Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

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Moses
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Moses » Mi 4. Dez 2019, 10:57

Realist2014 hat geschrieben:(04 Dec 2019, 10:51)

Nö,

er hat bei praktisch ALLEN eine Erhöhung des objektiven Lebensniveaus verursacht.

Die "Jammerei" bezieht sich dann ja immer auf "steigender Egoismus", "verlorenes Gemeinschaftsgefühl" usw.
Also alles, was DU ja immer wieder beschreibst.

Was gestiegen ist, ist natürlich die Divergenz hinsichlich Einkommen und Vermögen in den neue Bundesländern.
DAMIT haben wohl einige auch ein "Problem"

Ja, der tatsächliche Anstieg des Lebensniveaus und das Gefühl einer Verschlechterung gehen - gerade im Osten - weit auseinander.
ich erlebe die immer wieder in persönliche Gesprächen, beim Hinterfragen stellt sich dann oft heraus:
"Na, gestiegen schon, aber ich will doch nicht auf Dauer trotz dem schlechter da stehen als die "Wessis""
Das es auch im Westen viele gibt, denen es schlechter geht spielt da keine Rolle, "wir haben doch die DDR abgeschafft, dass es uns so gut geht wie den Wessis!"
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Selina » Mi 4. Dez 2019, 10:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(04 Dec 2019, 10:48)

Das erzähle ich gewiss nicht. Aber: Wenn die Rechten kein tragfähiges sozialpolitisches Konzept haben, werden sie vielleicht kurzfristig dennoch reüssieren, langfristig aber marginal bleiben.


Die Sozialpolitik der AfD sieht noch immer so aus wie in der Rede des AfD-BT-Abgeordneten René Springer:

http://rene-springer.info/2017/03/08/rede-zum-thema-sozialpolitik-auf-kundgebung-am-20-02-2017-auf-dem-johannes-kepler-platz-in-potsdam/

Usw. Usf. Das ist alles andere als eine "Leistung muss sich wieder lohnen"- oder "soziale Hängematten"-Rhetorik. Da ist auch nicht von "Biodeutschen" die Rede. René Springer ist nicht nur persönlicher Referent von Gauland sondern eben auch einer oder der in der AfD, der sich für "Sozialpolitik" zuständig fühlt. Und der aktiv mit seiner Ost-Biografie dafür steht.

Ganz im Ernst: Wie will man zu solchen programmatischen Verlautbarungen Abstand gewinnen? Die Flaschen sammelnden Rentner sehe ich Tag für Tag. Und schon in Kürze werden die größeren Bahnhöfe in Berlin wieder mit Obdachlosen gefüllt sein, die sich vor der Kälte schützen. Da brauch mich niemand weiter aufklären. Aber das politische Geschäft erfordert es, zu solchen Tönen wie oben Abstand zu gewinnen, wenn man nicht in denselben Topf geworfen werden will. Wie?

Nebenbei: Nirgendwo in der ganzen BUndesrepublik bekommen Rentnerinnen (derzeit jedenfalls) soviel Rente ausgezahlt wie in Ostberlin. Auch nicht in Hessen oder Bayern. Das muss man neben den Flaschen sammelnden Rentnern am Bahnhof Lichtenberg mit im Kopf haben.


Dann kennst du Höckes "Staatsbürgerklausel" nicht. Und auch andere Äußerungen von diesen Herrschaften kennst du offenbar nicht, wo eindeutig davon die Rede ist, dass sie Sozialleistungen nur für Deutsche mit nachweisbarer "deutscher Herkunft" wollen. Findet man alles im Internet. Mal sehen, ob ich mal irgendwann Lust habe, den braunen Unfug rauszusuchen.

Zitat:

Die AfD hat das Thema schon besetzt. Was Schwarz-Rot bei den Themen Rente und Soziales liegen lässt, will die AfD im Wahlkampfjahr, vor allem im Osten, abräumen. Das Rentenkonzept aus Thüringen wurde von Landeschef Björn Höcke verfasst und verspricht "Wiedergutmachung". Höcke will eine gesetzliche Rente, in die alle einzahlen, also auch Beamte. Allerdings gibt es eine "Staatsbürgerklausel", die Rente gilt also vornehmlich für Deutsche. Das Konzept ist auch in der AfD umstritten. Der Sonderparteitag, der darüber entscheiden soll, wurde gerade erst verschoben. Noch ist man sich nicht einig.

https://www.tagesschau.de/inland/ostren ... e-101.html

Und was die Altersarmut anbelangt: Ich sehe tagtäglich arme Rentner und spreche mit ihnen. Die verhöhnt man, wenn man permanent davon redet, wie hoch doch die Renten seien. Ich könnte dir etliche Beispiele schildern, bei denen man schon sehr hart verpackt sein muss, um diese Armut, diese Entwürdigung im Alter nicht zu sehen.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Dez 2019, 11:03

Selina hat geschrieben:(04 Dec 2019, 10:59)



Und was die Altersarmut anbelangt: Ich sehe tagtäglich arme Rentner und spreche mit ihnen. Die verhöhnt man, wenn man permanent davon redet, wie hoch doch die Renten seien. Ich könnte dir etliche Beispiele schildern, bei denen man schon sehr hart verpackt sein muss, um diese Armut, diese Entwürdigung im Alter nicht zu sehen.



Die Rentenhöhe des einzelnen hat einen direkten Bezug zu den bezahlen Beiträgen.

Wer zu geringe Beiträge entrichtet hat und keinerlei zusätzliche Altersvorsorge, der landet eben in der Grundsicherung im Alter.


Das nennt sich Äquivalenzprinzip.


Wobei es "Armutsrentner" im untergegangenen Arbeiter & Bauernstaat ja AUCH gegeben hat. Wird nur immer verschwiegen.
Zuletzt geändert von Realist2014 am Mi 4. Dez 2019, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Dez 2019, 11:07

Moses hat geschrieben:(04 Dec 2019, 10:57)

Ja, der tatsächliche Anstieg des Lebensniveaus und das Gefühl einer Verschlechterung gehen - gerade im Osten - weit auseinander.
ich erlebe die immer wieder in persönliche Gesprächen, beim Hinterfragen stellt sich dann oft heraus:
"Na, gestiegen schon, aber ich will doch nicht auf Dauer trotz dem schlechter da stehen als die "Wessis""
Das es auch im Westen viele gibt, denen es schlechter geht spielt da keine Rolle, "wir haben doch die DDR abgeschafft, dass es uns so gut geht wie den Wessis!"
Beratungsresistenz dazu = weit verbreitet.



Es liegt in der Natur des Menschen.

Folgendes Experiment:

Man teilt einem Mitarbeiter mit, dass er eine Gehaltserhöhung von 500 Euro im Monat bekommt.

Der freut sich erst mal wie ein Schnitzel.

DANN wird ihm mitgeteilt, dass aber alle anderen Kollegen eine Erhöhung von 1000 Euro bekommen.


DANN fühlt er sich schlechter als vorher mit den 500 Euro weniger, weil er es RELATIV betrachtet...
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Bartleby » Mi 4. Dez 2019, 11:07

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(04 Dec 2019, 10:24)

Der Neoliberalismus umfasst verschiedene Strömungen in unterschiedlichen Ländern. Ordoliberalismus war die deutsche Ausprägung. Allen gemein ist aber eine staatliche Ordnungspolitik. Die Verwendung von Neoliberalismus als Kampfbegriff kam ja erst in den 80ern oder so auf. Nun kann man mal raten von welcher Seite. Natürlich von der, die den Sozialismus schon im Scheitern sah eben gerade weil der Neoliberalismus ein Erfolgsmodell ist. Da versucht man es dann halt mit Diskredierung. Kennt man ja ;)


Mhm, mpf ;)

(Ich nutze ihn auch als eher deskriptiven Begriff für eine bestimmte Kultur der Freiheit, die paradoxerweise zum Zwang der Selbstausbeutung führt. Ohne den Sozialismus als Alternative zu betrachten oder sympathisch zu finden.)
In der Einsamkeit frisst sich der Einsame selbst auf, in der Vielsamkeit fressen ihn die Vielen. Nun wähle.
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 4. Dez 2019, 11:26

Bartleby hat geschrieben:(04 Dec 2019, 11:07)

Ich nutze ihn auch als eher deskriptiven Begriff für eine bestimmte Kultur der Freiheit, die paradoxerweise zum Zwang der Selbstausbeutung führt.


Ein Interessanter Ansatz. Hat aber meines Erachtens wenig mit Neoliberalismus zu tun, sondern vielmehr damit, wie man den individuell mit Freiheit umgeht. Paradox finde ich das allerdings nicht. Denn es spiegelt ein wenig den Zeitgeist wider. Da hilft uns ein wenig die Ökonomie weiter. Nämlich die Erkenntnis, dass jede Entscheidung, die man trifft auch irgendwo bedeutet, dass man dafür irgendetwas nicht haben kann. Die Entscheidung sozusagen etwas kostet, also einen Preis hat. Und seien es nur Opportunitätskosten. Das was du jetzt als "Zwang zur Selbstausbeutung" beschreibst, ist ja letztendlich nichts anderes also die Folge der Entscheidungen, die man in seinem Leben getroffen hat. Und zumindest bei den Wesentlichen wollte man die Alternative eben nicht wählen, weil sie nicht attraktiv genug war. Das scheinen aber einige in einem bestimmten Abschnitt ihres Lebens nicht zu erkennen. Und damit werden die eigenen Entscheidungen zum äußeren Zwang, wobei man eigentlich nur bewusst seine Entscheidungen akzeptieren müsste oder sich eben auch anders entscheiden könnte. Wofür man natürlich den Preis bezahlen müsste.
Was man aber nicht will ... womit wir dann beim Sozialismus wären ;). Der scheint nämlich die ideale Möglichkeit zu sein, die Kosten der eigenen Entscheidung anderen aufzubürden.

Das ist nicht paradox. So ticken halt viele Menschen.
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Agesilaos Megas » Mi 4. Dez 2019, 15:49

Moses hat geschrieben:(04 Dec 2019, 08:17)

Was der User Agesilaos Megas sehr gut beschrieben hat, die demokratischen Staaten mit marktwirtschaftlichem Wirtschaftssystem sind und waren immer in der Lage auf Veränderungen zu reagieren, waren in der Lage negative Auswüchse des Wirtschaftssystems abzufedern und u.a. eine soziale Marktwirtschaft auszugestalten. Auch heute zeigt sich, dass die Demokratien in der Lage sind auf aktuelle Probleme zu reagieren. Dass die Reaktionen in einer Demokratie immer mit langen Vorlaufzeiten und fast nie in einer 100% Umsetzung sondern fast immer in Kompromissen geschehen ist vielleicht nicht optimal aber immer noch besser als diktatorisch durchgewunken.
Es gibt (so weit ich das sehen kann) weltweit nur ein sozialistisches Experiment, dass tatsächlich eine gewisse Reaktionsfähigkeit zeigte und den Versuch gestartet hat ein Stückweit Markt in sein Konzept zu implementieren. China, zur Zeit durchaus erfolgreich.


Naja, so habe ich es nicht dargelegt.

1. Demokratie plus Kapitalismus führt nicht automatisch zur Stabilität. Die Geschichtsbücher und Zeitungen von heute sind voll von bourgeoisen Leichen, Revolutionen und Oligarchien - etwas, das die Herren der sog. ersten Welt nicht sehen.
2. In den wenigen Ausnahmefällen, in denen eine Demokratie plus Kapitalismus gehalten werden konnte, waren es sozialistische Ideen, der Druck der Arbeiterbewegung und später der Bürgerrechtsbewegungen, die den Einfluss des Kapitalismus in den jeweiligen Gesellschaften reduzierten und damit den Frieden sicherten. Aber hier reden wir auch nur bestenfalls über eine Hand voll Jahrzehnte, immer wieder unterbrochen von Einbrüchen. "immer" sieht anders aus. Und da ist ein massives Problem für unseren real existierenden Kapitalismus.
3. Du gebrauchst "immer" mit Präsens. Diese steile These von der teleologischen Bestimmung der Nationen, immer im Kapitalismus und der Demokratie das Menschengeschlecht zum Besten zu führen, habe ich nie gebraucht, sogar ausdrücklich gesagt, dass sie in ihrer kritiklosen Absolution ein Zeichen von Ignoranz gegenüber dem Chaos ist, was letztendlich nur der Demokratie schadet.
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Agesilaos Megas » Mi 4. Dez 2019, 16:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(04 Dec 2019, 09:15)

Worauf der User Agesilaos Megas allerdings gar nicht eingegangen ist: Worum es hier eigentlich gehen soll: Mentalitätsunterschiede.


Es ist leichter, Generalisierungen politischer und ökonomischer Ideen für Milliarden an Menschen der letzten 600 Jahre anzufehden, als darüber zu schäumen, dass einige Millionen der letzten Jahrzehnte in einen Topf konfuser Vorurteile geworfen werden. Da der Mensch aber nun einmal gerne wissen will, wer er ist, woher er kommt und was er will, ist er zu jeder Albernheit bereit - wer bin ich denn, dass ich Dir versagte, Dich selbst finden zu wollen, selbst wenn Du Dich irrtest.
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Dez 2019, 16:15

Agesilaos Megas hat geschrieben:(04 Dec 2019, 15:49)

Naja, so habe ich es nicht dargelegt.

1. Demokratie plus Kapitalismus führt nicht automatisch zur Stabilität. Die Geschichtsbücher und Zeitungen von heute sind voll von bourgeoisen Leichen, Revolutionen und Oligarchien - etwas, das die Herren der sog. ersten Welt nicht sehen.


Der zweite Teil ist ein Widerspruch des ersten.

2. In den wenigen Ausnahmefällen, in denen eine Demokratie plus Kapitalismus gehalten werden konnte,


Seit Jahrzehnten sind das keine "Ausnahmefälle", sondern der Default

waren es sozialistische Ideen, der Druck der Arbeiterbewegung und später der Bürgerrechtsbewegungen, die den Einfluss des Kapitalismus in den jeweiligen Gesellschaften reduzierten und damit den Frieden sicherten.


Beispiele? So mal aus Europa....

Aber hier reden wir auch nur bestenfalls über eine Hand voll Jahrzehnte, immer wieder unterbrochen von Einbrüchen. "immer" sieht anders aus. Und da ist ein massives Problem für unseren real existierenden Kapitalismus.


Kapitalismus zusammen mit Demokratie gibt es wie lange? Wo haben wir aktuell Probleme, wo beides existiert?
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Dez 2019, 16:16

Agesilaos Megas hat geschrieben:(04 Dec 2019, 16:00)

Es ist leichter, Generalisierungen politischer und ökonomischer Ideen für Milliarden an Menschen der letzten 600 Jahre anzufehden, a .


Es geht hier um die letzten 30 Jahre in D .... ( ost/west)
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Teeernte » Mi 4. Dez 2019, 18:44

Agesilaos Megas hat geschrieben:(04 Dec 2019, 15:49)

, waren es sozialistische Ideen, der Druck der Arbeiterbewegung und später der Bürgerrechtsbewegungen, die den Einfluss des Kapitalismus in den jeweiligen Gesellschaften reduzierten und damit den Frieden sicherten..


Insbesondere - die National - sozialistische ..... ohmann.

Und jezt sagen- das waren alles Adlige ......oder reiche Kapitalisten...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 4. Dez 2019, 22:01

naddy hat geschrieben:(04 Dec 2019, 20:58)

Kann man sich da so sicher sein? Wer will schon genau sagen, wer sich seit dem Völkerwanderungs-Tohuwabohu des 4. Jahrhunderts mit wem vermischt hat? Seitdem geht doch Alles drunter und drüber! :D

Kaiser Wilhelm soll ein Hunne gewesen sein, aus britischer Sicht.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West

Beitragvon Neandertaler » Mi 4. Dez 2019, 22:53

Realist2014 hat geschrieben:(04 Dec 2019, 11:07)

Es liegt in der Natur des Menschen.

Folgendes Experiment:

Man teilt einem Mitarbeiter mit, dass er eine Gehaltserhöhung von 500 Euro im Monat bekommt.

Der freut sich erst mal wie ein Schnitzel.

DANN wird ihm mitgeteilt, dass aber alle anderen Kollegen eine Erhöhung von 1000 Euro bekommen.


DANN fühlt er sich schlechter als vorher mit den 500 Euro weniger, weil er es RELATIV betrachtet...


Zu recht denn absolute Betrachtungen machen über dee absoluten Armut wenig Sinn. Ein Millionär ist in einer Gesellschaft von Milliardären ein armer Schlucker ohne Möglichkeit zur sozialen Teilhabe. Angeben, Frauen Beieindrucken oder sich Wohlwollen kaufen ist dann nicht drin.

Darum ist die menschlichen Natur die dem relativen Reichtum die höhere Bedeutung zubilligt höchst rationell.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 4. Dez 2019, 22:56

Frank_Stein hat geschrieben:(04 Dec 2019, 20:00)

Was für ein Dumfug ist das denn? Ihr habt uns aufgenommen? Nein, wir sind noch hier und wie bleiben hier!

Aber Deiner Aussage ist zu entnehmen, dass Du glaubst, dass Ihr unser Land übernommen hättet, wir der BRD beigetreten wären.

Genau das sind die Gründe, warum Ossis manche Wessis nicht leiden können.

Wenn Du also damit meinst, dass die Ossis sich den Wessis anzupassen hätten, Blödsinn. Wir müssen uns keiner fremden Macht unterwerfen und das tun wir auch nicht!



Zumindest soviel Wissen sollte vorhanden sein, dass die ex DDR mit allen fünf Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist.

Ich wäre allen fünf Bundesländern in der Tat sehr verbunden, wenn sie versuchen würden mit ihren dauerjammernden AfD Wählern selbst fertig zu werden.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Frank_Stein » Mi 4. Dez 2019, 22:58

JJazzGold hat geschrieben:(04 Dec 2019, 22:56)

Zumindest soviel Wissen sollte vorhanden sein, dass die ex DDR mit allen fünf Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist.

Ich wäre allen fünf Bundesländern in der Tat sehr verbunden, wenn sie versuchen würden mit ihren dauerjammernden AfD Wählern selbst fertig zu werden.


Es war kein Beitritt, sondern eine Fusion.

Sonst würde man ja nicht von Wiedervereinigung, sondern von einer Übernahme oder Annektion sprechen.

Wen wir wählen, entscheidet jeder selbst.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 4. Dez 2019, 23:02

Frank_Stein hat geschrieben:(04 Dec 2019, 22:58)

Es war kein Beitritt, sondern eine Fusion.

Sonst würde man ja nicht von Wiedervereinigung, sondern von einer Übernahme oder Annektion sprechen.

Wen wir wählen, entscheidet jeder selbst.


Macht das, aber hört endlich auf AfD anteilig immer nur zu flennen.
Shape up and be a man.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Frank_Stein » Mi 4. Dez 2019, 23:04

JJazzGold hat geschrieben:(04 Dec 2019, 23:02)

Macht das, aber hört endlich auf AfD anteilig immer nur zu flennen.
Shape up and be a man.



Die AfD ist gut für die Demokratie.

Sie gibt jenen eine Stimme, die die CDU mit ihrer Neuausrichtung durch Merkel fallen gelassen hat.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 4. Dez 2019, 23:18

Frank_Stein hat geschrieben:(04 Dec 2019, 23:04)

Die AfD ist gut für die Demokratie.

Sie gibt jenen eine Stimme, die die CDU mit ihrer Neuausrichtung durch Merkel fallen gelassen hat.


Och, ich zerfließen gleich vor Mitleid, hat man euch fallen gelassen, euch arme Eier.

Ich sage Ihnen jetzt kurz und knapp die bittere Wahrheit. Wer es vor den Flüchtlingen nicht geschafft hat und auch nicht mit den Flüchtlingen seit 2015, der schafft es auch nicht ohne einen einzigen Flüchtling.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Frank_Stein » Mi 4. Dez 2019, 23:23

JJazzGold hat geschrieben:(04 Dec 2019, 23:18)

Och, ich zerfließen gleich vor Mitleid, hat man euch fallen gelassen, euch arme Eier.

Ich sage Ihnen jetzt kurz und knapp die bittere Wahrheit. Wer es vor den Flüchtlingen nicht geschafft hat und auch nicht mit den Flüchtlingen seit 2015, der schafft es auch nicht ohne einen einzigen Flüchtling.



Spar Dir Dein Mitleid.
Aber behaltet eure islamistischen Einwanderer bei euch.
Wir haben die nicht bestellt.

Schon jetzt verschlechtern diese Neuzugänge unsere Bildungsbilanz (zusätzlich zu rot-grünem Reformeifer im Bildungssystem). Ihr habt euch diese Probleme ins Land geholt, dann löst diese Probleme selbst.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 4. Dez 2019, 23:47

Frank_Stein hat geschrieben:(04 Dec 2019, 23:23)

Spar Dir Dein Mitleid.
Aber behaltet eure islamistischen Einwanderer bei euch.
Wir haben die nicht bestellt.

Schon jetzt verschlechtern diese Neuzugänge unsere Bildungsbilanz (zusätzlich zu rot-grünem Reformeifer im Bildungssystem). Ihr habt euch diese Probleme ins Land geholt, dann löst diese Probleme selbst.


Lesen Sie erst mal die Studie, die Jungs haben sich auf den Gebieten verschlechtert, auf denen sie bis dato führend waren und die Mädels auf diesen Gebieten verbessert. Gleich schlecht scheinen beide beim Thema korrekte Information aus dem Internet rekrutieren zu sein. Das lässt sich nicht auf “den Flüchtling“ abschieben. Ebenso wenig wie persönliches berufliches Versagen und persönliches Versagen bei Frauen.

Allmählich verstehe ich den Frauenmangel in den neuen Bundesländern. Welche Frau würde angesichts einer Menge von ca 20% dauerflennender, AfD wählender “ächter Männers“ in Thüringen und Sachsen nicht die Flucht in fröhlichere Gefilde ergreifen.
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