Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

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Mandelus
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Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Mandelus » Mo 7. Okt 2019, 11:20

Hallo zusammen,

Um es vorweg zu sagen, ich gehöre NICHT zu den Leuten, die den von Menschen gemachten Klimawandel leugnen, ihn mit irgendwelchen Pseudotheorien schönreden wollen oder sogar „toll“ finden wei ein ehemaliger russischer Minister mal öffentlich sagte.
Natürlich müssen wir dringend etwas tun, ohne Frage, aber dann bitte auch mit Sinn und Verstand und nicht wie momentan mit blindem, idiotischem und sinnlosem Aktionismus, gepaart mit einer Hexenjagd auf Dieselfahrzeuge und alles andere was CO2 ausstößt. Wie gesagt, natürlich müssen wir etwas tun, aber das sollte dann auch kein Rückschritt für die Bevölkerung sein und sie gängeln oder mit Strafabgaben und all dem anderen Quatsch, der da durch die Medien- und Politiklandschaft geistert.

Fangen wir doch mal einfach mit der Basis an … Wie hoch ist der Anteil Deutschlands am weltweitem CO2 Ausstoß?

Wenn man die seriösen Quellen im Internet nimmt, die einfach die nackte Zahl des Anteils nennen und NICHT mit viel „Bla Bla“ diese Zahl umgehen, bzw. sich auf eine Angabe in ach so hohen Tonnen beschränken um die nachte Tatsache des Anteils verschweigen zu können … dann lautet für 2016 die Zahl für den weltweiten Anteil Deutschland sage und schreibe 2,23%!!! ;)

Ich wiederhole:
Deutschlands Anteil am weltweiten CO2 Ausstoß beträgt 2,23% in 2016, welche sich bis heute noch weiter reduziert hat … um mal Tonnen zu nennen, von 911 Millionen Tonnen (welche diese 2,23% sind) auf 869 Millionen Tonnen in 2018!

Beispielquelle:
https://de.statista.com/statistik/daten ... -weltweit/

Wenn man sich jetzt diesen ganzen idiotischen Hype um den CO2 Ausstoß und all diesen mit Verlaub Schwachsinn zu Gemüte führt wie CO2 Steuer / Abgabe, Hexenjagd auf dicke / schnelle Autos wie SUV und und und … dann könnte man meinen, wir reden hier um einen dramatischen CO2 Anteil Deutschlands, bei dem die Kommastelle verrutscht sei, auf 22,3% oder dergleichen!

Leute!!! … Selbst wenn wir den größten Quatsch an Maßnahmen umsetzen und den Ausstoß in Deutschland um 50% reduzieren, dann hat das noch mal welchen Einfluss auf den weltweiten CO2 Ausstoß? Diese rund 1% sind vollkommen unbedeutend lautet die gnadenlose und unbestreitbare Antwort!
Gerne lautet dann auf diese Feststellung die Reaktion "Ja sollen wir denn dann gar nichts tun?" ... und ich will diese Frage mal so beantworten:

“Wenn man egal für oder gegen etwas Maßnahmen und Aktionen startet, dann tut man das um damit ein Ziel zu erreichen und um etwas zu bewirken, korrekt?
Nun … wenn man aber feststellen muss, dass man rein gar nichts bewirkt und erreicht, macht man dann einfach weiter um des Weitermachen wollen, auch wenn es vollkommen sinnlos ist? Irgendwie nicht! Warum ist es dann bei dem Thema hier dann plötzlich anders?“

Natürlich muss auch Deutschland auch was tun, ohne Frage, aber bitte nicht solchen Quatsch mit einer noch schwachsinnigeren Diskussion und Aktion wie seit einigen Wochen.
Wenn mir aber dann jemand mit dem Argument kommt, dass Deutschland das Vorbild in der Welt sein muss, dann muss ich über diese idiotische Aussage wirklich herzlich lachen! Es gab mal in einer bösen Zeit der deutschen Geschichte den Spruch „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ … will man das jetzt wieder machen in Sachen Klimaschutz? Echt jetzt?
Leute, China (28,2%), USA (16%) und Indien (6,2%) sind zusammen für mehr als 50% des weltweiten CO2 Ausstoßes verantwortlich … so lange diese drei nicht genau das tun, was ihr hier alles in Deutschland den Bürgern aufzwingen wollt, ist das alles vollkommen sinnlos!

Also was tun … sinnvoll tun?

1. Erneuerbare Energien
Deutschland kann seinen Energiebedarf so gut wie komplett mit erneuerbaren beim Strom decken heißt es … wirklich? Ich habe meine Zweifel, denn vieles was jetzt noch KEINEN Strom benutzt wird oder soll ja zukünftig Strom benutzen. Folge: Der Strombedarf wird wachsen!
Aber nehmen wir mal an, es geht … was durchaus möglich ist … dann bedeutet das vor allem einen massiven Ausbau der Windkraft an den Küsten und in den Mittelgebirgen.
Das bedeutet wiederum 2 Dinge:

a) Es müssen viel mehr Windkraftanlagen gebaut werden und irgendwelche Einwände wegen Vogelschutz sind dann … so leid es mir tut … vollkommen zweitrangig, denn das muss man dann in Kauf nehmen und dabei natürlich nach Lösungen suchen. aber erstmal sind Windräder = Klimaschutz dann wichtiger als Vogelschutz!
b) Es müssen massiv so genannte Stromautobahnen gebaut werden, vor allem Nord-Süd Trassen, die es wegen dem bisherigen Stromnetzsystem so nicht gibt. Irgendwie muss der Strom von Cuxhaven nach Garmisch kommen, oder?
Also bauen und Widerstände mit Zwangsmaßnahmen beseitigen ... knallhart!

Was mich nämlich hier auf die Palme bringt sind gerade die Leute mit dem fetten „Atomkraft Nein Danke“ Aufkleber auf dem Auto und die am lautesten die Kohlekraft verdammen … aber dann direkt eine Protestbewegung wegen der armen Vögel und / oder gegen die in ihrer nähe zu bauenden Strom Autobahn machen. Sorry … geht es noch? Für diese Leute habe ich Null Verständnis!

2. Elektromobilität
Plötzlich sind Elektroautos das Allheilmittel … was mehr als fragwürdig ist!
Zum einen aus umweltpolitischer Sicht, denn für die Batterien braucht man Lithium und der Abbau dieses Materials in fremden Ländern ist die reinste Umweltkatastrophe!
Und dann kommen wir zum Strom selber … denn zurzeit und in der momentanen Situation kommt der nicht wunschgemäß rein aus erneuerbaren Energieträgern … womit wir eine Milchmädchenrechnung beim CO2 Ausstoß haben!

Aber selbst wenn man das lösen könnte … warum zum Teufel dieser Fokus auf Elektro und nicht auf die Brennstoffzellentechnik? Klar, Wasserstoff ist nicht gerade ungefährlich als Gas, aber das als Tank und mit Leitungen im Auto sicher zu machen ist eher eine technische Herausforderung als ein Problem und in der Umweltbilanz wirklich sauber, denn Wasserstoff kann man klimaneutral herstellen und aus dem Auspuff kommt am Ende nur Wasserdampf raus.

Ein weiter Nachteil beim E-Auto ist die Reichweite und die Nachladezeit. Sorry, mein Auto hat eine Reichweite von 550km und wenn ich nachtanken muss, dann fahre ich zur nächsten Tankstelle, mache den Tank voll und 10min später fahre ich weiter. Klappt beim E-Auto beides nicht!
Und nein, der ÖPNV und die Bahn sind NICHT eine Alternative zum Individualverkehr nah und fern. Mit Bus und Bahn brauche ich zur Arbeit laut Fahrplan ca. 60 min … mit dem Auto trotz üblichem Berufsverkehr 20-25 min! Ich fahre oft im Sommer an die polnische Ostseeküste mit meiner Familie, sind je nach Ort ca. 1.200 km für die ich nachts rund 8 bis 9 Stunden und 2 Mal tanken brauche. Mit der Bahn würde ich sage und schreibe 20 Stunden und 4 Mal Umsteigen brauchen … was somit beides bei nah und fern nicht akzeptabel ist!

Zu guter Letzt möchte ich noch auf eine gewisse Arroganz gegenüber der Automobilindustrie kommen, die richtig ekelhaft ist.
Dieser Industriebereich ist Deutschlands größter Arbeitgeber und was bringt Klimaschutz am Ende, wenn die Leute auf dem Arbeitsamt sitzen?
Diese Schöngedanken von wegen „sie werden neue Jobs im Rahmen der Umstrukturierung finden“ sind pures Wunschdenken und Hinweise darauf, dass es ja mit dem Steinkohleausstieg auch geklappt hat, sind schlicht und einfach Schwachsinn! Der Steinkohleausstieg ging über 40 Jahre … hier gibt man bestenfalls gute 10 Jahre Zeit!
Und glaubt man wirklich, dass diese Leute, welche ihren Job wegen all der Klimaschutzmaßnahmen am Ende verlieren, darüber glücklich sind? Die werden eher irgendwelche Populisten bei den nächsten Wahlen wählen, welche den Klimawandel verleugnen und ihnen ihren Joberhalt versprechen!

Richtig sauer macht mich aber die Arroganz mit der hier agiert wird, denn wenn ich die Herrschaften von den Grünen und auch andere höre und lese, wenn diese kaltschnäuzig sagen, die Automobilindustrie hat zu lange den Wandel verschlafen und das als Argument für den drohenden Verlust von hundert tausender Jobs bringen, dann packt mich die blanke Wut!
Ja, die Industrie hat das verschlafen, richtig, aber ist das dann die Schuld der Arbeitnehmer in der Industrie und sollen die es dann mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes büßen, damit ihr euch mit dem Klimaschutz gut fühlt? Arroganz hoch zehn!

Liebe Grüße
Christian aka „Mandelus“
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Klopfer
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Klopfer » Mo 7. Okt 2019, 12:09

Dem ist nichts hinzuzufügen....ausser... Wut ist ein schlechter Autor.
Mit welcher impertinenten Arroganz fordern sie hier dass Umwelt- und Klimaschutz hinter wirtschaftlichen Interessen von Konzernen und Reichen(und darum geht es ja schliesslich) zurückzustehen hat?
In der Photovoltaikindustrie sind mehr Arbeitsplätze verloren gegangen als in der gesamten Kohlebranche die letzten 10 Jahre. Da hat kein Hahn gekräht.
Hier die Automobilindustrie als Wohltäter in Schutz zu nehmen schlägt dem Fass den Boden aus. Einem schwerreichen Industriezweig der sich statt auf den Fortschritt aufs Betrügen beschränkt hat die Stange zu halten ist eine Frechheit. Wenn alle diese Arbeitsplätze wie angedroht verloren gehen, was ich als masslos übertrieben ansehe, gibts auch keine deutsche Automobilindustrie mehr. Und das glauben sie doch wohl selber nicht! Mir gehen diese Fortschrittsverweigerer und Industriepamperer gehörig auf den Senkel!

Das letzte mir bekannte Pamphlet das mit "eine Abrechnung" untertitelt war wurde übrigens in Landsberg geschrieben.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Mandelus » Mo 7. Okt 2019, 12:48

Klopfer hat geschrieben:(07 Oct 2019, 12:09)

Dem ist nichts hinzuzufügen....ausser... Wut ist ein schlechter Autor.
Mit welcher impertinenten Arroganz fordern sie hier dass Umwelt- und Klimaschutz hinter wirtschaftlichen Interessen von Konzernen und Reichen(und darum geht es ja schliesslich) zurückzustehen hat?
In der Photovoltaikindustrie sind mehr Arbeitsplätze verloren gegangen als in der gesamten Kohlebranche die letzten 10 Jahre. Da hat kein Hahn gekräht.
Hier die Automobilindustrie als Wohltäter in Schutz zu nehmen schlägt dem Fass den Boden aus. Einem schwerreichen Industriezweig der sich statt auf den Fortschritt aufs Betrügen beschränkt hat die Stange zu halten ist eine Frechheit. Wenn alle diese Arbeitsplätze wie angedroht verloren gehen, was ich als masslos übertrieben ansehe, gibts auch keine deutsche Automobilindustrie mehr. Und das glauben sie doch wohl selber nicht! Mir gehen diese Fortschrittsverweigerer und Industriepamperer gehörig auf den Senkel!

Das letzte mir bekannte Pamphlet das mit "eine Abrechnung" untertitelt war wurde übrigens in Landsberg geschrieben.


Ich muss hie reinmal direkt fragen, mit welcher impertinenten Arroganz Sie die die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Automobil- und Automobilzulieferer Industrie für das Versagen der Chefetagen verantwortlich machen, dass sie die Gefährdung dieser vielen Arbeitsplätze mit einem Achselzucken und Phrasen wie "schwerreiche Industrie" und irrelevanten Hinweisen auf die Dieselmanipulation abtun. Das ist schon eine wahre Frechheit, sich den Realitäten zu verweigern ...
Nein ... es geht nicht um Fortschrittsverweigerung oder Lobbyismus für die Autoindustrie ... es geht um idiotischen Aktionismus ... idiotisch weil überflüssig und sinnlos. Oder haben Sie Fakten und sinnvolle Argumente für den Wahnsinn, der hier in Deutschland abgeht und die lächerlichen und eh schon im Sinken befindlichen 2,2% Anteil Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß widersprechen?

Und die von Ihnen erwähne Photovoltaikindustrie lebte nur dank der Subventionen und Fördermittel von staatlichem und europäischem Wege her ... als diese wegfielen, gepaart mit der Öffnung für billige Importe aus Asien, da ging diese Industrie den Bach runter .. also etwas vollkommen anderes was den Hintergrund angeht!
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Mendoza » Mo 7. Okt 2019, 15:15

Mandelus hat geschrieben:(07 Oct 2019, 12:48)

Ich muss hie reinmal direkt fragen, mit welcher impertinenten Arroganz Sie die die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Automobil- und Automobilzulieferer Industrie für das Versagen der Chefetagen verantwortlich machen, dass sie die Gefährdung dieser vielen Arbeitsplätze mit einem Achselzucken und Phrasen wie "schwerreiche Industrie" und irrelevanten Hinweisen auf die Dieselmanipulation abtun. Das ist schon eine wahre Frechheit, sich den Realitäten zu verweigern ...
Nein ... es geht nicht um Fortschrittsverweigerung oder Lobbyismus für die Autoindustrie ... es geht um idiotischen Aktionismus ... idiotisch weil überflüssig und sinnlos. Oder haben Sie Fakten und sinnvolle Argumente für den Wahnsinn, der hier in Deutschland abgeht und die lächerlichen und eh schon im Sinken befindlichen 2,2% Anteil Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß widersprechen?

Und die von Ihnen erwähne Photovoltaikindustrie lebte nur dank der Subventionen und Fördermittel von staatlichem und europäischem Wege her ... als diese wegfielen, gepaart mit der Öffnung für billige Importe aus Asien, da ging diese Industrie den Bach runter .. also etwas vollkommen anderes was den Hintergrund angeht!


Das China und Indien "etwas" größer und vor allem bevölkerungsreicher sind ist dir hoffentlich klar. Ansonsten muss ich sagen, wenn jeder nur auf den anderen zeigt wird es wohl nichts mit Klimawandel abbremsen und ich fürchte so wird es kommen :(
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Gruwe
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Gruwe » Mo 7. Okt 2019, 16:07

Mandelus hat geschrieben:(07 Oct 2019, 11:20)

Hallo zusammen,

Um es vorweg zu sagen, ich gehöre NICHT zu den Leuten, die den von Menschen gemachten Klimawandel leugnen, ihn mit irgendwelchen Pseudotheorien schönreden wollen oder sogar „toll“ finden wei ein ehemaliger russischer Minister mal öffentlich sagte.
Natürlich müssen wir dringend etwas tun, ohne Frage, aber dann bitte auch mit Sinn und Verstand und nicht wie momentan mit blindem, idiotischem und sinnlosem Aktionismus, gepaart mit einer Hexenjagd auf Dieselfahrzeuge und alles andere was CO2 ausstößt. Wie gesagt, natürlich müssen wir etwas tun, aber das sollte dann auch kein Rückschritt für die Bevölkerung sein und sie gängeln oder mit Strafabgaben und all dem anderen Quatsch, der da durch die Medien- und Politiklandschaft geistert.

Fangen wir doch mal einfach mit der Basis an … Wie hoch ist der Anteil Deutschlands am weltweitem CO2 Ausstoß?

Wenn man die seriösen Quellen im Internet nimmt, die einfach die nackte Zahl des Anteils nennen und NICHT mit viel „Bla Bla“ diese Zahl umgehen, bzw. sich auf eine Angabe in ach so hohen Tonnen beschränken um die nachte Tatsache des Anteils verschweigen zu können … dann lautet für 2016 die Zahl für den weltweiten Anteil Deutschland sage und schreibe 2,23%!!! ;)

Ich wiederhole:
Deutschlands Anteil am weltweiten CO2 Ausstoß beträgt 2,23% in 2016, welche sich bis heute noch weiter reduziert hat … um mal Tonnen zu nennen, von 911 Millionen Tonnen (welche diese 2,23% sind) auf 869 Millionen Tonnen in 2018!

Beispielquelle:
https://de.statista.com/statistik/daten ... -weltweit/

Wenn man sich jetzt diesen ganzen idiotischen Hype um den CO2 Ausstoß und all diesen mit Verlaub Schwachsinn zu Gemüte führt wie CO2 Steuer / Abgabe, Hexenjagd auf dicke / schnelle Autos wie SUV und und und … dann könnte man meinen, wir reden hier um einen dramatischen CO2 Anteil Deutschlands, bei dem die Kommastelle verrutscht sei, auf 22,3% oder dergleichen!

Leute!!! … Selbst wenn wir den größten Quatsch an Maßnahmen umsetzen und den Ausstoß in Deutschland um 50% reduzieren, dann hat das noch mal welchen Einfluss auf den weltweiten CO2 Ausstoß? Diese rund 1% sind vollkommen unbedeutend lautet die gnadenlose und unbestreitbare Antwort!
Gerne lautet dann auf diese Feststellung die Reaktion "Ja sollen wir denn dann gar nichts tun?" ... und ich will diese Frage mal so beantworten:

“Wenn man egal für oder gegen etwas Maßnahmen und Aktionen startet, dann tut man das um damit ein Ziel zu erreichen und um etwas zu bewirken, korrekt?
Nun … wenn man aber feststellen muss, dass man rein gar nichts bewirkt und erreicht, macht man dann einfach weiter um des Weitermachen wollen, auch wenn es vollkommen sinnlos ist? Irgendwie nicht! Warum ist es dann bei dem Thema hier dann plötzlich anders?“

Natürlich muss auch Deutschland auch was tun, ohne Frage, aber bitte nicht solchen Quatsch mit einer noch schwachsinnigeren Diskussion und Aktion wie seit einigen Wochen.
Wenn mir aber dann jemand mit dem Argument kommt, dass Deutschland das Vorbild in der Welt sein muss, dann muss ich über diese idiotische Aussage wirklich herzlich lachen! Es gab mal in einer bösen Zeit der deutschen Geschichte den Spruch „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ … will man das jetzt wieder machen in Sachen Klimaschutz? Echt jetzt?
Leute, China (28,2%), USA (16%) und Indien (6,2%) sind zusammen für mehr als 50% des weltweiten CO2 Ausstoßes verantwortlich … so lange diese drei nicht genau das tun, was ihr hier alles in Deutschland den Bürgern aufzwingen wollt, ist das alles vollkommen sinnlos!


Dieses Argument kommt andauernd und ist genauso häufig Schwachsinn!

1. Würde es denn was bringen, wenn wir die Welt nur in eine Menge, hinreichend kleiner Nationen aufteilen würden, die bspw. jeweils 0,5% der weltweiten Emissionen verursachen würden? Man könnte dann immer argumentieren, dass doch bitte die anderen machen sollten, und man selbst könne ja eh nix alleine ändern! Und genau hier sind wir am Punkt: "Alleine". Nein, alleine kann Niemand was machen, auch nicht China,auch nicht Indien und auch nicht die USA.

Die von dir vertretene Ansicht bzw. Problemstellung kennt man in der Wissenschaft unter dem Begriff "Gefangenen-Dilemma": https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma
Warum das Gefangenendilemma "Dilemma" heißt, kannst du im Artikel erfahren. Ebenso, welche Möglichkeiten es gibt, sich aus diesem Dilemma zu befreien. Eine gute Möglichkeiten sind bspw. Verträge. Solche Verträge haben wir bspw. mit dem Abkommen von Paris geschlossen!

2. Kann ich persönlich diese nationalistische Ansicht nicht mehr hören! Eine Chinese ist kein schlechterer Mensch als ein Europäer und hat daher das gleiche Recht, die gleichen Emissionen zu verursachen. Was soll diese Absurdität? Können wir bitte mal diesen menschenverachtenden Nationalismus aus der Debatte lassen?

3. Die Vermeidungskosten sind in Europa deutlich geringer als bspw. in Asien. "Entferne" ich eine Person aus Europa, so spare ich ganz 12 Tonnen CO2 ein. "Entferne" ich eine Person aus China, spare ich "nur" 7 Tonnen CO2 ein. Wo sollte man also anfangen? Ist natürlich jetzt nur sehr plakativ.

4. Mit welchem Recht sollten wir die Legitimation für einen höheren Lebensstandard (wobei ich diese heutige verbreitete materialistische Ansicht mittlerweile stark ablehne) haben als Asiaten? Bei uns bedeutet 1 Tonne CO2 einsparen in der Regel bei Luxus einsparen, bei Asiaten deutlich häufiger bei Grundbedürfnissen. Mit welchem Recht?

5. Ich könnte jetzt ewig weitermachen. Letzten Endes gibt es keine sachliche Argumentation außer die eigene Bequemlichkeit!


1. Erneuerbare Energien
Deutschland kann seinen Energiebedarf so gut wie komplett mit erneuerbaren beim Strom decken heißt es … wirklich? Ich habe meine Zweifel, denn vieles was jetzt noch KEINEN Strom benutzt wird oder soll ja zukünftig Strom benutzen. Folge: Der Strombedarf wird wachsen!
Aber nehmen wir mal an, es geht … was durchaus möglich ist … dann bedeutet das vor allem einen massiven Ausbau der Windkraft an den Küsten und in den Mittelgebirgen.
Das bedeutet wiederum 2 Dinge:

a) Es müssen viel mehr Windkraftanlagen gebaut werden und irgendwelche Einwände wegen Vogelschutz sind dann … so leid es mir tut … vollkommen zweitrangig, denn das muss man dann in Kauf nehmen und dabei natürlich nach Lösungen suchen. aber erstmal sind Windräder = Klimaschutz dann wichtiger als Vogelschutz!


Sowieso! Das Vogelschutz-Argument ist ohnehin sowas von lächerlich. Es sterben bereits ohne Windenergie im hohen zweistelligen Millionenbereich Vögel in Deutschland durch menschliches Handeln (Autoverkehr, Bahnverkehr, Stromleitung, Katzenhaltung, usw.)...warum da jetzt die ca. 150.000 tote Vögel durch WKA plötzlich derart relevant sein sollten, konnte mir von denjenigen, die dieses Argument gerne anführen, noch Niemand plausibel erklären.


2. Elektromobilität
Plötzlich sind Elektroautos das Allheilmittel … was mehr als fragwürdig ist!
Zum einen aus umweltpolitischer Sicht, denn für die Batterien braucht man Lithium und der Abbau dieses Materials in fremden Ländern ist die reinste Umweltkatastrophe!
Und dann kommen wir zum Strom selber … denn zurzeit und in der momentanen Situation kommt der nicht wunschgemäß rein aus erneuerbaren Energieträgern … womit wir eine Milchmädchenrechnung beim CO2 Ausstoß haben!


Tja, wenn man immer alles an aktuellen Sachständen festmacht, dann brauch man garkeine Forschung und Entwicklung mehr betreiben. Forschung und Entwicklung wird in der Regel dort betrieben, wo entsprechende Potentiale gegeben sind. Das ist bei Elektromobilität (ob nun Batterie oder Brennstoffzelle oder X) ganz klar der Fall. Der Elektroantrieb an sich ist höchst effizient, Problem sind Energietransport und Bereitstellung. Auch die Rohölförderung ist umwelttechnisch nicht unproblematisch. https://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon
Zudem werden schon seit Jahrzehnten seltende Erden, Tantal, Lithium derart gefördert, da gab es nie einen Aufschrei. Nun soll das plötzlich so sein? Ok, durch die Elektromobilität erhöht sich der Bedarf deutlich. Auf der anderen Seite werden durch den gestiegenen Bedarf Entwicklungsinvestitionen in Alternativen und Recyclingmöglichkeiten rentabler. Es gibt stets etliche zusätzlichen Auswirkungen, die man bei partieller Betrachtung nie so auf dem Schirm hat. Hier kommt eben noch hinzu, dass neue Batterietechnik nicht nur für Elektromobilität interessant ist.

Aber selbst wenn man das lösen könnte … warum zum Teufel dieser Fokus auf Elektro und nicht auf die Brennstoffzellentechnik? Klar, Wasserstoff ist nicht gerade ungefährlich als Gas, aber das als Tank und mit Leitungen im Auto sicher zu machen ist eher eine technische Herausforderung als ein Problem und in der Umweltbilanz wirklich sauber, denn Wasserstoff kann man klimaneutral herstellen und aus dem Auspuff kommt am Ende nur Wasserdampf raus.


Weil die Batterietechnik deutlich energieeffizienter ist! Ich arbeite hier in der Forschung mit beidem und es wird auch beides gefördert. Bei Brennstoffzelle werden wir allerdings noch länger brauchen! Ich sehe aktuell die Batteriemobilität ein gutes Stück weiter vorne, was allerdings nicht bedeutet, dass künftig nicht auch die Brennstoffzelle eine entsprechende Rolle spielen muss und wird.


Ein weiter Nachteil beim E-Auto ist die Reichweite und die Nachladezeit. Sorry, mein Auto hat eine Reichweite von 550km und wenn ich nachtanken muss, dann fahre ich zur nächsten Tankstelle, mache den Tank voll und 10min später fahre ich weiter. Klappt beim E-Auto beides nicht!


Das Reichweiten-Argument ist aus meiner Sicht häufig ein Scheinargument! Im Schnitt fährt der Deutsche 45km am Tag. Abends zuhause wird das Auto an die Steckdose gehängt (oder auch nur jeden 2. und 3. Tag)...in 80% der Fälle vollkommen ausreichend, insbesondere für die Zweitautos, von denen es viele gibt.


Und nein, der ÖPNV und die Bahn sind NICHT eine Alternative zum Individualverkehr nah und fern. Mit Bus und Bahn brauche ich zur Arbeit laut Fahrplan ca. 60 min … mit dem Auto trotz üblichem Berufsverkehr 20-25 min!


Erstens sagt Niemand, dass bitte alle möglichst direkt auf ÖPNV ausbauen. Erstmal all denjenigen, bei denen dies halbwegs problemlos möglich wäre, ein entsprechend gutes Angebot machen. Das würde schon viel helfen! Zweitens ist es kein Wunder, dass in einem Land, dass so stark auf das Automobil setzt, der ÖPNV derart schlecht ist.
An sich ist das allerdings auch mal wieder eines der lieben Scheinargumente: Weil ein bestimmter Vorschlag in meiner speziellen Situation nicht sinnvoll einsetzbar wäre, ist er generell abzulehnen! Soweit die von dir vertretene Denkweise.


Ich fahre oft im Sommer an die polnische Ostseeküste mit meiner Familie, sind je nach Ort ca. 1.200 km für die ich nachts rund 8 bis 9 Stunden und 2 Mal tanken brauche. Mit der Bahn würde ich sage und schreibe 20 Stunden und 4 Mal Umsteigen brauchen … was somit beides bei nah und fern nicht akzeptabel ist!


Und? Ich fahre auch im Sommer und Winter mit dem Auto in Urlaub, während ich für die Fahrt an 220 Tagen im Jahr zur Arbeit das Rad oder ÖPNV nutze. Wir verzichten eben aufs Zweitauto. Spart zudem ne Menge Geld! Zudem fahren die wenigsten 1.200km mit dem Auto in Urlaub. Insofern ist das auch wieder ein Argument nach dem Schema wie vorhergehend genannt.


Dieser Industriebereich ist Deutschlands größter Arbeitgeber und was bringt Klimaschutz am Ende, wenn die Leute auf dem Arbeitsamt sitzen?


Und du meinst, dass die Situation eine bessere ist, wenn man jetzt lieber noch 1-2 Jahrzehnte im gemachten Nest hockt und dann deutlich mehr auf dem Arbeitsamt sitzen, weil man der ausländischen Konkurrenz Lichtjahre hinterherhinkt? Dann ist es wirklich zu spät...da geht man doch jetzt lieber vernünftig den Technologiewandel an.
Ansonsten gibt es meines Wissens keine ökonomische Gesetzmäßigkeit, nach der der derzeitige Betrag des Volkseinkommens unbedingt in der Automobilindustrie erwirtschaftet werden muss. Wie heißt dieses Gesetz?


Diese Schöngedanken von wegen „sie werden neue Jobs im Rahmen der Umstrukturierung finden“ sind pures Wunschdenken und Hinweise darauf, dass es ja mit dem Steinkohleausstieg auch geklappt hat, sind schlicht und einfach Schwachsinn! Der Steinkohleausstieg ging über 40 Jahre … hier gibt man bestenfalls gute 10 Jahre Zeit!


Tja, wie gesagt: Wenn man jetzt noch 2 Jahrzehnte verschläft, dann werden aus den 10 Jahre vielleicht noch 2 Jahre. Im Übrigen will Niemand die Autoindustrie abschaffen, sondern es sollen entsprechend zukunftsfähige Mobilitätskonzepte entwickelt werden. Auch das Argument, dass für die Produktion von Elektroautos weniger Menschen notwendig sind, ist auch kein ökonomisch stichhaltiges: Nach dieser Logik müssten wir alle unsere Wertschöpfungsketten möglichst arbeitsintensiv gestalten. Dies würde dann allerdings in der Tat extrem negative Auswirkungen auf das Volkseinkommen (entsprechend auch die Löhne) haben.

Und glaubt man wirklich, dass diese Leute, welche ihren Job wegen all der Klimaschutzmaßnahmen am Ende verlieren, darüber glücklich sind? Die werden eher irgendwelche Populisten bei den nächsten Wahlen wählen, welche den Klimawandel verleugnen und ihnen ihren Joberhalt versprechen!


Man dürfte garkeine politischen Maßnahmen mehr durchführen, denn jede Maßnahme ändert letztlich irgendwas an der Allokation von Arbeitskräften in einer Volkswirtschaft. Es ist auch NIE gut gegangen, einen Strukturwandel zu vermeiden. Sinnvoll ist eher, diesen Strukturwandel zu begleiten und zu gestalten.


Richtig sauer macht mich aber die Arroganz mit der hier agiert wird, denn wenn ich die Herrschaften von den Grünen und auch andere höre und lese, wenn diese kaltschnäuzig sagen, die Automobilindustrie hat zu lange den Wandel verschlafen und das als Argument für den drohenden Verlust von hundert tausender Jobs bringen, dann packt mich die blanke Wut!
Ja, die Industrie hat das verschlafen, richtig, aber ist das dann die Schuld der Arbeitnehmer in der Industrie und sollen die es dann mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes büßen, damit ihr euch mit dem Klimaschutz gut fühlt? Arroganz hoch zehn!


Hat das wer behauptet? Aber wie gesagt: Jeder politischen Maßnahmen fallen in der Regel irgendwo Arbeitsplätze zum Opfer. Auch dem marktwirtschaftlichen Strukturwandel. Alle wollen sie steigende Reallöhne, notwendige Umstrukturierungen sind aber verpöhnt. Wie gesagt: Man muss das natürlich mit Sinn und Verstand machen! Das bedeutet im Gegensatz aber auch nicht, dieses möglichst lange zu verhindern. Und mir wäre allerdings auch nicht bekannt, dass irgendwer irgendwelchen Arbeitnehmern eine Schuld zugeschoben hätte. Ich fände es gut, wenn du derartige emotionalisierende Unterstellungen lassen würdest! Danke
Zuletzt geändert von Gruwe am Mo 7. Okt 2019, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Gruwe » Mo 7. Okt 2019, 16:28

Mandelus hat geschrieben:(07 Oct 2019, 12:48)
Ich muss hie reinmal direkt fragen, mit welcher impertinenten Arroganz Sie die die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Automobil- und Automobilzulieferer Industrie für das Versagen der Chefetagen verantwortlich machen, dass sie die Gefährdung dieser vielen Arbeitsplätze mit einem Achselzucken und Phrasen wie "schwerreiche Industrie" und


Wer macht wo Arbeitnehmer/innen verantwortlich?

irrelevanten Hinweisen auf die Dieselmanipulation abtun. Das ist schon eine wahre Frechheit, sich den Realitäten zu verweigern ...


Bitte nicht immer Dieselthema und Klimaschutz vertauschen! Danke.

Nein ... es geht nicht um Fortschrittsverweigerung oder Lobbyismus für die Autoindustrie ... es geht um idiotischen Aktionismus ... idiotisch weil überflüssig und sinnlos. Oder haben Sie Fakten und sinnvolle Argumente für den Wahnsinn, der hier in Deutschland abgeht und die lächerlichen und eh schon im Sinken befindlichen 2,2% Anteil Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß widersprechen?


Dazu hab ich ja schon hinreichend geschrieben. Auch, dass das nichts mit lächerlich zu tun hat, sondern eher damit, dass man sich als Trittbrettfahrer betätigen möchte. Globale Probleme erfordern globale Maßnahmen und jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten mitmachen. China macht das, Indien macht das...warum dann Deutschland das nicht tun sollte, kann man nur auf Bequemlichkeit & Co. abstellen.
Ich hab mal gelernt, dass Freiheit immer auch Verantwortung mit sich bringt. Nun möchten eben manche diese Verantwortung von sich weisen, was individuell nachvollziehbar ist, aber ebenfalls keine Probleme löst.

Und die von Ihnen erwähne Photovoltaikindustrie lebte nur dank der Subventionen und Fördermittel von staatlichem und europäischem Wege her ... als diese wegfielen, gepaart mit der Öffnung für billige Importe aus Asien, da ging diese Industrie den Bach runter .. also etwas vollkommen anderes was den Hintergrund angeht!


Auch das ist nicht ganz richtig!
Die anderen Technologien mussten (insb. in den Anfangsjahren) auch stark gefördert werden, auch um deren Grenzkosten zu senken. Zudem führte die Nicht-Berücksichtigung der externen Kosten gepaart mit dem Allmende-Gut "Umwelt" eben zu einer jahrzehntelangen Fehlallokation. Man hätte diesen Weg jetzt weitergehen können. Man hat sich aber vernünftigerweise dafür entschieden, dieses zu korrigieren. Es gibt und gab im Übrigen auch nie das "Recht", dass man einfach den Lebensraum Aller verschmutzen darf wie man gewillt ist. Wo so mancher dieses Recht sehen möchte, konnte mir bisher auch noch Niemand plausibel erklären.

Ansonsten ist es natürlich eher schwach, etwa der PV vorzuwerfen, dass diese nur durch Subvention überleben konnte, gleichzeitig unter den Tisch fallen lässt, dass die Alternativen auch erst zu so geringen privaten Kosten führte durch eine staatliche Förderung.
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Fliege
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Fliege » Mo 7. Okt 2019, 17:01

Mandelus hat geschrieben:(07 Oct 2019, 11:20)
Hallo zusammen
[...]

Ich möchte beiläufig darauf hinweisen, dass die von dir dargelegte Position samt der zugehörigen Thesen und Argumente (von mir mit [...] abgekürzt, um kein Vollzitat zu bringen) Gegenstand der Diskussion auch in anderen Threads hier im Forum ist. Wie für Diskussionen zu erwarten, gehen die Meinungen auch beim Thema Klima und Klimapolitik hin und her - wie auch in deinem Thread.

(Willkommen im Forum.)
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
Corella
Beiträge: 1071
Registriert: Sa 11. Jan 2014, 12:08

Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Corella » Mo 7. Okt 2019, 17:14

Es gibt keinen Energiesektor, den man nicht mit guten Argumenten disqualifizieren könnte. Je mehr Expertise, desto überzeugender. Und schon immer musste daraus ein Gesamtkunstwerk gemacht werden.
Was die Wiederholungen aus der Endlosschleife dieses Threads noch nicht genügend würdigen: Masseneffekte!
Die letzten Schritte zur Marktreife kommen aus der Anwendung, nicht aus der Forschung. Es war m.Mn.n. vor Jahrzehnten Zeit, die Umgebung für Investoren zu schaffen. Wenn da man nicht China und Amerika schon deutlich weiter sind, während hier gutes Geld schlechten Techniken hinterhergeworfen wird.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon JJazzGold » Mo 7. Okt 2019, 17:33

Gruwe hat geschrieben:(07 Oct 2019, 16:07)







Das Reichweiten-Argument ist aus meiner Sicht häufig ein Scheinargument! Im Schnitt fährt der Deutsche 45km am Tag. Abends zuhause wird das Auto an die Steckdose gehängt (oder auch nur jeden 2. und 3. Tag)...in 80% der Fälle vollkommen ausreichend, insbesondere für die Zweitautos, von denen es viele gibt.




Was machen die restlichen 20%, wenn sie gesetzlich gezwungen werden ein E-Auto zu kaufen?
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Billie Holiday » Mo 7. Okt 2019, 17:53

JJazzGold hat geschrieben:(07 Oct 2019, 17:33)

Was machen die restlichen 20%, wenn sie gesetzlich gezwungen werden ein E-Auto zu kaufen?


Bus, Bahn, Home Office, Jobwechsel. Ich denke, individuelle Bedürfnisse werden bald keine Rolle mehr spielen. Der Wunsch, sich von oben seine Bedürfnisse aufdiktieren zu lassen, ist bei vielen vorhanden.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Corella » Mo 7. Okt 2019, 17:59

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2019, 17:53)

Bus, Bahn, Home Office, Jobwechsel. Ich denke, individuelle Bedürfnisse werden bald keine Rolle mehr spielen. Der Wunsch, sich von oben seine Bedürfnisse aufdiktieren zu lassen, ist bei vielen vorhanden.


Sind eigentlich dicke Karossen, die für eine nicht repräsentative Käuferschicht gefördert werden und ein nachfolgendes, vorhandenes, wachsendes Marktsegment brach lassen, kein "Diktat von oben"? Demnächst könnten dann moderne Flitzer von China kommen...
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Klopfer » Mo 7. Okt 2019, 18:16

Mandelus hat geschrieben:(07 Oct 2019, 12:48)

Ich muss hie reinmal direkt fragen, mit welcher impertinenten Arroganz Sie die die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Automobil- und Automobilzulieferer Industrie für das Versagen der Chefetagen verantwortlich machen, dass sie die Gefährdung dieser vielen Arbeitsplätze mit einem Achselzucken und Phrasen wie "schwerreiche Industrie" und irrelevanten Hinweisen auf die Dieselmanipulation abtun. Das ist schon eine wahre Frechheit, sich den Realitäten zu verweigern ...
Nein ... es geht nicht um Fortschrittsverweigerung oder Lobbyismus für die Autoindustrie ... es geht um idiotischen Aktionismus ... idiotisch weil überflüssig und sinnlos. Oder haben Sie Fakten und sinnvolle Argumente für den Wahnsinn, der hier in Deutschland abgeht und die lächerlichen und eh schon im Sinken befindlichen 2,2% Anteil Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß widersprechen?

Und die von Ihnen erwähne Photovoltaikindustrie lebte nur dank der Subventionen und Fördermittel von staatlichem und europäischem Wege her ... als diese wegfielen, gepaart mit der Öffnung für billige Importe aus Asien, da ging diese Industrie den Bach runter .. also etwas vollkommen anderes was den Hintergrund angeht!

Aha, und dass man die Autoindustrie an jeder Hausecke pampert stört sie also nicht? Wenn Deutschland als eines der reichsten Industrieländer nicht zur Reduktion von CO2 beiträgt warum sollten das deutlich ärmere Lander tun? Immer nur wähh, Arbeitsplätze und damit alles heilig sprechen was damit zu tun hat geht nicht mehr! Die Autoindustrie hat beschissen statt zu forschen und nur der Deckung durch korrupte Verkehrsminister wie Dobrindt und Scheuer ist es zu verdanken dass die sich heute hinstellen und wieder Ansprüche stellen die ihnen nicht zustehen. Und natürlich ist das Lobbyismus was sie hier vortragen und zwar allerhöchster Güte. Die Wirtschaft und die Industrie scheisst auf ihre Mitarbeiter! Sie sind ein Mittel zum Zweck, verkommen zum notwendigen Übel.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Gruwe » Mo 7. Okt 2019, 18:19

JJazzGold hat geschrieben:(07 Oct 2019, 17:33)

Was machen die restlichen 20%, wenn sie gesetzlich gezwungen werden ein E-Auto zu kaufen?


Von einem Zwang sind wir meilenweit entfernt!
Also bitte keine solche Phrasen dreschen. Danke!
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Gruwe » Mo 7. Okt 2019, 18:21

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2019, 17:53)

Bus, Bahn, Home Office, Jobwechsel. Ich denke, individuelle Bedürfnisse werden bald keine Rolle mehr spielen. Der Wunsch, sich von oben seine Bedürfnisse aufdiktieren zu lassen, ist bei vielen vorhanden.


Wo werden wem Bedürfnisse aufdiktiert?
Dass in einer Gesellschaft bestimmte Regeln gelten, in deren Rahmen man seiner Bedürfnisbefriedigung nachgehen darf, ist selbstredend und absolut trivial. Was das mit Vorgabe von Bedürfnissen zu tun hat, wird wohl dein Geheimnis bleiben! Eventuell können es auch noch hemmungslose Egoisten nachvollziehen.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon sünnerklaas » Mo 7. Okt 2019, 18:24

Gruwe hat geschrieben:(07 Oct 2019, 16:07)

Die von dir vertretene Ansicht bzw. Problemstellung kennt man in der Wissenschaft unter dem Begriff "Gefangenen-Dilemma": https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma
Warum das Gefangenendilemma "Dilemma" heißt, kannst du im Artikel erfahren. Ebenso, welche Möglichkeiten es gibt, sich aus diesem Dilemma zu befreien. Eine gute Möglichkeiten sind bspw. Verträge. Solche Verträge haben wir bspw. mit dem Abkommen von Paris geschlossen!

Leider finden viele den Ausweg aus dem Dilemma nicht. Sie sind gefangen in einer Melange aus Angst, Egoismus, eigener Denkfaulheit und Bequemlichkeit. Der Begriff der "Alternativlosigkeit" wird ja auch inzwischen wieder ins Spiel gebracht.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon JJazzGold » Mo 7. Okt 2019, 19:49

Gruwe hat geschrieben:(07 Oct 2019, 18:19)

Von einem Zwang sind wir meilenweit entfernt!
Also bitte keine solche Phrasen dreschen. Danke!


Für mich ist 2021 und danach 2030 quasi um die Ecke und ich lasse mich auch bis dahin nicht mit dem “Argument“ Phrasendrescherei abspeisen. Ich verlange zu wissen, was mit den geschätzten 20% ist.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon JJazzGold » Mo 7. Okt 2019, 19:57

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2019, 17:53)

Bus, Bahn, Home Office, Jobwechsel. Ich denke, individuelle Bedürfnisse werden bald keine Rolle mehr spielen. Der Wunsch, sich von oben seine Bedürfnisse aufdiktieren zu lassen, ist bei vielen vorhanden.


Billie, ich habe jahrelang zu Denjenigen gehört, die am Wochenende 500km einfache Strecke vom Arbeitsplatz zu Familie und Freunden zurückgelegt haben und ich war nicht beileibe nicht die Einzige. Nach wie vor existieren in Deutschland diese Wochenendheimkehrer. Das mögen nur 20% sein, aber auch diese sind Mitbürger. Ich finde es reichlich paradox, auf der einen Seite Flexibilität bei der Arbeitsplatzsuche zu verlangen und diese auf der anderen Seite durch ein E-Auto Gebot mit geringer Reichweite zu erschweren. Kurz überschlagen hätte ich mit Bus und Bahn gut 2-3 Stunden pro Strecke länger gebraucht.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Gruwe » Mo 7. Okt 2019, 20:00

JJazzGold hat geschrieben:(07 Oct 2019, 19:49)

Für mich ist 2021 und danach 2030 quasi um die Ecke und ich lasse mich auch bis dahin nicht mit dem “Argument“ Phrasendrescherei abspeisen. Ich verlange zu wissen, was mit den geschätzten 20% ist.


Nochmal:
Für 80% der Fälle sind die aktuellen Reichweiten und Ladezeiten von Batteriefahrzeugen prinzipiell ausreichend. Das heißt nicht, dass künftig nur diese Technik existieren wird. Es wird mit Sicherheit etwa auch die Brennstoffzelle relevant sein, was allerdings nichts daran ändert, dass für 80% eben auch ein Batteriefahrzeug die für diese Gruppe notwendigen Eigenschaften besitzt.
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Gruwe » Mo 7. Okt 2019, 20:02

JJazzGold hat geschrieben:(07 Oct 2019, 19:57)
diese auf der anderen Seite durch ein E-Auto Gebot mit geringer Reichweite zu erschweren. Kurz überschlagen hätte ich mit Bus und Bahn gut 2-3 Stunden pro Strecke länger gebraucht. [/color]


Das fordert Niemand! Wie kommt man zu solchen Aussagen?
Es geht bei solchen Betrachtungen eben stets darum, dass für einen Großteil vorhandene Technik ganz sicher ein vernünftiges Substitut ist.
Es behauptet auch Niemand, dass ein ÖPNV für 100% die richtige Lösung ist, dennoch kann man damit einen großen Teil erreichen. Von 100% spricht und sprach nie Jemand! Ich weiß jetzt auch nicht, was daran nun so schwer zu verstehen sein soll?
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Re: Klimaschutz, der Aktionismus-Wahnsinn! Eine Abrechnung!

Beitragvon Klopfer » Mo 7. Okt 2019, 20:13

JJazzGold hat geschrieben:(07 Oct 2019, 19:57)

Billie, ich habe jahrelang zu Denjenigen gehört, die am Wochenende 500km einfache Strecke vom Arbeitsplatz zu Familie und Freunden zurückgelegt haben und ich war nicht beileibe nicht die Einzige. Nach wie vor existieren in Deutschland diese Wochenendheimkehrer. Das mögen nur 20% sein, aber auch diese sind Mitbürger. Ich finde es reichlich paradox, auf der einen Seite Flexibilität bei der Arbeitsplatzsuche zu verlangen und diese auf der anderen Seite durch ein E-Auto Gebot mit geringer Reichweite zu erschweren. Kurz überschlagen hätte ich mit Bus und Bahn gut 2-3 Stunden pro Strecke länger gebraucht.

Flexibiltät bei der Arbeitsplatzsuche verlangen genau die die keine Lösung anbieten und denen Umwelt und Klima scheissegal sind.
Wir beide wissen wer das ist. Niemand wird gezwungen am Wochenende pendeln zu müssen, um es mit Worten die sie verstehen zu sagen.

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