38 Grad und seit Monaten kein Regen

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schokoschendrezki
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 13:31

Produktiver als die Frage nach dem Ausmaß der Verursachung vergangener Entwicklungen wäre die Frage nach den Möglichkeiten der Beeinflussung des zukünftigen Verlaufs des Klimas.

Entscheidend für mich ist, dass alle Emfpehlungen, die so vom wissenschaftlichen und politischen Mainstream abgesondert werden, auch dann noch positiv zu werten sind, wenn ihr Einfluss auf die Klimaentwicklung gar nicht vorhanden ist. Eine Welt, in der der private Autoverkehr zurückgedrängt wird, ist sowieso eine bessere Welt. Auch völlig unabhängig von der Klimafrage.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon BlueMonday » Mo 14. Jan 2019, 13:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 13:31)

Entscheidend für mich ist, dass alle Emfpehlungen, die so vom wissenschaftlichen und politischen Mainstream abgesondert werden, auch dann noch positiv zu werten sind, wenn ihr Einfluss auf die Klimaentwicklung gar nicht vorhanden ist. Eine Welt, in der der private Autoverkehr zurückgedrängt wird, ist sowieso eine bessere Welt. Auch völlig unabhängig von der Klimafrage.


Also wenn man praktisch lügt oder viel zu viel verspricht, um seine eigenen Präferenzen durchzusetzen. Interessant.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 13:54

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 13:31)

Produktiver als die Frage nach dem Ausmaß der Verursachung vergangener Entwicklungen wäre die Frage nach den Möglichkeiten der Beeinflussung des zukünftigen Verlaufs des Klimas.

Ist Größenwahn.
Viel wichtiger ist das exponentielle Wachstum der Erdbevölkerung zu bremsen bzw zu beenden. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Erdbevölkerung in 35 Jahren verdoppelt (hat).Und das bedeutet weitere Umweltzerstörung, welche wiederum Auswirkungen auf das Klima hat.
Nicht nur vom Umweltschutz reden, sondern praktizieren, statt die Umwelt weiter zu zerstören.

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 13:31)Entscheidend für mich ist, dass alle Emfpehlungen, die so vom wissenschaftlichen und politischen Mainstream abgesondert werden, auch dann noch positiv zu werten sind, wenn ihr Einfluss auf die Klimaentwicklung gar nicht vorhanden ist. Eine Welt, in der der private Autoverkehr zurückgedrängt wird, ist sowieso eine bessere Welt. Auch völlig unabhängig von der Klimafrage.

Achja? So kann nur jemand labern, der NICHT auf das (private) Auto angewiesen ist, der den ÖPNV vor der Nase hat, wer auf S-Bahn, U-Bahn etc zugreifen kann, die alle 10 Minuten fahren und wer den Supermarkt gleich um die Ecke hat, der Kino, Theater, Schwimmhalle in "Schlagdistanz" hat - ein Großstädter.
Was ist mit den Menschen, die auf dem Land wohnen, die KEINE ÖPNV-Anbindung haben bzw wo nur zwei-dreimal am Tag ein Bus fährt, die kilometerweit zum nächsten Supermarkt fahren müssen, die KEIN Theater oder Kino, KEINE Schwimmhalle vor Ort haben? Brauchen die nicht - wozu auch. Selber schuld, wenn die auf dem Land wohnen - oder wie?
Diese Menschen interessieren die arroganten Großstadtschnösel nicht!
Eine bessere Welt - in der der Abstand/die "Kluft" zwischen Stadt wieder größer wird. Wirklich?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 13:57

BlueMonday hat geschrieben:(14 Jan 2019, 13:52)

Also wenn man praktisch lügt oder viel zu viel verspricht, um seine eigenen Präferenzen durchzusetzen. Interessant.

:p Der Vorwurf wäre vielleicht berechtigt, wenn es um die Wahrnehmung der Entscheider ginge. Ich habe das wirklich aus der Perspektive eines (potenziell) Betroffenen geschrieben. Ich stelle schlicht und einfach und nüchtern nur fest, dass Dinge, die oftmals als "notwendiger Verzicht" dargestellt und diskutiert werden, für mich ganz persönliche immer nur Gewinne wären.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon X3Q » Mo 14. Jan 2019, 14:03

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 13:54)

Ist Größenwahn.

...

Diese Menschen interessieren die arroganten Großstadtschnösel nicht!
Eine bessere Welt - in der der Abstand/die "Kluft" zwischen Stadt wieder größer wird. Wirklich?


Schoko sprach vom zurückdrängen des privaten PKW-Verkehrs, nicht von Verboten. Dass er hier das Zurückdrängen evt. in Verbindung mit der Schaffung anderer Verkehrskonzepte denkt, hat allem Anschein nach in deiner kleinen und beengten Welt einfach mkeinen Platz.

--X
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 14:08

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 13:54)
Ist Größenwahn.
Viel wichtiger ist das exponentielle Wachstum der Erdbevölkerung zu bremsen bzw zu beenden. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Erdbevölkerung in 35 Jahren verdoppelt (hat).Und das bedeutet weitere Umweltzerstörung, welche wiederum Auswirkungen auf das Klima hat.
Nicht nur vom Umweltschutz reden, sondern praktizieren, statt die Umwelt weiter zu zerstören.

Dir ist aber hoffentlich bekannt, dass der Zusammenhang zwischen Wohlstand und Geburtenrate umgekehrt proportional ist? Überhöhte Geburtenraten sind ein Armutsphänomen. Eine gerechtere Weltökonomie ist insofern natürlich auch ein Klimafaktor. Du schreibst ja selbst, dass die Bremsung des exponentiellen Erdbevölkerungswachstums auch die weitere Umweltzerstörung eindämmt. Warum also "Größernwahn", wenn es denn machbar ist?
Achja? So kann nur jemand labern, der NICHT auf das (private) Auto angewiesen ist, der den ÖPNV vor der Nase hat, wer auf S-Bahn, U-Bahn etc zugreifen kann, die alle 10 Minuten fahren und wer den Supermarkt gleich um die Ecke hat, der Kino, Theater, Schwimmhalle in "Schlagdistanz" hat - ein Großstädter.
Was ist mit den Menschen, die auf dem Land wohnen, die KEINE ÖPNV-Anbindung haben bzw wo nur zwei-dreimal am Tag ein Bus fährt, die kilometerweit zum nächsten Supermarkt fahren müssen, die KEIN Theater oder Kino, KEINE Schwimmhalle vor Ort haben? Brauchen die nicht - wozu auch. Selber schuld, wenn die auf dem Land wohnen - oder wie?
Diese Menschen interessieren die arroganten Großstadtschnösel nicht!
Eine bessere Welt - in der der Abstand/die "Kluft" zwischen Stadt wieder größer wird. Wirklich?

Das ist im Prinzip schon ein grundsätzlich berechtigter Vorwurf. Aber es gibt ja ganz aktuell momentan heftige politische Auseinandersetzungen rund um die Krise der Deutschen Bahn. Die grundlegende Frage dabei ist, ob man die Bahn als ein gewinnorientiertes Unternehmen betreiben will (wie ab Anfang der 90er Jahre vorgesehen) oder ob man den Bahnverkehr als solchen als ein universelles, allgemeines Grundbedürfnis ansieht, so wie Grundschulen oder Krankenhäuser. Das die Gemeinschaft als Basisinfrastruktur bereitstellt. Im vorbildlichsten Eisenbahnland der Welt, in der Schweiz, wird das so gesehen. So gut wie jeder würde es als einigermaßen schräg ansehen, die Eltern von Grundschülern als "Kunden" der Grundschule zu verstehen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Selina » Mo 14. Jan 2019, 14:17

Die Bahn alleine ist nicht das Problem, auch, wenn es stimmt, was du zum Stichwort Bahn sagst, schokoschendrezki. Der Stadt-Land-Widerspruch hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verschärft. Es gibt nun auch im Osten ganze Ortschaften auf dem Land und auch Stadtrandgebiete, wo es keinen Hausarzt mehr gibt bzw. wo die Hausärzte scharenweise in Rente gehen und kein Nachfolger da ist. Es gibt viele Ortschaften ohne einen einzigen Lebensmittelmarkt, ohne Gaststätte, ohne Apotheke, ohne Postfiliale, geschweige denn eine Bankfiliale (nicht einmal eine kleine Sparkassen-Filiale oder nur ein Automat sind vorhanden). Alles abgebaut und dichtgemacht. Auch wenn das niemand gerne hört: Aber da war dieses Netz an infrastrukturellen Einrichtungen, einschließlich Nahverkehr, ja kurz nach der Wende sogar noch dichter, als das heute der Fall ist. Diese schlimmen ländlichen Verhältnisse treiben die Wähler (genauso wie andere Gründe) scharenweise in Richtung AfD.
Zuletzt geändert von Selina am Mo 14. Jan 2019, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 14:31

X3Q hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:03)

Schoko sprach vom zurückdrängen des privaten PKW-Verkehrs, nicht von Verboten. Dass er hier das Zurückdrängen evt. in Verbindung mit der Schaffung anderer Verkehrskonzepte denkt, hat allem Anschein nach in deiner kleinen und beengten Welt einfach mkeinen Platz.

--X

Kann mich nicht erinnern, irgend etwas von Verboten geschrieben zu haben, sondern davon, dass es genügend Menschen gibt, die auf das private Auto angewiesen sind.
Und was den ÖPNV vs private Mobilität angeht, empfehleich mal das hier durchzulesen. Ich hoffe, das ist dir nicht zu unseriös.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 14:31

Eigentlich weisen alle technologischen Entwicklungen in Richtung auf Home-Office und Verzicht auf physische Anwesenheit. In der Praxis siehts aber ganz anders aus. Ich habe schon meherere Diskussionen über die Frage erlebt, warum das eigentlich so ist und kurzfristig auch so bleibt. Es gibt nicht den mindesten Grund dafür, etwa ein Software-Entwicklungsunternehmen oder ein Projektierungsbüro in einer Großstadt und nicht in der Uckermark oder im Bayerischen Wald anzusiedeln, solange ausreichend Daten-Übertragungskapazität vorhanden ist.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 14:43

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:08)

Dir ist aber hoffentlich bekannt, dass der Zusammenhang zwischen Wohlstand und Geburtenrate umgekehrt proportional ist? Überhöhte Geburtenraten sind ein Armutsphänomen. Eine gerechtere Weltökonomie ist insofern natürlich auch ein Klimafaktor. Du schreibst ja selbst, dass die Bremsung des exponentiellen Erdbevölkerungswachstums auch die weitere Umweltzerstörung eindämmt. Warum also "Größernwahn", wenn es denn machbar ist?

Darauf habe ich hier im Forum oft genug hingewiesen! Stichwort Kindernutzen vs Kinderkosten. UND ich habe auf die entsprechende Publikation verwiesen, ebeso darauf, dass Bevölkerungspolitik wichtiger ist als Sozialpolitik. So what!
Gerechtere blablubb ... Was ist denn gerechter? Erkläre mal!
Denn auch darauf habe ich mehr als einmal verwiesen und die entsprechenden Publikationen genannt.
Scheint aber nicht bei dir anzukommen ...

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:08)Das ist im Prinzip schon ein grundsätzlich berechtigter Vorwurf. Aber es gibt ja ganz aktuell momentan heftige politische Auseinandersetzungen rund um die Krise der Deutschen Bahn. Die grundlegende Frage dabei ist, ob man die Bahn als ein gewinnorientiertes Unternehmen betreiben will (wie ab Anfang der 90er Jahre vorgesehen) oder ob man den Bahnverkehr als solchen als ein universelles, allgemeines Grundbedürfnis ansieht, so wie Grundschulen oder Krankenhäuser. Das die Gemeinschaft als Basisinfrastruktur bereitstellt. Im vorbildlichsten Eisenbahnland der Welt, in der Schweiz, wird das so gesehen. So gut wie jeder würde es als einigermaßen schräg ansehen, die Eltern von Grundschülern als "Kunden" der Grundschule zu verstehen.

Du zündest schon wieder Nebelkerzen!
Eine grundsätzliche Tatsache IST, dass viele ländliche Gebiete GAR KEINE ÖNPV-Anbindung haben und sehr viele eine sehr schlechte und dass Menschen auf dem Land schlicht auf das (eigene) Auto angewiesen sind, um sich mit den Gütern des täglichen Bedarfs zu versorgen.
Und selbstverständlich müssen Verkehrsbetrieben - egal welcher Art - gewinnorientiert betrieben werden, muss eine Kosten-Nutzen-Kalkulation erfolgen.
Auch Krankenhäuser sind angehalten gewinnorientiert zu arbeiten. Das ist ja nun wirklich nix Neues!
Bei dir scheint noch nicht angekommen zu sein, dass insbesondere Geburtenstationen/-kliniken geschlosssen werden, weil sie nicht rentabel sind, dass Schwangere nicht mehr ausreichend betreut werden können etc pp.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 14. Jan 2019, 14:47

Dark Angel hat geschrieben:(13 Jan 2019, 19:50)

So sollte es sein und so ist es i.d.R auch - mit Ausnahme der Klimaforschung. Hier werden Skeptiker und Kritiker "abgewatscht", als "Klimaleugner" diffamiert. Egal wie spekulativ die einzelnen Modelle sind, sind egal ob das komplexe System Erdathmospäre, Wetterentwicklung, Klima etc verstanden wird - spielt keine Rolle, darf nicht hinterfragt und/oder kritisiert werden. Man hat gefälligst zu glauben. Und wenn (angeblich) 97% der Klimaforscher das gleiche behaupten, sich gegenseitig aufeinander beziehen, dann müssen sie ja recht haben und die restlichen 3% der Skeptiker/Kritiker müssen falsch liegen.
So funktioniert aber Wissenschaft i.d.R. nicht - außer in der Klimaforschung.


So hat es Trumps Weltsicht bis ins Forum geschafft. Nein! Es gibt keine Verschwörung. Überrascht? Die Forschung ist ergebnisoffen. Nur passen einige die Ergebnisse nicht und stellen diese immer wieder völlig unwissenschaftlich in Frage. Zumindest offiziell. Intern aber baut die Ölindustrie Pipelines und Plattformen aber schon seit Jahrzehnten so dass sie auch beim Meeresanstieg durch den Klimawandel funktional bleiben. Komisch nicht? Offiziell aber leugnet man den menschengemachten Klimawandel.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 14:49

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:31)

Eigentlich weisen alle technologischen Entwicklungen in Richtung auf Home-Office und Verzicht auf physische Anwesenheit. In der Praxis siehts aber ganz anders aus. Ich habe schon meherere Diskussionen über die Frage erlebt, warum das eigentlich so ist und kurzfristig auch so bleibt. Es gibt nicht den mindesten Grund dafür, etwa ein Software-Entwicklungsunternehmen oder ein Projektierungsbüro in einer Großstadt und nicht in der Uckermark oder im Bayerischen Wald anzusiedeln, solange ausreichend Daten-Übertragungskapazität vorhanden ist.

Deine Home-Office kann man nicht essen, und man kann auch nicht in ihr schwimmen gehen - von anderen Freizeitangboten ganz zu schweigen.
Und Home-Office ersetzt auch keinen Arztbesuch, keine Untersuchung, kann keine Diagnose bei Krankheiten stellen, da is nix mit "Verzicht auf physische Anwesenheit".
Erklär doch mal wie Home-Office beispielsweise ein Herzecho erstellen soll oder ein EKG oder einen Herzkatheder legen.
Wie technikgläubig kann/muss man eigentlich sein, um den Faktor Mensch, soziale Interaktion etc so vollkommen auszublenden wie du.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 14:50

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:43)
Eine grundsätzliche Tatsache IST, dass viele ländliche Gebiete GAR KEINE ÖNPV-Anbindung haben und sehr viele eine sehr schlechte und dass Menschen auf dem Land schlicht auf das (eigene) Auto angewiesen sind, um sich mit den Gütern des täglichen Bedarfs zu versorgen.
Und selbstverständlich müssen Verkehrsbetrieben - egal welcher Art - gewinnorientiert betrieben werden, muss eine Kosten-Nutzen-Kalkulation erfolgen.

Das müssen sie ebensowenig zwangsläufig wie Grundschulen, Gymnasien, Polizei oder Hochschulen gewinnorientiert arbeiten müssen. Die Gesellschaft muss sich darüber klar werden, ob sie den Bahnverkehr als Basisinfrastruktur oder als Wirtschaftsunternehmen sehen und betreiben will. Beide Optionen sind möglich. Einigkeit besteht zur Zeit nur darüber, dass niemand eine Rückkehr zu einer "Beamtenbahn" wünscht.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 14:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:47)

So hat es Trumps Weltsicht bis ins Forum geschafft. Nein! Es gibt keine Verschwörung. Überrascht? Die Forschung ist ergebnisoffen. Nur passen einige die Ergebnisse nicht und stellen diese immer wieder völlig unwissenschaftlich in Frage. Zumindest offiziell. Intern aber baut die Ölindustrie Pipelines und Plattformen aber schon seit Jahrzehnten so dass sie auch beim Meeresanstieg durch den Klimawandel funktional bleiben. Komisch nicht? Offiziell aber leugnet man den menschengemachten Klimawandel.

Habe ich irgendwo etwas von Klimaverschwörung geschrieben? Kann mich nicht erinnern!
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 14:53

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:49)

Deine Home-Office kann man nicht essen, und man kann auch nicht in ihr schwimmen gehen - von anderen Freizeitangboten ganz zu schweigen.
Und Home-Office ersetzt auch keinen Arztbesuch, keine Untersuchung, kann keine Diagnose bei Krankheiten stellen, da is nix mit "Verzicht auf physische Anwesenheit".
Erklär doch mal wie Home-Office beispielsweise ein Herzecho erstellen soll oder ein EKG oder einen Herzkatheder legen.
Wie technikgläubig kann/muss man eigentlich sein, um den Faktor Mensch, soziale Interaktion etc so vollkommen auszublenden wie du.

Von einer Durchgängigkeit solcher Modelle war gar keine Rede. Es geht auch nicht nur um Home-Office sondern um Dienstleistungen wie Projektierunsaufgaben und Software-Erstellung, die vollständig remote angeboten werden können. Für die kein Unternehmen in einer großen Stadt oder auch überhaupt physikalisch irgendwo angesiedelt sein muss.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 14:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:50)

Das müssen sie ebensowenig zwangsläufig wie Grundschulen, Gymnasien, Polizei oder Hochschulen gewinnorientiert arbeiten müssen. Die Gesellschaft muss sich darüber klar werden, ob sie den Bahnverkehr als Basisinfrastruktur oder als Wirtschaftsunternehmen sehen und betreiben will. Beide Optionen sind möglich. Einigkeit besteht zur Zeit nur darüber, dass niemand eine Rückkehr zu einer "Beamtenbahn" wünscht.

Hast du dir mal die Frage gestellt, wovon das bezahlt werden soll?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Selina » Mo 14. Jan 2019, 15:17

Das ist eben die Frage: Müssen Betriebe, die ganz klar zur Daseinsvorsorge gehören (Nahverkehr, Gesundheitswesen, Wasser- und Stromversorgung, Wohnungsgesellschaften etcpp), wirklich unbedingt gewinnorientiert arbeiten? Und müssen es diese exorbitanten Gewinne wie etwa bei der Bahn sein? Nein, müssen sie nicht. Das ist allerdings ein Zukunftsmodell und heute noch nicht machbar, dass der Nahverkehr (und vielleicht auch der Fernverkehr) völlig gebührenfrei zu nutzen ist von jedermann. Aber eines Tages müssten eine völlig andere Steuerpolitik und andere Eigentumsverhältnisse (viel mehr kommunales, staatliches und genossenschaftliches neben privatem Eigentum) das ermöglichen können. Dazu bräuchte es natürlich andere politische Mehrheiten, von denen man im Moment weit entfernt ist. Aber als Zielvorstellung durchaus denkbar.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 15:19

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2019, 15:17)

Das ist eben die Frage: Müssen Betriebe, die ganz klar zur Daseinsvorsorge gehören (Nahverkehr, Gesundheitswesen, Wasser- und Stromversorgung, Wohnungsgesellschaften etcpp), wirklich unbedingt gewinnorientiert arbeiten? Und müssen es diese exorbitanten Gewinne wie etwa bei der Bahn sein? Nein, müssen sie nicht. Das ist allerdings ein Zukunftsmodell und heute noch nicht machbar, dass der Nahverkehr (und vielleicht auch der Fernverkehr) völlig gebührenfrei zu nutzen ist von jedermann, aber eines Tages müsste eine völlig andere Steuerpolitik und andere Eigentumsverhältnisse (viel mehr kommunales, staatliches und genossenschaftliches neben privatem Eigentum) das ermöglichen können. Dazu bräuchte es natürlich andere politische Mehrheiten, von denen man im Moment weit entfernt ist. Aber als Zielvorstellung durchaus denkbar.

Und nochmal die Frage: wovon soll das bezahlt werden?
Hast du wieder mal verfassungsfeindliche Enteignungsphantasien?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 14. Jan 2019, 15:30

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2019, 14:59)

Hast du dir mal die Frage gestellt, wovon das bezahlt werden soll?

Ist die Frage wirklich ernst gemeint?

Hast Du dir mal die Frage gestellt, worin der Unterschied zwischen "gewinnorientiert", "selbsttragend" und "öffentlich finanziert" besteht? Als Privatunternehmen ist die Bahn zuallererst den Renditeerwartungen der Eigentümer und nicht dem öffentlichen Interesse verpflichtet. Es ist einfach eine politische Entscheidung, ob die flächendeckende Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel gewollt ist oder nicht. Die Straßen-Verkehrsinfrastruktur wird meines Wissens in Deutschland vollständig mit öffentlichen Mitteln und nicht aus "Gewinnen" finanziert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Jan 2019, 16:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jan 2019, 15:30)

Ist die Frage wirklich ernst gemeint?

Hast Du dir mal die Frage gestellt, worin der Unterschied zwischen "gewinnorientiert", "selbsttragend" und "öffentlich finanziert" besteht? Als Privatunternehmen ist die Bahn zuallererst den Renditeerwartungen der Eigentümer und nicht dem öffentlichen Interesse verpflichtet. Es ist einfach eine politische Entscheidung, ob die flächendeckende Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel gewollt ist oder nicht. Die Straßen-Verkehrsinfrastruktur wird meines Wissens in Deutschland vollständig mit öffentlichen Mitteln und nicht aus "Gewinnen" finanziert.

Ja - die Frage ist ernst gemeint.
Und vonwegen "politische Entscheidung ... blablubb" - hast du mal darüber nachgedacht, welche Einschnitte in die Umwelt, welche Umweltzerstörung eine Erweiterung des Bahnnetzes oder des Busverkehrs mit sich bringen würden - ganz zu schweigen von den Umweltbelastungen.
Auch für dich was zum Nachdenken.
Hier im Thread geht es doch um athropogenen Einfluss auf den Klimawandel. Da sollte man auch solche Faktoren berücksichtigen und sich nicht nur am CO2 festbeißen.
Es gibt nämlich (auch @ X3Q) noch andere anthropogene Faktoren, die Einfluss auf die Geschwindigkeit des Klimawandels haben und DIE spiele ich keinesfalls herunter und noch weniger leugne ich die - im Gegenteil.
Da gibt es z. B. die bejubelte Energiewende und die rasant wachsenden Windmühlenwälder, um deretwillen Waldflächen und damit Sauerstoffproduzenten vernichtet werden.
Hat sich schon irgendjemand Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen sich auf das Mikroklima ergeben, ob sich thermische Veränderungen ergeben etc pp?
Wird überhaupt (schon) hinreichend verstanden, inwieweit sich Veränderungen des Mikroklimas insgesamt auswirken?
Und ja - diese Fragen sind ernst gemeint, das interessiert mich wirklich!
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