Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

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Ein Terraner
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Ein Terraner » So 17. Mär 2019, 14:44

Keoma hat geschrieben:(17 Mar 2019, 14:34)

Dann werden Ihnen wohl ein paar Schuljahre fehlen.

Genau. :rolleyes:
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JJazzGold
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon JJazzGold » So 17. Mär 2019, 14:46

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2019, 14:43)

Die "Front" der Gegenseite nimmt auch zu - in Anhalt sollen nur noch "Arztbefreiungen" gelten. (Lehrerauskunft)

Elternzettel gelten nicht (mehr) am Freitag.


Ist nur eine Schätzung von mir, aber ich vermute, dass die Front mit dem Näherrücken der Abschlusszeugnisse zunehmen wird.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Teeernte
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Teeernte » So 17. Mär 2019, 14:48

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 14:46)

Ist nur eine Schätzung von mir, aber ich vermute, dass die Front mit dem Näherrücken der Abschlusszeugnisse zunehmen wird.


Das ist bereits kommuniziert. UNENTSCHULDIGTES FEHLEN. ...und soviel Freitage hat das JAHR - insbesondere SCHULJAHR auch nicht.

Aber es gibt ja noch die GANZ harten Klimakämpfer mit über 100 Fehltagen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Vongole » So 17. Mär 2019, 15:07

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 08:21)

Nachdem ich unter etlichen Berichten über die Schülerdemos, die inzwischen zu Schüler/Studenten/Eltern/Gewerkschaftsdemos mutiert sind, auch einen bezogen auf Düsseldorf gelesen habe, bin ins Grübeln gekommen, ob hier nicht eine Schwelle überschritten wurde, die ich nicht gutheißen kann.

Als Gallionsfigur führte eine überdimensionale Pappmaché Greta die Demo an. Damit hat sich für mich die Demo von Klima zu glorifizierendem Personenkult verschoben. Das wäre jetzt als singuläres Ereignis nur schwach besorgniserregend, wenn nicht gleichzeitig Schweden das Mädchen Thunberg zur “Frau des Jahres“ gekürt hätte und irgendein Vollpfosten sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hätte. Da sträubt sich die Logik, dass jemand, der beabsichtigt weltweit Panik hervorzurufen, Panik setzt bekanntermaßen den Verstand aus, mit desaströsen Folgen, ausgerechnet den Friedensnobelpreis erhalten soll.

Die Geschmäcker sind verschieden, für meinen Geschmack geht das zu weit. Hier wird nicht mehr Klimapolitik angemahnt, sondern eine Ikone stilisiert, eine Führungsperson geschaffen. Das lehne ich ab.


Ich verstehe die ganze Aufregung wirklich nicht. Jugend brauchte schon immer Idole, und die heutige hätte sich schlimmere aussuchen können als Greta Thunberg.
Dass jetzt Politiker versuchen, den Greta-Hype für sich zu nutzen, dass Medien je nach politischer Couleur die junge Frau verteufeln oder "verengeln", dass, wie Du richtig schreibst, ein Vollpfosten sie für den Nobelpreis vorgeschlagen hat,
ändert doch nichts am Ziel dieser weltweiten Jugendbewegung: Es muss sich etwas tun gegen den Klimawandel, es muss sich endlich mehr etwas bewegen als ein paar wohlfeile Unterschriften unter einem Abkommen.

Den meisten von uns, die wir hier schreiben, und den meisten in RL, die draußen diese Bewegung abwerten, lächerlich machen, vorgeschobene Befürchtungen äußern, (damit meine ich jetzt nicht Dich), geht doch entweder der Klimawandel am Mors
vorbei, wir werden die Folgen ja nicht mehr erleben, oder die Muffe, die Jugend könnte etwas erreichen, das unser bequemes Leben stört.
Deshalb: Wir sollten auf die Jugend hören, denn es ist ihre Zukunft, die wir vielleicht - aus meiner Sicht sogar ganz sicher - bequemerweise in den Sand zu setzen bereit sind, und das nicht nur beim Klima.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Raskolnikof » So 17. Mär 2019, 15:28

Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Teilnahme von Schülern oder ganzer Schulklassen an einer Demo ist für mich gelebter Politikunterricht. Ich unterstütze das. Von mir aus können die Schüler dafür auch gelbe Westen tragen. :thumbup:
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Fliege » So 17. Mär 2019, 15:36

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2019, 14:48)
Das ist bereits kommuniziert. UNENTSCHULDIGTES FEHLEN. ...und soviel Freitage hat das JAHR - insbesondere SCHULJAHR auch nicht.

Aber es gibt ja noch die GANZ harten Klimakämpfer mit über 100 Fehltagen.

Hartnäckigen Schulschwänzern könnten und m. E. sollten als Sitzenbleiber in die Ehrenrunde geschickt werden und gut ist.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Beitragvon Teeernte » So 17. Mär 2019, 15:51

Vongole hat geschrieben:(17 Mar 2019, 15:07)
Wir sollten auf die Jugend hören, denn es ist ihre Zukunft, die wir vielleicht - aus meiner Sicht sogar ganz sicher - bequemerweise in den Sand zu setzen bereit sind, und das nicht nur beim Klima.



Greta Thunbergs Kritik hat auch einen speziell deutschen Beigeschmack: Für Deutschland passt sie nicht.

Im Kern wirft sie den Erwachsenen – oder den Regierungen – vor, dass sie nichts oder nicht genug tun.

Für Deutschland stimmt dieser Vorwurf nicht, wir tun sogar eine ganze Menge: Wir geben seit knapp zwei Jahrzehnten inzwischen zweistellige Milliardensummen aus, haben das Land mit Windrädern, Biogasanlagen und Solarzellen übersät, ummanteln unsere Häuser mit Styropor, verbieten Plastiktüten, steigen (hart an den Grenzen der Physik) aus der Braunkohle aus und gehen gerade die nächste Monstermilliardenwette auf die E-Mobilität ein.

Wir tun also viel – bloß wir sind leider nicht besonders erfolgreich damit.


Der CO2-Ausstoß in Deutschland stagniert trotz dieses gewaltigen Einsatzes an Geld und Ressourcen seit einigen Jahren, im Gegensatz etwa zu dem von Großbritannien oder dem des "Klimasünders" USA (den letzten Report finden Sie hier, eine gute Analyse dazu hier.)


Und ein Leuchtfeuer für die Welt sind wir auch nicht geworden.

Greta Thunberg hat für uns die falsche Botschaft: Wir haben zu viel Angst in diesem Land vor dem Klimawandel – und bräuchten mehr Offenheit.

Je massiver die Eingriffe in die Natur werden (und je mehr wir parallel anfangen, Schlüsselindustrien zu gefährden), je mehr also der Umbau der Energieversorgung voranschreitet, desto mehr Alternativen müssen geprüft werden, in alle Richtungen, seien es neue Anreize zur Energieeinsparung, neue Technologien oder Energieträger. "Nichts davon sollten wir vorab und grundsätzlich verwerfen", schrieb unlängst mein Kollege Christoph Kucklick, Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins "Geo".

Das sollte unsere Parole sein, und nicht Panik

https://www.stern.de/wirtschaft/horst-v ... 23024.html

Ähmmmmmm R und V ...WIR versichern ihre Zukunft...

(Das Kind pennt und schreit den GANZEN TAG......wie soll es später einen ordentlichen Beruf finden..)

Kinder...
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon odiug » So 17. Mär 2019, 16:02

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2019, 14:30)

Andere - also die NICHT Helden haben Prüfungsvorbereitung...

Andererseits -- JUGEND - MODE ... ob es solange wie Tamagotchii hält ?

i..n 2 JAHREN ist nichts UNCOOLER als "das" von HEUTE.

Na vielleicht ist es nicht mehr cool ... aber bestimmt hot :eek:
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Teeernte » So 17. Mär 2019, 16:18

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2019, 16:02)

Na vielleicht ist es nicht mehr cool ... aber bestimmt hot :eek:


Wer geht denn noch raus .... Mit "Stubenarrest" kannst Du keinen Schocken... das Handy geht auch im Zimmer.

...und da holla gibt es eine Anlage...

Auch deshalb - Klima- Anlage - genannt.
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JJazzGold
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon JJazzGold » So 17. Mär 2019, 17:24

Vongole hat geschrieben:(17 Mar 2019, 15:07)

Ich verstehe die ganze Aufregung wirklich nicht. Jugend brauchte schon immer Idole, und die heutige hätte sich schlimmere aussuchen können als Greta Thunberg.
Dass jetzt Politiker versuchen, den Greta-Hype für sich zu nutzen, dass Medien je nach politischer Couleur die junge Frau verteufeln oder "verengeln", dass, wie Du richtig schreibst, ein Vollpfosten sie für den Nobelpreis vorgeschlagen hat,
ändert doch nichts am Ziel dieser weltweiten Jugendbewegung: Es muss sich etwas tun gegen den Klimawandel, es muss sich endlich mehr etwas bewegen als ein paar wohlfeile Unterschriften unter einem Abkommen.

Den meisten von uns, die wir hier schreiben, und den meisten in RL, die draußen diese Bewegung abwerten, lächerlich machen, vorgeschobene Befürchtungen äußern, (damit meine ich jetzt nicht Dich), geht doch entweder der Klimawandel am Mors
vorbei, wir werden die Folgen ja nicht mehr erleben, oder die Muffe, die Jugend könnte etwas erreichen, das unser bequemes Leben stört.
Deshalb: Wir sollten auf die Jugend hören, denn es ist ihre Zukunft, die wir vielleicht - aus meiner Sicht sogar ganz sicher - bequemerweise in den Sand zu setzen bereit sind, und das nicht nur beim Klima.


Was mich persönlich stört, ist der wachsende Personenkult. Da beschleicht mich das Gefühl, es geht nicht mehr ums Klima, sondern um den Event.

Was die Jugend betrifft, höre ich ihnen gerne zu und bin keiner Diskussion abgeneigt, aber “auf die Jugend hören“ werde ich dann, wenn sie Wissenschaftler geworden sind.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Vongole » So 17. Mär 2019, 17:33

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 17:24)

Was mich persönlich stört, ist der wachsende Personenkult. Da beschleicht mich das Gefühl, es geht nicht mehr ums Klima, sondern um den Event.

Was die Jugend betrifft, höre ich ihnen gerne zu und bin keiner Diskussion abgeneigt, aber “auf die Jugend hören“ werde ich dann, wenn sie Wissenschaftler geworden sind.


Ich kann ja nur für die Demos sprechen, die ich persönlich mit erlebt habe, und da stand Greta nicht im Vordergrund, sondern das Anliegen an sich.
Der Personenkult scheint eher von weniger Beteiligten auszugehen.

Zuhören, also wirklich, wäre ja schon mal ein Anfang bei uns allen sog. "Erwachsenen". ;)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Schnitter » So 17. Mär 2019, 17:39

Vongole hat geschrieben:(17 Mar 2019, 17:33)

Ich kann ja nur für die Demos sprechen, die ich persönlich mit erlebt habe, und da stand Greta nicht im Vordergrund, sondern das Anliegen an sich.
Der Personenkult scheint eher von weniger Beteiligten auszugehen.

Zuhören, also wirklich, wäre ja schon mal ein Anfang bei uns allen sog. "Erwachsenen". ;)


Bei dem was ich hier so erlebe unterstützen die Erwachsenen die Kinder.

Kluge Kinder haben meist kluge Eltern. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm ;)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon sünnerklaas » So 17. Mär 2019, 18:06

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 17:24)

Was mich persönlich stört, ist der wachsende Personenkult. Da beschleicht mich das Gefühl, es geht nicht mehr ums Klima, sondern um den Event.

Was die Jugend betrifft, höre ich ihnen gerne zu und bin keiner Diskussion abgeneigt, aber “auf die Jugend hören“ werde ich dann, wenn sie Wissenschaftler geworden sind.


Leider wirde zur Zeit der akademische Diskurs von vielen Seit konsequent schlechtgeredet - und zwar ganz besonders von denen, die jetzt lautstark auf die "Jugend von heute" schimpfen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon sünnerklaas » So 17. Mär 2019, 18:08

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 14:40)

Nein, das bleibt es eben nicht, wenn die Schulleitung und die Lehrer beschließen, dass Klassen geschlossen teilnehmen.

Dann ist die Teilnahme an der Demonstration kein Schuleschwänzen.
Es gibt aber da dann die Möglichkeit, dass die Eltern dem Kind eine Entschuldigung schreiben.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon JJazzGold » So 17. Mär 2019, 18:11

Vongole hat geschrieben:(17 Mar 2019, 17:33)

Ich kann ja nur für die Demos sprechen, die ich persönlich mit erlebt habe, und da stand Greta nicht im Vordergrund, sondern das Anliegen an sich.
Der Personenkult scheint eher von weniger Beteiligten auszugehen.

Zuhören, also wirklich, wäre ja schon mal ein Anfang bei uns allen sog. "Erwachsenen". ;)


Das ist es ja, was mich so irritiert hat. Friedliche Demos, Engagement, go ahead.
Aber diese überdimensionale Pappmaché Figur, die die Düsseldorf Demo anführte, im März 2019 ein Mädel "zur wichtigsten Frau des Jahres" küren und dann noch diese absurde Nominierung, samt Claqueure, für den Friedensnobelpreis, das verursacht bei mir in der Tat gravierende Bedenken, wohin diese Sache steuert.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon JJazzGold » So 17. Mär 2019, 18:12

sünnerklaas hat geschrieben:(17 Mar 2019, 18:06)

Leider wirde zur Zeit der akademische Diskurs von vielen Seit konsequent schlechtgeredet - und zwar ganz besonders von denen, die jetzt lautstark auf die "Jugend von heute" schimpfen.


Welchen meiner Sätze empfinden Sie als "auf die Jugend schimpfen"?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon JJazzGold » So 17. Mär 2019, 18:14

sünnerklaas hat geschrieben:(17 Mar 2019, 18:08)

Dann ist die Teilnahme an der Demonstration kein Schuleschwänzen.
Es gibt aber da dann die Möglichkeit, dass die Eltern dem Kind eine Entschuldigung schreiben.


Es geht nicht um "Schule schwänzen", sondern um den Zwang zur Teilnahme.
Auch tendiere ich nicht dazu pauschal Entschuldigungen zu schreiben.
Weit davor stehen die Fragen, will das Kind teilnehmen, oder nicht und in beiden Fällen, weshalb.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Vongole » So 17. Mär 2019, 18:23

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 18:11)

Das ist es ja, was mich so irritiert hat. Friedliche Demos, Engagement, go ahead.
Aber diese überdimensionale Pappmaché Figur, die die Düsseldorf Demo anführte, im März 2019 ein Mädel "zur wichtigsten Frau des Jahres" küren und dann noch diese absurde Nominierung, samt Claqueure, für den Friedensnobelpreis, das verursacht bei mir in der Tat gravierende Bedenken, wohin diese Sache steuert.


Ich hab Dir dazu etwas geschickt.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon sünnerklaas » So 17. Mär 2019, 19:07

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 18:12)

Welchen meiner Sätze empfinden Sie als "auf die Jugend schimpfen"?


Oh - das habe ich jetzt nicht auf Sie bezogen.
Was ich im Moment sehe, ist eine eher ziellose, teilweise sehr plumpe Schimpferei.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon sünnerklaas » So 17. Mär 2019, 19:09

JJazzGold hat geschrieben:(17 Mar 2019, 18:14)

Es geht nicht um "Schule schwänzen", sondern um den Zwang zur Teilnahme.
Auch tendiere ich nicht dazu pauschal Entschuldigungen zu schreiben.
Weit davor stehen die Fragen, will das Kind teilnehmen, oder nicht und in beiden Fällen, weshalb.


Rein rechtlich wird die Teilnahme einer gesamten Klasse oder gar einer gesamten Schule zu einer Schulveranstaltung, wenn die Schulleitung die Teilnahme beschliesst. Durch eine elterliche Entschuldigung kann ein Kind von der Teilnahme freigestellt werden.

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