Bund der Antifaschisten

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Selina
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Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 17:23

Dem Bund der Antifaschisten ist durch das Berliner Finanzamt die Gemeinnützigkeit aberkannt worden, was eine weitere Förderung ausschließt, Rückzahlungen zur Folge hat und somit zum Aus des langjährigen antifaschistischen Bundes führen würde. Das ist meines Erachtens ein Angriff auf die Demokratie. Denn dieser schon sehr lange existierende Bund hat mit Linksextremismus - so der Vorwurf - nichts, aber auch gar nichts zu tun. Antifaschismus ist ein Grundwert der Gesellschaft, zu dem nach dem Krieg immer Konsens herrschte. Inzwischen gibt es mehrere Protestaktionen, Briefe und Petitionen, die dazu auffordern, die empörende Entscheidung zurückzunehmen. Wie ist eure Meinung dazu? Es wäre schön, wenn ihr dazu die verlinkten Texte lesen würdet, auch den offenen Brief der 94-jährigen Auschwitz-Überlebenden, die zum berühmten Mädchenorchester damals gehörte, an den Bundesfinanzminister Scholz.

Zitat

BERLIN taz | Unter der Überschrift „Antifaschismus ist gemeinnützig: Unser Einsatz für eine solidarische Gesellschaft ist unteilbar!“ protestieren zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) durch das Berliner Finanzamt. „Wir sind beschämt, dass die Ausschwitz-Überlebende und heutige Ehrenvorsitzende der VVN-BdA Esther Bejarano diese Entscheidung erleben muss“, heißt es in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann, Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye, die Komponistin und Sängerin Inga Humpe, der Pianist Igor Levit, der Schriftsteller Saša Stanišić, die Journalistin Hatice Akyün sowie Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Der Kampf gegen Faschismus sei unteilbar, schreiben sie. „Darum sind wir solidarisch mit der VVN-BdA.“ Das Vorgehen der Berliner Finanzverwaltung verurteilten sie „aufs Schärfste“.


https://taz.de/Aberkennung-der-VVN-Geme ... /!5645383/

ZItat (=Ausschnitt aus dem Brief. Gesamter Brief, siehe Link, wichtig und lesenswert)

Sehr geehrter Herr Minister Scholz,

seit 2008 bin ich die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, der gemeinnützigen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gegründet 1947 von Überlebenden der Konzentrationslager und NS-Verfolgten. Die Arbeit der Antifa, die Arbeit antifaschistischer Vereinigungen ist heute - immer noch - bitter nötig. Für uns Überlebende ist es unerträglich, wenn heute wieder Naziparolen gebrüllt, wenn jüdische Menschen und Synagogen angegriffen werden, wenn Menschen durch die Straßen gejagt und bedroht werden, wenn Todeslisten kursieren und extreme Rechte nicht mal mehr vor Angriffen auf Vertreter des Staates zurückschrecken.


https://www.neues-deutschland.de/artike ... r-aus.html
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Adam Smith
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Adam Smith » Fr 29. Nov 2019, 17:26

Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Handelt es sich hierbei sogar um Antisemitismus?
Das ist Kapitalismus:

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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 17:30

Adam Smith hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:26)

Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Handelt es sich hierbei sogar um Antisemitismus?


Dazu schreibt die 94-jährige Shoah-Überlebende Esther Bejarano in dem oben verlinkten offenen Brief etwas sehr Klares.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Ebiker » Fr 29. Nov 2019, 17:40

Ein Blick in Wikipedia hätte genügt

Bewertung durch den Verfassungsschutz
Die VVN-BdA wird seit ihrer Gründung durch das Bundesamt und diverse Landesbehörden für Verfassungsschutz beobachtet und als „linksextremistisch beeinflusste Organisation“ eingestuft.[105][106] Begründet wird dies damit, dass „ihr politisches Orientierungsmuster nach wie vor die klassische orthodox-kommunistische Antifaschismus-Doktrin ist und sie sich mit gewaltbereiten Autonomen solidarisiert“. In Gremien der VVN-BdA seien „aktive Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und dieser Partei nahestehende Personen politisch tonangebend“. Seit dem Jahr 2006 wird die VVN-BdA nicht mehr explizit im Verfassungsschutzbericht des Bundes erwähnt.[105] Mit der Ausnahme von Bayern gingen mit der Zeit auch alle anderen Landesbehörden für Verfassungsschutz dazu über, den Verein nicht mehr in ihren Jahresberichten zu nennen.[107] Allerdings wird die VVN-BdA von diversen Landesbehörden für Verfassungsschutz nach wie vor beobachtet, ohne in ihren Jahresberichten erwähnt zu werden.[108][109] Der Hamburger Verfassungsschutz begründet die Nichterwähnung damit, dass die VVN-BdA „seit 2013 aufgrund einer internen Prioritätensetzung auf gewaltorientierte Personenzusammenschlüsse nur noch nachrangig beobachtet“ werde.[108] Eine Klage des bayerischen Landesverbandes der VVN-BdA gegen die Erwähnung im dortigen Verfassungsschutzbericht blieb im Jahr 2018 ohne Erfolg


Linksextreme haben genau so wenig Recht auf staatliche Förderung wie Rechtsextreme.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 17:46

Ebiker hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:40)

Ein Blick in Wikipedia hätte genügt



Linksextreme haben genau so wenig Recht auf staatliche Förderung wie Rechtsextreme.


So so. Da sind neuerdings die Überlebenden der Nazi-Konzentrationslager Linksextreme? Interessant.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Ebiker » Fr 29. Nov 2019, 17:55

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:46)

So so. Da sind neuerdings die Überlebenden der Nazi-Konzentrationslager Linksextreme? Interessant.


Wieviele Überlebende gibt es noch in diesem " Verein " ? Wer hat dort jetzt das Sagen ?
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Adam Smith
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Adam Smith » Fr 29. Nov 2019, 17:59

Ebiker hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:55)

Wieviele Überlebende gibt es noch in diesem " Verein " ? Wer hat dort jetzt das Sagen ?


Der Grund für den Verein dürfte noch der Gleiche sein.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 29. Nov 2019, 18:00

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:46)

Da sind neuerdings die Überlebenden der Nazi-Konzentrationslager Linksextreme? Interessant.

Nix interessant, blöde Verallgemeinerung, nur um das moralische Oberwasser zu bekommen. Warum sollte es denn keine Überlebenden von Nazi-KZs geben, die linksextrem sind? In der Liste von bekannten Mitgliedern wimmelt es von Politikern von Linkspartei, SED, KPD, DKP.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 18:03

Adam Smith hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:59)

Der Grund für den Verein dürfte noch der Gleiche sein.


Genau. Nie wieder, ist das Motto. Nie wieder so etwas wie Auschwitz. Ich frag mich, wieso man an solch einem Anliegen auch nur eine Sekunde lang zweifeln kann. Es geht heute um mehr Antifaschismus und nicht um weniger. Eine 94-jährige Auschwitz-Überlebende, die heute schon wieder Angst haben muss, so etwas Schreckliches könnte sich wiederholen (siehe Brief oben)... Was kann es eigentlich Schlimmeres geben?
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 18:26

Quatschki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:14)

[...]


Ja, mag sein. Dennoch gibt es kein größeres Menschheitsverbrechen als das der deutschen Nazis, die sechs Millionen Juden vergast, erschlagen und erschossen haben, die Tausende und Abertausende behinderte Menschen als "unwertes Leben" ermordeten, die in mehreren Teilen Europas ganze Ortschaften samt ihren Einwohnern vernichteten, die in der damaligen Sowjetunion unsägliches Leid angerichtet haben, 20 Millionen Sowjetbürger starben beim Feldzug der Nazis gegen ihr Land und beim "Großen Vaterländischen Krieg" gegen die Nazis, Millionen wurden von den Deutschen einfach so erschossen und erhängt, ganze Dörfer abgebrannt und so weiter und so fort. Dieses "Nie wieder" sollte heute nun allmählich mal eine Selbstverständlichkeit sein. Im selben Atemzug passiert es jedoch, dass deutsche Schüler das Unterrichtsfach "Geschichte" einfach mal eben so "abwählen" dürfen, weil es seit einigen Jahren fakultativ ist. Unfassbar! Kein Wunder, dass Nazi-Parteien wieder Zulauf haben.
Zuletzt geändert von Brainiac am Sa 30. Nov 2019, 06:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Bezugszitat entfernt
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 29. Nov 2019, 18:32

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:26)

Dieses "Nie wieder" sollte heute nun allmählich mal eine Selbstverständlichkeit sein.

Ebenso wie das "Nie wieder" in Sachen Sozialismus/Kommunismus heute eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 18:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:32)

Ebenso wie das "Nie wieder" in Sachen Sozialismus/Kommunismus heute eine Selbstverständlichkeit sein sollte.


Die Demokratie wird heute von Rechtsaußen bedroht. Meines Erachtens warst du hier doch mal Moderator. Da gehört es zum Grundlagenwissen in einem politischen Forum, Kenntnis davon zu haben, dass von Rechtsaußen im Hintergrund die "Machtübernahme" geplant wird und dass es in der Gesellschaft immer mehr Menschen - auch konservative - gibt, die einen Faschismus 2.0 in Form dieser blaunen Partei fürchten. Wenn dann in 50 Jahren mal der von dir so gefürchtete Sozialismus in irgendeiner Form wieder aufleben sollte, könntest du oder könnten deine Kinder und Enkel ja immer noch dagegen "kämpfen" :D
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Quatschki » Fr 29. Nov 2019, 18:48

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:26)

Ja, mag sein. Dennoch gibt es kein größeres Menschheitsverbrechen als das der deutschen Nazis, die sechs Millionen Juden vergast, erschlagen und erschossen haben, die Tausende und Abertausende behinderte Menschen als "unwertes Leben" ermordeten, die in mehreren Teilen Europas ganze Ortschaften samt ihren Einwohnern vernichteten, die in der damaligen Sowjetunion unsägliches Leid angerichtet haben, 20 Millionen Sowjetbürger starben beim Feldzug der Nazis gegen ihr Land und beim "Großen Vaterländischen Krieg" gegen die Nazis, Millionen wurden von den Deutschen einfach so erschossen und erhängt, ganze Dörfer abgebrannt und so weiter und so fort. Dieses "Nie wieder" sollte heute nun allmählich mal eine Selbstverständlichkeit sein. Im selben Atemzug passiert es jedoch, dass deutsche Schüler das Unterrichtsfach "Geschichte" einfach mal eben so "abwählen" dürfen, weil es seit einigen Jahren fakultativ ist. Unfassbar! Kein Wunder, dass Nazi-Parteien wieder Zulauf haben.

Es gibt eben keine Automatismus, dass jeder der sich "Antifaschismus" auf die Fahne schreibt, automatisch gemeinnützig und steuerbegünstigt ist.
Nur darum geht es hier, und nicht um die Frage, ob "gegen Nazis" zu sein eine gute Sache sei.
Wenn der Zweck des Vereins die Förderung von Leuten ist, die Bundeswehrfuhrparks abfackeln oder Polizeistationen angreifen, oder antiamerikanische und antiisraelische Hetze betreiben, oder sich von solchen Leuten nicht distanzieren, worin soll da die Gemeinnützigkeit bestehen?
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon unity in diversity » Fr 29. Nov 2019, 18:53

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:47)

Die Demokratie wird heute von Rechtsaußen bedroht. Meines Erachtens warst du hier doch mal Moderator. Da gehört es zum Grundlagenwissen in einem politischen Forum, Kenntnis davon zu haben, dass von Rechtsaußen im Hintergrund die "Machtübernahme" geplant wird und dass es in der Gesellschaft immer mehr Menschen - auch konservative - gibt, die einen Faschismus 2.0 in Form dieser blaunen Partei fürchten. Wenn dann in 50 Jahren mal der von dir so gefürchtete Sozialismus in irgendeiner Form wieder aufleben sollte, könntest du oder könnten deine Kinder und Enkel ja immer noch dagegen "kämpfen" :D

Darum gibt es einen neuerdings einen Unterschied zwischen Verantwortungsethik und Gesinnungsethik.
Wer das nicht begreift, den holt die Gesinnungsinquisition ein?
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 18:58

Quatschki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:48)

Es gibt eben keine Automatismus, dass jeder der sich "Antifaschismus" auf die Fahne schreibt, automatisch gemeinnützig und steuerbegünstigt ist.
Nur darum geht es hier, und nicht um die Frage, ob "gegen Nazis" zu sein eine gute Sache sei.
Wenn der Zweck des Vereins die Förderung von Leuten ist, die Bundeswehrfuhrparks abfackeln oder Polizeistationen angreifen, oder antiamerikanische und antiisraelische Hetze betreiben, oder sich von solchen Leuten nicht distanzieren, worin soll da die Gemeinnützigkeit bestehen?


Deine autonomen Antifa-Leute, die du hier meinst, haben nichts mit dem oben erwähnten Bund der Antifaschisten zu tun. Beide kennen sich untereinander oftmals nicht einmal. Als sich die KZ-Überlebenden zusammenschlossen und "nie wieder" schworen, gab es von den bewussten Autonomen noch nicht einmal die Andeutung eines "Samens".
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 29. Nov 2019, 18:59

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:47)

Die Demokratie wird heute von Rechtsaußen bedroht.

Die Demokratie wird von Rechts- und Linksaußen bedroht, das ist Basiswissen für jeden demokratischen Bürger :cool:
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Skeptiker » Fr 29. Nov 2019, 19:10

Selina, wäre denn eine von AfD und NPD-Mitgliedern betriebener Verein gegen linken Staatsterror in deinen Augen gemeinnützig? Die finden bestimmt auch eine Kambodschanerin mit schlimmem Schicksal, die authentisch vom Schrecken linken Terrors berichten kann.

Wäre es für dich nicht auch ein Anliegen der ganzen Gesellschaft, zu verhindern, dass jemals wieder Menschen brutal ermordet werden, deren einziges Verbrechen ist eine Brille zu tragen?

Es geht dir doch um die Opfer, oder? :|
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Fr 29. Nov 2019, 19:13

Skeptiker hat geschrieben:(29 Nov 2019, 19:10)

Selina, wäre denn eine von AfD und NPD-Mitgliedern betriebener Verein gegen linken Staatsterror in deinen Augen gemeinnützig? Die finden bestimmt auch eine Kambodschanerin mit schlimmem Schicksal, die authentisch vom Schrecken linken Terrors berichten kann.

Wäre es für dich nicht auch ein Anliegen der ganzen Gesellschaft, zu verhindern, dass jemals wieder Menschen brutal ermordet werden, deren einziges Verbrechen ist eine Brille zu tragen?

Es geht dir doch um die Opfer, oder? :|


Und wo bitte siehst du heute im Jahr 2019 "linken Staatsterror"?
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Neandertaler » Fr 29. Nov 2019, 19:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Nov 2019, 18:59)

Die Demokratie wird von Rechts- und Linksaußen bedroht, das ist Basiswissen für jeden demokratischen Bürger :cool:


Das wird zwar gern behauptet ist aber, entschuldige die Wortwahl, Schwachsinn. Wir sind nicht mehr in den 20ern und 30 ern des vorherigen Jahrhunderts. Um die Demokratie zu bedrohen muss man die Mittel haben, eine grenzwertige Geisteshaltung reicht dafür nicht aus.

Um Grund der typische Fehler mit Blick in die Vergangenheit die Zukunft sehen zu wollen übrigens würde genau dieser Fehler auch in den 30ern des letzten Jahrhunderts gemacht.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Skeptiker » Fr 29. Nov 2019, 19:19

Selina hat geschrieben:(29 Nov 2019, 19:13)

Und wo bitte siehst du heute im Jahr 2019 "linken Staatsterror"?

Wir sehen extremistische Gruppierungen an beiden Rändern des politischen Spektrums. Jeder der 1 und 1 zusammenzählen kann, versteht normalerweise, dass Gemeinnützigkeit unparteilich ist - es geht einzig um die Zielsetzung.

Also würdest du das unterstützen! Oder etwa nicht? :rolleyes:

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