Erfahrungen mit Home Office

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McKnee
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon McKnee » Sa 28. Mär 2020, 19:41

Kamikaze hat geschrieben:(28 Mar 2020, 17:56)

Kurz gesagt: Beamte sind verpflichtet den Anweisungen ihres Dienstherren Folge zu leisten - ob ihnen das passt oder nicht.


Kurz gesagt, Beamte haben ein Arbeitsrecht, dem sie verpflichtet sind. Der Dienstherr hat aber vor allem eine Fürsorgepflicht und darüber hinaus gibt es andere gesetzliche Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen.

Beamten ist der Rechtsweg nicht verschlossen und daher ist diese allgmeine Aussage falsch.

Falsch ist auch, dass die Abordnung und der (bedingt) variable Dienstsitz auf das Home-Office anwendbar sind. Beim Mobile Office sieht es ein wenig anders aus.

Fakt ist aber auch, dass jeder gut beraten ist, hier nicht allein auf Weisung zu machen.

Das Bild vom willen- und rechtlosen Beamten gehört an den Stammtisch oder in die Kommödie, aber nicht ins 21. Jahrhundert.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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garfield336
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon garfield336 » Di 31. Mär 2020, 16:27

Ich suche gerade einen Laptop für meinen Honeoffice.

Die Leistung des Gerätes ist zweitrangig weil es eh nur dazu da ist eine VPN-Verbindung herzustellen und sonst nix machen mus.
Allerdings habe ich hier einen Monitor hier mit 2500x1400 Auflösung. Es wäre nett wenn das Gerät den unterstützen würde.

Was ist da zu empfehlen?
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon Realist2014 » Di 31. Mär 2020, 19:32

garfield336 hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:27)

Ich suche gerade einen Laptop für meinen Honeoffice.

Die Leistung des Gerätes ist zweitrangig weil es eh nur dazu da ist eine VPN-Verbindung herzustellen und sonst nix machen mus.
Allerdings habe ich hier einen Monitor hier mit 2500x1400 Auflösung. Es wäre nett wenn das Gerät den unterstützen würde.

Was ist da zu empfehlen?



Dann brauchst du ein Laptop mit einer separaten Grafikkarte, welche diese Aufösung unterstützt.

Muss es ein neuer Laptop sein- und wie ist das Budget?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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H2O
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon H2O » Di 31. Mär 2020, 20:26

Mir tut so etwas wie HW-Ausmustern immer wieder in der Seele leid: Die vielen Stunden, die man damit gearbeitet hat... Aber der Preisverfall für Monitore würde mich dazu verleiten, auf dieses Sonderformat keine Rücksicht mehr zu nehmen. Wenn ich könnte, dann würde ich mir für meine Arbeit einen besonders hochauflösenden Monitor wünschen und daran den Laptop anpassen. Also nur einen beschaffen, der diese Schnittstelle enthält.

Mein Sohn hat mir einen Lenovo X220 i5 aufgemöbelt. Der X220 hat zeitgemäß ein SSD und 16 G RAM bekommen, und eine Docking Station. Der Spaß kostete unter 300 €. Für mich eine ultraschnelle und sehr robuste Maschine... aber ich habe auch keinen Monitor mit höchster bezahlbarer Auflösung daran. Ich muß damit ja auch nicht mein Brot verdienen. Mir reicht die Standardauflösung 1366X768.
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon garfield336 » Di 31. Mär 2020, 20:27

Realist2014 hat geschrieben:(31 Mar 2020, 19:32)

Dann brauchst du ein Laptop mit einer separaten Grafikkarte, welche diese Aufösung unterstützt.

Muss es ein neuer Laptop sein- und wie ist das Budget?


Neu wäre gut und günstig. Ich habe mich nicht auf ein Budget festgelegt.

Laptop wäre dennoch besser als ein Fest-PC da man eventuel auch an ein Beamer anschliessen müsste.
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon Realist2014 » Di 31. Mär 2020, 20:41

garfield336 hat geschrieben:(31 Mar 2020, 20:27)

Neu wäre gut und günstig. Ich habe mich nicht auf ein Budget festgelegt.

Laptop wäre dennoch besser als ein Fest-PC da man eventuel auch an ein Beamer anschliessen müsste.


https://www.computerbild.de/artikel/cb- ... 73634.html

so als Anregung.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon Raskolnikof » Di 19. Mai 2020, 18:25

Fuerst_48 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 09:20)

Nach telefonischer Rücksprache mit meiner Tochter (Mitarbeiterin bei der Finanzpolizei) Ist klar, dass die Arbeit auf Basis Homeoffice per Weisung erfolgt. Nicht auf Basis "good will".
Es geht im Staatsdienst auch gar nicht anders.
Gruß und schönes WE!

Im öffentlichen Dienst kann kein Angestellter/Beamter so ohne weiteres per Dienstanordnung zum Homeoffice gezwungen werden. Egal, ob Straßenbauamt, Jugendamt, Sozialamt, Hochbauamt, Zulassungsstelle, Gesundheitsamt… überall geht es um sensible Daten, wo schon allein wegen des Datenschutzes hohe Sicherheitsansprüche an den Homeoffice-Arbeitsplatz gestellt werden. Ich war selbst in einer Großstadtbehörde beschäftigt und wurde in dem Amt in dem ich beschäftigt war neben meiner eigentlichen Tätigkeit als Systemadministrator eingesetzt. Von daher kenne ich den Aufwand und das Procedere der Einrichtung eines Homeoffice-Arbeitsplatzes.

Grundvoraussetzung hierfür ist eine akzeptable Netz-Infrastruktur. Bei z.B. lediglich 2 MB/s im Download kann man Homeoffice gleich vergessen. Und so etwas gibts bei uns nun mal nur wenige Kilometer hinter der Stadtgrenze.
Dann müssen die häuslichen Gegebenheiten stimmen. Homeoffice am Küchentisch oder im Wohnzimmer wo gleichzeitig der Junior fern sieht ist auch tabu. Es muss schon ein Arbeitszimmer sein, welches nicht für Wohn- und Spielzwecke genutzt wird.
Homeoffice mit dem eigenen PC, der auch vom Ehe/Lebenspartner oder Kindern genutzt wird? Das geht überhaupt nicht. Für das Homeoffice stellt die Stadt einen PC oder Laptop zur Verfügung. Der Zugang ist Passwortgeschützt.
Und dann noch wichtig: E-Mail Verschlüsselung, verschlüsselte Datenübermittlung, VPN-Verbindung...

In der freien Wirtschaft mag das alles lockerer zugehen. In den immer wieder gezeigten Dokus im Fernsehen ist ja ständig zu sehen, wie die Mutter in der Küche Homeoffice betreibt während im Hintergund die Suppe überkocht und drei Kinder laut kreischend durch die Küche toben. Das wäre bei einem behördlichen Arbeitsplatz im häuslichen Bereich undenkbar.
Aber wahrscheinlich gibt es auch hier Ausnahmen. Posemuckel ist nicht München oder Frankfurt.

Wenn also der Dienstherr Homeoffice anordnen will muss er auch für das erforderliche Umfeld sorgen. Corana ist kein Freibrief für luschigen Datenschutz. Und längst nicht jeder Beschäftigte im öffentlichen Dienst erfüllt die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Homeoffice- Arbeitsplatzes.
Fuerst_48 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 13:23)

Die Abteilung Aussendienst wäre ja aktuell arbeitslos - also hat man die Tätigkeit ins "homeoffice" verlegt. Wobei durch abgesprochene Vorsichtsmaßnahmen das DIENSTGEHEIMNIS gewahrt bleibt.

Mit abgesprochenen Vorsichtsmaßnahmen ist es da nicht getan.
Wo kämen wir eigentlich hin, wenn jeder frei seine Meinung äußern dürfte!
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon H2O » Di 19. Mai 2020, 18:54

Die vorangehende Diskussion hat keine gemeinsame Grundlage. So, wie ich den Teilnehmer Fürst48 verstanden habe, spricht er von Vorgängen in Österreich. Was dort also Gang und Gäbe ist, das muß in Deutschland nicht genauso geregelt sein.

Mir scheint es so, als ob in Österreich die Politik und die Rechtslage mehr Vertrauen in die Staatstreue und die Professionalität ihrer Beamten und Angestellten setzt als in Deutschland.

In uralten Geschichten hieß es immer, daß die Hierarchie der kuk-Verwaltungen unerreicht tief gegliedert war. Vielleicht hat das moderne Österreich daraus ja gelernt?
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon Fuerst_48 » Di 19. Mai 2020, 19:18

H2O hat geschrieben:(19 May 2020, 18:54)

Die vorangehende Diskussion hat keine gemeinsame Grundlage. So, wie ich den Teilnehmer Fürst48 verstanden habe, spricht er von Vorgängen in Österreich. Was dort also Gang und Gäbe ist, das muß in Deutschland nicht genauso geregelt sein.

Mir scheint es so, als ob in Österreich die Politik und die Rechtslage mehr Vertrauen in die Staatstreue und die Professionalität ihrer Beamten und Angestellten setzt als in Deutschland.

In uralten Geschichten hieß es immer, daß die Hierarchie der kuk-Verwaltungen unerreicht tief gegliedert war. Vielleicht hat das moderne Österreich daraus ja gelernt?

Danke für diese deine Hinweise. Es ist ermüdend, -zig mal zu erklären, dass es so verläuft, wie ich es geschildert habe. Bei uns, in Österreich.
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon Teeernte » Di 19. Mai 2020, 21:21

Raskolnikof hat geschrieben:(19 May 2020, 18:25)

Im öffentlichen Dienst kann kein Angestellter/Beamter so ohne weiteres per Dienstanordnung zum Homeoffice gezwungen werden.

In der freien Wirtschaft mag das alles lockerer zugehen.

Wenn also der Dienstherr Homeoffice anordnen will muss er auch für das erforderliche Umfeld sorgen. Corana ist kein Freibrief für luschigen Datenschutz. Und längst nicht jeder Beschäftigte im öffentlichen Dienst erfüllt die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Homeoffice- Arbeitsplatzes.

Mit abgesprochenen Vorsichtsmaßnahmen ist es da nicht getan.


Mannnnnnn..... ich bin froh von zu Hause zu arbeiten. Vollkommen freie Zeiteinteilung...beste Versorgung...

Wenn die anderen alle eine feuchte Wohnung haben ???

Ich hab extra einen guten Bürosessel gekauft, ...hab nen Fernsehbildschirm als Monitor genommen.

Damit das Ganze läuft - gibt es 2 Mbit 1&1, 50 Mbit lokaler Versorger , und Vodafone 100MBit mobil.

Wichtige grosse Dateien (Standorte) werden im Hintergrund mit dem Server AG synchronisiert. (Laptop vom Arbeitgeber auf M$ Basis)

Tolle Sache, HomeOffice.

Di und Do gibt es Teammeeting auf M$ Teammeeting....je 1h.

Es steht bei uns jedem frei (auch den BEAMTEN) - und wird vom Arbeitgeber unterstützt. - mit der Gewerkschaft abgesprochen.

(Dienstgeheimnis - macht der Laptop des AG. - ........mit einem BundesAMT verbunden. )

MANNNNN MUSS nicht zu Hause arbeiten... ich darf - und freu mich drüber !
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Erfahrungen mit Home Office

Beitragvon Raskolnikof » Sa 23. Mai 2020, 23:11

Fuerst_48 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 09:20)

Nach telefonischer Rücksprache mit meiner Tochter (Mitarbeiterin bei der Finanzpolizei) Ist klar, dass die Arbeit auf Basis Homeoffice per Weisung erfolgt. Nicht auf Basis "good will".
Es geht im Staatsdienst auch gar nicht anders.
Gruß und schönes WE!

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 May 2020, 19:18)

Danke für diese deine Hinweise. Es ist ermüdend, -zig mal zu erklären, dass es so verläuft, wie ich es geschildert habe. Bei uns, in Österreich.

In Österreich sind die Sicherheitsstandards vergleichbar mit denen in Deutschland. Da kannst du mir nicht sagen, dass ausgerechnet die Finanzpolizei einfach so per Weisung seinen Bediensteten Homeoffice verordnen kann. Auch dort wird mit Sicherheit zunächst geprüft, ob nicht sicherheitsrelevante Dinge dagegen sprechen. Und wie gesagt, nicht jeder erfüllt dafür zuhause die technischen Voraussetzungen. Und dann? Ich habe dir ja bereits gesagt, was eine deutsche Behörde im Regelfall für Ansprüche an einen Homeoffice-Arbeitsplatz stellt. Aber gut, hier wie da gibts Ausnahmen bzw. Behörden die schludern.
Wo kämen wir eigentlich hin, wenn jeder frei seine Meinung äußern dürfte!

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