Die Zukunft der SPD

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Kohlhaas
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Di 19. Jan 2021, 18:54

Realist2014 hat geschrieben:(19 Jan 2021, 18:18)

Vermögen alleine verpflichtet gemäß dem GG zu gar nichts
Wie auch?
Zu was soll denn ein Bürger "verpflichtet sein", der Aktien von Apple oder Facebook oder Tesla im Wert von 100 Mio Euro hat?
Laut den Linksgedrehten womöglich, diese an "Bedürtige" zu "verteilen"...
Feuchte Träume halt von links außen

Nö, sehr viel "Eigentum" hat gar keinen oder nur sehr geringen Wert.
Zu was "verpflichtet" denn dann dieses wertlose Zeug?

Ich könnte jetzt nochmal GG Artikel 14, Absatz 2 zitieren. Die Mühe spare ich mir, da Du offensichtlich für Fakten und Argumente ohnehin nicht empfänglich bist. Dein wirrer Versuch, zwischen "Vermögen" und "Eigentum" unterscheiden zu wollen, ist auch völlig absurd. Glaub einfach, was Du willst. Ich halte es inzwischen für sinnlos, Dir noch irgendwelche Antworten zu geben, wenn Du selbst offensichtlich nicht das geringste Interesse hast, Dich staatsbürgerlich zu bilden. Glaub einfach, was Du willst.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Di 19. Jan 2021, 18:58

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 18:54)
. Dein wirrer Versuch, zwischen "Vermögen" und "Eigentum" unterscheiden zu wollen, ist auch völlig absurd. t.

nein, das ist eben nicht das Gleiche.
Vermögen zu haben "verpflichtet" in D zu gar nichts
Daran wird sich auch nichts ändern- außer Steuern darauf zu bezahlen, wenn es eine Vermögenssteuer geben sollte.
Das war es aber dann auch.
Glaub einfach, was Du willst.

Das ist keine Frage von "glauben", sondern simple Faktenlage
Ich halte es inzwischen für sinnlos, Dir noch irgendwelche Antworten zu geben, wenn Du selbst offensichtlich nicht das geringste Interesse hast, Dich staatsbürgerlich zu bilden.

Linkslastige Interpretationen unserer Verfassung haben nichts mit "staatspolitischer Bildung"" sondern lediglich mit ideologischer Verblendung zu tun
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Di 19. Jan 2021, 19:10

Realist2014 hat geschrieben:(19 Jan 2021, 18:58)
Linkslastige Interpretationen unserer Verfassung haben nichts mit "staatspolitischer Bildung"" sondern lediglich mit ideologischer Verblendung zu tun

Offensichtlich überfordert es Deine intellektuellen Fähigkeiten, aber es geht hier nicht um "Interpretationen", sondern um die bloße und ganz simpele Erfordernis, den Wortlaut des Grundgesetzes zur Kenntnis zu nehmen und zu verstehen. Du kannst und/oder willst das offensichtlich nicht. Dein Problem.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Di 19. Jan 2021, 19:18

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:10)

Offensichtlich überfordert es Deine intellektuellen Fähigkeiten, aber es geht hier nicht um "Interpretationen", sondern um die bloße und ganz simpele Erfordernis, den Wortlaut des Grundgesetzes zur Kenntnis zu nehmen und zu verstehen. Du kannst und/oder willst das offensichtlich nicht. Dein Problem.


Der Wortlaut des Gesetzes enthält keinerlei Verpflichtung bezüglich Vermögen

Nicht mal das Wort kommt darin vor.

Daher wird es auch kein Gesetzt geben, welches "Vermögende" zu irgendwas "verpflichtet".

finde dich damit ab und hör auf mit deinem ad personam spam.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Di 19. Jan 2021, 19:30

Realist2014 hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:18)

Der Wortlaut des Gesetzes enthält keinerlei Verpflichtung bezüglich Vermögen

Nicht mal das Wort kommt darin vor.

Daher wird es auch kein Gesetzt geben, welches "Vermögende" zu irgendwas "verpflichtet".

finde dich damit ab und hör auf mit deinem ad personam spam.

Auch hier ist offensichtlich wieder Deine intellektuelle Fähigkeit überfordert. Willst Du tatsächlich irgendwem die völlig bekloppte Behauptung verkaufen, dass "Eigentum" nicht gleichzeitig auch "Vermögen" ist? Oder umgedreht? Merkst Du nichtmal, dass Du Dich gerade selbst völlig lächerlich machst? Was ist denn Deiner "wirtschaftswissenschaflichen Expertenmeinung" nach der Unterschied zwischen Eigentum und Vermögen,?

Und nebenbei: Es hat sehr wohl schon Gesetze gegeben, die "Vermögende" zu irgendetwas "verpflichtet" haben. Das ist den meisten Menschen in diesem Land bekannt. Nur Dir hat es anscheinend noch niemand erzählt.

So, und jetzt habe ich endgültig den Kanal voll. Mit Dir diskutiere ich nie wieder über irgendwas.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Di 19. Jan 2021, 19:32

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 17:58)

Sorry, aber Du scheinst nicht nur Defizite hinsichtlich staatsbürgerlicher Bildung zu haben, sondern darüber hinaus auch noch eine Leseschwäche. Deshalb jetzt nochmal:

Grundgesetz, Artikel 14, Absatz 2:

"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Sind doch nur zwei kurze Sätze. Hast Du sie diesmal gelesen und vielleicht sogar verstanden?

Was folgt denn Ihrer Meinung aus diesem GG-Artikel?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Di 19. Jan 2021, 19:36

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:30)
Auch hier ist offensichtlich wieder Deine intellektuelle Fähigkeit überfordert.

Kannst du dieses dümmlich ad personam Gespamme nicht lassen?
Willst Du tatsächlich irgendwem die völlig bekloppte Behauptung verkaufen, dass "Eigentum" nicht gleichzeitig auch "Vermögen" ist? Oder umgedreht? Merkst Du nichtmal, dass Du Dich gerade selbst völlig lächerlich machst? Was ist denn Deiner "wirtschaftswissenschaflichen Expertenmeinung" nach der Unterschied zwischen Eigentum und Vermögen,?

Eigentum und Vermögen sind juristisch völlig unterschiedliche Begriffe.
Und nebenbei: Es hat sehr wohl schon Gesetze gegeben, die "Vermögende" zu irgendetwas "verpflichtet" haben. D

Außer zu "zahlen" zu gar nichts ( Vermögenssteuer, Lastenausgleich)

Das sind und bleiben "feuchte Träume" von politisch linker Seite, die Freiheit von Vermögenden "einschränken" zu wollen und sie zu irgendwas "zu verpflichten"
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Di 19. Jan 2021, 19:50

Senexx hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:32)

Was folgt denn Ihrer Meinung aus diesem GG-Artikel?

Welche Relevanz hat meine Meinung zu diesem Thema? Es ist doch völlig egal, was ich dazu "meine". Wer so tut, als gäbe es diesen Grundgesetzartikel nicht oder als wäre er bedeutungslos, ist ein Idiot oder ein Undemokrat.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Di 19. Jan 2021, 19:53

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:50)

. Wer so tut, als gäbe es diesen Grundgesetzartikel nicht oder als wäre er bedeutungslos, ist ein Idiot oder ein Undemokrat.


Den Artikel gibt es , er hat Bedeutung für individuelles Eigentum- aber nicht für "Gesamt-Vermögen"

Daher sind "Vermögende" auch zu NICHTS verpflichtet
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Di 19. Jan 2021, 20:02

Realist2014 hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:53)

Den Artikel gibt es , er hat Bedeutung für individuelles Eigentum- aber nicht für "Gesamt-Vermögen"

Daher sind "Vermögende" auch zu NICHTS verpflichtet

Ich wollte ja eigentlich nicht mehr, aber das ist jetzt so absurd, dass ich gerade einen Lachkrampf bekommen habe. Was meinst Du bitte mit "Gesamt-Vermögen"?

Hey, es hilft der Diskussion nicht einen Schritt weiter, wenn Du jedesmal, wenn Dir nichts mehr einfällt einen neuen Begriff in die Diskussion wirfst.

Es bleibt dabei: Gemäß deutscher Verfassung gibt es in Deutschland eine Sozialbindung des Eigentums. Dass DU das richtig scheiße findest hat in zwischen jeder Diskussionsteilnehmer begriffen. Änder doch einfach unsere Verfassung.
Senexx

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Di 19. Jan 2021, 20:03

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 19:50)

Welche Relevanz hat meine Meinung zu diesem Thema? Es ist doch völlig egal, was ich dazu "meine". Wer so tut, als gäbe es diesen Grundgesetzartikel nicht oder als wäre er bedeutungslos, ist ein Idiot oder ein Undemokrat.

Niemand hat die Existenz des Artikels bestritten.

Sie kommen ständig wieder damit an.

Also, welche praktische Bedeutung hat er?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Di 19. Jan 2021, 20:08

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 20:02)

Ich wollte ja eigentlich nicht mehr, aber das ist jetzt so absurd, dass ich gerade einen Lachkrampf bekommen habe. Was meinst Du bitte mit "Gesamt-Vermögen"?

g.


das ist der Ausgangspunkt der ganzen Diskussion aufgrund der Forderung von ATU01

Aber DU scheinst wohl noch eine Verpflichtung aus EINZELNEN Vermögenswerten ableiten zu wollen

Das ist echt zum lachen.

Es bleibt dabei: Gemäß deutscher Verfassung gibt es in Deutschland eine Sozialbindung des Eigentums.


Richtig. Nur keinerlei Verpflichtung in Abhängigkeit des individuellen, persönlichen Vermögens.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Atue001 » Mi 20. Jan 2021, 00:19

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jan 2021, 12:59)

Also, diese Aussage grenzt jetzt an Ignoranz. Er hat doch den Grundgesetzartikel zitiert, in dem die Verpflichtung formuliert ist. Und wenn sich jemand von anderen Menschen Beispiele aufzählen lassen muss, wo diese Verpflichtung per Gesetz durchgesetzt wird, dann ist deutet das auf Realitätsverlust hin.


Vergiss ihn. Er ist irrelevant.


Da muss ich die SPD jetzt mal mit einem gewissen Widerwillen in Schutz nehmen. Auch in der Regierungsarbeit haben die Sozialdemokraten viele sehr wichtige Entscheidungen durchgesetzt, die gerade mit der Sozialbindung des Eigentums zu tun haben. Nehmen wir nur den Mindestlohn oder die Mietpreisbremse. Die grundlegende "Zielsetzung" ist der SPD nicht verlorengegangen. Es ist der SPD in GroKo-Zeiten nur nicht gelungen, öffentlich zu vermitteln dass einige gute Regierungsentscheidungen auf Initiative der SPD gefällt wurden. Die "Erfolge" wurden der CDU zugerechnet. Dass die SPD noch mehr hätte fordern sollen (höherer Mindestlohn, schärfere Mietpreisbremse, gerechte Besteuerung von globalen Tech-Unternehmen, gerechte Besteuerung von Kaptialerträgen.... etcetc...) steht außer Frage. Das ließ sich aber nicht durchsetzen.


Das sehe ich durchaus genauso - wobei man auch sagen muss, dass die CDU unter Merkel sich sozialdemokratisiert hat. Schließlich wurden die Vorhaben der SPD auch mitgetragen.
Trotzdem - bei allen Erfolgen der SPD, die ja weite Teile ihrer Punkte im Regierungsprogramm regelrecht abgearbeitet hat - auch diese Punkte waren nur Reförmchen. Sie haben die Grundprobleme des Sozialstaates nicht adressiert.

Ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der SPD zu sichern, ist deshalb aus meiner Sicht: Raus aus der GroKo. Nie wieder eine GroKo, wenn es nicht unerlässlich ist, um "die Nation zu retten". Also nur im äußersten Notfall.

Ein Generalfehler der SPD war es, in diese vorläufig letzte Groko dann doch reinzugehen, obwohl man zuerst abgesagt hat, und dann nicht die Grundforderung an die Union zu stellen, dass die Groko zwar zustande kommen kann, aber nicht mit einer Kanzlerin Merkel.

Diese Freiheit hätte die SPD in jedem Fall gehabt - sie hätte dann klar ausgesagt, dass es nicht an ihr liegt, wenn die Regierung nicht zustande kommt, sondern an der Union. Bei den Bundestagswahlen wurde schließlich keine Kanzlerin gewählt, sondern es wurden Sitze im Bundestag vergeben, der dann seinerseits auch relativ frei einen Kanzler wählt oder auch nicht. Wieso dies die SPD nicht verstanden hat, bleibt mir auf Dauer schleierhaft.
Ggf. wäre es zu Neuwahlen gekommen mit ähnlichem Ergebnis - aber wieder hätte die SPD sagen können, wir gehen mit in die Regierung, aber nicht mit Frau Merkel......und dann? Die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber einen Union mit Verweigerungshaltung wäre unweigerlich gekippt! Merkel wäre früher Geschichte gewesen, und die SPD hätte sich bei einem neuen Kanzler ganz anders profilieren können.

Ein zweites Problem ist die innere Zerrissenheit der Partei. Dass es in einer großen Partei verschiedene Meinungen und unterschiedliche Strömungen gibt, ist gut und richtig. Bei der SPD ist das aber inzwischen zu stark ausgeprägt. Es fehlen gemeinsame Linien. Es fehlt auch eine gewisse "Struktur". Da kann jeder Hannepampel, von dem man noch nie was gehört hat, eine "Parteimeinung" herausposaunen.

Ein drittes Problem ist der "Personalstamm".Wenn eine Partei Leute wie Esken und Borjans zu Vorsitzenden wählen muss, dann ist das ein Armutszeugnis.



Die innere Zerrissenheit ist ein Grundproblem der Linken - eigentlich hätte eine integrative SPD schon die grüne Strömung in den 80ern mit aufnehmen können und müssen, und Die Linken hätten auch nie zu einer Partei werden dürfen, die eine Relevanz hat. Die Union ist bezüglich der Integrationsfähigkeit besser unterwegs - wobei die zerstörerischen Kräfte inzwischen auch in der CDU enorm sind - Merz/Laschet ist da ja nur ein Beispiel davon.....

Die Personaldecke bei der SPD ist definitiv inzwischen ziemlich ausgedünnt - das unterscheidet die SPD inzwischen auch von den GRÜNEN. Bei den Grünen gelingt es regelmäßig immer wieder, neue Köpfe in die Verantwortung zu bringen, aber alte Köpfe deshalb nicht gleich so abzuschießen, dass sie nichts mehr machen können......bei der SPD ist aber jeder verantwortungsvolle Posten ein Schleudersitz und bei Mißerfolg auch noch ohne Wiederkehr. Da sind die Genossen echt grottenschlecht.

Deshalb bleibe ich auch dabei, dass die SPD tendenziell immer weniger gebraucht wird. Bei den Grünen versammeln sich immer mehr Strömungen, die früher Merkmal der SPD waren, und der Rest findet sich bei den Linken. Ein soziales Alleinstellungsmerkmal hat die SPD längst nicht mehr, weil auch die CDU in der Mitte aast und dort soziale Themen besetzt.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Meruem » Mi 20. Jan 2021, 11:24

Atue001 hat geschrieben:(20 Jan 2021, 00:19)

Vergiss ihn. Er ist irrelevant.




Das sehe ich durchaus genauso - wobei man auch sagen muss, dass die CDU unter Merkel sich sozialdemokratisiert hat. Schließlich wurden die Vorhaben der SPD auch mitgetragen.
Trotzdem - bei allen Erfolgen der SPD, die ja weite Teile ihrer Punkte im Regierungsprogramm regelrecht abgearbeitet hat - auch diese Punkte waren nur Reförmchen. Sie haben die Grundprobleme des Sozialstaates nicht adressiert.


Ein Generalfehler der SPD war es, in diese vorläufig letzte Groko dann doch reinzugehen, obwohl man zuerst abgesagt hat, und dann nicht die Grundforderung an die Union zu stellen, dass die Groko zwar zustande kommen kann, aber nicht mit einer Kanzlerin Merkel.

Diese Freiheit hätte die SPD in jedem Fall gehabt - sie hätte dann klar ausgesagt, dass es nicht an ihr liegt, wenn die Regierung nicht zustande kommt, sondern an der Union. Bei den Bundestagswahlen wurde schließlich keine Kanzlerin gewählt, sondern es wurden Sitze im Bundestag vergeben, der dann seinerseits auch relativ frei einen Kanzler wählt oder auch nicht. Wieso dies die SPD nicht verstanden hat, bleibt mir auf Dauer schleierhaft.
Ggf. wäre es zu Neuwahlen gekommen mit ähnlichem Ergebnis - aber wieder hätte die SPD sagen können, wir gehen mit in die Regierung, aber nicht mit Frau Merkel......und dann? Die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber einen Union mit Verweigerungshaltung wäre unweigerlich gekippt! Merkel wäre früher Geschichte gewesen, und die SPD hätte sich bei einem neuen Kanzler ganz anders profilieren können.




Die innere Zerrissenheit ist ein Grundproblem der Linken - eigentlich hätte eine integrative SPD schon die grüne Strömung in den 80ern mit aufnehmen können und müssen, und Die Linken hätten auch nie zu einer Partei werden dürfen, die eine Relevanz hat. Die Union ist bezüglich der Integrationsfähigkeit besser unterwegs - wobei die zerstörerischen Kräfte inzwischen auch in der CDU enorm sind - Merz/Laschet ist da ja nur ein Beispiel davon.....

Die Personaldecke bei der SPD ist definitiv inzwischen ziemlich ausgedünnt - das unterscheidet die SPD inzwischen auch von den GRÜNEN. Bei den Grünen gelingt es regelmäßig immer wieder, neue Köpfe in die Verantwortung zu bringen, aber alte Köpfe deshalb nicht gleich so abzuschießen, dass sie nichts mehr machen können......bei der SPD ist aber jeder verantwortungsvolle Posten ein Schleudersitz und bei Mißerfolg auch noch ohne Wiederkehr. Da sind die Genossen echt grottenschlecht.

Deshalb bleibe ich auch dabei, dass die SPD tendenziell immer weniger gebraucht wird. Bei den Grünen versammeln sich immer mehr Strömungen, die früher Merkmal der SPD waren, und der Rest findet sich bei den Linken. Ein soziales Alleinstellungsmerkmal hat die SPD längst nicht mehr, weil auch die CDU in der Mitte aast und dort soziale Themen besetzt.


Naja also Polarisierung und innere Zerrissenheit ist ja in der heutigen Zeit kein alleiniges Problem der SPD, schau dir aktuell die CDU an oder ganz generell den Zustand der Gesellschaft insgesamt, die Probleme sind dass der SPD die klassischen Kernwähler ausgehen ( den klassischen Arbeiter und Malocher im Revier gibt so überhaupt nicht mehr und Zukunft durch den technischen Fortschritt noch weniger) und der SPD klingt es auch nicht sich neue ( jüngere) Wählerschichten zu erschließen. Die Schröderische Agenda 2010 wird ihr von vielen bis heute noch übel genommen ( Geburtshelfer der Linkspartei);dazu kommt die äußerst bescheidene Personaldecke der Sozen um es mal diplomatisch auszudrücken. Die SPD kann aus meiner Sicht froh sein wenn sie nicht in die prozentuale Einstelligkeit abrutscht und sich Linkspartei und FDP zahlenmäßig annähert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Jan 2021, 11:35

Atue001 hat geschrieben:(20 Jan 2021, 00:19)
Vergiss ihn. Er ist irrelevant.
D t.

Ich würde mal sagen, deine "Vorstellung" bezüglich die Vermögenden zu irgendwas zu "verpflichten", ist irrelevant.

Du bist ja selber offensichtlich nicht in der Lage, auf Fragen diesbezüglich Beispiele zu nennen, was du überhaupt unter "Verpflichtung" verstehst.

Aber dein Problem mit den Vermögenden wird hier wieder offensichtlich...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 20. Jan 2021, 14:23

Mit dem Einsatz für Arbeitsplatz zu Hause hat die SPD wieder Punkte machen können. Weiter so.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Jan 2021, 14:24

Alexyessin hat geschrieben:(20 Jan 2021, 14:23)

Mit dem Einsatz für Arbeitsplatz zu Hause hat die SPD wieder Punkte machen können. Weiter so.



Warten wir die nächsten Wahlumfragen ab.....
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 20. Jan 2021, 14:26

Realist2014 hat geschrieben:(20 Jan 2021, 14:24)

Warten wir die nächsten Wahlumfragen ab.....


Abgerechnet wird am Schluß.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Jan 2021, 14:27

Alexyessin hat geschrieben:(20 Jan 2021, 14:26)

Abgerechnet wird am Schluß.


Gut, dann müssen wir bis zum Herbst warten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 20. Jan 2021, 14:31

Realist2014 hat geschrieben:(20 Jan 2021, 14:27)

Gut, dann müssen wir bis zum Herbst warten.


Müssen wir eh.
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