Islam - Islamismus?

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Joker
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Joker » Mi 18. Feb 2015, 17:49

Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 12:47 hat geschrieben:Was die Revolutionen gebracht haben werden wir in einigen Jahrzehnten sehen, selbst Abdelsamad hat das gesagt, das war erst der Anfang. So ein Prozess dauert ewig. Wer glaubt das sich von einem Jahr auf das andere alles ändert ist etwas naiv.

.

Heilige Scheiße ,der Anfang
Meinst es wird noch schlimmer als es ohnehin schon ist.

Die Frage ist ob die Welt sich diese "Jahrzehnte" leisten kann und wer noch so alles draufgeht auf den weg des Islams zur Demokratie
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon JFK » Mi 18. Feb 2015, 17:49

Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:33 hat geschrieben:
Nö, neutral. Aber dumm bin ich auch nicht.


Das ist auch der Punkt der mich so ärgert, wenn irgendwelche armleuchter versuchen um den heißen brei zu reden, und nach jedem Strohhalm greifen der sich bietet.
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Wasteland
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:50

freigeist » Mi 18. Feb 2015, 18:44 hat geschrieben:
Du meinst, dass es fast ausschließlich um den Islam geht und nicht um Kritik an anderen Religionen, wie zb. am Judentum in der Beschneidungsdebatte? Oder die scharfe Kritik am Christentum und dem Vatikan in zentraleuropäischen Zeitungen beim Thema Kindsmissbrauch und Zölibat.


Es gäbe viel zu kritisieren. Am Hinduismus, am Sikhismus, am Yezidentum, am Buddhismus etc.
Alle haben zum Teil menschenverachtende oder extremistische Aspekte.
Davon leben aber nicht allzuviele in Deutschland, daher besteht auch nur geringes Interesse daran, weder medial, noch in den Diskussionen.
Das die Kritik am Judentum in Deutschland eher verhalten ausfällt hat historische Gründe.
Kritik am Christentum gibt es auch massenhaft, die kommt aber eher nicht von den Verteidigern des Abendlandes.
Die wollen ja immer zeigen das es qualitativ am hochwertigsten ist.
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 18. Feb 2015, 17:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:52

Joker » Mi 18. Feb 2015, 18:49 hat geschrieben:Heilige Scheiße ,der Anfang
Meinst es wird noch schlimmer als es ohnehin schon ist.

Die Frage ist ob die Welt sich diese "Jahrzehnte" leisten kann und wer noch so alles draufgeht auf den weg des Islams zur Demokratie


Es kommt wie es kommen muss. Die Welt wird das aushalten. Sie hat ja schon ähnliche Geschichten ausgehalten.
Es gibt auch keine andere Option abgesehen davon.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:54

Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 18:48 hat geschrieben: Wenn sie dürften, würden sie am liebsten Auschwitz wieder eröffnen. Nur diesmal für Moslems.


Das glaube ich ja nun auch wieder nicht. Aber gegen die eine oder andere grundgesetzwidrige Aktion hätten sie sicher nichts einzuwenden wenn es um diese Gruppe geht.
Demokratie frei nach Schnauze und Grundrechte nur für die die man mag.
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 18. Feb 2015, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 17:55

Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:50 hat geschrieben:Das die Kritik am Judentum in Deutschland eher verhalten ausfällt hat historische Gründe.

Ich glaube, das Judentum bietet die gleichen Kritikpunkte wie der Islam, z.B. eine unterschiedliche Wertung von Mann vs. Frau und Ungläubige vs. Gläubige. Aber klar, das Judentum ist ja auch viel älter. Und Mohammed hat sicherlich ein bisschen aus der Tora abgeschrieben.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 18:00

Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:54 hat geschrieben:
Das glaube ich ja nun auch wieder nicht. Aber gegen die eine oder andere grundgesetzwidrige Aktion hätten sie sicher nichts einzuwenden wenn es um diese Gruppe geht.

Gut, die Nazis fingen auch nicht gleich mit Mord an. Erst folgte Ausreisezwang, dann Deportation. Aber als die Nazis ihren eigenen Mist so weit verinnerlicht hatten (z.B. Juden sind keine richtigen Menschen), wurde Massenmord zur Musterlösung. Die Verrohung der Deutschen erfolgte Schrittweise. Und wer weiß, ob es nicht dieses Mal noch schneller ginge.
Zuletzt geändert von Hooligan am Mi 18. Feb 2015, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 18:03

JFK » Mi 18. Feb 2015, 18:49 hat geschrieben:
Das ist auch der Punkt der mich so ärgert, wenn irgendwelche armleuchter versuchen um den heißen brei zu reden, und nach jedem Strohhalm greifen der sich bietet.


Same shit, different day. ;)
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon freigeist » Mi 18. Feb 2015, 18:09

Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 17:50 hat geschrieben:
Es gäbe viel zu kritisieren. Am Hinduismus, am Sikhismus, am Yezidentum, am Buddhismus etc.
Alle haben zum Teil menschenverachtende oder extremistische Aspekte.
Davon leben aber nicht allzuviele in Deutschland, daher besteht auch nur geringes Interesse daran, weder medial, noch in den Diskussionen.
Das die Kritik am Judentum in Deutschland eher verhalten ausfällt hat historische Gründe.
Kritik am Christentum gibt es auch massenhaft, die kommt aber eher nicht von den Verteidigern des Abendlandes.
Die wollen ja immer zeigen das es qualitativ am hochwertigsten ist.


Das mag wohl damit zusammenhängen, dass Hinduismus, Sikhismus, Yezidentum und Buddhismus in Deutschland kaum eine Rolle spielen, höchstens noch Buddhismus.
Sicherlich ist Deutschland bezüglich des Judentums historisch enorm belastet; heftige Kritik an der jüdischen Beschneidungspraxis hat es trotzdem gegeben.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 70549.html
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... nderheiten
http://www.tagesspiegel.de/politik/besc ... 95488.html
Kritische Analysen zum Christentum werden von unterschiedlichen Seiten in den Diskurs eingebracht, Positionen der Abendland''retter'' sind hierbei nebensächliche Randaspekte.
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http://henryjacksonsociety.org/ http://openeurope.org.uk/
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Zweiundvierzig » Mi 18. Feb 2015, 18:11

Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 18:55 hat geschrieben:Ich glaube, das Judentum bietet die gleichen Kritikpunkte wie der Islam, z.B. eine unterschiedliche Wertung von Mann vs. Frau und Ungläubige vs. Gläubige. Aber klar, das Judentum ist ja auch viel älter. Und Mohammed hat sicherlich ein bisschen aus der Tora abgeschrieben.


Es ist immer wieder verblüffend zu sehen, wie Menschen mit jahrtausendealten Regelwerken versuchen, sich in der Welt zu orientieren. Der Wunsch nach Berechenbarkeit und Identitätsstitung ist ja völlig verständlich, auch der Blick auf Problemlösungen sowie Normen und Werte verganener Zeiten kann mitunter lehrreich und vernünftig sein, man darf nur nicht vergessen, dass die Zeiten sich ändern. Das ist zwar ne Binse, doch leider ist sie noch nicht bei jedem angekommen. Und es ist einfach zum Haareraufen, wenn die aktive Zukunftsgestaltung abgesagt wird, weil einige im Privaten noch das Zeitalter der Aufklärung durchleben und sich dabei nur allzu hilflos anstellen. Jedenfalls darf es nicht sein, dass der Zeitgeist von religiösen Tugendbolden erneut vereinnahmt wird.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 18:14

freigeist » Mi 18. Feb 2015, 19:09 hat geschrieben:
Das mag wohl damit zusammenhängen, dass Hinduismus, Sikhismus, Yezidentum und Buddhismus in Deutschland kaum eine Rolle spielen, höchstens noch Buddhismus.


Sage ich ja....Es ist eine verklausulierte Ausländerdebatte die sich über den Islam entlädt.
Hätten wir hier 4 Millionen Hindus, dann würden wir nur darüber sprechen, über Kasten, Ehrenmorde und Hindu-Extremismus. Dann wäre das das grösste Problem der Welt.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Zweiundvierzig » Mi 18. Feb 2015, 18:15

freigeist » Mi 18. Feb 2015, 19:09 hat geschrieben:
Das mag wohl damit zusammenhängen, dass Hinduismus, Sikhismus, Yezidentum und Buddhismus in Deutschland kaum eine Rolle spielen, höchstens noch Buddhismus.


lol!

Zudem bezweifel ich, dass die Fraktion, die hier am lautesten über den Islam brüllt und dabei Surenfetzen zitiert, nennenswerten Umgang mit Muslimen pflegt.
Zuletzt geändert von Zweiundvierzig am Mi 18. Feb 2015, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 18:15

Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 18:55 hat geschrieben:Ich glaube, das Judentum bietet die gleichen Kritikpunkte wie der Islam, z.B. eine unterschiedliche Wertung von Mann vs. Frau und Ungläubige vs. Gläubige. Aber klar, das Judentum ist ja auch viel älter. Und Mohammed hat sicherlich ein bisschen aus der Tora abgeschrieben.


Ja, sowohl im Ritus (Beschneidung, Fasten etc.), als auch vom Gottesbild (Einheit Gottes, Judentum und Islam wurden von christlichen Theologen immer als Gesetzesreligionen bezeichnet) her sind sich Judentum und Islam sehr ähnlich. Sie sind miteinander näher verwandt als jeweils mit dem Christentum.
Mohammed hat dort sicherlich eine Menge abgekupfert.
Kann man sehr gut am Anfang dieser Doku sehen.

(Ist schon an die richtige Stelle gespult)
http://youtu.be/p64QOPN9C2s?t=14m16s

und hier:

http://youtu.be/p64QOPN9C2s?t=20m17s
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Zunder » Mi 18. Feb 2015, 18:16

Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 18:00 hat geschrieben:Gut, die Nazis fingen auch nicht gleich mit Mord an. Erst folgte Ausreisezwang, dann Deportation. Aber als die Nazis ihren eigenen Mist so weit verinnerlicht hatten (z.B. Juden sind keine richtigen Menschen), wurde Massenmord zur Musterlösung. Die Verrohung der Deutschen erfolgte Schrittweise. Und wer weiß, ob es nicht dieses Mal noch schneller ginge.

Noch so ein Berufsopfer, dem es nicht zu blöd ist, den Moslem zum neuen Juden zu erklären.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wolverine » Mi 18. Feb 2015, 18:18

Olifant » Mi 18. Feb 2015, 15:34 hat geschrieben:Das soll wodurch konkret geschehen sein?


Durch ein Urteil des BGH. Wissen ist Macht. :)
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wolverine » Mi 18. Feb 2015, 18:21

Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 17:55 hat geschrieben:Ich glaube, das Judentum bietet die gleichen Kritikpunkte wie der Islam, z.B. eine unterschiedliche Wertung von Mann vs. Frau und Ungläubige vs. Gläubige. Aber klar, das Judentum ist ja auch viel älter. Und Mohammed hat sicherlich ein bisschen aus der Tora abgeschrieben.


Nein, natürlich gibt es nicht die gleichen Kritikpunkte. Vor allem hat das Judentum - ebenso wie das Christentum - die längst fällige Revision hinter sich. Das Judentum missioniert nicht und niemand muss mit der Todesstrafe wegen der Apostasie rechnen.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wolverine » Mi 18. Feb 2015, 18:22

Zunder » Mi 18. Feb 2015, 18:16 hat geschrieben:Noch so ein Berufsopfer, dem es nicht zu blöd ist, den Moslem zum neuen Juden zu erklären.


Diese Erklärung muss scheitern. Die Gründe müssen wir nicht aufzählen.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon freigeist » Mi 18. Feb 2015, 18:24

Wasteland » Mi 18. Feb 2015, 18:14 hat geschrieben:
Sage ich ja....Es ist eine verklausulierte Ausländerdebatte die sich über den Islam entlädt.
Hätten wir hier 4 Millionen Hindus, dann würden wir nur darüber sprechen, über Kasten, Ehrenmorde und Hindu-Extremismus. Dann wäre das das grösste Problem der Welt.


Nein, es dreht sich schon um den Islam, da die Muslime die größte Migrationsgruppe in D. bilden. Dabei werden nicht die Muslime als Menschen kritisiert, sondern ihre religiöse Praxis infrage gestellt. Dein Verweis auf die Hindus zeigt doch, dass unentbehrlicher religionskritischer Gesprächsbedarf de facto besteht. Auch über den Islam. Für die vielen Islamdebatten solltest du allerdings die ÖR verantwortlich machen, die die immer gleichen Pappnasen in diese Gesprächsrunden einladen.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Postnix » Mi 18. Feb 2015, 18:25

1. Wir haben jetzt Dutzende Male gehört: Der Islam ist vielfältig, der Koran ist widersprüchlich, er lässt viele Deutungen zu.

2. Andere behaupten: Der Islamismus wurzelt im Islam, der Islam ist schuld.

3. Tatsache ist aber, das wir einen islamisch begründeten Terror haben und dass Islamische Potentaten und Organisationen diesen Terror finanzieren. Die Praxis spricht für die These unter 2.

4. Es ist an den Muslimen, den Terrorismus zu bekämpfen, den Islamisten den Kampf anzusagen, die Unterstützung einzustellen.

5. Wenn Sie das in Angriff nehmen, können wir uns wieder unterhalten.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Olifant » Mi 18. Feb 2015, 18:25

Wolverine » Mi 18. Feb 2015, 19:18 hat geschrieben:
Durch ein Urteil des BGH. Wissen ist Macht. :)

Rot/Grün spricht nach Deiner Meinung also Urteile am BGH. Interessante Rechtsauffassung. Du dürftest damit aber ziemlich allein dastehen.

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