Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

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conscience
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Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon conscience » So 1. Dez 2019, 22:35

Alternative Medien werden einerseits gepriesen, da sie eine andere Sichtweise auf Nachrichten bringen, andererseits, wenn ihnen nicht pauschal unterstellt wird, zu lügen, so doch nachgesagt zu manipulieren.

Beispiel - Wie „alternative Medien“ manipulieren
Die Arbeit traditioneller Medien wie Zeitungen, Radiosender und Fernsehstationen basiert auf journalistischen Qualitätsstandards. Daran fühlen sich die sogenannten „alternativen Medien“ nicht gebunden, die auch extremistische, populistische oder verschwörungstheoretische Äußerungen mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit verbreiten.[…] Linden beleuchtete die Arbeit alternativer Portale wie „Nuoviso TV“ oder „Compact und Compact TV“ oder „KenFM“, deren Konsumenten auch durch die Ukraine-Krise motiviert wurden, abstruse Theorien zu glauben und später als Wutbürger bei Demos in Berlin den Leitspruch „Weder links noch rechts“ skandierten oder „Mut zur Wahrheit“ forderten. Die untersuchten Portale vertreten oft die These, dass „fast alles geplant“ sei; sie sind antikapitalistisch und pflegen den gemeinsamen Identitätskern, dass Medien und Politik angeblich ein gleichgeschaltetes Kartell gegen Wahrheit, Souveränität und Bürger bilden. Anhänger der „alternativen Medien“ betiteln traditionelle Medien deshalb als „Lügenpresse“.

Quelle: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokal ... n_18719618

Linden spricht sogar von einem digitalen Untergrund.
https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/di ... 1.18627359

Was ist an der These, dass die Alternativen Medien subversiv sind, dran ?

Ist die Popularität der "Alternativen Medien" ein Krisenzeichen für den Zustand der Republik ?
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon naddy » Mo 2. Dez 2019, 02:31

Dazu schrieb ich bereits im Sammelstrang: ÖR:

Trotz aller Mängel ist der ÖRR aus einem wichtigen Grund dubioseren Quellen vorzuziehen: Man weiß in der Regel wer dahinter steckt. Oder kann es zumindest herausfinden. Und somit bei offensichtlichen Falschmeldungen die Verantwortlichen in einer öffentlichen Diskussion stellen. Das ist den Medienvertretern durchaus bewußt und hat in den letzten Jahren zu etlichen Selbstreinigungsprozessen geführt. Die mögliche Manipulation der "öffentlichen Meinung" ist also weniger im Bereich "Fake", als in der Selektion des Berichteten zu suchen.


Zu deinen Fragen:

conscience hat geschrieben:Was ist an der These, dass die Alternativen Medien subversiv sind, dran ?


Das ist so pauschal nicht zu sagen und erfordert im Einzelfall eine teilweise umfangreiche persönliche Recherche mit Quervergleichen, Autorenüberprüfung usw., usf. Aber auch deren Ergebnis verschafft nur relative Sicherheit.

Ist die Popularität der "Alternativen Medien" ein Krisenzeichen für den Zustand der Republik ?


Zumindest sehe ich darin eine gewisse Gefahr. Das Quantum geteilten Wissens nimmt ab und damit auch die Wahrscheinlichkeit, über irgendeine Sache Konsens zu erzielen. In einigen Fällen führt das zu esoterischen Meinungen mit unverrückbarem Überzeugungscharakter, die dann in Diskussionsforen aufeinanderprallen.

Was mir nach vielen Jahren in Forendiskussionen zunehmend auffällt: Das historische und politische Wissen ist im allgemeinen erschreckend gering. Kann aber auch an meinem Alter liegen. ;)
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon unity in diversity » Mo 2. Dez 2019, 03:00

There is no alternative" (shortened as TINA), von Margaret Thatcher hoffähig gemacht, wurde bereitwillig von anderen Politikern übernommen. Damit bekamen Behauptungen einen Status, der nicht hinterfragt werden sollte.

Dabei gibt es in einer Demokratie immer diskussionswürdige Alternativen, zu allem.

Klickt man das "aus Zeitmangel" einfach weg, schießen lauter Alternativen aus dem Boden, die nicht immer Alternativen sein müssen. Einige leben auch von Behauptungen.
Der Konsensprozeß dauert länger, als wenn die Qualitätsmedien gleich die richtigen Fragen gestellt hätten. Das ist Aufgabe der publikativen Gewalt, damit sie glaubwürdig bleibt und um "alternative" Medien auszutrocknen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 2. Dez 2019, 03:30

Natürlich sind alternative Medien ein Segen!

Würde man sich nur bei den Mainstream-Medien (ÖRR, Springer-Verlag) informieren, hätte man z.B. keine Ahnung was wirklich in Odessa passiert ist.

Oder dass Italien bei der Seenotrettung lange Zeit die Leute nach Afrika zurückgebracht hat, bis es vom EUGh über Strafzahlungen ab 2012 dazu gezwungen wurde, diese geretteten nach Europa zu bringen (soviel zur europäischen Lösung der Flüchtlingskrise... ohne EU gäbe es diese nicht!).

Diese für das Gesamtbild wichtige Information habe ich in der Mainstreampresse einmal 2011 (Verhinderung der Abschiebehaft durch das verfluchte EuGH) und 2012 (Strafe an Italien, weil es Flüchtlinge nicht nach Europa gebracht hat) als Randnotiz gelesen, und danach nie wieder, dabei sind auch das zentrale Ursachen für die Flüchtlingskrise ab 2014!!

Wer das in diesem Zusammenhang jetzt nicht wusste (ich vermute das wissen 90% der Bevölkerung nicht), informiert sich höchstwahrscheinlich nur über die Mainstreammedien, welche absurderweise in der Flüchtlingsfrage die EU als Lösung verkauft (dabei ist sie mit der Verursacher)!

Die Beziehung „Lückenpresse“ für die Mainstream-Medien ist mehr als angebracht.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 2. Dez 2019, 08:22

"Die Arbeit traditioneller Medien wie Zeitungen, Radiosender und Fernsehstationen basiert auf journalistischen Qualitätsstandards."

:D Nichtsdestotrotz sind diese Medien immer noch besser als irgendwelche Blogs von Hobbyjournalisten.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 2. Dez 2019, 08:37

Kommt drauf an, wie weit man "Alternative Medien" fasst.

Im Prinzip ist eine Demokratisierung der Medienlandschaft zu begrüßen. Allerdings wird dort auch entsprechend viel Mist geschrieben. Dementsprechend muss man eine gewisse Medienkompetenz haben, um mit solchen Medien umgehen zu können, und die haben viele ihrer Leser nicht.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Skeptiker » Mo 2. Dez 2019, 09:13

conscience hat geschrieben:(01 Dec 2019, 22:35)

Alternative Medien werden einerseits gepriesen, da sie eine andere Sichtweise auf Nachrichten bringen, andererseits, wenn ihnen nicht pauschal unterstellt wird, zu lügen, so doch nachgesagt zu manipulieren.

Beispiel - Wie „alternative Medien“ manipulieren

Quelle: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokal ... n_18719618

Linden spricht sogar von einem digitalen Untergrund.
https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/di ... 1.18627359

Was ist an der These, dass die Alternativen Medien subversiv sind, dran ?

Ist die Popularität der "Alternativen Medien" ein Krisenzeichen für den Zustand der Republik ?

In alternativen Medien steht viel Mist.

Ohne alternative Medien, würde der Mist der seriösen Medien einfach stehenbleiben - ohne Chance erkannt zu werden.

Die Medienlandschaft ohne alternative Medien ist wie eine Demokratie ohne Opposition. Die Opposition mag manchen Unsinn vertreten, aber sie erfüllt dennoch eine Funktion.

Letztendlich gehört allerdings auch Medienkompetenz dazu Fakten von Fake zu unterscheiden. Die Erkenntnis dass das nicht immer so einfach ist, ist der erste Schritt zum mündigen Bürger.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon H2O » Mo 2. Dez 2019, 09:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Dec 2019, 08:22)

"Die Arbeit traditioneller Medien wie Zeitungen, Radiosender und Fernsehstationen basiert auf journalistischen Qualitätsstandards."

:D Nichtsdestotrotz sind diese Medien immer noch besser als irgendwelche Blogs von Hobbyjournalisten.


In dieser Sichtweise kann ich Sie nur unterstützen. Manchmal mache ich mir Sorgen, daß auch große Zeitungen nicht nur neutral berichten, was Sache ist. Da befürchte ich wirtschaftliche Widersprüche und Existenzkämpfe der Betroffenen. Heilige sind weder die Leser noch die Journalisten... aber man kann mit etwas eigener Denkarbeit doch heraus finden, wo man möglichst viel "Wahrheit" möglichst gut ausgewählt erfahren kann.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Skeptiker » Mo 2. Dez 2019, 09:18

Watchful_Eye hat geschrieben:(02 Dec 2019, 08:37)

Kommt drauf an, wie weit man "Alternative Medien" fasst.

Im Prinzip ist eine Demokratisierung der Medienlandschaft zu begrüßen. Allerdings wird dort auch entsprechend viel Mist geschrieben. Dementsprechend muss man eine gewisse Medienkompetenz haben, um mit solchen Medien umgehen zu können, und die haben viele ihrer Leser nicht.

:thumbup: Genau!
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon H2O » Mo 2. Dez 2019, 09:28

Ja, man muß aber auch auf dem Teppich bleiben: In meiner aktiven Zeit hatte ich gut zu tun, die Erwartungen meiner Kundschaft zu erfüllen, die mich dafür auch gut entlohnte. Damals war eine kritische Nachrichtenanalyse gar nicht so einfach möglich. Dann ist unsereiner schon dankbar, daß es eben doch Qualitätsblätter gibt, die sich ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit erarbeitet haben. Das Fernsehen habe ich damals abgeschafft, weil ich regelmäßig vor dem Fernseher eingeschlafen bin. Der Körper verlangt nun einmal sein Recht.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 2. Dez 2019, 09:32

Der wesentliche Unterschied zwischen den Qualitätsmedien und den Alternativmedien liegt darin, dass man in den Qualitätsmedien nach guter journalistischer Tradition noch zwischen Nachrichten und Kommentaren (=Meinungen) trennt und Kommentare auch als solche kennzeichnet. In den den alternativen Medien finden sich praktisch keine Nachrichten mehr, sondern nur noch Meinungen, auch wenn manchmal versucht wird zu suggerieren, dass es sich um Nachrichten handle. Das ist schlechtes Handwerk und zumindest für mich daher verzichtbar.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon conscience » Mo 2. Dez 2019, 09:47

Watchful_Eye hat geschrieben:(02 Dec 2019, 08:37)

Kommt drauf an, wie weit man "Alternative Medien" fasst.

Im Prinzip ist eine Demokratisierung der Medienlandschaft zu begrüßen. Allerdings wird dort auch entsprechend viel Mist geschrieben. Dementsprechend muss man eine gewisse Medienkompetenz haben, um mit solchen Medien umgehen zu können, und die haben viele ihrer Leser nicht.


Nun die "Alternativ-Medien" profitieren doch davon, dass die "Kompetenzen" bei einer Vielzahl der Leute abhanden gekommen ist. Und liegt eventuell darin, dass das allgemeine kulturelle Niveau der Gesellschaft zusammen mit den sozialen Standards gesunken sind.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 2. Dez 2019, 15:38

Was zählt denn alles zu alternativen Medien?

Also von KenFM halte ich zB wenig (wenn man über sein verzerrtes Weltbild hinwegsehen kann, hat er vereinzelt interessante Interviewpartner) und von Compact gar nichts. Gleichzeitig gibt es ja durchaus interessante Blogger oder kleine Magazine mit eigener Perspektive. Sind das alternative Medien?
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 2. Dez 2019, 15:50

Watchful_Eye hat geschrieben:(02 Dec 2019, 15:38)
Was zählt denn alles zu alternativen Medien?

Also von KenFM halte ich zB wenig (wenn man über sein verzerrtes Weltbild hinwegsehen kann, hat er vereinzelt interessante Interviewpartner) und von Compact gar nichts. Gleichzeitig gibt es ja durchaus interessante Blogger oder kleine Magazine mit eigener Perspektive. Sind das alternative Medien?

Wie sehen sich denn diese interessanten Blogger und kleinen Magazinmachern selbst? Als alternative Medienmacher? Oder doch als Teil der Welt der "Systemmedien"?
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 2. Dez 2019, 15:56

Troh.Klaus hat geschrieben:(02 Dec 2019, 15:50)

Wie sehen sich denn diese interessanten Blogger und kleinen Magazinmachern selbst? Als alternative Medienmacher? Oder doch als Teil der Welt der "Systemmedien"?

Ja, genau das ist ja die Frage. Bedeutet "alternative Medien" hier "Gegner der Systemmedien"?

Zählt fefe zu den alternativen Medien? Jung & Naiv? Rezo?
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Brainiac » Mo 2. Dez 2019, 16:02

Es gibt zu diesem Phänomen bereits eine längere, etwas ältere Diskussion. Die "Lügenpresse" der anderen Seite
Sicherlich redet man dabei über ein politisch wie qualitativ sehr heterogenes Feld.
Jeder hat das Recht
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 2. Dez 2019, 16:19

Brainiac hat geschrieben:(02 Dec 2019, 16:02)

Es gibt zu diesem Phänomen bereits eine längere, etwas ältere Diskussion. Die "Lügenpresse" der anderen Seite
Sicherlich redet man dabei über ein politisch wie qualitativ sehr heterogenes Feld.

Ist halt die Frage, ob quasi schon per Definition radikale Verschwörungstheoretiker gemeint sind oder nicht. Die von dir in dem Thread genannten "Achse des Guten" sind zB weit rechts der Mitte, aber sie wittern nicht überall Verschwörungen. Es gibt dort durchaus zitierfähige Artikel und viele Redakteure stammen aus dem Umfeld "klassischer" Medien.

Und natürlich gibt es auch viele "gemäßigte" Meinungsblogs wie zB die "Salonkolumnisten".
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon watisdatdenn? » Di 3. Dez 2019, 08:53

Watchful_Eye hat geschrieben:(02 Dec 2019, 15:56)
Zählt fefe zu den alternativen Medien? Jung & Naiv? Rezo?

Selbstverständlich!
Und ich bin froh, dass es diese gibt!

Außer rezo und „jung & naiv“ habe ich bisher wenige gehört, die die merkwürdige Tatsache ansprechen, dass wir amerikanische Atomwaffen bei uns beherbergen, ohne irgendwelche Einflussmöglichkeiten darauf.

Dafür sind wir ein attraktives Ziel für Angriffe mit Atomwaffen.

Das deutsche Sicherheitskonzept dahinter kommt mir reichlich "dumm & naiv" vor.
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon watisdatdenn? » Di 3. Dez 2019, 09:09

H2O hat geschrieben:(02 Dec 2019, 09:28)
Dann ist unsereiner schon dankbar, daß es eben doch Qualitätsblätter gibt, die sich ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit erarbeitet haben.

Da fällt mir spontan kein deutsches Blatt ein, sondern eher der englische „Guardian“ oder andere..
Gut vielleicht noch die SZ, trotz teils merkwürdiger Ansichten.

Ich vertraue keinen deutschen Medien mehr. Dafür gab es schon zu viel Desinformation! (Irak, Odessa, “temporäre“ Flüchtlings“facharbeiter“, Chemnitzer „Hetzjagden“ etc..)

Welchen deutschen Medien vertraust du denn?
Dem Relotiusspiegel?

Eine gute Nachrichtenquelle finde ich primärquellen.
Z.B. Die sehr gut gemacht Webseite des deutschen Bundestages!
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Re: Alternative Medien - ein Segen oder Fluch

Beitragvon McKnee » Di 3. Dez 2019, 09:20

Skeptiker hat geschrieben:(02 Dec 2019, 09:13)

In alternativen Medien steht viel Mist.

Ohne alternative Medien, würde der Mist der seriösen Medien einfach stehenbleiben - ohne Chance erkannt zu werden.

Die Medienlandschaft ohne alternative Medien ist wie eine Demokratie ohne Opposition. Die Opposition mag manchen Unsinn vertreten, aber sie erfüllt dennoch eine Funktion.

Letztendlich gehört allerdings auch Medienkompetenz dazu Fakten von Fake zu unterscheiden. Die Erkenntnis dass das nicht immer so einfach ist, ist der erste Schritt zum mündigen Bürger.


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Es dauert, bis sich der mündige Bürger entwickelt. Wie es wichtig ist, Erfahrungen nicht nur in einem eng begrenzten Bereich zu machen, erweitert eine breite Auswählen Horizont und hilft auf dem Weg zur Mündigkeit.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D

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