Gesammelte Klimawissenschaften

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Kölner1302
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kölner1302 » Sa 16. Mai 2020, 09:55

TROCKENHEIT
Es sieht so aus, als ob das 3. Dürrejahr im Gange ist. Über die Coronakrise sollten wir die Gefahren des Klimawandels nicht vergessen.
BEWÄSSERUNGSANLAGEN MÜSSEN RECHTZEITIG ANGELEGT WERDEN.
JETZT IST DER ZEITPUNKT FÜR STAATLICHE FÖRDERUNG.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon H2O » So 17. Mai 2020, 05:56

Kölner1302 hat geschrieben:(16 May 2020, 09:55)

TROCKENHEIT
Es sieht so aus, als ob das 3. Dürrejahr im Gange ist. Über die Coronakrise sollten wir die Gefahren des Klimawandels nicht vergessen.
BEWÄSSERUNGSANLAGEN MÜSSEN RECHTZEITIG ANGELEGT WERDEN.
JETZT IST DER ZEITPUNKT FÜR STAATLICHE FÖRDERUNG.


Ihre Aussage müßte doch auf weiträumigen Niederschlagsmessungen beruhen. Gibt es die als wissenschaftliche Veröffentlichung?

Örtlich kann die Geschichte mit der großen Dürre so nicht zutreffen. Hier in Westpommern regnet es zwar nicht übermäßig; obendrein weht seit Tagen ein steifer Wind, der den Ackerboden austrocknet. Mag sein, daß der Regen die Verluste der vergangenen Jahre nicht ausgleicht. Davon war schon einmal die Rede...

Ihr Aufruf zu Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen ist nur zu berechtigt. Die Natur ausplündern ist zwar kostengünstig, aber der Schuß kann nach hinten losgehen, wie wir 2018 & 2019 erfahren haben. Hoffentlich muß man nicht bald "& 2020" schreiben!
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kölner1302 » So 17. Mai 2020, 10:57

H2O hat geschrieben:(17 May 2020, 05:56)

Ihre Aussage müßte doch auf weiträumigen Niederschlagsmessungen beruhen. Gibt es die als wissenschaftliche Veröffentlichung?

Örtlich kann die Geschichte mit der großen Dürre so nicht zutreffen. Hier in Westpommern regnet es zwar nicht übermäßig; obendrein weht seit Tagen ein steifer Wind, der den Ackerboden austrocknet. Mag sein, daß der Regen die Verluste der vergangenen Jahre nicht ausgleicht. Davon war schon einmal die Rede...

Ihr Aufruf zu Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen ist nur zu berechtigt. Die Natur ausplündern ist zwar kostengünstig, aber der Schuß kann nach hinten losgehen, wie wir 2018 & 2019 erfahren haben. Hoffentlich muß man nicht bald "& 2020" schreiben!


Hier ist eine Karte
https://www.agrarheute.com/land-leben/t ... 020-567886

5% der gewöhnlichen Niederschlagsmenge im April 2020 - der Wind trägt den Acker fort wenn nicht bewässert wird
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon H2O » So 17. Mai 2020, 11:35

Ja, der April war trocken, wohl wahr. Nur im Mai kam fiel doch einiger Regen hier oben im nördlichen Westpommern (Insel Wolin & Umgebung). Natürlich nichts Sintflutartiges!
Solche Staubfahnen hinter Ackerschleppern gab es auch.

Hoffen wir, daß der Mai so weiter macht wie bisher! "Ist der Mai recht kühl und naß, füllt's dem Bauern Scheun' und Faß!" Kühl ist es, windig auch, aber regnen darf es noch mehr.

Leider sehe ich hier keine Anstrengungen für eine nennenswerte Wasserbewirtschaftung. Oder doch: Neuerdings muß hier jeder Haushalt mit Grundwasserpumpe eine Kopfsteuer für eine vorausgeschätzte Wasserentnahme bezahlen. Ein Anreiz zum Wassersparen ist das eher nicht. Da müßte schon ein Zähler her! Versiegelte Flächen müßten sehr teuer werden... dafür Wasserspeicher gefördert werden.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kölner1302 » So 17. Mai 2020, 15:53

Hier werden vom Helmholtzzentrum tagesgenau die Daten über die Dürre in Deutschland erfasst:
https://www.ufz.de/index.php?de=37937
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon H2O » So 17. Mai 2020, 16:33

Ja, da sieht man sehr schön, daß die bisherigen Regenfälle in größerer Tiefe (1,8 m) noch keine Wirkung hatten. Wir werden weitgehend getäuscht von der Bodenfeuchte in der obersten Bodenschicht.

In meiner Wohnumgebung täuscht die Moor- und Sumpflandschaft einen Wasserreichtum vor, der offenbar stark gefährdet ist. Auf sehr lange Sicht müßte es so zu einer Überflutung durch die Ostsee kommen, die vom Atlantik (Nordsee) her das mitteleuropäische Tiefland unter Wasser setzen wird. (Ich hätte eine Arche bauen sollen anstatt eines Wohnhauses...)
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Cat with a whip » Mo 18. Mai 2020, 19:30

Union verdreckt weiter das KInderzimmer.

Die Unionsfraktion positioniert sich wieder einmal klar gegen Wissenschaft und Klimaschutz. Besonders enthüllend ist dabei ihre jüngste Pressemitteilung zum Jahresgutachten des Umweltrates.

Statt sich ernsthaft mit dem Gutachten auseinanderzusetzen, an dem der Sachverständigenrat ein Jahr lang gearbeitet hat, versucht die CDU/CSU-Pressemitteilung, den Rat zu diskreditieren. Statt auf das aktuelle Gutachten einzugehen, beklagt sie, im vorherigen Gutachten habe der Rat "Vetorechte für Expertenräte gegenüber dem Gesetzgeber" vorgeschlagen; für politische Entscheidungen müssten aber "auch künftig gewählte Abgeordnete verantwortlich sein".

Dabei hatte der Umweltrat im Vorjahr lediglich vorgeschlagen, ein durch Bundestag und Bundesrat gewählter "Rat für Generationengerechtigkeit" (kein Expertenrat) solle bei schwerwiegenden Bedenken gegen Gesetzesvorhaben einen Aufschub von bis zu drei Monaten erwirken können, damit genug Zeit ist, die Bedenken zu diskutieren. Dass in jedem Fall die Abgeordneten entscheiden, stand nie infrage.

Aus jeder Zeile dieser Pressemitteilung spricht eine reflexhafte Abwehr gegenüber unbequemen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie ein starkes Ressentiment gegenüber Klimaforschern, die angeblich vor allem Angst haben, "medial nicht mehr stattzufinden". Damit sendet die CDU/CSU-Fraktion gerade jüngeren Menschen eine deutliche Botschaft: Vergesst alle wohlfeilen Lippenbekenntnisse - wir nehmen Klimakrise, Wissenschaft und das Pariser Abkommen immer noch nicht ernst!

Dabei geht es bei der Klimakrise auf lange Sicht um deutlich schwerwiegendere Risiken als bei der Coronakrise: Was wir heute tun, bestimmt auf Jahrtausende, wie viel Kohlendioxid in der Luft hängt – schon heute ist das mehr als jemals seit mindestens drei Millionen Jahren. Die Klimakrise wird uns also nicht noch ein paar Monate oder Jahre, sondern viele Generationen lang beschäftigen.


https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... c37a403e4d
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 19. Mai 2020, 13:11

H2O hat geschrieben:(17 May 2020, 16:33)

Ja, da sieht man sehr schön, daß die bisherigen Regenfälle in größerer Tiefe (1,8 m) noch keine Wirkung hatten. Wir werden weitgehend getäuscht von der Bodenfeuchte in der obersten Bodenschicht.

In meiner Wohnumgebung täuscht die Moor- und Sumpflandschaft einen Wasserreichtum vor, der offenbar stark gefährdet ist. Auf sehr lange Sicht müßte es so zu einer Überflutung durch die Ostsee kommen, die vom Atlantik (Nordsee) her das mitteleuropäische Tiefland unter Wasser setzen wird. (Ich hätte eine Arche bauen sollen anstatt eines Wohnhauses...)


Wie alt willst du warden? 500 Jahre?

Keine gute Idee, die wird das Geld ausgehen :D
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Cat with a whip » Sa 23. Mai 2020, 17:39

Zunehmende Starkregenfälle und alternde Bauwerke. Großer Dambruch bei Midland / Michigan. Sogenannte 500 Jahreflut führt zur Evakuation von Tausenden.
Sie übertrifft die letzte große Flut von 1986, von der man damals ebenfalls dachte, dass sie in der Größenordnung nur einmal in 500 Jahren auftritt.
Dow Chemical Co.’s Midland headquarters was evacuated, with only essential staff remaining on-site to monitor the situation. The facility is associated with a Superfund site due to excess dioxins, which are known to cause cancer, in the riverbed downstream of the plant. New video released by the Michigan State Police showed flooding on the Dow property, though the extent and severity is unclear.

According to a company statement issued Wednesday, at 10 a.m. they received word that “flood waters were commingling with on-site containment ponds.” Dow says it’s working with the Coast Guard and other officials to ensure the safety of the facility and community.


https://www.washingtonpost.com/weather/ ... l-midland/
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon H2O » Sa 23. Mai 2020, 23:14

Da schlägt vermutlich die seit vielen Jahren bekannte Vernachlässigung der Infrastruktur der USA zu. Einem US-amerikanischen Gast zufolge befinden sich Straßen und Schienenwege und eben vermutlich auch Deiche oft in einem beklagenswerten Zustand.
Eine Sache, die uns auch in Deutschland nicht ganz fremd sein sollte. Daseinsvorsorge eines Gemeinwesens ist eben keine Privatsache.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Mai 2020, 15:56

DEUTSCHLAND ERREICHT SEIN KLIMAZIEL MITHILFE VON SARS 2.0
https://www.energie-klimaschutz.de/deut ... ona-krise/
Durch die Coronakrise wurden die Deutschen im März und April ins HomeOffice und in die Videokonferenzen gedrängt. Autos und Flugzeuge blieben stehen. Dadurch Dank der Energieverbrauch und damit die CO2 Emission, sodass Deutschland nun sein KLIMAZIEL erreichen kann.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Mai 2020, 16:07

WETTER WEITERHIN ZU TROCKEN (45%)
https://www.op-online.de/wetter/wetter- ... 8.amp.html
Der Mai brachte bisher 45 %des normalen Niederschlags, nach dem knochentrockenen April d.J. ..
Die Temperaturen im Mai waren durchschnittlich und damit ist dieser Monat ein Ausnahmemonat, denn alle Monate in diesem Jahr und der Mai in den beiden Vorjahren waren überdurchnittlich warm.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Cat with a whip » Mi 27. Mai 2020, 16:28

Kölner1302 hat geschrieben:(27 May 2020, 15:56)

DEUTSCHLAND ERREICHT SEIN KLIMAZIEL MITHILFE VON SARS 2.0
https://www.energie-klimaschutz.de/deut ... ona-krise/
Durch die Coronakrise wurden die Deutschen im März und April ins HomeOffice und in die Videokonferenzen gedrängt. Autos und Flugzeuge blieben stehen. Dadurch Dank der Energieverbrauch und damit die CO2 Emission, sodass Deutschland nun sein KLIMAZIEL erreichen kann.


Das ist irrelevant, selbst wenn Corona jedes Jahr käme.

Wichtiger ist: Die deutschen Klimaziele sind nicht in der Lage das Pariser Abkommen zu erfüllen. Alles andere ist Augenwischerei.

Zu AGORA:
https://web.archive.org/web/20160816162 ... Fabeck.pdf
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Orbiter1 » Do 28. Mai 2020, 13:00

Im ersten Quartal diesen Jahres belief sich in Deutschland der Anteil der Erneuerbaren Energien an der eingespeisten Strommenge auf 51,2%. Geht offenbar in die richtige Richtung.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kamikaze » Do 28. Mai 2020, 15:27

Orbiter1 hat geschrieben:(28 May 2020, 13:00)

Im ersten Quartal diesen Jahres belief sich in Deutschland der Anteil der Erneuerbaren Energien an der eingespeisten Strommenge auf 51,2%. Geht offenbar in die richtige Richtung.


Wäre das nicht eher ein Beitrag für den Technik-Bereich?

---

Auch die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einem Hitzesommer 2020 auf der Nordhalbkugel. Schon in den Anfangsmonaten des Jahres deute alles darauf hin, dass 2020 eines der heißesten Jahre seit Beginn der Messungen werde, sagte WMO-Sprecherin Clare Nullis am Dienstag in Genf, teilt die Nachrichtenagentur dpa mit.

Quelle

Es wird also wohl richtig heiß werden. Wohl dem, der eine Klimaanlage hat, und Gnade Gott all jenen, die ohne Klimaanlage in einer schlecht gedämmten Dachwohnung hausen (müssen). :s
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon BingoBurner » Do 28. Mai 2020, 20:34

Orbiter1 hat geschrieben:(28 May 2020, 13:00)

Im ersten Quartal diesen Jahres belief sich in Deutschland der Anteil der Erneuerbaren Energien an der eingespeisten Strommenge auf 51,2%. Geht offenbar in die richtige Richtung.


Es gehen sogar mehr als 100 Prozent.
Das ist ja das traurige.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Fr 29. Mai 2020, 11:04

Zur Dürresituation: die Helmholtz-Karten wurden ja schon verlinkt, als excellente Quellen.
Krass ist die für Nichtfachleut harmlos erscheinende Karte pflanzenverfügbaren Wassers.
Die Jährlichkeiten der Ereignisse gehen regional schon wieder Richtung mehrerer Jahrhunderte. Das ist nicht allein mehr Wetter, kann sich jeder von verabschieden, der nicht Aluhut trägt oder an Starrsinn symtomt.

Ich bin vom Geschehen negativ überrascht, wenn diese Saison wieder so weiter geht, passiert in der Vegetation was großes.

Nochmal die vermutlichen bis hoch plausiblen Faktorenkomplexe (Begriffe kann man nachschlagen):

Längere Vegetationsperiode erhöht Interzeption und Evapotranspiration.
Höhere Mitteltemps erhöht Verdunstung.
Abschwächender Temperaturgradient sorgt offenbar für trägere Umstellung von Großwetterlagen.
Niederschlagsgeschehen wandelt sich weg von Landregen (aufgleitende Luftmassen) hin zu konvektivem Geschehen (Gewitter), mit beliebigen Mischungen (schauerartig durchsetzt). Boden nimmt weniger auf, weil erhöhter Abfluss, kürzere Benetzung.
Weniger Schneelagen. Tauender Schnee kann bester Grundwasserneubildner sein.
Evtl. auch relativ verringerte Verdunstung über dem Atlantik, weil er sich langsamer erwärmt, als der Kontinent.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Kölner1302 » Fr 29. Mai 2020, 22:26

Heute in ZIB:
Der Neusiedler See droht auszutrocknen.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Teeernte » Sa 30. Mai 2020, 07:58

Kölner1302 hat geschrieben:(29 May 2020, 22:26)

Heute in ZIB:
Der Neusiedler See droht auszutrocknen.


Anfang des 17. Jahrhunderts trocknete der See über mehrere Jahrzehnte langsam aus, sodass sogar schon eine Rekultivierung des Seebodens erwogen wurde. Doch nach einigen Jahren war der See wieder voll und erreichte 1786 mit einer Fläche von 515 km² einen Höchststand. Dabei wurde viel Weidefläche überschwemmt, sodass Bauern sogar abwandern mussten.

Zwischen 1775 und 1780 wurde ein Kanal durch den Hanság (deutsch: Waasen) gegraben und eine Dammstraße zwischen Pamhagen und Esterháza errichtet. In den nächsten 40 Jahren trocknete der See abermals aus und füllte sich wieder. Der Kanal wurde erweitert. Dabei wurden weite Teile der Moore trockengelegt, und bei Magyaróvár (deutsch: Altenburg) entstanden große Wiesen. Das Umland erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung, in der Folge konnten sogar Bauernsöhne studieren.

1838 führte der See aber wieder Hochwasser und zerstörte viele landwirtschaftliche Kulturen. Zum Schutz der Landwirtschaft wurde der Ingenieur Karl Kecskés mit der kompletten Trockenlegung des Sees beauftragt. Der sumpfige Hanság wurde großteils mit Kanälen und Dämmen entwässert und damit der Wasserstand des Sees reduziert. In der Folge gefror der See im Winter bis auf den Grund, alle Fische verendeten, und das Projekt wurde aus Geldmangel fallengelassen.

Ein jahrelang schwelender Torfbrand ab 1857 verwüstete weite Teile des ehemaligen Hanságs und damit war er für die Landwirtschaft nur bedingt nutzbar. 1858 fielen Wanderheuschrecken in großer Zahl östlich des Sees ein und vernichteten die Vegetation.


Karte der Franzisco-Josephinischen Landesaufnahme vom ausgetrockneten, mittleren Neusiedlersee um 1870
Bei der letzten Austrocknung von 1864 bis 1870 wurde im trockenen Seebett Reis angebaut. Bis 1871 verblieb nur mehr ein schmaler Streifen Wasser. Der Boden härtete aus und verkrustete. Der Wind trug den salzigen Staub in die umliegenden Orte und vor allem in die Weingärten. Der Seeboden selbst war aber landwirtschaftlich kaum nutzbar, und es siedelten sich salzresistente Pflanzen an, die sonst nur an der Meeresküste vorkommen. Wege zwischen den Seegemeinden, zum Beispiel von Illmitz nach Mörbisch, wurden angelegt.

Bereits 1872 war der See wieder voll. Für 1878 vermerkt das Handbuch Statistik von Österreich-Ungarn hingegen, dass der See neuerlich beinahe vollständig ausgetrocknet war. In der Folge wurde die Raabregulierungsgesellschaft gegründet, die die Aufgabe hatte, den See für immer trockenzulegen. So wird 1885 mit der Planung eines Kanals von Pamhagen zur Rabnitz begonnen und 1895 mit dem Bau des Einser-Kanals begonnen, der 1909 fertiggestellt wurde. Durch ständige Verschlammung und Verlandung diente er bestenfalls zur Regulierung des Sees, aber nicht zur Trockenlegung. Weitere geplante Kanäle, deren Namen „Zweierkanal“, „Dreierkanal“ und so weiter lauten sollten, wurden jedoch nicht gebaut.


https://de.wikipedia.org/wiki/Neusiedler_See


500 Jahre Erderwärmung und Apokalypse....die WELT geht UNTER....RETTE SICH wer kann !! :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon BingoBurner » Sa 30. Mai 2020, 19:24

Teeernte hat geschrieben:(30 May 2020, 07:58)

https://de.wikipedia.org/wiki/Neusiedler_See


500 Jahre Erderwärmung und Apokalypse....die WELT geht UNTER....RETTE SICH wer kann !! :D :D :D



Es geht nicht ums Wetter, um Klimaereignisse ..................................SONDERN UM DIE ATMOSPHÄRE

IST DAS SO SCHWER ZU VERSTEHEN ?

Ja, die anderen haben dich verarscht.

Nicht Klimatologen .

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