EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

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Hinrichs Theresa
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EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Hinrichs Theresa » Do 26. Mär 2020, 13:59

In der letzten Zeit wird viel geschrieben, dass die EU Italien auf Grund der Corona-Krise im Stich gelassen hat. D.h. manche EU-Länder (Tschechien, Slowakei) machten die Grenzen einseitig dicht, während sich die anderen (auch Deutschland und Frankreich) trotz der Hilferufe aus Rom nicht meldeten. Das sorgt für die ausländische Hilfe, insbesondere chinesische und russische. Was denkt ihr davon? Sollte Deutschland Italien im Kampf gegen Corona sofort geholfen haben und damit die europäische Solidarität bestätigen? Oder ist jeder sich selbst der Nächste?
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Audi » Fr 27. Mär 2020, 10:29

Hinrichs Theresa hat geschrieben:(26 Mar 2020, 13:59)

In der letzten Zeit wird viel geschrieben, dass die EU Italien auf Grund der Corona-Krise im Stich gelassen hat. D.h. manche EU-Länder (Tschechien, Slowakei) machten die Grenzen einseitig dicht, während sich die anderen (auch Deutschland und Frankreich) trotz der Hilferufe aus Rom nicht meldeten. Das sorgt für die ausländische Hilfe, insbesondere chinesische und russische. Was denkt ihr davon? Sollte Deutschland Italien im Kampf gegen Corona sofort geholfen haben und damit die europäische Solidarität bestätigen? Oder ist jeder sich selbst der Nächste?

Deutschland hat geholfen. 7To Lieferung. Man versorgt schwer kranke aus Italien und Frankreich. Vom Rest kommt nichts
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Arcturus » Fr 27. Mär 2020, 13:11

Das Problem ist einfach, dass viele Länder, die hätten helfen können, selbst stark vom Virus betroffen sind, oder es absehbar ist, dass diese stark betroffen sein werden.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon H2O » Fr 27. Mär 2020, 19:41

Hinrichs Theresa hat geschrieben:(26 Mar 2020, 13:59)

In der letzten Zeit wird viel geschrieben, dass die EU Italien auf Grund der Corona-Krise im Stich gelassen hat. D.h. manche EU-Länder (Tschechien, Slowakei) machten die Grenzen einseitig dicht, während sich die anderen (auch Deutschland und Frankreich) trotz der Hilferufe aus Rom nicht meldeten. Das sorgt für die ausländische Hilfe, insbesondere chinesische und russische. Was denkt ihr davon? Sollte Deutschland Italien im Kampf gegen Corona sofort geholfen haben und damit die europäische Solidarität bestätigen? Oder ist jeder sich selbst der Nächste?


Ohne Überprüfung der eigenen Gefährdungslage wird kein vernünftiger Partner Hilfe leisten. Man muß schon prüfen, wogegen man sich selbst wappnen muß, und welche Mittel dafür entbehrlich sind. Insofern hat sich Deutschland sehr vernünftig verhalten. Wir müssen immer noch damit rechnen, daß die Zahl erkrankter und bei Leib und Leben gefährdeter Mitbürger sehr schnell in die Höhe schießt. Was würden die Betroffenen und ihre Angehörigen wohl sagen, wenn die Bundesregierung zuvor alle notwendigen Vorsorgematerialien und Pflegeeinrichtungen außer Landes geschafft hätte?

Ich hoffe, daß wir die jetzt angelaufenen Hilfsmaßnahmen ohne Vernachlässigung unserer Corona-Erkrankten leisten können. Niemand hat die jetzt Not leidenden Partner daran gehindert, auch ihrerseits Vorsorge zu treffen. Nicht etwa, daß bei uns rund und gesund Vorsorge getroffen worden wäre... auch und gerade im Gesundheitswesen. Das muß nach überstandener Seuche sehr kritisch überprüft und vermutlich geändert werden. Aber ganz offenbar kann man noch schlechter vorsorgen... und dieses Thema muß sich die EU auf die Fahnen schreiben. Nicht als Schuldiger, wohl aber als künftig Verantwortlicher, wenn unsere Nationalstaaten zu abgestimmter Vorsorge nicht in der Lage sind.

Dieser Aufwasch muß neben der Erderwärmung unsere freiwillige Gemeinschaft bewegen, trotz der vorhersehbaren Not, unsere Wirtschaft ganz schnell wieder auf die Beine zu stellen, damit alle Menschen möglichst sofort wieder in Arbeit und Brot gelangen.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon unity in diversity » So 29. Mär 2020, 05:55

Eine EU-Desintegration durch Corona ist nicht zu erkennen.
Im Gegenteil, Macron richtet klare Worte an alle Mitgliedsländer.
Nicht jeder für sich, sondern alle solidarisch zusammen, dann kann die EU aus eigener Kraft gestärkt aus der Krise hervorgehen:
https://amp.n-tv.de/politik/Macron-soli ... 75291.html
In Finanzfragen blockieren einige Länder noch, sie lehnen Corona-Bonds ab. In Deutschland verspricht der Finanzminister Hilfen in unbegrenzter Höhe, die Schuldenbremse ist gelockert, aber in Europa soll das temporär nicht möglich sein. Komisch.
Um den Wechselkurs des € braucht man sich nicht zu sorgen, weil kein Währungsraum ohne Abwertung durch die Krise kommt.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: EU-Desintegration oder Solidarität vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon H2O » So 29. Mär 2020, 10:06

In Deutschland verspricht der Finanzminister Hilfen in unbegrenzter Höhe, die Schuldenbremse ist gelockert, aber in Europa soll das temporär nicht möglich sein.


Vorweg geschickt: Ich bin nun wirklich nicht der Fachmann für Währungssysteme und Gemeinschaftswährungen. Dennoch erscheint mir diese Kritik an der Haltung der deutschen Finanzfachleute unüberlegt! Wenn wir Schulden machen, meinetwegen aus Notwendigkeit, dann werden uns Gläubiger daran erinnern, daß sie diese Mittel nicht verschenken wollen... sondern pünktliche Rückzahlung und eine Risikovergütung erwarten.

In der EU ist jedem Partner freigestellt, sich in der Coronakrise in gleicher Weise weiter zu verschulden. In normalen Zeiten liegt diese Grenze der Verschuldung im Euro-Raum bei 60% des Brottosozialprodukts. Wenn aber bestimmte Partner schon in normalen Zeiten sich bei 130% und 250% ihrer Wirtschaftsleistung verschulden, dann wird ihnen dämmern, daß Gläubiger ihnen einen Mangel an Schuldentragfähigkeit unterstellen. Wann wird Griechenland oder jetzt Italien wieder auf den vertraglich festgelegten Höchstschulden von 60% landen? In 10, 30, 100 Jahren? Vielleicht nie.

Und da ist nach meinem Verständnis der "unsittliche Ansatz dieser Schuldenmacher". Sie möchten sich eine verschmierte Bürgschaft der solider wirtschaftenden Partner erzwingen, also aus deren Vertrauensvorschuß für aufgenommene Kredite wirtschaftliche Vorteile ziehen, indem sie zu geringeren Schuldzinsen immer weitere Kredite erhalten Zugleich geht natürlich wie bei einer Wippe der Zinssatz für die solideren Partner hinauf, denn Gläubiger sind ja nicht so blöd., wie solche Schuldenmacher sich selbst einreden.

Tja, da frage ich mich schon, warum Deutschland und andere in gleicher Weise Betroffene diese Lasten tragen, ohne überhaupt einen Einfluß auf die Wirtschaftsentwicklung und die Zahlungsmoral der Schuldenmacher zugestanden zu bekommen. Oder man kann es auch anders ausdrücken: Wenn Solidarität stets bedeutet, daß der eine immer wieder helfend einspringt, und der andere dies auch wortreich einfordert, dann ist der Begriff Solidarität zu einer ständigen Zahlungsverpflichtung entartet, die überhaupt nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
Und wieder, etwas geschäftsmäßiger: Was gewinnt die Riege der Dauersponsoren denn bei diesem Geschäft, so daß der sehr deutliche Nachteil im Schuldendienst durch andere Vorteile aufgewogen wird? Kommen wir so der europäischen Einigung näher? Erfahren wir Deutschen Solidarität, wenn uns trotz geltender Verträge Reparationen für unsere Verbrechen im 2. Weltkrieg abverlangt werden, ohne Blick auf Gegenseitigkeit, wenn wir auf die süd-, ost- und mitteleuropäische Vertreibung Deutscher von Haus und Hof anspielen?

Auf die jüngsten Schweinereien im Gefolge der Coronakrise will ich jetzt gar nicht eingehen. Da liegen allseits die Nerven blank. Hier geht es um mittelfristige und langfristige Verhaltensweisen in einer Gemeinschaft, die nur bei Sonnenschein funktioniert, wenn die Nettozahler zahlen und der Rest unentgeltlich Leistungen bezieht. Da ist es aus meiner Sicht sehr sinnvoll, wenn der deutsche Finanzminister deutsche Interessen wahrt.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon yogi61 » So 29. Mär 2020, 11:57

In diesem Zusammenhang.

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat der Europäischen Union Versagen bei der Bewältigung der Corona-Krise vorgeworfen. "Offensichtlich haben wir eine Schönwetter-EU, denn in der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung versagt sie bisher vollständig", sagte der Ex-SPD-Chef im ZDF-Politmagazin "Berlin direkt". "Das Schlimmste war sicher am Anfang, dass selbst wir Deutschen nicht bereit waren, dorthin, wo die Menschen schon reihenweise umfielen und starben, nämlich nach Norditalien, Hilfsmittel zu liefern."

Gabriel stellte die Frage, ob es so dramatisch gewesen wäre, wenn Deutschland statt 156 Milliarden Euro an neuen Schulden 166 Milliarden aufgenommen hätte – und dann zehn Milliarden den Italienern und Spaniern als Ersthilfe zur Verfügung gestellt hätte. "Die beiden Länder hätten es uns vermutlich 100 Jahre gedankt, wenn wir das gemacht hätten. So werden sie sich daran erinnern, dass nicht ihre Nachbarvölker ihnen helfen – sondern die Chinesen."

https://www.politik-forum.eu/posting.ph ... =8&t=69760
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon sünnerklaas » So 29. Mär 2020, 12:13

yogi61 hat geschrieben:(29 Mar 2020, 11:57)

In diesem Zusammenhang.

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat der Europäischen Union Versagen bei der Bewältigung der Corona-Krise vorgeworfen. "Offensichtlich haben wir eine Schönwetter-EU, denn in der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung versagt sie bisher vollständig", sagte der Ex-SPD-Chef im ZDF-Politmagazin "Berlin direkt". "Das Schlimmste war sicher am Anfang, dass selbst wir Deutschen nicht bereit waren, dorthin, wo die Menschen schon reihenweise umfielen und starben, nämlich nach Norditalien, Hilfsmittel zu liefern."

Gabriel stellte die Frage, ob es so dramatisch gewesen wäre, wenn Deutschland statt 156 Milliarden Euro an neuen Schulden 166 Milliarden aufgenommen hätte – und dann zehn Milliarden den Italienern und Spaniern als Ersthilfe zur Verfügung gestellt hätte. "Die beiden Länder hätten es uns vermutlich 100 Jahre gedankt, wenn wir das gemacht hätten. So werden sie sich daran erinnern, dass nicht ihre Nachbarvölker ihnen helfen – sondern die Chinesen."

https://www.politik-forum.eu/posting.ph ... =8&t=69760


Das gesamte System ist ein Schönwetter-System und von Kurzsichtigkeit ohne Ende geprägt.
Im Grunde erleben wir im Moment dasselbe böse Erwachen, wie seinerzeit nach Beginn des I. Weltkrieges und in den Jahren danach. Auch da hatte man es zuvor mit einem Schönwetter-System zu tun.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Eiskalt » Di 31. Mär 2020, 20:59

yogi61 hat geschrieben:(29 Mar 2020, 11:57)

In diesem Zusammenhang.

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat der Europäischen Union Versagen bei der Bewältigung der Corona-Krise vorgeworfen. "Offensichtlich haben wir eine Schönwetter-EU, denn in der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung versagt sie bisher vollständig", sagte der Ex-SPD-Chef im ZDF-Politmagazin "Berlin direkt". "Das Schlimmste war sicher am Anfang, dass selbst wir Deutschen nicht bereit waren, dorthin, wo die Menschen schon reihenweise umfielen und starben, nämlich nach Norditalien, Hilfsmittel zu liefern."

Gabriel stellte die Frage, ob es so dramatisch gewesen wäre, wenn Deutschland statt 156 Milliarden Euro an neuen Schulden 166 Milliarden aufgenommen hätte – und dann zehn Milliarden den Italienern und Spaniern als Ersthilfe zur Verfügung gestellt hätte. "Die beiden Länder hätten es uns vermutlich 100 Jahre gedankt, wenn wir das gemacht hätten. So werden sie sich daran erinnern, dass nicht ihre Nachbarvölker ihnen helfen – sondern die Chinesen."

https://www.politik-forum.eu/posting.ph ... =8&t=69760


Deutschland scheint selber nicht auf so eine Katastrophe vorbereitet obwohl es eine Pandemieübung 2007 gab.
Ich frag mich gerade ob zwischen 2007 und 2020 auch der Dicke in der Regierung war..... :|
Memento mori
-Römisches Sprichwort
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Cobra9 » Mi 1. Apr 2020, 09:40

Eiskalt hat geschrieben:(31 Mar 2020, 20:59)

Deutschland scheint selber nicht auf so eine Katastrophe vorbereitet obwohl es eine Pandemieübung 2007 gab.
Ich frag mich gerade ob zwischen 2007 und 2020 auch der Dicke in der Regierung war..... :|



Wer draußen sitzen tut kann immer ne große Klappe haben wie der Dicke. War ja nie Vizekanzler :p

In der SPD ein kleines unbedeutends Licht. Ich weiß noch wie Er auf einer Veranstaltung groß tönte die Vorsorge für jegliche Szenarien an Bedrohung usw. sei vorbildlich und beispielhaft.

Ja das siehst dann wenn die Realität eintreten tut. Nicht allein die Schuld von Gabriel um Gottes Willen. Aber Er hat vom Bericht des Robert Koch Institut 2012 gewusst, ebenso nicht gehandelt. Er war maßgeblich beteiligt an der Regierung und immer Gelder für Thw, Bundeswehr als völlig ausreichend bezeichnet.
seit zwei Jahrzehnten sagen Experten lagert mehr Material ein. Beschafft Stromgenerantoren usw. auf Lager...... Alles was brauchbar wäre.


Ja ja......
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Auf meiner Liste : Alter Stubentiger, Alster
und Neuzugang Everythingchanges wo so konkrete Aussagen liefert wie ein Troll in der Mystik :p
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Eiskalt » Mi 1. Apr 2020, 14:17

Cobra9 hat geschrieben:(01 Apr 2020, 09:40)

Wer draußen sitzen tut kann immer ne große Klappe haben wie der Dicke. War ja nie Vizekanzler :p

In der SPD ein kleines unbedeutends Licht. Ich weiß noch wie Er auf einer Veranstaltung groß tönte die Vorsorge für jegliche Szenarien an Bedrohung usw. sei vorbildlich und beispielhaft.

Ja das siehst dann wenn die Realität eintreten tut. Nicht allein die Schuld von Gabriel um Gottes Willen. Aber Er hat vom Bericht des Robert Koch Institut 2012 gewusst, ebenso nicht gehandelt. Er war maßgeblich beteiligt an der Regierung und immer Gelder für Thw, Bundeswehr als völlig ausreichend bezeichnet.
seit zwei Jahrzehnten sagen Experten lagert mehr Material ein. Beschafft Stromgenerantoren usw. auf Lager...... Alles was brauchbar wäre.


Ja ja......


Und das sollte man ihm auch unter die Nase reiben.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Realist2014 » Mi 1. Apr 2020, 15:23

sünnerklaas hat geschrieben:(29 Mar 2020, 12:13)

Das gesamte System ist ein Schönwetter-System und von Kurzsichtigkeit ohne Ende geprägt.
Im Grunde erleben wir im Moment dasselbe böse Erwachen, wie seinerzeit nach Beginn des I. Weltkrieges und in den Jahren danach n.



Dein Hang zur maßlosen Übertreibung in's Negative ist schon beeindruckend...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Adam Smith » Mi 1. Apr 2020, 15:57

sünnerklaas hat geschrieben:(29 Mar 2020, 12:13)

Das gesamte System ist ein Schönwetter-System und von Kurzsichtigkeit ohne Ende geprägt.
Im Grunde erleben wir im Moment dasselbe böse Erwachen, wie seinerzeit nach Beginn des I. Weltkrieges und in den Jahren danach. Auch da hatte man es zuvor mit einem Schönwetter-System zu tun.


Das System der USA oder von Grossbritannien hat den 1. und 2. Weltkrieg überlebt. Das System von Hitler ist jetzt nicht unser System.
Das ist Kapitalismus:

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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 1. Apr 2020, 16:32

Adam Smith hat geschrieben:(01 Apr 2020, 15:57)

Das System der USA oder von Grossbritannien hat den 1. und 2. Weltkrieg überlebt. Das System von Hitler ist jetzt nicht unser System.


Das System von Hitler gab es schon anno 1918?
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Adam Smith » Mi 1. Apr 2020, 17:09

sünnerklaas hat geschrieben:(01 Apr 2020, 16:32)

Das System von Hitler gab es schon anno 1918?


Da gab es einen Kaiser und eine sehr linke SPD.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 1. Apr 2020, 23:56

Hinrichs Theresa hat geschrieben:(26 Mar 2020, 13:59)

In der letzten Zeit wird viel geschrieben, dass die EU Italien auf Grund der Corona-Krise im Stich gelassen hat. D.h. manche EU-Länder (Tschechien, Slowakei) machten die Grenzen einseitig dicht, während sich die anderen (auch Deutschland und Frankreich) trotz der Hilferufe aus Rom nicht meldeten. Das sorgt für die ausländische Hilfe, insbesondere chinesische und russische. Was denkt ihr davon? Sollte Deutschland Italien im Kampf gegen Corona sofort geholfen haben und damit die europäische Solidarität bestätigen? Oder ist jeder sich selbst der Nächste?

Ich mag die Italiener, aber wenn sie die Flughäfen kontrolliert hätten, so wie die Taiwaner, wäre Europa jetzt einiges erspart geblieben!

Liegt wohl auch daran, dass Salvini nicht mehr Innenminister ist, der hätte die Flughäfen sicher schneller geschlossen, als er damals die Häfen für Flüchtlinge geschlossen hat.

Ja und bevor man anderen hilft muss man selbst sicher sein.
Das ist logisch.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon sünnerklaas » Do 2. Apr 2020, 00:06

Adam Smith hat geschrieben:(01 Apr 2020, 17:09)

Da gab es einen Kaiser und eine sehr linke SPD.


Und was hat das jetzt mit Hitler zu tun?
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Adam Smith » Do 2. Apr 2020, 05:55

sünnerklaas hat geschrieben:(02 Apr 2020, 00:06)

Und was hat das jetzt mit Hitler zu tun?


Ging es nicht um unser Schönwettersystem?
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon H2O » Do 2. Apr 2020, 08:02

In der neuesten Ausgabe der DIE ZEIT beschreibt MP Conte/Italien die Probleme seines Landes, das vorhersehbar in eine schlimme Wirtschaftskrise geraten wird. Im Grunde bittet er um europäische Solidarität hinsichtlich der Schuldengrenze Italiens.

Ja, da wird sich niemand verweigern können. Ganz ausdrücklich geht es MP Conte nicht um eine Vergemeinschaftung von Schulden. Dieser Grundsatz muß gelten: Handlung und Verantwortung müssen in einer Hand bleiben. Auf dieser Grundlage müssen wir in Europa wohl tatsächlich in die nachfolgende Wirtschaftskrise hinein gehen. Und dazu gehören klare und verpflichtende Pläne auf den Tisch, die zu jedem Zeitpunkt in der Durchführung bewertet werden können. Und dazu gehören auch Werkzeuge, wie willkürliche Planabweichungen abgestraft werden sollen.

Unter solchen Randbedingungen: Warum nicht?
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Re: EU-Desintegtration oder Solidarität Vor dem Hintergrund von Coronavirus?

Beitragvon Orbiter1 » Do 2. Apr 2020, 08:19

watisdatdenn? hat geschrieben:(01 Apr 2020, 23:56)

Ich mag die Italiener, aber wenn sie die Flughäfen kontrolliert hätten, so wie die Taiwaner, wäre Europa jetzt einiges erspart geblieben!

Liegt wohl auch daran, dass Salvini nicht mehr Innenminister ist, der hätte die Flughäfen sicher schneller geschlossen, als er damals die Häfen für Flüchtlinge geschlossen hat.

Italien hat Ende Januar als erstes Land den Flugverkehr mit China eingestellt. 1 Woche vor Südkorea. Salvini hat sich im Januar ausschließlich mit Wahlkampf für die Regionalwahlen in Emilia Romagna und Kalabrien beschäftigt. Das Coronavirus hat ihn Null interessiert. Bei den Regionalwahlen ist seine Partei auf die Fresse gefallen, der geplante Marsch nach Rom wurde abgeblasen.
Ja und bevor man anderen hilft muss man selbst sicher sein.
Das ist logisch.

Die Unterstützung von China und Russland erfolgt selbstverständlich nicht aus Gründen der Hilfsbereitschaft. China will seine Projekte der Neuen Seidenstraße weiter vorantreiben und Russland will endlich die EU-Sanktionen wegen der Krim-Annektion loswerden. Die werden nur verlängert wenn es dazu einen einstimmigen Beschluss aller EU-Mitgliedstaaten gibt.

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