Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

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Bielefeld09
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Bielefeld09 » So 10. Nov 2019, 23:51

Realist2014 hat geschrieben:(10 Nov 2019, 21:17)

nö, 100% haben demokratisch gewählt und ihre Kreuzchen gemacht....

Oder gibt es da auch einen "undemokratischen" Prozess ?

Den hätte ich dann gerne mal erläutert...

Was hätten Sie gerne erläutert?
Das Sie im Sofa kein Nazi sind!
Das ist doch gut in Chemnitz und Sommeröder.
Wo ist eigentlich Euer Problem?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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tarkomed
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon tarkomed » Mo 11. Nov 2019, 09:27

Frank_Stein hat geschrieben:(10 Nov 2019, 18:17)

Ist das so? Es ist Ströbele nicht vorzuwerfen, wenn er als Verteidiger seinen Job gemacht hätte.
Er war aber nicht einfach nur ein Verteidiger.
https://www.cicero.de/innenpolitik/hans ... verwickelt

Dass es bei den Grünen Sympathien für das Mörderregime von Mao gab, haben einige offensichtlich auch schon vergessen.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 14542.html

Kurz: Wenn es um die Aufarbeitung der Vergangenheit geht, sollten die Grünen mal vor ihrer eignen Tür kehren.

Du als Thüringer willst uns im Westen also über die 68er belehren? Und das mithilfe von Fokus? Warum nicht gleich mithilfe der Bildzeitung?
Ja, damals im Kampf der Blöcke gab es auch in der BRD linke Strömungen, aber auch Verkrustungen in unserer erzkonservativen Gesellschaft, die durchbrochen werden mussten. Es gab auch Linksterrorismus, das habe ich schon erwähnt, aber diesen Prozess haben wir dazu genutzt, um unsere Demokratie zu festigen und zu liberalisieren. Das war unsere Art der Aufarbeitung.
Gleich nach der Auflösung des Arbeiter und Bauernstaates kamen allerding die Neonazis aus ihren Löchern hervorgekrochen und plötzlich war das vereinigte Deutschland mit einer Vergangenheit konfrontiert, die wir längst für überwunden hielten. Diese Brut ist im Osten gezüchtet worden, in eurem angeblichen sozialistischen Staat, weil ihr die Geschichte des dritten Reichs nie aufgearbeitet habt. Das ist, worunter wir bis heute zu leiden haben und nicht die Grünen.
https://www.zeit.de/2019/46/neonazis-ju ... -mauerfall
Frank_Stein hat geschrieben:(10 Nov 2019, 18:17)
Nicht umsonst gibt es im Christentum die Vergebung.

Ich bin nicht christlich genug, um dir zu vergeben... :)
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Moses » Mo 11. Nov 2019, 10:16

tarkomed hat geschrieben:(11 Nov 2019, 09:27)

Du als Thüringer willst uns im Westen also über die 68er belehren? Und das mithilfe von Fokus? Warum nicht gleich mithilfe der Bildzeitung?
Ja, damals im Kampf der Blöcke gab es auch in der BRD linke Strömungen, aber auch Verkrustungen in unserer erzkonservativen Gesellschaft, die durchbrochen werden mussten. Es gab auch Linksterrorismus, das habe ich schon erwähnt, aber diesen Prozess haben wir dazu genutzt, um unsere Demokratie zu festigen und zu liberalisieren. Das war unsere Art der Aufarbeitung.
Gleich nach der Auflösung des Arbeiter und Bauernstaates kamen allerding die Neonazis aus ihren Löchern hervorgekrochen und plötzlich war das vereinigte Deutschland mit einer Vergangenheit konfrontiert, die wir längst für überwunden hielten. Diese Brut ist im Osten gezüchtet worden, in eurem angeblichen sozialistischen Staat, weil ihr die Geschichte des dritten Reichs nie aufgearbeitet habt. Das ist, worunter wir bis heute zu leiden haben und nicht die Grünen.
https://www.zeit.de/2019/46/neonazis-ju ... -mauerfall

Ich bin nicht christlich genug, um dir zu vergeben... :)

Deine dusselige Arroganz ganz Du Dir samt Deiner mildherzigen Vergebung dahin schieben wo auch im Westen die Sonne nicht scheint.

"Deine Art der Aufarbeitung" bestand also darin genüsslich die 68er aus dem Plüschsofa heraus zu beobachten? Trotzdem maßt Du Dir ein Urteil über DDR-Bürger an, die sich ihre Freiheit auf der Straße erkämpft haben?

Du tust mir leid, mehr nicht.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Tomaner » Mo 11. Nov 2019, 10:50

Frank_Stein hat geschrieben:(10 Nov 2019, 16:59)

über 99% haben keine Neonazis gewählt, dafür leider 31% die alten Kommunisten.
Gibt den alten und neuen (National)Sozialisten und Kommunisten keine Chance!

Zum Glück haben hier in Thüringen nur 5,2% die Grünen gewählt, was ja im Gretelanischen Zeitalter keineswegs selbstverständlich ist. :thumbup:

Wer Kommunist ist besimmst alleine du????? In Thüringen hat man vor allem Bodo Ramelow gewählt, der ist aber kein Kommunist! Er ist Gewerkschafter, die sogar von den erklärten Menschenrechten ausdrücklich geschützt sind! Da sind keine Kommunisten und auch keine Rechten geschützt! Was willst du überhaupt? Den Arbeitnehmern das Recht nehmen sich kollektiv zu vertreten und damit auch das Recht für ihre Interessen einzugestehen? Wer soll dann bitteschön dies übernehmen, Interessen von Arbeitnehmern zu vertreten? Ohne Gewerkschaften hätten wie schon mal alle Tarifverträge in die Tonne getreten und enorme Einkommensverluste, sowie Urlaubslänge und Gelder nicht mehr, und Arbeitszeiten würden sich verlängern! Was steckt also genau bei dir dahinter, wenn du alles was "links" ist aus deiner Sicht, zu Kommunisten machen willst, die stalinistische Diktatur wie in DDR haben wollen? Das Kapital und das damit verbundene kapitalistische System, hat eine gewisse Macht! Wer soll also dazu einen Gegenpol setzen und für Millionen Arbeitern, die ja auch pünktlich ihre Mieten zahlen müssen, sowie ihre fFmilien ernähren, deren Interessen formulieren und durchsetzen?
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Tomaner » Mo 11. Nov 2019, 11:19

Frank_Stein hat geschrieben:(10 Nov 2019, 18:17)

Ist das so? Es ist Ströbele nicht vorzuwerfen, wenn er als Verteidiger seinen Job gemacht hätte.
Er war aber nicht einfach nur ein Verteidiger.
https://www.cicero.de/innenpolitik/hans ... verwickelt

Dass es bei den Grünen Sympathien für das Mörderregime von Mao gab, haben einige offensichtlich auch schon vergessen.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 14542.html

Kurz: Wenn es um die Aufarbeitung der Vergangenheit geht, sollten die Grünen mal vor ihrer eignen Tür kehren.

>>Die K-Gruppen waren Kinder der 68er-Studentenrevolte, die Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre wie Pilze aus dem Boden schossen. Sie waren allesamt antikapitalistisch, antiimperialistisch, antibürgerlich und ungeordnete Haufen linksradikaler Weltverbesserer, die oftmals höchst weltfremd waren, wie Fochlers Hausfrauen-Fantasie zeigt. Als verklärte Helden dienten dem KBW Staatsverbrecher wie Mao, der spätere Diktator von Simbabwe, Robert Mugabe, Ugandas Idi Amin und der Massenmörder Pol Pot, der in Kambodscha bis zu zwei Millionen Menschenleben auf dem Gewissen hat. Mit dem real existierenden Sozialismus in der Sowjetunion oder der DDR stand man dagegen ebenso auf dem Kriegsfuß wie mit den „imperialistischen“ Gesellschaften in den USA und anderen Ländern des Westens.

...
Den „bürgerlichen Staatsapparat“ zu zerschlagen und über die „soziale Revolution“ „mit Waffengewalt“ die „proletarische Diktatur“ zu schaffen, dazu bekannte sich der KBW in riesigen Mengen von Pamphleten. In Wahrheit überließen die KBW-Mitglieder das Zuschlagen in der Praxis lieber anderen Gruppen wie Joschka Fischers „Spontis“ in Frankfurt, mit denen sie eine herzliche Abneigung verband. Wenn die ihre Steine auf Polizisten warfen, zogen sich KBWler vornehm zurück.<<


Die Grünen sind nicht unbedingt netten Jungs und Mädchen von nebenan. Sie sind auch nicht zwingend alles Demokraten.

Aber gut, Menschen machen in ihrer Jugend manchmal dumme Sachen und weil jemand in seiner Jugend Fehler gemacht hat, muss es ja nicht zwangsläufig heißen, dass er später in politischer Verantwortung ebenfalls ein Schurke ist.
Nicht umsonst gibt es im Christentum die Vergebung.


Was du hier machst, ist nichts anderes wie diejenigen, die unter Weglassen von Fakten Nazizeit relativieren wollen. So nimmst du die 68er Jahre und die Grünen her, ohne sie in die damalige zeit und Verhältnisse zu setzen und vergleichst es mit AfD in der heutigen Zeit. Wir hatten damals konservativ verkrustete Zeit, viele Positionen wie Richter oder Professoren und auch Erziehungsheime waren noch mit Nazis besetzt. Wir hatten eine zeit, wo Polizei auf friedlichen Demonstranten einschlugen und auch Morde verübten. Wenn ich es richtig sehe, werden Demos von Rechten, auch die von AfD heute von Polizei massiv geschützt. Wenn du dies aber mit 68er und Grünen vergleichen willst, dann stell dir mal vor, eine AfD Demo wird von radikalen Moslems angegriffen, man ruft die Polizei und diese prügelt dann schon blutüberströmte AfD Teilnehmer nochmals mit Knüppel nieder und schießt einen flüchtenden AfDler in den Rücken! Es waren Zeiten, wenn deine Freundin bei dir übernachtet hätte, der Vermieter verhaftet worden wäre. Es waren Zeiten wo man Schwule einsperrte und mit Handschuhen berührte, damit man sich nicht ansteckt. Es waren Zeiten, in der die Frau nicht ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten durfte, nicht mal ein Konto eröffnen durfte. Diese Verhältnisse haben sich nicht durch Konservative verändert, sondern durch Abwählen dieser und eben der 68er die diese Themen auf der Tagesordnung brachten. Verhältnisse die wir heute haben, eine Selbstverständlichkeit das deine Freundin bei dir übernachten darf, sind nicht vom Himmel gefallen! Heute besitzen die Deutschen ein Vermögen von 13 300 Milliarden Euro und AfD schwafelt vom Untergang. Ob diese Vermögen gerecht verteilt sind und wenn nicht was man dagegen machen könnte interessiert eine AfD nicht. Nein sie hetzt gegen Minderheiten und spielt sie gegeneinder aus, die nichts haben und gerade am Existenzminimum stehen. Laut AfD Programm will sie Harz4 nicht mal dauerhaft bezahlen und lieber nach Oben verteilen.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon tarkomed » Mo 11. Nov 2019, 14:03

Moses hat geschrieben:(11 Nov 2019, 10:16)

Deine dusselige Arroganz ganz Du Dir samt Deiner mildherzigen Vergebung dahin schieben wo auch im Westen die Sonne nicht scheint.

"Deine Art der Aufarbeitung" bestand also darin genüsslich die 68er aus dem Plüschsofa heraus zu beobachten? Trotzdem maßt Du Dir ein Urteil über DDR-Bürger an, die sich ihre Freiheit auf der Straße erkämpft haben?

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Tatsächlich? War ich das alles? Werde ich jetzt gesperrt?
Ich lese ganz oben "Verein zur Förderung der politischen Diskussion e. V."
Um welche Art Diskussion handelt es sich eigentlich hier? Ich wurde darüber noch nicht aufgeklärt, damit ich auch vereinskonformdiskutieren kann. Würden Sie es bitte nachholen, wenn möglich ohne Beleidigungen? ;)
Zuletzt geändert von tarkomed am Mo 11. Nov 2019, 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon yogi61 » Mo 11. Nov 2019, 14:05

tarkomed hat geschrieben:(11 Nov 2019, 14:03)

Tatsächlich? War ich das alles? Werde ich jetzt gesperrt?
Ich lese ganz oben "Verein zur Förderung der politischen Diskussion e. V."
Um welche Art Diskussion handelt es sich eigentlich hier? Ich wurde darüber noch nicht aufgeklärt, damit ich auch vereinskonform diskutieren kann... ;)


Keine Bange. Der Verein ist nur Betreiber, Du darfst also gerne weiterdiskutieren.
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Selina
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Selina » Mo 11. Nov 2019, 15:23

tarkomed hat geschrieben:(11 Nov 2019, 09:27)

Du als Thüringer willst uns im Westen also über die 68er belehren? Und das mithilfe von Fokus? Warum nicht gleich mithilfe der Bildzeitung?
Ja, damals im Kampf der Blöcke gab es auch in der BRD linke Strömungen, aber auch Verkrustungen in unserer erzkonservativen Gesellschaft, die durchbrochen werden mussten. Es gab auch Linksterrorismus, das habe ich schon erwähnt, aber diesen Prozess haben wir dazu genutzt, um unsere Demokratie zu festigen und zu liberalisieren. Das war unsere Art der Aufarbeitung.
Gleich nach der Auflösung des Arbeiter und Bauernstaates kamen allerding die Neonazis aus ihren Löchern hervorgekrochen und plötzlich war das vereinigte Deutschland mit einer Vergangenheit konfrontiert, die wir längst für überwunden hielten. Diese Brut ist im Osten gezüchtet worden, in eurem angeblichen sozialistischen Staat, weil ihr die Geschichte des dritten Reichs nie aufgearbeitet habt. Das ist, worunter wir bis heute zu leiden haben und nicht die Grünen.
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Einigen Gedanken von dir kann ich durchaus zustimmen. Bis auf die angeblich im "Osten gezüchtete Brut". Erstens stammt fast der gesamte neurechte Führungskreis der AfD aus dem Westen und auch diverse Pegida-Redner kommen von da. Und zweitens ist Rechtsradikalität schon lange ein gesamtdeutsches Problem. Überall, ob in Ost oder West, in Süd oder Nord, gibt es etwa fünf bis 25 Prozent rechtsradikal und rechtsextrem denkende Menschen. Regional unterschiedlich natürlich. Hat es schon immer gegeben. Im Osten wurde nach der Wende nur einfach von einigen Leuten die "Gunst der Stunde" genutzt, frustrierte, enttäuschte und verärgerte Menschen zusammenzutrommeln, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen für "Deutsche zweiter Klasse" halten. Diese Mischung, rechtsradikales Denken und Verärgerung über den Lauf der Dinge ("Merkel muss weg", "wir vollenden die Wende", "wir sind das Volk"), ist eine äußerst ungute und verstärkt insgesamt die auch hier immer schon vorhandene Grundstimmung in einigen Teilen der Bevölkerung. Aber auch im Osten hat der Großteil der Menschen die AfD nicht gewählt. Wird immer vergessen dabei.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 11. Nov 2019, 15:37

Frank_Stein hat geschrieben:(10 Nov 2019, 11:06)

Das Problem ist, dass die CDU die Seiten gewechselt hat.

Das Problem sind die zwielichtigen Gestalten.

Wenn zu wichtigen Themen keine Alternativen angeboten werden, dann entsteht dadurch Raum für neue Parteien.
Ja, die Zusammensetzung der Bevölkerung in Deutschland ist unterschiedlich. Deutschland ist nicht mehr ein Land und die "Deutschen" in Ost und West nicht mehr ein Volk (sofern wie das jemals waren). Der letzte Satz ist interessant: https://www.n-tv.de/panorama/Viele-Neun ... 37631.html
"In vielen Bundesländern sind die Leistungen in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik in der neunten Jahrgangsstufe schlechter geworden. Betroffen sind grob zusammengefasst vor allem Jungen und Schüler in Gymnasien. ... Der Anteil an Schülerinnen und Schülern aus zugewanderten Familien nahm bundesweit von 2012 bis 2018 um rund 7 Prozentpunkte auf 33,6 Prozent zu." Da es sich bei der Studie um Neuntklässler handelt und der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund in der Neunten Klasse von 2012 bis 2018 um 7% gestiegen ist. Kann man davon ausgehen, dass die heutigen Erstklässler eine weitere Verschiebung zeigen. Wenn in 6 Jahren der Anteil um 7% gestiegen ist, dürfen wir bei den Einschulungen inzwischen um die 40% liegen.
Als ob das nicht schon Herausforderung genug wäre, will man in Zukunft das Tempo der Zuwanderung aus Drittstaaten noch beschleunigen.[/quote] Siehe ganz unten.

... und wenn jemand sagt, dass er das nicht möchte, dann wird er praktisch gesellschaftlich getötet.
Es gibt gute Gründe, sachlich über die Probleme der Zuwanderung zu reden. Leider wird die sachliche Auseinandersetzung kaum noch geführt bzw. wird es als unausweichliches Schicksal hingenommen und in einigen Teilen der Bevölkerung sogar als wünschenswert betrachtet.
Das ist der Preis der Spaltung. In einer vergifteten Atmosphäre wird natürlich kaum mehr über Themen debattiert. Die Zuspitzung auf eine Linksaußen/Rechtsaußen-Komponente nimmt die zivile Mitte sozusagen in die Zange.

Die Antideutschen haben das Ruder übernommen und ihre Gegner werden medial vernichtet.

Viele sind besorgt, die "Anti-Deutschland-Partei" (Ziemiak) AfD könnte die Macht übernehmen.

...
Im Westen können die Menschen nicht mehr entscheiden, ob sie ein Einwanderungsland sein möchten, denn sie sind es längt. Aber im Osten haben die Menschen noch die Chance, das zu beeinflussen und diese Chance nehmen sie über ihren Stimmzettel wahr. Wenn die Politik diesen Ruf vieler Menschen ignoriert und so weitermacht, wie bisher, dann werden die ehemaligen Volksparteien
im Osten marginalisiert werden. Dafür muss die AfD noch nicht mal etwas leisten, es reicht, wenn sie einfach da ist, sie könnte auch lauter Ziegelsteine als Kandidaten aufstellen und würde trotzdem einen Stimmenzuwachs erreichen. Denn die Stärke der AfD ist die Ignoranz der Volksparteien gegenüber ihren ehemaligen Wählern.

Nicht Gauland, Höcke, Kalbitz sind die "Ziegelsteine", sondern deren Wähler. Von Anfang an haben die Funktionäre an niedere Instinkte appelliert und wer sich einmal verführen lässt, wird dazu neigen, noch dumpfer zu werden.

Das Zuwanderungsthema ist mittlerweile der weiße Elefant, ja, und alles wird nervös, so bald auch nur ein Boris Palmer spricht. Extremismus ist aber keine Lösung, er ist Teil des Problems.
Wir sehen in Dänemark, wie es funktionieren kann. Die Lösung kam aber aus der Mitte und gerade das hat das Land wieder zusammen geführt. Auch dort haben im Wahlkampf Links- und Rechtsaußen Gift und Galle gespuckt, nur ließ sich Frederiksen eben nicht beirren. Diese Mitte hatte auch einen ganz anderen Dreh gefunden, sie besetzte alle drei großen Themen und grenzte sich gezielt nach beiden Seiten ab. So wird beispielsweise nicht konfessionalistisch argumentiert, sondern sozial. Nicht der Islam ist schlecht, wohl aber sind die Ghettos gesellschaftlich destruktiv, so ungefähr die Argumentation.

Die AfD-Wählerei aber wird zu nichts führen, sei es nun als Straf-, Spaß- oder Wutwahl. Wen bestraft man denn - die Mehrheitswähler? Diese strafen teils zurück.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon PeterK » Mo 11. Nov 2019, 16:26

Vongole hat geschrieben:(10 Nov 2019, 18:52)
Du scheinst mich misszuverstehen, der Begriff "Dünkel" bezog sich auf Peters herablassenden Post von den "Wirtschaftsflüchtlingen".

"Wirtschaftsflüchtling" ist für mich kein negativer oder "herablassender" Begriff - ich hoffe für Dich auch nicht
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon peterkneter » Mo 11. Nov 2019, 16:30

Wollen wir mal zu den Landtagswahlen und den Ergebnissen zurück kommen? Alles andere kann gerne im AfD-Strang durchgekaut werden...
Danke!

PS. gibt es schon was neues von den Sondierungen und Koalitionsgesprächen? Das würde mich an dieser Stelle mal interessieren.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Selina » Mo 11. Nov 2019, 16:40

peterkneter hat geschrieben:(11 Nov 2019, 16:30)

Wollen wir mal zu den Landtagswahlen und den Ergebnissen zurück kommen? Alles andere kann gerne im AfD-Strang durchgekaut werden...
Danke!

PS. gibt es schon was neues von den Sondierungen und Koalitionsgesprächen? Das würde mich an dieser Stelle mal interessieren.


Mal abgesehen davon, dass man die Landtagswahlen im Osten wohl kaum ohne die AfD-Problematik besprechen kann, da die Partei dort nun mal recht viele Wählerstimmen auf sich vereint, ist der AfD-Strang meines Erachtens auch nach wie vor zur "Reinigung" geschlossen.
Zuletzt geändert von Selina am Mo 11. Nov 2019, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon PeterK » Mo 11. Nov 2019, 16:40

peterkneter hat geschrieben:(11 Nov 2019, 16:30)
Wollen wir mal zu den Landtagswahlen und den Ergebnissen zurück kommen? Alles andere kann gerne im AfD-Strang durchgekaut werden...
Danke!

PS. gibt es schon was neues von den Sondierungen und Koalitionsgesprächen? Das würde mich an dieser Stelle mal interessieren.

Auch wenn die Befindlichkeiten der Thüringer sicherlich etwas mit den Wahlergebnissen dort zu tun haben, hast Du natürlich recht. Alles, was ich so höre und lese ist, dass man sich wohl noch sortiert.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Vongole » Mo 11. Nov 2019, 17:09

PeterK hat geschrieben:(11 Nov 2019, 16:26)

"Wirtschaftsflüchtling" ist für mich kein negativer oder "herablassender" Begriff - ich hoffe für Dich auch nicht

Kommt immer auf den Zusammenhang an.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Fliege » Mo 11. Nov 2019, 17:21

peterkneter hat geschrieben:(11 Nov 2019, 16:30)
PS. gibt es schon was neues von den Sondierungen und Koalitionsgesprächen? Das würde mich an dieser Stelle mal interessieren.

Ramelow hat Zeit, doch je mehr Zeit er in der regierungspolitschen Hängematte zubringt, desto weniger sieht er wie ein Wahlgewinner aus. Die CDU hat auch Zeit, sich um ihre Spitzenfehlbesetzungen in Bund und Land zu kümmern, und bevor sich in Thüringen die eine oder andere Initiative starten lässt.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon yogi61 » Mo 11. Nov 2019, 17:27

Fliege hat geschrieben:(11 Nov 2019, 17:21)

Ramelow hat Zeit, doch je mehr Zeit er in der regierungspolitschen Hängematte zubringt, desto weniger sieht er wie ein Wahlgewinner aus. Die CDU hat auch Zeit, sich um ihre Spitzenfehlbesetzungen in Bund und Land zu kümmern, und bevor sich in Thüringen die eine oder andere Initiative starten lässt.


Ramelow ist eindeutiger Sieger, daran ändert auch die schwierige Konstellation nichts.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Moses » Mo 11. Nov 2019, 17:33

tarkomed hat geschrieben:(11 Nov 2019, 14:03)

Tatsächlich? War ich das alles? Werde ich jetzt gesperrt?
Ich lese ganz oben "Verein zur Förderung der politischen Diskussion e. V."
Um welche Art Diskussion handelt es sich eigentlich hier? Ich wurde darüber noch nicht aufgeklärt, damit ich auch vereinskonformdiskutieren kann. Würden Sie es bitte nachholen, wenn möglich ohne Beleidigungen? ;)

Vor allem solltest Du auf schriftfarben achten, schwarz = User, grün = Moderator und rot schreibt der Vorstand.

Du hast also auf den Beitrag des Users Moses reagiert, der sich hier genau so einlässt wie jeder andere User auch.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon MäckIntaier » Mo 11. Nov 2019, 17:45

yogi61 hat geschrieben:(11 Nov 2019, 17:27)

Ramelow ist eindeutiger Sieger, daran ändert auch die schwierige Konstellation nichts.


Als Sieger reicht er halt trotzdem nicht bis dorthin, wo die Trauben hängen ... Insofern ist das wie ein Interconti-Titel beim Boxen. Sieht hübsch aus, ist aber ohne Wert.
Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen als der Betrachtende.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon yogi61 » Mo 11. Nov 2019, 17:45

MäckIntaier hat geschrieben:(11 Nov 2019, 17:45)

Als Sieger reicht er halt trotzdem nicht bis dorthin, wo die Trauben hängen ... Insofern ist das wie ein Interconti-Titel beim Boxen. Sieht hübsch aus, ist aber ohne Wert.


Nö,er regiert noch.
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Re: Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen 2019

Beitragvon Frank_Stein » Mo 11. Nov 2019, 17:47

tarkomed hat geschrieben:(11 Nov 2019, 09:27)

Du als Thüringer willst uns im Westen also über die 68er belehren? Und das mithilfe von Fokus? Warum nicht gleich mithilfe der Bildzeitung?
Ja, damals im Kampf der Blöcke gab es auch in der BRD linke Strömungen, aber auch Verkrustungen in unserer erzkonservativen Gesellschaft, die durchbrochen werden mussten. Es gab auch Linksterrorismus, das habe ich schon erwähnt, aber diesen Prozess haben wir dazu genutzt, um unsere Demokratie zu festigen und zu liberalisieren. Das war unsere Art der Aufarbeitung.
Gleich nach der Auflösung des Arbeiter und Bauernstaates kamen allerding die Neonazis aus ihren Löchern hervorgekrochen und plötzlich war das vereinigte Deutschland mit einer Vergangenheit konfrontiert, die wir längst für überwunden hielten. Diese Brut ist im Osten gezüchtet worden, in eurem angeblichen sozialistischen Staat, weil ihr die Geschichte des dritten Reichs nie aufgearbeitet habt. Das ist, worunter wir bis heute zu leiden haben und nicht die Grünen.
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Aufarbeitung?
Das Gegenteil ist der Fall. Uns wurde zu DDR-Zeiten der Antifaschismus eingetrichtert, bis er uns zu den Ohren rauskam.
Im Gegensatz zu den Wessis, hatten wir 2 Diktaturen erlebt, die der Nationalsozialisten und der Sozialisten.
Wir wollen eben weder das eine noch das Andere!

und wir wollen auch keinen Islamismus ... während ihr euch damit offensichtlich längst abgefunden habt und ihn euch als Bereicherung schönredet, weil ihr es ohne gar nicht mehr kennt.

Wir waren über 40 Jahre lang von den Russen besetzt gewesen und wir feierten die Wende auch deswegen, weil wir die Besatzer nun losgeworden sind, aber doch nicht, um uns neue Besatzer ins Land zu holen, die unsere Kultur verändern abschaffen möchten. Aber schlimmer als die Islamisten sind die grünen Erfüllungsgehilfen, die im vorauseilendem gehorsam alles niederringen, was uns noch an unsere Geschichte erinnert und zu unserer Kultur gehört.

Leider sind inzwischen auch die Kirchen infiltriert und was früher mal der Fels in der Brandung war, läuft nun emsig dem Zeitgeist und den Medien hinterher. Schade! Das Glaubensbekenntnis wurde durchgegendert und man beteiligt sich als Kirche als Erfüllungsgehilfe der Schlepperorganisationen.
Die letzten konservativen Christen werden in die Diaspora geschickt ... das ist der traurige Zustand unseres Landes und doch gibt es Hoffnung, denn es regt sich langsam Widerstand.
Deutschland ist zu wichtig, um es den Grünen und den Islamisten und Sozialisten zu überlassen.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.

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