BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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Occham
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Occham » So 2. Aug 2020, 15:29

Atue001 hat geschrieben:(01 Aug 2020, 23:17)

Wieso soll ich was fördern wollen?

:eek: fördern ist was anderes als fordern und das willst du nicht :eek:

Atue001 hat geschrieben:(01 Aug 2020, 23:17)

Die Wissenschaft hilft auch hier:
Auch heute - ohne BGE - gibt es ausreichend Faulenzer, und noch so viele Zwangsmaßnahmen haben daran nichts verändert - ausreichend viele von denen sitzen auch durchaus mit innerer Kündigung im Büro.

ich hab ja schon gesagt, der mensch besitzt den trieb zur Selbstverwirklichung UND den Trieb zum faulenzen. Niemand kann vorhersagen was bei einem BGE ausschlagen wird... Selbstverwirklichung oder Faulenzen... und deshalb muss man es auch in Erwägung ziehen, das BGE zurückzuziehen, für den Fall, das es auf die falsche Seite ausschlägt... das ist halt leider so
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Sybilla » So 2. Aug 2020, 18:59

Faulenzen wird auf Dauer langweilig dann beginnt automatisch die Suche nach Beschäftigung, das Problem beim BGE ist ein anderes, es gibt dann weniger billige Arbeitskräfte und somit auch weniger Profit und das ist der einzige Knackpunkt des BGE. Es geht um den Profit von wenigen wenn viele ein BGE erhalten.
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Teeernte
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Teeernte » So 2. Aug 2020, 19:06

Sybilla hat geschrieben:(02 Aug 2020, 18:59)
Es geht um den Profit von wenigen wenn viele ein BGE erhalten.


!Arbeitende! die für "NUR" BGE Empfänger - den Buckel krumm machen müssen.

Profit gibts - wenn das "BGE" bei Kik/Aldi/...... einkauft.

Es ist eine Umverteillung von Werktätigen zu Abkassierenden.

.......wir sind uns doch einig - dass Reiche nicht für BGE aufkommen werden. :D :D :D

Billige Arbeitskräfte gibt es ungefähr 5 Milliarden auf der Erde.


- 2 Mio "mit" BGE weniger. Hoooooooo ,
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Senexx
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » So 2. Aug 2020, 20:05

Sybilla hat geschrieben:(02 Aug 2020, 18:59)

Faulenzen wird auf Dauer langweilig dann beginnt automatisch die Suche nach Beschäftigung, .

Vorgarten verschönern, Ikebana...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » So 2. Aug 2020, 22:46

Occham hat geschrieben:(02 Aug 2020, 15:29)

:eek: fördern ist was anderes als fordern und das willst du nicht :eek:


ich hab ja schon gesagt, der mensch besitzt den trieb zur Selbstverwirklichung UND den Trieb zum faulenzen. Niemand kann vorhersagen was bei einem BGE ausschlagen wird... Selbstverwirklichung oder Faulenzen... und deshalb muss man es auch in Erwägung ziehen, das BGE zurückzuziehen, für den Fall, das es auf die falsche Seite ausschlägt... das ist halt leider so


Na, dann müssen wir es halt einführen - damit wir überhaupt in Erwägung ziehen können, es zurückzuziehen.......ich bin ziemlich sicher, wenn es mal da ist, wird man feststellen, dass mit wenig Korrekturmaßnahmen ein Zurückziehen nicht notwendig sein wird.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Sybilla » Mo 3. Aug 2020, 00:38

Teeernte hat geschrieben:(02 Aug 2020, 19:06)

!Arbeitende! die für "NUR" BGE Empfänger - den Buckel krumm machen müssen.

Profit gibts - wenn das "BGE" bei Kik/Aldi/...... einkauft.

Es ist eine Umverteillung von Werktätigen zu Abkassierenden.

.......wir sind uns doch einig - dass Reiche nicht für BGE aufkommen werden. :D :D :D

Billige Arbeitskräfte gibt es ungefähr 5 Milliarden auf der Erde.


- 2 Mio "mit" BGE weniger. Hoooooooo ,


Die Finanzierung des BGE erfolgt über die Wertschöpfungsabgabe diese vor allem die automatisierte Produktion (Robotik/Industrie 4.0) betrifft, hingegen es die klassischen Arbeitsplätze entlastest werden, indem die Lohnnebenkosten wegfallen. Alles schon 111 Mal erklärt und 111 Mal wieder gefragt als ob es noch gefragt wurde. Jetzt müssen !Arbeitende! einen groß teil ihres Arbeitseinkommen für andere und anderes abgeben. Die Lohnnebenkosten, die Finanzierung der Bankenrettung die Finanzierung der Saatsschuldenkrise, das Corona "Wums-Bums" Konjunkturprogramm für notleidende DAX Unternehmen und andere. !Arbeitende! müssen auch die exorbitant hohen Mieten für ihren Wohnraum aufbringen so das mancher !Arbeitende! heute zusätzlich Sozialleistungen beziehen muss.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 3. Aug 2020, 01:48

Sybilla hat geschrieben:(03 Aug 2020, 00:38)

Die Finanzierung des BGE erfolgt über die Wertschöpfungsabgabe diese vor allem die automatisierte Produktion (Robotik/Industrie 4.0) betrifft, hingegen es die klassischen Arbeitsplätze entlastest werden, indem die Lohnnebenkosten wegfallen. .

Aha. Also über die Mehrwertsteuer.

Die dann am Ende wer trägt? Der Endkunde. Die Verbrauchsbesteuerung des BGE.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Sybilla » Mo 3. Aug 2020, 02:58

Senexx hat geschrieben:(03 Aug 2020, 01:48)

Aha. Also über die Mehrwertsteuer.

Die dann am Ende wer trägt? Der Endkunde. Die Verbrauchsbesteuerung des BGE.


Nein die Wertschöpfungsabgabe ist keine Mehrwertsteuer, nach dem Solidarische Bürgergeld des Schweizer Ökonomen Thomas Straubhaar ist es eine Art Einkommenssteuer für jedes Einkommen und jede Wertschöpfung über den Freibetrag des BGE.
Für viele Arbeitnehmer wird diese Ek mit ca. 25 % erheblich geringer sein als heute. Diese Kosten des BGE werden aus den exorbitant hohen Profiten der Industrie 4.0 und Robotik finanziert. Im übrigen ist das BGE ein Standortvorteil für personal intensive Unternehmen, weil die Lohnkosten sinken. Hingegen das Einkommen der Arbeitnehmer ansteigen wird.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 3. Aug 2020, 03:18

Sybilla hat geschrieben:(03 Aug 2020, 02:58)

Nein die Wertschöpfungsabgabe ist keine Mehrwertsteuer, nach dem Solidarische Bürgergeld des Schweizer Ökonomen Thomas Straubhaar ist es eine Art Einkommenssteuer für jedes Einkommen und jede Wertschöpfung über den Freibetrag des BGE.
Für viele Arbeitnehmer wird diese Ek mit ca. 25 % erheblich geringer sein als heute. Diese Kosten des BGE werden aus den exorbitant hohen Profiten der Industrie 4.0 und Robotik finanziert. Im übrigen ist das BGE ein Standortvorteil für personal intensive Unternehmen, weil die Lohnkosten sinken. Hingegen das Einkommen der Arbeitnehmer ansteigen wird.

Ok.

Sie verstehen nicht, wie die Mehrwertsteuer funktioniert. Kann ja vorkommen.

Die Kosten des BGE mit 1500 € pro Kopf und Monat betragen, bei 83 Millionen Einwohnern, 1494 Milliarden €. Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer lagen letztes Jahr bei 184 Milliarden.

Sie wollen nun also aus den Profite der Industrie 4.0 die restlichen rund 1300 Milliarden ersteuern.

Viel Erfolg bei dem Versuch.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Occham » Mo 3. Aug 2020, 03:49

Sybilla hat geschrieben:(02 Aug 2020, 18:59)

Faulenzen wird auf Dauer langweilig dann beginnt automatisch die Suche nach Beschäftigung

Eine Beschäftigung im privaten Bereich ist schnell gefunden... Damit ein BGE überhaupt funktioniert, muss die Mehrheit aber am Arbeitsmarkt arbeiten... das scheint bei dir irgendwie nicht anzukommen, das die Mehrheit am Arbeitsmarkt arbeiten MUSS. Da verlasse ich mich nicht auf deine Glaskugel, die besagt das die Mehrheit schon arbeiten wird... die Mehrheit MUSS am Arbeitsmarkt arbeiten.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Teeernte » Mo 3. Aug 2020, 10:45

Sybilla hat geschrieben:(03 Aug 2020, 00:38)

Die Finanzierung des BGE erfolgt über die Wertschöpfungsabgabe diese vor allem die automatisierte Produktion (Robotik/Industrie 4.0) betrifft, hingegen es die klassischen Arbeitsplätze entlastest werden, indem die Lohnnebenkosten wegfallen. Alles schon 111 Mal erklärt und 111 Mal wieder gefragt als ob es noch gefragt wurde. Jetzt müssen !Arbeitende! einen groß teil ihres Arbeitseinkommen für andere und anderes abgeben. Die Lohnnebenkosten, die Finanzierung der Bankenrettung die Finanzierung der Saatsschuldenkrise, das Corona "Wums-Bums" Konjunkturprogramm für notleidende DAX Unternehmen und andere. !Arbeitende! müssen auch die exorbitant hohen Mieten für ihren Wohnraum aufbringen so das mancher !Arbeitende! heute zusätzlich Sozialleistungen beziehen muss.


Betriebswirtschaftlich - warum sollte man in D die Automaten hinstellen ? ....bis auf die 2 Jahre anfangs"Förderung"?

Weil hier Umwelt besteuert wird ? ...der Strom so billig ist ? ....die Nebenkosten so gering ? ...die Aufsicht / Arbeitsschutz so niedrig ?

...oder die Hallenpreise /Grundstücke so billig sind ?


Oder meinst Du die "Pflege" Automaten für alte Leute. Da gibts einen "Festpreis" durch Kasse - ohne GEWINN.


Im Moment benötigt man 7000 Eu Steuern im Jahr pro Kopf - für die Bundesrepublik.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Mendoza » Mo 3. Aug 2020, 16:56

Sybilla hat geschrieben:(03 Aug 2020, 02:58)

Nein die Wertschöpfungsabgabe ist keine Mehrwertsteuer, nach dem Solidarische Bürgergeld des Schweizer Ökonomen Thomas Straubhaar ist es eine Art Einkommenssteuer für jedes Einkommen und jede Wertschöpfung über den Freibetrag des BGE.
Für viele Arbeitnehmer wird diese Ek mit ca. 25 % erheblich geringer sein als heute. Diese Kosten des BGE werden aus den exorbitant hohen Profiten der Industrie 4.0 und Robotik finanziert. Im übrigen ist das BGE ein Standortvorteil für personal intensive Unternehmen, weil die Lohnkosten sinken. Hingegen das Einkommen der Arbeitnehmer ansteigen wird.


Wenn in Deutschland eine nennenswerte Wertschöpfungsabgabe anfällt und in Frankreich, China und den USA nicht, wo glaubst du wohl findet industrie 4.0 statt?
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 3. Aug 2020, 17:18

Mendoza hat geschrieben:(03 Aug 2020, 16:56)

Wenn in Deutschland eine nennenswerte Wertschöpfungsabgabe anfällt und in Frankreich, China und den USA nicht, wo glaubst du wohl findet industrie 4.0 statt?

Eine Wertschöpfungsabgabe haben wir ja in Form der Mehrwehrtsteuer bereits. Für Unternehmen ist die irrelevant.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Mendoza » Mo 3. Aug 2020, 17:54

Senexx hat geschrieben:(03 Aug 2020, 17:18)

Eine Wertschöpfungsabgabe haben wir ja in Form der Mehrwehrtsteuer bereits. Für Unternehmen ist die irrelevant.

Ok, habe ich mißverstanden.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 3. Aug 2020, 18:06

Mendoza hat geschrieben:(03 Aug 2020, 17:54)
Ok, habe ich mißverstanden.

Ich glaube nicht, dass Sybilla diese Form der "Wertschöpfungsabgabe" im Sinn hat, sondern sehr wohl eine "Profit-Abgabe" der "Profiteure", also sowas wie 90% Einkommenssteuer ab 10 Million und 99,99% ab 1 Milliarde.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 3. Aug 2020, 18:20

Troh.Klaus hat geschrieben:(03 Aug 2020, 18:06)

Ich glaube nicht, dass Sybilla diese Form der "Wertschöpfungsabgabe" im Sinn hat, sondern sehr wohl eine "Profit-Abgabe" der "Profiteure", also sowas wie 90% Einkommenssteuer ab 10 Million und 99,99% ab 1 Milliarde.

Damit ließen sich aber nicht die 1300 fehlenden Milliarden finanzieren.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 3. Aug 2020, 18:27

Senexx hat geschrieben:(03 Aug 2020, 18:20)
Damit ließen sich aber nicht die 1300 fehlenden Milliarden finanzieren.

Du vergißt die "exorbitant hohen Profite" der Industrie 4.0. Das reicht für BGE++.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 3. Aug 2020, 18:29

Troh.Klaus hat geschrieben:(03 Aug 2020, 18:27)

Du vergißt die "exorbitant hohen Profite" der Industrie 4.0. Das reicht für BGE++.


Ich schaue mir die VGR an. Sollten die BGEisten auch mal tun.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » Mo 3. Aug 2020, 23:55

Senexx hat geschrieben:(03 Aug 2020, 18:20)

Damit ließen sich aber nicht die 1300 fehlenden Milliarden finanzieren.


Wenn du 1000€ netto mehr im Monat hast, kannst du bis zu 1000€ zusätzliche Steuern und Abgaben verkraften, bevor es zu deinem Nachteil wird. Tatsächlich fehlen dann aber keine Milliarden mehr, weil sie vollständig gegenfinanziert sind.


Es gibt heute schon eine ganze Reihe recht gut durchgerechneter Modelle, wie man BGEs in unterschiedlicher Höhe finanzieren könnte. Relevant sind dabei in aller Regel nicht die genaue Summe der Ausgaben für ein BGE, sondern vor allem welche Maßnahmen diesen Ausgaben gegenüberstehen. Die unterschiedlichen Modelle sehen regelmäßig auch vor, dass es in der Folge zu einer Umverteilung kommt (letzten Endes ist das auch der Sinn eines BGEs). Allerdings ist das tatsächliche Umverteilungsvolumen weitaus geringer als die immer wieder gern genannten 1,x Billionen. Je nach Modell reden wir dann nur noch von niedrigen zweistelligen Milliardenbeträgen. Damit aber sind wir in Regionen, die andere Reformen auch immer wieder mal bewegen - es lohnt also nicht, die Dramatik um die angebliche Unfinanzierbarkeit eines BGEs immer wieder hoch zu holen. Allenfalls lohnt es, sich genauer damit zu beschäftigen, wer zu den Gewinnern, und wer zu den Verlierern zählen würde.

Meine Behauptung ist, auch unser heutiges Steuer- und Abgabensystem ist alles andere als gerecht. Vor allem eine relativ kleine Klientel von ca. 1% der Bevölkerung trägt deutlich zu wenig zur Staatsfinanzierung bei - im Verhältnis zu ihren Möglichkeiten. Würde man das im Rahmen unseres heutigen Steuer- und Abgabensystems korrigieren, käme auch ein zweistelliger Milliardenbetrag für Umverteilung zustande - eine solche Summe ist also nichts außergewöhnliches.

Der BGE-Ansatz hat regelmäßig den Charme, dass er mit heute vorhandenen Problemstellungen in der Staatsfinanzierung ein Gegenmodell anbietet, welches wichtige Teilbereiche der staatlichen Leistungen grundlegend besser, effizienter und auch menschengerechter organisiert, als dies heute der Fall ist. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Deshalb lohnt es sich, intensiv mit den Möglichkeiten und Chancen von BGE-Systemen auseinander zu setzen, und ernsthaft in Erwägung zu ziehen, die Vorteile eines so grundlegend aufgesetzten Ansatzes zu erschließen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Di 4. Aug 2020, 00:36

Atue001 hat geschrieben:(03 Aug 2020, 23:55)

Wenn du 1000€ netto mehr im Monat hast, kannst du bis zu 1000€ zusätzliche Steuern und Abgaben verkraften, bevor es zu deinem Nachteil wird. Tatsächlich fehlen dann aber keine Milliarden mehr, weil sie vollständig gegenfinanziert sind.
.

Ah.

Die 1000€ werden gleich wieder weggesteuert. Na dann.
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