen, was unterm Strich besser für ein Land und seine Menschen ist...
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Moderator
Beiträge: 10147
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon Nomen Nescio » Do 7. Sep 2017, 16:08

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Sep 2017, 12:23)

Ach und die USA waren da wohl moralischer?Chile1971?

auch für dich gilt »paß auf themenfremd«.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 20457
Registriert: Di 19. Mai 2009, 21:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon ThorsHamar » Do 7. Sep 2017, 16:25

Nomen Nescio hat geschrieben:(05 Sep 2017, 21:34)

wenn versprechungen und verabredungen verbrochen werden ohne etwas dagegen zu tun, ist ein politiker dumm.
die krim z.b. ist prospektiv handeln.


Ich sage es nochmal: Ob Politiker dumm waren oder nicht, entscheidet die politisch eingefärbte Retrospektive ...

Hier geht es um die "KRIEGSSCHULDFRAGE ZWEITER WELTKRIEG" und es ist eben schön einfach, Hitler und Deutschland als allein schuldig im Sinne von Verantwortung zu benennen.
Alle ideologischen und materiellen Sponsoren Hitlers waren nicht dumm damals, sondern benutzten ihn, um ihre eigenen Pläne zu verfolgen, z.B. den Bolschewismus zu vernichten, die Juden zu vernichten und gewaltige Märkte und Ressourcen im Osten zu gewinnen.
Das einzig Dumme war, dass ihr Protagonist wegen akuter Inkompetenz verloren hat ....
Ich bin der Meinung, wenn wir wirklich etwas aus der Historie lernen wollen, dass genau diese Zusammenhänge der Machtergreifung der Nazis bei der Kriegsschuldfrage mit auf den Tisch kommen.
Aber hier wird man ja schon gemassregelt, wenn man erwähnt, dass der Einmarsch Deutschlands in Polen in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion den Krieg auslöste ....
Alpha Centauri
Beiträge: 1151
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon Alpha Centauri » Do 7. Sep 2017, 17:41

Quatschki hat geschrieben:(07 Sep 2017, 14:14)

Dass die USA ebenfalls Gouvernement-Change betreiben, bestreitet niemand.
Es ist das Recht jeden Volkes, sich dagegen nach Kräften zu wehren.

Allerdings war die Diktatur Pinochet mit etwa 3000 Ermordeten und Verschwundenen und einigen zehntausend politischen Gefangenen vergleichsweise moderater als jedes Sowjet-Regime und hinterlies ein wirtschaftlich stabiles Land, das heute das modernste und wohlhabendste von Lateinamerika ist.
Der weitere Kurs Salvador Allendes hätte hingegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Verhältnissen wie heute in Venezuela geführt, wo das Land kaputt ist und sich die Linken auch nur mit Terror und Massenverhaftungen an der Macht halten.
Da muß man sich halt überlegen, was unterm Strich besser für ein Land und seine Menschen ist...




Das mag sein, aber in beiden Fällen gilt dass haben die Ungarn oder die Chilenen selbst zu entscheiden, und nicht ein durch die CIA inszenierter Putsch.

Salvador Allende war gewählt worden,.dass was Ungarn für die Sowjets war Chile für die USA ein politischer Sündenfall von vielen.
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 6959
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 08:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon Quatschki » Do 7. Sep 2017, 18:01

Hitlers Auslandsgeheimdienste waren in dieser Beziehung eher untalentiert.
Auch fehlte dem Diktator die Zeit, Geduld und politische Klugheit, seine Ziele auf subversivem Weg ohne direkte Aggression zu erreichen. Und gegen Deutschland gerichtete Intrigen in gleicher Weise zu parieren.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
Flaschengeist
Beiträge: 907
Registriert: Mi 6. Apr 2016, 16:23

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon Flaschengeist » So 10. Sep 2017, 16:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Sep 2017, 13:46)

Man erkennt nur meistens nicht, wann es wirklich nötig ist. Hätte Chamberlain gewusst, zu was seine Politik führt, hätte er vllt. auch anders gehandelt.


edit. Mod - revisionistische Geschichtsklittelung
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Moderator
Beiträge: 10147
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: Kriegsschuldfrage zweiter Weltkrieg

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 22. Sep 2017, 15:25

ThorsHamar hat geschrieben:(07 Sep 2017, 17:25)

Ich sage es nochmal: Ob Politiker dumm waren oder nicht, entscheidet die politisch eingefärbte Retrospektive ...

Hier geht es um die "KRIEGSSCHULDFRAGE ZWEITER WELTKRIEG" und es ist eben schön einfach, Hitler und Deutschland als allein schuldig im Sinne von Verantwortung zu benennen.

das ist zu einfach. das bündnis mit der SU soll dazu beigetragen haben, daß AH den endgültigen schritt befahl zu tun.

ThorsHamar hat geschrieben:(07 Sep 2017, 17:25)
Alle ideologischen und materiellen Sponsoren Hitlers waren nicht dumm damals, sondern benutzten ihn, um ihre eigenen Pläne zu verfolgen, z.B. den Bolschewismus zu vernichten, die Juden zu vernichten und gewaltige Märkte und Ressourcen im Osten zu gewinnen.

ich bezweifle ob seine bundesgenossen auch nur eine blasse ahnung davon hatten was die »judenvernichtung« bedeutete und wie sie realisiert wurde.

ThorsHamar hat geschrieben:(07 Sep 2017, 17:25)
Das einzig Dumme war, dass ihr Protagonist wegen akuter Inkompetenz verloren hat ....

das dumme war, daß sie nicht sahen wie inkompetent er war. ich habe noch nie eine auflistung gesehen von den verlust der D litt durch die jüdische braindrain.

ThorsHamar hat geschrieben:(07 Sep 2017, 17:25)
Ich bin der Meinung, wenn wir wirklich etwas aus der Historie lernen wollen, dass genau diese Zusammenhänge der Machtergreifung der Nazis bei der Kriegsschuldfrage mit auf den Tisch kommen.

dann darf, wenn nicht muß, man versailles auch nennen. denn immerhin wurde dadurch den boden geebnet.

ThorsHamar hat geschrieben:(07 Sep 2017, 17:25)
Aber hier wird man ja schon gemassregelt, wenn man erwähnt, dass der Einmarsch Deutschlands in Polen in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion den Krieg auslöste ....

das ist aber korrekt. wenn auch hier wieder rede ist von anlaß (danzig) und ursache. das muß deutlich angegeben werden.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

Zurück zu „71. Geschichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste