Indiens Mondprogramme...

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Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Fr 12. Jul 2019, 06:41

Diesen Sonntag startet die zweite indische Mondsonde.

Meine Eltern leiten dort >>>Entwicklungshilfe-Projekte<<<, ich war 5 Jahre dort.

Für die unterste Gesellschaftsschicht fehlt es am Nötigsten. Sanitäre Anlagen, Kanalisation, Brunnen, Schulen, Krankenhäuser und oft arbeiten schon 3-jährige.

Indien ist eben in der Regel nicht Bollywood, Sonden eher Slumdog-Millionär!

Ein anderes Engagement des indischen Staates wäre wünschenswerter!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Fr 12. Jul 2019, 06:57

Noch eine Anmerkung: auch wenn es aus kirchlicher Hand geleitet wird, so bleiben in den Schulen muslimische Kinder Muslime und hinduistische Kinder Hindus.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Ger9374 » Fr 12. Jul 2019, 07:12

Den Spagat den Indien vollzieht kann ich nicht nachvollziehen!
Hier Weltraumnation dort ineffiziente Bürokratie und tiefstes Elend .
Ein Kastensystem uralt und Ungerecht .
Umweltprobleme ohne ende.
Die grösste Demokratie der Welt zeigt so eklantante Gegensätze das einem Angst und Bange wird.Mann muss wohl dort geboren sein um dieses Land und Seine Menschen zu verstehen .Die wirtschaftlichen erfolge Indiens sind beeindruckend, der mittelstand sehr gut ausgebildet, aber danach kommt Lange nichts, oder?!
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Fr 12. Jul 2019, 09:32

Ger9374 hat geschrieben:(12 Jul 2019, 07:12)
Die wirtschaftlichen erfolge Indiens sind beeindruckend, der mittelstand sehr gut ausgebildet, aber danach kommt Lange nichts, oder?!

Ja, das ist richtig!
Das was ich bei Indern immer Bewunderer ist zugleich auch wiederum ihre Schwäche:
Sie kennen dort praktisch kein Hadern mit ihrem Schicksal, wie es kommt, so kommt es eben.
Aber das bedeutet auch zugleich, dass man gar nicht erst versucht, etwas gegen seine schlechte Situation zu machen.
Die Leprakranken sitzen auf der Straße, unterhalten sich, machen einen zufriedenen Eindruck, während ihnen Finger und Nase abfallen.
Eine staatliche Antibiose lehnen Sie in der Regel ab, denn es ist ja ihr vorherbestimmtes Schicksal.
1995 war ich in Indien als die Beulenpest ausbrach, es gab nicht mal eine Quarantäne.
Es hat sich mit Mahatma Gandhi manches in der Situation der Sudras verbessert, aber Modi hat manches wieder schlechter gemacht.
Kurzum, die unteren sind ja selbst schuld, dass sie unten sind, wozu sich also um sie kümmern?
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Ger9374 » Mo 15. Jul 2019, 03:01

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jul 2019, 09:32)

Ja, das ist richtig!
Das was ich bei Indern immer Bewunderer ist zugleich auch wiederum ihre Schwäche:
Sie kennen dort praktisch kein Hadern mit ihrem Schicksal, wie es kommt, so kommt es eben.
Aber das bedeutet auch zugleich, dass man gar nicht erst versucht, etwas gegen seine schlechte Situation zu machen.
Die Leprakranken sitzen auf der Straße, unterhalten sich, machen einen zufriedenen Eindruck, während ihnen Finger und Nase abfallen.
Eine staatliche Antibiose lehnen Sie in der Regel ab, denn es ist ja ihr vorherbestimmtes Schicksal.
1995 war ich in Indien als die Beulenpest ausbrach, es gab nicht mal eine Quarantäne.
Es hat sich mit Mahatma Gandhi manches in der Situation der Sudras verbessert, aber Modi hat manches wieder schlechter gemacht.
Kurzum, die unteren sind ja selbst schuld, dass sie unten sind, wozu sich also um sie kümmern?




Habe Mal überlegt warum der Hinduismus als vermutlich eine der ältesten Religionen doch relativ begrenzt verbreitet ist.Hast du dafür eine Erklärung?
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Mo 15. Jul 2019, 06:20

Ger9374 hat geschrieben:(15 Jul 2019, 03:01)

Habe Mal überlegt warum der Hinduismus als vermutlich eine der ältesten Religionen doch relativ begrenzt verbreitet ist.Hast du dafür eine Erklärung?

Das mag daran liegen, dass der Hinduismus nicht invasiv ist, also nicht missionieren tätig.

Und sie hängen ja auch sehr an ihren Kasten, wer aber neu dazukommt ist automatisch die unterste Kaste.

Also auch nicht sehr attraktiv.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Misterfritz » Mo 15. Jul 2019, 06:27

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jul 2019, 06:41)

Diesen Sonntag startet die zweite indische Mondsonde.
Startete nicht ...
https://www.spiegel.de/wissenschaft/wel ... 77296.html
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Quatschki » Mo 15. Jul 2019, 09:02

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jul 2019, 06:41)

Diesen Sonntag startet die zweite indische Mondsonde.

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Das ist doch deren gesellschaftliche Entscheidung, ob sie ihre Gesellschaft auf Gleichheit gründen oder eine Standesgesellschaft pflegen.

Bei uns zu Goethes Zeiten waren auch 95% Pöbel, für die sich der Herr Geheimrath nicht interessiert hat, einfältges Bauernvolk und billige Handlanger einer klitzekleinen Oberschicht.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jul 2019, 09:20

Die Hindutva, der Hindu-Nationalismus ist ein weit beunruhigenderes Problem als der verpatzte Mondsondenstart oder das beibehaltene Kastensystem. Der RSS, der Rashtriya Swayamsevak Sangh, die nationalistische Freiwilligenorganisation darf man mit Fug und Recht als so etwas wie Mussolinis Schwarzhemden ansehen. Und die stehen hinter den eigentlichen Parteiorganisationen. Da zieht in Indien noch etwas ganz anderes am Horizont auf.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Mo 15. Jul 2019, 09:55

Quatschki hat geschrieben:(15 Jul 2019, 09:02)

Das ist doch deren gesellschaftliche Entscheidung, ob sie ihre Gesellschaft auf Gleichheit gründen oder eine Standesgesellschaft pflegen.

Bei uns zu Goethes Zeiten waren auch 95% Pöbel, für die sich der Herr Geheimrath nicht interessiert hat, einfältges Bauernvolk und billige Handlanger einer klitzekleinen Oberschicht.

Man fragt sich nur, wobei der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt die Demokratie selbst bleibt.
Jedoch ist das nicht verwunderlich, denn die unterste Kaste findet in der politischen Riege auch keine Repräsentanz.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Mo 15. Jul 2019, 09:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jul 2019, 09:20)

Die Hindutva, der Hindu-Nationalismus ist ein weit beunruhigenderes Problem als der verpatzte Mondsondenstart oder das beibehaltene Kastensystem. Der RSS, der Rashtriya Swayamsevak Sangh, die nationalistische Freiwilligenorganisation darf man mit Fug und Recht als so etwas wie Mussolinis Schwarzhemden ansehen. Und die stehen hinter den eigentlichen Parteiorganisationen. Da zieht in Indien noch etwas ganz anderes am Horizont auf.

Ja, das ist in Indien immer so wenn die BJP an der Macht ist:
Ein Land, ein Glaube!

Und dieser Glaube ist dann nunmal Hinduismus.

Und wer da nicht dazu gehört, sollte auch keinen rechten Platz in der Gesellschaft finden.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jul 2019, 10:17

Papaloooo hat geschrieben:(15 Jul 2019, 09:58)

Ja, das ist in Indien immer so wenn die BJP an der Macht ist:
Ein Land, ein Glaube!

Und dieser Glaube ist dann nunmal Hinduismus.

Und wer da nicht dazu gehört, sollte auch keinen rechten Platz in der Gesellschaft finden.


... und wird wie der hindu-kritische Schriftsteller Kalburgi 2015 erschossen, wie viele andere Literaten und Intellektuelle mit Mord bedroht, wird wie ein muslimischer Schmied in Nordindien wegen des bloßen Verdachts, Rindfleisch gegessen zu haben, von einem Mob gelyncht.

Sag noch mal jemand, wir leben in einem Zeitalter von Fortschritt und Aufklärung. Nur weil wir technisch in der Lage sind, eine Sonde auf den Mond zu bringen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Adam Smith » Mo 15. Jul 2019, 10:21

Papaloooo hat geschrieben:(15 Jul 2019, 09:58)

Ja, das ist in Indien immer so wenn die BJP an der Macht ist:
Ein Land, ein Glaube!

Und dieser Glaube ist dann nunmal Hinduismus.

Und wer da nicht dazu gehört, sollte auch keinen rechten Platz in der Gesellschaft finden.


Gibt es diese Probleme mit den Hindus auch in Deutschland?
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Mo 15. Jul 2019, 12:31

Adam Smith hat geschrieben:(15 Jul 2019, 10:21)

Gibt es diese Probleme mit den Hindus auch in Deutschland?

Ich halte das für ebenso wahrscheinlich, wie dass deutsche Nazis in Indien Stunk machen.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 15. Jul 2019, 12:47

Ger9374 hat geschrieben:(12 Jul 2019, 07:12)
Den Spagat den Indien vollzieht kann ich nicht nachvollziehen!
Hier Weltraumnation dort ineffiziente Bürokratie und tiefstes Elend .

Wenn du ein paar Inder kennenlernst wirst du es verstehen.

Es gibt sehr viele hochgebildete Inder, die auf dem selben Niveau (und höher) sind wie gebildete Deutsche.
Es gibt aber auch extrem viele Familien, in denen die Kinder trotz offizieller Schulpflicht nicht zur Schule geschickt werden, sondern zum Betteln..

Eine Freundin der Famlie ist eine hochgebildete brahmanische Inderin. Mit der kann man sich auch gut über Quantenphysik und Künstliche Intelligenz unterhalten.. Und über die Veden etc..
Mit dem armen Jungen, der von seiner Mutter zur Schulzeit zum betteln bei den "reichen weißen Touristen" losgeschickt wird kann man das nicht.. und wird man wohl auch nie können :(

In Deutschland ist die "Bildungshierarchie" deutlich flacher. Hier können auch Bettler zumeist lesen und schreiben..


Die Inder in der Industrie haben aber eine schlechte Fehlerkultur und vor allem fehlt oft das bindende "Commitment".
Es wird zu allem "ja" gesagt, aber ob es wirklich (in der benötigten Qualität) gemacht wird, ist eine andere Frage..
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Mo 15. Jul 2019, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Mo 15. Jul 2019, 12:48

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jul 2019, 10:17)

... und wird wie der hindu-kritische Schriftsteller Kalburgi 2015 erschossen, wie viele andere Literaten und Intellektuelle mit Mord bedroht, wird wie ein muslimischer Schmied in Nordindien wegen des bloßen Verdachts, Rindfleisch gegessen zu haben, von einem Mob gelyncht.

Sag noch mal jemand, wir leben in einem Zeitalter von Fortschritt und Aufklärung. Nur weil wir technisch in der Lage sind, eine Sonde auf den Mond zu bringen.

Religiöser Fanatismus kommt leider auch in technologischen Gesellschaften vor.
Man sollte meinen, dass wissenschaftliches Denken religiöse Dogmen hinterfragen kann.
Andererseits, je schlechter die Bildung, desto schlechter die Perspektiven, und desto mehr Nährboden hat der Fundamentalismus.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Adam Smith » Mo 15. Jul 2019, 12:49

Papaloooo hat geschrieben:(15 Jul 2019, 12:31)

Ich halte das für ebenso wahrscheinlich, wie dass deutsche Nazis in Indien Stunk machen.


https://amp-tagesspiegel-de.cdn.ampproj ... 81922.html

Nazis waren das jetzt nicht.
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 15. Jul 2019, 12:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jul 2019, 09:20)
Die Hindutva, der Hindu-Nationalismus ist ein weit beunruhigenderes Problem als der verpatzte Mondsondenstart oder das beibehaltene Kastensystem. Der RSS, der Rashtriya Swayamsevak Sangh, die nationalistische Freiwilligenorganisation darf man mit Fug und Recht als so etwas wie Mussolinis Schwarzhemden ansehen. Und die stehen hinter den eigentlichen Parteiorganisationen. Da zieht in Indien noch etwas ganz anderes am Horizont auf.

Endlich wehren sich die Inder gegen die muslimischen Invasoren! :)
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Papaloooo » Mo 15. Jul 2019, 13:43

Adam Smith hat geschrieben:(15 Jul 2019, 12:49)

https://amp-tagesspiegel-de.cdn.ampproj ... 81922.html

Nazis waren das jetzt nicht.

Wobei ich nun überhaupt nicht verstehe, was du mir damit sagen willst?!
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Re: Indiens Mondprogramme...

Beitragvon Enas Yorl » Mo 15. Jul 2019, 19:31

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jul 2019, 06:41)
Diesen Sonntag startet die zweite indische Mondsonde.
Für die unterste Gesellschaftsschicht fehlt es am Nötigsten. Sanitäre Anlagen, Kanalisation, Brunnen, Schulen, Krankenhäuser und oft arbeiten schon 3-jährige.
Indien ist eben in der Regel nicht Bollywood, Sonden eher Slumdog-Millionär!
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Ganz so simpel ist es nun wieder nicht. Um aus der Armut herauszukommen reicht es nicht, in Indien einfach nur Geld umzuverteilen. Natürlich muss man in die Infrastruktur investieren, das Geld dazu, muss man aber erst einmal erwirtschaften. Klar, solche Projekte hören sich für den Laien erst einmal wie herausgeworfenes Geld an. Allerdings sind solche Projekte der ISRO ein Entwicklungs- und Kompetenzmotor für die eigene technische Industrie, und deren Fortschritt ist unerlässlich, wenn Indien wirtschaftlich wachsen will. Unterschätzt hier nicht das Wissen, Erfahrung und Renommee, die dadurch indischen Ingenieuren und Unternehmen sammeln.
And it's been completely "demagnetised" by Stephen Hawking himself!

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