Arbeitskräftemangel - überbewertet?

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watisdatdenn?
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 10. Jan 2020, 21:41

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2020, 21:36)
Und was genau hat der Fachkräftemangel nun mit dem Thema Flüchtlinge zu tun?

Nun der Fachkräftemangel wurde durch die Flüchtlinge gelöst.
Das war das Heilsversprechen 2015 durch die Industrieverbände (unter anderem der IHK): https://www.br.de/nachricht/arbeitgeber ... n-100.html

Die Leute sind jetzt da (und werden wohl auch nicht mehr gehen..), also erwarte ich von den Arbeitgebern, dass einfach nur das gesellschaftliche Versprechen das ihre Verbände in ihrem Namen gemacht haben (wirtschaftlicher Nutzen durch die Flüchtlingsfachkraft) einlösen und nicht rumjammern.

Bisher hängen überproportional viele Flüchtlinge trotz oft besten arbeitsfähigen Alter im Sozialsystem fest. Es gibt also mehr als genug (von den Wirtschaftsverbänden willkommen geheißene und angeforderte!) Fachkräftereserven!
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Realist2014
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Realist2014 » Fr 10. Jan 2020, 21:52

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jan 2020, 21:41)

Nun der Fachkräftemangel wurde durch die Flüchtlinge gelöst.


Nein, wurde er natürlich nicht

Das war das Heilsversprechen 2015 durch die Industrieverbände (unter anderem der IHK): https://www.br.de/nachricht/arbeitgeber ... n-100.html


Das war kein "Heilsversprechen", sondern ein Ausdruck der Hoffnung.


Die Leute sind jetzt da (und werden wohl auch nicht mehr gehen..),


Ja, das war ein humanitärer Akt im Sommer 2015

also erwarte ich von den Arbeitgebern, dass einfach nur das gesellschaftliche Versprechen das ihre Verbände in ihrem Namen gemacht haben (wirtschaftlicher Nutzen durch die Flüchtlingsfachkraft) einlösen und nicht rumjammern.


DIe Arbeitegeber benötigen Fachkräfte. Sie haben aber weder vor noch nach 2015 irgendwelche "Versprechen" gemacht, unqualifizierstes Personal einzustellen- egal ob "Flüchtlinge" oder andere.

Was bezweckst du mit dieser seltsamen Verdrehung der tatsächlichen Fakten?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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watisdatdenn?
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 10. Jan 2020, 22:03

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2020, 21:52)
DIe Arbeitegeber benötigen Fachkräfte. Sie haben aber weder vor noch nach 2015 irgendwelche "Versprechen" gemacht, unqualifizierstes Personal einzustellen- egal ob "Flüchtlinge" oder andere.

Das hat sich 2015/2016 noch ganz anders angehört:
"Flüchtlinge zahlen unsere Rente!"
"Flüchtlinge sind besser ausgebildet als Einheimische!"
"Wir brauchen Flüchtlinge als Fachkräfte!"

Zetsche, Kaeser, VW, IHK, lokale Handwerksunternehmen usw...
Da stießen sie fast alle in das selbe Horn und sind was das angeht "merkwürdigerweise" sehr stumm geworden.

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2020, 21:52)
Was bezweckst du mit dieser seltsamen Verdrehung der tatsächlichen Fakten?

Ich würde es gerne sehen,wenn die Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber den gesellschaftlichen Schaden den sie durch Befürwortung der anarchistischen Migrationspraktiken (2014-heute) mit angerichtet haben zumindest zum Teil im wirtschaftlichen Sinne wieder ausbügeln.
Ich würde es gerne sehen wenn Flüchtlinge zumindest der deutschen Wirtschaft einen echten Nutzen brächten (und somit tatsächlich den Wohlstand etwas sichern würden) und nicht überproportional in Sozialsystemen hängen blieben (das ist die aktuelle Realität)..
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Realist2014 » Fr 10. Jan 2020, 22:12

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jan 2020, 22:03)

Das hat sich 2015/2016 noch ganz anders angehört:
"Flüchtlinge zahlen unsere Rente!"
"Flüchtlinge sind besser ausgebildet als Einheimische!"
"Wir brauchen Flüchtlinge als Fachkräfte!"

Zetsche, Kaeser, VW, IHK, lokale Handwerksunternehmen usw...
Da stießen sie fast alle in das selbe Horn und sind was das angeht "merkwürdigerweise" sehr stumm geworden.


Abgesehen von deinen seltsamen "Wortverdrehungen" war es das Prinzip Hoffnung, dass unter den Flüchtlingen eben auch Personen sind, welche im Kontext Fachkräftemangel "brauchbar" sein würden.

Ich würde es gerne sehen,wenn die Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber den gesellschaftlichen Schaden den sie durch Befürwortung der anarchistischen Migrationspraktiken (2014-heute) mit angerichtet haben zumindest zum Teil wieder ausbügeln.


Diese "Befürwortung" fand zeitlich nach der "Welle" im Sommer/Herbst 2015 statt.
Du suggerierst hier, die Wirtschaftsverbände/Arbeitgeber hätten quasi eine "Einladung" ausgesprochen, für die sie jetzt "zuständig" wären.
Das ist natürlich kompletter Nonsens. Das weißt du aber selber.

Ich würde es gerne sehen wenn Flüchtlinge zumindest der deutschen Wirtschaft einen echten Nutzen brächten (und somit tatsächlich den Wohlstand etwas sichern würden) und nicht überproportional in Sozialsystemen hängen blieben..


Ich würde gerne mal deine "Alternativvorschläge" bezüglich der "Flüchtlinge" lesen, welche mit der deutschen Verfassung kompatibel sind.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 10. Jan 2020, 22:42

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2020, 22:12)
Du suggerierst hier, die Wirtschaftsverbände/Arbeitgeber hätten quasi eine "Einladung" ausgesprochen, für die sie jetzt "zuständig" wären.

Sie haben keine Einladung ausgesprochen, aber sie haben die anarchistische Zuwanderung mehr oder weniger deutlich begrüßt und somit aus wirtschaftlicher Sicht legitimiert!
Ich habe zu dieser Zeit keine kritischen Stimmen aus der Wirtschaft und den Wirtschaftsverbänden über die mangelnde Qualifikation von Flüchtlingen gelesen/gehört. Das kam erst später, ab 2017/2018.

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2020, 22:12)
Ich würde gerne mal deine "Alternativvorschläge" bezüglich der "Flüchtlinge" lesen, welche mit der deutschen Verfassung kompatibel sind.

Dublin 3 regelte das ganze bereits verfassungskonform.. Ebenso Grundgesetz Artikel 16a(2). Es wurde/wird halt leider nur nicht angewendet/eingehalten.
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Wähler » Sa 11. Jan 2020, 06:57

Engpass-Analyse 2013 IW-Köln (Liste Engpass-Berufe Seite 37 bis 39)
https://www.iwkoeln.de/studien/gutachte ... 12720.html
"Nicht alle Berufsfelder sind gleichermaßen von Engpässen betroffen
Betrachtet man Berufsfelder – also Berufsgattungen von Berufen mit ähnlichen Merkmalen, fanden sich die meisten Engpassberufe in den Berufsfeldern Energie und Elektro sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Hier lagen in mehr als der Hälfte aller Berufsgattungen Engpässe vor. Auch im Berufsfeld Metall war knapp die Hälfte aller Berufe betroffen. Nur in geringem Maße bestanden Engpässe dagegen in den Berufsfeldern Unternehmensorganisation und Verwaltung, Verkauf und Tourismus sowie Sprache, Wirtschaft und Gesellschaft. Überhaupt keine Engpassberufe wiesen die Berufsfelder Landwirtschaft und Gartenbau, Rohstoff, Glas und Keramik, Papier und Druck, Textil und Leder, Lebensmittel sowie Militär auf."


SZ 25. Juli 2011 Deutsche Wirtschaft sucht Arbeitskräfte
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.1124169
"So stehen Pflegekräfte auf der Liste der zehn Berufsgruppen, für die es am meisten offene Stellen gibt. 25.000 Altenpfleger, Erzieherinnen und Sozialarbeiter wurden im Juni über die BA gesucht. Zugleich waren jedoch zum Beispiel 48.700 Altenpfleger arbeitslos...Gesucht werden examinierte Fachkräfte, viele Erwerbslose sind das als Altenpflegehelfer allerdings nicht...In Branchen, die bekannt sind für eine eher schlechte Bezahlung und miese Arbeitsbedingungen, haben die Arbeitgeber es besonders schwer, offene Stellen zu besetzen. So stehen auf der Liste der zehn Berufsgruppen, für die es die meisten offenen Jobs gibt, auch Verkäufer, Krankenschwestern, Kellner oder Kraftfahrer."

Auch wenn die KI-Problematik hinzugekommen ist, hat sich an der Lage in den genannten Engpass-Berufen in den letzten Jahren wenig geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Skull » Sa 11. Jan 2020, 08:22

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jan 2020, 22:42)

Sie haben keine Einladung ausgesprochen, aber sie haben die anarchistische Zuwanderung mehr oder weniger deutlich begrüßt und somit aus wirtschaftlicher Sicht legitimiert!
Ich habe zu dieser Zeit keine kritischen Stimmen aus der Wirtschaft und den Wirtschaftsverbänden über die mangelnde Qualifikation von Flüchtlingen gelesen/gehört. Das kam erst später, ab 2017/2018.


Dublin 3 regelte das ganze bereits verfassungskonform.. Ebenso Grundgesetz Artikel 16a(2). Es wurde/wird halt leider nur nicht angewendet/eingehalten.

Guten Morgen,

wir sind hier nicht im Forum 2.

Eine Mutierung dieses Threads zu einem Flüchtlings-Thread wird die Moderation unterbinden.

Weitere Ausflüge zu diesem Thema wandern unangekündigt in die Ablage.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Papaloooo » So 12. Jan 2020, 15:46

Ich jedenfalls würde mir wünschen, dass die Bundesregierung bei vielen Zukunftsberufen in die Ausbildung investiert:

In alle Pflegeberufe, der gesamte Bereich von Erziehung und Bildung ab dem Kleinkindesalter bis in die Studienzeit, in die Heilberufe usw.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Aldemarin » Do 16. Jan 2020, 14:21

Wie kann man eigentlich erwarten, daß von Ländern, die allgemein als "3. Welt" gelten, viele hochqualifizierte Fachkräfte einwandern? Im Übrigen, warum kein Förderprogramm für Robotik.
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 14:39

Aldemarin hat geschrieben:(16 Jan 2020, 14:21)

Wie kann man eigentlich erwarten, daß von Ländern, die allgemein als "3. Welt" gelten, viele hochqualifizierte Fachkräfte einwandern?



Wo steht, dass Einwanderung nur aus den Ländern der "3.Welt" folgen soll?


Im Übrigen, warum kein Förderprogramm für Robotik.


Was genau sollte da in welcher Form "gefördert" werden ?
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Aldemarin » Do 16. Jan 2020, 18:56

Es soll die Förderung möglichst autonomer Geräte mit humanoiden Eigenschaften erfolgen, zum Beispiel in Form von Maschinen, die komplexe Reparatur- und Wartungsarbeiten an anderen Geräten durchführen können, aber auch von Robotern, die Haushaltstätigkeiten, wie Wäsche aufhängen und verräumen können.

Im Übrigen wäre es einmal echt interessant herauszufinden, unter welchen Umständen Leute bereit sind, aus ihrer Heimatregion aus- und in ein anderes Land oder einen anderen Landesteil einzuwandern. Mit Geld allein dürfte es in vielen Fällen nicht getan sein, insbesondere wenn es in weit entferntes Land geht. Warum versuchen wir in Deutschland nicht alles mit der bestehenden Bevölkerung zu bewältigen? Wir sind mit über 80 Millionen das bevölkerungsreichste Land der EU und auch eines der am dichtesten besiedelten Länder der EU!
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Re: Arbeitskräftemangel - überbewertet?

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 19:16

Aldemarin hat geschrieben:(16 Jan 2020, 18:56)

Es soll die Förderung möglichst autonomer Geräte mit humanoiden Eigenschaften erfolgen, zum Beispiel in Form von Maschinen, die komplexe Reparatur- und Wartungsarbeiten an anderen Geräten durchführen können, aber auch von Robotern, die Haushaltstätigkeiten, wie Wäsche aufhängen und verräumen können.


Was oder wer genau soll gefördert werden?

Die Hersteller - oder die Käufer ?

Im Übrigen wäre es einmal echt interessant herauszufinden, unter welchen Umständen Leute bereit sind, aus ihrer Heimatregion aus- und in ein anderes Land oder einen anderen Landesteil einzuwandern. Mit Geld allein dürfte es in vielen Fällen nicht getan sein, insbesondere wenn es in weit entferntes Land geht.


Es geht meist um die Verbesserung der persönlichen Lebenssituation.

Warum versuchen wir in Deutschland nicht alles mit der bestehenden Bevölkerung zu bewältigen?


Was schlägst du vor bei der existierenden Demographie?
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