Ist bei mir heute auch schon geschehn.
Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Diese Szenarien gab es historisch alle schon, denken wir nur mal an den Hayes-Code in den USA, der den Pre-Code-Film ablöste.Elmar Brok hat geschrieben:(26 Oct 2020, 10:08)
Die Schreckensszenarien, die sich hier regelmäßig ausgedacht werden, gehören genau dorthin.
So abwegig ist es nicht gerade, unter dem Begriff "Cancel Culture" waberte relativ aktuell ein Diskurs durch die Feuilletons aller namhaften Blätter. Würde sogar sagen, es ist relevanter als die "Tim und Struppi"-Rezeption, bisher.
Also Vorständler der Privatwirtschaft und deren Beauftragte. Das ist eine galante Umgehung des Rechtsstaates.Wer schreibt um/kommentiert? Der Verlag. Der Filmproduzent usw.
Da haben die Autoren und Künstler ja mal richtig Glück.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Das "Problem" dieses Beispiels dürfte sein, daß die mit "Tim und Struppi Bänden" anvisierte Zielgruppe solchen "Warnhinweisen" wohl ziemlich ratlos gegenüberstehen wird. Inklusive des Anteils der Bevölkerung, der auch im Erwachsenenalter den geistigen Entwicklungsstand von 5-10-Jährigen noch nicht überschritten hat.Elmar Brok hat geschrieben:(26 Oct 2020, 00:02)
Was ist denn jetzt das Problem an Warnhinweisen? Sollen zB die rassistischen Darstellungen in einigen Tim und Struppi Bänden kommentarlos verkauft werden?
Ich wurde im Kindergarten von "Tante Lisbeth" animiert, dieses böse Lied mitzusingen und habe über die peu à peu reduzierte Kinderschar herzlich gelacht, wie alle anderen Kinder auch. Allerdings nicht aufgrund eines abgrundtief verankerten "Rassismus", sondern wegen der phantasievollen Reduktionsmethoden, die ich ohne Weiteres auch auf mich selbst übertragen konnte, wie Kinder das halt so zu tun pflegen.
Trotz fehlender politisch-korrekter Belehrung ist aus mir rätselhafterweise keine Rassistin geworden, einige meiner besten Freunde aus meiner musikalisch aktiven Zeit sind Andersfarbig. Daß das überhaupt von Bedeutung oder gar ein Problem sein soll, wurde mir ausgerechnet von den Leuten ins Bewußtsein geschoben, die allergrößten Wert darauf legen der Welt mitzuteilen, daß das auf gar keinen Fall ein Problem sein darf.
Noch ein wunderbar zum Thema passendes Zitat eines Genies:
Wie konnte der Mann in den 50-ern des letzten Jahrhunderts so präzise unsere Gegenwart voraussagen?Stanislaw Jerzy Lec hat geschrieben:
"Ein Sodomit erregte sich beim Anblick eines Lehrbuchs der Biologie. Frage: Sollte man das Buch verbieten?"[
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
„Peter Pan“ mache sich im gleichnamigen Film ebenfalls der „kulturellen Aneignung“ schuldig, indem er mit Federschmuck behangen gemeinsam mit Indianern tanze. Dabei werde die traditionelle Kultur der indigenen Bevölkerung Amerikas oftmals nicht vielfältig genug oder falsch präsentiert, führte Disney aus".

Das sind doch genau dieselben Strolche, die sich bereits durch den Begriff "Pizza Hawaii" getriggert fühlen und deren Bedürfniss aus unerklärlichen Gründen immer wieder zu befriedigen versucht wird.
Ich meine: Sowas ist nicht einfach "Warnung von Rassismus" und klingt genauso verharmlosend wie "du bist doch für Gleichberechtigung, oder?" Ja, schon, aber als ob es wirklich nur darum ginge! Es geht in Wahrheit um viel mehr und das geht schon alles in Richtung "Haus der feministischen Kunst". Davor sollte man viel mehr warnen, als ideologiegetriebenen Idioten der Neuzeit das Ruder zu überlassen.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Du weißt also als Kind, wie die Afrikaner im Allgemeinen sind? Welche Quellen bezieht man denn da so? Du denkst, Kinder können perfekt reflektieren, dass es sich um ein Comic handelt und damit auch nicht der Realität entspricht? Das können nichtmal viele Erwachsene. Informierst du dich über jedes Thema, dass in Comics/Filmen etc thematisiert wird? Auch wenn es nur nebenbei behandelt wird? Das ist doch völlig unmöglich. Niemand zwingt dich die "Warnhinweise" zu lesen. Welchen Rassismus der anderen Seite meinst du?Billie Holiday hat geschrieben:(26 Oct 2020, 10:30)
Nein nein, du nicht. Aber offenbar alle anderen.
Als Kind hatte ich Zugriff auf die verschiedensten Bücher und Bildbände und durfte Fernsehen gucken. Mein Bild von Afrikanern wurde nicht durch Comics geprägt, ebensowenig, wie ich jemals dachte, alle Schwedinnen trügen Zöpfe, bunte Strapse und Pferde über ihren Köpfen.
Ich betrachte es als Anmaßung, mir erklären lassen zu müssen, dass der Afrikaner im Allgemeinen nicht so ist wie bei Tim und Struppi.
Ich werde fûr dumm verkauft und das gefällt mir nicht. Wenn andere sich gern als dumm und rassistisch hinstellen lassen wollen, dann meinetwegen..Vielleicht stimmt diese Einschätzung ja.
Gegen den Rassismus der Wohlmeinenden, den dummen,.armen, minderbemittelten Neger vor allem beschützen zu müssen, kommt eh nicht viel mit außer der Rassismus der anderen Seite.
Wie sieht es aus mit Warnhinweisen, wenn.Deutsche mit Dirndl und Lederhose dargestellt werden? Sollen die Friesen jetzt weinen und beschämt den Finkenwerder in den Schrank hängen?
Ein Beispiel als Versuch der Verdeutlichung. Es gibt in Dänemark einen Fußballverein, dessen Name schwierig zu schreiben ist. Über den habe ich vor vielen Jahren mal einen Artikel (zufällig) gelesen. In dem Artikel stand, dass der Verein sehr berechnend und mit Hilfe von Computern sein Team zusammenstellt. Heute spielt der Verein in der CL und immer wenn ich diesen Namen lese, denke ich als erstes an diesen Artikel und das Computer gesteuerte/auf Statistik basierende System. Diesen Artikel werde ich für immer unbewusst mit dem Verein verbinden. Überprüft habe ich diese Information nie. Stimme sie? Stimmt sie noch? Keine Ahnung. Warum sollte ich das überhaupt überprüfen? Geht auch zeitlich gar nicht. Dass du da anders vorgehst, wage ich stark zu bezweifeln.
Hast du das Comic gelesen? Da sind deutlich mehr Vorurteile und Rassismus als ein paar Klamotten drin. Würde ich nicht verharmlosen.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Schau dir mal die Quelle an, die du zitierst. Sollte genug sagen. Das sind "ideologiebetriebene Idioten der Neuzeit".Findulin hat geschrieben:(29 Oct 2020, 12:29)
„Peter Pan“ mache sich im gleichnamigen Film ebenfalls der „kulturellen Aneignung“ schuldig, indem er mit Federschmuck behangen gemeinsam mit Indianern tanze. Dabei werde die traditionelle Kultur der indigenen Bevölkerung Amerikas oftmals nicht vielfältig genug oder falsch präsentiert, führte Disney aus".
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Das sind doch genau dieselben Strolche, die sich bereits durch den Begriff "Pizza Hawaii" getriggert fühlen und deren Bedürfniss aus unerklärlichen Gründen immer wieder zu befriedigen versucht wird.
Ich meine: Sowas ist nicht einfach "Warnung von Rassismus" und klingt genauso verharmlosend wie "du bist doch für Gleichberechtigung, oder?" Ja, schon, aber als ob es wirklich nur darum ginge! Es geht in Wahrheit um viel mehr und das geht schon alles in Richtung "Haus der feministischen Kunst". Davor sollte man viel mehr warnen, als ideologiegetriebenen Idioten der Neuzeit das Ruder zu überlassen.
Ansonsten, wie gehst du mit offensichtlichem Rassismus in Filmen oder Büchern um? Einfach stehen lassen? Oder doch den Film/das Buch verbieten?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Nein, du wirst kein Rassist. Davon gibt es zum Glück wenige. Dennoch kann man rassistischen Cliches anhängen.naddy hat geschrieben:(26 Oct 2020, 11:28)
Trotz fehlender politisch-korrekter Belehrung ist aus mir rätselhafterweise keine Rassistin geworden, einige meiner besten Freunde aus meiner musikalisch aktiven Zeit sind Andersfarbig. Daß das überhaupt von Bedeutung oder gar ein Problem sein soll, wurde mir ausgerechnet von den Leuten ins Bewußtsein geschoben, die allergrößten Wert darauf legen der Welt mitzuteilen, daß das auf gar keinen Fall ein Problem sein darf.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ja? Dieses Szenario gab es schon? Und ist realistisch?DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Oct 2020, 10:58)
Diese Szenarien gab es historisch alle schon, denken wir nur mal an den Hayes-Code in den USA, der den Pre-Code-Film ablöste.
So abwegig ist es nicht gerade, unter dem Begriff "Cancel Culture" waberte relativ aktuell ein Diskurs durch die Feuilletons aller namhaften Blätter. Würde sogar sagen, es ist relevanter als die "Tim und Struppi"-Rezeption, bisher.
"Bald werden nur noch genderqueere, adipöse Lesben und entmannte Jungs in lila Latzhosen durch die Filmgegenden strolchen und für feministisch korrekte Pornos muss man mindestens das Jura-Grundstudium bestanden haben, da alle drei Sekunden nach Erlaubnis, Einwilligung und Verständnis um die Wette gestöhnt wird."
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Warum sollten Kinder wissen wollen, wie Afrikaner, Eskimos oder Lappländer in echt so sind?Elmar Brok hat geschrieben:(29 Oct 2020, 14:31)
Du weißt also als Kind, wie die Afrikaner im Allgemeinen sind? Welche Quellen bezieht man denn da so? Du denkst, Kinder können perfekt reflektieren, dass es sich um ein Comic handelt und damit auch nicht der Realität entspricht? Das können nichtmal viele Erwachsene. Informierst du dich über jedes Thema, dass in Comics/Filmen etc thematisiert wird? Auch wenn es nur nebenbei behandelt wird? Das ist doch völlig unmöglich. Niemand zwingt dich die "Warnhinweise" zu lesen. Welchen Rassismus der anderen Seite meinst du?
Ein Beispiel als Versuch der Verdeutlichung. Es gibt in Dänemark einen Fußballverein, dessen Name schwierig zu schreiben ist. Über den habe ich vor vielen Jahren mal einen Artikel (zufällig) gelesen. In dem Artikel stand, dass der Verein sehr berechnend und mit Hilfe von Computern sein Team zusammenstellt. Heute spielt der Verein in der CL und immer wenn ich diesen Namen lese, denke ich als erstes an diesen Artikel und das Computer gesteuerte/auf Statistik basierende System. Diesen Artikel werde ich für immer unbewusst mit dem Verein verbinden. Überprüft habe ich diese Information nie. Stimme sie? Stimmt sie noch? Keine Ahnung. Warum sollte ich das überhaupt überprüfen? Geht auch zeitlich gar nicht. Dass du da anders vorgehst, wage ich stark zu bezweifeln.
Hast du das Comic gelesen? Da sind deutlich mehr Vorurteile und Rassismus als ein paar Klamotten drin. Würde ich nicht verharmlosen.
Ich wußte als Kind, dass Afrikaner nicht so sind wie in Asterix dargestellt, ich hatte schon damals Sinn für Humor und Überspitzungen. Wie der einzelne Afrikaner so tickt, war mir wurscht. Keine Begegnung mit echten Menschen hat mich überrascht, dass die so ganz anders sind als bei Tim und Struppi.
Diese Warnhinweise werden auch nicht von der Zielgruppe gelesen und mich beleidigt sowas.
Andere mögen betreutes Gucken und Lesen brauchen, ich nicht.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Gänzlich frei von "Klischees" dürfte grundsätzlich niemand sein, am allerwenigsten Menschen mit geringer geistiger Durchdringungstiefe. Deren Weltbild besteht wahrscheinlich komplett aus einem Sammelsurium aller möglichen Klischees.Elmar Brok hat geschrieben:(29 Oct 2020, 14:36)
Nein, du wirst kein Rassist. Davon gibt es zum Glück wenige. Dennoch kann man rassistischen Cliches anhängen.
Aber dennoch ist selbstverständlich zu fordern, daß sich jeder um ein eigenes, auf seinen persönlichen Erfahrungen basierendes Bild der Welt bemüht. Soweit das die jeweiligen intelektuellen Möglichkeiten zulassen. Falls nicht, wird man ohne einen "guten Hirten" nicht klarkommen. War wohl schon immer so...
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Den Hayes-Code gab es auf jeden Fall. Ob es seinerzeit auch überspitzte Kritiken daran gab, da müsste man allerdings nachrecherchieren.Elmar Brok hat geschrieben:(29 Oct 2020, 14:37)
Ja? Dieses Szenario gab es schon? Und ist realistisch?
"Bald werden nur noch genderqueere, adipöse Lesben und entmannte Jungs in lila Latzhosen durch die Filmgegenden strolchen und für feministisch korrekte Pornos muss man mindestens das Jura-Grundstudium bestanden haben, da alle drei Sekunden nach Erlaubnis, Einwilligung und Verständnis um die Wette gestöhnt wird."
Mir ist nur bekannt, dass der Pre-Code-Film ambitionierter gewesen sein soll.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Sie hätten doch nur auf das Thema reagieren sollen!
Wer reinigt Ihre Wege und warum ist Lukas der Lockführer nun Pflegekraft?
Wo war Ihr Problem?
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Sorry Mods, lasst diese Laden am laufen. Das ist eben Demokratie



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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Wann wird der Koran zensiert oder mit Warnhinweisen versehen? Anders als die "rassistische" westliche Literatur werden diese Worte von einigen Irren für bare Münze genommen.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Das würde von mangelndem Respekt zeugen.Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Oct 2020, 08:09)
Wann wird der Koran zensiert oder mit Warnhinweisen versehen? Anders als die "rassistische" westliche Literatur werden diese Worte von einigen Irren für bare Münze genommen.
Geht gar nicht.
Der Gescheitere gibt nach!
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Kennst du Wayne?

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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Wenn das Verlag machen will, kann er das sehr gerne. Ist ja kein staatlicher Zwang.Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Oct 2020, 08:09)
Wann wird der Koran zensiert oder mit Warnhinweisen versehen? Anders als die "rassistische" westliche Literatur werden diese Worte von einigen Irren für bare Münze genommen.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Du warst als Kind wohl mit allen Wassern gewaschen. Wieso beleidigt dich soetwas? Was ist daran beleidigend, wenn am Anfang eines Buches auf den Kontext der Entstehung und auf aus heutiger Sicht sehr kritisch zu sehende Darstellungen hingewiesen wird? Warum sollte man sich (der Verlag/Herausgeber)nicht mit dem eignen Buch und dessen Geschichte auseinandersetzen und davon (möglicherweise) distanzieren?Billie Holiday hat geschrieben:(29 Oct 2020, 15:05)
Warum sollten Kinder wissen wollen, wie Afrikaner, Eskimos oder Lappländer in echt so sind?
Ich wußte als Kind, dass Afrikaner nicht so sind wie in Asterix dargestellt, ich hatte schon damals Sinn für Humor und Überspitzungen. Wie der einzelne Afrikaner so tickt, war mir wurscht. Keine Begegnung mit echten Menschen hat mich überrascht, dass die so ganz anders sind als bei Tim und Struppi.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Einmal sah ich ein Buch, in dem gleich zu Anfang die Autorin sich von der Verlagsdarstellung distanzierte.
Könnte ja Schule machen und die ersten zwei Seiten behandeln die jeweiligen Distanzierungen - in jeder Richtung.
Könnte ja Schule machen und die ersten zwei Seiten behandeln die jeweiligen Distanzierungen - in jeder Richtung.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Offenbar klüger, als du der Meinung bist, Kinder/Schüler seien alle blöd. Wie gesagt, ich hatte als Kind Zugriff auf viele verschiedene Bücher. Irgendwie waren Schwarze oder Chinesen oder sonstwelche Gruppen immer normale Menschen für mich.Elmar Brok hat geschrieben:(30 Oct 2020, 23:17)
Du warst als Kind wohl mit allen Wassern gewaschen. Wieso beleidigt dich soetwas? Was ist daran beleidigend, wenn am Anfang eines Buches auf den Kontext der Entstehung und auf aus heutiger Sicht sehr kritisch zu sehende Darstellungen hingewiesen wird? Warum sollte man sich (der Verlag/Herausgeber)nicht mit dem eignen Buch und dessen Geschichte auseinandersetzen und davon (möglicherweise) distanzieren?
Die Annahme, alle Leser, Konsumenten, Zuschauer seien dumm und rassistisch, stört mich sehr.
Solche Warnungen suggerieren, du bist dumm und mußt vom Verlag erstmal auf die richtige Spur gebracht werden. Niemals bist du alleine in der Lage, zu denken und Stereotypen zu erkennen.
Ich benötige keine Erklärung für überspitzte, übertriebene, rassistische oder sonstige Beschreibungen von Personengruppen.
Glaubst du ernsthaft, ein intelligenter Leser denkt nach der Lektüre von Asterix oder Tim & Struppi, ausnahmslos alle Afrikaner wären pechschwarz, hätten knallrote dicke Lippen, den Intellekt einer Fruchtfliege und würden sich freuen, dem weißen Master zu dienen?
Um eine laute Minderheit zufriedenzustellen, müssen nun alle Leser für dumm verkauft werden. Kann man mögen, muß man aber nicht.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Die Verlage machen das ja nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil Druck ausgeübt wurde und wird. Dieser Druck muss dann eben auch bei solchen Schriften ausgeübt werden.Elmar Brok hat geschrieben:(30 Oct 2020, 23:13)
Wenn das Verlag machen will, kann er das sehr gerne. Ist ja kein staatlicher Zwang.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ich habe mir zum Beispiel den Filmausschnitt auf youtube angeguckt. Harmloser Sermon, eben für Kinder gemacht. Natürlich sind das alles keine korrekten Darstellungen indianischer Kultur. Das findet man bei den Karl-May Spielen ja auch nicht. Und darum geht es auch gar nicht. In Donald-Duck-Comics wird auch nicht der Kapitalismus korrekt erklärt. Es ist eben Kinderkram, simpel gemacht, verständlich aufgebaut, mit dem Fokus auf romantische Unterhaltung und nicht auf Aufklärung. Wenn Jerry mit der Zunge von Tom einen Zelthering in die Erde schlägt, gehen wohl nicht mal Kinder davon aus, dass dies ernsthaft so gemacht wird, obwohl jegliche Warnhinweise dazu bislang fehlen.Elmar Brok hat geschrieben:(29 Oct 2020, 14:33)
Schau dir mal die Quelle an, die du zitierst. Sollte genug sagen. Das sind "ideologiebetriebene Idioten der Neuzeit".
Ansonsten, wie gehst du mit offensichtlichem Rassismus in Filmen oder Büchern um? Einfach stehen lassen? Oder doch den Film/das Buch verbieten?
Kein Kind muss bei Dingen wie Zeichentrick wissen, wie Afrikaner wirklich sind. Und kaum ein Erwachsener bleibt bei einem Weltbild, was ihm Peter Pan und Lucky Luke einst vermittelt haben, was im übrigen äußerstenfalls romantisch-verklärt und verkitscht, aber nicht gleich rassistisch ist.Elmar Brok hat geschrieben:(29 Oct 2020, 14:31)
Du weißt also als Kind, wie die Afrikaner im Allgemeinen sind? Welche Quellen bezieht man denn da so? Du denkst, Kinder können perfekt reflektieren, dass es sich um ein Comic handelt und damit auch nicht der Realität entspricht? Das können nichtmal viele Erwachsene. Informierst du dich über jedes Thema, dass in Comics/Filmen etc thematisiert wird? Auch wenn es nur nebenbei behandelt wird? Das ist doch völlig unmöglich. Niemand zwingt dich die "Warnhinweise" zu lesen. Welchen Rassismus der anderen Seite meinst du?
(...)
Hast du das Comic gelesen? Da sind deutlich mehr Vorurteile und Rassismus als ein paar Klamotten drin. Würde ich nicht verharmlosen.
Und natürlich bin ich gegen Rassismus. Aber nicht nur. Auch gegen Schwachsinn.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Das sehe ich ganz ähnlich. Eine Vortragsankündigung, in der darauf hingewiesen bzw. in der sogar "gewarnt" wird, dass die Vortragende rassistische Begriffe verwenden wird, also zum Beispiel:Billie Holiday hat geschrieben:(31 Oct 2020, 09:46)
Offenbar klüger, als du der Meinung bist, Kinder/Schüler seien alle blöd. Wie gesagt, ich hatte als Kind Zugriff auf viele verschiedene Bücher. Irgendwie waren Schwarze oder Chinesen oder sonstwelche Gruppen immer normale Menschen für mich.
Die Annahme, alle Leser, Konsumenten, Zuschauer seien dumm und rassistisch, stört mich sehr.
Solche Warnungen suggerieren, du bist dumm und mußt vom Verlag erstmal auf die richtige Spur gebracht werden. Niemals bist du alleine in der Lage, zu denken und Stereotypen zu erkennen.
Ich benötige keine Erklärung für überspitzte, übertriebene, rassistische oder sonstige Beschreibungen von Personengruppen.
Glaubst du ernsthaft, ein intelligenter Leser denkt nach der Lektüre von Asterix oder Tim & Struppi, ausnahmslos alle Afrikaner wären pechschwarz, hätten knallrote dicke Lippen, den Intellekt einer Fruchtfliege und würden sich freuen, dem weißen Master zu dienen?
https://www.deutschlandfunknova.de/beit ... ucksformenInhaltlicher Hinweis: In dem Vortrag zitiert Kristin Wardetzky aus Werken der Weltliteratur, die rassistische Formulierungen und Vorstellungen beinhalten.
ist für mich eine absolute Provokation. Man hält die Zuhörer ersteinmal für Kindergartenkinder. Der angekündigte Vortrag über "Erzählkunst" war denn auch nicht im allerentferntesten rasssistisch. Ganz im Gegenteil! Es ging u.a. um die Herkunft von "Erzählkunst" aus dem arabisch-persischen Raum und den großen Einfluss dieser Erzählkunst auf die Kultur in Europa.
Der Sender (DLF Nova) und die Reihe richtet sich ziemlich klar an ein studentisches Publikum. Haltet dieses Publikum doch nicht für dummköpfig! Die können und sollen vor allem die Verwendung solcher Begriffe auch einordnen.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Wenn du bedenkst, dass mittlerweile in offiziellen Regierungsdokumenten eine Bevölkerungsgruppe dazu aufgefordert wird, "die Klappe zu halten" und es jüngst zu Boykottaufrufen von Werken und Produkten kommt, weil sie von Männern stammen (Frauen! Wehrt euch! Kauft nicht bei Männern!Elmar Brok hat geschrieben:(29 Oct 2020, 14:37)
Ja? Dieses Szenario gab es schon? Und ist realistisch?
"Bald werden nur noch genderqueere, adipöse Lesben und entmannte Jungs in lila Latzhosen durch die Filmgegenden strolchen und für feministisch korrekte Pornos muss man mindestens das Jura-Grundstudium bestanden haben, da alle drei Sekunden nach Erlaubnis, Einwilligung und Verständnis um die Wette gestöhnt wird."

Kümmer dich mal lieber um sowas.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ja. Und in Bezug auf "Denkmäler" heißt das: Ein Thälmann-Denkmal etwa gehört in ein Museum bevor es zugesprüht oder "geköpft" wird. Und dazu gehört eine kritische, sachliche Darstellung der Person und natürlich auch der Ästhetik der Denkmalsgestaltung. Und das gilt natürlich auch für Rassisten, die belgische Königsfamilie oder irgendwelche Sklavenhaltertumsbefürworter.DarkLightbringer hat geschrieben:(30 Oct 2020, 23:24)
Einmal sah ich ein Buch, in dem gleich zu Anfang die Autorin sich von der Verlagsdarstellung distanzierte.
Könnte ja Schule machen und die ersten zwei Seiten behandeln die jeweiligen Distanzierungen - in jeder Richtung.
Ein aktuelles Essay zum Thema macht deutlich: Denkmäler sind eigentlich dazu da, die Menschen vom kritischen Umgang mit Geschichte abzuhalten. Ein Denkmal Friedrichs des Zweiten oder Bismarcks übernimmt gewissermaßen für die Menschen, die daran vorbeigehen die Aufgabe, über F2 oder Bismarck nachzudenken.
Die Autorin, die (ich glaube eigentlich amerikanische) Kunsthistorikerin Julia Pelta Feldman kommt am Ende ihres Essays auf das wiederaufgebaute Berliner Stadtschloss als "Humboldt-Forum" und den dortigen ehemaligen "Palast der Republik" der DDR zu sprechen.
Ihr Vorschlag: Man solle am Folgetag der Fertigstellung des Stadtschlosses mit dem Wieder-Abriss des Gebäudes (als öffentliches Ereignis) beginnen. Dann weitermachen bis man eine freie Fläche hat. Und dann den Republikspalast wieder aufbauen. Und wenn der fertig ist, diesen beginnen (als wiederum öffentliches Ereignis) wieder abzureißen. Dann das Stadtschloss wieder aufbauen usw. usf. .... Ich meine ... das kostet schon was. Aber dieser Vorschlag war mir in seiner Radikalität und seiner logischen Konsistenz, das muss ich sagen, ungemein sympatisch. Alle Achtung!
Du kannst nämlich in Wirklichkeit nicht irgendeine Sicht auf die Geschichte festhalten und diese Sicht ein für allemal konservieren.
https://www.deutschlandfunk.de/bilderst ... _id=486082
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Den Artikel hatte ich auch gelesen. Schon die Überschrift ist falsch, denn nicht unsere Denkmäler lassen uns im Stich, wir lassen unsere Denkmäler im Stich. Und ja, da stehen auch Denkmäler für Typen rum, die aus heutiger Sicht keines verdient hätten, aber auch diese Typen haben zur Entwicklung unserer Gesellschaft beigetragen. Und indem wir diese Denkmäler stürzen, legen wir auch Hand an unsere Gesellschaftsordnung, denn die fiel nicht vom Himmel, sondern musste in vielen Jahrhunderten erst hart erkämpft werden.
Der "Bildersturm" trägt nur zur Geschichtsvergessenheit bei und macht den Weg frei, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Nicht, dass das heutzutage noch oft genug geschehen würde (siehe das EU-Mausoleum für den Terroristen Arafat), aber ohne Mahnmale der Vergangenheit geht alles noch schneller. Man muss die Geschichte hinter den Denkmälern erklären, das ist in Zeiten des Bildungsnotstandes wichtiger denn je, dann kann auch keine "Verherrlichung" stattfinden, wie die Autorin meint.
Der "Bildersturm" trägt nur zur Geschichtsvergessenheit bei und macht den Weg frei, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Nicht, dass das heutzutage noch oft genug geschehen würde (siehe das EU-Mausoleum für den Terroristen Arafat), aber ohne Mahnmale der Vergangenheit geht alles noch schneller. Man muss die Geschichte hinter den Denkmälern erklären, das ist in Zeiten des Bildungsnotstandes wichtiger denn je, dann kann auch keine "Verherrlichung" stattfinden, wie die Autorin meint.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ein sich wiederholender Aufbau- und Zerstörungsakt hätte etwas von Nietzsche.schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Nov 2020, 05:19)
Ja. Und in Bezug auf "Denkmäler" heißt das: Ein Thälmann-Denkmal etwa gehört in ein Museum bevor es zugesprüht oder "geköpft" wird. Und dazu gehört eine kritische, sachliche Darstellung der Person und natürlich auch der Ästhetik der Denkmalsgestaltung. Und das gilt natürlich auch für Rassisten, die belgische Königsfamilie oder irgendwelche Sklavenhaltertumsbefürworter.
Ein aktuelles Essay zum Thema macht deutlich: Denkmäler sind eigentlich dazu da, die Menschen vom kritischen Umgang mit Geschichte abzuhalten. Ein Denkmal Friedrichs des Zweiten oder Bismarcks übernimmt gewissermaßen für die Menschen, die daran vorbeigehen die Aufgabe, über F2 oder Bismarck nachzudenken.
Die Autorin, die (ich glaube eigentlich amerikanische) Kunsthistorikerin Julia Pelta Feldman kommt am Ende ihres Essays auf das wiederaufgebaute Berliner Stadtschloss als "Humboldt-Forum" und den dortigen ehemaligen "Palast der Republik" der DDR zu sprechen.
Ihr Vorschlag: Man solle am Folgetag der Fertigstellung des Stadtschlosses mit dem Wieder-Abriss des Gebäudes (als öffentliches Ereignis) beginnen. Dann weitermachen bis man eine freie Fläche hat. Und dann den Republikspalast wieder aufbauen. Und wenn der fertig ist, diesen beginnen (als wiederum öffentliches Ereignis) wieder abzureißen. Dann das Stadtschloss wieder aufbauen usw. usf. .... Ich meine ... das kostet schon was. Aber dieser Vorschlag war mir in seiner Radikalität und seiner logischen Konsistenz, das muss ich sagen, ungemein sympatisch. Alle Achtung!
Du kannst nämlich in Wirklichkeit nicht irgendeine Sicht auf die Geschichte festhalten und diese Sicht ein für allemal konservieren.
https://www.deutschlandfunk.de/bilderst ... _id=486082
Nietzsche prophezeite eine europäische Wertkrise, durch welche sich die Selbstüberwindung des Nihilismus von „Willen zum Nichts“ zum Wollen der ewigen Wiederkehr umkehren sollte, und zwar umgewandelt zu einer dionysischen Bejahung der „Fatalität alles dessen, was war und was sein wird“.
Über das Amor-Fati-Konzept: https://de.wikipedia.org/wiki/Amor_fati
Die Frage ist halt, wer das machen soll - die spontane Bürgerwehr der Bilder- und Schrifttumsstürmer oder aber eine demokratische Institution?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Im Sinne eines "Jasagens zum Verhängnis" kann ich der Liebe zum Schicksal nix bis gar nix abgewinnen. Ich halte die soziale Wirklichkeit des Menschen für mehr und mehr konstruierbar, selbstgestaltbar. Nicht in dem Sinne, dass man dies irgendwie empirisch nachweisen könnte oder sollte ... man muss es einfach praktizieren.DarkLightbringer hat geschrieben:(01 Nov 2020, 08:48)
Ein sich wiederholender Aufbau- und Zerstörungsakt hätte etwas von Nietzsche.
Über das Amor-Fati-Konzept: https://de.wikipedia.org/wiki/Amor_fati
Die Frage ist halt, wer das machen soll - die spontane Bürgerwehr der Bilder- und Schrifttumsstürmer oder aber eine demokratische Institution?
Nur ein Beispiel und weil das auch zum Thema passt: Ich besorge mir einen schön abgetragenen Anzug mit leicht ausgebeulten Hosen und spiele mit zwei oder drei Freunden Musik im Stile Django Reinhardts. Und wir nennen uns "ein Zigeunerquartett" oder "-trio". Ganz bewusst. Nicht, weil wir den Begriff "Zigeuner" als Verächtlichmachung verstehen sondern als Strategie der Selbstermächtigung. Selbstermächtigung bis dahin, als Nichtroma zum Zigeuner zu werden. Das wird alle möglichen Leute ärgern. Tatsächliche Roma zuallererst. Die eine ziemlich genaue Vorstellung ihrer jeweiligen Herkunft haben. Es soll ein kleiner Beitrag zu dem Vorhaben sein, dass am Ende niemand mehr weiß wer wer und was was ist.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Die meisten Entscheidungen werden durch Druck beeinflusst und es ist offensichtlich kein staatlicher Druck.Tom Bombadil hat geschrieben:(31 Oct 2020, 10:28)
Die Verlage machen das ja nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil Druck ausgeübt wurde und wird. Dieser Druck muss dann eben auch bei solchen Schriften ausgeübt werden.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ja, es wird Druck von einer relativ kleinen Menge von Leuten gemacht, die sich sehr gut darauf verstehen, wo und wie sie viel Lärm machen müssen, um ihre Meinung durchsetzen zu können.Elmar Brok hat geschrieben:(09 Nov 2020, 12:01)
Die meisten Entscheidungen werden durch Druck beeinflusst und es ist offensichtlich kein staatlicher Druck.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ja, Kennedy war bekanntlich auch plötzlich ein Berliner, und aus Sägemehl oder aus sonstigem pflanzlichen Zeugs kann man auch Steaks, also Fleisch "zaubern". Anything goes.schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Nov 2020, 20:29)
Du kannst aus eigenem Entschluss heraus deine Herkunft genauso wählen wie dein soziales Geschlecht.
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Und dann löst sich das ganze schöne Spiel, dass wir Leben nennen, in totaler Beliebigkeit auf. Weil einige Superschlaue völlig übersehen haben, dass das Leben aus Unterschieden (auch Polaritäten genannt) besteht.schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Nov 2020, 20:29)
Den Bewohnern von Regionen mit Konflikten zwischen verfeindeten Bevölkerungsgruppen, vor allem den jungen, möchte man das wünschen: Du bist nicht dazu verurteilt Serbe zu sein, Armenierin zu sein. Du kannst aus eigenem Entschluss heraus deine Herkunft genauso wählen wie dein soziales Geschlecht.
Warum können wir uns nicht einfach an unserer großartigen Unterschiedlichkeit erfreuen und uns dafür schätzen, statt uns zu dissen? Wäre ja evtl. auch ne Lösung?
Ich brauch keine Frau, der morgen einfällt, dass sie eigentlich ein Mann ist.
Und ich möchte auch nicht nach Tahiti reisen um dort von den Bewohnern zu hören, dass sie seit letzter Woche eigentlich Ostdeutsche sind


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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ich kann meine Herkunft frei wählen?schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Nov 2020, 20:29)
Im Sinne eines "Jasagens zum Verhängnis" kann ich der Liebe zum Schicksal nix bis gar nix abgewinnen. Ich halte die soziale Wirklichkeit des Menschen für mehr und mehr konstruierbar, selbstgestaltbar. Nicht in dem Sinne, dass man dies irgendwie empirisch nachweisen könnte oder sollte ... man muss es einfach praktizieren.
Nur ein Beispiel und weil das auch zum Thema passt: Ich besorge mir einen schön abgetragenen Anzug mit leicht ausgebeulten Hosen und spiele mit zwei oder drei Freunden Musik im Stile Django Reinhardts. Und wir nennen uns "ein Zigeunerquartett" oder "-trio". Ganz bewusst. Nicht, weil wir den Begriff "Zigeuner" als Verächtlichmachung verstehen sondern als Strategie der Selbstermächtigung. Selbstermächtigung bis dahin, als Nichtroma zum Zigeuner zu werden. Das wird alle möglichen Leute ärgern. Tatsächliche Roma zuallererst. Die eine ziemlich genaue Vorstellung ihrer jeweiligen Herkunft haben. Es soll ein kleiner Beitrag zu dem Vorhaben sein, dass am Ende niemand mehr weiß wer wer und was was ist.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Wir nennem Sie dann Pocahontas.
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Es geschieht jedoch durch staatliche Ermächtigung, denn die Besetzung von bestimmten Posten an den Universitäten, die Schaffung bestimmter Lehrstühle und Stellen auch im staatlichen Bereich von Schulverwaltungen und Ministerien, liegt all dem zugrunde. Ohne diese staatliche Handreichung ginge da nichts.Elmar Brok hat geschrieben:(09 Nov 2020, 12:01)
Die meisten Entscheidungen werden durch Druck beeinflusst und es ist offensichtlich kein staatlicher Druck.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Zusammen mit meinem typisch friesischen Vornamen eine schöne Kombination.

Darf ich eigentlich mit in die Männerumkleide der Schwimmer und Leichtathleten, wenn ich mich zur Abwechslung mal als Mann fühle? *schnurrrrr*

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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Nein!! Weil diese Männer sich höchstwahrscheinlich gerade als Frau fühlenBillie Holiday hat geschrieben:(09 Nov 2020, 13:45)
Darf ich eigentlich mit in die Männerumkleide der Schwimmer und Leichtathleten, wenn ich mich zur Abwechslung mal als Mann fühle? *schnurrrrr*

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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Du magst das für absurd halten. Aber es ist einfach so, dass die Geschichte schneller voranschreitet, als es die Gewöhnungsphasen der meisten Menschen sind. Möglicherweise wird es noch eher ein KI-Programm geben, dass zumindest verbal eine authentische Sioux-Abstammung generiert als dass Du dies als Mensch irgendwie glaubhaft machen kannst.Billie Holiday hat geschrieben:(09 Nov 2020, 13:20)
Ich kann meine Herkunft frei wählen?Cool. Ok, dann stamme ich von den Sioux in South Dakota ab. Klingt auch spannender als wenn ich sagen würde, ich sei beurkundet und mit Zeugen in Lübeck geboren.
Wie öde ist das denn.
Dieses Argument eines kulturellen "Einheitsbreis" ist so völlig abgegriffen und tausendfach widerlegt ... Darauf gehe ich nicht weiter ein. Stichwort "Neue Rechte" und "Ethnopluralismus".
Was wirklich beunruhigend ist: Das ganze Gerede von der Prägung durch die kulturelle Herkunft ... von der Prägung durch die Zugehörigkeit zu irgendeiner "Kultur" ... es handelt sich schlichtweg um eine Renaissance derselben Art von Rassismus wie vielleich Ende des 19. Jahrhunderts. Dass sie eben so sind, die Schwarzen, die Zigeuner, dass er eben so sei "Der Russe", "Der Jude" ... und das wir eben so sind. Anders eben. Besser in der Regel. Der Rassismus wird nur eben anders kodiert: Nicht über Blut und Genetik sondern vornehmer: über "Kultuuhr". Es ist ansonsten genau dasselbe. Im günstigsten Falle wird die Auf- oder Abwertung herausgenommen.Alle sind kulturgeprägt, aber das sei gut so, solange sie sich in ihren Habitaten aufhalten. Der Mensch, anthropologisch gesehen ist aber ein Selbstentscheider, ein freies Wesen. Dass man über statistische Untersuchungen zu gewissen Korrelationen kommt, spricht überhaupt nicht dagegen. Statistisch gesehen sind die Kinder von weniger gebildeten Menschen tendenziell eher übergewichig. Ja. Und? "Sind sie so" ... die Ungebildeten. Wirklich? Ist man als Kind eines formal ungebildeten Menschen zur Übergewichtigkeit quasi verurteilt?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ich glaube, du bist ein bißchen überkandidelt.schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Nov 2020, 10:39)
Du magst das für absurd halten. Aber es ist einfach so, dass die Geschichte schneller voranschreitet, als es die Gewöhnungsphasen der meisten Menschen sind. Möglicherweise wird es noch eher ein KI-Programm geben, dass zumindest verbal eine authentische Sioux-Abstammung generiert als dass Du dies als Mensch irgendwie glaubhaft machen kannst.
Dieses Argument eines kulturellen "Einheitsbreis" ist so völlig abgegriffen und tausendfach widerlegt ... Darauf gehe ich nicht weiter ein. Stichwort "Neue Rechte" und "Ethnopluralismus".
Was wirklich beunruhigend ist: Das ganze Gerede von der Prägung durch die kulturelle Herkunft ... von der Prägung durch die Zugehörigkeit zu irgendeiner "Kultur" ... es handelt sich schlichtweg um eine Renaissance derselben Art von Rassismus wie vielleich Ende des 19. Jahrhunderts. Dass sie eben so sind, die Schwarzen, die Zigeuner, dass er eben so sei "Der Russe", "Der Jude" ... und das wir eben so sind. Anders eben. Besser in der Regel. Der Rassismus wird nur eben anders kodiert: Nicht über Blut und Genetik sondern vornehmer: über "Kultuuhr". Es ist ansonsten genau dasselbe. Im günstigsten Falle wird die Auf- oder Abwertung herausgenommen.Alle sind kulturgeprägt, aber das sei gut so, solange sie sich in ihren Habitaten aufhalten. Der Mensch, anthropologisch gesehen ist aber ein Selbstentscheider, ein freies Wesen. Dass man über statistische Untersuchungen zu gewissen Korrelationen kommt, spricht überhaupt nicht dagegen. Statistisch gesehen sind die Kinder von weniger gebildeten Menschen tendenziell eher übergewichig. Ja. Und? "Sind sie so" ... die Ungebildeten. Wirklich? Ist man als Kind eines formal ungebildeten Menschen zur Übergewichtigkeit quasi verurteilt?

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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Es IST absurd, sogar noch absurder als das "gefühlte Geschlecht". Das ist verkopfter Schwachsinn von Leuten, die sonst keinerlei Probleme mehr haben, aber unbedingt welche brauchen, nichts anderes.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Du mußt aber zugeben, dieser verschwurbelte Text muß fûr jeden Pseudointellektuellen äußerst beeindruckend sein.Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Nov 2020, 11:20)
Es IST absurd, sogar noch absurder als das "gefühlte Geschlecht". Das ist verkopfter Schwachsinn von Leuten, die sonst keinerlei Probleme mehr haben, aber unbedingt welche brauchen, nichts anderes.
Was zum Henker bedeutet das?Möglicherweise wird es noch eher ein KI-Programm geben, dass zumindest verbal eine authentische Sioux-Abstammung generiert als dass Du dies als Mensch irgendwie glaubhaft machen kannst.
Hast du dir denn schon eine coole Herkunft ausgedacht?

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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Sag das nicht zu laut, sonst scheint auch noch das daylight hier hin!Billie Holiday hat geschrieben:(10 Nov 2020, 12:24)
Du mußt aber zugeben, dieser verschwurbelte Text muß fûr jeden Pseudointellektuellen äußerst beeindruckend sein.
Was zum Henker bedeutet das?
Hast du dir denn schon eine coole Herkunft ausgedacht?Ich bin mit meiner ganz zufrieden.

"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Dass man einem Kaspar Hauser heute per Neuroimplantat eine Herkunft "aufspielen" könnte, sodass er nicht wie seinerzeit vollkommen orientierungslos durch die Welt laufen müsste.
Völkermörder wie die Nazis müssten dann, wenn sie nach ihrer Niederlage ins Exil gehen, keine Gesichtsoperationen mehr machen, sondern würden sich so ein Implantat mit einer neuen Herkunft, also einer tatsächlichen neuen Identität, beschaffen: Sie können es dann gar nicht gewesen sein.
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Das haben Sie aber sehr zurückhaltend formuliert. Könnte ich nicht. Kompliment.

Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Wenn allerdings sein IQ nicht gleichzeitig auf Zimmertemperatur abgesenkt wird, dürfte diese Selbstwahrnehmung irgendwann mit der Realität kollidieren.Stoner hat geschrieben:(10 Nov 2020, 12:55)
Dass man einem Kaspar Hauser heute per Neuroimplantat eine Herkunft "aufspielen" könnte, sodass er nicht wie seinerzeit vollkommen orientierungslos durch die Welt laufen müsste.

"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Der Druck geht also von Professoren aus?Stoner hat geschrieben:(09 Nov 2020, 13:36)
Es geschieht jedoch durch staatliche Ermächtigung, denn die Besetzung von bestimmten Posten an den Universitäten, die Schaffung bestimmter Lehrstühle und Stellen auch im staatlichen Bereich von Schulverwaltungen und Ministerien, liegt all dem zugrunde. Ohne diese staatliche Handreichung ginge da nichts.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Bitte geh doch auf meinen Beitrag ein. Oder antworte halt nicht. Aber das was du schreibst, hat nur in sehr wenigen Punkten einen Bezug zu meinen Punkten. Du argumentierst hier nicht gegen mich, da du gegen Positionen argumentierst, die offensichtlich nicht meine sind.Billie Holiday hat geschrieben:(31 Oct 2020, 09:46)
Offenbar klüger, als du der Meinung bist, Kinder/Schüler seien alle blöd. Wie gesagt, ich hatte als Kind Zugriff auf viele verschiedene Bücher. Irgendwie waren Schwarze oder Chinesen oder sonstwelche Gruppen immer normale Menschen für mich.
Die Annahme, alle Leser, Konsumenten, Zuschauer seien dumm und rassistisch, stört mich sehr.
Solche Warnungen suggerieren, du bist dumm und mußt vom Verlag erstmal auf die richtige Spur gebracht werden. Niemals bist du alleine in der Lage, zu denken und Stereotypen zu erkennen.
Ich benötige keine Erklärung für überspitzte, übertriebene, rassistische oder sonstige Beschreibungen von Personengruppen.
Glaubst du ernsthaft, ein intelligenter Leser denkt nach der Lektüre von Asterix oder Tim & Struppi, ausnahmslos alle Afrikaner wären pechschwarz, hätten knallrote dicke Lippen, den Intellekt einer Fruchtfliege und würden sich freuen, dem weißen Master zu dienen?
Um eine laute Minderheit zufriedenzustellen, müssen nun alle Leser für dumm verkauft werden. Kann man mögen, muß man aber nicht.
Ist "Rauchen kann tödlich sein" auch ein für dumm verkaufen der Leute?
Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Haben die Macht? Oder liefern die nur die (pseudo)wissenschaftliche Grundlage?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Völlig unterschiedlich.Stoner hat geschrieben:(10 Nov 2020, 17:13)
Haben die Macht? Oder liefern die nur die (pseudo)wissenschaftliche Grundlage?
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Ich bin auf deine Frage eingegangen, und habe dargelegt, warum mich diese Maßnahmen der Verlage stören. Gut, du siehst es anders oder hast mich nicht verstanden.Elmar Brok hat geschrieben:(10 Nov 2020, 17:03)
Bitte geh doch auf meinen Beitrag ein. Oder antworte halt nicht. Aber das was du schreibst, hat nur in sehr wenigen Punkten einen Bezug zu meinen Punkten. Du argumentierst hier nicht gegen mich, da du gegen Positionen argumentierst, die offensichtlich nicht meine sind.
Ist "Rauchen kann tödlich sein" auch ein für dumm verkaufen der Leute?
Dass Alkohol, Drogen und Zigaretten gefährlich, gesundheitsschädlich und manchmal tödlich sind, sollte man wissen, wenn man zur Schule gegangen ist und in den Medien nicht nur Bauer sucht Frau anguckt.
Mag ja sein, dass alle anderen froh sind, auf Stereotype hingewiesen zu werden, ich empfinde es als Anmaßung und Herabwürdigung meines Intellektes, mir mitteilen lassen zu müssen, dass nicht alle Schwarzen dummdämlich sind.
Ich würde höchstens bei Kinderbüchern z.B. Pippis Negerkönig beibehalten und unter einer Fußnote anmerken, dass dieser Begriff heute nicht mehr gebräuchlich ist, da rassistisch. Als Erwachsene will ich nicht auf etwas hingewiesen werden, was ich weiß.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?
Du meintest unter anderem, dass ich behaupten würde, Schüler/Kinder seien alle blöd/dumm. Oder dass ich davon ausgehen würde, alle Leser seien rassistisch etc.Billie Holiday hat geschrieben:(10 Nov 2020, 17:19)
Ich bin auf deine Frage eingegangen, und habe dargelegt, warum mich diese Maßnahmen der Verlage stören. Gut, du siehst es anders oder hast mich nicht verstanden.
Dass Alkohol, Drogen und Zigaretten gefährlich, gesundheitsschädlich und manchmal tödlich sind, sollte man wissen, wenn man zur Schule gegangen ist und in den Medien nicht nur Bauer sucht Frau anguckt.
Mag ja sein, dass alle anderen froh sind, auf Stereotype hingewiesen zu werden, ich empfinde es als Anmaßung und Herabwürdigung meines Intellektes, mir mitteilen lassen zu müssen, dass nicht alle Schwarzen dummdämlich sind.
Ich würde höchstens bei Kinderbüchern z.B. Pippis Negerkönig beibehalten und unter einer Fußnote anmerken, dass dieser Begriff heute nicht mehr gebräuchlich ist, da rassistisch. Als Erwachsene will ich nicht auf etwas hingewiesen werden, was ich weiß.
Verstehe ich dich richtig, dass du also keine Pflicht siehst, Tabak-Verpackungen mit "Rauchen kann tödlich sein" zu versehen? Empfindest du dass dann auch als nervig? und anmaßend?
Ich verstehe halt nicht das Problem, z.B. in einem Vorwort ein Werk zu kommentieren und einzuordnen. Möglicherweise sich auch zu distanzieren. Dass explizite Warnhinweise in Filmen da schon mehr stören, kann ich nachvollziehen. Habe das tbh auch noch nicht in der Praxis gesehen. Also wenig Ahnung, wie dies umgesetzt wird.