Sinn hat Recht
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- Frank_Stein
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Sinn hat Recht
Aktuell sucht man für die Krise Sündenböcke.
Immer wieder erklärt man jene zum Sündenbock, die vermeintlich auf Kosten der Anderen leben.
hat man früher die Juden mit Rattenverglichen, die angeblich vaterlandslose Gesellen sind und auf Kosten der Gesellschaft leben - so müssen heute die Manager und besonders die Bankmanager herhalten.
Über Jahre hat man sich darüber aufgeregt, dass die Banken viele Mrd. Euro Gewinn manchen - so regt man sich nun darüber auf, dass sie Verluste machen.
Dabei haben die Banken nichts anderes getan, als ihren Job zu machen. Sie geben Kredite gegen Sicherheiten und Zins und nehmen selbst Kredit bei ihren Kunden auf - gegen Zins.
Dabei wird natürlich ein gewisses Sicherheitspolster genommen, falls ein Schuldner mal zahlungsunfähig wird. Heute haben wir aber das Problem, dass sehr viele Kunden und alle gleichzeitig - zahlungsunfähig werden, worauf man sich als Bank kaum einstellen kann. Staatliche Banken haben hier besonders schlecht abgeschnitten und zahlreiche private Banken in die Krise hineingezogen.
Jetzt so zu tun, als ob der Steuerzahler für die Fehler der privaten Manager aufkommen soll ist Heuchelei.
Über Jahre gab es in den USA eine Sonderkonjunktur wegen der laxen Kreditvergabe durch halbstaatliche Banken an wenig kreditwürdige Minderheiten. Wir alle haben davon profitiert - nun bricht die "Konjunktur auf Pump" in sich zusammen - und dafür sollen die Bankmanager privater Banken verantwortlich sein?
Auf einmal wird das gesamte System infrage gestellt, weil nun die Rechnung für das soziale Wohnungsbauprogramm der USA für die vergangenen 15 Jahre präsentiert wird.
Immer wieder erklärt man jene zum Sündenbock, die vermeintlich auf Kosten der Anderen leben.
hat man früher die Juden mit Rattenverglichen, die angeblich vaterlandslose Gesellen sind und auf Kosten der Gesellschaft leben - so müssen heute die Manager und besonders die Bankmanager herhalten.
Über Jahre hat man sich darüber aufgeregt, dass die Banken viele Mrd. Euro Gewinn manchen - so regt man sich nun darüber auf, dass sie Verluste machen.
Dabei haben die Banken nichts anderes getan, als ihren Job zu machen. Sie geben Kredite gegen Sicherheiten und Zins und nehmen selbst Kredit bei ihren Kunden auf - gegen Zins.
Dabei wird natürlich ein gewisses Sicherheitspolster genommen, falls ein Schuldner mal zahlungsunfähig wird. Heute haben wir aber das Problem, dass sehr viele Kunden und alle gleichzeitig - zahlungsunfähig werden, worauf man sich als Bank kaum einstellen kann. Staatliche Banken haben hier besonders schlecht abgeschnitten und zahlreiche private Banken in die Krise hineingezogen.
Jetzt so zu tun, als ob der Steuerzahler für die Fehler der privaten Manager aufkommen soll ist Heuchelei.
Über Jahre gab es in den USA eine Sonderkonjunktur wegen der laxen Kreditvergabe durch halbstaatliche Banken an wenig kreditwürdige Minderheiten. Wir alle haben davon profitiert - nun bricht die "Konjunktur auf Pump" in sich zusammen - und dafür sollen die Bankmanager privater Banken verantwortlich sein?
Auf einmal wird das gesamte System infrage gestellt, weil nun die Rechnung für das soziale Wohnungsbauprogramm der USA für die vergangenen 15 Jahre präsentiert wird.
Zuletzt geändert von Frank_Stein am Montag 27. Oktober 2008, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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- Caschny
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Re: Sinn hat Recht
Wirtschaftsforum?theoderich hat geschrieben:Aktuell sucht man für die Krise Sündenböcke.
Immer wieder erklärt man jene zum Sündenbock, die vermeintlich auf Kosten der Anderen leben.
hat man früher die Juden mit Rattenverglichen, die angeblich vaterlandslose Gesellen sind und auf Kosten der Gesellschaft leben - so müssen heute die Manager und besonders die Bankmanager herhalten.
Über Jahre hat man sich darüber aufgeregt, dass die Banken viele Mrd. Euro Gewinn manchen - so regt man sich nun darüber auf, dass sie Verluste machen.
Dabei haben die Banken nichts anderes getan, als ihren Job zu machen. Sie geben Kredite gegen Sicherheiten und Zins und nehmen selbst Kredit bei ihren Kunden auf - gegen Zins.
Dabei wird natürlich ein gewisses Sicherheitspolster genommen, falls ein Schuldner mal zahlungsunfähig wird. Heute haben wir aber das Problem, dass sehr viele Kunden und alle gleichzeitig zahlungsunfähig werden worauf man sich als Bank kaum einstellen kann. Staatliche Banken haben hier besonders schlecht abgeschnitten und zahlreiche private Banken in die Krise hineingezogen.
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Über Jahre gab es in den USA eine Sonderkonjunktur wegen der laxen Kreditvergabe durch halbstaatliche Banken an wenig kreditwürdige Minderheiten. Wir alle haben davon profitiert - nun bricht die "Konjunktur auf Pump" in sich zusammen - und dafür sollen die Bankmanager privater Banken verantwortlich sein?
Auf einmal wird das gesamte System infrage gestellt, weil nun die Rechnung für das soziale Wohnungsbauprogramm der USA für die vergangenen 15 Jahre präsentiert wird.
Was sollen derartige Diskussionen, die ohnehin vom neoliberalen Idealismus geleitet werden, in aller Welt in der Weinstube?
Caschny.
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Re: Sinn hat Recht
theoderich hat geschrieben:Aktuell sucht man für die Krise Sündenböcke.
Immer wieder erklärt man jene zum Sündenbock, die vermeintlich auf Kosten der Anderen leben.
hat man früher die Juden mit Rattenverglichen, die angeblich vaterlandslose Gesellen sind und auf Kosten der Gesellschaft leben - so müssen heute die Manager und besonders die Bankmanager herhalten.
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Sinn hat doch gerade gesagt,dass er nicht Recht hat.
http://www.welt.de/wirtschaft/article26 ... leich.html
Ansonsten gilt nach wie vor.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Sinn hat Recht
Wann wird der User theoderich endlich begreifen, dass hier nicht im Sonderschulforum ist. Wenn dieser Thread wirklich in der Weinstube stand, dann stand er da imo nicht zu Unrecht.theoderich hat geschrieben:Aktuell sucht man für die Krise Sündenböcke.
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- Frank_Stein
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Re: Sinn hat Recht
James Watson hat seine Aussage einst auch zurückgenommen. Dabei gab es dafür auch keinen Grund.yogi61 hat geschrieben:
Sinn hat doch gerade gesagt,dass er nicht Recht hat.
http://www.welt.de/wirtschaft/article26 ... leich.html
Ansonsten gilt nach wie vor.
Ich finde es schlimm, dass man für seine Aussagen derart unter Druck gesetzt wird, dass man sich fragen muss, wie weit wir noch Rede und Meinungsfreiheit haben.
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- Frank_Stein
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Re: Sinn hat Recht
Stimmt - also zurück in die Weinstube damitGretchenfrage hat geschrieben:falsches forum.
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- Frank_Stein
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Re: Sinn hat Recht
Sehr berechtigte Frage :comfort:lamb of god hat geschrieben:Wann wird der User theoderich endlich begreifen, dass hier nicht im Sonderschulforum ist. Wenn dieser Thread wirklich in der Weinstube stand, dann stand er da imo nicht zu Unrecht.
Solange es Dich hier gibt - NIE
Zuletzt geändert von Frank_Stein am Montag 27. Oktober 2008, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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- Kibuka
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Re: Sinn hat Recht
Worum gehts hier überhaupt? 

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- Frank_Stein
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Re: Sinn hat Recht
Darum, dass Prof. Sinn zu Recht die aktuelle Hetzjagd gegen Manager - mit der Entstehung des Antisemitismus in der Weltwirtschaftskrise 1929 verglichen hat.Kibuka hat geschrieben:Worum gehts hier überhaupt?
Er äußerte dabei die Befürchtung, dass das die Zeit ist, in der die Rattenfänger von Links und Rechts großen Zulauf bekommen und die Demokratie und das bestehende System gefährden.
Leider hat Prof. Sinn nicht das nötige Rückgrat, um seine Aussage auch gegen den Sturm einiger Politiker und Lobbyvertreter zu verteidigen.
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- Olifant
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Re: Sinn hat Recht
Der deutsche Antisemitismus ist mitnichten erst 1929 "entstanden".theoderich hat geschrieben: Darum, dass Prof. Sinn zu Recht die aktuelle Hetzjagd gegen Manager - mit der Entstehung des Antisemitismus in der Weltwirtschaftskrise 1929 verglichen hat.
Re: Sinn hat Recht
Meines Erachtens ist das kein Systemfehler. Das Verlangen des Kundens nach immer mehr Rendite rechtfertigt nicht, daß man mit dem Geld des Kundens derart riskant und fahrlässig umgeht. Den Wünschen des Kundens sind schließlich auch wo anders Grenzen gesetzt, nicht nur technischer Art, auch was Gesetze anbelangt.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
Besser schweigen und als Narr zu scheinen, als sprechen und jeden Zweifel zu beseitigen. Abraham Lincoln
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Re: Sinn hat Recht
Herr Sinn sollte das nächste Mal genau nachdenken, bevor er abenteuerliche Vergleiche in der Öffentlichkeit tätigt. Die Kritik an den Managern kann man auch anderweitig kritisieren, ohne sich in geschichtsträchtig suboptimalen Worten zu verlieren.theoderich hat geschrieben:Leider hat Prof. Sinn nicht das nötige Rückgrat, um seine Aussage auch gegen den Sturm einiger Politiker und Lobbyvertreter zu verteidigen.
Ich muss dich darüberhinaus enttäuschen. Sinn ist kein Busenfreund der deutschen Manager und hat oft genug diese auch kritisiert. Er weigert sich allerdings die Manager zu den Hauptschuldigen abzustempeln. Mittlerweile hat der Mann aber eingesehen, das seine Wortwahl falsch war.
Das nennt man Einsicht und offensichtlich ist der gute Sinn dir da einen ganzen Schritt voraus.
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- Caschny
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Re: Sinn hat Recht
So habe ich das noch gar nicht gesehen...lamb of god hat geschrieben:Wann wird der User theoderich endlich begreifen, dass hier nicht im Sonderschulforum ist. Wenn dieser Thread wirklich in der Weinstube stand, dann stand er da imo nicht zu Unrecht.

Caschny.
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Re: Sinn hat Recht
Man sollte einem wie Sinn auf jeden Fall gut zuhören. Der Vergleich war übertrieben, aber richtungsweisend.
Bezeichnend auch die Reaktionen gerade von denen, die bei jeder Kleinigkeit einen Nazivergleich ziehen und damit die Opfer verhöhnen.
Bezeichnend auch die Reaktionen gerade von denen, die bei jeder Kleinigkeit einen Nazivergleich ziehen und damit die Opfer verhöhnen.
- Frank_Stein
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Re: Sinn hat Recht
Kibuka hat geschrieben:
Herr Sinn sollte das nächste Mal genau nachdenken, bevor er abenteuerliche Vergleiche in der Öffentlichkeit tätigt. Die Kritik an den Managern kann man auch anderweitig kritisieren, ohne sich in geschichtsträchtig suboptimalen Worten zu verlieren.
Ich muss dich darüberhinaus enttäuschen. Sinn ist kein Busenfreund der deutschen Manager und hat oft genug diese auch kritisiert. Er weigert sich allerdings die Manager zu den Hauptschuldigen abzustempeln. Mittlerweile hat der Mann aber eingesehen, das seine Wortwahl falsch war.
Das nennt man Einsicht und offensichtlich ist der gute Sinn dir da einen ganzen Schritt voraus.
Wenn man die Geschichte schon bemüht dann sollte man beim Vergleich die Situation der Juden um 1929/30 ziehen und nicht den Vergleich mit 1940.
Er weist auf die Gefahren hin, die dazu führen könnten, dass mach einer sein Heil in links bzw. rechtsextremen Parteien sucht und somit die Demokratie in Gefahr ist.
Von Dir hatte ich eigentlich erwartet, dass Du den Inhalt eines Textes besser erfassen kannst als die meisten Anderen.
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Re: Sinn hat Recht
Die Managerkritik ist auch nicht erst im Jahre 2008 entstanden :hat:Olifant hat geschrieben:
Der deutsche Antisemitismus ist mitnichten erst 1929 "entstanden".
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Re: Sinn hat Recht
Ja und? Sinn sprach aber von 1929 als Auslöser. Was man verteidigt, sollte man schon kennen.theoderich hat geschrieben: Die Managerkritik ist auch nicht erst im Jahre 2008 entstanden :hat:
Re: Sinn hat Recht
werde bitte deutlicherZeta hat geschrieben:Man sollte einem wie Sinn auf jeden Fall gut zuhören. Der Vergleich war übertrieben, aber richtungsweisend.
Bezeichnend auch die Reaktionen gerade von denen, die bei jeder Kleinigkeit einen Nazivergleich ziehen und damit die Opfer verhöhnen.
wer verhöhnt die opfer der nazis, und womit?
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Re: Sinn hat Recht
aus welcher seiner aussagen soll das hervorgehen?theoderich hat geschrieben: Er weist auf die Gefahren hin, die dazu führen könnten, dass mach einer sein Heil in links bzw. rechtsextremen Parteien sucht und somit die Demokratie in Gefahr ist
bitte zitat
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Re: Sinn hat Recht
Das spielt keine Rolle! Es geht um die Wortwahl von Herrn Sinn, die unangebracht war. Werner Sinn steht in der Öffentlichkeit und sollte deshalb Mißinterpretationen von vornherein vermeiden.theoderich hat geschrieben:Er weist auf die Gefahren hin, die dazu führen könnten, dass mach einer sein Heil in links bzw. rechtsextremen Parteien sucht und somit die Demokratie in Gefahr ist.
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Re: Sinn hat Recht
Olifant hat geschrieben:
Ja und? Sinn sprach aber von 1929 als Auslöser. Was man verteidigt, sollte man schon kennen.
Ich finde jetzt keine Übersicht über die Wahlergebnisse für Gesamtdeutschland
nur für Hamburg-Stadt
http://www.hilfsschule-im-nationalsozia ... te-21.html
>>Übersicht der Wahlergebnisse für Hamburg- Stadt von 1928-1933
(B= Bürgerschaftswahl, R= Reichstagswahl, WB= Wahlbeteiligung)
B 1928: WB 78,9%; NSDAP 2,2%, DNVP 13,4%, DVP 11,7%, DDP/ Staatspartei 12,9%, SPD 35,6%, KPD 17,1%
R 1928: WB 79,3%; NSDAP 2,6%, DNVP 12,5%, DVP 13,1%, DDP 11,7%, SPD 36,4%, KPD 17,2%
R 1930: WB 83,0%; NSDAP 18,8%, DNVP 3,9%, DVP 8,9%, DDP 8,6%, SPD 31,5%, KPD 18,5%
B 1931: WB 83,8%; NSDAP 25,6%, DNVP 5,3%, DVP 4,7%, DDP 8,8%, SPD 27,2%, KPD 22,3%
B 1932: WB 80,4%; NSDAP 30,7%, DNVP 4,1%, DVP 3,0%, DDP 11,5%, SPD 29,7%, KPD 16,4%
R 1932: WB 80,9%; NSDAP 32,9%, DNVP 4,9%, DVP 1,9%, DDP 6,1%, SPD 31,1%, KPD 18,2%
R 1932: WB 82,6%; NSDAP 26,6%, DNVP 8,9%, DVP 3,2%, DDP 5,5%, SPD 27,9%, KPD 22,3%
R 1933: WB 88,3%; NSDAP 38,3%, DNVP 7,6%, DVP 2,4%, DDP 3,5%, SPD 26,4%, KPD 17,9%<<
hier für gesamtdeutschland
http://www.gonschior.de/weimar/Deutschl ... t_RTW.html
Zwischen 1928 und 1930 ist ein gewaltiger Sprung. Man könnte auch sagen, dass Antisemitismus in dieser zeit auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist. Ein Boden, der mit der Not und dem Elend der Massen gedüngt wurde.
Das "geldgierige Finanzjudentum" - war damals das - was heute schlicht "Heuschrecke" genannt wird.
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Re: Sinn hat Recht
Das war pure Absicht. Die Entschuldigung war einkalkuliert. Es ist öffentlich gesagt worden und damit wurde den Managerkritikern erst mal ein Leberhaken verpasst. Jeder der in Zukunft das Managment kritisiert mus genau aufpassen was er sagt und das war die Absicht von Sinn.Kibuka hat geschrieben:
Das spielt keine Rolle! Es geht um die Wortwahl von Herrn Sinn, die unangebracht war. Werner Sinn steht in der Öffentlichkeit und sollte deshalb Mißinterpretationen von vornherein vermeiden.
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Re: Sinn hat Recht
Nun gut, das ist zunächst eine Unterstellung. Als notorischer Philanthrop gehe ich in meiner unbekümmerten Art von einem Versprecher aus.lamb of god hat geschrieben:Das war pure Absicht. Die Entschuldigung war einkalkuliert. Es ist öffentlich gesagt worden und damit wurde den Managerkritikern erst mal ein Leberhaken verpasst. Jeder der in Zukunft das Managment kritisiert mus genau aufpassen was er sagt und das war die Absicht von Sinn.
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Re: Sinn hat Recht
http://www.n-tv.de/1043571.htmlpetronius hat geschrieben:
aus welcher seiner aussagen soll das hervorgehen?
bitte zitat
>>
"In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel".
...
Zugleich bezeichnete Sinn das 480-Mrd-Euro-Rettungspaket des Staates für die Banken als richtig. Sonst hätte es wie 1929 "dramatische Folgen" gegeben: "Eine Kernschmelze im Finanzsystem, Massenarbeitslosigkeit, die Radikalisierung der Länder der westlichen Welt, am Ende eine Systemkrise der Marktwirtschaft." Die deutsche Geschichte sei hier ganz klar. Der Nationalsozialismus sei aus der Krise zwischen 1929 und 1931 entstanden. Auch heute stünden Rattenfänger parat. <<
reicht das?
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Re: Sinn hat Recht
das hat ja auch niemand kritisierttheoderich hat geschrieben: Zugleich bezeichnete Sinn das 480-Mrd-Euro-Rettungspaket des Staates für die Banken als richtig. Sonst hätte es wie 1929 "dramatische Folgen" gegeben: "Eine Kernschmelze im Finanzsystem, Massenarbeitslosigkeit, die Radikalisierung der Länder der westlichen Welt, am Ende eine Systemkrise der Marktwirtschaft." Die deutsche Geschichte sei hier ganz klar. Der Nationalsozialismus sei aus der Krise zwischen 1929 und 1931 entstanden. Auch heute stünden Rattenfänger parat. <<
reicht das?
du sollst nicht immer alles durcheinander bringen
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Re: Sinn hat Recht
Sinn spricht einen wichtigen Punkt an. Es geht hier nicht um die Befindlichkeiten von ein paar Managern, die hier und da mehr oder weniger berechtigt Kritik für ihr Handeln einstecken müssen. Hier geht es um mehr - es geht darum, dass Extremistische Parteien wieder salonfähig werden und das System, dem wir Jahrzehnte des Wohlstandes zu verdanken haben - in ernsthafter Gefahr ist.petronius hat geschrieben:
das hat ja auch niemand kritisiert
du sollst nicht immer alles durcheinander bringen
Die Manager haben im Vergleich zu den Juden einen Vorteil - sie können das Land bisher jederzeit verlassen - und wenn diese Grundstimmung in der Bevölkerung anhält - werden sie es auch tun.
Am Ende haben wir dadurch dann alle verloren.
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Re: Sinn hat Recht
Übrigens hat Sinn das 480 Milliarden Rettungspaket sehr wohl kritisiert.
Er warnte bereits vor Einführung des Paketes davor, dass die Banken die staatliche Hilfe nicht in ausreichendem Maßen annehmen würden, da es konzeptionelle Fehler in diesem Rettungspaket gibt. Damit lag er goldrichtig!

Er warnte bereits vor Einführung des Paketes davor, dass die Banken die staatliche Hilfe nicht in ausreichendem Maßen annehmen würden, da es konzeptionelle Fehler in diesem Rettungspaket gibt. Damit lag er goldrichtig!
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Re: Sinn hat Recht
Das Sytem, dem wir den Wohlstand verdanken - die soziale Marktwirtschaft - wurde von vielen Managern in Zusammenarbeit mit deren Lobbyisten wie Sinn in den letzten Jahren gezielt demontiert.theoderich hat geschrieben:Hier geht es um mehr - es geht darum, dass Extremistische Parteien wieder salonfähig werden und das System, dem wir Jahrzehnte des Wohlstandes zu verdanken haben - in ernsthafter Gefahr ist.
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Re: Sinn hat Recht
Wie man das Rettungspaket ausgestaltet ist egal - der Sinn liegt allein darin, zu verhindern, dass alle zur Bank rennen und ihre Ersparnisse unter das Kopfkissen legen.Kibuka hat geschrieben:Übrigens hat Sinn das 480 Milliarden Rettungspaket sehr wohl kritisiert.![]()
Er warnte bereits vor Einführung des Paketes davor, dass die Banken die staatliche Hilfe nicht in ausreichendem Maßen annehmen würden, da es konzeptionelle Fehler in diesem Rettungspaket gibt. Damit lag er goldrichtig!
Bisher hat es funktioniert - hoffe, dass sich das nicht ändert. Nach meiner Auffassung sind die an das Rettungspaket gebundenen Restriktionen ok -wenn der Staat bürgt - darf er auch die Regeln diktieren.
Ich kenne die genaue Kritik von Sinn am Rettungspaket nicht.
Wäre ich der Staat - so würde ich mich jetzt durch Aktienkäufe am Kapitalmarkt eindecken.
Dadurch wird der Preisverfall gestoppt und der Staat gelangt sehr preisgünstig an Unternehmensbeteiligungen, die er dann - wenn es mal wieder eine Spekulationsblase in die andere Richtung gibt - abgeben kann.
Was völlig dumm wäre – ist zum jetzigen Zeitpunkt einen Börsengang eines Staatsunternehmens zu machen.
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
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Re: Sinn hat Recht
Egal ist das nicht.theoderich hat geschrieben:Wie man das Rettungspaket ausgestaltet ist egal
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0 ... 18,00.html
ifo-Chef fordert staatlichen Zwang
Auch der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, forderte in der Zeitung staatlichen Zwang. "Der Staat muss den Banken sagen: Entweder besorgt ihr euch frisches Kapital am Markt, oder wir steigen bei euch ein", sagte Sinn. Dass Deutschland statt dessen auf Freiwilligkeit setze, sei "gefährlich und kann direkt in die Kreditklemme führen", sagte Sinn. So stünden angeschlagene Banken vor der Frage, den Unternehmen weniger Kredite zu gewähren oder dem Rettungspaket beizutreten. Unter der Aufsicht des Staates müssten sie aber strikte Auflagen akzeptieren, wie die Gehaltsdeckelung bei 500.000 Euro. "Darauf wird kein Vorstand Lust haben und lieber die Ausleihungen reduzieren", sagte Sinn.
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Re: Sinn hat Recht
Du meinst also - es ginge uns allen besser - wenn es keine Manager in Deutschland gäbe?Olifant hat geschrieben:
Das System, dem wir den Wohlstand verdanken - die soziale Marktwirtschaft - wurde von vielen Managern in Zusammenarbeit mit deren Lobbyisten wie Sinn in den letzten Jahren gezielt demontiert.
Sinn ist kein Lobbyist - er ist nur der Verkünder der Botschaft.
So kann man ja auch Newton nicht für die Existenz der Erdanziehungskraft verantwortlich machen kann.
Was wird denn an den Managern kritisiert?
Dass sie Risiken eingegangen sind?
Wer keine Risiken eingeht – wird im Leben nicht viel erreichen.
Dass sie Gewinne machen?
Dass sie Verluste machen?
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Re: Sinn hat Recht
Gut - diese Forderung kann man in der Tat kritisieren. In gewisser Weise kommt in dieser Forderung aber auch das Bankendilemma zum Ausdruck - das man tatsächlich als Systemfehler bezeichnen könnte.
Banken sind Institutionen, die bei gutem Wetter Regenschirme verleihen - um sie bei Sturm zurückzufordern.
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Re: Sinn hat Recht
theoderich hat geschrieben:...
Was wird denn an den Managern kritisiert?
Dass sie Risiken eingegangen sind?
Wer keine Risiken eingeht – wird im Leben nicht viel erreichen.
...
Würdest Du diese Berufsauffassung auch Deinem Busfahrer zugestehen?
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Re: Sinn hat Recht
Ich denke, dass es auch ohne Zwang funktionieren kann.ifo-Chef fordert staatlichen Zwang
Auch der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, forderte in der Zeitung staatlichen Zwang. "Der Staat muss den Banken sagen: Entweder besorgt ihr euch frisches Kapital am Markt, oder wir steigen bei euch ein", sagte Sinn. Dass Deutschland statt dessen auf Freiwilligkeit setze, sei "gefährlich und kann direkt in die Kreditklemme führen", sagte Sinn. So stünden angeschlagene Banken vor der Frage, den Unternehmen weniger Kredite zu gewähren oder dem Rettungspaket beizutreten. Unter der Aufsicht des Staates müssten sie aber strikte Auflagen akzeptieren, wie die Gehaltsdeckelung bei 500.000 Euro. "Darauf wird kein Vorstand Lust haben und lieber die Ausleihungen reduzieren", sagte Sinn.
Falls ein Bankvorstand z. B. keine Lust haben sollte, sein Gehalt deckeln zu lassen, und die Bank durch den Verzicht auf das Rettungspaket Schaden erleidet, kann er ja hinterher den Aktionären oder dem Richter erklären, warum er lieber die Bank gegen die Wand fährt als sein Gehalt deckeln zu lassen...
Wenn die Banken die Rettung nicht brauchen, dann ist das doch gut, es kann ja wohl nicht sein, dass eine angeschlagene Bank das staatliche Rettungspaket nutzt um dem Vorstand weiterhin astronomische Bezüge zu ermöglichen.
Ein erzwungener Einstieg des Staates wäre ein empfindlicher Eingriff in die unternehmerische Freiheit. Wenn der Staat befürchtet, Unternehmen bekämen zu wenige Kredite, kann er über die staatlichen Banken doch ausreichend auf die Kreditvergabe einwirken.
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Re: Sinn hat Recht
Es geht nicht um das »dass«, sondern darum welche Risiken eingegangen wurden.theoderich hat geschrieben:Dass sie Risiken eingegangen sind?
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Unternehmerische Tätigkeit ist voll von Risiken, das lässt sich gar nicht vermeiden, aber das heißt noch lange nicht, dass man jedes Risiko, dass einem vor die Füße springt, auch eingehen sollte...
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Re: Sinn hat Recht
Das ist doch gerade der Knackpunkt! Die Bank erleidet nicht zwangsläufig einen Schaden. Das Rettungspaket soll doch in erster Linie die Kreditklemme auflösen, damit die Banken auch wieder den Mittelstand mit frischem Kapital versorgen. Der Schaden, den Herr Sinn anspricht, entsteht nicht bei der Bank und den Aktionären, er entsteht bei der Volkswirtschaft.Mithrandir hat geschrieben:Ich denke, dass es auch ohne Zwang funktionieren kann.
Falls ein Bankvorstand z. B. keine Lust haben sollte, sein Gehalt deckeln zu lassen, und die Bank durch den Verzicht auf das Rettungspaket Schaden erleidet, kann er ja hinterher den Aktionären oder dem Richter erklären, warum er lieber die Bank gegen die Wand fährt als sein Gehalt deckeln zu lassen...
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Re: Sinn hat Recht
Und warum soll dann der Umweg über private Banken gegangen werden? Der Staat verfügt doch selbst über Möglichkeiten, den Mittelstand mit Kapital zu versorgen.Kibuka hat geschrieben:Das ist doch gerade der Knackpunkt! Die Bank erleidet nicht zwangsläufig einen Schaden. Das Rettungspaket soll doch in erster Linie die Kreditklemme auflösen, damit die Banken auch wieder den Mittelstand mit frischem Kapital versorgen. Der Schaden, den Herr Sinn anspricht, entsteht nicht bei der Bank und den Aktionären, er entsteht bei der Volkswirtschaft.
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Re: Sinn hat Recht
Der Staat ist kein Kreditinstitut! Die Geldverteilung anhand von Risikobewertungen etc. obliegt immer noch den Banken.Mithrandir hat geschrieben:Und warum soll dann der Umweg über private Banken gegangen werden? Der Staat verfügt doch selbst über Möglichkeiten, den Mittelstand mit Kapital zu versorgen.
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Re: Sinn hat Recht
Man schaut ja auch nicht Formel1 um die vorsichtigsten Fahrer zu bejubeln.Cygnus hat geschrieben:
Würdest Du diese Berufsauffassung auch Deinem Busfahrer zugestehen?
©ygnus
Natürlich sollen die Banken eine gewisse Vorsicht walten lassen - aber ganz ohne Risiko ist ein Bankgeschäft nicht möglich. Jeder Bankkredit ist mit Unsicherheit behaftet. Über Jahre hat man ja bemängelt, dass es in Deutschland für Mittelständler schwer ist einen Bankkredit zu bekommen und die USA gern für ihre laxe Kreditvergabe bewundert.
Alles hat halt seinen Preis. Gäbe es kein Wagniskapital und mutige Investoren - dann hätte es die meisten Konzerne dieser Welt nicht gegeben. Wir haben unseren Wohlstand zum Teil auch der Gier und dem Wagemut einiger Investoren zu verdanken.
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Re: Sinn hat Recht
Dass der Staat selbst kein Kreditinstitut ist, ist mir bekannt. Aber es gibt doch halbstaatliche oder staatliche Banken, z. B. die KfW...Kibuka hat geschrieben:Der Staat ist kein Kreditinstitut! Die Geldverteilung anhand von Risikobewertungen etc. obliegt immer noch den Banken.
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Re: Sinn hat Recht
Du hast Recht - ab einem gewissen Punkt standen Chancen und Risiko in einem Missverhältnis.Mithrandir hat geschrieben: Es geht nicht um das »dass«, sondern darum welche Risiken eingegangen wurden.
Risiko ist Schadenshöhe mal Eintrittswahrscheinlichkeit.
Unternehmerische Tätigkeit ist voll von Risiken, das lässt sich gar nicht vermeiden, aber das heißt noch lange nicht, dass man jedes Risiko, dass einem vor die Füße springt, auch eingehen sollte...
Man muss eben sehen - welchen Wert die Immobilien tatsächlich haben und was die Auswüchse einer Blase sind.
London und Moskau sind in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht ebenfalls Wackelkanditaten.
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Re: Sinn hat Recht
Kleiner Unterschied zwischen Formel 1 Fahrer und Busfahrer:theoderich hat geschrieben:
Man schaut ja auch nicht Formel1 um die vorsichtigsten Fahrer zu bejubeln.
Natürlich sollen die Banken eine gewisse Vorsicht walten lassen - aber ganz ohne Risiko ist ein Bankgeschäft nicht möglich. Jeder Bankkredit ist mit Unsicherheit behaftet. Über Jahre hat man ja bemängelt, dass es in Deutschland für Mittelständler schwer ist einen Bankkredit zu bekommen und die USA gern für ihre laxe Kreditvergabe bewundert.
Alles hat halt seinen Preis. Gäbe es kein Wagniskapital und mutige Investoren - dann hätte es die meisten Konzerne dieser Welt nicht gegeben. Wir haben unseren Wohlstand zum Teil auch der Gier und dem Wagemut einiger Investoren zu verdanken.
Der eine trägt die Verantwortung für sein eigenes Leben, der andere die für seins und das Anderer...
Niemand würde einem Busfahrer verbieten sein Fahrzeug so auszureizen, dass er schnell UND sicher ans Ziel kommt (übrigens auch, wenn Einige Passagiere drängen, schneller zu fahren)
Jeder, der Verantwortung trägt muss ne Balance finden, und die letzten Jahre haben die Bankiers und Manager der Banken dabei sträflich versagt - die Rechnung tragen nun sprichwörtlich auch die Bus-Passagiere, die eigentlich gar nicht so unglaublich schnell ans Ziel wollten...
You get it?!
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Re: Sinn hat Recht
Wenn der Staat mehr von Geld versteht als die privaten Banken - wäre das eine Möglichkeit.Mithrandir hat geschrieben: Und warum soll dann der Umweg über private Banken gegangen werden? Der Staat verfügt doch selbst über Möglichkeiten, den Mittelstand mit Kapital zu versorgen.
Aber so Recht glaube ich nicht, dass der Staat das besser kann.
Kurzfristig kann das aber durchaus hilfreich sein.
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Re: Sinn hat Recht
Ja stimmt schon was Du sagst - aber ich will erst einmal sehen, wie die Gewinne unserer Finanzhasardeure in diesem Jahr aussehen, bevor ich mir ein Urteil erlaube.Choelan hat geschrieben:
Kleiner Unterschied zwischen Formel 1 Fahrer und Busfahrer:
Der eine trägt die Verantwortung für sein eigenes Leben, der andere die für seins und das Anderer...
Niemand würde einem Busfahrer verbieten sein Fahrzeug so auszureizen, dass er schnell UND sicher ans Ziel kommt (übrigens auch, wenn Einige Passagiere drängen, schneller zu fahren)
Jeder, der Verantwortung trägt muss ne Balance finden, und die letzten Jahre haben die Bankiers und Manager der Banken dabei sträflich versagt - die Rechnung tragen nun sprichwörtlich auch die Bus-Passagiere, die eigentlich gar nicht so unglaublich schnell ans Ziel wollten...
You get it?!
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Re: Sinn hat Recht
Lieber theoderich,theoderich hat geschrieben:
Wenn der Staat mehr von Geld versteht als die privaten Banken - wäre das eine Möglichkeit.
Aber so Recht glaube ich nicht, dass der Staat das besser kann.
Kurzfristig kann das aber durchaus hilfreich sein.
was die privaten Banken vom Geld verstehen zeigt sich jetzt auf die allerbeeindruckendste Weise. :hat:
Immer bereit!
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Re: Sinn hat Recht
Ob eine KfW den Mittelstand effizienter mit Kapital versorgen kann, das sei einmal dahingestellt. Selbstverständlich könnte der Staat langfristig die Aufgabe der Privatbanken auf diesem Sektor übernehmen, das ist aber nicht kurzfristig möglich. Viele Kreditgeschäfte spielen sich zwischen dem Mittelstand und den Privatbanken ab, diese Verflechtung lässt sich nicht von heute auf morgen auflösen und in die Hände des Staates transferieren. Deshalb wurde das Finanzmarktstabilisierungsgesetz verabschiedet.Mithrandir hat geschrieben:Dass der Staat selbst kein Kreditinstitut ist, ist mir bekannt. Aber es gibt doch halbstaatliche oder staatliche Banken, z. B. die KfW...
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Re: Sinn hat Recht
also vergleiche hinken ,aber so pleite wie einige staaten /banken sind war die ddr / banken nicht.da kann man reden was man will.theoderich hat geschrieben:
Wenn der Staat mehr von Geld versteht als die privaten Banken - wäre das eine Möglichkeit.
Aber so Recht glaube ich nicht, dass der Staat das besser kann.
Kurzfristig kann das aber durchaus hilfreich sein.
Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheit nur muss es einen geben der sie sagt und kein feigling sein
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Re: Sinn hat Recht
Welche Kritik soll jetzt falsch sein? Die am System oder die an den Managern?theoderich hat geschrieben:Aktuell sucht man für die Krise Sündenböcke.
Immer wieder erklärt man jene zum Sündenbock, die vermeintlich auf Kosten der Anderen leben.
hat man früher die Juden mit Rattenverglichen, die angeblich vaterlandslose Gesellen sind und auf Kosten der Gesellschaft leben - so müssen heute die Manager und besonders die Bankmanager herhalten.
...
Auf einmal wird das gesamte System infrage gestellt, weil nun die Rechnung für das soziale Wohnungsbauprogramm der USA für die vergangenen 15 Jahre präsentiert wird.
- Frank_Stein
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Re: Sinn hat Recht
Dann lass mal sehen - die aktuellen Bilanzen der privaten deutschen Banken kenne ich noch nicht.Yellow Submarine hat geschrieben:Lieber theoderich,
was die privaten Banken vom Geld verstehen zeigt sich jetzt auf die allerbeeindruckendste Weise. :hat:
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