Elektromotoren im Automotive Bereich

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Alster
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Elektromotoren im Automotive Bereich

Beitragvon Alster » Di 5. Mär 2019, 12:21

In einem früheren Thread schrieb ein User:
"Weder werden bei modernen Elektromotoren Trafobleche verwendet, noch werden diese gestanzt"

Die Frage ob derartige Bleche heute gestanzt, lasergeschnitten oder sonstwas sind, können wir hier wohl außen vor lassen.

Wenn man allerdings diesem
https://www.youtube.com/watch?v=RB-TeOTxqkY
youtube Beitrag glauben darf ist der Rotor des Tesla Motors sehr wohl mit einem Blechpaket gefüllt.

Was stimmt denn jetzt nun? Und wenn ohne Trafobleche, wie sieht ein Motor denn ohne ferromagnetisches Füllmaterial aus?
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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H2O
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Re: Elektromotoren im Automotive Bereich

Beitragvon H2O » Di 5. Mär 2019, 22:28

Alster hat geschrieben:(05 Mar 2019, 12:21)

In einem früheren Thread schrieb ein User:
"Weder werden bei modernen Elektromotoren Trafobleche verwendet, noch werden diese gestanzt"

Die Frage ob derartige Bleche heute gestanzt, lasergeschnitten oder sonstwas sind, können wir hier wohl außen vor lassen.

Wenn man allerdings diesem
https://www.youtube.com/watch?v=RB-TeOTxqkY
youtube Beitrag glauben darf ist der Rotor des Tesla Motors sehr wohl mit einem Blechpaket gefüllt.

Was stimmt denn jetzt nun? Und wenn ohne Trafobleche, wie sieht ein Motor denn ohne ferromagnetisches Füllmaterial aus?


Das ist selbstverständlich ferromagnetisches Material. Wie anders soll denn sonst das Drehfeld magnetisch mit hoher Flußdichte durch den Rotor geführt werden? Der "Induktionsmotor" ist auch nichts weiter als unser guter alter Asynchronmotor. Nur daß der aus unserem 50 Hz-Drehstromnetz gespeist wird. Im Elektroauto wird aber die Drehstromfrequenz gesteuert, um den Motor über weite Drehzahlbereiche zuverlässig an zu treiben. Bestimmt werden an die ferromagnetischen Eigenschaften von Stator und Rotor höhere Ansprüche gestellt als im alten Asynchronmotor, damit die Ummagnetisierungsverluste klein bleiben. Die erhöhen sich mit der Frequenz, in der die Ummagnetisierungen stattfinden. Die Bleche sollen Verluste durch induzierte Wirbelströme im ferromagnetischen Material verhindern. Dafür werden sie dünn gehalten und sie sind gegeneinander elektrisch isoliert. Der Strom soll bitte in den elektrischen Leitern des "Käfigs" induziert werden und dort möglichst verlustarm fließen.

Ich vermute, daß die verstörende Aussage "keine Trafobleche" auf die Verwendung von Ferriten abzielte, die von Natur aus elektrisch nicht leitfähig sind. Aber ob TESLA nun Ferrit im Rotor und oder Stator einsetzt... das weiß ich auch nicht. Der youtube-Filmer aber zeigt Blechstapel im Rotor, nur um Sie zu verunsichern. :)
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Re: Elektromotoren im Automotive Bereich

Beitragvon Benutzername » Di 5. Mär 2019, 22:39

Alster hat geschrieben:(05 Mar 2019, 12:21)

In einem früheren Thread schrieb ein User:
"Weder werden bei modernen Elektromotoren Trafobleche verwendet, noch werden diese gestanzt"

Die Frage ob derartige Bleche heute gestanzt, lasergeschnitten oder sonstwas sind, können wir hier wohl außen vor lassen.

Wenn man allerdings diesem
https://www.youtube.com/watch?v=RB-TeOTxqkY
youtube Beitrag glauben darf ist der Rotor des Tesla Motors sehr wohl mit einem Blechpaket gefüllt.

Was stimmt denn jetzt nun? Und wenn ohne Trafobleche, wie sieht ein Motor denn ohne ferromagnetisches Füllmaterial aus?


Mal eine Frage. Kann man mit einem Elektroauto mit Vollspeed rückwärts fahren?
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H2O
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Re: Elektromotoren im Automotive Bereich

Beitragvon H2O » Di 5. Mär 2019, 22:48

Benutzername hat geschrieben:(05 Mar 2019, 22:39)

Mal eine Frage. Kann man mit einem Elektroauto mit Vollspeed rückwärts fahren?


Ganz bestimmt, wenn da keine Programmsperre für die Drehstromfrequenz bei Rückwärtsfahrt eingebaut ist. Dem Drehstrom ist es Wurst, ob er vorwärts oder rückwärts drehen soll, und dem Rotor sicher auch.

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