"Deutschland verdummt"

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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon BlueMonday » Do 16. Jan 2020, 15:19

Bildung zum Selbstzweck? Also "die Bildung" wird hyperstasiert zu einem Ding, das selbst einen Zweck hätte. Nicht der jeweilige Mensch, der sich bildet, verfolgt damit ein ihm nützlich erscheinendes Ziel, sondern er ist von "der Bildung" besessen(in ihrem Besitz). Er bildet sich nur ihretwegen. Das ist also das vorgeschobene Bildungsideal unserer guten Menschen. Die Illusion eines reinen, unbezweckten, zwecklosen Wissens. Und dann wundert man sich über unmotivierte Schüler und mokiert sich über jene, die wenigstens einen letzten Rest Sinn in dieser selbstlosen Bildung für sich herauszupressen suchen, um in dieser "mehr Schein als sein"-Welt Karriere zu machen. Also Wissen in sich zu stopfen, um es möglichst unbehandelt, unverdaut wieder hervorzuwürgen. Für mich steht da der exemplarisch der Gedichtvortrag(den es wohl immer noch gibt?). Eine Wiedergabeleistung als Bildungsersatz.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:08

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 13:36)

Nur ist unsere soziale Marktwirtschaft die beste aller schlechten Optionen mit realen Menschen....


Das ändert nichts an der Aussage meines,Beitrages ( bzw der zutreffenden Analyse von Karl Marx in seinen Schriften) und dass bereits im 19 Jhr.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:10

BlueMonday hat geschrieben:(16 Jan 2020, 15:19)

Bildung zum Selbstzweck? Also "die Bildung" wird hyperstasiert zu einem Ding, das selbst einen Zweck hätte. Nicht der jeweilige Mensch, der sich bildet, verfolgt damit ein ihm nützlich erscheinendes Ziel, sondern er ist von "der Bildung" besessen(in ihrem Besitz). Er bildet sich nur ihretwegen. Das ist also das vorgeschobene Bildungsideal unserer guten Menschen. Die Illusion eines reinen, unbezweckten, zwecklosen Wissens. Und dann wundert man sich über unmotivierte Schüler und mokiert sich über jene, die wenigstens einen letzten Rest Sinn in dieser selbstlosen Bildung für sich herauszupressen suchen, um in dieser "mehr Schein als sein"-Welt Karriere zu machen. Also Wissen in sich zu stopfen, um es möglichst unbehandelt, unverdaut wieder hervorzuwürgen. Für mich steht da der exemplarisch der Gedichtvortrag(den es wohl immer noch gibt?). Eine Wiedergabeleistung als Bildungsersatz.


Es gibt ja nicht umsonst den Spruch: " Viele Menschen verwechseln Bildung mit Einbildung."
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:18

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:08)

Das ändert nichts an der Aussage meines,Beitrages ( bzw der zutreffenden Analyse von Karl Marx in seinen Schriften) und dass bereits im 19 Jhr.



Marx hat Beschreibungen geleifert.

Nur haben sich einige davon als nicht zutreffend erwiesen.

Speziell diese angebliche "Ausbeuten der Arbeiterklasse"...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:19

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:10)

Es gibt ja nicht umsonst den Spruch: " Viele Menschen verwechseln Bildung mit Einbildung."



Stimmt

Speziell diejenigen, die mangels ökonomisch relevanter Bildung am unteren Ende der "Pyramide" über den "pösen Kapitalismus" krakelen....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:24

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:18)

Marx hat Beschreibungen geleifert.

Nur haben sich einige davon als nicht zutreffend erwiesen.

Speziell diese angebliche "Ausbeuten der Arbeiterklasse"...


Sicher bei einigen Punkten lag Marx völlig daneben ohne Frage , bei anderen jedoch hat er scharfsinnig als einer der ersten überhaupt beschrieben wie eben erwähnter " Warenfetischmus Charakter" des Kapitalismus.

In Zeiten Konsum - Plattform und Digitalkapitalismus heute ( z b. Online Handel samt Ausswüchse wie Cyber Monday, Black Friday, Singles Day in China , usw) wirkt diese Analyse für einen Nann des 19 Jahrhunderts erstaunlich modern.

Wie gesagt es gibt Dinge bei Marx , die waren allerdings wirklich völlig daneben dass stimmt, aber eben nicht alles.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:27

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:19)

Stimmt

Speziell diejenigen, die mangels ökonomisch relevanter Bildung am unteren Ende der "Pyramide" über den "pösen Kapitalismus" krakelen....


Der klassische Bildungsbegriff a la Humboldt ging gar nicht primär danach ,m ob er ökonomisch relevant war oder nicht, sondern um Neigungen, und Talente des Individuums zu fördern und zu entfalten, da sind zwei paar völlig unterschiedliche Schuhe.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:30

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:24)

Sicher bei einigen lag mehr völlig daneben, anderer jedoch hat er scharfsinnig al einer der ersten überhaupt beschrieben wie eben erwähnte " Warenfetischmus Charakter" des Kapitalismus.


Die Menschen sind die Fetischisten- nicht der "Kapitalismus". Diesen "Fetischismus" würde es auch in der Plnwirtschaft geben, wenn diese nicht ein so erbärmlich ineffektives System wäre


In Zeiten Konsum - Plattform und Digitalkapitalismus heute ( z b. Online Handel samt Ausswüchse wie Cyber Monday, Black Friday, Singles Day in China , usw) wirkt diese Analyse für einen Nann des 19 Jahrhunderts erstaunlich modern



Was soll denn "Digitalkapitalismus" sein? Nur weil die Prozesse elektronisch laufen?

Gibt es auch eine Digitalmarktwirtschaft? Oder eine Digitalplanwirtschaft?
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:32

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:27)

Der klassische Bildungsbegriff a la Humboldt ging gar nicht primär danach ,m ob er ökonomisch relevant war oder nicht, sondern um Neigungen, und Talente des Individuums zu fördern und zu entfalten, da sind zwei paar völlig unterschiedliche Schuhe.


Zu Zeiten von Humboldt gab es ja noch keine ökonomisch relevante Bildung für die Mehrheit der Bevölkerung, weil es das System ( Marktwirtschaft) dafür noch gar nicht gab
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:34

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:30)

Die Menschen sind die Fetischisten- nicht der "Kapitalismus". Diesen "Fetischismus" würde es auch in der Plnwirtschaft geben, wenn diese nicht ein so erbärmlich ineffektives System wäre





Was soll denn "Digitalkapitalismus" sein? Nur weil die Prozesse elektronisch laufen?

Gibt es auch eine Digitalmarktwirtschaft? Oder eine Digitalplanwirtschaft?



Digitalkapitalismus, Plattformökonomie, nenn es wie du es willst,
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:37

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:30)

Die Menschen sind die Fetischisten- nicht der "Kapitalismus". Diesen "Fetischismus" würde es auch in der Plnwirtschaft geben, wenn diese nicht ein so erbärmlich ineffektives System wäre





Was soll denn "Digitalkapitalismus" sein? Nur weil die Prozesse elektronisch laufen?

Gibt es auch eine Digitalmarktwirtschaft? Oder eine Digitalplanwirtschaft?


Ich habe es sogenannte wie Marx es nennt "WARENFETISCHMUS CHARAKTER des Kapitalismus" und ohne Menschen kein Kapitalismus.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Do 16. Jan 2020, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:38

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:32)

Zu Zeiten von Humboldt gab es ja noch keine ökonomisch relevante Bildung für die Mehrheit der Bevölkerung, weil es das System ( Marktwirtschaft) dafür noch gar nicht gab


Ja und selbst wenn Menschen bilden sich doch nicht einzig und primär nach ökonomischer Relevanz, und taten dass auch nie, sondern genauso zählen , Interesse, Neigung und Talente.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Do 16. Jan 2020, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:40

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:34)

Digitalkapitalismus, Plattformökonomie, nenn es wie du es willst,



Also Kunstbegriffe.

Was wir haben und auch weiter haben werden ist Marktwirtschaft -> Angebot und Nachfrage

Ob die Prozesse nun Analog oder Digital laufen, spielt keine Rolle.

Was sich verändert ist die Komplexität und damit auch die Bildungsanforderungen an die Menschen
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:42

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:38)

Ja und selbst wenn Menschen bilden sich doch nicht einzig und primär nach ökonomischer Relevanz, und taten dass auch nie.


Das habe ich auch nicht behauptet - aber viele richten ihre Ausbildung danach aus...


Nur steuert die ökonomische Relevanz eben die Chancen im Hinblick auf Einkommen & Vermögen.


Aber es bleibt natürlich eine individuelle Entscheidung des Einzelnen
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:45

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:37)

Ich habe es sogenannte wie Marx es nennt "WARENFETISCHMUS CHARAKTER des Kapitalismus" und ohne Menschen kein Kapitalismus.


Der Kapitalismus hat gar keinen "Charakter".

im Kern bedeutet Kapitalismus nichts anderes als die Vorgehensweise des "investierens" um nach der Investition mehr ( Kapital) zu haben als vorher.

So einfach ist das.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Alpha Centauri » Do 16. Jan 2020, 16:52

Realist2014 hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:45)

Der Kapitalismus hat gar keinen "Charakter".

im Kern bedeutet Kapitalismus nichts anderes als die Vorgehensweise des "investierens" um nach der Investition mehr ( Kapital) zu haben als vorher.

So einfach ist das.



Das mag für dich so sein. So hat Marx es jedenfalls es beschrieben " WARENFETISCHMUS CHARAKTER DES KAPITALISMUS. Damit meint Marx dass im Kapitalismus alles zur Ware wird, egal ob, Lebensmittel, Wasser, Bildung, Grund und Boden bis hin zum Sex, schaut man sich die heutige gesellschaftliche Wirklichkeit an , kann man sagen, sehr gut getroffen.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Do 16. Jan 2020, 17:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Realist2014 » Do 16. Jan 2020, 16:58

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jan 2020, 16:52)

Das mag für dich so sein. So hat Marx es jedenfalls es beschrieben " WARENFETISCHMUS CHARAKTER DES KAPITALISMUS.


Ich habe mal den Herrn Gugel bemüht:

"n vorkapitalistischen Gesellschaften waren Warenproduktion und Warentausch stets nur Randphänomene. Der weit überwiegende Teil der Gesellschaft bestand aus Bauern, die ihre Arbeitsprodukte nicht verkauften, sondern selbst konsumierten. Wenn mittelalterliche Bauern einen Teil ihrer Ernte an den Lehnsherren abgeben mussten, so nicht darum, weil der Lehnsherr diese Produkte als Waren verkaufte, sondern weil er, seine Familie, seine Beamten, Soldaten usw. diese unmittelbar selbst konsumierten. Der Kapitalismus dagegen wird nach Marx dadurch charakterisiert, dass in ihm alle Arbeitsprodukte zu Waren werden, also über einen Markt getauscht werden. In einer Gesellschaft, in der praktisch alle Produkte als Waren getauscht werden, brauche man einen allgemein gültigen Maßstab für den Tausch. Soweit die Waren Arbeitsprodukte sind, sei der Maßstab die in ihnen vergegenständlichte Arbeit. Vereinfacht ausgedrückt: Wird zur Produktion der Ware X doppelt so viel gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit aufgewandt wie zur Produktion der Ware Y, so tauschen sich die Waren X und Y im Verhältnis 1:2. Ein Stück der Ware X ist genau so viel wert wie zwei Stück der Ware Y. Dieses Austauschverhältnis bestimme den so genannten „Wert“ der Ware, der sich in einem bestimmten Geldwert ausdrückt. Der Wert sei also ein Verhältnis zwischen (mindestens) zwei Waren, genauer gesagt ein Verhältnis zwischen den zur Herstellung der verschiedenen Waren aufgewandten Arbeit. Der Wert drücke deshalb ein gesellschaftliches Verhältnis aus. Dieser gesellschaftliche Charakter des Wertes werde allerdings verdeckt durch den Schein, als hätten die Produkte „von Natur aus“ und über alle historischen Produktionsverhältnisse hinweg die Eigenschaft, „Ware“ zu sein bzw. „Wert“ zu besitzen: "



Somit beschreibt er eigentlich die Marktwirtschaft.
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon Fliege » Do 16. Jan 2020, 22:14

Das Buch von Winterhoff habe ich mir heute angeschaut und entschieden, es mir zuzulegen, sobald der Preis auf unter fünf Euro fällt. Bis es soweit ist, dürfte die von ihm behandelte Thematik nicht verschwunden sein.

Zum Autor: "Michael Winterhoff, geboren 1955, ist Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut. Er studierte von 1977 bis 1983 Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1988 ist er als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bonn niedergelassen. Als Sozialpsychiater ist der anerkannte Facharzt auch im Bereich der Jugendhilfe tätig. Er befasst sich vorrangig mit psychischen Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter aus tiefenpsychologischer Sicht."

Sein Buch kann als informierte Kritik an der gängigen Familien-, Schul- und Bildungspolitik in Deutschland aufgefasst werden.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Jan 2020, 09:59

BlueMonday hat geschrieben:(14 Jan 2020, 18:02)

Da gibt es im Deutschen ein schönes Wort: Freizeit. Bei mir war es damals jedenfalls so, selbst im planwirtschaftlichen realsten Sozialismus, dass man als kleiner Knirps vormittags für 3-4 Stunden in die allgemeinbildende und polytechnische Schule gegangen ist und der Rest des Tages hat dann weitestgehend einem selbst gehört.

Ja, wie sähe die Gesellschaft der totalen Freizeit aus, ohne existenzielle Problemstellungen, völlig zwecklos und "allgemeingebildet", wie ein Blatt im Wind das erste Drittel des Lebens als "junger Mensch" erlebt.
Da gibt es einen dt. Film, den ich besonders mag. Protagonist ein junger Mann, der immer noch sucht, nachdenkt, nachfühlt, sich treiben lässt. Der nirgendwo angekommen ist. Der allerlei begonnen aber nichts beendet hat. Dann kommt der unvermeidliche Tag, an dem er sich mit seinem Vater, seinem Geldgeber trifft. Denn das Konto spuckt nichts mehr aus:

https://youtu.be/SahpNqdJiSg?t=2580 (hab leider keine bessere Quelle gefunden)

Ich meine, erfüllt wirkt auch dieses Blatt im Wind nicht. Sich dem Notwendigen zu stellen, kann das dumm sein? Und wie gesagt, der Tag hat 24 Stunden, und die werden nicht alle aus purer Notwendigkeit vergehen.

Mit dem realsozialistischen Alltag hat das Problem wenig zu tun. Und mit "Freizeit" schon gar nicht. Eher mit der Verteidigung des Wertes klassisch humanistischer Bildung versus wirtschaftsliberalem Pragmatismus. Im Hochschulbereich wird das ganze schon seit langem im Zusammenhang mit dem Bologna-Prozess diskutiert. Wenn wir auf Teufel komm raus auf "Wachstum und Wohlstand" ohne wenn und aber aus sind, stehen wir in direkter Konkurrenz mit Ostasien. Wir haben im Grunde genommen die eigentlich absurde Situation, dass gerade der strikt marktwirtschaftlich ausgerichtete Wirtschaftsliberalismus notwendigerweise eine Konvergenz hin zum Kommunismus des 21. Jahrhunderts (chinesischer Prägung) aufweist. Ob man das nun wahrhaben will oder nicht. Dort sitzen die fleißigen braven Schüler.

Der planwirtschaftliche Realsozialismus ist Vergangenheit. Löse dich doch mal davon. Die Welt hat sich etlichemale weitergedreht und wir stehen vor ganz anderen Herausforderungen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: "Deutschland verdummt"

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Jan 2020, 10:08

Fliege hat geschrieben:(16 Jan 2020, 22:14)

Das Buch von Winterhoff habe ich mir heute angeschaut und entschieden, es mir zuzulegen, sobald der Preis auf unter fünf Euro fällt. Bis es soweit ist, dürfte die von ihm behandelte Thematik nicht verschwunden sein.

Zum Autor: "Michael Winterhoff, geboren 1955, ist Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut. Er studierte von 1977 bis 1983 Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1988 ist er als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bonn niedergelassen. Als Sozialpsychiater ist der anerkannte Facharzt auch im Bereich der Jugendhilfe tätig. Er befasst sich vorrangig mit psychischen Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter aus tiefenpsychologischer Sicht."


Diese formalen Qualifikationen sollten einen nicht darüberhinwegtäuschen, dass bereits der Titel seines Buches - "Deutschland verdummt" - in seiner Undifferenziertheit und auf Effekt bedachten Plattheit ausreichend Beleg für die Verdummung des Autors selbst und seiner Lerserschaft ist.
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