Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

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Alpha Centauri
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 14. Jun 2019, 22:52

Fliege hat geschrieben:(14 Jun 2019, 22:34)

Magst du näher ausführen, was Westerwelle damals meinte und/oder sagte?


Ich glaube er sagte dass , im Zuge der schon damals bereits hitzig geführten Hartz4 Debatte ( Stichwort Sanktionen usw) was zu derzeit große Wellen schlug diese Aussage Westerwelles.
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Fliege
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Fliege » Fr 14. Jun 2019, 23:10

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Jun 2019, 22:52)
Ich glaube er sagte dass , im Zuge der schon damals bereits hitzig geführten Hartz4 Debatte ( Stichwort Sanktionen usw) was zu derzeit große Wellen schlug diese Aussage Westerwelles.

Darf ich interpolieren?
Könnte Westerwelle gemeint und gesagt haben, dass linkes Jammern über Hartz IV ihm wie spätrömische Dekadenz vorkommt?
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Bielefeld09
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 14. Jun 2019, 23:37

Fliege hat geschrieben:(14 Jun 2019, 23:10)

Darf ich interpolieren?
Könnte Westerwelle gemeint und gesagt haben, dass linkes Jammern über Hartz IV ihm wie spätrömische Dekadenz vorkommt?

Na ja, Westerwelle wird man ja nun schlecht fragen können.
Aber sind heute Rentner beim Flaschensammeln dekadent?
Oder sind unsere Schüler in ihren verwahrlosten Schulen mit analogen Lehrern dekadent?
Oder Bahnfahrer, die an der Unpünktlichkeit verzweiffeln,
aber dekadent auf andere Wege setzen?
Nein, Sie dürfen nicht interpolieren.
Setzen Sie sich endlich mal mit Gegenwartsproblemen auseinander!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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unity in diversity
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon unity in diversity » Sa 15. Jun 2019, 00:03

Bielefeld09 hat geschrieben:(14 Jun 2019, 23:37)

Na ja, Westerwelle wird man ja nun schlecht fragen können.
Aber sind heute Rentner beim Flaschensammeln dekadent?
Oder sind unsere Schüler in ihren verwahrlosten Schulen mit analogen Lehrern dekadent?
Oder Bahnfahrer, die an der Unpünktlichkeit verzweiffeln,
aber dekadent auf andere Wege setzen?
Nein, Sie dürfen nicht interpolieren.
Setzen Sie sich endlich mal mit Gegenwartsproblemen auseinander!

In Bielefeld gibt es solche Probleme zum Glück nicht und es gab sie auch nie.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Fliege » Sa 15. Jun 2019, 00:06

unity in diversity hat geschrieben:(15 Jun 2019, 00:03)
In Bielefeld gibt es solche Probleme zum Glück nicht und es gab sie auch nie.

Stimmt, jeder kennt die Bielefeld-Verschwörung *lol*. Ich denke aber, wir sollten das Jammern der Bielefelder insofern ernst nehmen, als sie zumindest als Bielefeld-Flüchtlinge anerkannt werden sollten. Sie müssen beim Übertritt in die Nichtverschwörungswelt ihre Taschen leeren und bekommen Wertsachen nicht zurück als Preis für den Eintritt in die Nichtverschwörungswelt.
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Bielefeld09
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 15. Jun 2019, 00:20

unity in diversity hat geschrieben:(15 Jun 2019, 00:03)

In Bielefeld gibt es solche Probleme zum Glück nicht und es gab sie auch nie.

Was haben Sie denn nun für ein Problem?
Seit wann sind Bahnprobleme kommunale Themen?
Seit wann wird das Rentenproblem in einer Kommune gelöst?
Seit wann sind Schulprobleme keine landespolitischen Themen?
Seit wann sind.....................?
Fakt ist, das Kommunalpolitiker den Rotz der Landes- oder Bundespolitik umsetzen soll.
Aber hören Sie ein Jammern?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Bielefeld09
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 15. Jun 2019, 00:26

Fliege hat geschrieben:(15 Jun 2019, 00:06)

Stimmt, jeder kennt die Bielefeld-Verschwörung *lol*. Ich denke aber, wir sollten das Jammern der Bielefelder insofern ernst nehmen, als sie zumindest als Bielefeld-Flüchtlinge anerkannt werden sollten. Sie müssen beim Übertritt in die Nichtverschwörungswelt ihre Taschen leeren und bekommen Wertsachen nicht zurück als Preis für den Eintritt in die Nichtverschwörungswelt.

Welches Anspruchsdenken haben Sie an Bielefeld?
Was schreiben Sie hier von einer " Nichtverschwörungswelt?"
Und welcher Bielefelder jammert hier?
Nun füllen Sie mal die leeren Tatsachen mit Inhalten auf! :)
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Alpha Centauri » So 16. Jun 2019, 10:19

Bielefeld09 hat geschrieben:(14 Jun 2019, 23:37)

Na ja, Westerwelle wird man ja nun schlecht fragen können.
Aber sind heute Rentner beim Flaschensammeln dekadent?
Oder sind unsere Schüler in ihren verwahrlosten Schulen mit analogen Lehrern dekadent?
Oder Bahnfahrer, die an der Unpünktlichkeit verzweiffeln,
aber dekadent auf andere Wege setzen?
Nein, Sie dürfen nicht interpolieren.
Setzen Sie sich endlich mal mit Gegenwartsproblemen auseinander!


Das Geschwätz von Westerwelle seinerzeit von "spätrömischer Dekadenz" im Zuge der Hartz4 Debatte verfehlt doch auch die Realität als wäre Dekadenz allein ein Problem sozialer Unterschichten und nicht der ökonomischen Oberschicht und des Geldadels , ganz im Gegenteil.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Alpha Centauri » So 16. Jun 2019, 15:40

Diplomatensohn5000 hat geschrieben:(21 Feb 2019, 16:02)

Hier gehts wohl um die berühmte "Hedonische Tretmühle".

Man vergleicht sich nicht mit den "armen Afrikanern", sondern mit seinem direkten Nachbarn. Und wenn der ein dickeres Auto fährt als man selbst, geht das Drama los.

Nicht umsonst heißt es ja, dass 'materieller Wohlstand' kaum mit 'empfundenem Glück' korreliert.


Vor allem steigt mit der Kaufkraft nicht auch das Glücksempfinden an auch wenn unsere Gesellschaft völlig auf diesen Materialismus des immer mehr haben Wollens im Grunde aufbaut, man kauft sich Dinge dir man nüchtern betrachtet überhaupt nicht braucht, um Leute neidisch zu machen die einem in Wahrheit jedoch ziemlich egal sind.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon JFK » So 16. Jun 2019, 16:15

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jun 2019, 15:40)

Vor allem steigt mit der Kaufkraft nicht auch das Glücksempfinden an auch wenn unsere Gesellschaft völlig auf diesen Materialismus des immer mehr haben Wollens im Grunde aufbaut, man kauft sich Dinge dir man nüchtern betrachtet überhaupt nicht braucht, um Leute neidisch zu machen die einem in Wahrheit jedoch ziemlich egal sind.


Vielleicht der Versuch, dem Leben auf dieser art und weise einen Sinn zu geben?
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Misterfritz » So 23. Jun 2019, 09:26

JFK hat geschrieben:(16 Jun 2019, 16:15)

Vielleicht der Versuch, dem Leben auf dieser art und weise einen Sinn zu geben?
Ich kaufe, also bin ich?

Ich denke eher, dass beim shoppen das Belohnungszentrum im Hirn angesprochen wird.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Alpha Centauri » So 23. Jun 2019, 10:24

Misterfritz hat geschrieben:(23 Jun 2019, 09:26)

Ich kaufe, also bin ich?

Ich denke eher, dass beim shoppen das Belohnungszentrum im Hirn angesprochen wird.



Richtig. Daher gibt es ja auch die Kaufsucht , das wie anderen Süchten auch Alkohol, Essen,Spielen,Sex usw) immer ist das Belohnungszentrum im Spiel , Kaufsucht ist eher unter Frauen weit verbreitet.


Daher auch mein Satz im Bezug auf dieses Thema: wir kaufen uns Dinge , die wir nüchtern betrachtet gar nicht brauchen um Menschen neidisch zu machen , die uns im Grunde aber egal sind .

Die generell Konsumkritik der Wohlstandsgesellschaft ( bedenkenlos, kaum Nachhaltig. zu Lasten von Natur, Umwelt,Klima) ist seit den 80ziger Jahren präsent.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon NicMan » Mi 24. Jun 2020, 13:03

Im Zuge der Pandemie fände ich es spannend, die Prämisse dieses Threads ein weiteres mal zu betrachten. Das wir hier einen wirklich hohen Wohlstand haben merkt man nun ganz konkret daran, dass Sars-CoV-2 in einigen Ländern zu wirklich existenziellen Problemen führt, welche die einfachsten Grundbedürfnisse betreffen, während es bei uns zwar auch zu einem wirtschaftlichen Abschwung kommt, der recht hohe Lebensstandard aber dennoch auch unter dem Lockdown weiter gehalten werden konnte. Das wir die Pandemie in Deutschland (ausschließlich materiell betrachtet) so gut wegstecken und vielen Menschen und Unternehmen durch massive Hilfen schnell und unbürokratisch helfen können, spricht schon sehr für sich wie ich finde.

Was glaubt ihr? Werden die Menschen nun anders über das denken, was sie hier (materiell) haben? Werden sie es mehr zu schätzen wissen? Haben sie es bereits schon immer geschätzt? Oder ist Anspruchsdenken und Neid schlicht eine menschliche Konstante, der keine Veränderung etwas anhaben kann?
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 24. Jun 2020, 13:37

Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Ja. Am meisten Ansprüche haben u. jammern Diejenigen, welche den Wohlstand NICHT haben...
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Realist2014 » Mi 24. Jun 2020, 13:39

NicMan hat geschrieben:(24 Jun 2020, 13:03)

? Oder ist Anspruchsdenken und Neid schlicht eine menschliche Konstante, der keine Veränderung etwas anhaben kann?



Dem ist so.

Ergeben auch Forschungen bei kleinen Kindern - speziell immer bei "Vergleichsversuchen".
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Selina » Mi 24. Jun 2020, 14:21

Corona zeigt perfekt, dass der Kapitalismus die großen Menschheitsprobleme nicht lösen kann: Wer arm ist und unter entsprechend schlechten Bedingungen leben muss, der ist anfälliger dafür, sich mit dem Virus anzustecken und die Leute drumrum auch, siehe die ärmeren Bezirke von Berlin, wo die Fallzahlen gerade wieder steigen. Genauso das hausgemachte Fleischproduktionsproblem in NRW und Niedersachsen: Hier werden Menschen unter schlimmsten Bedingungen, auf engstem Raum zusammengepfercht, ausgebeutet. Sie müssen extrem schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen ertragen und das auch noch zu einem popligen Lohn. Und zu allem Überfluss kriegen sie dann noch das Virus. Warum wohl gerade da? Und weltweit betrachtet, sind sowieso dort die Corona-Ausbrüche am schlimmsten und am größten, wo die meiste Armut, das meiste Elend herrscht.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Realist2014 » Mi 24. Jun 2020, 14:32

Selina hat geschrieben:(24 Jun 2020, 14:21)

Corona zeigt perfekt, dass der Kapitalismus die großen Menschheitsprobleme nicht lösen kann: .


Er ist aber unter allen bekannten "Lösungsmitteln" das nachweislich effektivste - weil für alle anderen es nicht die "passenden" Menschen gibt...

siehe die ärmeren Bezirke von Berlin


waren diese Bezirke denn im Sozialisimus "reicher"?
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Keoma » Mi 24. Jun 2020, 14:35

Realist2014 hat geschrieben:(24 Jun 2020, 14:32)

Er ist aber unter allen bekannten "Lösungsmitteln" das nachweislich effektivste - weil für alle anderen es nicht die "passenden" Menschen gibt...



waren diese Bezirke denn im Sozialisimus "reicher"?


Der Vorteil beim Sozialismus ist, dass alle gleich nix haben und sich der Neid daher in Grenzen hält.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
(Martin Gerhard Reisenberg)
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Selina » Mi 24. Jun 2020, 14:35

Realist2014 hat geschrieben:(24 Jun 2020, 14:32)

Er ist aber unter allen bekannten "Lösungsmitteln" das nachweislich effektivste...


Ob das die Angehörigen der Corona-Toten auch so sehen, dürfte sehr fraglich sein.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Selina » Mi 24. Jun 2020, 14:42

Keoma hat geschrieben:(24 Jun 2020, 14:35)

Der Vorteil beim Sozialismus ist, dass alle gleich nix haben und sich der Neid daher in Grenzen hält.


Bitte nicht immer von den merkwürdigen vor Jahrzehnten verflossenen Modellen eines "real existierenden Sozialismus" ausgehen. Das ist damit gar nicht gemeint, wenn es um Alternativen geht. Gemeint ist eine Gesellschaft, wo der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Gewinn. Wo Krankenhäuser nicht gewinnorientiert arbeiten, sondern patientenorientiert, wo Pfleger und Pflegerinnen angemessen bezahlt werden, wo Menschen nicht unter diesen erbärmlichen Bedingungen Fleisch zerlegen und sie hinterher nicht in unzumutbare Wohn-Löcher kriechen müssen. Es geht um den Grundsatz "die Würde des Menschen ist unantastbar".
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