Hessen und Rechtsextremismus

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Selina
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Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Mo 9. Sep 2019, 14:25

Hessen hat ein Rechtsextremismus-Problem. Dafür sprechen die beiden Ereignisse, über die man hier mal reden könnte:

Zitat:

Tabubruch in der hessischen Provinz: Ein führender NPD-Funktionär wird ohne Gegenstimmen zum Ortsvorsteher gewählt. Das Entsetzen ist groß.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inl ... 73140.html

ZItat:

Die Chat-Affäre ist die neueste Entwicklung um rechtsextremistische Umtriebe innerhalb der hessischen Polizei. Ende 2018 war die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz bedroht worden. Die Juristin hatte im NSU-Prozess als Nebenklagevertreterin die Familie eines Mordopfers vertreten. Die Schreiben sollen sich auf Daten aus internen Polizeicomputern gestützt haben. Mehrere Beamte wurden in diesem Zusammenhang vorläufig vom Dienst suspendiert.

Aktuell wird laut Wiesbadener Innenministerium gegen 17 hessische Polizisten wegen rechtsextremer Delikte strafrechtlich oder disziplinarisch ermittelt. Alle Verfahren betreffen Fälle aus den vergangenen vier Jahren.


https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ ... n-100.html

Die Frage wäre ja mal interessant: Welches Klima herrscht eigentlich in der hessischen Gemeinde, wenn ausgerechnet der rechtsextreme Kandidat von den anderen (CDU, SPD, FDP) als der am besten Geeignete eingestuft wird?

Und dass es bei der Polizei Rechtsextremismus gibt, ist ja nichts Neues mehr. Frag mich nur, was passiert, wenn man von Rechtsextremen belästigt und vielleicht auch geschlagen worden ist und man gibt eine Anzeige bei der Polizei auf. Muss man da erst darum bitten, mit einem Beamten reden zu können, der nicht rechtsextremistisch ist?
Zuletzt geändert von Selina am Mo 9. Sep 2019, 14:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon lili » Mo 9. Sep 2019, 14:28

Ach dass habe ich im Antisemitsmus Thread reingestellt. Da alle Thread zum Thema Rechtsextremismus gesperrt sind.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Mo 9. Sep 2019, 14:33

lili hat geschrieben:(09 Sep 2019, 14:28)

Ach dass habe ich im Antisemitsmus Thread reingestellt. Da alle Thread zum Thema Rechtsextremismus gesperrt sind.


Ja, aber hier ist es sicher besser aufgehoben ;)
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon lili » Mo 9. Sep 2019, 14:35

Selina hat geschrieben:(09 Sep 2019, 14:33)

Ja, aber hier ist es sicher besser aufgehoben ;)


Das stimmt. :)
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Mo 9. Sep 2019, 17:15

Interessant: Wenn sich diese Geschehnisse in Sachsen oder in einem anderen ostdeutschen Bundesland ereignet hätten, dann könnte ich wetten, dass es hier bereits eine rege Diskussion zu den Sachverhalten gäbe. Aber so? Nüscht.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Zacherli » Mo 9. Sep 2019, 17:25

Selina hat geschrieben:(09 Sep 2019, 17:15)

Interessant: Wenn sich diese Geschehnisse in Sachsen oder in einem anderen ostdeutschen Bundesland ereignet hätten, dann könnte ich wetten, dass es hier bereits eine rege Diskussion zu den Sachverhalten gäbe. Aber so? Nüscht.

Im Westen trägt man seinen Rassismus still und leise bis die Zeit gekommen ist. ;)
Da wird bestimmt noch mehr ans Licht kommen und nicht nur in Hessen.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Mo 9. Sep 2019, 17:26

Zacherli hat geschrieben:(09 Sep 2019, 17:25)

Im Westen trägt man seinen Rassismus still und leise bis die Zeit gekommen ist. ;)
Da wird bestimmt noch mehr ans Licht kommen und nicht nur in Hessen.


Na sicher doch ;)
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon BlueMonday » Mo 9. Sep 2019, 18:13

Selina hat geschrieben:(09 Sep 2019, 14:25)



Die Frage wäre ja mal interessant: Welches Klima herrscht eigentlich in der hessischen Gemeinde, wenn ausgerechnet der rechtsextreme Kandidat von den anderen (CDU, SPD, FDP) als der am besten Geeignete eingestuft wird?


Wenn es nur einen Kandidaten wie in diesem Falle gibt, dann ist der Einzige wohl auch gleichzeitig der Beste. Was ist denn die Funktion eines Ortsvorstehers? Da geht es doch nur um einen unselbstständigen Ortsteil einer kleinen Gemeinde. Was könnte der Mann in dieser Funktion denn im schlimmsten Falle anstellen?

Aus wikipedia:
"Im Jahr 2014 wurde Jagsch, der zuletzt im Jobcenter Höchst am Empfangsschalter gearbeitet hatte, von der Stadt Frankfurt entlassen. Für hochrangige Mitglieder einer rechtsextremen Partei gebe es keinen Platz in der Frankfurter Stadtverwaltung, teilte die Stadt mit.[1] Die Kündigungen (eine ordentliche und eine außerordentliche) wurden vom Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, da Jagsch als einfacher Büroangestellter eine Tätigkeit ausübe, „die kein besonderes, sondern »nur« ein einfaches Maß an Verfassungstreue erfordert.“ Dies sei bereits gegeben, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht aktiv bekämpft werde. Damit liege kein Kündigungsgrund vor.[2]"

Ist die völlige Ausgrenzung solcher Leute eine "Lösung"? Wo lebt und existiert so ein Mensch, wenn er einestages völlig ausgegrenzt wurde? Was geht dann in ihm vor? Die Sonne wird ihm vermutlich nicht aus dem Hintern scheinen. Meine Prognose: Er wird sich vollkommen dahin zurückziehen, wo er noch anerkannt ist und sich dort abgeschottet weiter radikalisieren.
But who would build the roads?
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Mo 9. Sep 2019, 18:44

BlueMonday hat geschrieben:(09 Sep 2019, 18:13)

Wenn es nur einen Kandidaten wie in diesem Falle gibt, dann ist der Einzige wohl auch gleichzeitig der Beste. Was ist denn die Funktion eines Ortsvorstehers? Da geht es doch nur um einen unselbstständigen Ortsteil einer kleinen Gemeinde. Was könnte der Mann in dieser Funktion denn im schlimmsten Falle anstellen?

Aus wikipedia:
"Im Jahr 2014 wurde Jagsch, der zuletzt im Jobcenter Höchst am Empfangsschalter gearbeitet hatte, von der Stadt Frankfurt entlassen. Für hochrangige Mitglieder einer rechtsextremen Partei gebe es keinen Platz in der Frankfurter Stadtverwaltung, teilte die Stadt mit.[1] Die Kündigungen (eine ordentliche und eine außerordentliche) wurden vom Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, da Jagsch als einfacher Büroangestellter eine Tätigkeit ausübe, „die kein besonderes, sondern »nur« ein einfaches Maß an Verfassungstreue erfordert.“ Dies sei bereits gegeben, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht aktiv bekämpft werde. Damit liege kein Kündigungsgrund vor.[2]"

Ist die völlige Ausgrenzung solcher Leute eine "Lösung"? Wo lebt und existiert so ein Mensch, wenn er einestages völlig ausgegrenzt wurde? Was geht dann in ihm vor? Die Sonne wird ihm vermutlich nicht aus dem Hintern scheinen. Meine Prognose: Er wird sich vollkommen dahin zurückziehen, wo er noch anerkannt ist und sich dort abgeschottet weiter radikalisieren.


Wenn es wirklich so ein harmloser und "netter Kerl" ist, wie ich gerade irgendwo las, dann kann er doch aus der menschenfeindlichen NPD austreten. Überhaupt: Was macht er in diesem Nazi-Laden, wo er wichtige Funktionen im Landesvorstand innehat? Immerhin wurde dieser Partei vom Bundesverfassungsgericht eine "Wesensverwandtschaft" mit dem Nationalsozialismus bescheinigt. Damit scheint er ja wohl keine Probleme zu haben.

Ich frag mich vor allem, was geht nur in diesen "Demokraten" vor, die ihn wählten? Sie haben offenbar so eine große Abneigung dem Posten gegenüber, dass sie sogar einen Neonazi in diese Funktion wählten. Lieber den als gar keinen, dachten sie wohl. Wirklich toll.
Zuletzt geändert von Selina am Mo 9. Sep 2019, 18:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 9. Sep 2019, 18:48

BlueMonday hat geschrieben:(09 Sep 2019, 18:13)

Wenn es nur einen Kandidaten wie in diesem Falle gibt, dann ist der Einzige wohl auch gleichzeitig der Beste. Was ist denn die Funktion eines Ortsvorstehers? Da geht es doch nur um einen unselbstständigen Ortsteil einer kleinen Gemeinde. Was könnte der Mann in dieser Funktion denn im schlimmsten Falle anstellen?
...bundesweites Aufsehen erregen.

Aus wikipedia:
"Im Jahr 2014 wurde Jagsch, der zuletzt im Jobcenter Höchst am Empfangsschalter gearbeitet hatte, von der Stadt Frankfurt entlassen. Für hochrangige Mitglieder einer rechtsextremen Partei gebe es keinen Platz in der Frankfurter Stadtverwaltung, teilte die Stadt mit.[1] Die Kündigungen (eine ordentliche und eine außerordentliche) wurden vom Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, da Jagsch als einfacher Büroangestellter eine Tätigkeit ausübe, „die kein besonderes, sondern »nur« ein einfaches Maß an Verfassungstreue erfordert.“ Dies sei bereits gegeben, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht aktiv bekämpft werde. Damit liege kein Kündigungsgrund vor.[2]"
Er könnte ja eventuell in den Empfangsdienst zurückkehren, wenn er sich dort wohl fühlt und die Verfassungsfeindlichkeit nicht über Gebühr strapaziert wird.

Ist die völlige Ausgrenzung solcher Leute eine "Lösung"? Wo lebt und existiert so ein Mensch, wenn er einestages völlig ausgegrenzt wurde? Was geht dann in ihm vor? Die Sonne wird ihm vermutlich nicht aus dem Hintern scheinen. Meine Prognose: Er wird sich vollkommen dahin zurückziehen, wo er noch anerkannt ist und sich dort abgeschottet weiter radikalisieren.

Und was ist mit den 800.000 Mitgliedern der anderen Parteien? Die könnten sich ebenfalls rasch ausgegrenzt fühlen, wenn ihre jeweilige Partei ein Techtelmechtel mit der NPD für praktizierbar hielte. Das hätte doch bestimmt Austritte zur Folge.

Ortsgruppenleiter Jagsch wird sich in der Tat in seiner eigenen Blase radikalisieren müssen, wenn er denn abgewählt wird.
Aber so geht es ja vielen, die nicht in ein Amt gewählt werden bzw. dort nicht dauerhaft verbleiben können. Als Karrieresprungbrett böte sich evtl. noch die AfD an, da wird öfter mal ein Posten frei oder es werden Mitarbeiter gesucht. Inhaltlich steht man ja nicht gar so weit auseinander. Und die Qualifikation als E-Mail-Schreiber hat er offensichtlich.

Also nicht verzagen, einfach nur die Blase wechseln und sich von der eigenen Kameradschaft wählen lassen. So schwer ist das doch nicht.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon aleph » Mo 9. Sep 2019, 18:57

BlueMonday hat geschrieben:(09 Sep 2019, 18:13)

Wenn es nur einen Kandidaten wie in diesem Falle gibt, dann ist der Einzige wohl auch gleichzeitig der Beste. Was ist denn die Funktion eines Ortsvorstehers? Da geht es doch nur um einen unselbstständigen Ortsteil einer kleinen Gemeinde. Was könnte der Mann in dieser Funktion denn im schlimmsten Falle anstellen?

Aus wikipedia:
"Im Jahr 2014 wurde Jagsch, der zuletzt im Jobcenter Höchst am Empfangsschalter gearbeitet hatte, von der Stadt Frankfurt entlassen. Für hochrangige Mitglieder einer rechtsextremen Partei gebe es keinen Platz in der Frankfurter Stadtverwaltung, teilte die Stadt mit.[1] Die Kündigungen (eine ordentliche und eine außerordentliche) wurden vom Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, da Jagsch als einfacher Büroangestellter eine Tätigkeit ausübe, „die kein besonderes, sondern »nur« ein einfaches Maß an Verfassungstreue erfordert.“ Dies sei bereits gegeben, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht aktiv bekämpft werde. Damit liege kein Kündigungsgrund vor.[2]"

Ist die völlige Ausgrenzung solcher Leute eine "Lösung"? Wo lebt und existiert so ein Mensch, wenn er einestages völlig ausgegrenzt wurde? Was geht dann in ihm vor? Die Sonne wird ihm vermutlich nicht aus dem Hintern scheinen. Meine Prognose: Er wird sich vollkommen dahin zurückziehen, wo er noch anerkannt ist und sich dort abgeschottet weiter radikalisieren.


Es geht hier nicht um jagsch. Überhaupt nicht. Wenn er von npd beiräten gewählt worden wäre, würde man das lediglich bedauernswert finden. Es geht darum, dass Mandatsträger von cdu usw. Gegen die grundsätze ihrer parteien verstoßen haben, indem sie einen npd mann wählten. Das ist ein verstoß gegen die parteirichtlinien. Das haben die ja eingesehen. Auch auf kommunalebene keine zusammenarbeit mit der npd. Ich glaube, bei der afd ist das anders, da müsste es auch auf kommunalebene zusammenarbeit geben.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Bremer » Mo 9. Sep 2019, 21:18

BlueMonday hat geschrieben:(09 Sep 2019, 18:13)


Ist die völlige Ausgrenzung solcher Leute eine "Lösung"? Wo lebt und existiert so ein Mensch, wenn er einestages völlig ausgegrenzt wurde? Was geht dann in ihm vor? Die Sonne wird ihm vermutlich nicht aus dem Hintern scheinen. Meine Prognose: Er wird sich vollkommen dahin zurückziehen, wo er noch anerkannt ist und sich dort abgeschottet weiter radikalisieren.

Soll man jetzt noch mit einem NPD-Heini Mitleid haben? Geht's noch? Soll er sich dahin zurückziehen, wo der Pfeffer wächst. Er kann ja mit seinen braunen Kameraden eine Selbsthilfegruppe gründen.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon jellobiafra » Mo 9. Sep 2019, 21:42

In der AfD wird er nicht aufgenommen werden.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Zacherli » Mo 9. Sep 2019, 22:31

Beschämend. Strauchelt ein Mensch in unserer Gesellschaft, wird er als Penner, Drecksau und Schmarotzer beschimpft und bekommt keine Chance mehr jemals wieder am "bürgerlichem" Leben teilzunehmen.
Aber dann bekommt ein Nazi einen Job als Ortsvorsteher ohne je was für unsere Gesellschaft getan zu haben,ausser Hass und Zwiespalt zu sähen.

Peinlich, peinlich!
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 9. Sep 2019, 22:54

Das Top Themen des Tages ein NPDler und Neo Nazi wird mit Stimmen von CDU, SPD und FDP gewählt, dass wirft kein gutes Licht auf die betreffenden Parteien in Hessen die Bundesparteien von CDU SPD und FDP bemühen sich in ihren Statements zu dem Vorgang um Schadensbegrenzung.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Mo 9. Sep 2019, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
Zacherli
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Zacherli » Mo 9. Sep 2019, 23:05

Alpha Centauri hat geschrieben:(09 Sep 2019, 22:54)

Das Top Themen des Tages ein NPDler und Neo Nazi wird mit Stimmen von CDU, SPD und FDP dass wirft kein gutes Licht auf die betreffenden Parteien in Hessen die Bundesparteien von CDU SPD und FDP bemühen sich in ihren Statements zu dem Vorgang um Schadensbegrenzung.

Lächerlicher ist noch, das einer meinte "es gäbe keinen geeigneteren Kanditaten" ein Anderer "Wir haben es nicht so ernst genommen!"

Nur noch Besoffene in diesem Land. Das passiert, wenn die Arroganz über einen hinauswächst.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Sep 2019, 03:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(09 Sep 2019, 18:48)
Als Karrieresprungbrett böte sich evtl. noch die AfD an, da wird öfter mal ein Posten frei oder es werden Mitarbeiter gesucht. Inhaltlich steht man ja nicht gar so weit auseinander

Er wird nicht als Mitglied in die AfD aufgenommen werden, da er NPD Mitglied ist/war.
Da wird streng geprüft.

Offensichtlich kennen sie weder das Parteiprogramm der NPD, noch das der AfD, sonst würden sie nicht so einen Unsinn schreiben.
Der einzige gemeinsame Nenner wäre das Abschieben von nicht asylberechtigten Flüchtlingen.
Wobei die NPD da ja noch weiter gehen würde...

ein paar Unterschiede:
AfD will direktere Demokratie nach Schweizer Vorbild. NPD nicht.
AfD positioniert sich gegen Links- und Rechtsextremismus. NPD nicht.
AfD will Wirtschaftsliberalismus. NPD nicht.
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Di 10. Sep 2019, 03:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Sep 2019, 03:51

aleph hat geschrieben:(09 Sep 2019, 18:57)
Ich glaube, bei der afd ist das anders, da müsste es auch auf kommunalebene zusammenarbeit geben.

Haben Sie eine Quelle dazu?

Sachliche Zusammenarbeit als Demokraten sicher. Die AfD stimmt ja auch schon für Anträge der Linkspartei wenn sie gut sind.

Aber npd als Amtsträger wählen? Sicher nicht!
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Tomaner » Di 10. Sep 2019, 05:19

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Sep 2019, 03:47)

Er wird nicht als Mitglied in die AfD aufgenommen werden, da er NPD Mitglied ist/war.
Da wird streng geprüft.

Offensichtlich kennen sie weder das Parteiprogramm der NPD, noch das der AfD, sonst würden sie nicht so einen Unsinn schreiben.
Der einzige gemeinsame Nenner wäre das Abschieben von nicht asylberechtigten Flüchtlingen.
Wobei die NPD da ja noch weiter gehen würde...

ein paar Unterschiede:
AfD will direktere Demokratie nach Schweizer Vorbild. NPD nicht.
AfD positioniert sich gegen Links- und Rechtsextremismus. NPD nicht.
AfD will Wirtschaftsliberalismus. NPD nicht.

Was eine AfD angibt zu wollen, wenn sie ihr Schafsfell angezogen haben ist das eine, wenn Hoecke aber zusammen mit NPD Funktionäre maschiert und AfD beim Oktoberfest mit NPD zusammen am Tisch säuft, etwas anderes. Direkte Demokratie ist bei AfD eine Lüge, denn angenommen AfD wäre an der Macht, sie haben schlicht für ihre Positionen keine Mehrheit. Was für Energiepolitik würden sie machen, wenn eine Mehrheit gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke ist? Was würde alleine alles abgesägt vom Verfassungsgericht? Macht eine AfD dann eine Politik für pro EU und Euro, wenn Mehrheit dafür ist? Vor allem wie stellt man es sich vor, wenn Politiker die absolut gegen etwas sind, dann Politik machen müssen, für was sis absolut nicht stehen?
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Re: Hessen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Di 10. Sep 2019, 07:16

Es kommen zu dem Vorfall mit dem NPD- Ortsvorsteher ja noch die Fälle von Rechtsextremismus bei der Polizei in diesem Bundesland hinzu. Siehe oben mein Anreißer. Und die zweistelligen Prozentzahlen für die AfD, in der es ja auch Rechtsextremisten gibt. Da erhebt sich schon die Fage: Alles Einzelfälle? Oder hat Hessen insgesamt ein Rechtsextremismus-Problem? Zumal der Mord an dem CDU-Mann Lübcke ja auch in Hessen geschah.
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