Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

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gödelchen
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon gödelchen » Sa 5. Aug 2017, 15:18

Selina hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:05)

Nein, all das "symbolisiert" ihre Vollverschleierung eben nicht. Das existiert nur als dein gedankliches Konstrukt.


Das raffts ud auch nicht: Die Regeln der zwischenmenschlichen Kommunikation nach Wazlawik und das, was mit dem sog. Johari-Fenster (https://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster) in der zwischenmenschlichen Kommunikation zum Tragen kommt.
Weil die islamische Kultur eine rückständige ist, kann sie sich mit dem, was sich aus diesen Erkenntnissen ergibt auch schlecht befassen, würde auch dazu beitragen, dass das verknöcherte Gebäude der Gängelung aus dieser Ideologie heraus zusammenbrechen würde. Die, die fremdbestimmen wollen, können das natürlich gar nicht dulden.
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Selina
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Selina » Sa 5. Aug 2017, 15:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:02)

Gilt das auch für rrrächst? :D


Ja klar gilt das auch für "rrrächts". Bis auf diesen Satz "Alles, was auf der Welt rückschrittlich, frauenfeindlich und generell inhuman ist, muss sich logischerweise aus sich selbst heraus verändern." Denn die Rechtspopulisten und Nationalisten sind eher nicht in der Lage, sich aus sich selbst heraus zu verändern. Auch wenn sie immer so tun, als seien sie die Inkarnation der Demokratie :D
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 5. Aug 2017, 15:47

JFK hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:01)

Ich will nur wissen, warum du als unverschleierte Frau eher davon betroffen bist als ein Mann, ob ich das nachvollziehen kann oder nicht lass dann meine sorge sein.

Ich habe es deshalb gekürzt, weil ich mich nur das zitierte interessiert, auf das andere möchte ich nicht eingehen bzw da gehen wir konform.


Ok, ich versuchs mal. Ich bezweifle, dass eine Kultur oder Religion, die ihre Frauen verachtet, diese Verachtung auf die eigenen Frauen beschränkt. Dennoch hat diese Kultur nur Einfluss auf seine eigenen Frauen. Frauen aus anderen Kulturkreisen unterliegen zwar nicht dem Zwang, genießen dennoch die selbe Verachtung. Insofern wird die Frau allgemein herabgewürdigt.
Nachdem eine Familie oder eine Gesellschaft nur gut funktioniert, wenn sowohl Männer als auch Frauen ihren Job gut erledigen, bezweifel ich, dass einer ohne den anderen gut klarkommt. Sowohl Mönner, Väter als auch Frauen, Mütter verdienen Wertschätzung und Respekt.
Sie darf liebende Ehefrau sein, fürsorgliche Mama, darf den Haushalt schmeißen und der Familie ein Zuhause schaffen und zum Dank darf sie sich schamhaft verhüllen und für die Umwelt unsichtbar werden und abgeschottet von zwischenmenschlichen normalen Beziehungen zu beiden Geschlechtern?

Ich kann mich damit nicht anfreunden, für mich sind Männer und Frauen gleichwertig und gleichberechtigt, beiden gebührt Wertschätzung und nicht Herablassung.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Dark Angel » Sa 5. Aug 2017, 15:56

Selina hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:05)

Nein, all das "symbolisiert" ihre Vollverschleierung eben nicht. Das existiert nur als dein gedankliches Konstrukt.


Was soll Vollverschleierung in einer Gesellschaft/Kultur, in der es dafür nicht den geringsten Hintergrund gibt, in der sich vor 700(!) Jahren begann, ein vollkommen anderes Wertesystem zu entwickeln, sonst symbolisieren?
Aber selbstverständlich grenzt sich die Vollverschleierte vom Rest der Mehrheitsgesellschaft ab, grenzt sich selbst aus - signalisiert "ich bin anders, ich will mit euch nichts zu tun haben".
Hier will man seinem Gegenüber ins Gesicht sehen (können), wenn man mit ihm spricht, will seine Mimik beobachten (können), weil die eine ganze Menge über Gefühle aussagt, die der Betreffende hat, bei dem was er sagt.
Und das ist bei einer Vollverschleierten nicht möglich.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Aug 2017, 16:26

JFK hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:04)

Rechts ist eine Legitime Meinung, die ist jedem belassen, der Spass hört bei Extremismus auf wo dritte darunter leiden müssen/sollen, genauso auch beim Islam.

Was genau meinst du mit "darunter leiden"?
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Aug 2017, 16:28

Selina hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:23)

Denn die Rechtspopulisten und Nationalisten sind eher nicht in der Lage, sich aus sich selbst heraus zu verändern.

Das beißt sich jedoch mit "alles", demonstriert aber schön deine doppelten Standards.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon gödelchen » Sa 5. Aug 2017, 16:41

:-)

Hättest Nathan auch (besser) in Gedichtform schreiben können. Wäre besser zu interpretieren :-)
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Nathan » Sa 5. Aug 2017, 16:42

Dark Angel hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:56)

Was soll Vollverschleierung in einer Gesellschaft/Kultur, in der es dafür nicht den geringsten Hintergrund gibt, in der sich vor 700(!) Jahren begann, ein vollkommen anderes Wertesystem zu entwickeln, sonst symbolisieren?
Aber selbstverständlich grenzt sich die Vollverschleierte vom Rest der Mehrheitsgesellschaft ab, grenzt sich selbst aus - signalisiert "ich bin anders, ich will mit euch nichts zu tun haben".
Hier will man seinem Gegenüber ins Gesicht sehen (können), wenn man mit ihm spricht, will seine Mimik beobachten (können), weil die eine ganze Menge über Gefühle aussagt, die der Betreffende hat, bei dem was er sagt.
Und das ist bei einer Vollverschleierten nicht möglich.

In den deutschen, den französischen, den östereichischen, in den Schweizer und den Bergen in der Sierra Nevada bleibt diese Sehnsucht für gut 6 Monate im Jahr unerfüllt. Aber auch im Sommer, an den Stränden dieser Länder bewegt man sich mit hohem Verspiegelungsgrad und Sonnenhüterei, dennoch das Gesicht oft bis zur Unkenntlichkeit verbrannt...

Danke, dass du dich um einen vernündtigen Ton bemühst, also will ich auch ganz brav nachfragen, inwieweit du selbst deine Aussage von Heuchelei befreit siehst.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Nathan » Sa 5. Aug 2017, 16:49

gödelchen hat geschrieben:(05 Aug 2017, 17:41)

:-)

Hättest Nathan auch (besser) in Gedichtform schreiben können. Wäre besser zu interpretieren :-)


Wasser allein macht stumm
das beweisen im Teiche die Fische.
Wein allein macht dumm, das beweisen
die Damen am Tische.
Dieweil ich keines von beiden mag sein
trink ich mit wasser vermischt den Wein
.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Nathan » Sa 5. Aug 2017, 16:52

Billie Holiday hat geschrieben:(05 Aug 2017, 17:48)

Nein, ich verwende sie nur bei Bedarf.
Viel mehr ist zu deinen Ergüssen nicht zu sagen, muß auch meine Tastatur schonen.

Ein bisschen wenigstens...? Aber wir entfernen uns von der eigentlichen Thematik. Man möchte jemand ins Gesicht sehen...wann denn? In der U-Bahn? Im Aufzug? Auf der Straße? Da starrt jeder verlegen in irgendeine Ecke. Man lernt in den Seminaren der Polizei zum Thema Selbstschutz "Augenkontakt vermeiden", wegschauen also. Ne, das Argument ist alt und sehr hohl und wo ich es nur zu oft schon gehört habe...da schweigt des Sängers Höflichkeit.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon gödelchen » Sa 5. Aug 2017, 16:55

Leitkultur

Ob Ann Kathrin, Marianne , Frederike,
Christine oder die Ulrike,
der gute Goethe mochte Frauen,
ganz toll und ohne Schleier anzuschauen.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 5. Aug 2017, 17:19

Nathan hat geschrieben:(05 Aug 2017, 17:52)

Ein bisschen wenigstens...? Aber wir entfernen uns von der eigentlichen Thematik. Man möchte jemand ins Gesicht sehen...wann denn? In der U-Bahn? Im Aufzug? Auf der Straße? Da starrt jeder verlegen in irgendeine Ecke. Man lernt in den Seminaren der Polizei zum Thema Selbstschutz "Augenkontakt vermeiden", wegschauen also. Ne, das Argument ist alt und sehr hohl und wo ich es nur zu oft schon gehört habe...da schweigt des Sängers Höflichkeit.

Wie oft hast Du an der Kasse im Supermarkt oder in einer Warteschlange oder beim Spazierengehen mit jemand fremden ein paar kurze Worte gewechselt oder ein Lächeln ausgetauscht? Und wie oft tust oder tatst Du dies bislang mit einer Frau mit Niqab? Es geht in diesem Fall nicht um die Frage der Freiwilligkeit. In meinen Augen ist der Niqab ein Blocker für natürliche Kontaktaufnahme. Wäre bei einer Person mit dunklem bzw. verspiegelten Helm, der nicht abgenommen wird, genauso. Stellt für mich persönlich kein Problem dar, aber es ist und bleibt ein zwischenmenschliches Hindernis.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Teeernte » Sa 5. Aug 2017, 17:47

Milady de Winter hat geschrieben:(05 Aug 2017, 18:19)

Wie oft hast Du an der Kasse im Supermarkt oder in einer Warteschlange oder beim Spazierengehen mit jemand fremden ein paar kurze Worte gewechselt oder ein Lächeln ausgetauscht? Und wie oft tust oder tatst Du dies bislang mit einer Frau mit Niqab? Es geht in diesem Fall nicht um die Frage der Freiwilligkeit. In meinen Augen ist der Niqab ein Blocker für natürliche Kontaktaufnahme. Wäre bei einer Person mit dunklem bzw. verspiegelten Helm, der nicht abgenommen wird, genauso. Stellt für mich persönlich kein Problem dar, aber es ist und bleibt ein zwischenmenschliches Hindernis.


wie stehts mit DEM ?

https://spiritofentebbe.files.wordpress.com/2009/01/palsalute.jpg?w=240

Es ist eben nicht nur praktischer Schalersatz für die kalten Tage, sondern ein klar
...
definiertes politisches Symbol, welches sich gegen den Staat Israel ...und die jüdische Bevölkerung richtet, ..die dort lebt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 5. Aug 2017, 17:55


Kannst Du Deine Frage präzisieren?
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Keoma » Sa 5. Aug 2017, 18:00

Nathan hat geschrieben:(05 Aug 2017, 14:47)

ich sehe, deine Ausdrucks- und deine Argumentationsweisen sind immer noch unkultiviert und unüberlegt. Ich empfinde das wirklich als Zumutung, zumal hier andere wegen wesentlich geringenren Verhaltensauffälligkeiten sanktioniert werden. Kommt auf die Tagesordnung. Mögen die anderen das hinnehmen, aber deine Art mit Usern umzugehen spottet jeder Beschreibung. Inhaltlich bis du sowieso stets meilenweit vom Ziel entfernt:


Warum ist das "Natürlich"? Sind muslimische Frauen dümmer als z.B. sächsische Frauen? Dafür spricht nichts. Eine sehr erhebliche Zahl der Frauen die so empfinden haben die Verschleierung abgelegt, eine andere größere Zahl empfindet das als Ausdruck ihrer kulturellen Identität und diese größere Zahl pfeift doch völlig darauf ob dir das passt oder nicht. Es geht dich auch überhaupt nichts an und den Anwalt in Sachen Frauenrechte kauft dir schon lange keiner mehr ab:


Sind sie nicht? Ist das ein Rassemerkmal oder warum sind Muslima angblich nicht fähig zu hinterfragen? Dein ureigener Rassismus kommt hier ganz besonders deutlich zum Vorschein. Schau dir mal die Fakten an. Erstens tragen z.B. in der Türkei mehr Mädchen Minirock als Frauen (Voll)verschleierung, zweitens haben sich Frauen in arabischen Staaten mit besonders antiquierter Gesellschaftsordnung nun endlich das Recht erkämpft Auto zu fahren, und drittens sind überall dort Frauen dabei, die alten Krusten abzustoßen. Auch muslimische Frauen sind sehr wohl in der Lage, Verhältnisse zu hinterfragen, Indoktrination hin oder her.

---


Steht ein Kapuzenshirt für Freiheit? Steht ein Kaschmirschal für Schutz? Was ist "Privatheit"?


Einen Beitrag mit einem persönlichen Angriff zu beginnen, hat natürlich Stil.
Inhaltlich ist allerdings auch nicht viel los.
Du sprichst von Rassismus, was ja schon ein ziemlicher Blödsinn ist, da bekanntlich der Islam keine Rasse ist.
Auch bei dir stellt sich die Frage, warum du eine absolut mit unserem Lebensstil nicht kompatible Religion verteidigst.
Was geht in angeblich linken, liberalen Gehirnen vor, dass der Islam so ein Sonderstellung genießt?
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Keoma » Sa 5. Aug 2017, 18:03

JFK hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:04)

Rechts ist eine Legitime Meinung, die ist jedem belassen, der Spass hört bei Extremismus auf wo dritte darunter leiden müssen/sollen, genauso auch beim Islam.

Stimmt, da viele unter dem Islam leiden, hört sich der Spaß auf.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Hieronymus » Sa 5. Aug 2017, 18:05

Dark Angel hat geschrieben:(05 Aug 2017, 13:25)

Schwachsinn ist das, was du von dir gibst!
Sagt dir der Begriff Indoktrination bzw religiöse Indoktrination irgend etwas?
Offensichtlich nicht, anderfalls würdest du nicht einen derartigen Unsinn (gefettet und unterstrichen) schreiben. Natürlich wird keine der Frauen, die du fragen würdest, zugeben (können), dass Vollverschleierung ein Mittel der Unterdrückung der Frau ist.
Kann sie auch nicht, weil ihr das aufgrund religiöser Indoktrination, gar nicht möglich ist, weil ihnen das Wertesystem ihrer Religion von Kindesbeinen an vermittelt wird, weil ihnen von klein auf vermittelt und vorgelebt wird, wie sich eine ehrbare Frau zu kleiden und zu betragen habe. Sie haben nie hinterfragt, warum sich Frau zu verhüllen hat und sie werden es auch nicht hinterfragen, weil sie dazu gar nicht fähig sind.

"Kinder haben keine andere Wahl, als alles, was ihnen ihre Eltern erklären, für wahr zu halten. Zweifel in kognitiven Belangen kennen sie nicht. Das abstrakte Denken ist noch nicht ausgebildet, übersinnliche oder transzendentale Konzepte übersteigen ihr Vorstellungsvermögen.
Es ist deshalb eine objektive Feststellung: Kinder von gläubigen Eltern werden zwangsläufig auf sanfte Weise religiös indoktriniert, denn Glaube und Gott sind für sie absolute Werte."
(Quelle)

Deine so genannten Vergleiche zwischen engen Jeans, nabelfreiem Top und religiösen Bekleidungsvorschriften, welche ausschließlich für Frauen gelten, sind derart "gehbehindert", dass das selbst dir auffallen müsste.
Es geht nämlich nicht darum anziehen zu dürfen was man will, sondern anziehen zu müssen, weil es bestimmte religiöse Schulen/Sichtweisen so vorschreiben. Diese Vorschriften werden befolgt, ohne zu hinterfragen, warum diese Vorschriften nur für Frauen gelten, nicht aber für Männer, warum Frauen sich in der Öffentlichkeit vor der Öffentlichkeit verbergen müssen, nicht aber Männer.
Wenn du nicht kapierst, dass dies sehr wohl mit Unterdrückung und Abwertung der Frau zu tun hat, dann tust du mir unendlich leid.


Nun muss ich Selina aber mal beispringen. Mit der Bemerkung: “Es ist eben nicht in allen Fällen gesagt, dass damit die Trägerinnen von den Männern unterdrückt werden“ hat sie doch nicht Unrecht! Ich verweise noch einmal auf die Links des Eingangsbeitrages, die in Vergessenheit geraten sind! Z. B. die Konvertitin Nora Illi hat es auf den Punkt gebracht: “Der Gesichtsschleier sei kein Symbol des Glaubens, sondern eine Sache zwischen ihr und Allah.“ Ähnlich hat es Nada aus Doha formuliert: “Sie möchte nicht den Menschen gefallen, sondern nur Gott.“ Diese Aussagen muss man ernstnehmen! Ich kann in ihnen keineswegs eine “Unterdrückung und Abwertung“ der erwähnten Frauen erkennen, sondern nur ihre Freiwilligkeit! Freilich, ich persönlich halte gerade solche Frauen für besonders dumm, weil sie allen Ernstes glauben, sie könnten mit solchen und ähnlichen Mätzchen ihrem Allah das Paradies abhandeln. Nicht nur, dass sie ihren Gott offenbar für eine kleinkarierte Krämerseele halten, sondern auch die Leugnung der Aufklärung (bei europäischen Konvertitinnen) halte ich für äußerst seltsam.

Dass sich Frauen in muslimischen Ländern solchen unsinnigen traditionellen Praktiken unterwerfen und sie sich diese als religiöse Pflichten und als einen angeblichen Vorteil schönreden, liegt an mangelnder Bildung! Natürlich dienen dort solche erfundenen Zwänge auch der Unterdrückung der Frauen und der Aufrechterhaltung des männlich dominierten Gesellschaftsbildes in diesen Ländern. In Europa jedoch stoßen solche obsoleten, religiös nicht begründbaren und nicht üblichen Traditionen mit Recht auf Unverständnis, denn diese Frauen grenzen sich selbst aus und tragen dazu bei, dass ihr Verhalten wenigstens als Zeichen eines religiösen Irrationalismus, ggf. Fanatismus interpretiert werden kann – “eine Sache zwischen ihr und Allah“! Vermummung ist verdächtig, teilweise strafbar, das müssen diese Frauen zu begreifen lernen, wenn sie Toleranz einfordern, die sie selbst aus eigensüchtigen Motiven oder schlichter Dummheit den europäischen Gesellschaften nicht entgegenbringen wollen. Auch Toleranz hat Grenzen!
MfG

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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Keoma » Sa 5. Aug 2017, 18:13

Hieronymus hat geschrieben:(05 Aug 2017, 19:05)

Nun muss ich Selina aber mal beispringen. Mit der Bemerkung: “Es ist eben nicht in allen Fällen gesagt, dass damit die Trägerinnen von den Männern unterdrückt werden“ hat sie doch nicht Unrecht! Ich verweise noch einmal auf die Links des Eingangsbeitrages, die in Vergessenheit geraten sind! Z. B. die Konvertitin Nora Illi hat es auf den Punkt gebracht: “Der Gesichtsschleier sei kein Symbol des Glaubens, sondern eine Sache zwischen ihr und Allah.“ Ähnlich hat es Nada aus Doha formuliert: “Sie möchte nicht den Menschen gefallen, sondern nur Gott.“ Diese Aussagen muss man ernstnehmen! Ich kann in ihnen keineswegs eine “Unterdrückung und Abwertung“ der erwähnten Frauen erkennen, sondern nur ihre Freiwilligkeit! Freilich, ich persönlich halte gerade solche Frauen für besonders dumm, weil sie allen Ernstes glauben, sie könnten mit solchen und ähnlichen Mätzchen ihrem Allah das Paradies abhandeln. Nicht nur, dass sie ihren Gott offenbar für eine kleinkarierte Krämerseele halten, sondern auch die Leugnung der Aufklärung (bei europäischen Konvertitinnen) halte ich für äußerst seltsam.

Dass sich Frauen in muslimischen Ländern solchen unsinnigen traditionellen Praktiken unterwerfen und sie sich diese als religiöse Pflichten und als einen angeblichen Vorteil schönreden, liegt an mangelnder Bildung! Natürlich dienen dort solche erfundenen Zwänge auch der Unterdrückung der Frauen und der Aufrechterhaltung des männlich dominierten Gesellschaftsbildes in diesen Ländern. In Europa jedoch stoßen solche obsoleten, religiös nicht begründbaren und nicht üblichen Traditionen mit Recht auf Unverständnis, denn diese Frauen grenzen sich selbst aus und tragen dazu bei, dass ihr Verhalten wenigstens als Zeichen eines religiösen Irrationalismus, ggf. Fanatismus interpretiert werden kann – “eine Sache zwischen ihr und Allah“! Vermummung ist verdächtig, teilweise strafbar, das müssen diese Frauen zu begreifen lernen, wenn sie Toleranz einfordern, die sie selbst aus eigensüchtigen Motiven oder schlichter Dummheit den europäischen Gesellschaften nicht entgegenbringen wollen. Auch Toleranz hat Grenzen!

Also was jetzt - soll man jeden Unsinn,der religiös begründet wird tolerieren, oder nicht?
Wie blöd ist denn diese Aussage, der Gesichtsschleier ist kein Symbol des Glaubens, aber sie trägt ihn, weil sie Allah gefallen will?

Das grenzt an Geisteskrankheit.
Aber den Kritikern Islamophobie vorwerfen.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon gödelchen » Sa 5. Aug 2017, 18:18

Hieronymus hat geschrieben:(05 Aug 2017, 19:05)

Nun muss ich Selina aber mal beispringen. Mit der Bemerkung: “Es ist eben nicht in allen Fällen gesagt, dass damit die Trägerinnen von den Männern unterdrückt werden“ hat sie doch nicht Unrecht! Ich verweise noch einmal auf die Links des Eingangsbeitrages, die in Vergessenheit geraten sind! Z. B. die Konvertitin Nora Illi hat es auf den Punkt gebracht: “Der Gesichtsschleier sei kein Symbol des Glaubens, sondern eine Sache zwischen ihr und Allah.“ Ähnlich hat es Nada aus Doha formuliert: “Sie möchte nicht den Menschen gefallen, sondern nur Gott.“ Diese Aussagen muss man ernstnehmen! Ich kann in ihnen keineswegs eine “Unterdrückung und Abwertung“ der erwähnten Frauen erkennen, sondern nur ihre Freiwilligkeit! Freilich, ich persönlich halte gerade solche Frauen für besonders dumm, weil sie allen Ernstes glauben, sie könnten mit solchen und ähnlichen Mätzchen ihrem Allah das Paradies abhandeln. Nicht nur, dass sie ihren Gott offenbar für eine kleinkarierte Krämerseele halten, sondern auch die Leugnung der Aufklärung (bei europäischen Konvertitinnen) halte ich für äußerst seltsam.

Dass sich Frauen in muslimischen Ländern solchen unsinnigen traditionellen Praktiken unterwerfen und sie sich diese als religiöse Pflichten und als einen angeblichen Vorteil schönreden, liegt an mangelnder Bildung! Natürlich dienen dort solche erfundenen Zwänge auch der Unterdrückung der Frauen und der Aufrechterhaltung des männlich dominierten Gesellschaftsbildes in diesen Ländern. In Europa jedoch stoßen solche obsoleten, religiös nicht begründbaren und nicht üblichen Traditionen mit Recht auf Unverständnis, denn diese Frauen grenzen sich selbst aus und tragen dazu bei, dass ihr Verhalten wenigstens als Zeichen eines religiösen Irrationalismus, ggf. Fanatismus interpretiert werden kann – “eine Sache zwischen ihr und Allah“! Vermummung ist verdächtig, teilweise strafbar, das müssen diese Frauen zu begreifen lernen, wenn sie Toleranz einfordern, die sie selbst aus eigensüchtigen Motiven oder schlichter Dummheit den europäischen Gesellschaften nicht entgegenbringen wollen. Auch Toleranz hat Grenzen!


Den ersten Absatz deines Posts kannst du doch selber nicht ernst meinen/nehmen ?

Allein der Satz : " Sie möchte nicht den Menschen gefallen, sondern nur Gott " Zeigt doch wie doof die muslimisch verblendete Aufstellung ist. Diesen Satz kann die Frau dann mit dem Recht sagen, wenn sie dem alltäglichen !!! Leben mit ihrer Umwelt mit Nachbarn, Mann, Kindern, Arbeitskollegen entsagt hat und sich der Berufung als Nonne hingegeben hat.

Da sie aber meint als Normalo durch die Welt mit ihrer Verkleidung rumlaufen zu können, muss sie sich den Anspruch des Normalen (in dessen hier möglichen Bandbreite) stellen. Macht sie das nicht, ist ihre ganze Argumentation eine reine Verasche oder bewunderungswürdig krank.

Wie dumm muss ein in dem hiesigem Kontext sozialisierter kritische Geist sein, um solcher Argumentation nicht den Vogel zu zeigen. Nur deshalb ( auch auf anderen Gebieten) können die schrägen, anderswo ihre Gültigkeit behauptenden Merkmale ihre überkommene, in unseren Gefilden zu vergessenden Auswirkungen noch los lassen.
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Re: Steht der Niqab für Freiheit, Schutz und Privatheit?

Beitragvon Hieronymus » Sa 5. Aug 2017, 18:44

Billie Holiday hat geschrieben:(05 Aug 2017, 16:47)

Ok, ich versuchs mal. Ich bezweifle, dass eine Kultur oder Religion, die ihre Frauen verachtet, diese Verachtung auf die eigenen Frauen beschränkt. Dennoch hat diese Kultur nur Einfluss auf seine eigenen Frauen. Frauen aus anderen Kulturkreisen unterliegen zwar nicht dem Zwang, genießen dennoch die selbe Verachtung. Insofern wird die Frau allgemein herabgewürdigt.
Nachdem eine Familie oder eine Gesellschaft nur gut funktioniert, wenn sowohl Männer als auch Frauen ihren Job gut erledigen, bezweifel ich, dass einer ohne den anderen gut klarkommt. Sowohl Mönner, Väter als auch Frauen, Mütter verdienen Wertschätzung und Respekt.
Sie darf liebende Ehefrau sein, fürsorgliche Mama, darf den Haushalt schmeißen und der Familie ein Zuhause schaffen und zum Dank darf sie sich schamhaft verhüllen und für die Umwelt unsichtbar werden und abgeschottet von zwischenmenschlichen normalen Beziehungen zu beiden Geschlechtern?

Ich kann mich damit nicht anfreunden, für mich sind Männer und Frauen gleichwertig und gleichberechtigt, beiden gebührt Wertschätzung und nicht Herablassung.


Ich bin mir nicht sicher, ob die islamische Kultur - um die geht es ja - bzw. die Muslime insgesamt in vollem Bewusstsein und absichtlich die Frauen "verachten". So wie wir in unserer sog. christlich-abendländischen Kultur, die einen Aufklärungsprozess erlebt hat, unsere kulturellen Vorstellungen und Traditionen zwar weiterentwickelt haben, die aber heute in der Mehrheit der Bevölkerung als gegeben hingenommen und kaum noch hinterfragt werden, so scheint mir das im muslimischen Kulturkreis auch nicht anders zu sein: die Mehrheit der Muslime hinterfragt kulturelle Vorstellungen und gewisse Traditionen nicht und nimmt sie als gegeben hin. Das, was wir als "Unterdrückung/Verachtung der Frauen" wahrnehmen, nehmen Muslime als besonders bevorzugte, ehrenvolle Behandlung der Frauen wahr. Ich glaube nicht, dass der muslimische Kulturkreis von besonderer, bewusster Bösartigkeit gegenüber Frauen geprägt ist.

Was in muslimischen Ländern geschieht, werden wir respektieren müssen. In unserem eigenen Kulturkreis jedoch haben auch wir Europäer das Recht, eine Respektierung unserer kulturellen Erscheinungen und Traditionen von Menschen, die mit uns zusammenleben wollen - es zwingt sie ja niemand! -, zu erwarten. Zum Prozess der Integration gehört dann eben auch die Erkenntnis, dass "Männer und Frauen gleichwertig und gleichberechtigt" sind, was im realen Leben entsprechende Folgen hat. Das müssen alle Muslime lernen, Männer wie auch die Frauen selbst!
MfG

H.

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