Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

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frems
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Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von frems »

Als Teil ihrer europäischen Mobilitätsinitiative plant die EU-Kommission eine jährliche Pflichtinspektion von Autos, die älter als zehn Jahre sind. Ziel sei es, die Zahl an Verkehrstoten drastisch zu senken. [...]

Bevor die Regeln in Kraft treten können, müssen noch das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten zustimmen. [...]

In vielen europäischen Ländern ist die jährliche Kontrolle älterer Wagen bereits Pflicht - in Deutschland jedoch nicht.
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Labskaus!

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SaintEx
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von SaintEx »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Ich empfinde die seit Jahrzehnten praktizierte Vorgehensweise in Deutschland überhaupt nicht als rückständig, fühle mich damit sehr sicher und sehe hier keinerlei Änderungsbedarf.
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Cobra9
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Cobra9 »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Die aktuellen Regelungen zum Thema Tüv sind im PKW Bereich voll ausreichend, allerdings sollte man mal andere Bewegungsmittel auch so püfen :)
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JJazzGold
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von JJazzGold »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Ein Mercedes Benz ist nach zehn Jahren wie neu, ein Suzuki, zumindest die Serie, die Freunde fahren, generalüberholungsreif.
Insofern ist es Unsinn, nach dem Alter zu gehen.
Eine jährliche Untersuchung sollte sich am Verschleiß und somit am Kilometerstand orientieren.
Ab 100 000 gefahrenen Kilometern eine jährliche Untersuchung.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Bartholomäus »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Ich fände es erstaunlich, wenn technische Mängel an älteren Autos eine häufige Ursache von Unfällen mit tödlichem Ausgang oder Schwerverletzen sind. Es heißt auch nur, daß häufigere Prüfintervall "könne maßgeblich zur Unfallvermeidung beitragen". M.E. eine etwas dürftige Begründung. Wichtiger fände ich da eine regelmäßige Überprüfung der Fahrer. Das wäre aber wohl politischer Selbstmord.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Maikel »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Dazu heißt es ja, ältere Autos seien öfter in Unfälle verwickelt.
Mich würde dabei interessieren, ob das in den Ländern, die jetzt schon die jährliche Untersuchung vorschreiben, nicht der Fall ist.
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Jeder Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen gelingen.
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Claud
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Claud »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Bezogen auf Unfälle fehlt mir nen bissle die argumentative Basis.

Wenn ältere Autos vermehrt an Unfällen beteiligt sein sollen, stellt sich ja die Frage, warum und könnte eine jährliche Prüfung etwas daran ändern?

Liegt es beispielsweise an fehlenden Assistenz und Sicherheitssystemen oder konstruktionaler natur, dann ändert die Prüfung daran nichts. Wenn es nicht daran liegt, woran dann? Ältere Autos neigen zu mehr Pannen, führt dies aber auch mit zu vermehrten Unfallhäufigkeit?

Mich würde dahingehend auch interessieren, wie ausgewogen dies alles auf den Punkt eingeht, dass das Durchschnittsalter von Fahrzeugen von Jahr zu Jahr steigt. Sowohl in der statistischen Erfassung, als auch Bewertung.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Schaumburg »

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie absolut überflüssig die EU ist.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?

Die Frage ist ja, ob sich der Verschleiß besser durch das Alter der Fahrzeuge, oder durch die gefahrenen Kilometer bestimmen läßt.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

JJazzGold hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 08:21 Ein Mercedes Benz ist nach zehn Jahren wie neu, ein Suzuki, zumindest die Serie, die Freunde fahren, generalüberholungsreif.
Insofern ist es Unsinn, nach dem Alter zu gehen.
Eine jährliche Untersuchung sollte sich am Verschleiß und somit am Kilometerstand orientieren.
Ab 100 000 gefahrenen Kilometern eine jährliche Untersuchung.
Genau so sehe ich das auch.
Natürlich kann man einwenden, das Gummi altert und Stahl rostet, auch ohne das das Fahrzeug bewegt wird,
aber das würde ja auch in einem Intervall von zwei Jahren behoben werden, und dann weitaus mehr als zwei Jahre benötigen,
um wieder zu verschleißen.
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JJazzGold
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von JJazzGold »

Drehrumbum hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 22:19 Genau so sehe ich das auch.
Natürlich kann man einwenden, das Gummi altert und Stahl rostet, auch ohne das das Fahrzeug bewegt wird,
aber das würde ja auch in einem Intervall von zwei Jahren behoben werden, und dann weitaus mehr als zwei Jahre benötigen,
um wieder zu verschleißen.
Ich habe Ihren Beitrag auch gerade gelesen.
Wir sind einer Meinung, dass Verschleiß, sprich gefahrene Kilometer und nicht das Alter des Fahrzeugs ausschlaggebend für eine eventuelle Überprüfung im engeren Zeitrahmen ist.
:thumbup:
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von schokoschendrezki »

frems hat geschrieben: Freitag 25. April 2025, 18:21 https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-100.html

An sich ja schon bedenklich, dass Deutschland hier auch wieder rückständiger als andere europäische Länder ist. Aber was meint die Userschaft? Sind diese zehn Jahre für eine jährliche Untersuchung ausreichend? Oder lieber schon früher?
Ob zehn Jahre ausreichend sind, weiß ich nicht. Aber eine Untersuchungspflicht ist für mich persönlich nicht nur völlig in
Ordnung sondern eine gute Sache. Ich vergesse sonst, dass man da vielleicht mal schauen sollte.

Eine Untersuchungspflicht ist auf jeden Fall besser als ständige Neuanschaffungen. In den meisten Fällen ist die Verwendung dessen, was man hat ökologisch besser als eine Neuanschaffung. Selbst wenn das Neuangeschaffte effizienter und umweltverträglicher läuft. Weil man die Kosten der Neuerzeugung berücksichigen muss. Oder genauer: Die ökologischen Kosten der ganzen Neuerzeugungszyklen. Ausstieg ist noch besser. Zurück zum Fahrrad. Und vor allem: Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von schokoschendrezki »

Drehrumbum hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 22:11 Die Frage ist ja, ob sich der Verschleiß besser durch das Alter der Fahrzeuge, oder durch die gefahrenen Kilometer bestimmen läßt.
Ich glaube,selbst als Auto-Idiot wäre ich zur Not in der Lage, die Anzeige der gefahrenen Kilometer zu manipulieren. Und: Ich hatte vor etlichen Jahren mal ein VW-Auto, das nach genau 300 000 Kilometer anfing, rückwärts zu zählen. ;) Einwandfrei.

Einfach eine Pflicht zur regelmäßigen technischen Überprüfung. Was soll weiter sein? Daneben sollte es auch eine Pflicht zur regelmäßigen medizinischen und psychologischen Überprüfung der Führerscheinbesitzer geben.

Mindestens in Italien, Spanien und Portugal gibt es die Pflicht,sich für eine Verlängerung des Führerscheins medizinisch und psychologisch checken zu lassen. Teilweise schon ab 50. Gut so! Sollte EU-weit zur Pflicht werden. Es handelt sich dabei nicht um eine "Bevormundung" der Bürger, sondern, im Gegenteil, um eine Fürsorgewahrnehmung.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

schokoschendrezki hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:20 Ich glaube,selbst als Auto-Idiot wäre ich zur Not in der Lage, die Anzeige der gefahrenen Kilometer zu manipulieren. Und: Ich hatte vor etlichen Jahren mal ein VW-Auto, das nach genau 300 000 Kilometer anfing, rückwärts zu zählen. ;) Einwandfrei.
Aber wie manipulierst Du die Eintragung des Kilometerstandes in die letzte HU, oder dem Ölwechsel, dem Werkststattaufenthalt ?
Diese Argumentation ist nicht überraschend, zeugt aber von völliger Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten.
schokoschendrezki hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:20Einfach eine Pflicht zur regelmäßigen technischen Überprüfung. Was soll weiter sein? Daneben sollte es auch eine Pflicht zur regelmäßigen medizinischen und psychologischen Überprüfung der Führerscheinbesitzer geben.
Welche Kosten für den zu Untersuchenden hast Du dafür vorgesehen ?
schokoschendrezki hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:20Mindestens in Italien, Spanien und Portugal gibt es die Pflicht,sich für eine Verlängerung des Führerscheins medizinisch und psychologisch checken zu lassen. Teilweise schon ab 50. Gut so! Sollte EU-weit zur Pflicht werden. Es handelt sich dabei nicht um eine "Bevormundung" der Bürger, sondern, im Gegenteil, um eine Fürsorgewahrnehmung.
Vielleicht ist es an der Zeit, das du dich mit der medizinisch psychologischen Untersuchung auf Fahreignung in Deutschland befasst (MPU) und diese mit der in den von Dir
genannten Ländern vergleichst, damit Du nicht denkst, das das Selbe damit gemeint ist, wenn Spanien das "auch" macht.
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Claud
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Claud »

Drehrumbum hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:35 Aber wie manipulierst Du die Eintragung des Kilometerstandes in die letzte HU, oder dem Ölwechsel, dem Werkststattaufenthalt ?
...
Aber geht es bei diesen Thema ja nicht eben darum, dass man sich hier auf etwas bezieht, was man schwer manipulieren kann?
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Claud hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:45 Unabhängig davon. Aber geht es bei diesen Thema ja nicht eben darum, dass man sich hier auf etwas bezieht, was man schwer manipulieren kann?
Sicher nicht. Aber mit solchen Einwänden ist zu rechnen.
Die Aufnahme von Daten und deren Speicherung,
kann jedem Vernünftigen jederzeit einen Streich spielen. :D
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Claud
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Claud »

Drehrumbum hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:49 Sicher nicht. Aber mit solchen Einwänden ist zu rechnen.
Angenommen, ich mag den Kilometerstand feilschen, was sollte mich daran aufhalten? Rechnungen und Berichte sicherlich nicht, die sind halt verschütt und interessieren im Zweifel auch kaum. Das Baujahr ist aber immer fix und dies weiß im Zweifel auch eine staatliche Behörde.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Claud hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:55 Angenommen, ich mag den Kilometerstand feilschen, was sollte mich daran aufhalten? Rechnungen und Berichte sicherlich nicht, die sind halt verschütt und interessieren im Zweifel auch kaum. Das Baujahr ist aber immer fix und dies weiß im Zweifel auch eine staatliche Behörde.
Was kostet diese Fälschung ?
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Claud
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Claud »

Drehrumbum hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:59 Was kostet diese Fälschung ?
Kein Plan. Ich mache bei dem Gedankenspiel nur mit, was vor ein paar Beiträgen jemand anders angefangen hat. :p

Persönlich würde ich mich aber nicht wundern, wenn da sich schnell ein Dienstleistungsmarkt entwickeln würde. Kilometerfälschung ist ansich ja kein unbedeutsames Thema.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Axites »

Claud hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 20:47Liegt es beispielsweise an fehlenden Assistenz und Sicherheitssystemen oder konstruktionaler natur, dann ändert die Prüfung daran nichts.
Könnte auch damit zu tun haben, welche Fahrer alte Autos fahren (vielleicht die, die ohnehin in die Unfallstatistik häufiger vertreten sind) und wie alte Autos gefahren werden ("ach, bei der alten Gurke schadet eine Beule mehr auch nicht mehr").
schokoschendrezki hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 23:05 Eine Untersuchungspflicht ist auf jeden Fall besser als ständige Neuanschaffungen.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?


Letztlich sind genau solche Übergriffigkeiten Wasser auf die Mühlen der EU-Hasser. Halt einfach mal 100 Euro mehr Quasi-Steuern pro Jahr. Immer drauf, bedient Euch einfach.
Schaumburg hat geschrieben: Samstag 26. April 2025, 21:21 Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie absolut überflüssig die EU ist.
QED.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Claud hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:01 Kein Plan. Ich mache bei dem Gedankenspiel nur mit, was vor ein paar Beiträgen jemand anders angefangen hat. :p

Persönlich würde ich mich aber nicht wundern, wenn da sich schnell ein Dienstleistungsmarkt entwickeln würde. Kilometerfälschung ist ansich ja kein unbedeutsames Thema.
Dieser Dienstleistungsmarkt ist aber schon lange vorhanden, wie auch der der "gekauften" HU.
Gibt es also eigentlich nichts zu regeln ? :D
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Axites hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:09 Könnte auch damit zu tun haben, welche Fahrer alte Autos fahren (vielleicht die, die ohnehin in die Unfallstatistik häufiger vertreten sind) und wie alte Autos gefahren werden ("ach, bei der alten Gurke schadet eine Beule mehr auch nicht mehr").
...
Welche Art Fahrer fahren denn alte Autos ?
Ich für meinen Teil, lagere sie eher, als das ich mit ihnen fahre.
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Claud
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Claud »

Drehrumbum hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:10 Dieser Dienstleistungsmarkt ist aber schon lange vorhanden, wie auch der der "gekauften" HU.
Gibt es also eigentlich nichts zu regeln ? :D
Äh, ne. Das ist ja genau das, was ich meine. Im zweifel ist das Baujahr fix, daran lässt sich nicht schrauben.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Claud hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:14 Äh, ne. Das ist ja genau das, was ich meine. Im zweifel ist das Baujahr fix, daran lässt sich nicht schrauben.
Also wäre Gerechtigkeit abhängig von Einfachheit ?
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Axites »

Drehrumbum hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:14 Welche Art Fahrer fahren denn alte Autos ?
Fahranfänger. Und Fahraufhörer :rofl:
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Axites hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:27 Fahranfänger. Und Fahraufhörer :rofl:
Nöööö.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Claud »

Drehrumbum hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:22 Also wäre Gerechtigkeit abhängig von Einfachheit ?
Eher geht es um Rechtssicherheit und auch Gerechtigkeit im Sinne der breiten Praxistauglichkeit.

Aber eigentlich will ich darauf gar nicht hinaus. Ich verkürze jetzt nochmal meinen Punkt darauf, das ich gerne wissen würde, wie genau hier der Bezugspunkt ist und wie bzw. warum man auf die Idee kommt, sowas eventuell einführen zu wollen.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Claud hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:30 Eher geht es um Rechtssicherheit und auch Gerechtigkeit im Sinne der breiten Praxistauglichkeit.

Aber eigentlich will ich darauf gar nicht hinaus. Ich verkürze jetzt nochmal meinen Punkt darauf, das ich gerne wissen würde, wie genau hier der Bezugspunkt ist und wie bzw. warum man auf die Idee kommt, sowas eventuell einführen zu wollen.
Was denn genau ?
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Axites »

Drehrumbum hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:30 Nöööö.
Jöööö.

Durchschnittsalter Privatfahrzeuge: 10 Jahre. Durchschnittsalter gewerbliche Fahrzeuge: 3,7 Jahre.

Vor ~ Ende 20 und ab Renteneintritt fährt man meistens keine Dienstwagen.
Drehrumbum
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Axites hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:35 Jöööö.

Durchschnittsalter Privatfahrzeuge: 10 Jahre. Durchschnittsalter gewerbliche Fahrzeuge: 3,7 Jahre.

Vor ~ Ende 20 und ab Renteneintritt fährt man meistens keine Dienstwagen.
Aha, der Statistiker.

Wenn es danach gehen würde...

Das Durchschnittsalter meiner "Fahrzeugflotte" liegt bei 28,5 Jahren, der Durchschnittskilometerterstand
bei 106Tkm.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Maikel »

Drehrumbum hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 00:42 Aha, der Statistiker.

Wenn es danach gehen würde...

Das Durchschnittsalter meiner "Fahrzeugflotte" liegt bei 28,5 Jahren, der Durchschnittskilometerterstand
bei 106Tkm.
Noch mehr Statistik: Du bist wohl kaum ein durchschnittlicher Autobesitzer; eher ein seltener Einzelfall.
Die menschliche Sprache ist einzigartig, aber nicht eindeutig.
Jeder Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen gelingen.
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Re: Alte Karren häufiger prüfen?

Beitrag von Drehrumbum »

Maikel hat geschrieben: Sonntag 27. April 2025, 10:11 Noch mehr Statistik: Du bist wohl kaum ein durchschnittlicher Autobesitzer; eher ein seltener Einzelfall.
Aber auch nur, weil ich mir mehrere Autos halte und nicht alle gleichzeitig Fahren kann.
Wenn ich nur eines davon nehmen würde das Jüngste, dann würden trotzdem Statistiken fehlen,
die einen Zusammenhang von Fahrzeugalter und Kilometerstand darstellen.
Über der Anteil der über zehn Jahre Alten Fahrzeuge, z.B. in Deutschland gibt es aber Statistiken und
da liegt der Anteil dieser Fahrzeuge am Gesamtbestand bei ca. 42%.
https://ec.europa.eu/eurostat/databrows ... 7b3b22dbba
Weiter Statistiken die notwendig wäre, um einen berechtigten Grund dafür zu finden, warum Autos über 10 Jahre häufiger zur Hauptuntersuchung
müßten, lassen sich nicht finden.

Für mich ist offensichtlich, das die Menschen neue Fahrzeuge kaufen sollen, oder eben keine mehr fahren, wenn sie sich weder ein neues
Auto leisten können, oder das alte Auto künstlich zu teuer gemacht wird, so das sie sich auch dieses nicht mehr leisten wollen.
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von Kölner1302 »

Ich sehe in Deutschland nur sehr selten liegengebliebene PKW.
Wenn man tats@chlich Angst vor Unfällen durch defekte PKW hätte, dann sollte man an den Autobahnen die Randstreifen konsequent überall breit genug durchziehen.
Die tatsächliche Situation auf den Autobahnen kann jeder selbst beurteilen
Ich glaube die häufigere Kontrolle durch den TÜV soll alte Benziner billig von der Straße nehmen, damit die Halter gezwungen sind neue gebrauchte Fahrzeuge zu kaufen, möglichst E-Autos.
Schließlich geht es der deutschen Autoindustrie nicht besonders.
Letztlich also Geschäftemacherei
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von firlefanz11 »

Kölner1302 hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 09:41 Ich sehe in Deutschland nur sehr selten liegengebliebene PKW.
Wat?! Zugegebenerdings hab ich schon länger keine längeren AB Fahrten mehr gemacht, aber wenn ich früher nach B o. zum Ski fahren gefahren bin, warens jedes Mal mind. Vier...
Davon ab halte ich das auch für wahlweise verklausulierenden Blödsinn o. den Versuch dem Bürger wieder mehr Geld aus der Tasche zu ziehen...
Am Rande des Wahnsinns stehen keine Geländer!
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von Tom Bombadil »

firlefanz11 hat geschrieben: Mittwoch 7. Mai 2025, 10:55Davon ab halte ich das auch für wahlweise verklausulierenden Blödsinn o. den Versuch dem Bürger wieder mehr Geld aus der Tasche zu ziehen...
Yep, TÜV und Co. freuen sich und auch die Autoindustrie, die an Ersatzteilen und Neuwagen (wenn das "alte" Auto aus dem Verkehr gezogen wird) gut verdient. Und wer sich das dann nicht mehr leisten kann, der hat eben Pech gehabt, der kann dann ja den tollen ÖPNV benutzen. Oder Bürgergeld beantragen.
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von Kritikaster »

firlefanz11 hat geschrieben: Mittwoch 7. Mai 2025, 10:55... warens jedes Mal mind. Vier...
Wie viele davon mit leer gefahrenem Tank? :D
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von Bogdan »

Kritikaster hat geschrieben: Mittwoch 7. Mai 2025, 13:35 Wie viele davon mit leer gefahrenem Tank? :D
und der ADAC sieht das ähnlich.

https://www.n-tv.de/ticker/Auto/ADAC-Pa ... 39601.html

Ähm ein Knäckebrot wäre das wohl nicht passiert und Knäckebrot hat einen IQ von 5.
Eine persönlich-abwertende Bemerkung gegenüber einem anderen User
zeigt die Unfähigkeit, einen sachlichen Disput zu führen.
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von frems »

Kölner1302 hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 09:41 Ich sehe in Deutschland nur sehr selten liegengebliebene PKW.
Wenn man tats@chlich Angst vor Unfällen durch defekte PKW hätte, dann sollte man an den Autobahnen die Randstreifen konsequent überall breit genug durchziehen.
Die tatsächliche Situation auf den Autobahnen kann jeder selbst beurteilen
Es gibt auch noch ein Leben außerhalb der Autobahn.
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Re: Eine jährliche Pflichtinspektion von alten Autos - Nötig oder übergriffig?

Beitrag von firlefanz11 »

Kritikaster hat geschrieben: Mittwoch 7. Mai 2025, 13:35 Wie viele davon mit leer gefahrenem Tank? :D
K. A. hab nicht gefragt.
Huetzutage würd ich eher von leerem Akku ausgehen. ;)
Am Rande des Wahnsinns stehen keine Geländer!
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