Sparen war gestern

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Alter Stubentiger
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Sparen war gestern

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 12. Sep 2019, 21:12

Tja früher konnte man noch sparen und erhielt eine Rendite in Form von Zinsen. Kommt dass nochmal wieder? Ich habe regelmäßig Geld übrig. Und jetzt drohen Minuszinsen auch für Kleinsparer.
Was tun? Ich hab allerlei Aktien, breit gestreut. Ich denke dann kann man sich diverse Fonds auch schenken. Zumal man online selber schnell kaufen und verkaufen kann. Komsch. Hätte früher nie gedacht dass der klassische Sparbuchkunde mal so zu den Verlierern werden könnte. Klar. Reich werden konnte man damit noch nie. Aber jetzt gibts ja quasi gar nichts mehr. Selbst bei Festgeld gibts nur bei dubiosen Anbietern mehr als 1%.

Wie gehts weiter mit Geldanlagen für das kleine Vermögen?
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imp
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon imp » Do 12. Sep 2019, 22:42

Es gibt keine kleinen Vermoegen. Der Notgroschen auf der Bank, die Ruecklage fuer die naechste Dachreparatur oder das neue Auto hat keinerlei Vermoegenscharakter.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Wähler » Fr 13. Sep 2019, 09:50

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Sep 2019, 21:12)
Tja früher konnte man noch sparen und erhielt eine Rendite in Form von Zinsen. Kommt dass nochmal wieder? Ich habe regelmäßig Geld übrig. Und jetzt drohen Minuszinsen auch für Kleinsparer.
Was tun? Ich hab allerlei Aktien, breit gestreut. Ich denke dann kann man sich diverse Fonds auch schenken. Zumal man online selber schnell kaufen und verkaufen kann. Komsch. Hätte früher nie gedacht dass der klassische Sparbuchkunde mal so zu den Verlierern werden könnte. Klar. Reich werden konnte man damit noch nie. Aber jetzt gibts ja quasi gar nichts mehr. Selbst bei Festgeld gibts nur bei dubiosen Anbietern mehr als 1%.
Wie gehts weiter mit Geldanlagen für das kleine Vermögen?

Geringverdiener können mit Aktienfondsratensparen etwas für ihre private Altersvorsorge tun. Allerdings brauchen sie auch Rückstellungen für Notsituationen. Viele Aktienfondsanteile kann man nicht zu jedem Zeitpunkt verkaufen, ohne Kursverluste zu realisieren. Viel wichtiger ist aber noch das Gegensteuern gegen zu hohe Mieten in Ballungsräumen. Hier gibt es für Geringverdiener nur die Möglichkeit, an öffentlich subventionierte Wohnungsbaugenossenschaftswohnungen heranzukommen, wozu auch ein gewisser Eigenkapitalanteil nötig ist. Mit der Riesterrente hat die deutsche Sozialpolitik leider auf das falsche Pferd gesetzt.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Ein Terraner » Fr 13. Sep 2019, 11:00

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 09:50)

Geringverdiener können mit Aktienfondsratensparen etwas für ihre private Altersvorsorge tun.

Scherzkeks, 25€ im Monat über 50 Jahre ?
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Wähler » Fr 13. Sep 2019, 13:46

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 09:50)
Geringverdiener können mit Aktienfondsratensparen etwas für ihre private Altersvorsorge tun. Allerdings brauchen sie auch Rückstellungen für Notsituationen. Viele Aktienfondsanteile kann man nicht zu jedem Zeitpunkt verkaufen, ohne Kursverluste zu realisieren. Viel wichtiger ist aber noch das Gegensteuern gegen zu hohe Mieten in Ballungsräumen. Hier gibt es für Geringverdiener nur die Möglichkeit, an öffentlich subventionierte Wohnungsbaugenossenschaftswohnungen heranzukommen, wozu auch ein gewisser Eigenkapitalanteil nötig ist. Mit der Riesterrente hat die deutsche Sozialpolitik leider auf das falsche Pferd gesetzt.

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Sep 2019, 11:00)
Scherzkeks, 25€ im Monat über 50 Jahre ?

Über Vermögenswirksame Leistungen verdoppelt ein Unternehmen und der Staat diese Summe. Bei mir waren das nach 20 Jahren gut 20 000 Euro. Womit wir beim Thema Betriebliche Altersvorsorge oder Staatsfonds wären. Bei einem Sozialstaat von 1/3 des Bruttosozialproduktes gibt es Gestaltungsräume für Umschichtungen. Es existieren also auch Ergänzungsmöglichkeiten zur Grundrente. ;)
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Ein Terraner » Fr 13. Sep 2019, 13:54

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:46)

Über Vermögenswirksame Leistungen verdoppelt ein Unternehmen und der Staat die Summe. Womit wir beim Thema Betriebliche Altersvorsorge oder Staatsfonds wären. Bei einem Sozialstaat von 1/3 des Bruttosozialproduktes gibt es Gestaltungsräume für Umschichtungen. Es existieren also auch Ergänzungsmöglichkeiten zur Grundrente. ;)


Auch das bleibt am Ende ein schlechter Scherz als Altersvorsorge, Runden wir es einfach mal auf 100€ samt VWL, das über 40 Jahre und schon kann man 2 Jahre lang ein Altersheim bezahlen wenn die Inflation nicht noch ordentlich zupackt. Aber 60€ Sparpotential bei Geringverdiener sehen ich nicht, eher auflaufende Schulden am Monatsende.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Wähler » Fr 13. Sep 2019, 14:14

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:46)
Über Vermögenswirksame Leistungen verdoppelt ein Unternehmen und der Staat diese Summe. Bei mir waren das nach 20 Jahren gut 20 000 Euro. Womit wir beim Thema Betriebliche Altersvorsorge oder Staatsfonds wären. Bei einem Sozialstaat von 1/3 des Bruttosozialproduktes gibt es Gestaltungsräume für Umschichtungen. Es existieren also auch Ergänzungsmöglichkeiten zur Grundrente. ;)

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:54)
Auch das bleibt am Ende ein schlechter Scherz als Altersvorsorge, Runden wir es einfach mal auf 100€ samt VWL, das über 40 Jahre und schon kann man 2 Jahre lang ein Altersheim bezahlen wenn die Inflation nicht noch ordentlich zupackt. Aber 60€ Sparpotential bei Geringverdiener sehen ich nicht, eher auflaufende Schulden am Monatsende.

Mit durchschnittlicher Arbeitsproduktivität und einem Durchschnittsgehalt wird sich unsere Generation kein Altersheim leisten können. Das wird nur mit Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel im Rahmen einer Wohnungsbaugenossenschaft, funktionieren. Träumt schön weiter von Eurem allumsorgenden Sozialstaat. ;)
Zuletzt geändert von Wähler am Fr 13. Sep 2019, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Ein Terraner » Fr 13. Sep 2019, 14:39

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 14:14)

Mit durchschnittlicher Arbeitsproduktivität und einem Durchschnittsgehalt wird sich unsere Generation kein Altersheim leisten können. Das wird nur mit Nachbarschaftshilfe, zum Rahmen einer Wohnungsbaugenossenschaft, funktionieren. Träumt schön weiter von Eurem allumsorgenden Sozialstaat. ;)


Na dann, Ziel erreicht.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Teeernte » Fr 13. Sep 2019, 16:13

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 14:14)

Mit durchschnittlicher Arbeitsproduktivität und einem Durchschnittsgehalt wird sich unsere Generation kein Altersheim leisten können. Das wird nur mit Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel im Rahmen einer Wohnungsbaugenossenschaft, funktionieren. Träumt schön weiter von Eurem allumsorgenden Sozialstaat. ;)


Rot-Rot-Grün will ab kommendem Jahr die Mieten in Berlin für fünf Jahre einfrieren. Die Wohnungsbaugenossenschaften blicken mit Sorge auf den geplanten Mietendeckel. Deren Sprecher Frank Schrecker spricht von Verlusten in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro.
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/20 ... ecker.html

Irgendwo muss das Geld ja herkommen..... Gern aus Steuern aus Vermögen ....Die Grundstücke der Wohnungsbaugenossenschaften etwa !
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 13. Sep 2019, 16:21

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 09:50)

Geringverdiener können mit Aktienfondsratensparen etwas für ihre private Altersvorsorge tun. Allerdings brauchen sie auch Rückstellungen für Notsituationen. Viele Aktienfondsanteile kann man nicht zu jedem Zeitpunkt verkaufen, ohne Kursverluste zu realisieren. Viel wichtiger ist aber noch das Gegensteuern gegen zu hohe Mieten in Ballungsräumen. Hier gibt es für Geringverdiener nur die Möglichkeit, an öffentlich subventionierte Wohnungsbaugenossenschaftswohnungen heranzukommen, wozu auch ein gewisser Eigenkapitalanteil nötig ist. Mit der Riesterrente hat die deutsche Sozialpolitik leider auf das falsche Pferd gesetzt.

Ich halte wenig für Fonds. Schließlich wollen Fondsmanager da auch wieder mit verdienen. Und es gibt da immer wieder Betrug. Aktuell wohl mit synthetischen ETF`s die nicht dass sind was man denkt.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Wähler » Sa 14. Sep 2019, 07:45

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 09:50)
Geringverdiener können mit Aktienfondsratensparen etwas für ihre private Altersvorsorge tun. Allerdings brauchen sie auch Rückstellungen für Notsituationen. Viele Aktienfondsanteile kann man nicht zu jedem Zeitpunkt verkaufen, ohne Kursverluste zu realisieren. Viel wichtiger ist aber noch das Gegensteuern gegen zu hohe Mieten in Ballungsräumen. Hier gibt es für Geringverdiener nur die Möglichkeit, an öffentlich subventionierte Wohnungsbaugenossenschaftswohnungen heranzukommen, wozu auch ein gewisser Eigenkapitalanteil nötig ist. Mit der Riesterrente hat die deutsche Sozialpolitik leider auf das falsche Pferd gesetzt.

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Sep 2019, 16:21)
Ich halte wenig für Fonds. Schließlich wollen Fondsmanager da auch wieder mit verdienen. Und es gibt da immer wieder Betrug. Aktuell wohl mit synthetischen ETF`s die nicht dass sind was man denkt.

Auch bei Kapitallebensversicherungen oder Riesterverträgen bedarf es gewisser Grundkenntnisse, bevor man ein solches Produkt kauft. Im Rahmen eines Wohnungsbaugenossenschafts-Neubauprojektes braucht es viele Genossenschaftsmitglieder als mitdenkende Bauherren. Deswegen bin ich auch gegen einen allumsorgenden Sozialstaat, weil er das Mitdenken abtrainiert und das typisch deutsche Angstjammern auf hohem Niveau mit ermöglicht.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Atue001 » Mo 16. Sep 2019, 00:30

Den nicht vorhandenen Sparzinsen stehen gleichzeitig 0%-Kredite im Konsumbereich gegenüber. Häuslebauer liegen bei maximal 1-2% Zinsen.
In Zeiten, in denen es Zinsen aufs Sparbuch gab, hatten wir Konsumentenkredite mit 3-4% und Häuslebauer zahlten auch 6% Zinsen - die Inflation lag schnell bei 3%.

In der Diskussion rund um Zinsen wird schnell vergessen, dass es ein Gleichgewicht zwischen Sparzinsen, Kreditzinsen und Einkommenssteigerungen gibt.
Derzeit treibt die EZB den privaten Sparer mit relevanten Anteilen in Richtung Sparen über Investitionen in Aktien oder Immobilien oder entsprechende Fonds. Das ist ein anderer Markt als noch vor 30 Jahren - nur, wer die Vorgaben der EZB auch zum Sparen umsetzt, der kann heute genauso gut mit seinem Geld auskommen, wie noch vor 30 Jahren.

Das Sparbuch war auch vor 30 Jahren nicht das beste Sparinstrument - die Zinsen lagen meist unterhalb oder allenfalls knapp an der Inflationsgrenze. Das wird nur meist in der Diskussion vergessen......

Modernes Sparen bedeutet: Investition in energetisch günstige Elektrogeräte, in ein Auto mit niedrigen Spritwerten, oder in Fonds, die zukunftsträchtige Firmen finanzieren.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Wähler » Mo 16. Sep 2019, 09:40

Atue001 hat geschrieben:(16 Sep 2019, 00:30)
Modernes Sparen bedeutet: Investition in energetisch günstige Elektrogeräte, in ein Auto mit niedrigen Spritwerten, oder in Fonds, die zukunftsträchtige Firmen finanzieren.

Was zeigt, dass es für jeden Möglichkeiten gibt, nachhaltig zu wirtschaften und private Altersvorsorge zu betreiben. Für die Rücklagen dann noch einen risikolosen Zins zu erwarten, ist in heutigen Niedrigzins-Zeiten ein Hinweis auf überzogenes Anspruchsdenken. Wo nicht ausreichend in den Kapitalgrundstock investiert wird, ist auch die Nachfrage nach Kapital gering.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Ein Terraner » Mo 16. Sep 2019, 09:55

Wähler hat geschrieben:(16 Sep 2019, 09:40)

Was zeigt, dass es für jeden Möglichkeiten gibt, nachhaltig zu wirtschaften und private Altersvorsorge zu betreiben.

Sicher, die Frage ist nur wieviel Stunden man davon leben kann.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon firlefanz11 » Mo 16. Sep 2019, 13:23

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Sep 2019, 16:21)

Ich halte wenig für Fonds. Schließlich wollen Fondsmanager da auch wieder mit verdienen. Und es gibt da immer wieder Betrug. Aktuell wohl mit synthetischen ETF`s die nicht dass sind was man denkt.

Weshalb ich nur physisch Replizierende hab...
ETFs haben den Vorteil, dass sie nicht so volatil sind wie Einzelwerte, und wenn DIE mal abkacken hats Deine Einzelwerte auch längst erwischt...
Klar sind die in der aktuellen Marktphase nicht wirklich zum Vermögensaufbau geeignet aber zumindest ist die durchschnittliche Performance gut genug um weit über der Inflationsrate zu liegen, und somit dafür zu sorgen, dass das Geld zumindest nicht weniger wird... Cash hingegen schmilzt wie Schnee in der Sonne... Die aktuelle Performance von meinen ETFs liegt z. B. aufs Jahr gerechnet derzeit im Mittel bei ~8%.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Skull » Mo 16. Sep 2019, 14:06

Guten Tag,

Teeernte-Spam...entsorgt.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon franktoast » Mo 16. Sep 2019, 17:42

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:54)

Auch das bleibt am Ende ein schlechter Scherz als Altersvorsorge, Runden wir es einfach mal auf 100€ samt VWL, das über 40 Jahre und schon kann man 2 Jahre lang ein Altersheim bezahlen wenn die Inflation nicht noch ordentlich zupackt. Aber 60€ Sparpotential bei Geringverdiener sehen ich nicht, eher auflaufende Schulden am Monatsende.

Bei 100€ pro Monat 40 Jahre lang wäre man bei etwa 100 000€ (4% nach Steuern und Inflation). Was erwartest du denn? Dass der Geringverdiener da Millionen zur Rente anhäuft?

Die Realität ist übrigens auch nicht der Geringervediener, der 40 Jahre lang in einem Geringverdienerhaushalt lebt. Nimm mal zwei Geringverdiener, die zusammenziehen. Die sparen pro Monat ein paar 100€ an Konsumkosten. Und plötzlich wäre eben Geld zum Sparen da, falls vorher nix da war.

Ich kann mir vorstellen, du hast noch nie von wenig Geld leben müssen, weswegen dir nicht so recht klar ist, wie das funktioniert und welche Spielräume es da sehr wohl gibt.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon Ein Terraner » Mo 16. Sep 2019, 17:48

franktoast hat geschrieben:(16 Sep 2019, 17:42)

Bei 100€ pro Monat 40 Jahre lang wäre man bei etwa 100 000€ (4% nach Steuern und Inflation). Was erwartest du denn? Dass der Geringverdiener da Millionen zur Rente anhäuft?

Die Realität ist übrigens auch nicht der Geringervediener, der 40 Jahre lang in einem Geringverdienerhaushalt lebt. Nimm mal zwei Geringverdiener, die zusammenziehen. Die sparen pro Monat ein paar 100€ an Konsumkosten. Und plötzlich wäre eben Geld zum Sparen da, falls vorher nix da war.

Ich kann mir vorstellen, du hast noch nie von wenig Geld leben müssen, weswegen dir nicht so recht klar ist, wie das funktioniert und welche Spielräume es da sehr wohl gibt.

4% wo das? 1200€ * 40 sind 48.000€, mit Zinseszins brauchst du nicht mehr Rechnen, die Zeiten sind vorbei.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon jorikke » Mo 16. Sep 2019, 19:02

imp hat geschrieben:(12 Sep 2019, 22:42)

Es gibt keine kleinen Vermoegen. Der Notgroschen auf der Bank, die Ruecklage fuer die naechste Dachreparatur oder das neue Auto hat keinerlei Vermoegenscharakter.


Sehe ich anders. Wer ein eigenes Haus hat, dazu auf der Bank Rücklagen für Rep. und ein neues Auto, ist gut dran.
Mir scheint, du hast übertriebene Vorstellungen von kleinen Vermögen.
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Re: Sparen war gestern

Beitragvon imp » Mo 16. Sep 2019, 19:12

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:46)

Über Vermögenswirksame Leistungen verdoppelt ein Unternehmen und der Staat diese Summe. Bei mir waren das nach 20 Jahren gut 20 000 Euro. Womit wir beim Thema Betriebliche Altersvorsorge oder Staatsfonds wären. Bei einem Sozialstaat von 1/3 des Bruttosozialproduktes gibt es Gestaltungsräume für Umschichtungen. Es existieren also auch Ergänzungsmöglichkeiten zur Grundrente. ;)

Bin mal gespannt, wie die Ilse vom Sparmarkt mit ihren Arbeitgeberleistungen ihre dreiszig Euro Miese im Monat verdoppelt.
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