Privatärzte: zu unrecht verurteilt?

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Balsamico
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Privatärzte: zu unrecht verurteilt?

Beitragvon Balsamico » Mo 13. Jan 2020, 13:55

Wer schon einmal in einer nicht gerade kleinen Stadt nach Fachärzten recherchiert hat, wird schon auf sie gestoßen sein: Privatärzte, also solche, die ausschließlich Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln.

Google scheint mir die Geschichte nicht so einfach verständlich und eindeutig rüber zubringen und aus eigener Erfahrung oder aus meinem Umfeld weiß ich nur wenig über Ärzte und Krankenkassen usw.

Wie mir aber die Sachlage zu sein scheint:

Ärzte, die auf ihren Ruf und Gewissen und Gerechtigkeit pfeifen, freuen sich an einer 2-Klassenmedizin und behandeln nur diejenigen, die es sich leisten können nicht gesetzlich versichert zu sein. Diagnosen, Behandlungen, Produkte, Rezepte, Kuren, Krankenscheine, Substanzen, Technologien, Termine... Lebensqualität- udn dauer... usw. usw... hängen zuallererst von den Wünschen des Patienten ab. Also nicht nur, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung =Gesundheit je nach kapitalistischer Kaste gestattet ist, obendrauf, wer zahlen kann dem verschaffen Privatärzte Zugang zu Luxusleistungen und -waren die Kraft Gesetztes nur Ärzte bieten können.

Der Markt ist hier doch aus so nahe liegenden, moralischen Gründen nun mal fehl am Platz. Mit welchem Recht, wird einem Arbeiter oder Pflegeangestelltem mit seiner popeligen AOK ein gleicher Zugang zum Gesundheitssystem verwehrt?

Gesundheit ist weder Luxusware noch Selbstverständlichkeit, woraus doch folgt, dass der Zugang zum Gesundheitssystem möglichst allen derselbe sein muss. Kaum einer wird das besser wissen als ein Arzt. Als solcher sich trotzdem Tag für Tag dem Gegenteil zu verkaufen, da gehört >ganz schön was< dazu.

Aber wie gesagt, es mag aber sein, dass ich da eine einseitige Sicht auf diese Dinge habe, die alles andere als fundiert ist, weshalb mich eure Sichtweisen interessieren. Das Netz und seine Anonymität lässt sicher ehrlichere Aussagen zu, als das Reallife...

Bin gespannt!
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Teeernte
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Re: Privatärzte: zu unrecht verurteilt?

Beitragvon Teeernte » Mo 13. Jan 2020, 14:01

Nur ein LIEBER .....DEUTSCHER, KASSENARZT - darf KASSENPATIENTEN abrechnen.

Wer keine KASSENZULASSUNG hat - aber das "Gewerbe" betreiben - macht PRIVAT >> KASSE.

DIE KASSE(n) schliessen die anderen Ärzte (und andere Leistungen) aus.

Natürlich würd der PRIVATARZT gern seine Leistung auch an die Kasse verkaufen ....... :D :D :D
..nur nicht zu den Sch....EIS...s - Vertragsbedingung der Kassen. :D :D :D (und das Geld ein JAHR später - nicht wissend - wieviel Geld es für die Behandlung gibt...)
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Realist2014
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Re: Privatärzte: zu unrecht verurteilt?

Beitragvon Realist2014 » Mo 13. Jan 2020, 14:19

Balsamico hat geschrieben:(13 Jan 2020, 13:55)

Wer schon einmal in einer nicht gerade kleinen Stadt nach Fachärzten recherchiert hat, wird schon auf sie gestoßen sein: Privatärzte, also solche, die ausschließlich Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln.


Der Markt ist hier doch aus so nahe liegenden, moralischen Gründen nun mal fehl am Platz. Mit welchem Recht, wird einem Arbeiter oder Pflegeangestelltem mit seiner popeligen AOK ein gleicher Zugang zum Gesundheitssystem verwehrt?

Gesundheit ist weder Luxusware noch Selbstverständlichkeit, woraus doch folgt, dass der Zugang zum Gesundheitssystem möglichst allen derselbe sein muss. Kaum einer wird das besser wissen als ein Arzt. Als solcher sich trotzdem Tag für Tag dem Gegenteil zu verkaufen, da gehört >ganz schön was< dazu.

Aber wie gesagt, es mag aber sein, dass ich da eine einseitige Sicht auf diese Dinge habe, die alles andere als fundiert ist, weshalb mich eure Sichtweisen interessieren. Das Netz und seine Anonymität lässt sicher ehrlichere Aussagen zu, als das Reallife...

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Eine Kassenzulassung muss ein niedergelassener Arzt beantragen.

Niemand kann ihn dazu zwingen

Und in der Verfassungs steht die Berufsfreiheit und die Vertragsfreiheit.

Somit steht es jedem niedergelassenen Arzt frei, wen er behandelt. Aben auch nur gegen Rechnung
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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jorikke
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Re: Privatärzte: zu unrecht verurteilt?

Beitragvon jorikke » Do 16. Jan 2020, 22:57

Balsamico hat geschrieben:(13 Jan 2020, 13:55)

Wer schon einmal in einer nicht gerade kleinen Stadt nach Fachärzten recherchiert hat, wird schon auf sie gestoßen sein: Privatärzte, also solche, die ausschließlich Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln.

Google scheint mir die Geschichte nicht so einfach verständlich und eindeutig rüber zubringen und aus eigener Erfahrung oder aus meinem Umfeld weiß ich nur wenig über Ärzte und Krankenkassen usw.

Wie mir aber die Sachlage zu sein scheint:

Ärzte, die auf ihren Ruf und Gewissen und Gerechtigkeit pfeifen, freuen sich an einer 2-Klassenmedizin und behandeln nur diejenigen, die es sich leisten können nicht gesetzlich versichert zu sein. Diagnosen, Behandlungen, Produkte, Rezepte, Kuren, Krankenscheine, Substanzen, Technologien, Termine... Lebensqualität- udn dauer... usw. usw... hängen zuallererst von den Wünschen des Patienten ab. Also nicht nur, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung =Gesundheit je nach kapitalistischer Kaste gestattet ist, obendrauf, wer zahlen kann dem verschaffen Privatärzte Zugang zu Luxusleistungen und -waren die Kraft Gesetztes nur Ärzte bieten können.

Der Markt ist hier doch aus so nahe liegenden, moralischen Gründen nun mal fehl am Platz. Mit welchem Recht, wird einem Arbeiter oder Pflegeangestelltem mit seiner popeligen AOK ein gleicher Zugang zum Gesundheitssystem verwehrt?

Gesundheit ist weder Luxusware noch Selbstverständlichkeit, woraus doch folgt, dass der Zugang zum Gesundheitssystem möglichst allen derselbe sein muss. Kaum einer wird das besser wissen als ein Arzt. Als solcher sich trotzdem Tag für Tag dem Gegenteil zu verkaufen, da gehört >ganz schön was< dazu.

Aber wie gesagt, es mag aber sein, dass ich da eine einseitige Sicht auf diese Dinge habe, die alles andere als fundiert ist, weshalb mich eure Sichtweisen interessieren. Das Netz und seine Anonymität lässt sicher ehrlichere Aussagen zu, als das Reallife...

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...popelige AOK?? Warum glaubst du eines der besten Gesundheitssysteme durch solcherlei negative Wortwahl verunglimpfen zu müssen?
Ich bin zwar in einer Betriebskrankenkasse, ist aber das Gleiche.
In meinem ganzen bisher 77-jährigen Leben ist es mir kein einziges Mal passiert, das irgendeine Behandlung oder Kostenübernahme abgelehnt wurde. Nun war ich auch bis etwa zum 70. so gut wie nie krank, danach kam es aber ziemlich dicke. Erst neue Herzklappe und Bypass, dann Krebs OP. Hat bestimmt einen Haufen Kohle gekostet. Keinerlei Anstände, bin jetzt wieder vollkommen gesund, keinerlei Beeinträchtigungen mehr. Was wünscht man sich mehr von einem Gesundheitssystem? Das daneben einige Privatärzte existieren, die vermögenden Patienten mit Schönheits - OPs das Geld aus der Tasche ziehen, Wen juckt´s ?
Steht jedem Arzt frei. Gut müssen sie sein, ein finanzielles Auffangbecken gibt es für sie nicht.

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