Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Jun 2020, 17:39

Meruem hat geschrieben:(29 Jun 2020, 16:26)
" WAS ÖKONOMISCH VERNÜNFTIG ERSCHEINT, MUSS ES IN ETHISCHER HINSICHT NOCH LANGE NICHT SEIN".

Und wie,sieht heutzutage die Wirklichkeit aus hierzulande?

Was ökologisch vernünftig erscheint, muss es aus ethischer Hinsicht sogar noch weniger sein.

Da wäre es nämlich das Beste,
es gäbe ein Virus,
das die Menschheit innerhalb eines Jahrzehnts komplett ausrottet.

Bald darauf ginge es der Natur wieder blendend.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Jun 2020, 17:40

franzmannzini hat geschrieben:(29 Jun 2020, 16:14)

Ist ein gestorbener Mensch, noch ein Mensch, oder Biomasse?

Ist ein geschlachtetes Schwein noch Schwein, oder Biomasse?
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon franzmannzini » Mo 29. Jun 2020, 17:45

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:40)

Ist ein geschlachtetes Schwein noch Schwein, oder Biomasse?


Der Mensch wurde nicht vom Wurm erlegt, aber das Schwein vom Menschen.
Und ja, ein totes Schwein ist ebenfalls Biomasse.
"Ek is 'n Ranger.
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Ons staan op die brug, en niemand mag slaag nie.
Ons leef vir die Een, ons sterf vir die Een. "
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Jun 2020, 17:53

franzmannzini hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:45)

Der Mensch wurde nicht vom Wurm erlegt, aber das Schwein vom Menschen.
Und ja, ein totes Schwein ist ebenfalls Biomasse.

Nein stimmt, Würmer schaffen das nicht!

Gut!

P.S. der Fuchsbandwurm aber doch, denn der frisst sich auch mal ins menschliche Hirn rein.

Damit ist also dieser als Spitze der Ernährungspyramide, die Krone der Schöpfung!

Lassen wir gleich die Altäre in den Gotteshäusern umgestalten!
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon streicher » Mo 29. Jun 2020, 21:40

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jun 2020, 15:12)

So gesehen ja.
Aber wo in der Ernährungspyramide siedelst du die Würmer an,
welche die Körper von gestorbenen Menschen zersetzen?
Eigentlich meinte ich "Nahrungspyramide": Raubtiere sind Konsumenten 2. Ordnung. Du sprichst den Kreislauf an, denn tote Raubtiere werden auch wieder konsumiert. Klassischerweise werden bei der Nahrungspyramide die Trophieebenen unterschieden, da ein Konsument im Laufe seines Lebens das Vielfache seines eigenen Körpergewichts zu sich nehmen muss. Aber darauf wollte ich hinaus. Für Raubtiere, die gehalten werden für Verzehr oder als Nutztiere braucht es wiederum Tiere, die gehalten und verarbeitet werden müssen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon franzmannzini » Di 30. Jun 2020, 04:34

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:53)

Nein stimmt, Würmer schaffen das nicht!

Gut!

P.S. der Fuchsbandwurm aber doch, denn der frisst sich auch mal ins menschliche Hirn rein.

Damit ist also dieser als Spitze der Ernährungspyramide, die Krone der Schöpfung!

Lassen wir gleich die Altäre in den Gotteshäusern umgestalten!


Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, welcher sich die Fressgewohnheiten der Raubtiere zu Nutzen gemacht hat.
Das prächtigste Exemplar der Raubtiere, der Mensch, gart die Beute, er konnte irgendwann Feuer machen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Di 30. Jun 2020, 05:53

franzmannzini hat geschrieben:(30 Jun 2020, 04:34)

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, welcher sich die Fressgewohnheiten der Raubtiere zu Nutzen gemacht hat.
Das prächtigste Exemplar der Raubtiere, der Mensch, gart die Beute, er konnte irgendwann Feuer machen.

Zwei Seiten der Medaille:
Der Verdauungstrakt des Menschen ist gegenüber dem nächsten Verwandten, dem Schimpansen degeniert.
Der Mensch hat einen Teil seiner Verdauung durch den Garungsprozess externalisiert.
Nackt und in der Wildnis wäre der Mensch recht hilflos und könnte sicherlich keinem Tiger die Beute streitig machen.
Erst die Gesellschaft und die Technik macht den Menschen stark.
Was aber zugleich wieder seine größte Schwäche darstellt:
Globale Zusammenhänge begreift der Mensch zwar,
was ihn dennoch nicht davon abhält, am eigenen Ast zu sägen.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Teeernte » Sa 11. Jul 2020, 10:16

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Jun 2020, 12:18)

Zitate ohne Quellenangaben mag ich ja besonders, wenns um "wisschenschaftliche" Behauptungen geht. Die führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet ist Andrea Büttner, Leiterin eines entsprechenden Frauenhofer-Instituts.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/forschungsprojekt-stillen-im-dienst-der-wissenschaft-1.3854874
Themen wie dieses sind bis zum Hemdkragen voll von volkstümlichen Mythen und urbanen Legenden, die einer wissenschaftlichen Verifizierung in absolut keinster Weise standhalten.



Ich hatte nur auf DEINE Quelle geantwortet.... https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p4776105

Nun NEU >>
Hoooo - ....die Süddeutsche - als Wissenschaftliche Quelle....

DANKE für die BESTÄTIGUNG >>

.... Knoblauch beeinflusst den Milch-Geschmack

...was sich in den Testreihen geschmacklich bisher tatsächlich auf die menschliche Milch ausgewirkt hat, war Knoblauch.

(DEINE)



Weitere....

Autor/in: Dr. oec. troph. Christina Bächle, Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
So vielfältig das Angebot an Speisen und Getränken inzwischen ist, so verschieden sind auch die individuellen Vorlieben und Abneigungen. Was ist die Ursache von geschmacklichen Vorlieben und Abneigungen?

Vor der Geburt
Die Geschmacksprägung fängt bereits im Mutterleib an und setzt sich dann ein Leben lang fort. Mit ca. zwölf Wochen beginnt der Fötus Fruchtwasser zu schlucken. Bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium können Geschmacksimpulse wahrgenommen werden. Mit dem Fruchtwasser nimmt der Fötus eine Vielzahl an Geschmacksstoffen auf, z. B. die Einfachzucker Glucose und Fructose, ganze Proteine und deren Bausteine, die Aminosäuren sowie Fettsäuren und Salze. Da im Fruchtwasser auch Aromastoffe der mütterlichen Ernährung enthalten sind, macht bereits das Ungeborene erste Erfahrungen mit bestimmten kulturellen Geschmacksmustern.

Mit 32 Wochen kann der Fötus sein Schluckverhalten an den Geschmack des Fruchtwassers anpassen: schmeckt es süß, schluckt er häufiger, bei bitterem Geschmack seltener. Hier zeigen sich bereits erste Zeichen einer evolutionsbedingt sinnvollen Vorliebe für Süßes. Der süße Geschmack gilt als Hinweis auf energiehaltige und vor allem sichere, d. h. ungiftige Nahrung. Bitterer Geschmack hingegen warnt vor giftigen Nahrungsmitteln, saure Geschmacksrichtungen werden häufig mit verdorbenen Speisen assoziiert.

Im Säuglingsalter
Die weitere Entwicklung des menschlichen Geschmackssinns und der damit einhergehenden Vorlieben und Abneigungen setzen sich nach der Geburt fort. Wie das Fruchtwasser enthält auch die Muttermilch natürliche Aromastoffe (z. B. Knoblauch- oder Vanille-Geschmack) aus der mütterlichen Nahrung und so kann es durchaus vorkommen, dass ein Säugling nach dem Verzehr bestimmter Speisen seine Milchmahlzeit verweigert.

Die im Säuglingsalter erfolgte Geschmacksprägung kann bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. So wurde beispielsweise in einer Studie festgestellt, dass Jugendliche und Erwachsene, die früher Flaschennahrung erhalten hatten, eine Ketchup-Probe mit Vanille-Aroma bevorzugten, während früher gestillte Probanden die nicht aromatisierte Variante bevorzugten. Die unterschiedlichen Geschmackspräferenzen lassen sich wahrscheinlich damit erklären, dass Flaschennahrung zur Verbesserung der Akzeptanz früher häufig mit Vanillin angereichert wurden.

Als Kleinkind
Mit ca. sechs Monaten beginnt das Kind neben Muttermilch oder Flaschennahrung andere Lebensmittel zu essen. Neue Lebensmittel werden in diesem Alter meist gut angenommen, wobei Milch als erfahrungsgemäß „sichere“ Energiequelle meist noch eine ganze Weile bevorzugt wird. Später, im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren, zeigen jedoch viele Kinder eine ausgeprägte Ablehnung von neuen Geschmacksrichtungen (Neophobie). In diesem Alter erweitert sich ihr Umgebungsradius deutlich. Die Ablehnung unbekannter Geschmacksrichtungen schützt das Kind in dieser Situation vor ungenießbaren oder giftigen Nahrungsmitteln und sollte deshalb nicht als Trotz interpretiert werden.

Ab dem Kindesalter
Mit zunehmendem Alter verbessert sich die Akzeptanz neuer Lebensmittel. Während Kinder im fünften Lebensjahr ca. fünf- bis zehnmal eine unbekannte Speise verzehren, bevor sie endgültig akzeptiert wird, gelingt dies älteren Kindern und Erwachsenen deutlich schneller. Sie haben gelernt, neue Geschmacksrichtungen mit bekannten abzugleichen und in das bestehende Geschmacksfeld einzuordnen („schmeckt wie…“). Die Akzeptanz extremer Geschmacksrichtungen wie herbem Kaffeegeschmack benötigt dennoch meist längere Zeit und geschieht häufig über vorsichtiges Herantasten (Latte macchiato, Milchkaffee, Kaffee mit Zucker, …), bevor der eigentliche Kaffeegeschmack zum Genuss wird.



Quellen GERNE !

Dr. Rainer Wild Stiftung (2008): Geschmäcker sind verschieden. Wie sich Geschmackspräferenzen prägen und entwickeln. In: Fakten, Trends und Meinungen. Gesunde Ernährung interdisziplinär aufbereitet. Dr. Rainer Wild Stiftung, Ausgabe 3, November 2008, S. 1-5.
Manz F, Manz I (2005). Sinnesentwicklung und Sinnesausprägung beim Föten und Säugling. In: v. Engelhardt D, Wild R. (Hg.): Geschmackskulturen. Vom Dialog der Sinne beim Essen und Trinken. Frankfurt/New York, 2005.
Haller R et al. (1999). The influence of early experience with Vanillin on food preferences later in life. Chemical Senses 24: 465-467
Ellrott T (2008): Wie Kinder essen lernen. In: peb: Komm’ in Schwung. Der kluge Alltags-Plan für fitte Kinder. St. Gallen, 2008, S.60-77.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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