Kampf gegen Links

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Tom Bombadil
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Okt 2019, 18:47

Selina hat geschrieben:(12 Oct 2019, 17:40)

Selbstverständlich gibt es im Kapitalismus Demokratie.

Weil die Demokratie dem Kapitalismus Zügel anlegt und eben nicht der Kapitalismus herrscht.
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Selina
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Sa 12. Okt 2019, 19:42

Chajm hat geschrieben:(12 Oct 2019, 17:49)

Wohin es fuehrt, wenn die Politik der Wirtschaft sagt was zu tun ist, hat man an dem 1989 krachend gescheiterten Experiment namens DDR gesehen.
Aber wahrscheinlich war das auch die Schuld des Kapitalismus, denn es gab das gefluegelte Wort von den fuenf Feinden des Sozialismus, die da waren:
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sowie
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:D


Nein, das "Primat der Politik" ist in einer Demokratie so gemeint, dass sich die Parlamente nicht von der Wirtschaft das Heft aus der Hand nehmen lassen. Und es gibt auch Leute, die formulieren das Ganze noch viel drastischer als ich. Darunter sogar CDU-Leute wie dieser Warnfried Dettling.

Zitat (Text stammt von 2012):

DEMOKRATIE Eine Lobbyismus-Studie der Otto Brenner Stiftung berührt die Frage nach der Zukunft unserer demokratischen und wirtschaftlichen Ordnung. Von Warnfried Dettling

Politische Schattenwelt

WARNFRIED DETTLING ist freier Autor in Berlin und am Bodensee

Es sind gerade einmal gut 20 Jahre vergangen, da haben viele nach dem Zusammenbruch des Kommunismus den Triumph von Demokratie und Marktwirtschaft gefeiert und mit Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ ausgerufen. Inzwischen drängt sich eine andere Bilanz auf: Gesiegt hat nicht die Marktwirtschaft, sondern ein entfesselter Kapitalismus, der den Primat der Politik unterläuft und die Demokratie gefährdet. Und so fängt die ganze Geschichte, wie man Freiheit und Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Fortschritt für alle sichern kann, wieder von vorne an. Die „Soziale Marktwirtschaft“, die Deutschland und Europa rund 50 Jahre lang mit guten Gründen als Antwort auf solche Fragen gegeben haben, kann man heute nicht mehr so ohne Weiteres beschwören, ohne sich dem Vorwurf des Zynismus auszusetzen.


https://www.boeckler.de/38891_38911.htm#
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Progressiver » Sa 12. Okt 2019, 22:00

Chajm hat geschrieben:(12 Oct 2019, 17:49)

Wohin es fuehrt, wenn die Politik der Wirtschaft sagt was zu tun ist, hat man an dem 1989 krachend gescheiterten Experiment namens DDR gesehen.
Aber wahrscheinlich war das auch die Schuld des Kapitalismus, denn es gab das gefluegelte Wort von den fuenf Feinden des Sozialismus, die da waren:
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sowie
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:D


Du hältst dich wohl für besonders schlau? Wohin es führt, wenn die Politik die Wirtschaft lenkt, sieht man heutzutage besonders erfolgreich an China. Die haben dort nicht nur ihre Fünf-Jahres-Pläne. Sie sind auch dabei, den Westen zu überflügeln. Ihre Wirtschaftspolitik ist aus einem Guss. Und die "Neue Seidenstraße" ist ein staatliches Projekt, das die chaotische Wirtschaft alleine gar nicht hinbekommen würde. Wie sieht es dagegen im Westen aus? Anstatt in höhere Löhne für die Angestellten zu investieren oder in bessere Forschung, werden hier sämtliche Gewinne an die Aktionäre ausgezahlt, um diese bei Laune zu halten. Daneben kassieren auch die Manager irrsinnig hohe Gehälter dafür, dass sie Firmen an die Wand fahren.

Ich prophezeihe: Wenn das so weiter geht, wird China die kaputten Staaten von Amerika genau so wie die zerstrittenen Staaten von Europa schon in wenigen Jahren technologisch und wirtschaftlich weit hinter sich lassen. Und das einzige was uns bleiben wird, sind: Autofirmen und Banken, die vom Staat gepampert werden müssen, eine total veraltete Infrastruktur, kaputte Schulen und eine "Schwarze Null".

Damit man mich nicht falsch versteht: Ich möchte nicht in Chinas digitaler Diktatur leben. Aber die Wirtschaft des Westens schafft es doch auch nicht, sich selbst aus der Sch… zu ziehen. Deswegen frage ich doch: Wenn China es erfolgreich schafft, mit seinem Primat der Politik über die Wirtschaft so gute Ergebnisse und technologische Fortschritte zu erzielen, wieso traut sich das hierzulande niemand? Die Wirtschaft ist doch schließlich da, um dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Wieso sollte es nicht möglich sein, in die Wirtschaft einzugreifen in dem Sinne, dass einerseits gerechte Löhne für alle möglich sind und andererseits die Wirtschaft gezwungen wird -ja, gezwungen von staatlicher und gesellschaftlicher Seite aus!-, sich fit zu machen für eine Zukunft, in der wir alle gerne leben wollen? Soll heißen: möglichst CO2-arm und trotzdem technologisch fit? Was bringt das denn, wenn man den Managern und Aktionären das Geld, das unsere Firmen verdienen, stattdessen in den Rachen wirft? Die transferieren es doch sowieswo nur in irgendwelche Steueroasen, weil sie den Hals nicht voll kriegen können. Aber gesellschaftlichen und sozialökologischen Fortschritt finanzieren? Wem soll das denn nützen, wenn unsere Gesellschaften hier im Westen bzw. in Europa den Bach herunter gehen? Und am Ende wird die Unzufriedenheit in den Bevölkerungen Europas so groß sein, dass selbst die Demokratie als solche in Gefahr sein wird. Und was unterscheidet uns dann noch von den autokratischen Systemen Russlands oder Chinas?

Wenn unsere regierenden Politiker eine Aufgabe haben, dann diese, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Wenn sie dies nicht schaffen, gehören sie abgewählt, ausgewechselt. Oder aber wegen Eidbruchs angeklagt. Stattdessen kriechen sie der Wirtschaft in den Hintern, damit sie von dieser Parteispenden bekommen oder aber später einen Posten. Das wird jedoch den Abstieg Deutschlands und Europas in die Bedeutungslosigkeit nicht aufhalten. Zudem verlieren die Bevölkerungen bei diesen ganzen Kungelgeschichten den Glauben an die Demokratie. Aber scheinbar geht es Deutschland und Europa als Ganzes noch nicht schlecht genug. Wohin aber kann man als Deutscher ziehen, wenn unsere Politiker und die Wirtschaft das Land kaputtregiert bzw. -gemacht haben?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Okt 2019, 22:11

Gerechte Löhne für alle? In China? Guter Witz, die ca. 300 Millionen Wanderarbeiter leben von der Hand in den Mund: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 19942.html und werden wie der letzte Dreck behandelt. Das ist "Manchesterkapitalismus" der übleren Sorte.

Weißt du, wer in China die Gewinne der Unternehmen kassiert? Röschtösch, die Eigentümer und Aktionäre. Oder glaubst du, die vielen neuen Millionäre und Milliardäre in China wären vom Himmel gefallen?

Es sind auch nicht "unsere Firmen", die das Geld verdienen, sondern die Unternehmen der Eigentümer, der Gesellschafter, der Aktionäre.

Der Eid, den unsere Politiker "schwören" ist übrigens gar kein Eid, sondern lediglich eine Absichtserklärung.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon watisdatdenn? » Do 17. Okt 2019, 08:32

Jetzt wird auch schon im Hörsaal der linke Terror aktiv!



Wie kann man diesem Terror Einhalt gebieten?
Warum führt die Polizei Herrn Lucke ab und nicht die Störer?!
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » Do 17. Okt 2019, 13:07

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Oct 2019, 08:32)

Jetzt wird auch schon im Hörsaal der linke Terror aktiv!



Wie kann man diesem Terror Einhalt gebieten?
Warum führt die Polizei Herrn Lucke ab und nicht die Störer?!

Lucke wurde von der Polizei abgeführt? Gib mir doch mal bitte den Zeitstempel, auf dem das zu sehen ist.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon watisdatdenn? » Do 17. Okt 2019, 14:46

Kritikaster hat geschrieben:(17 Oct 2019, 13:07)
Lucke wurde von der Polizei abgeführt? Gib mir doch mal bitte den Zeitstempel, auf dem das zu sehen ist.

Hier an Minute 2:



Warum wurde niemand wegen Nötigung oder ähnlichem verhaftet?
Die Polizei sollte die Störer/Nötiger/Schubser entfernen und nicht den Professor!

Aber links ist halt anscheinend tief im System. Da ist die Exekutive und Judikative halt gerne mal auf dem linken Auge blind..
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ein Terraner » Do 17. Okt 2019, 14:49

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Oct 2019, 14:46)

Hier an Minute 2:


Auch da wird er nicht von der Polizei abgeführt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 17. Okt 2019, 14:54

Der Herr Lucke steht jetzt wieder in seinem alten Beruf. Dass ihn die Leute auf seine politischen Eskapaden ansprechen, ist nicht zu vermeiden.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 17. Okt 2019, 15:17

imp hat geschrieben:(17 Oct 2019, 14:54)

Der Herr Lucke steht jetzt wieder in seinem alten Beruf. Dass ihn die Leute auf seine politischen Eskapaden ansprechen, ist nicht zu vermeiden.


Genau. Gut fand ich im Video, was diese Sprecherin sagte. Lucke habe jedes Recht, wieder in seinem Beruf und damit auch an der Uni arbeiten zu können. Aber die Reaktionen der Studenten seien eben auch verständlich. An anderer Stelle hatte Lucke ja auch mal gesagt, dass er es selbst sehr kritisch sehe, in welche Richtung sich die AfD entwickelt habe. Trotzdem wird sein Name immer mit dieser Partei verbunden bleiben, und die hat sich nun mal in eine rechtsradikale bis rechtsextreme Richtung entwickelt. Das hat man auch schon anfangs immer mal merken können ansatzweise, da hat Lucke aber wahrscheinlich die Augen und Ohren zugemacht. Damit hat er sich nun mal mitschuldig gemacht, dass es solch eine Partei nun in die Parlamente geschafft hat.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » Do 17. Okt 2019, 15:19

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Oct 2019, 14:46)

Hier an Minute 2:



Warum wurde niemand wegen Nötigung oder ähnlichem verhaftet?
Die Polizei sollte die Störer/Nötiger/Schubser entfernen und nicht den Professor!

Aber links ist halt anscheinend tief im System. Da ist die Exekutive und Judikative halt gerne mal auf dem linken Auge blind..

Nein, auch da wird Lucke nicht "abgeführt". Es stehen lediglich Polizisten im Hintergrund.

Aus welchem Grund Du versuchst, hier im Widerspruch zu Deinen eigenen Quellen den Eindruck zu erwecken, Lucke als das "Opfer" der Proteste - als den ich ihn tatsächlich betrachte - sei wie ein Verbrecher "abgeführt" worden, solltest Du bitte erklären, oder aber eine Quelle nennen, die Deine Aussage hierzu tatsächlich belegt. Ich sehe seitens der Polizei mit Blick auf Lucke allenfalls eine Schutzmaßnahme, die seiner Sicherheit diente.

Wie weit man gegen die Störer hätte vorgehen müssen, ist mir nicht ganz so klar wie Dir. Das hätte wohl von der Uni-Leitung veranlasst werden müssen, die das Hausrecht ausübt, und ich weiß nicht, was die sonst so gewohnt sind. ;)
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 17. Okt 2019, 15:21

Die Studenten haben jedes Recht zu protestieren. Wieso denn auch nicht?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » Do 17. Okt 2019, 15:23

Selina hat geschrieben:(17 Oct 2019, 15:21)

Die Studenten haben jedes Recht zu protestieren. Wieso denn auch nicht?

Die Frage ist, wo und wie.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon watisdatdenn? » Do 17. Okt 2019, 15:24

imp hat geschrieben:(17 Oct 2019, 14:54)
Der Herr Lucke steht jetzt wieder in seinem alten Beruf. Dass ihn die Leute auf seine politischen Eskapaden ansprechen, ist nicht zu vermeiden.

Ansprechen wäre ja kein Problem.
Er wurde aber angerempelt, sein Laptop wurde zugeklappt und er wurde niedergebrüllt.
Und das in seiner Vorlesungszeit!

Es gab sogar eine Rangelei zwischen Studenten.

Im zivilisierten Bayern hätte es da nach der Vorlesung eine möglicherweise kontroverse aber zivilisierte Diskussion zwischen Professor und Studenten gegeben.

So kenne ich das zumindest aus meiner Uni-Zeit..
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 17. Okt 2019, 15:31

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Oct 2019, 15:24)

Ansprechen wäre ja kein Problem.
Er wurde aber angerempelt, sein Laptop wurde zugeklappt und er wurde niedergebrüllt.
Und das in seiner Vorlesungszeit!

Es gab sogar eine Rangelei zwischen Studenten.

Im zivilisierten Bayern hätte es da nach der Vorlesung eine möglicherweise kontroverse aber zivilisierte Diskussion zwischen Professor und Studenten gegeben.

So kenne ich das zumindest aus meiner Uni-Zeit..

An bayrischen Unis ging zwischen '68 und '88 so einiges ab, das diese kleine Episode in den Schatten stellt. Muss man wissen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Do 17. Okt 2019, 15:32

Selina hat geschrieben:(17 Oct 2019, 15:21)

Die Studenten haben jedes Recht zu protestieren. Wieso denn nicht?

Protest rechtfertigt keine Faschomethoden.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Skeptiker » Do 17. Okt 2019, 15:33

Selina hat geschrieben:(17 Oct 2019, 15:17)
Genau. Gut fand ich im Video, was diese Sprecherin sagte. Lucke habe jedes Recht, wieder in seinem Beruf und damit auch an der Uni arbeiten zu können. Aber die Reaktionen der Studenten seien eben auch verständlich. An anderer Stelle hatte Lucke ja auch mal gesagt, dass er es selbst sehr kritisch sehe, in welche Richtung sich die AfD entwickelt habe. Trotzdem wird sein Name immer mit dieser Partei verbunden bleiben, und die hat sich nun mal in eine rechtsradikale bis rechtsextreme Richtung entwickelt. Das hat man auch schon anfangs immer mal merken können ansatzweise, da hat Lucke aber wahrscheinlich die Augen und Ohren zugemacht. Damit hat er sich nun mal mitschuldig gemacht, dass es solch eine Partei nun in die Parlamente geschafft hat.

Gegen welches Gesetz hat er verstoßen? Keines!
Haben die Studenten ihn und andere Studenten an ihrem Recht gehindert die Vorlesung abzuhalten? Ja!

So ganz nebenbei macht Du Opfer zu Tätern und umgekehrt. Niemand hat sich als Moralapostel aufzuführen. Niemand, außer der Unileitung, hat das Recht Professoren von der Uni zu vertreiben. Es ist ganz und gar ein Unding andere Studenten einzuschüchtern, nur weil diese eine Vorlesung hören wollen.

Es ist schlicht eine Anmaßung was diese Studenten da betreiben. Würdest Du auch so argumentieren, wenn in Leipzig rechte Burschenschaften unter Duldung der Unileitung eine Professorin niedergebrüllt hätten, nur weil sie bekennende Sozialistin wäre? Unglaublich wie wenig sensibel manche sind, wenn es angeblich um die gute Sache geht.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 17. Okt 2019, 15:35

Naja, es gibt Schlimmeres als den Laptop zuklappen und anrempeln. Mich wundert es nur, dass Herr Lucke so erstaunt tut und so entsetzt ist. Was hat er denn gedacht? Erst ne Partei gründen, die am rechten Rand fischt und sich dann selbst immer mehr radikalisiert und dann so tun, als habe man nichts damit zu schaffen. Da muss er dann schon mit dem Echo leben.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 17. Okt 2019, 15:37

Skeptiker hat geschrieben:(17 Oct 2019, 15:33)

Gegen welches Gesetz hat er verstoßen? Keines!
Haben die Studenten ihn und andere Studenten an ihrem Recht gehindert die Vorlesung abzuhalten? Ja!

So ganz nebenbei macht Du Opfer zu Tätern und umgekehrt. Niemand hat sich als Moralapostel aufzuführen. Niemand, außer der Unileitung, hat das Recht Professoren von der Uni zu vertreiben. Es ist ganz und gar ein Unding andere Studenten einzuschüchtern, nur weil diese eine Vorlesung hören wollen.

Es ist schlicht eine Anmaßung was diese Studenten da betreiben. Würdest Du auch so argumentieren, wenn in Leipzig rechte Burschenschaften unter Duldung der Unileitung eine Professorin niedergebrüllt hätten, nur weil sie bekennende Sozialistin wäre? Unglaublich wie wenig sensibel manche sind, wenn es angeblich um die gute Sache geht.


Zwischen rechten, den Nazis nahestehenden Burschenschaften und einer Sozialistin liegen Welten. Gut, dass es solch eine wache Studentenschaft gibt, die den Unterschied sehr genau kennt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Vongole » Do 17. Okt 2019, 15:41

Selina hat geschrieben:(17 Oct 2019, 15:21)

Die Studenten haben jedes Recht zu protestieren. Wieso denn auch nicht?

Aber keinesfalls so. Wenn sie ihm nicht zuhören wollten, hätten sie den Hörsaal einfach verlassen können.
Niederschreien, anrempeln etc. ist nicht nur schlechter Stil, sondern einer Demokratie und Universität nicht würdig.

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