USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

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odiug
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon odiug » Do 7. Nov 2019, 23:18

Schlettow hat geschrieben:(07 Nov 2019, 22:54)

Mittig linke Politiker wären eher Biden oder Buttigieg. Die sind links, aber eher realpolitisch orientiert und nicht so radikal. Sanders und Warren wären in Deutschland am ehesten bei "DieLinke".

Und in den USA gelten noch andere Maßstäbe als in Deutschland. Bloomberg und Schultz haben z.B. die gesundheitspolitischen Pläne von Sanders und Warren schlicht als "unamerikanisch" bezeichnet.

Ich weiß dass dort andere Maßstäbe gelten ... ich habe dort 16 Jahre verbracht.
Nur es ging es mir nicht darum, was die Leute in den USA denken, sondern darum, was du hier gedankenlos nachplapperst.
Und nein ... weder Sanders und schon gar nicht Warren wären bei den LINKEN.
Beide sind US Senatoren ... sowas findet man nicht bei den LINKEN.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Schlettow » Fr 8. Nov 2019, 12:52

odiug hat geschrieben:(07 Nov 2019, 23:18)
Und nein ... weder Sanders und schon gar nicht Warren wären bei den LINKEN.
Beide sind US Senatoren ... sowas findet man nicht bei den LINKEN.


Von der politischen Programmatik her wären sie in Deutschland bei "DieLinke". Selbst für deutsche Verhältnisse ist das, was Sanders und Warren wollen eine radikal linke Agenda.

Mit diesen Kurs würden die Demokraten gegen Trump untergehen.
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odiug
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon odiug » Fr 8. Nov 2019, 13:01

Schlettow hat geschrieben:(08 Nov 2019, 12:52)

Von der politischen Programmatik her wären sie in Deutschland bei "DieLinke". Selbst für deutsche Verhältnisse ist das, was Sanders und Warren wollen eine radikal linke Agenda.

Mit diesen Kurs würden die Demokraten gegen Trump untergehen.

Nein ... weder Sanders noch Warren streben eine Vergesellschaftung von privaten Produktionsvermögen an.
Was sie allerdings anstreben, ist, die jahrzehntelange Umverteilung von Vermögen von unten nach oben zu stoppen und teilweise rückgängig zu machen.
Und das ist besonders in den USA ein legitimes Anliegen, wenn man sich die Vermögensentwicklung der letzten Jahrzehnte in den USA anschaut, in der sich eine kleine Clique von Superreichen auf Kosten der Mittelschicht gütlich tat.
Wobei ... und da müsste die Demokratische Partei mal ehrlich mit sich selbst sein, der schlimmste von denen die diesem Trend Vorschub leisteten, mal Trump und seine Steuerreform ausgenommen, war Bill Clinton.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Adam Smith » Fr 8. Nov 2019, 19:38

Auffällig bei der Wahl ist, dass es hier vor allem um ältere Frauen und Männer geht. In Bezug auf Deutschland oder Japan wäre das nicht ungewöhnlich, wegen der eher alten Bevölkerung. Die USA haben jetzt aber eine relativ junge Bevölkerung.

Dazu müsste der 77 Jahre alte Milliardär aber zunächst die umkämpften internen Vorwahlen der Demokraten gewinnen. Bloomberg, der einst das nach ihm benannte Finanz- und Medienunternehmen gegründet hatte, gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Er könnte erhebliche Finanzmittel in einen Wahlkampf gegen Trump (73) einbringen. Der US-Präsident prophezeite Bloomberg am Freitag sogleich, dass er die Wahl verlieren werde.

Biden (76) machte jedoch zuletzt keine besonders gute Figur, weswegen vor allem die linke Senatorin Elizabeth Warren (70) an Boden gewann. Warren machte gerade mit dem Vorschlag einer Milliardärssteuer von sich Reden. «Willkommen im Rennen», schrieb sie auf Twitter an Bloomberg gerichtet und fügte einen Link zu ihren Steuerplänen ein.


https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... spartanntp

Und hier noch Sanders.

Bernard „Bernie“ Sanders (* 8. September 1941 in New York City) ist ein parteiloser US-amerikanischer Politiker, der seit 2007 den Bundesstaat Vermont im US-Senat vertritt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Bernie_Sanders

Ich habe jetzt nichts gegen ältere Menschen. Bin ja selber alt. Nur ist es halt in Bezug auf andere Länder und US-Wahlen auffällig.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon odiug » Fr 8. Nov 2019, 19:47

Bloomberg will vielleicht doch noch im Rennen um die Präsidentschaft antreten als Kandidat der Demokraten.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Emin » Fr 8. Nov 2019, 20:05

odiug hat geschrieben:(08 Nov 2019, 19:47)

Bloomberg will vielleicht doch noch im Rennen um die Präsidentschaft antreten als Kandidat der Demokraten.


Falls Biden verlieren sollte. Was erhofft er sich davon? Biden ist der viel solidere Mitte-Kandidat. Wenn Biden verliert, dann Bloomberg erst Recht.

Bidens Vorsprung ist in letzter Zeit aber wieder ganz solide.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Alexyessin » So 10. Nov 2019, 02:55

Emin hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:05)

Falls Biden verlieren sollte. Was erhofft er sich davon? Biden ist der viel solidere Mitte-Kandidat. Wenn Biden verliert, dann Bloomberg erst Recht.

Bidens Vorsprung ist in letzter Zeit aber wieder ganz solide.


Warum sollte Bloomberg verlieren, wenn Biden verliert? Biden hat leider zu viel politisches Kapital verschlissen - allein die Geschichte mit seinen Berührungen. Und Bloomberg braucht sich auch vor Trump nicht verstecken, was das Erwirtschaften angeht.
Er dürfte wirklich der Kandidat werden, der Trump gefährlich wird.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Fliege » So 10. Nov 2019, 02:59

"Er soll Demokratin Lucy Flores 2014 auf den Hinterkopf geküsst habe" ... Und wieso tritt Flores ihren eigenen Leuten vors Schienbein?
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 10. Nov 2019, 07:44

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 02:55)

Warum sollte Bloomberg verlieren, wenn Biden verliert? Biden hat leider zu viel politisches Kapital verschlissen - allein die Geschichte mit seinen Berührungen. Und Bloomberg braucht sich auch vor Trump nicht verstecken, was das Erwirtschaften angeht.
Er dürfte wirklich der Kandidat werden, der Trump gefährlich wird.


Der Mann ist 76. Wenn gewaehlt wird ist er 77! Einfach zu alt (Biden auch)
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Alexyessin » So 10. Nov 2019, 08:29

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(10 Nov 2019, 07:44)

Der Mann ist 76. Wenn gewaehlt wird ist er 77! Einfach zu alt (Biden auch)


Da eine Altersgrenze in der Verfassung der Vereinigten Staaten nicht festgelegt ist, ist diese Frage aber unerheblich.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Emin » So 10. Nov 2019, 11:21

Fliege hat geschrieben:(10 Nov 2019, 02:59)

"Er soll Demokratin Lucy Flores 2014 auf den Hinterkopf geküsst habe" ... Und wieso tritt Flores ihren eigenen Leuten vors Schienbein?


Solche Nummern interessieren keinen mehr, dafür hat Trump das Niveau bereits viel zu weit nach unten gezogen.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Emin » So 10. Nov 2019, 11:22

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 02:55)

Warum sollte Bloomberg verlieren, wenn Biden verliert? Biden hat leider zu viel politisches Kapital verschlissen - allein die Geschichte mit seinen Berührungen. Und Bloomberg braucht sich auch vor Trump nicht verstecken, was das Erwirtschaften angeht.
Er dürfte wirklich der Kandidat werden, der Trump gefährlich wird.


Weil wahrscheinlich kaum ein Politiker bei Schwarzen unbeliebter ist, als Bloomberg. Der hat 0 Chance, wenn selbst Biden verlieren sollte, das gilt für Primaries, wie auch für die general election.

Interessant wäre es aber schon, von wem Bloomberg als Drittkandidat mehr Stimmen ziehen würde. Auf so eine Zockerei werden die Demokraten sich aber nicht einlassen.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Alexyessin » So 10. Nov 2019, 16:49

Emin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 11:22)

Weil wahrscheinlich kaum ein Politiker bei Schwarzen unbeliebter ist, als Bloomberg. Der hat 0 Chance, wenn selbst Biden verlieren sollte, das gilt für Primaries, wie auch für die general election.

Interessant wäre es aber schon, von wem Bloomberg als Drittkandidat mehr Stimmen ziehen würde. Auf so eine Zockerei werden die Demokraten sich aber nicht einlassen.


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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Watchful_Eye » So 10. Nov 2019, 16:57

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 08:29)

Da eine Altersgrenze in der Verfassung der Vereinigten Staaten nicht festgelegt ist, ist diese Frage aber unerheblich.

Ich schätze Sanders, aber unerheblich ist die körperliche Verfassung (= Alter) eines Kandidaten natürlich nicht. Das ist ein extrem fordernder Job für jemanden, der sich im Rentenalter befindet. Sanders wirkt auf mich persönlich allerdings fitter als Biden.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Emin » So 10. Nov 2019, 18:12

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 16:49)

Warum sollte Bloomberg unbeliebt sein?


Weil "stop and frisk" unter ihm exzessiv betrieben wurde. Er ist glaube ich bei der republikanischen Partei generell besser aufgehoben, als bei den Demokraten.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Alexyessin » So 10. Nov 2019, 20:55

Emin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 18:12)

Weil "stop and frisk" unter ihm exzessiv betrieben wurde. Er ist glaube ich bei der republikanischen Partei generell besser aufgehoben, als bei den Demokraten.


Der Erfolg gibt ihm Recht. Und den perfekten Kandidaten gibt es nicht.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon odiug » So 10. Nov 2019, 23:44

Emin hat geschrieben:(10 Nov 2019, 18:12)

Weil "stop and frisk" unter ihm exzessiv betrieben wurde. Er ist glaube ich bei der republikanischen Partei generell besser aufgehoben, als bei den Demokraten.

Also ich hab noch mitbekommen, er lies in New York das Termlimit Gesetz ändern, so dass er für eine dritte Amtszeit gewählt werden konnte.
Obwohl wiedergewählt, machte ihn auch nicht gerade beliebter ... zumindest sollte man über einen Kandidaten für das Präsidentenamt gründlich nachdenken, der so etwas als Bürgermeister von New York macht.
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