Die "neue" EU? Chance in der Krise?

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 13:41

Uffzach hat geschrieben:(13 Sep 2017, 14:36)

Zuviele Vorfestlegungen ;) . Warum? Weil es Sache der Staatsbürger der nationalen Bundesstaaten ist, zu bestimmen, welche Kompetenzen der nationale Bundesstaat und welche Kompetenzen der Rat der Föderation haben soll.


Genau so ist es; und darüber ist folgerichtig nach zu denken. Wie soll denn eine Föderation zusammen halten, in der "Nationalstaaten" unterschiedliche Rechte beanspruchen? Eine solche Föderation kann sich die EU in den Allerwertesten schieben... meine ich.

Schon in der bestehenden EU wird öffentlich diskutiert, ob man Ungarn oder Polen vor die Tür setzen sollte. Das braucht wirklich niemand in einem neu aufgebauten Gemeinschaftsstaat.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Uffzach » Mi 13. Sep 2017, 13:58

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2017, 14:41)

Genau so ist es; und darüber ist folgerichtig nach zu denken. Wie soll denn eine Föderation zusammen halten, in der "Nationalstaaten" unterschiedliche Rechte beanspruchen? Eine solche Föderation kann sich die EU in den Allerwertesten schieben... meine ich.

Die EU, so wie sie derzeit besteht, krankt am Mangel an demokratischer Legitimation ihrer operativen Maßnahmen. Deshalb gibt es auch keine Identifikation der Völker mit der EU und alles, was nicht gefällt wird der EU zugeschrieben. Wenn die EU nicht vom Kopf auf die Beine gestellt wird, wird das nie was. Die EU lässt sich nicht von oben nach unten verordnen. Deshalb muss zunächst einmal der kleinste gemeinsame Nenner basisdemokratisch diskutiert und bestimmt werden, was die Kompetenzen einer möglichen zukünftigen Föderation angeht, auch auf die Gefahr hin, dass man dann ein paar Schritte zurückgehen muss. Der kleinste gemeinsame Nenner bestimmt die Kompetenzen des Rates der Föderation, es sei denn, es gäbe die Möglichkeit Zwischenebenen von 'Sub-Föderationen' nach dem Modell der "EU der unterschiedlichen Geschwindigkeiten" zu etablieren. Das gesamte Gebilde sollte also aus Räten bzw Parlamenten auf unterschiedlichen Ebenen bestehen, die pyramidal unter dem Rat der Föderation angeordnet sind.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 15:33

Uffzach hat geschrieben:(13 Sep 2017, 14:58)

Die EU, so wie sie derzeit besteht, krankt am Mangel an demokratischer Legitimation ihrer operativen Maßnahmen. Deshalb gibt es auch keine Identifikation der Völker mit der EU und alles, was nicht gefällt wird der EU zugeschrieben. Wenn die EU nicht vom Kopf auf die Beine gestellt wird, wird das nie was. Die EU lässt sich nicht von oben nach unten verordnen. Deshalb muss zunächst einmal der kleinste gemeinsame Nenner basisdemokratisch diskutiert und bestimmt werden, was die Kompetenzen einer möglichen zukünftigen Föderation angeht, auch auf die Gefahr hin, dass man dann ein paar Schritte zurückgehen muss. Der kleinste gemeinsame Nenner bestimmt die Kompetenzen des Rates der Föderation, es sei denn, es gäbe die Möglichkeit Zwischenebenen von 'Sub-Föderationen' nach dem Modell der "EU der unterschiedlichen Geschwindigkeiten" zu etablieren. Das gesamte Gebilde sollte also aus Räten bzw Parlamenten auf unterschiedlichen Ebenen bestehen, die pyramidal unter dem Rat der Föderation angeordnet sind.


In vorangehenden Beiträgen hatte ich auf den "Bürgerdialog" hingewiesen, also unter europäischen Normalverbrauchern und nicht mit "denen da oben". Präsident Macron will diesen Dialog in 2018 anstoßen. Das trifft doch genau Ihre Vorstellungen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 13. Sep 2017, 15:36

Die EU in ihrer gegenwärtigen Konstruktion wird auf lange Sicht gesehen vor die Wand fahren
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Uffzach » Mi 13. Sep 2017, 15:41

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:33)

In vorangehenden Beiträgen hatte ich auf den "Bürgerdialog" hingewiesen, also unter europäischen Normalverbrauchern und nicht mit "denen da oben". Präsident Macron will diesen Dialog in 2018 anstoßen. Das trifft doch genau Ihre Vorstellungen.


Da darf man ja gespannt sein, ob und was er anstoßt und ob die anderen dabei mitmachen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 13. Sep 2017, 15:42

Realist2014 hat geschrieben:(13 Sep 2017, 13:01)

wie die USA?




Nicht nur die USA,.was ist ein Nationalstaat? Ein.Zusammenschluss verschiedener Regionen in einem geographisch eingegrenzten Gebiet.

Was ist den Japan, Deutschland,Brasilien oder Angola? Eine Union von Regionen , die mal mehr mal weniger gut vereinheitlicht sind
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Realist2014 » Mi 13. Sep 2017, 15:45

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:42)

Nicht nur die USA,.was ist ein Nationalstaat? Ein.Zusammenschluss verschiedener Regionen in einem geographisch eingegrenzten Gebiet.

Was ist den Japan, Deutschland,Brasilien oder Angola? Eine Union von Regionen , die mal mehr mal weniger gut vereinheitlicht sind



einen derartigen "Zusammenschluß" werden wir zwei sicher nicht erleben
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 15:46

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:36)

Die EU in ihrer gegenwärtigen Konstruktion wird auf lange Sicht gesehen vor die Wand fahren


Und wir Europäer stehen daneben und klatschen Beifall... oder? :(
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 15:48

Realist2014 hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:45)

einen derartigen "Zusammenschluß" werden wir zwei sicher nicht erleben


Au verflixt, sind Sie denn auch schon ein so alter Mensch? :D Mehr Hoffnung und Mut; das wird schon!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 15:50

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:42)

Nicht nur die USA,.was ist ein Nationalstaat? Ein.Zusammenschluss verschiedener Regionen in einem geographisch eingegrenzten Gebiet.

Was ist den Japan, Deutschland,Brasilien oder Angola? Eine Union von Regionen , die mal mehr mal weniger gut vereinheitlicht sind


So ein klein wenig Geschichte und Schicksale haben aber wohl doch Pate gestanden, bevor richtige Staaten entstanden sind, so mit Menschenrechten, Demokratie, Verfassung, Amtssprache...
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 13. Sep 2017, 15:53

Ja in den Grundzügen wie die USA, gleichwohl aufgrund der verschiedenen Mentalitäten, politisch wie ökonomischen Voraussetzung ( die wiederum zum Teil geographisch bedingt sind) schwieriger zu schmieden.

Aber eine gemeinsame Währung zu haben obwohl man keine einheitliche Wirtschafts bzw..Sozialpolitik Steuerpolitik hat bzw. verfolgt ( von einer gemeinsamen Außenpolitik, oder Strafverfolgung ganz zu schweigen) fuhrt zu jene finanzpolitischen Turbulenzen und Ungleichgewichten in der EU wie man sie heute bestaunen darf,
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Uffzach » Mi 13. Sep 2017, 16:03

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:42)

.was ist ein Nationalstaat? Ein.Zusammenschluss verschiedener Regionen in einem geographisch eingegrenzten Gebiet.


So einen Unsinn liest man selten. Vielleicht erst mal Gedanken drüber machen, was eine Nation ist?
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 13. Sep 2017, 16:10

Der Begriff "Nation" wird nur von Nationalisten und Patrioten künstlich aufgebauscht, nicht erwähnenswert
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Realist2014 » Mi 13. Sep 2017, 16:11

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:48)

Au verflixt, sind Sie denn auch schon ein so alter Mensch? :D Mehr Hoffnung und Mut; das wird schon!



so weit ich weiß, bist du ja noch älter als ich...

aber die "Vereinigten Staaten von Europa" liegen wohl eher außerhalb unserer noch verbleibenden Lebensspanne...
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Uffzach » Mi 13. Sep 2017, 16:23

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Sep 2017, 17:10)

Der Begriff "Nation" wird nur von Nationalisten und Patrioten künstlich aufgebauscht, nicht erwähnenswert


Fehlende Bildung führt zu irrationalen politischen Ansichten
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 16:39

Realist2014 hat geschrieben:(13 Sep 2017, 17:11)

so weit ich weiß, bist du ja noch älter als ich...

aber die "Vereinigten Staaten von Europa" liegen wohl eher außerhalb unserer noch verbleibenden Lebensspanne...


Ja, aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Nur nicht aufgeben; der Weg ist richtig!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 17:20

Uffzach hat geschrieben:(13 Sep 2017, 16:41)

Da darf man ja gespannt sein, ob und was er anstoßt und ob die anderen dabei mitmachen.


Na, wenn Präsident Macron klug vorgeht, dann wird er die Bewegung "Pulse of Europe" als Teil unserer europäischen Zivilgesellschaft in seinen Anstoß einbeziehen. Dann wäre es natürlich sinnvoll, diese Privatleute mit professionellem Personal für die Organisation zu unterfüttern. Etwa so, daß die Privatleute die Diskussionen führen, die Räume und Tagungshilfsmittel aber von Personal und aus Mitteln der EU besorgt werden. Mit solcher Kärrnerarbeit verlören Privatleute recht bald die Lust an der Bürgerdiskussion... die leben schließlich von ihrer Arbeit und nicht von der Politik.

Und dann wird man sehen, ob die Europäer Lust auf Europa haben, oder welche Europäer Lust auf Europa haben. Darauf kann man aufbauen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Realist2014 » Mi 13. Sep 2017, 17:23

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2017, 17:39)

Ja, aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Nur nicht aufgeben; der Weg ist richtig!


naja

nur wird es keinen "Zusammenschluss" in der Art geben (können) , welcher bedeuten würde, das (hohe) deutsche Niveau abzusenken...
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 13. Sep 2017, 17:52

Realist2014 hat geschrieben:(13 Sep 2017, 18:23)

naja

nur wird es keinen "Zusammenschluss" in der Art geben (können) , welcher bedeuten würde, das (hohe) deutsche Niveau abzusenken...


In Westeuropa und Skandinavien werden Sie keinerlei schmerzhafte Unterschiede zum deutschen Lebensstil finden. Die Leute setzen vielleicht andere Schwerpunkte in ihrer Lebensgestaltung. Da wäre der "Zusammenschluß" mit I, E, P, F, B, L. NL, IRL, A, D, DK, S, FIN aus dem Stand möglich, wenn die das alle so wollen. Wie das nun mit den Balten, Polen, Slowaken, Tschechen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien und Kroatien veranstaltet werden kann, oder mit den Griechen und Zyprioten... da bin ich auch ratlos. Vielleicht läßt sich da eine Entwicklungspartnerschaft aufbauen, in der Deutschland sich mit den Balten, Polen, Slowaken, Tschechen und Ungarn befaßt, andere "reiche Partner" mit Rumänen, Bulgaren, etwa Frankreich, Kroaten und Slowenen. Traditionell könnte Österreich sich näher mit Ungarn und Slowenien beschäftigen, Italien mit den Kroaten. So alte Gefühlsbindungen können ja nicht schaden... wenn alle Leute auf eine gute Zukunft hinarbeiten. Dabei kommt es natürlich ganz besonders auf die Gegenliebe der Leistungsempfänger an.

Unser Ziel muß doch nach wie vor der Aufbau einer europäischen Gesellschaft sein, in der niemand durch blanke Not gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen und endgültig in anderen Ländern der EU eine neue Heimat zu suchen. Wer das will, der soll das tun, weil er sich eine gute berufliche Zukunft erhofft, oder weil er gern bei nahen Verwandten wohnen möchte.

Solche Themen stelle ich mir auch als Teil des Bürgerdialogs vor, den Präsident Macron in Gang setzen will.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Wähler » So 24. Sep 2017, 12:33

Interessanter Presseclub (+ Nachgefragt als Podcast) zum Thema: Was erwarten unsere Nachbarn in Europa von Deutschland und seiner neuen Regierung?
http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen ... n-100.html
Fazit:
Deutschland und Frankreich werden in Folge des Brext enger zusammenrücken.
Bei einer schwarz-gelben Regierung wird es Macron schwer haben, seine Vorstellungen einer politischen Vertiefung der Euro-Zone durchzusetzen.
Die politische Mitte in Deutschland wurden durch zwei große Koalitionen einer nach links gerückten Union und einer auf großen Konsens bedachten Sozialdemokratie definiert und bestimmt.
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