Kunst als Büttel des regierungsamtlichen Zeitgeistes?

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Fliege
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Kunst als Büttel des regierungsamtlichen Zeitgeistes?

Beitragvon Fliege » Sa 11. Mai 2019, 20:53

Zur diesjährigen Biennale in Venedig zieht Deutschland in seinem Pavillon eine Mauer hoch, die die Erste Welt von der Dritten Welt trennen soll. Und die Aussage wird weiter zugespitzt: "Die Künstlerin Natascha Süder Happelmann erklärt den deutschen Biennale-Pavillon in Venedig zum Abschiebegefängnis" (Deutsche Welle online, Eine Mauer teilt deutschen Biennale-Pavillon, 9. Mai 2019).

Ob diese Positionierung zur deutsch-europäischen Migrationspolitik als "hilfreich" empfunden werden wird? Wir wissen es noch nicht, denn die "Reaktionen aus der Politik lassen auf sich warten" (ebenda).

Doch mir stellt sich die Frage: Wieso geben sich Künstler dafür her, den Büttel des regierungsamtlichen Zeitgeistes zu geben?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Misterfritz
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Re: Kunst als Büttel des regierungsamtlichen Zeitgeistes?

Beitragvon Misterfritz » Sa 11. Mai 2019, 22:39

Fliege hat geschrieben:(11 May 2019, 20:53)

Zur diesjährigen Biennale in Venedig zieht Deutschland in seinem Pavillon eine Mauer hoch, die die Erste Welt von der Dritten Welt trennen soll. Und die Aussage wird weiter zugespitzt: "Die Künstlerin Natascha Süder Happelmann erklärt den deutschen Biennale-Pavillon in Venedig zum Abschiebegefängnis" (Deutsche Welle online, Eine Mauer teilt deutschen Biennale-Pavillon, 9. Mai 2019).

Ob diese Positionierung zur deutsch-europäischen Migrationspolitik als "hilfreich" empfunden werden wird? Wir wissen es noch nicht, denn die "Reaktionen aus der Politik lassen auf sich warten" (ebenda).

Doch mir stellt sich die Frage: Wieso geben sich Künstler dafür her, den Büttel des regierungsamtlichen Zeitgeistes zu geben?
Da die Biennale von rund 95% der Bevölkerung eh' nicht wahrgenommen wird, sin auch die Intentionen der Künstler relativ unwichtig.

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