Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

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Schnitter
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Schnitter » Mi 1. Jul 2020, 13:08

DogStar hat geschrieben:(01 Jul 2020, 12:54)

Wenn ein Grund vorliegt, eine bestimmte Gruppe öfter zu kontrollieren (bei Migranten aus den Maghreb-Staaten liegt dieser vor), ist das keinesfalls abwertend, sondern schlicht notwendig.


Das widerspricht streng genommen dem GG.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 13:09

Umetarek hat geschrieben:(01 Jul 2020, 12:58)

Bei Rothaarigen auch, kennst du nicht den Spruch: Die Roten haben immer einen Stein im Sack!

Ähnlich gerechtfertigt. Wenn gerade eine Rothaarige die Bank überfallen hat und ich dem Täterprofil entspreche ok, aber nicht allgemein: Überprüfen wir mal alle Rothaarigen, die Bankräuberin war auch rothaarig, die lassen wir heute nicht in die Stadt...


Es handelt sich um ein dauerhaftes Phänomen.
So wie die Drogendealer in bestimmten Nürnberger Parks halt grundsätzlich Schwarze sind. Klar, dass man die (zumindest an den einschlägigen Orten) öfter kontrolliert. Das ist einfach effektiv!
Sollten diese Geschäfte demnächst von blonden Nordeuropäern übernommen werden, darf man gerne auch diesen Typus öfter kontrollieren. Würde ich sofort akzeptieren.
Zuletzt geändert von DogStar am Mi 1. Jul 2020, 13:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Umetarek » Mi 1. Jul 2020, 13:10

SpeedHunter hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:06)

"Nafri" ist schlicht ein anderes Wort für "N....r", dient der Ausgrenzung und ist natürlich rassistisch durch und durch. Daher machen auch keine Rassisten in diesem Land die Regeln.
Würdest du dich supertoll geehrt fühlen, würde man dich Bleichi nennen?

Mit Nafri sind mitnichten Schwarze gemeint.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Umetarek » Mi 1. Jul 2020, 13:11

DogStar hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:09)

Es handelt sich um ein dauerhaftes Phänomen.
So wie die Drogendealer in bestimmten Nürnberger Parks halt grundsätzlich Schwarze sind. Klar, dass man die (zumindest an den einschlägigen Orten) öfter kontrolliert. Das ist einfach effektiv!

Und deswegen kontrolliere ich den Deutschen nicht, der sich ne goldene Nase verdient, sehr effektiv! Vor allem für den deutschen Dealer.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 13:16

Umetarek hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:11)

Und deswegen kontrolliere ich den Deutschen nicht, der sich ne goldene Nase verdient, sehr effektiv! Vor allem für den deutschen Dealer.

Doch ... wenn dieser Typus auftaucht, kontrolliert man selbstverständlich auch den.
Ist ja nicht so, dass ausschließlich Schwarze kontrolliert werden. Die bayrische Polizei ist ja nicht doof, sondern macht sehr gute Arbeit.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 13:17

SpeedHunter hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:15)

In Stuttgart werden ja auch nur die Täter mit Hautfarbe an den Pranger gestellt. Die deutschen haben in deren Sicht wohl eine tolle Tat begangen.


Das entbehrt jeglicher Grundlage. Wie kommst du darauf?
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 21:06

Schnitter hat geschrieben:(01 Jul 2020, 18:23)
Der Kollege wurde inzwischen übrigens identifiziert, mal schauen wie die Polizei mit solchen Auswüchsen umgeht.


Mach dir keine Sorgen ... für den vergleichsweise harmlosen Spruch gibt`s nen erhobenen Zeigefinger für die linke Öffentlichkeit und gut ist`s ...

Dank Hegamäh erfährt die Polizei gerade eine große Sympathiewelle ... da wäre es unpassend, einen Polizisten abzustrafen, während noch keiner der Täter verurteilt ist.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Nudelholz » Mi 1. Jul 2020, 21:13

Manchen ist hier wirklich nichts zu peinlich. :rolleyes:
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon McKnee » Sa 4. Jul 2020, 23:36

Ich würde hier gerne ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema Rassismus und damit auch Rassismus bei der Polizei sagen.



Der verbale Rassismus ist in Deutschland von einer hohen Sensibilität geprägt, die leider zu oft zu falschen Schlüssen und Bewertungen führt. Häufig findet eine vorschnelle und faktenresistente Projektion der Worte auf ein Phänomen, hier dem Rassismus, statt. Anders können sich viele Menschen die Dinge nicht erklären, nähren ihre Vorurteile und fühlen sich sicher auf der Welle der Aufrichtigen.



Ich spüre das auch hier und es ist nur zu oft der Auslöser für eine Phase, in der dann keine Diskussion mehr stattfindet.



Was wir als rassistische Äußerung klassifizieren ist häufig nur unserer Unzulänglichkeit geschuldet, uns mit der Gesamtheit der Fakten zu beschäftigen. Oft kennen wir sie nicht einmal.



So wird das Zusammenfassen in Gruppen oft als Stigmatisierung und damit Werkzeug des Rassismus empfunden dargestellt. Meist ist es – und ich spreche ab jetzt ausschließlich von polizeilichen Abläufen und Gegebenheiten – aber eine rechtstaatliche und verfassungskonforme Arbeitsgrundlage. Sie ist nicht einmal die Schlichtversion eines Prozesses, damit die dumpfen Bullen ihn auch verstehen. Sie haben wissenschaftliche Grundlagen. Was nämlich in der Wissenschaft gang und gebe ist, wir der Polizei als Rassismus vorgehalten, das Kategorisieren z.B. – was in der Wissenschaft Gruppen und Untergruppen, Rassen und Kategorien sind, ist in der Polizei racial profiling. Kategorisieren muss Polizei allein im rechten Spektrum, sonst ist es verwerflich. Aber auch hier ist das Leben eben kein Wunschkonzert und die Erfordernisse machen vor Ideologien nicht Halt.



Wenn Kollegen lange in einem Gebiet tätig sind, das in bestimmte gesellschaftlichen und sozialen Aspekten Schwerpunkte hat, äußert sich das auch oft in der Sprache. Wenn auch diese Aspekte nicht von den Polizisten Besitz ergreifen, so passt sich Sprache jedoch an.



Aus diesem Grund habe ich Wert darauf gelegt und bin froh, dass ich neben der Milieuarbeit auch in der Lehre und in verschiedenen Gremien tätig bin. Das behält einem die Vielfalt der Sprache.



In diesem Kontext kann es sein, dass ein Kollege aber von Kanacken spricht, ohne dies rassistisch zu meinen. Dies ist trotz des Widerspruchs hier nun mal Realität und nicht mit dem Vorschlag dies in Marxloh auf der Straße in die Menge zu rufen vergleichbar.

Unter den angesprochenen Personen wird der Begriff Kanacke auch für die eigene Person genutzt. Um hier Rassismus feststellen zu können, braucht es mehrere Indizien, die erfüllt sein müssen. Neben dem Zusammenhang natürlich auch die hörende Personenkreis usw.



Ich bin froh, dass ich nicht höre, was Frauen untereinander sprechen. Deswegen würde ich sie nicht alle zu männerfressenden Emanzen machen.



Der Begriff Nafri hat so keinen rassistischen Hintergrund in der ursprünglichen Bedeutung. Er wurde durch die öffentliche Diskussion und ich meine bewusst in diese Richtung gedrückt und interpretiert.



Nafri bedeutet nur Nordafrikaner – woraus sich sicher kein rassistischer Ansatz ergibt – und wurde in Bereichen genutzt, wo verschiedene Nordafrikaner verstärkt auftreten und leben und handeln. Vergleichbar mit den Balkanesen oder auch den Arabern, die nicht alle eine Nationalität haben. Diese Kategorisierungen sind häufig eine Notwendigkeit, die sich aus der Realität aufdrängt.



Auch das o.g. Racial Profiling hat überwiegend nichts mit Rassismus zu tun. Aber dazu bedürfte es eigener umfassende Ausführungen.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D

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