Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

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Adam Smith
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Adam Smith » Mi 17. Apr 2019, 08:56

z4ubi hat geschrieben:(16 Apr 2019, 21:07)
Fährt der Staat seine Schulden hoch (Beispiel USA, Japan) führt das zu niedrigeren Zinsen. Für Unternehmen und private Haushalte sind Bedingungen besser geworden, an Geld zu kommen.


Die Staatsverschuldung von Japan beträgt etwa 13 Billionen US-Dollar. Müsste der Staat darauf 5% Zinsen pro Jahr zahlen wären das 650 Millionen US-Dollar an Zinsen. Sämtliche Steuereinnahmen des Staatshaushaltes würden in die Zinsausgaben fließen.

https://www.boerse.de/boersenwissen/staatsverschuldung/
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Orbiter1
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Orbiter1 » Mi 17. Apr 2019, 09:00

Adam Smith hat geschrieben:(17 Apr 2019, 08:56)

Die Staatsverschuldung von Japan beträgt etwa 13 Billionen US-Dollar. Müssten der Staat darauf 5% Zinsen pro Jahr zahlen wären das 650 Millionen US-Dollar an Zinsen. Sämtliche Steuereinnahmen des Staatshaushaltes würden in die Zinsausgaben fließen.
Das bestätigt ja die Aussage von z4ubi. Wäre denn eine Welt mit de facto Nullzins so schlimm?
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Adam Smith
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Adam Smith » Mi 17. Apr 2019, 09:06

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Apr 2019, 09:00)

Das bestätigt ja die Aussage von z4ubi. Wäre denn eine Welt mit de facto Nullzins so schlimm?


Hohe Zinsen verhindern z.B. hohe Schulden. Es müsste hier also zu gesetzlichen Massnahmen kommen. In Deutschland gibt es die ja in Bezug auf den Staat.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Skull » Mi 17. Apr 2019, 09:28

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Apr 2019, 09:00)

Wäre denn eine Welt mit de facto Nullzins so schlimm?

Ja. :)

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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon z4ubi » Mi 17. Apr 2019, 13:52

Adam Smith hat geschrieben:(17 Apr 2019, 08:56)

Die Staatsverschuldung von Japan beträgt etwa 13 Billionen US-Dollar. Müsste der Staat darauf 5% Zinsen pro Jahr zahlen wären das 650 Millionen US-Dollar an Zinsen. Sämtliche Steuereinnahmen des Staatshaushaltes würden in die Zinsausgaben fließen.

https://www.boerse.de/boersenwissen/staatsverschuldung/


Und was würde die japanische Zentralbank mit den Zinnsgewinnen machen ? Brav an das japanische Finanzministerium überweisen.

franktoast hat geschrieben:(17 Apr 2019, 08:41)

Es suggeriert ein free lunch.

Nein, Verschuldung suggeriert da gar nichts.
Wenn ich einen Kredit für den Hausbau aufnehme, suggeriere ich auch keinen free-lunch.

John Galt hat geschrieben:(17 Apr 2019, 08:38)

Das liegt an der Zentralbank die das Geldangebot steuert.

Würde die nichts machen, würde die Nachfrage des Staates den Preis (Zins) erhöhen.


Aber das wollen die MMTler doch. Staatsverschuldung mit frischem Zentralbankgeld.
Niemand wird vom Staat verdrängt, sondern dem privaten Sektor fließt mehr Geld zu bzw. dem Bankensystem mehr Zentralbankguthaben zu.
Zuletzt geändert von z4ubi am Mi 17. Apr 2019, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 17. Apr 2019, 13:57

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Apr 2019, 09:00)

Das bestätigt ja die Aussage von z4ubi.


Nö ... es gibt einen Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon BlueMonday » Mi 17. Apr 2019, 14:04

franktoast hat geschrieben:(16 Apr 2019, 15:23)

Anstatt die Symptome bekämpfen zu wollen, sollten man sich mal fragen, warum Japan eine so niedrige Inflation und niedriges Wachstum hat. Würde an der MMT etwas dran sein, müsste Japans Wirtschaft nicht längst florieren?

Ich finde, man kommt weiter, wenn man ehrlich ist. Und wenn der Staat Ressourcen nutzen will oder umverteilen, dann soll er diese auch über Steuern eintreiben. Und nicht so hinten rum.


Der Staat funktioniert ja im Wesentlichen durch die Erzeugung von Illusionen. Er selbst ist die Illusion schlechthin.
Die MMT ist da auch Etatismus pur. Man aggregiert und verdeckt:"Privater Sektor" vs. "Staatlicher Sektor" => Die Privaten können nur sparen, wenn der Staat sich verschuldet => der Staat ist unabdingbar als Schuldner => "je mehr je vieler" (L. de Funès). Dass der private Sektor in unzählige Akteure zerfällt, wo der eine dem anderen schuldet, das sieht man durch diese grobe Aggregatsbildung freilich nicht. Man hat das eigentliche Geschehen verdeckt.

Der Staat ist im Wesentlichen ein absurder gewaltgestützter Umverteilungsmechanismus. Je undurchschauberer desto besser, also wenn der Einzelne kaum noch feststellen kann, ob er nun Gewinner oder Verlierer des ganzen Spiels ist.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 17. Apr 2019, 14:42

z4ubi hat geschrieben:(16 Apr 2019, 21:07)
Fährt der Staat seine Schulden hoch (Beispiel USA, Japan) führt das zu niedrigeren Zinsen. Für Unternehmen und private Haushalte sind Bedingungen besser geworden, an Geld zu kommen.


So gut dass diese Politik 2008 direkt in die Subprime-Krise führte. Da war Geld so billig dass sich jeder Niedriglöhner ein Haus kaufen konnte. Daran sieht man dass es nicht reicht einfach viel Geld auf den Markt zu werfen. Die Folgen sind früher oder später immer katastrophal.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 17. Apr 2019, 14:43

BlueMonday hat geschrieben:(17 Apr 2019, 14:04)

Der Staat funktioniert ja im Wesentlichen durch die Erzeugung von Illusionen. Er selbst ist die Illusion schlechthin.
Die MMT ist da auch Etatismus pur. Man aggregiert und verdeckt:"Privater Sektor" vs. "Staatlicher Sektor" => Die Privaten können nur sparen, wenn der Staat sich verschuldet => der Staat ist unabdingbar als Schuldner => "je mehr je vieler" (L. de Funès). Dass der private Sektor in unzählige Akteure zerfällt, wo der eine dem anderen schuldet, das sieht man durch diese grobe Aggregatsbildung freilich nicht. Man hat das eigentliche Geschehen verdeckt.

Der Staat ist im Wesentlichen ein absurder gewaltgestützter Umverteilungsmechanismus. Je undurchschauberer desto besser, also wenn der Einzelne kaum noch feststellen kann, ob er nun Gewinner oder Verlierer des ganzen Spiels ist.
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Und ohne Staat?
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 17. Apr 2019, 14:47

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Apr 2019, 09:00)

Das bestätigt ja die Aussage von z4ubi. Wäre denn eine Welt mit de facto Nullzins so schlimm?

Natürlich. Erdogan hat so freilich einen langen Aufschwung finanziert. Aber jetzt kommt die Rechnung mit 20% Zinsen für die vielen verschuldeten Haushalte. Denn das viele Geld steht in keinem Verhältnis mehr zur realen Wirtschaftsleistung. Also wird es entwertet.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon z4ubi » Mi 17. Apr 2019, 17:35

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Apr 2019, 14:42)

So gut dass diese Politik 2008 direkt in die Subprime-Krise führte. Da war Geld so billig dass sich jeder Niedriglöhner ein Haus kaufen konnte. Daran sieht man dass es nicht reicht einfach viel Geld auf den Markt zu werfen. Die Folgen sind früher oder später immer katastrophal.


Bessere Bedingungen heißt noch lange nicht, dass es Hauskredite zum Nulltarif gibt. Und wenn doch, dann vielleicht doch auf Vollgeld umstellen?
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 17. Apr 2019, 17:55

z4ubi hat geschrieben:(17 Apr 2019, 17:35)

Bessere Bedingungen heißt noch lange nicht, dass es Hauskredite zum Nulltarif gibt. Und wenn doch, dann vielleicht doch auf Vollgeld umstellen?


Vollgeld vielleicht nicht. Aber eine massive Einschränkung des Geldschöpfungsprivilegs der Banken wäre gut. Das würde die Exzesse an den Börsen ziemlich einschränken.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon franktoast » Mi 17. Apr 2019, 18:06

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Apr 2019, 14:43)

Und ohne Staat?

Auch ohne Staat regiert die Mehrheit, wird Regeln aufstellen und die Misachtung bestrafen. Die Frage ist nur wie. Die Idee ist, wenn der Staat heute eine Dienstleistung liefert, die sinnvoll ist, dann wird es auch private Organisationen (egal ob gewinnorientiert oder nicht) geben, die diese bereitstellen. Teilweise geht das ja auch schon. Ein deine Wohnung ausgeraubt wird, bleibt dir nur die private Versicherung. Wenn dein Haus abbrennt auch. Und nein, gewinnorientierte Sicherheitsunternehmen führen keinen Krieg, denn Krieg ist teuer und die Klientel (du und ich) unterstützen keine Kriege. Und zu glauben, ein Bezos oder Gates würden eine private Armee aufstellen, um die Menschheit zu versklaven, weil sie eben Geld haben und es können, ist mehr als babyhaft...
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon franktoast » Mi 17. Apr 2019, 18:09

z4ubi hat geschrieben:(17 Apr 2019, 13:52)
Nein, Verschuldung suggeriert da gar nichts.
Wenn ich einen Kredit für den Hausbau aufnehme, suggeriere ich auch keinen free-lunch.

Du bezahlst es ja zurück. Die Idee der MMT ist ja, dass der Staat es nie zurück bezahlt und am besten auch keine Zinsen auf den Kredit anfallen.
Hey, der Staat braucht 50Mrd., um die Renten zu erhöhen.
Option A: Der Mineralölsteuer steigt um 1€ pro Liter
Option B: Der Staat nimmt 50Mrd. an Schulden auf, darauf fallen keine Zinsen an, muss nie zurück bezahlt werden.
Option C: Es gibt keine Rentenerhöhung

Welche Option wird beim Wähler besser ankommen?
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon z4ubi » Mi 17. Apr 2019, 19:06

franktoast hat geschrieben:(17 Apr 2019, 18:09)

Du bezahlst es ja zurück. Die Idee der MMT ist ja, dass der Staat es nie zurück bezahlt und am besten auch keine Zinsen auf den Kredit anfallen.
Hey, der Staat braucht 50Mrd., um die Renten zu erhöhen.
Option A: Der Mineralölsteuer steigt um 1€ pro Liter
Option B: Der Staat nimmt 50Mrd. an Schulden auf, darauf fallen keine Zinsen an, muss nie zurück bezahlt werden.
Option C: Es gibt keine Rentenerhöhung

Welche Option wird beim Wähler besser ankommen?


Auch in der MMT kann der Staat seine Schulden zurückzahlen. Du ahnst es sicher schon. Durch neue Schulden, Steuern oder beides (lagebedingt).
Ob A oder B die bessere Option ist, hängt auch hier von der gegebenen Lage ab.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Skull » Do 18. Apr 2019, 12:14

Guten Tag,

einige Beiträge und deren Antworten als themenfremden Spam...entsorgt.
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Orbiter1 » Do 19. Dez 2019, 09:35

Für alle Anhänger einer steigenden deutschen Staatsverschuldung gibt es gute Nachrichten.

"Die Schulden des deutschen Staates sind in den ersten drei Quartalen 2019 gestiegen. Er stand Ende September mit insgesamt 1930,4 Milliarden Euro in der Kreide. Das waren 0,7 Prozent oder 13,7 Milliarden Euro mehr als Ende 2018, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Grund dafür ist der Anstieg bei den Ländern. Bund, Gemeinden und Sozialversicherung bauten ihre Verbindlichkeiten hingegen ab. ...

Die Länder waren mit 587,8 Milliarden Euro verschuldet, was einem Anstieg um 3,0 Prozent oder 17,2 Milliarden Euro entspricht. "Die Entwicklung verlief in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich", so die Statistiker. In Bremen stiegen die Schulden um 42,8 Prozent, was vor allem durch die Bereitstellung von Barsicherheiten für Derivate zustande kam. Sachsen-Anhalt (+8,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+4,4) verzeichneten ebenfalls deutliche Anstiege, was auf neue Wertpapierschulden zurückgeht. Sachsen (-15,6 Prozent), Bayern (-8,0) und Hamburg (-3,5) konnten ihre Verbindlichkeiten hingegen merklich abbauen.

Auch der Bund reduzierte seine Schulden, und zwar um rund eine halbe Milliarde auf 1212,7 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2018 um 2,2 Prozent auf 129,8 Milliarden Euro. Bei der Sozialversicherung gab es einen Rückgang um 3,0 Prozent auf rund 124 Millionen Euro." Quelle: https://www.onvista.de/news/schulden-de ... -309155069

Na hoffentlich lässt die Kritik an Deutschland die Schulden nicht weiter zu erhöhen etwas nach. Denn eigentlich gibt es genug Schulden (Staat+Unternehmen+Privatpersonen) auf der Welt. Sie explodieren geradezu und haben sich seit dem Jahr 2000 weltweit auf über 250.000 Mrd $ verdreifacht. https://www.boerse-am-sonntag.de/aktien ... iveau.html
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon firlefanz11 » Do 19. Dez 2019, 12:02

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Apr 2019, 12:14)
..., oder wird es in USA, Japan (die bereits mit über 235% des BIP verschuldet sind) und auch China irgendwann doch noch ein Böses Erwachen geben?

Jep, und es wird vermutlich auch nimmer allzulange dauern... Und Europa wird davon trotz "Spardiktat" nicht ausgenommen sein.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Aldemarin » Fr 20. Dez 2019, 13:34

Wenn das Geld nicht an Gold gekoppelt ist, dann macht man der Staat eine Inflation und ist im Nu seine Schulden los!
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Re: Exzessive Staatsverschuldung ist kein Problem

Beitragvon Realist2014 » Fr 20. Dez 2019, 15:16

Aldemarin hat geschrieben:(20 Dec 2019, 13:34)

Wenn das Geld nicht an Gold gekoppelt ist, dann macht man der Staat eine Inflation und ist im Nu seine Schulden los!


Erklär das mal, wie "der Staat " genau "eine Inflation" macht...

Wer müsste denn da in D was genau "machen"?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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