Gutmensch & Co

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jellobiafra
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon jellobiafra » So 17. Mär 2019, 07:52

wir brauchen mehr Mutmenschen und weniger Wut- oder Gutmenschen.
Uffhausen
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Uffhausen » So 17. Mär 2019, 10:13

think twice hat geschrieben:(17 Mar 2019, 06:45)

Was macht der Wutmensch eigentlich, um an die Ursachen zu gehen, ausser Hand in Hand mit Nazis durch die Strassen zu ziehen und Hassparolen zu brüllen?
Da ist jede eingerichtete Suppenküche der Gutmenschen effektiver.

Eine Suppenküche bekämpft lediglich bspw. Hunger aus Geldmangel; also die aus Ursachen resultierenden Konsequenzen. "Leider notwendig" würde ich das bezeichnen, aber keinesfalls "effektiv" - schließlich lebt und nährt sich der Gutmensch von der Not und dem Leid anderer, ganz genauso wie der Wutmensch, der sich bspw. aufgrund Flüchtlingskriminalität in seiner Fremdenfeindlichkeit bestätigt sieht.

Effektiv ist allein, die Ursachen zu bekämpfen (so dass es erst gar nicht zu etwaigen Konsequenzen wie bspw. Hunger oder Kriminalität kommt!) = so wie es jellobiafra oben fordert, wie brauchen mehr Mutmenschen und weniger Gut- und Wutmenschen.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Kleinlok
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » So 17. Mär 2019, 11:05

Uffhausen hat geschrieben:(16 Mar 2019, 21:21)

Dasselbe gilt auch für die Wutmenschen.

Sie gehen (oder gingen) zu Tausenden auf die Straße, um gegen den "Untergang des christlichen Abendlandes" zu demonstrieren - sprich: gegen Flüchtlinge/Ausländer und Fremdkulturen und auf Geheiß von zweifellos rechtsgerichteten Organisationen und Parteien (Pegida, AfD) - aber "Nazis" wollen sie keine sein, im Gegenteil. Das mag auch so stimmen; ich kenne persönlich einige dieser "Ich bin kein Nazi, aber..."-Wutmenschen und denen geht es wirklich um ganz andere Dinge. Soziale Ungerechtigkeit, marode Straßen und Brücken, sanierungsbedürftige Schulen und Kindergärten, Rentenunsicherheit, steigende Mieten usw. - alles, wafür vor den Flüchtlingen laut Politik kein Geld vorhanden war; was tatsächlich aber erstunken und erlogen war, schließlich waren (und sind immernoch!) zig Millionen an Steuergeldern für die Flüchtlinge vorhanden. Dass sich demzufolge aus Gutmenschen Wutmenschen entwickeln, ist - jedenfalls mir - nur allzu verständlich und nachvollziehbar. Ich fühle mich in dem Punkt auch verarscht.

Wutbürger und Gutmenschen sehe ich als 2 Seiten von ein und derselben Medaille:

Gerade in Deutschland wird der normale Bürger zu einem angepassten, stillen und pflegeleichten Vergalten dressiert.Dazu reichen in aller Regel simple Methoden subtiler Gewalt um einen Großteil der deutschen Bevölkerung zu solch lammfrommen Schafen abzurichten, die sich inzwischen eigentlich jeden Beschiss gefallen lassen . Schäfchen, die vielleicht ein bisschen am Stammtisch oder den sozialen Netzwerken brummeln oder wenn ihre Unzufriedenheit über die Schmerzgrenze geht sich untereinander gegenseitig anpinkeln. Diese Spezie geht nicht gegen die Verursacher der Probleme vor, unter denen sie leidet, im gegenteil: Auch oder gerade wenn die deutschen Gartenzwerg einen besonders saftigen Tritt in ihre Popos bekommen, dann bücken sich viele von denen reflexartig und küssen die Ärsche derjenigen, die sie gerade haben treten lassen. Ein Volk von Sado-Masochisten - nur wenn der Deutsche verascht wird stimmt sein Weltbild.

Eine dilettantische langweilige Nudel wie die Merkel- wie konnte die nur Kanzlerin werden und dann bis heute 13 Jahre bleiben?

Eine Frau, deren Scheiß-Politik inzwischen viele Deutsche ärmer gemacht oder um eine gute Arbeit gebracht hat. Eine Frau, die noch nie so wirklich gehalten hat, was sie versprach, seit 13 Jahren in ständigem Zick-Zack eiert und nur eine rote Linie in der von ihr vermurksten Politik erkennen lässt: Die Reichen reicher und reicher mache - scheißegal wie viele Menschen unter ihrer asozialen Scheißpolitik leiden müssen.

Das lässt sich der gemeine Deutsche gefallen - seit Jahrzehnten. Die Generationen über 50 kennen es nicht anders.

Uffhausen hat geschrieben:Aber ICH würde deswegen niemals auf eine fremdenfeinliche Pediga- oder AfD-Demo gehen - weil ich nicht fremdenfeindlich eingestellt bin (jedoch relativ kritisch, aber deswegen nicht grundweg ablehnend) und nicht als "Nazi" abgestempelt werden will. So, das wollen viele (vielleicht sogar die meisten) der Pegida-Mitläufer und AfD-Wähler definitiv auch nicht - aber WARUM demonstrier(t)en sie dann dennoch gegen Flüchtlinge & Co.? Ich habe die mir bekannten Betroffenen dazu befragt, deren erste Antworten waren verzeifeltes Rumgedruckse oder peinliches Schweigen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es keine entsprechend passenderen Angebote gibt - oder hat jemand schon mal was Straßen-Sanierungs-Demos gehört? Oder von Pro-Brandschutz-Demos bzgl. Schulen und Kindergärten? Gehen die Leute zu Tausenden auf die Straße für ihre zukünftige Rente oder gegen Mietpreiserhöhungen - und wenn ja, sind diese Demos dann auch nur im entferntesten mit den Anti-Flüchtlings- und Anti-Islam-Demos von Pegida & AfD zu vergleichen? Nein? AHA!


Die Deutschen haben nie gelernt sich zu überlegen, was sie wirklich wollen und wofür sie arbeiten und leben wollen.
Mit so einem unreifen Volk ist Demokratie de facto unmöglich.

Das soll aber so sein, denn mit entmündigten, angepassten Doofies können dumme Reiche Mordsgeschäfte machen, können denen die Mieten erhöhen, Betrugsdiesel verramschen (die dann einfach nicht nachgebessert werden), mit Niedrigzinsen die Spargutaben der Kleinbürger entwerten, selbige um die Rente bringen und und und....

Dumme, die artig arbeiten, artig steuern zahlen und brav jeden Scheiß kaufen sind der Traum für die vielen Ganoven, die sich an diesen Dummen dumm und dämlich verdienen wollen und das problemlos in Deutschland können.

Man kann also getrost davon ausgehen, im Grunde sicher behaupten, dass den Menschen - ganz gleich, ob sie nun gutmenschlicher oder wutmenschlicher Natur sind - die eigentlichen bis alltäglichen Probleme herzlich wurscht sind. Vielleicht liegt es auch darin begründet, dass sie im Fall des Falles niemanden hinter sich wüßten; also jemanden oder etwas, hinter dem sie sich verstecken können; jemand oder etwas, der oder das ihnen die Verantwortung für ihr Handeln abnimmt - siehe Gewerkschafter-Demos: Würden die Arbeiter auch ohne Gewerkschaften für bspw. Lohnerhöhungen die Arbeit niederlegen? Bestimmt nicht. Sie benötigen dafür das Go der Gewerkschaften. Weil ohne Verdi & Co hätten sie Schiss bis dorthinaus. Also gehen die Wutmenschen lieben gegen Flüchtlinge & Co demonstrieren, selbst wenn ihre Sorgen, Unzufriedenheiten und Ängste sich tatsächlich gegen was ganz anderes richten - Hauptsache ist doch, man muss hinterher nicht den eigenen Kopf hinhalten, weil man bequem die Verantwortung bei Pegida und AfD abladen kann.

Wutmenschen sind AUCH doof - und noch dazu FEIGE!


Diese Art von Wutbürgern und die benannten Gutmenschen sind sicher doof und feige. Sie sind dazu aber aus den oben von mir benannten Gründen auch erzogen worden - in dieser falschen Erziehung liegt das Problem.

Was hat der Demonstrationswillen der Wutmenschen in den letzten Jahren gebracht? Nichts! Die Politik ist gelähmter als je zuvor, weil sie sie sich nunmehr auch noch einem für die offensichtlichem, aber wohleher vermeintlichem gesellschaftlichem Rechtsruck auseinandersetzen muss, anstatt sich den wirklich dringenden Problemen zu widmen. Der AfD passt das freilich bestens in den Kram - sie kann deswegen ohne große Eigenanstrengung - bspw. in Form von logischer (wählbarer) Gegenpolitik - auf die Unfähigkeit der regierenden Politik verweisen.


Die Äußerung von Unzufriedenheit ist kein Fehler, zumindest dann nicht, wenn sie an die richtigen Adressen gerichtet wird. Aber das läuft ja nicht so in Deutschland, hier gilt das Radfahrprinzip: Vorne duckt man sich, nach unten tritt man.

Dieses Prinzip kann die typisch deutsche Fremdenfeindlichkeit erklären, wer sich selber seit Jahrzehnten wie Scheiße behandelt fühlt (sich dann nicht mal traut das offen zu sagen), behandelt dann Schwächere so, wie er sich behandelt fühlt.

Damit magst du bestimmt nicht ganz unrecht haben - aber du machst den Fehler und schimpfst nur, anstatt etwas dagegen zu unternehmen. Worte haben wir genug, Taten sind vonnöten. Und nein, ich meine damit bestimmt nicht - wie von dir erhofft - das Werfen von Ziegelsteinen! Ansonsten sieht die Politik fälschlicherweise wieder das Problem woanders - nämlich in der Gewaltbereitschaft der Bürger - und eben nicht in den tatsächlichen Beweggründen, die erst dazu führten, die den Ziegelstein-Werfern aber aus Gründen von Dumm- und Feigheit egal geworden sind.


Von Taten kann man immer leicht reden.
Welche Taten meinst du denn?
Und machst du da schon was in der Richtung?

Woher willst du wissen, dass ich nichts mache?
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » So 17. Mär 2019, 11:33

think twice hat geschrieben:(17 Mar 2019, 06:45)

Was macht der Wutmensch eigentlich, um an die Ursachen zu gehen, ausser Hand in Hand mit Nazis durch die Strassen zu ziehen und Hassparolen zu brüllen?
Da ist jede eingerichtete Suppenküche der Gutmenschen effektiver.

Das unterstreiche ich nicht.

Das Problem der artigen Gutmenschen ist schlichtweg das, dass deren Gutmütigkeit von den korrupten Teilen der Gesellschaft schamlos ausgenutzt wird. Unzählige Hilfsorganisationen versuchen an das Geld unzähliger Kleinbürger zu kommen und selbst, wenn ein solider Anteil des dann gespendeten Geldes den behaupteten gemeinnützigen Zwecken zugute kommen würde, dann räumen die lieben braven Kleinbürger mit ihren Spenden nur einem Dreck hinterher, den Politik und Wirtschaft vielfach in der Welt angerichtet haben und immer noch anrichten.

Im klassischen Sinn ist das eine an den Sisyphus-Mythos angelehnte absurde Sisyphos-Arbeit.

Sprichwörtlich ist die Sisyphos ereilende Strafe geworden. (...) wo er zur Strafe einen Felsblock auf ewig einen Berg hinaufwälzen muss, der, fast am Gipfel, jedes Mal wieder ins Tal rollt. Dieses Motiv ist schon in der Antike prägend für die Sisyphosrezeption gewesen, heute ist Sisyphusarbeit bzw. Sisyphusaufgabe ein geflügeltes Wort für eine ertraglose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende.[1]


https://de.wikipedia.org/wiki/Sisyphos

ich habe den hier wichtigen Aspekt gefettet, denn dieser markiert das Problem der vielen verzagten Gutmesnchlichkeit:

Wer sich nicht an die Ursachen der Probleme macht, die er lösen will, wird diese Probleme nicht lösen. Er rennt immer nur der Linderung der Probleme hinterher ohne reelle Chance darauf, dass diese sich von alleine erledigen Würden. Gutmenschen sind somit teil des Problems, gegen das sie angehen wollen. Das ist oftmals bei der Flüchtlingshilfe so, dass ist bei den Tafeln und den Suppenküchen so,

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.
Wie sollte das auch-wo so oft wie in diesem Bereich das Denken ausfällt?
Zuletzt geändert von Kleinlok am So 17. Mär 2019, 12:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Uffhausen » So 17. Mär 2019, 11:35

Kleinlok hat geschrieben:(17 Mar 2019, 11:05)
Wutbürger und Gutmenschen sehe ich als 2 Seiten von ein und derselben Medaille:

Sehr guter Vergleich, dem kann ich nur beipflichten! :thumbup:

Gerade in Deutschland wird der normale Bürger zu einem angepassten, stillen und pflegeleichten Vergalten dressiert.

Sehe ich überhaupt nicht so. Es mag zwar der Richtigkeit entsprechen, dass diverse "Obrigkeiten" gerne hätten, das wir "Untertanen" schön die Klappe halten und alles mit und machen und über uns ergehen lassen usw. - ABER: Nur weil die das wollen, müssen wir uns dem nicht beugen!

Die Frage ist, wenn doch die die freie Möglichkeit der Kritik und des Wehrverhaltens tw. sogar gesetzlich zugesichert ist (Meinungs- und Entscheidungsfreiheit), warum machen so wenige davon Gebrauch; was steckt dahinter?

Ein Volk von Sado-Masochisten - nur wenn der Deutsche verascht wird stimmt sein Weltbild.

Hm. Oben schreibst du noch, der Deutsche wird von Obrigkeiten quasi für dumm verkauft - jetzt stellst du es so dar, als würde der Deutsche das auch ganz genau so wollen. Dann macht bspw. die Politik nichts falsch, oder wie? :?:
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » So 17. Mär 2019, 12:24

Uffhausen hat geschrieben:(17 Mar 2019, 11:35)
Sehe ich überhaupt nicht so. Es mag zwar der Richtigkeit entsprechen, dass diverse "Obrigkeiten" gerne hätten, das wir "Untertanen" schön die Klappe halten und alles mit und machen und über uns ergehen lassen usw. - ABER: Nur weil die das wollen, müssen wir uns dem nicht beugen!


Das sagt sich so leicht, die Realität sieht anders aus:

Die Mehrheit der Menschen ist nicht in der Lage aus dem typisch menschlichen Herdentrieb auszubrechen.
Jeder Scheiß wird mitgemacht, solange die anderen den auch mitmachen. Genau dieses Prinzip machen sich denjenigen zu nutze, die eine Gesellschaft bestimmen und manipulieren wollen. Es gibt viele Methoden der Manipulation und mit am wirkungsvollsten sind die, wo diejenigen, die da manipuliert werden sollen gar nicht merken dass und wie sie manipuliert werden. Viele Opfer einer solch verdeckten Manipulation bilden sich dann ein, das was sie möchten würde ihrem eigenen freien Willen entsprechen, wobei letzterer längst von den eigentlichen Strippenziehern abgeschafft und ausgeschaltet worden ist. Die Opfer werden verarscht und merken es nicht einmal, ergo fällt die Gegenwehr aus und wenn andere sie darauf weisen, dass die Opfer dieses Geschehens doch schwer manipuliert werden, dann werden diese Hinweisgeber beschimpft oder zumindest nicht ernst genommen. Der Mensch erfährt nicht gern dass er veracht wird, manche sind sogar so krass drauf, dass sie sich lieber gleich weiter veraschen lassen als denn endlich sich einzugestehen, dass sie sich haben veraschen lassen. Menschen können so bescheuert sein und viele sind leicht zu verarschen.

Eine simple aber dennoch effiziente Methode um möglichst viele Menschen verarschen zu können, besteht darin, dass ein Gerücht in die Welt gesetzt wird. Auf den Wahrheitsgehalt kommt es weniger bis kaum an, wichtig ist nur, dass die Suggestion erweckt wird, dass möglichst viele Menschen glauben, dass die Mitmenschen das Glauben, was ihnen da erzählt wird, dann kann dem Normalo jeden Mist als Wahrheit verkauft werden, denn die meisten Menschen glauben alles, von dem sie glauben, dass alle Menschen das glauben.

Ein Budget von 15 Mio EUR und eine clevere Werbeagentur kann 1 Mio deutsche Zwerge davon überzeugen, dass der Mond aus Käse ist und dass für schlappe 1500 Euro ein Mondflug inklusive einem galaktischen Fondue gebucht werden kann. 1 Mio so geköderte Dummies gewinnen 2 Mio weitere Dummies, die Doofheit pflanzt sich fort und diejenigen, die da nicht mitmachen werden als dumme Minderheit verlacht. Wer da nicht schon wankelmütig ist, wird es werden, denn die wenigsten Menschen können es ertragen zu einer verlachten Minderheit zu gehören, hundertausende Jahre Evolution haben sich tief in die grauen Zellen des homo sapiens eingegraben. Und schon leben schwudbiwups 50 Mio Deutsche hinter dem Mond, der aus Käse ist.

Mit einem Volk, dass sich 16 Jahre Kohl und 13 Jahre Merkel als versuchte Kanzlerdarsteller aufdrücken lässt, mit dem geht alles.

Hm. Oben schreibst du noch, der Deutsche wird von Obrigkeiten quasi für dumm verkauft - jetzt stellst du es so dar, als würde der Deutsche das auch ganz genau so wollen. Dann macht bspw. die Politik nichts falsch, oder wie? :?:


Die Politik macht hier sehr viel falsch, wenn sie nicht erkennt (erkennen will/darf), was das Volk beraucht und wünschen könnte.
Dass das dumme Volk das scheinbar selber nicht erkennt, darf kein Alibi für das diesbezügliche Versagen der Politik bilden. Politik muss steuern können, das muss der gemeine Passagier im Bauch des Schiffes nicht- zumindest nicht in dem Maße, wie das die Politik muss.
In einer echten Demokratie würden sich möglichst alle um eine solche Steuerung kümmern, sich gegenseitig solide informieren, sich solide Meinungen überlegen, darüber reden, einen guten Weg suchen und umsetzen.

Das fällt seit Jahren aus,weil reiche Egomanen ihre Interessen über die der Öffentlichkeit stellen und da kann eine echte Demokratie nur stören (siehe die Scheißpolitik bezogen auf das Dieselgate) . Irgendeine unfähige Nuss, die als billige Marionette der Bonzen so tut als ob sie Kanzlerin wäre,die Deutschen ausziehen bis zum es geht nicht mehr und denen dabei noch weismachen, die wollten das so.

Der Deutsche springt lieber gemeinsam von der Klippe in den kollektiven, als gemütlich alleine quietschlebendig am Strand zu liegen.
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Uffhausen » So 17. Mär 2019, 17:41

Kleinlok hat geschrieben:(17 Mar 2019, 12:24)
Das sagt sich so leicht, die Realität sieht anders aus: Die Mehrheit der menschen ist nicht in der Lage aus dem typisch menschlichen Herdentrieb auszubrechen. Jeder Scheiß wird mitgemacht, solange die anderen den auch mitmachen.

Wieso soll sie nicht in der Lage dazu sein? Es ist die eine Sache, was die anderen von ihnen erwarten. Die andere Sache ist, was sie von sich selbst erwarten. Und wenn sie an diesen Punkt gelangen, also sich selbst hinterfragen, dann ist der Ausbruch aus dem Gruppenzwang vorbestimmt.


Genau dieses Prinzip wird von denjenigen angewindet, die eine Gesellschaft bestimmen wollen: Diese erzählen was angeblich alle denken und willen bzw. was für alle gut wäre. Wer über die dafür geeigneten Netzwerke (Politik, Medien, Staatsfunk Promis etc.) verfügen kann, kann dem Normalo jeden Mist als Wahrheit verkaufen.

Auch hier: Es ist die eine Sache, eine Suppe vorgesetzt zu bekommen und die andere, diese daraufhin auszulöffeln. Werden wir dazu gezwungen, oder können wir selbst entscheiden?

Bzgl. "Netzwerke": Man sollte doch meinen, gerade in den heutigen Zeiten des Internets, sind die Alternativen zur sonstigen identischen Suppe, die uns immerwährend vorsesetzt wird, besonders reichhaltig. Und trotzdem wurde das bisherige (berechtigte!) Gejammer und Genöle ob dieser Suppe von einem (unberechtigten!) Geschimpfe und Gehetze abgelöst und es wird so getan, als bliebe einem gar nichts anderes übrig, als diese leidige, ewige Suppe auszulöffeln. Sind wir vielleicht mittlerweile zu verwöhnt an alternativer Reichhaltigkeit, so dass wir uns nicht mehr mit einer vergleichsweise einfachen Suppe zufrieden geben können?

Die Politik macht hier sehr viel falsch, wenn sie nicht erkennt (erkennen will/darf), was das Volk beraucht und wünschen könnte.
Dass das dumme Volk das scheinbar selber nicht erkennt, darf kein Alibi für das diesbezügliche Versagen der Politik bilden. Politik muss steuern können, das muss der gemeine Passagier im Bauch des Schiffes nicht- zumindest nicht in dem Maße, wie das die Politik muss.

Das Problem ist, dass der "gemeine Passagier" seine Verantwortung für die Politik darauf reduziert, dass er alle paar Jahre "an Deck" geht und ein paar Kreuzchen macht, um den neuen Kapitän zu bestimmen. Und in den Jahren dazwischen verkrümmelt er sich in seine Koje und lässt die Politik auf dem Luxusliner Deutschland schalten und walten, wie sie es nur will. Und anstatt, dass der gemeine Passagier es für nötig erachtet, mal zwischendrin an Deck zu gehen und die Politik darauf hinzuweisen, dass sie in die komplett falsche Richtung steuert oder gefälligst schneller fahren soll oder wegen eines aufziehenden Sturms mal den Anker wirft oder umkehrt, setzt er sich lieber in seiner grenzenlosen Dummheit, Feigheit UND Faulheit an sein Kojen-Bullauge und schimpft wie ein Rohrspatz über Gott und die Welt und was er doch für eine arme, bemitleidenswerte und unschuldige Landratte sei... :rolleyes:

In einer echten Demokratie würden sich möglichst alle um eine solche Steuerung kümmern, sich gegenseitig solide informieren, sich solide Meinungen überlegen, darüber reden, einen guten Weg suchen und umsetzen.

Das hat aber vieleher was mit persönlichem/allgemeinem Verantwortungsbewusstsein zutun und nicht mit der Regierungsform...

Das fällt seit Jahren aus,weil reiche Egomanen ihre Interessen über die der Öffentlichkeit stellen und da kann eine echte Demokratie nur stören (siehe die Scheißpolitik bezogen auf das Dieselgate).

Äääh - VW vermeldete trotz Dieselgate Absatzrekorde. Was kann die Politik für die Dummheit der Menschen? VW (und andere Autohersteller) haben die Politik und die Verbraucher arglistig getäuscht, belogen und betrogen - EGAL! Das Auto ist ein vorherrschendes Statussymbol der Menschen, dafür gibt es keinen politischen Lösungsweg - daran können nur die Menschen selbst was ändern!

Irrwitzig auch, dass sich viele Menschen aufgrund des Datenskandals von Facebook abgewandt haben - und jetzt stolz drauf sind, dass sie bspw. nur noch bei Instagram schreiben. Wenn du denen mitteilst, dass Instagram zu Facebook gehört, dann fallen die aus allen Wolken. Auch das Whatsapp zu Facebook gehört, wissen die wenigsten. Und selbst wenn - ein Leben OHNE Social Media oder kostenlosen Messengerdienst ist für die meisten Menschen nicht mehr vorstellbar! Dann doch lieber Datenklau, Schattenprofile und Werbung ohne Grenzen, anstatt wieder auf SMS oder gar Briefpost zurückgreifen zumüssen. Das kostet schließlich, macht Umstände und Geiz ist doch immernoch geiler, als alles andere.

Oder denke mal an den Fifa-Korruptionsskandal - welche Auswirkungen hat das Wissen darum auf den internationalen Fußball? KEINE! Nicht, weil die Politik es so will - sondern weil der Fußball für viele Menschen eine Religion darstellt. Die Fußball-Mafia darf soviel Steuern hinterziehen, Millionen verschieben, unnütze Riesenstadien in fußballfremden Ländern erstellen und Arbeiter ausbeuten bis in den Tod, wie sie nur will - aber bei Bundesliga-Montagsspielen, da hört der Spaß auf!

Merkst du was - den Menschen ist vieles egal - vielzuviel, was ihnen im Grunde keinesfalls egal sein dürfte! Der Syrien-Krieg wäre ihnen auch so egal wie der Krieg im Jemen, aber aus dem Jemen flüchten sie ja nicht zu Tausenden gen Deutschland. DAS ist der Unterschied. Und für diesen Unterschied muss nun die Politik den Kopf hinhalten. Die Merkel hat bzgl. der Flüchtlingskrise zwar vieles falsch gemacht, aber man kann ihr nicht unterstellen, dass ihr alles egal war. Und dafür wird sie nun u. a. via AfD vom Volk abgestraft, weil vielen Menschen vielzuviel egal ist und die Kanzlerin nicht entsprechend funktionierte.
Ich bin kein Merkel-Fan und will sie hiermit auch nicht verteidigen - aber sie hat bestimmt mehr auf dem Kasten und ist für ihr Amt qualifizierter als bspw. ein Trampel wie Trump, der im letzten Jahr zu den Waldbrände in Kalifornien u. a. schrieb, dass an selbigen nur der Naturschutz Schuld sei - gabe es keinen Naturschutz, könnte man alle Bäume fällen und somit wären keine Waldbränd mehr möglich. Und wir Deutschen regen uns über ein "Wir schaffen das!" auf... :dead:
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » Di 19. Mär 2019, 13:30

Uffhausen hat geschrieben:(17 Mar 2019, 17:41)

Wieso soll sie nicht in der Lage dazu sein? Es ist die eine Sache, was die anderen von ihnen erwarten. Die andere Sache ist, was sie von sich selbst erwarten. Und wenn sie an diesen Punkt gelangen, also sich selbst hinterfragen, dann ist der Ausbruch aus dem Gruppenzwang vorbestimmt.


Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wehr, wär das Leben nicht so schwer.... :p

Uffhausen hat geschrieben:Auch hier: Es ist die eine Sache, eine Suppe vorgesetzt zu bekommen und die andere, diese daraufhin auszulöffeln. Werden wir dazu gezwungen, oder können wir selbst entscheiden?


Schau dir die Entwicklung des deutschen Nationalsozialismus und dessen Vorgeschichte an.
Soviel zum Thema "freie" Entscheidung.

Uffhausen hat geschrieben:Bzgl. "Netzwerke": Man sollte doch meinen, gerade in den heutigen Zeiten des Internets, sind die Alternativen zur sonstigen identischen Suppe, die uns immerwährend vorsesetzt wird, besonders reichhaltig. Und trotzdem wurde das bisherige (berechtigte!) Gejammer und Genöle ob dieser Suppe von einem (unberechtigten!) Geschimpfe und Gehetze abgelöst und es wird so getan, als bliebe einem gar nichts anderes übrig, als diese leidige, ewige Suppe auszulöffeln. Sind wir vielleicht mittlerweile zu verwöhnt an alternativer Reichhaltigkeit, so dass wir uns nicht mehr mit einer vergleichsweise einfachen Suppe zufrieden geben können?


Wissen und Erkennen ist das eine, verändern können das andere....

Uffhausen hat geschrieben:Das Problem ist, dass der "gemeine Passagier" seine Verantwortung für die Politik darauf reduziert, dass er alle paar Jahre "an Deck" geht und ein paar Kreuzchen macht, um den neuen Kapitän zu bestimmen. Und in den Jahren dazwischen verkrümmelt er sich in seine Koje und lässt die Politik auf dem Luxusliner Deutschland schalten und walten, wie sie es nur will. Und anstatt, dass der gemeine Passagier es für nötig erachtet, mal zwischendrin an Deck zu gehen und die Politik darauf hinzuweisen, dass sie in die komplett falsche Richtung steuert oder gefälligst schneller fahren soll oder wegen eines aufziehenden Sturms mal den Anker wirft oder umkehrt, setzt er sich lieber in seiner grenzenlosen Dummheit, Feigheit UND Faulheit an sein Kojen-Bullauge und schimpft wie ein Rohrspatz über Gott und die Welt und was er doch für eine arme, bemitleidenswerte und unschuldige Landratte sei... :rolleyes:


Das sehe ich auch so, dass muss man aber dann auch diesen gemeinen Passagieren auch sagen, ich versuche das zumindest.
.
Was du trotz deiner vielen Worte zu wenig zu erkennen scheinst:

Die Menschen sollen vieles nicht erkennen, sollen vieles akzeptieren, das problematisch ist und nicht denken und kritisch handeln, weil das bestimmten Kreisen (die in quantitativer Hinsicht Minderheiten - aber dafür extrem mächtige Minderheiten abgegeben) einen enormen Profit sichert. Die nutzen ihre absurd große macht um ihren Profit auszubauen, ihre Macht auszubauen und damit weiter Profit steigern zu können. Ein Teufelskreis, der uns in den Kollaps führen wird, wenn wir ihn nicht durchbrechen.
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 19. Mär 2019, 13:48

Kleinlok hat geschrieben:(17 Mar 2019, 11:05)

Gerade in Deutschland wird der normale Bürger zu einem angepassten, stillen und pflegeleichten Vergalten dressiert.Dazu reichen in aller Regel simple Methoden subtiler Gewalt um einen Großteil der deutschen Bevölkerung zu solch lammfrommen Schafen abzurichten, die sich inzwischen eigentlich jeden Beschiss gefallen lassen . Schäfchen, die vielleicht ein bisschen am Stammtisch oder den sozialen Netzwerken brummeln oder wenn ihre Unzufriedenheit über die Schmerzgrenze geht sich untereinander gegenseitig anpinkeln. Diese Spezie geht nicht gegen die Verursacher der Probleme vor, unter denen sie leidet, im gegenteil: Auch oder gerade wenn die deutschen Gartenzwerg einen besonders saftigen Tritt in ihre Popos bekommen, dann bücken sich viele von denen reflexartig und küssen die Ärsche derjenigen, die sie gerade haben treten lassen. Ein Volk von Sado-Masochisten - nur wenn der Deutsche verascht wird stimmt sein Weltbild.



Das sieht nach einem ziemlich schrägen Menschen- und Weltbild aus. Dahinter kann man sich natürlich wunderbar verstecken.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » Di 19. Mär 2019, 14:04

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Mar 2019, 13:48)

Das sieht nach einem ziemlich schrägen Menschen- und Weltbild aus. Dahinter kann man sich natürlich wunderbar verstecken.


Das ist ein schräges Menschen- und Weltbild , das ich mir aber nicht ausgesucht habe. Ich muss innerlich jeden Tag über dieses Menschen- und Weltbild kotzen, das mir aber leider jeden Tag in vielfacher Hinsicht bestätigt wird.

Dahinter verstecken - was soll das bringen?

Meinst du mir macht das Spaß jeden Tag mehrfach innerlich kotzen zu können/müssen? :mad2:
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » Di 19. Mär 2019, 14:06

Kleinlok hat geschrieben:(19 Mar 2019, 13:30)

Das sehe ich auch so, dass muss man aber dann auch diesen gemeinen Passagieren auch sagen, ich versuche das zumindest.
.
Was du trotz deiner vielen Worte zu wenig zu erkennen scheinst:

Die Menschen sollen vieles nicht erkennen, sollen vieles akzeptieren, das problematisch ist und nicht denken und kritisch handeln, weil das bestimmten Kreisen (die in quantitativer Hinsicht Minderheiten - aber dafür extrem mächtige Minderheiten abgegeben) einen enormen Profit sichert. Die nutzen ihre absurd große macht um ihren Profit auszubauen, ihre Macht auszubauen und damit weiter Profit steigern zu können. Ein Teufelskreis, der uns in den Kollaps führen wird, wenn wir ihn nicht durchbrechen.

In einem anderen Forum gab es dazu diese Diskussion:

Vor Jahren gab es mal eine Werbesendung im Fernsehen, wo in einem Zug sich alls Reisenden gemeinsam gegen Randalierer zur Wehr setzten und diese aus dem Zug verbannten. So muss es sein. Und nicht mitlaufen und mitgrölen bei dem Mob.


Reaktion:

Die hätten mal lieber eine Werbesendung im Fernsehen bringen sollen, wo in einem Zug sich alle Reisenden gemeinsam gegen die profitgeilen Fahrkartenkontrolleure, die dilettierenden Lok- und Zugführer sowie gegen den nicht essbaren Fraß im Speisewagen zur Wehr setzen und all diese Non-Performer aus dem Zug verbannen. So muss es sein. Und nicht mitlaufen bei dem Geschäft der Eliten, die nur extrem viel Geld auf ihren Schweizer Konten und sonst nichts in der Birne haben. Am allerwenigsten sozialen Anstand.
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 19. Mär 2019, 14:18

Kleinlok hat geschrieben:(19 Mar 2019, 14:04)

Das ist ein schräges Menschen- und Weltbild , das ich mir aber nicht ausgesucht habe.


Natürlich hast du es dir ausgesucht. Wer denn sonst? Es ist schließlich dein Menschen- und Weltbild und nicht z.B. meins.
Du musst damit zurechtkommen und glücklich werden.

Ich muss innerlich jeden Tag über dieses Menschen- und Weltbild kotzen,


Dann solltest du dich mal fragen, was falsch in deinem Leben läuft und was du daran ändern könntest.
Ein Zustand in dem ich innerlich kotzen könnte -und das jeden Tag- wär für mich nicht akzeptabel.

das mir aber leider jeden Tag in vielfacher Hinsicht bestätigt wird.


nennt sich in der Psychologie "Confirmation Bias" oder "Bestätigungsfehler". Das ist vollkommen normal - sollte man nicht überbewerten

Dahinter verstecken - was soll das bringen?


Das ist relativ klar. Die eigene Unzufriedenheit wird auf äußere Umstände projeziert, die man augenscheinlich ja nicht beeinflussen kann. Damit vermeidet man sich mit dem zu beschäftigen was wirklich weh tut - der eigenen Einstellung und dem Unvermögen die eigenen Probleme auf eine adäquate Art und Weise zu lösen.

Meinst du mir macht das Spaß jeden Tag mehrfach innerlich kotzen zu können/müssen? :mad2:


in gewissen Sinne schon. Macht es doch auch vieles (siehe letzter Punkt) einfacher. Ist halt einfach.
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Kleinlok » Di 19. Mär 2019, 15:23

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Mar 2019, 14:18)

Natürlich hast du es dir ausgesucht. Wer denn sonst? Es ist schließlich dein Menschen- und Weltbild und nicht z.B. meins.
Du musst damit zurechtkommen und glücklich werden.


Das sehe ich als eine falsche Sichtweise. Ein Bild auf irgendetwas ist bestimmt durch:

a) den Gegenstand der Betrachtung
b) die Modalitäten der Wahrnehmung (echte oder falsche Infos- z.B. wegen Gerüchte, Eigenwahrnehmung etc.)
c) den Betrachter (z.B. dessen Einstellungen (z.B. etwaige Vorurteile, Bereitschaft sich auf Neues einzulassen etc.)

Ich glaube, dass ich mich um eine differenzierte Wahrnehmung bemühe, das aber im Kapitalismus so sehr vieles aus den Fugen gerät, dass man schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein muss, um da noch viel positives erkennen zu können. Obwohl die Menschheit eine enorme technische Entwicklung betrieben hat, stirbt im Schnitt alle 6 Sekunden ein Kind wegen Unterentwicklung. Das ist bekloppt bis ad ultimo.

Dann solltest du dich mal fragen, was falsch in deinem Leben läuft und was du daran ändern könntest.
Ein Zustand in dem ich innerlich kotzen könnte -und das jeden Tag- wär für mich nicht akzeptabel.


Du scheinst ja ein ganz Schlauer zu sein und da du so schlau zu scheinen scheinst,
habe ich Hoffnung dass du dir denken kannst, dass so ein Zustand inakzeptabel für mich sein könnte.
Für mich ist auch inakzeptabel, dass wie gesagt im Schnitt alle 6 Sekunden ein Kind wegen Unterentwicklung stirbt.
Das sollte für jeden Menschen inakzeptabel sein.

Nur was ändert sich......................?

Das ist relativ klar. Die eigene Unzufriedenheit wird auf äußere Umstände projeziert, die man augenscheinlich ja nicht beeinflussen kann. Damit vermeidet man sich mit dem zu beschäftigen was wirklich weh tut - der eigenen Einstellung und dem Unvermögen die eigenen Probleme auf eine adäquate Art und Weise zu lösen.


Du vereinfachst, und das ist dann nicht mehr schlau.

Wenn im Leben privat oder kollektiv was schief läuft, dann kann das diverse Gründe haben.
Dass angeblich persönliche Probleme rein private Ursachen haben sollen, ist in fast allen Fällen Bullshit,
so eindimensional ist das Leben nicht.

24% der in Deutschland beschäftigten Menschen arbeiten im Niedriglohnbereich. Das die so wenig für ihre Arbeit bekommen, haben die das alle selbst zu verantworten?

Die Betrüger, die für diese Niedriglohnabzocke verantwortlich sind, allen voran diese verschissene Mogelpackung von Gas-Gerd-Schröder, die wollen natürlich uns glauben machen, dass die armen Deppen allein an ihrem Elend schuld wären. Die Reichen machen die Armen für deren Armut verantwortlich, damit sie von ihrem eigenen Egoismus und der damit verbundenen Ausplünderung von Mittel- und Unterschicht ablenken können und du scheinst da auf dieses dumme beschämende Spiel rein zu fallen. Clever ist das nicht-
Uffhausen
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Re: Gutmensch & Co

Beitragvon Uffhausen » Di 19. Mär 2019, 18:21

Kleinlok hat geschrieben:(19 Mar 2019, 13:30)
Schau dir die Entwicklung des deutschen Nationalsozialismus und dessen Vorgeschichte an.
Soviel zum Thema "freie" Entscheidung.

Was hat die Vergangenheit mit dem Hier und Heute zutun? :?:

Wissen und Erkennen ist das eine, verändern können das andere....

Ich denke mir manchmal, vielleicht wollen die Menschen insgeheim gar keine Veränderung - weil dann müssten sie ja zufrieden sein und hätten nichts mehr zum rumjammern.

Was du trotz deiner vielen Worte zu wenig zu erkennen scheinst:

Die Menschen sollen vieles nicht erkennen, sollen vieles akzeptieren, das problematisch ist und nicht denken und kritisch handeln, weil das bestimmten Kreisen (die in quantitativer Hinsicht Minderheiten - aber dafür extrem mächtige Minderheiten abgegeben) einen enormen Profit sichert. Die nutzen ihre absurd große macht um ihren Profit auszubauen, ihre Macht auszubauen und damit weiter Profit steigern zu können. Ein Teufelskreis, der uns in den Kollaps führen wird, wenn wir ihn nicht durchbrechen.

Es ist nicht so, dass ich es nicht erkenne - es spielt in meiner Betrachtungs- und Herangehensweise nur keine Rolle. Es ist für mich ohne Belang, was für ein Bild die "da oben" abgeben, sondern was ICH/WIR daraus machen/lernen.

Klar möchte bspw. ein Marc Zuckerberg, dass wir alle sein Facebook toll finden und fleißig nutzen - weil er immens viel Kohle damit scheffelt. Problem ist nur: Diese Spiel ist altbekannt und entsprechend durchschaubar. Es kann doch bei aller Liebe (heute) keiner (mehr) ankommen und behaupten, er wisse nicht, dass der Herr Zuckerberg fremde/persönliche Daten sammelt, an die Werbe-Mafia für teures Geld verkauft und sich aufgrund unserer Dunmmheit im Milliardärs-Wohlstand suhlt! Experten warnen, Medien warnen, Politiker warnen - und was kommt bei raus? Richtig: NIX! De facto wird man behaupten dürfen (müssen!), die Menschen WOLLEN verarscht werden! Bzw., sie veraschen sich tatsächlich selbst. Aber bitte, sollen sie doch, wenn's ihnen beliebt. Nervig ist jedoch HINTERHER dieses elendige Gejammer, Geklage und Gehetze gegen die "da oben" - TROTZ besseren Wissens!

Während meiner Zeit als Betreibsrat habe ich auch immer und immer wieder meinen Kolleginnen und Kollegen auf deren Gejammer, Geschimpfe und Gehetze ob der vielen Überstunden gesagt, dass sie diese gemäß ihrer Arbeitsverträge ÜBERHAUPT NICHT erbringen müssen! Und wenn's sie sie doch leisten, sind die selber Schuld. Wenn sie was (ver-)ändern wollen - für sich und die Allgemeinheit! - dann sollen lernen, NEIN zusagen, wenn ihnen jemand Überstunden anträgt. Die Antworten darauf lassen sich auf folgendes reduzieren: "Aber das geht doch nicht!" - Natürlich geht das, es ist nur eine Frage des Willens!
Meine Kolleginnen und Kollegen wollen sich nicht an ihre Arbeitsverträge halten, sie wollen nicht, das der Arbeitgeber sich an die Arbeitsverträge hält, sie wollen nichts an der allgemeinen Überstundenproblematik (ver-)ändern - "Nein!" zu sagen, ist ihnen zu schwer. Also, dann müssen sie halt weiters Überstunden erbringen. Schön wäre eben nur, wenn sie aufhören würden, deswegen zu jammern, zu schimpfen, zu hetzen. Sie HABEN die Wahl - und sie haben sich WOHLWISSEND FALSCH entschieden!
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner

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