Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

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relativ
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 10:50

Senexx hat geschrieben:(27 Jan 2021, 09:36)

Ich begrüße es, dass Sie sich nun auch diesem Qualitätsmedium zuwenden.

Bild ist es, die die Versäumnisse konsequent benennt und kritisiert.

Die Restpresse versucht, das heikle Thema möglichst kleinzuhalten.

Sie versteht sich wie immer als Hofberichterstatter.

Der Gedanke, dass die hochverehrte Merkel doch eine Versagerin sein könnte, ist ihnen unerträglich.

Aber die unfallfreie Reduktion der kognitiven Dissonanzen bereitet zunehmend Schwierigkeiten.


Das ist m.M. nach Quatsch. Die Bild kritisert nicht objektiv, damit kann sie ja auch kein Geld verdienen. Schon allein die Überschriften sind meist übertrieben und reißerisch. Wenn es dann um Inhalte geht, lassen sie gerne mal wichtige Dinge weg oder aus, damit ihre Überschriften wieder einigermaßen passen. Das Blatt ist nur als Erbärmlich zu bezeichnen, kann es aber gut benutzen um zu erfahren von welchen Kräften der Spaltpilz in unserer Gesellschaft auch kommt.

Aber die unfallfreie Reduktion der kognitiven Dissonanzen bereitet zunehmend Schwierigkeiten.
...und da zeigt sich dann wirklich woher die Kritik ihren Ursprung hat.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Nightrain » Mi 27. Jan 2021, 11:00

Stoner hat geschrieben:(27 Jan 2021, 10:11)

Und es gibt auch andere Dinge neben diesem Impfdesaster, für die Spahn verantwortlich ist. Seine Maskenbestellungen im Wert von 6 Mrd. Euro im März einschließlich der Vergabe an die Firma "Fiege" sowie die ganze Vertragsgestaltung ist ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit.

Wer das hier lesen kann, wird staunen, sonst einfach Masken+Spahn+Fiege googlen, es gibt auch weitere, wenn auch nicht so detaillierte Artikel zu der Sache.


Ich kann das zwar nicht lesen, wundere mich aber generell, dass es hier irgendeine Form von Streit über die Bezahlung gibt. FFP2 Masken brauchen eine CE-Kennzeichnung durch eine EU-Zertifizierungsstelle. Die darf es nur geben, wenn das Produkt den Anforderung entspricht. Da brauch ich auch keine nachträgliche TÜV-Prüfung.

Außer natürlich, die Zertifizierungen der von der EU anerkannten Zertifizierungsstellen sind keinen Pfifferling wert. So werden die meisten FFP2-Masken aus chinesischer Produktion von einer Zertifizierungsstelle in der Türkei geprüft.
Besonders (un)lustig: mehrere Hersteller von "Made in Germany" FFP2-Masken lassen diese ebenfalls in der Türkei zertifizieren. Warum eigentlich nicht in Deutschland, fragt man sich da... :rolleyes:

So schließt sich am Ende vielleicht wieder der Kreis zur kompletten Inkompetenz auf EU-Ebene?
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eiskalt » Mi 27. Jan 2021, 11:03

Die EU-Kommission macht im Streit um die Lieferverzögerung des AstraZeneca-Impfstoffs gerade die beste Werbung für den Brexit: Sie agiert langsam, bürokratisch und protektionistisch. Und wenn etwas schiefläuft, sind die anderen schuld. So sehen viele Britinnen und Briten die EU und so bestätigten sich Anfang der Woche die Vorurteile. "Jetzt verstehe ich den Brexit besser", sagte ein Mitarbeiter von AstraZeneca im Fernsehen.

Hintergrund des Streits ist, dass der britisch-schwedische Pharmakonzern die Lieferung der bestellten und bezahlten Impfdosen in die EU von 80 auf 31 Millionen reduzieren will. Deswegen droht die EU-Kommission damit, die für Großbritannien bestimmten Impfdosen von Pfizer aus Belgien zurückzuhalten. Sie besteht darauf, dass AstraZeneca seine Zusagen einhält. Das wiederum erzürnt die Briten. "Dieser neue Impf-Nationalismus ist eigentlich das Letzte, was wir jetzt brauchen", sagte der ehemalige britische Gesundheitsminister Jeremy Hunt. Und die britischen Boulevardzeitungen warnten, das "Säbelrasseln" der EU werde das schwierige Verhältnis nur noch mehr verschlechtern.

Der Vorstandsvorsitzende von AstraZeneca, Pascal Soriot, rechtfertigt die Position seines Konzerns in einem Interview mit den Zeitungen Repubblica, Die Welt und El Pais: Da die Universität Oxford bereits im vergangenen Jahr mit der Vorbereitung der Herstellung des Impfstoffes begonnen habe, sei die technische Produktion im britischen Werk weiter fortgeschritten, sodass dort mehr Impfstoff produziert werden könne. In der EU hingegen sei mit dem Verfahren später begonnen worden, daher sei auch die Produktivität nicht so hoch. "Wir sind hier im Management alle Europäer. Wir wollen der EU nichts wegnehmen", wird Soriot zitiert. Und weil Großbritannien den Vertrag mit AstraZeneca drei Monate eher unterzeichnet habe, erhalte es daher auch schneller die lokal ohnehin größere Ausbeute des Impfstoffes. Zugleich versicherte Soriot, die EU werde bis Ende Februar 17 Millionen Impfdosen erhalten, drei Millionen davon Deutschland.

Insgesamt hat AstraZeneca derzeit eine Produktionskapazität von 100 Millionen Dosen im Monat – das sind 1,1 Milliarden Dosen im Jahr. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die EU 17 Prozent der Produktion erhält, obwohl sie nur fünf Prozent der globalen Bevölkerung hat", zitieren die Zeitungen Soriot. Die EU werde beliefert, habe aber keinen vertraglichen Anspruch auf den Lieferzeitpunkt. Das habe AstraZeneca nicht zugesagt, weil es dies gar nicht habe zusagen können.

.....

Die britische Regierung hatte sich mit dem Konzern im Alleingang bereits im Mai 2020 auf die Produktion und Lieferung des Impfstoffes geeinigt. Einen Monat später gab es zwar eine vorläufige Absprache von AstraZeneca mit Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Italien. Doch der im Juni von diesen Ländern ausgehandelte Vertrag wurde nicht abgeschlossen, sondern von der EU erst Ende August unterzeichnet. Das habe den Aufbau der Produktion der Impfdosen in Belgien entsprechend verzögert, argumentiert man bei AstraZeneca.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-01/astrazeneca-eu-kommission-corona-impfstoff-produktion-grossbritannien

Was sagt denn unsere EU-Uschi dazu???
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 11:18

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:03)

Die EU-Kommission macht im Streit um die Lieferverzögerung des AstraZeneca-Impfstoffs gerade die beste Werbung für den Brexit: Sie agiert langsam, bürokratisch und protektionistisch. Und wenn etwas schiefläuft, sind die anderen schuld. So sehen viele Britinnen und Briten die EU und so bestätigten sich Anfang der Woche die Vorurteile. "Jetzt verstehe ich den Brexit besser", sagte ein Mitarbeiter von AstraZeneca im Fernsehen.
Lol, ja klar die Briten sind ja auch bereit mehr für den Impfstoff zu bezahlen. darum wahrscheinlich auch der plötzliche Produktionsabfall für die EU. Böse, böse EU....

Hintergrund des Streits ist, dass der britisch-schwedische Pharmakonzern die Lieferung der bestellten und bezahlten Impfdosen in die EU von 80 auf 31 Millionen reduzieren will. Deswegen droht die EU-Kommission damit, die für Großbritannien bestimmten Impfdosen von Pfizer aus Belgien zurückzuhalten. Sie besteht darauf, dass AstraZeneca seine Zusagen einhält. Das wiederum erzürnt die Briten. "Dieser neue Impf-Nationalismus ist eigentlich das Letzte, was wir jetzt brauchen", sagte der ehemalige britische Gesundheitsminister Jeremy Hunt. Und die britischen Boulevardzeitungen warnten, das "Säbelrasseln" der EU werde das schwierige Verhältnis nur noch mehr verschlechtern.
Böse EU macht das was die USA schon lange macht und dafür gefeiert wird. Die EU versucht jetzt Produktion zurück zu halten. Das sie jetzt ihren in Auftrag gegebenen Anteil einfordert ist natürlich ganz Böse. Bist du auch ein Kritiker des mom. Impftempos ?

Der Vorstandsvorsitzende von AstraZeneca, Pascal Soriot, rechtfertigt die Position seines Konzerns in einem Interview mit den Zeitungen Repubblica, Die Welt und El Pais: Da die Universität Oxford bereits im vergangenen Jahr mit der Vorbereitung der Herstellung des Impfstoffes begonnen habe, sei die technische Produktion im britischen Werk weiter fortgeschritten, sodass dort mehr Impfstoff produziert werden könne. In der EU hingegen sei mit dem Verfahren später begonnen worden, daher sei auch die Produktivität nicht so hoch. "Wir sind hier im Management alle Europäer. Wir wollen der EU nichts wegnehmen", wird Soriot zitiert. Und weil Großbritannien den Vertrag mit AstraZeneca drei Monate eher unterzeichnet habe, erhalte es daher auch schneller die lokal ohnehin größere Ausbeute des Impfstoffes. Zugleich versicherte Soriot, die EU werde bis Ende Februar 17 Millionen Impfdosen erhalten, drei Millionen davon Deutschland.
Na und die haben die Dosen zugesagt und jetzt wollen sie nix mehr davon wissen. ist ja klar die Briten zahlen mehr, das ist die ganze Wahrheit.

Insgesamt hat AstraZeneca derzeit eine Produktionskapazität von 100 Millionen Dosen im Monat – das sind 1,1 Milliarden Dosen im Jahr. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die EU 17 Prozent der Produktion erhält, obwohl sie nur fünf Prozent der globalen Bevölkerung hat", zitieren die Zeitungen Soriot. Die EU werde beliefert, habe aber keinen vertraglichen Anspruch auf den Lieferzeitpunkt. Das habe AstraZeneca nicht zugesagt, weil es dies gar nicht habe zusagen können.
Wieviel Geld haben die denn für Entwicklung udn Produktionsaufbau von der EU bekommen und wieviel von den Briten?

.....

Die britische Regierung hatte sich mit dem Konzern im Alleingang bereits im Mai 2020 auf die Produktion und Lieferung des Impfstoffes geeinigt. Einen Monat später gab es zwar eine vorläufige Absprache von AstraZeneca mit Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Italien. Doch der im Juni von diesen Ländern ausgehandelte Vertrag wurde nicht abgeschlossen, sondern von der EU erst Ende August unterzeichnet. Das habe den Aufbau der Produktion der Impfdosen in Belgien entsprechend verzögert, argumentiert man bei AstraZeneca.
Wieso haben sie dann nicht auch bei der Menge der Dosen nachverhandelt, bzw. diese mit diesen Argument diese reduziert?

Aber klar jetzt wo eh schon alle draufhauen ist es natürlich einfacher das auf den Zug aufzuspringen. Ist mir unbegreiflich wie man so eine einseitige Sicht auf Dinge haben kann, ohne auch nur ein Gedanken zu verschwenden was noch dahinter stecken könnte.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eiskalt » Mi 27. Jan 2021, 11:21

relativ hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:18)

Lol, ja klar die Briten sind ja auch bereit mehr für den Impfstoff zu bezahlen. darum wahrscheinlich auch der plötzliche Produktionsabfall für die EU. Böse, böse EU....

Böse EU macht das was die USA schon lange macht und dafür gefeiert wird. Die EU versucht jetzt Produktion zurück zu halten. Das sie jetzt ihren in Auftrag gegebenen Anteil einfordert ist natürlich ganz Böse. Bist du auch ein Kritiker des mom. Impftempos ?

Na und die haben die Dosen zugesagt und jetzt wollen sie nix mehr davon wissen. ist ja klar die Briten zahlen mehr, das ist die ganze Wahrheit.

Wieviel Geld haben die denn für Entwicklung udn Produktionsaufbau von der EU bekommen und wieviel von den Briten?

.....

Wieso haben sie dann nicht auch bei der Menge der Dosen nachverhandelt, bzw. diese mit diesen Argument diese reduziert?

Aber klar jetzt wo eh schon alle draufhauen ist es natürlich einfacher das auf den Zug aufzuspringen. Ist mir unbegreiflich wie man so eine einseitige Sicht auf Dinge haben kann, ohne auch nur ein Gedanken zu verschwenden was noch dahinter stecken könnte.


Ja woher weisst du das der Grund ist, dass die Briten mehr zahlen und nicht die spätere Bestellung?
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 11:36

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:21)

Ja woher weisst du das der Grund ist, dass die Briten mehr zahlen und nicht die spätere Bestellung?

Ich weiss nicht, ich sage nur , daß ich mir auch andere Hintergründe anschaue und erst dann mein Urteil fälle, wenn es denn überhaupt eins geben kann. Evtl. sind hier viele dinge nicht so gelaufen wie sie sollten, was vermutlich nicht nur an Pech, Produktionsausfall und politischen Unvermögen lag.

https://www.tagesschau.de/ausland/asien ... h-101.html
https://www.tagesschau.de/ausland/impfs ... n-101.html
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... toffe.html
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Jan 2021, 11:39

Aldus hat geschrieben:(27 Jan 2021, 02:11)

So? Wage ich zu bezweifeln. Woher hast du das? UK hat als erstes Land überhaupt Astra Zeneca zugelassen.


Sorry, dann habe ich Dein Gleichnis zwischen AstraZeneca und UK falsch gedeutet. Tut mir leid.

Aldus hat geschrieben:Und ständig fast reflexartig auf die EU einzuhauen - wie es in meinen Augen weit verbreitet ist, nenne ich schlechtreden von etwas, was nicht perfekt ist aber angesichts der europäischen Geschichte immer noch "way better" als alle angeblich so tollen Alternativen.


Trotzdem halte ich die hier geäußerte Kritik an der EU für weitgehend gerechtfertigt und kann nicht pauschal mit dem "ständig fast reflexartig auf die EU einzuhauen" abgemildert werden. Du kannst die Kritik gerne inhaltlich auseinander nehmen. Ich bin hingegen kein Freund von Pauschalverteidigungen.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Jan 2021, 11:45

Aldus hat geschrieben:(27 Jan 2021, 02:46)

Welche "Bredouille" soll das sein? Man impft schlicht mit denen weiter, für die man Impfstoffe vorrätig hat. Hat man für die >65jährigen aktuell nichts mehr, werden die zurückgestellt und mit denen unter 65 solange weitergemacht, bis man entsprechende Impfstoffe wieder hat.


Und genau da ist die Krux. Man hat sich gesellschaftlich und politisch verständigt, zuerst die Menschen mit den höchsten Risiken zu impfen und die Berufsgruppen, die viel Kontakt zu diesen Gruppen haben. Und danach abgestuft nach dem weiteren Risiko. Wenn man mit dem Impfen bei den U65 weiter macht, aber der Bereich zwischen 65 und 80 Jahre weiter warten muss, wäre das eine Abkehr der vereinbarten Strategie.

Aldus hat geschrieben:Das das grundsätzlich suboptimal ist, dürfte klar sein. Aber eine verbrannte Hand - nachdem man auf die Herdplatte gepackt hat, ist auch suboptimal. Und? Man verbindet die Hand und macht erstmal einhändig weiter. Was soll man auch sonst tun?

Eine "Bredouille" wird daraus nur, wenn man sich weigert einzugestehen das die Hand jetzt nunmal verbrannt ist. Darin, das gebe ich allerdings gerne zu, sind viele Politiker ziemlich groß. Und dann... ja, dann haben wir eine Bredouille.


Die Eingeständnis der "verbrannten Hand" ist noch nicht erfolgt. Aber wir müssen sowieso warten, was jetzt die Zulassungsbehörde sagt und anschließend die STIKO.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 11:48

Sören74 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:39)

Sorry, dann habe ich Dein Gleichnis zwischen AstraZeneca und UK falsch gedeutet. Tut mir leid.



Trotzdem halte ich die hier geäußerte Kritik an der EU für weitgehend gerechtfertigt und kann nicht pauschal mit dem "ständig fast reflexartig auf die EU einzuhauen" abgemildert werden. Du kannst die Kritik gerne inhaltlich auseinander nehmen. Ich bin hingegen kein Freund von Pauschalverteidigungen.

Dafür aber wohl ein Freund von Pauschalverurteilungen.
Es geht auch nicht darum die EU vor begangenen Fehlern, die sicherlich begangen wurden, freizusprechen, sondern um die sehr einseitige Kritik auf eine Oragnisation, auf die man wohl Grundsätzlich kritisch schaut
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 11:50

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:46)

Und du glaubst sicher auch ich bin ein Kritiker der EU?
Ja ist anzunehmen.


Oh das ist sicher nicht ganz auszuschließen, aber aufgrund der früheren Leistungen und anderer Bestätigungen gebe ich hier dem Hersteller mal meinen Vertrauensvorschuß!
Bestätigt eher die Annahme sieh oben. Ist man etwas eher kritisch zugetan, neigt man dazu alles was mit dem zu tun hat überkritisch zu sehen, ist menschlich aber eben nicht Objektiv
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Jan 2021, 11:53

relativ hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:48)

Dafür aber wohl ein Freund von Pauschalverurteilungen.


Wo habe ich pauschal verurteilt?

relativ hat geschrieben:Es geht auch nicht darum die EU vor begangenen Fehlern, die sicherlich begangen wurden, freizusprechen, sondern um die sehr einseitige Kritik auf eine Oragnisation, auf die man wohl Grundsätzlich kritisch schaut


Im Vergleich zur Bevölkerung bin ausgesprochen EU-freundlich, im Grundsatz ein Europäer und fand den Brexit eine Katastrophe. Dieser Ton, Kritiker an der Impfstoffpolitik der EU pauschal als EU-kritisch zu bezeichnen, gefällt mir nicht.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 12:00

Sören74 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:53)

Wo habe ich pauschal verurteilt?
Wer hat die EU hier pauschal verteidigt? Ja es gibt viele die reflexartige Kritik an der EU äußern, weil sie ihr ein Dorn im Auge ist.


Im Vergleich zur Bevölkerung bin ausgesprochen EU-freundlich, im Grundsatz ein Europäer und fand den Brexit eine Katastrophe. Dieser Ton, Kritiker an der Impfstoffpolitik der EU pauschal als EU-kritisch zu bezeichnen, gefällt mir nicht.

Welcher Bevölkerung? Nunja wenn dir der Ton nicht gefällt, dann beteilige dich doch auch nicht an der einseitigen pauschalen EU Kritik. Es sind ja noch nichtmals alle Fakten auf den Tisch und schon ist alles was die EU gemacht hat mist, ist das deine bevorzugte Form von konstruktiver und objektiver Kritik?
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eiskalt » Mi 27. Jan 2021, 12:03

relativ hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:50)

Ja ist anzunehmen.
Bestätigt eher die Annahme sieh oben. Ist man etwas eher kritisch zugetan, neigt man dazu alles was mit dem zu tun hat überkritisch zu sehen, ist menschlich aber eben nicht Objektiv


Das ging eigentlich an den anderen.
Nein das ist nicht so ich bin ein Befürworter der EU.
Kann man auch sehen im Brexit Strang.

Aber gerade WEIL ich Pro EU bin, bin ich der Meinung das man solch ein eklatantes Versagen auch kritisieren muss, denn wenn das nicht passiert wird die Akzeptanz der EU noch weiter abnehmen.
Ausserdem ist auch Selbstkritik nicht schlechtes!
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Adam Smith » Mi 27. Jan 2021, 12:04

Aldus hat geschrieben:(27 Jan 2021, 11:27)

In diesem seitenlang provozierenden Tonfall, als ob ich die Bild Zeitung aufschlage?

In Reinstform.


Für dich ist demnach Zeit-online vergleichbar mit der Bild-Zeitung.

https://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... britannien
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Jan 2021, 12:13

relativ hat geschrieben:(27 Jan 2021, 12:00)

Wer hat die EU hier pauschal verteidigt?


Z.B. Aldus.

relativ hat geschrieben:Ja es gibt viele die reflexartige Kritik an der EU äußern, weil sie ihr ein Dorn im Auge ist.


Nenn ein Posting.

relativ hat geschrieben:Welcher Bevölkerung?


In Deutschland.

relativ hat geschrieben:Nunja wenn dir der Ton nicht gefällt, dann beteilige dich doch auch nicht an der einseitigen pauschalen EU Kritik. Es sind ja noch nichtmals alle Fakten auf den Tisch und schon ist alles was die EU gemacht hat mist, ist das deine bevorzugte Form von konstruktiver und objektiver Kritik?


Beantworte doch bitte mal die Frage, wo hier einseitige pauschale EU-Kritik stattfindet.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 12:22

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jan 2021, 12:03)

Das ging eigentlich an den anderen.
Nein das ist nicht so ich bin ein Befürworter der EU.
Kann man auch sehen im Brexit Strang.
Nunja dann scheinst du ja ein ausgesprochener Politikerkritiker zu sein, oder nur bestimmter Politiker wer weiss. Dieses Paradoxon muss du dann aber für dich selber lösen.

Aber gerade WEIL ich Pro EU bin, bin ich der Meinung das man solch ein eklatantes Versagen auch kritisieren muss, denn wenn das nicht passiert wird die Akzeptanz der EU noch weiter abnehmen.
Ausserdem ist auch Selbstkritik nicht schlechtes!
Schau mal da sind noch nichtmal alle Fakten auf den Tisch und schon ist für dich ein Versagen in Stein gemeißelt. Findest du das als EU Befürworter nicht auch ein wenig komisch?
Selbstkritik ist was ganz anderes , als das was hier gerade läuft.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eiskalt » Mi 27. Jan 2021, 12:24

Den Vorwurf des Vertragsbruchs wies Soriot zurück. Brüssel wollte nach seinen Worten mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt beliefert werden wie die Briten - obwohl diese drei Monate früher unterzeichnet hätten. "Darum haben wir zugesagt, unser Bestmögliches zu tun." Doch "unser Vertrag enthält keine vertragliche Verpflichtung", zeigte sich der Manager juristisch spitzfindig.

Dass Großbritannien - nun aus britischer Produktion, zu Beginn vom Kontinent - mit Vorrang beliefert werde, geschehe zu Recht: Die Briten hätten schlicht die älteren Ansprüche. Schon bevor Astrazeneca in das Impfstoffprojekt einstieg, hätten die Entwickler der Universität Oxford gemeinsam mit der britischen Regierung den Herstellungsprozess vorbereitet. Damit einhergegangen sei auch eine Verpflichtung, aus der britischen Produktion zuerst den britischen Bedarf zu decken. Eine solche Klausel, europäische Produktion für Europa zu reservieren, sei mit der EU nicht vereinbart worden. Europa könne später auch Impfstoff aus Großbritannien beziehen, sobald dort Kapazitäten frei würden.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/pharma/astrazeneca-pascal-soriot-geht-im-streit-um-den-impfstoff-auf-konfrontation-a-3c93fab0-1d33-4447-8412-3b0989e6d8e6

Manager Magazin gehört übrigens zum Spiegel, ist nicht Springer Verlag.
Aber die könnten ja mal die Verträge öffentlich machen.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 12:26

Sören74 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 12:13)

Z.B. Aldus.
Wenn wir schon dabei sind zeige mir ein posting....



Nenn ein Posting.
Von wem?


In Deutschland.
Du bist also EU Freundlicher als über 50% der bevölkerung die EU Freindlich sind. Dann siehst du dich diesbezüglich positiver als ich dich hier.


Beantworte doch bitte mal die Frage, wo hier einseitige pauschale EU-Kritik stattfindet.
Wenn von einem Versagen die Rede ist, obwohl noch gar nicht alle Einzelheiten und Fakten bekannt sind ist das was?
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Jan 2021, 12:28

relativ hat geschrieben:(27 Jan 2021, 12:22)

Nunja dann scheinst du ja ein ausgesprochener Politikerkritiker zu sein, oder nur bestimmter Politiker wer weiss. Dieses Paradoxon muss du dann aber für dich selber lösen.


Der Drang zur Schubladeneinordnung ist schon irgendwie augenfällig. ;)
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon yogi61 » Mi 27. Jan 2021, 12:31

Astrazeneca hat übrigens das sogenannte Krisengespräch mit der EU platzen lassen, das berichten EU-Kreise aus Brüssel.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek

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