Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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rollins
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon rollins » So 17. Nov 2019, 17:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Nov 2019, 17:39)

Von wem?
Wie ich geschrieben habe, ich bin mir nicht sicher und habe das mit einem Fragezeichen versehen, aber Stichworte könnten Zusammenspiel Wirtschaft, Politik und ggf Demographie gewesen sein. Bis registriert wurde, dass das in einem Fiasko enden könnte. Wahrscheinlich zu spät.
naddy
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon naddy » So 17. Nov 2019, 21:30

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Nov 2019, 17:39)

Von wem?


Von offizieller Seite wurde in diesem Zusammenhang des Öfteren auf das Demographie-Problem verwiesen. Mangels ausreichendem "autochthonen" Nachwuchs sah - und sieht - man die Lösung zukünftiger Probleme, etwa bei der Rentenfinanzierung, also offenbar in der Zuwanderung. Auf die Nachfrage intelligenterer Journalisten, wie man sich das im "Hochtechnologieland" BRD angesichts eines maroden Schulsystems, unter- bis gar nicht qualifizierten, teilweise analphabetischen Zuwanderern denn konkret vorzustellen habe, kam dann leider nicht mehr viel. Bedauerlicherweise traf es ausgerechnet einen hoffnungsvollen, aufstrebenden Nachwuchspolitiker der CDU, dass einer der Journalisten nochmal nachhakte: "Hatten Sie denn ausschließlich mit Diplom-Ingenieuren und Kinderärzten gerechnet?". :D

Die bittere Wahrheit hinter dieser ganzen Chose ist, dass sich nicht wenige bundesrepublikanische Großunternehmen, die aktuell unter Krokodilstränen um "fehlende Fachkräfte" barmen, gegen Ende des letzten Jahrtausends vom "Kostenfaktor Ausbildung" verabschiedet haben. Verständlich, schließlich belastet sowas die Bilanz und könnte bei einem geplanten Börsengang empfindliche Auswirkungen auf den "Shareholder Value" haben und den "freien Cashflow" beeinträchtigen. Sowas kann natürlich niemand wollen, dem es um schnelle Kohle geht. Wirtschaftliche Weitsicht ist im Turbo-Kapitalismus ja sowas von Old-School, wie soll da ein heutiger BWL-Absolvent auf die Idee kommen, dass "Fachkräfte" das Resultat eines gesunden Schulsystems und qualifizierter Ausbildungsplätze sind? Die ziehen wir lieber aus anderen Arbeitsmärkten ab, möglichst aus Entwicklungsländern. Da können sich dann die verbleibenden Kinder und die Greise darum kümmern, möglichst bald "konkurrenzfähig" zu werden. :mad2:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon firlefanz11 » Mo 18. Nov 2019, 10:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Nov 2019, 10:44)

Das ist mir zu vorurteilsbehaftet. Die syrischen Flüchtlinge, die ich kenne, sind tatsächlich vor Angst um ihr Leben geflohen und das kaufe ich ihnen auch ab, trotz (oder wegen) meiner eigenen Skepsis.

Denen, die ich kenn brauch ich das gar nicht "abnehmen"... Die sind allerdings auch schon ein Stück länger hier, haben sich gut integriert, gut bezahlte Jobs, und sehrl liebe Menschen...

Wir haben imho die Pflicht, wirklichen Flüchtlingen zu helfen, dazu gehört mMn. aber auch, Betrüger und Straftäter aussortieren und abschieben zu dürfen. Dieses Recht nehmen Bund und Länder aber - imho fahrlässigerweise - nicht in Anspruch, das ist der Kern des Übels.

Besser kann man das nicht ausdrücken! Dummerdings wird sich das mit einer zu befürchtenden Regierungsbeteiligung der Grünen im BT nicht ändern sondern vermutlich noch fester betonieren...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Frank_Stein
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Frank_Stein » Mo 18. Nov 2019, 20:04

firlefanz11 hat geschrieben:(18 Nov 2019, 10:31)

Denen, die ich kenn brauch ich das gar nicht "abnehmen"... Die sind allerdings auch schon ein Stück länger hier, haben sich gut integriert, gut bezahlte Jobs, und sehrl liebe Menschen...


Besser kann man das nicht ausdrücken! Dummerdings wird sich das mit einer zu befürchtenden Regierungsbeteiligung der Grünen im BT nicht ändern sondern vermutlich noch fester betonieren...



Ein Problem ist auch, dass Erdogan mit Islamisten gemeinsame Sache macht, um (Sind das eigentlich ethnisch/religiöse Vertreibungen, die er dort macht?)
seinen Einfluss im Nachbarland Syrien auszubauen. Dass so ein Mann von den über 3 Mio. Türken im Land bei Wahlen die Mehrheit der abgegebenen
Stimmen für sich verbuchen kann, stimmt einen schon nachdenklich, denn man bekommt so das Gefühl, dass man in einem besetzten Land lebt.
Erdogan nutzt die Türken in Deutschland, um mit ihnen seinen politischen Einfluss in die EU zu tragen.

https://www.welt.de/politik/ausland/plu ... yrien.html

Es gibt viele moslemische Länder. Ich würde mir wünschen, dass diese Länder ihre Glaubensbrüder bei sich aufnehmen, wo es
die Infrastruktur gibt, dass diese Menschen ihren Glauben leben können und teilweise auch die gleiche Sprache gesprochen wird.
Diejenigen, die wirklich unseren Schutz bräuchten, sind die Christen in dieser Region.

Es ist wirklich eine Schande, dass der Nato-Verbündete Türkei gemeinsame Sache mit Terroristen macht, um eine
Bevölkerungsgruppe zu bekämpfen, die bisher sehr erfolgreich und mit hohen eigenen Verlusten den IS bekämpft hat.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mi 20. Nov 2019, 15:33

PRINCETON-STUDIE:
Sozialleistungen locken Zuwanderer

Eine Forschergruppe um den Princeton-Ökonomen Henrik Kleven setzt dieser Skepsis über die Sogwirkung eines starken Sozialstaats nun harte Zahlen aus Dänemark entgegen: Demnach sind dort Jahr für Jahr deutlich weniger Menschen aus Ländern außerhalb der EU eingewandert, seit die dänische Regierung Leistungen speziell für Migranten aus dieser Gruppe gekürzt hat.

[...]
Zum anderen gab es in den letzten Jahren mehrere Einschnitte in der dortigen Sozialpolitik: den ersten im Jahr 2002, als die neugewählte Mitte-rechts-Regierung die Sozialleistungen für Ausländer von außerhalb der EU um bis zu 50 Prozent kürzte; den zweiten im Jahr 2012, als die neugewählte Mitte-links-Regierung das Gesetz zurücknahm; und den dritten im Jahr 2015, als die Mitte-rechts-Regierung zurück an die Macht kam und ihre Regelung von 2002 wiedereinführte.

Zudem wurden die Phasen der restriktiveren Sozialpolitik offensiv beworben: Mit der Änderung 2015 zum Beispiel lancierte die dänische Regierung eine Werbekampagne in libanesischen Zeitungen, in denen sie explizit auf die Leistungskürzungen für Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern hinwies – frei nach dem Motto: Hier gibt es künftig weniger Geld.

Der Effekt, den die Forscher in den Daten fanden, war groß. Mit der Kürzung der Sozialleistungen für Nicht-EU-Ausländer im Jahr 2002 ging die Nettoeinwanderung aus dieser Einwanderungsgruppe im Vergleich zu den durchschnittlichen jährlichen Migrationsbewegungen vor der Gesetzesänderung um 5000 Personen im Jahr zurück. Und nicht nur das: Als die Mitte-links-Regierung das Gesetz wieder zurückdrehte, stiegen die Einwanderungszahlen aus der betroffenen Ländergruppe umgehend wieder an – und zwar fast in der gleichen Höhe, wie sie zuvor zurückgegangen waren.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 268AOR4QCw

Der Blick in die Glaskugel hat mir damals schon das gleiche mitgeteilt, da braucht es keine Studie dafür.
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Fliege
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Fliege » Mi 20. Nov 2019, 16:37

jack000 hat geschrieben:(20 Nov 2019, 15:33)
Der Blick in die Glaskugel hat mir damals schon das gleiche mitgeteilt, da braucht es keine Studie dafür.

Deine Glaskugel ist das, was man Common sense oder gesunder Menschenverstand nennt. Wer glaubt schon, dass es sinnvoll ist, an illegale Migranten reichlich Sozialhilfe auszuzahlen?
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Frank_Stein » Mi 20. Nov 2019, 17:30

jack000 hat geschrieben:(20 Nov 2019, 15:33)

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 268AOR4QCw

Der Blick in die Glaskugel hat mir damals schon das gleiche mitgeteilt, da braucht es keine Studie dafür.


He, hast Du nicht zugehört? Wer so etwas behauptet und denk, ist rechts und rechte Menschen sind praktisch Nazis oder "Verschissten" :D oder sogar beides.
Nazis (=AfD-Wähler) sind außerdem dumm, wie eine "wissenschaftliche" Studie, die von diversen Blättern zitiert wurde, "bewiesen" hat.

Aber mal was anderes:
Weil kürzlich die Frage aufgekommen ist, wer mit zu verantworten hat, dass Deutschland eine offensive Zuwanderungspolitik betreibt,
der wird auf ein Institut stoßen, das interessante Sponsoren hat:

>>Der SVR ist eine Organisation mit eigenem Forschungsbereich, der die Politik zu Fragen der Migration und Integration berät. Es wird von der Volkswagen-, Mercator-, Bertelsmann-, Bosch- sowie weiteren großen Stiftungen finanziert.<<

https://www.welt.de/politik/deutschland ... oetig.html

Offensichtlich befürchten große Unternehmen, dass es bald nicht mehr genug prekär beschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland gibt und entsprechend die Löhne in diesen Bereichen ansteigen könnten. Außerdem sind Menschen, die nichts besitzen, sehr gute Konsumenten (auch wenn die Ihr Einkommen dann hauptsächlich durch Transferzahlungen beziehen).
Zuletzt geändert von Frank_Stein am Mi 20. Nov 2019, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon tarkomed » Mi 20. Nov 2019, 18:05

Man kommt sich vor wie am Stammtisch von einem Schützenverein...
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Frank_Stein » Mi 20. Nov 2019, 18:35

jack000 hat geschrieben:(20 Nov 2019, 15:33)

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 268AOR4QCw

Der Blick in die Glaskugel hat mir damals schon das gleiche mitgeteilt, da braucht es keine Studie dafür.



Halten wir fest: Wir könnten sehr viel Geld sparen, wenn wir in Afrika usw. auf Werbetour gehen und den Menschen klar machen, dass die fetten Jahre vorbei sind, die Migranten also keine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation zu erwarten haben, wenn sie nach Europa bzw. Deutschland kommen und hier Asyl beantragen.
Wenn die Rechnung nicht mehr aufgeht und die Kosten für den Transit nach Europa deutlich höher sind, als die Sozialleistungen, die sie hier erwarten können, dann wird dieses Geschäftsmodell nicht mehr funktionieren.

Noch mal für jene, die das nicht verstanden haben:
Die meisten Asylbewerber sind nicht geflüchtet, sie wurden von unserem Sozialsystem angelockt. Das ist ein Unterschied, den viele Linke noch immer nicht begreifen wollen.

Ein weiterer Irrtum der Linken: Soziale Wohltaten verteilen, einen üppigen Sozialstaat haben und gleichzeitig offene Grenzen für Zuwanderer ins Sozialsystem.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Quatschki » Mi 20. Nov 2019, 18:53

Frank_Stein hat geschrieben:(20 Nov 2019, 18:35)
Noch mal für jene, die das nicht verstanden haben:
Die meisten Asylbewerber sind nicht geflüchtet, sie wurden von unserem Sozialsystem angelockt. Das ist ein Unterschied, den viele Linke noch immer nicht begreifen wollen.

Die begreifen das schon ganz gut, werden es aber immer leugnen.
Denn es ist ja auch ihr Geschäftsmodell.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Frank_Stein » Mi 20. Nov 2019, 18:57

Quatschki hat geschrieben:(20 Nov 2019, 18:53)

Die begreifen das schon ganz gut, werden es aber immer leugnen.
Denn es ist ja auch ihr Geschäftsmodell.



Dann haben sie aber keinen Grund sich über jene Aufzuregen, die diese Art der Zuwanderung nicht möchten und da die CDU diesbezüglich die Seiten gewechselt hat, eben immer mehr die AfD wählen.
Wer das Asylsystem als faktisches Einwanderungsrecht missbraucht, der hat die Wahlerfolge der AfD zu verantworten.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mi 20. Nov 2019, 19:00

tarkomed hat geschrieben:(20 Nov 2019, 18:05)

Man kommt sich vor wie am Stammtisch von einem Schützenverein...

Kannst du das näher erläutern?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon tarkomed » Mi 20. Nov 2019, 20:35

Frank_Stein hat geschrieben:(20 Nov 2019, 18:35)

Halten wir fest: Wir könnten sehr viel Geld sparen, wenn wir in Afrika usw. auf Werbetour gehen und den Menschen klar machen, dass die fetten Jahre vorbei sind, die Migranten also keine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation zu erwarten haben, wenn sie nach Europa bzw. Deutschland kommen und hier Asyl beantragen.
Wenn die Rechnung nicht mehr aufgeht und die Kosten für den Transit nach Europa deutlich höher sind, als die Sozialleistungen, die sie hier erwarten können, dann wird dieses Geschäftsmodell nicht mehr funktionieren.

Noch mal für jene, die das nicht verstanden haben:
Die meisten Asylbewerber sind nicht geflüchtet, sie wurden von unserem Sozialsystem angelockt. Das ist ein Unterschied, den viele Linke noch immer nicht begreifen wollen.

Ein weiterer Irrtum der Linken: Soziale Wohltaten verteilen, einen üppigen Sozialstaat haben und gleichzeitig offene Grenzen für Zuwanderer ins Sozialsystem.


Bedenke, mein Lieber, das Leben kann ungerecht sein, aber zum Glück nicht für alle. Wir hatten das Glück, in der BRD geboren worden zu sein, in Wohlstand, Freiheit und Demokratie. Es war pures Glück, es ist uns in den Schoß... Quatsch, in den Schoß unserer Mutter gefallen, ganz ohne unser Zutun. Das Glück muss man erst mal haben.
Du hattest das Pech in der DDR geboren worden zu sein. Das war dein Pech, auch ganz ohne dein Zutun.
Und dann hattest du plötzlich das Glück, dass deine Landsleute auf die Straße gegangen sind und die Mauer ist gefallen, ob wieder mit oder ohne dein Zutun, weiß ich nicht, aber wenn doch, dann unwesentlich. Dann kam die D-Mark, die Freiheit und die Demokratie und bestimmt auch mehr Wohlstand als vorher.
Merkst du was? Das eigene Glück wird schon vor der Geburt bestimmt. Berücksichtigst du das, wenn du über die Asylbewerber so herziehst?
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Keoma » Mi 20. Nov 2019, 20:37

tarkomed hat geschrieben:(20 Nov 2019, 20:35)

Bedenke, mein Lieber, das Leben kann ungerecht sein, aber zum Glück nicht für alle. Wir hatten das Glück, in der BRD geboren worden zu sein, in Wohlstand, Freiheit und Demokratie. Es war pures Glück, es ist uns in den Schoß... Quatsch, in den Schoß unserer Mutter gefallen, ganz ohne unser Zutun. Das Glück muss man erst mal haben.
Du hattest das Pech in der DDR geboren worden zu sein. Das war dein Pech, auch ganz ohne dein Zutun.
Und dann hattest du plötzlich das Glück, dass deine Landsleute auf die Straße gegangen sind und die Mauer ist gefallen, ob wieder mit oder ohne dein Zutun, weiß ich nicht, aber wenn doch, dann unwesentlich. Dann kam die D-Mark, die Freiheit und die Demokratie und bestimmt auch mehr Wohlstand als vorher.
Merkst du was? Das eigene Glück wird schon vor der Geburt bestimmt. Berücksichtigst du das, wenn du über die Asylbewerber so herziehst?

Müssen wir uns für unser Glück jetzt lebenslang entschuldigen?
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mi 20. Nov 2019, 20:50

tarkomed hat geschrieben:(20 Nov 2019, 20:35)

Bedenke, mein Lieber, das Leben kann ungerecht sein, aber zum Glück nicht für alle. Wir hatten das Glück, in der BRD geboren worden zu sein, in Wohlstand, Freiheit und Demokratie. Es war pures Glück, es ist uns in den Schoß... Quatsch, in den Schoß unserer Mutter gefallen, ganz ohne unser Zutun. Das Glück muss man erst mal haben.
Du hattest das Pech in der DDR geboren worden zu sein. Das war dein Pech, auch ganz ohne dein Zutun.

Wohlstand regnet nicht vom Himmel, sondern wird erarbeitet (Von den Ölstaaten mal abgesehen).
=> Südkorea hatte vor 40 Jahren das BIP vom Sudan und inzwischen ist Südkorea ein reiches Industrieland ... regnete das in Südkorea vom Himmel oder haben die sich das selbst erarbeitet?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Frank_Stein » Mi 20. Nov 2019, 20:50

tarkomed hat geschrieben:(20 Nov 2019, 20:35)


Merkst du was? Das eigene Glück wird schon vor der Geburt bestimmt. Berücksichtigst du das, wenn du über die Asylbewerber so herziehst?


Es ist nicht nur Glück. Es ist vor allem die Verantwortung, den Wohlstand, den wir von den Nachkommen unserer Vorfahren geerbt haben, den Nachkommen unserer Vorfahren weiterzugeben. Aber das wird zunehmend erschwert.

Ich ziehe über jene her, die sich Asyl erschwindeln, weil es kein Recht gibt, sich das Land und Sozialsystem aussuchen zu dürfen, wo man leben möchte. Denn gäbe es dieses Recht, dann würden die Sozialsysteme dieser Welt auf ein Minimum eingedampft werden, um Fehlanreize zu vermeiden.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Quatschki » Mi 20. Nov 2019, 21:46

Ich halte das für Quatsch.
Man nimmt ja nicht an einer Seelenverlosung teil und wird dann irgendeinem Embryo in Europa oder Afrika zugeteilt,
Sondern man ist das einzigartige Produkt der Vereinigung seiner Eltern.
Wäre man nicht als Kind genau dieser Eltern geboren worden, würde man nicht existieren.
Man kann nicht irgendwo anders vom Storch abgeworfen werden.
Mit Glück hat das nichts zu tun.
Und als der lebende Zweig des Stammbaumes seiner Vorfahren kann man auf deren kulturelles, ideeles und materielles Erbe und Vermächtnis zugreifen, es schützen und fortführen oder eben verschenken und in den Wind schlagen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon naddy » Mi 20. Nov 2019, 22:31

Frank_Stein hat geschrieben:(20 Nov 2019, 18:35)

Noch mal für jene, die das nicht verstanden haben:
Die meisten Asylbewerber sind nicht geflüchtet, sie wurden von unserem Sozialsystem angelockt.


Lassen wir die daumengepeilte Quote mal weg, es spielt keine Rolle, ob das "die meisten", "wenige" oder "alle" sind. Jeder der es vorzieht, in seinem Herkunftsland mit Knochenarbeit einen Bruchteil dessen zu verdienen, was er hier als Transferleistung erhält, muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Das Problem liegt also nicht bei denen die kommen, sondern bei denen, die keine vernünftige Zuwanderungspolitik auf die Kette kriegen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Teeernte » Mi 20. Nov 2019, 23:39

naddy hat geschrieben:(20 Nov 2019, 22:31)

Lassen wir die daumengepeilte Quote mal weg, es spielt keine Rolle, ob das "die meisten", "wenige" oder "alle" sind. Jeder der es vorzieht, in seinem Herkunftsland mit Knochenarbeit einen Bruchteil dessen zu verdienen, was er hier als Transferleistung erhält, muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Das Problem liegt also nicht bei denen die kommen, sondern bei denen, die keine vernünftige Zuwanderungspolitik auf die Kette kriegen.


Ja Australien klappt gut !
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Frank_Stein » Do 21. Nov 2019, 00:04

naddy hat geschrieben:(20 Nov 2019, 22:31)

Lassen wir die daumengepeilte Quote mal weg, es spielt keine Rolle, ob das "die meisten", "wenige" oder "alle" sind. Jeder der es vorzieht, in seinem Herkunftsland mit Knochenarbeit einen Bruchteil dessen zu verdienen, was er hier als Transferleistung erhält, muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Das Problem liegt also nicht bei denen die kommen, sondern bei denen, die keine vernünftige Zuwanderungspolitik auf die Kette kriegen.



Das stimmt. Wir tragen die Verantwortung für die Toten im Mittelmeer, wenn wir es nicht schaffen,
diese Transferleistungen auf ein Minimum einzudampfen bzw. die Siedleranwärter, die man aus dem
Mittelmeer fischt eben wieder dorthin an Land bringt, von wo aus sie gestartet sind.
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