Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Fr 16. Apr 2021, 15:30

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Apr 2021, 23:24)

Es gibt eine Rechtsaußen-Partei, die förmlich damit wirbt, als einzige Tabu-Themen ansprechen zu können.
Sie ist dadurch die Schlange, die sich von Kaninchen anstarren lässt.
Wagenknecht weicht allerdings von der Kaninchen-Taktik ab.


Die AfD macht sogar Plakat-Werbung mit ihr, worauf sie jetzt Klage erhebt. Wie sie ihre Positionen bei Lanz erläuterte, sind sie viel eher nachzuvollziehen als das, was oft verknappt und ohne Kontext durch Dritte wiedergegeben wird... aus politischem Kalkül.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Apr 2021, 16:17

PeterK hat geschrieben:(16 Apr 2021, 14:58)

Das ist - bei "personenbezogenen" Substantiven - ganz überwiegend nicht so. (Vater/Mutter, Sohn/Tochter, weibliches Suffix etc.). Es gibt allerdings viele Ausnahmen.

Das macht bei Personen, die ein natürliches Geschlecht haben ja auch Sinn, aber z.B. bei Berufsbezeichnungen schon nicht mehr und noch weniger Sinn macht es bei diesen Berugsbezeichnungen von "struktureller Diskriminierung" zu schwätzen.
Das ist doch bescheuert, ist das doch, aber sowas von ...
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon PeterK » Fr 16. Apr 2021, 16:33

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2021, 16:17)
Das macht bei Personen, die ein natürliches Geschlecht haben ja auch Sinn, aber z.B. bei Berufsbezeichnungen schon nicht mehr und noch weniger Sinn macht es bei diesen Berugsbezeichnungen von "struktureller Diskriminierung" zu schwätzen.

Bei Berufsbezeichnungen wie z.B. "die Betrügerin" ist es schon sinnvoll. ;)

Das ist doch bescheuert, ist das doch, aber sowas von ...

Selbstverständlich ist es das, zumal der Quark ja keineswegs dazu beiträgt, echte Benachteiligungen (geschlechtsunabhängig) anzugehen und zu beseitigen.

Ich habe kein Problem mit "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Liebe Schülerinnen und Schüler". Aber diese unbeholfenen Versuche à la Gender-Schluckauf sind schlicht kontraproduktiv und vernebeln lediglich zum Teil vielleicht berechtigte Hinweise auf Ungleichbehandlungen. Darüber hinaus spielt der Unsinn den "ganz Rechten" in die Karten.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Stoner » Fr 16. Apr 2021, 17:01

odiug hat geschrieben:(16 Apr 2021, 13:52)

Bingo ... "nach unseren Vorstellungen zuzuweisen" .
Genau um diese Vorstellungen geht es ja.
Und ja ..."Der Status" ist männlich ... wie meist auch der Status der Frau sich von dem Status des Mannes ableitet.
Das zu ändern ist genau, um was es geht.
Nun gebe ich zu, dass im Vergleich zu den Vorstellungen des viktorianischen Zeitalters sich viel getan hat ... aber fertig sind wir noch lange nicht.


1. Was ist an "die Führungskraft" männlich?
2. Wer hat das Recht, Sprache zu ändern, sie vorzuschreiben?
3. Warum ist die Türkei mit ihrer vollkommen geschlechterlosen Sprache (auch keine Endungen) nicht weiter als wir? Nach Ihren Vorstellungen müsste dort das emanzipatorische Paradies herrschen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Fr 16. Apr 2021, 17:03

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2021, 14:20)

Der Mensch ist ebenfalls grammatisch maskulin und das obwohl es schon immer Männer und Frauen gab.
Das dürfte eigentlich das beste Beispiel dafür sein, dass grammatische Genera absolut nix mit natürlichem Geschlecht zu tun haben.
Du beschwerst dich darüber, dass der Beruf männlich ist, aber nicht darüber, dass die Berufung weiblich ist.
Merkste was?

Es geht auch nicht um DEN Maskulin für jedes x-beliebige Substantiv, sondern es geht um die, die ein sozioökonomisches Verhältnis beschreiben.
Der Löffel interessiert niemanden und die Gabel auch nicht.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Apr 2021, 17:10

PeterK hat geschrieben:(16 Apr 2021, 16:33)

Bei Berufsbezeichnungen wie z.B. "die Betrügerin" ist es schon sinnvoll. ;)

Nuja - in "Grimms Märchen" taucht diese Bezeichnung tatsächlich auf und bei Hans Christian Andersen auch und wenn ich mir das recht überlege, gibt es die Unterscheidung zwischen Maskulinum und Femininum bei Berufsbezeichnungen schon seit Jahrhunderten - da ist von der Bäuerin die Rede, von der Schneiderin etc pp.
Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis, die man besonders betonen müsste


PeterK hat geschrieben:(16 Apr 2021, 16:33)Selbstverständlich ist es das, zumal der Quark ja keineswegs dazu beiträgt, echte Benachteiligungen (geschlechtsunabhängig) anzugehen und zu beseitigen.

Da kann ich nur uneingeschränkt zustimmen.

PeterK hat geschrieben:(16 Apr 2021, 16:33)Ich habe kein Problem mit "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Liebe Schülerinnen und Schüler". Aber diese unbeholfenen Versuche à la Gender-Schluckauf sind schlicht kontraproduktiv und vernebeln lediglich zum Teil vielleicht berechtigte Hinweise auf Ungleichbehandlungen. Darüber hinaus spielt der Unsinn den "ganz Rechten" in die Karten.

Habe ich auch nicht, ich sehe das schlicht als eine Form der Höflichkeit an und gut is.
Was den Rest angeht, damit wird doch das Ziel "Gechlecht unsichtbar zu machen" konterkariert.
Damit wird etwas, was im Alltag völlig irrelevant ist, dermaßen in den Vordergrund gerückt, dass alles andere, worauf es wirklich ankommt - ja - regelrecht verschwindet.
Mir is doch völlig wurscht, ob ich von einem Arzt oder einer Ärztin operiert werden, wichtig ist die Kompetenz und im Endeffekt ist es ohnehin ein Ärzteteam, das die OP durchführt und mir ist auch völlig wurscht ob mich eine Krankenschwester oder eine Krankenpflegerin - meinetwegen sogar ein Krankenpfleger - auf ITS umbettet.
Wer sich über sowas den Kopp zerbricht, dem geht es entweder zu gut oder er hat massive Minderwertigkeitskomplexe.
Es gibt da ein Sprichwort: "wer keine Sorgen hat, der macht sich welche" :D
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Fr 16. Apr 2021, 17:11

Stoner hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:01)

1. Was ist an "die Führungskraft" männlich?
2. Wer hat das Recht, Sprache zu ändern, sie vorzuschreiben?
3. Warum ist die Türkei mit ihrer vollkommen geschlechterlosen Sprache (auch keine Endungen) nicht weiter als wir? Nach Ihren Vorstellungen müsste dort das emanzipatorische Paradies herrschen.

Der Chef, Der Vorgesetzte, der Manager, usw usw usw.
Die Kraft, die Führung ... die Führungskraft.
Es setzt sich zusammen.
Und bitte ... man muss gar nicht das Türkische heranziehen.
Viel näher an unsren Verhältnissen ist das Englische.
Und ich hab dir denke ich schon mal geantwortet, dass das Gendern der Sprache für mich keine Lösung darstellt ... vor allem nicht als weibliches Anhängsel.
Es geht mir persönlich auch nicht um "Lösungen", weil ich denke, es gibt keine.
Zumindest keine, die "befriedigend" wäre.
Aber darüber nachdenken und sich das mal von der anderen Seite aus bewusst machen, das finde ich schon wichtig.
Und es kann sein, dass die Gesellschaft sich soweit entwickelt und die Gleichstellung so normal wird, dass Die Chef neben Der Chef kein Rechtschreibfehler mehr ist, auch wenn sich das in unsren Ohren jetzt falsch anhört.
Zuletzt geändert von odiug am Fr 16. Apr 2021, 17:20, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Apr 2021, 17:16

odiug hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:03)

Es geht auch nicht um DEN Maskulin für jedes x-beliebige Substantiv, sondern es geht um die, die ein sozioökonomisches Verhältnis beschreiben.
Der Löffel interessiert niemanden und die Gabel auch nicht.
Der Arzt : Die Krankenschwester aber schon.

Wen interessiert das denn?
Normale Menschen, die durch ihren Beruf, ihre Familie, Hobbies und sonstiger Interessenlage ausgelastet sind, interessiert das mit Sicherheit nicht, denen geht sowas glatt am Arxxx vorbei.
Das interessiert nur Leute, die aus Mangel an anderem Nabelschau betreiben, die ein Problem mit sich selber haben und/oder an massiven Minderwertigkeitskomplexen leiden, die sich immer und überall benachteiligt und als Opfer fühlen.
Statt anderen mit ihrem Mist auf den Geist zu gehen, sollten sie sich professionelle Hilfe suchen oder wenigstens ein Hobby zulegen.
Da sindse beschäftigt.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Fr 16. Apr 2021, 17:21

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:16)

Wen interessiert das denn?
Normale Menschen, die durch ihren Beruf, ihre Familie, Hobbies und sonstiger Interessenlage ausgelastet sind, interessiert das mit Sicherheit nicht, denen geht sowas glatt am Arxxx vorbei.
Das interessiert nur Leute, die aus Mangel an anderem Nabelschau betreiben, die ein Problem mit sich selber haben und/oder an massiven Minderwertigkeitskomplexen leiden, die sich immer und überall benachteiligt und als Opfer fühlen.
Statt anderen mit ihrem Mist auf den Geist zu gehen, sollten sie sich professionelle Hilfe suchen oder wenigstens ein Hobby zulegen.
Da sindse beschäftigt.

Also dieser Beitrag ziert eine/n Moderator/in jetzt aber nicht :p
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Apr 2021, 17:26

odiug hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:21)

Also dieser Beitrag ziert eine/n Moderator/in jetzt aber nicht :p

Was stört dich daran?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Fr 16. Apr 2021, 17:28

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:26)

Was stört dich daran?

Deine Küchenpsychologie.
Sollte man vermeiden, weil es gibt User (nicht mich), die nehmen das persönlich :eek:
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Stoner » Fr 16. Apr 2021, 17:50

odiug hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:11)


Und es kann sein, dass die Gesellschaft sich soweit entwickelt und die Gleichstellung so normal wird, dass Die Chef neben Der Chef kein Rechtschreibfehler mehr ist, auch wenn sich das in unsren Ohren jetzt falsch anhört.


Ja, aber das ist dann die Totalbiologisierung der Sprache. Davon abgesehen dass dann die nächsten kommen, die sich weder auf dieses noch jenes Geschlecht festlegen lassen wollen und (natürlich dann zurecht) die Aufnahme von das Chef fordern. Und es könnte, ebenfalls legitimerweise (!) dann jemand sagen, er möchte überhaupt nicht, dass er irgendeinem Geschlecht zugeordnet wird, also weder die noch der noch das Chef sein möchte, sondern nur Chef. Also eine Type wie Lann Hornscheidt, die ja weder weiblich noch männlich noch nicht männlich und nicht weiblich und auch sonst nicht geschlechtstheoretisch angesprochen werden möchte. Und die Ex-Dame hätte recht, denn wenn das Geschlecht biologisch ist, dann kann sie sich aufs Grundgesetz berufen und sagen, sie dürfe aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft wegen nicht benachteiligt werden. Ich bin nicht Mann, nicht Frau und weder nicht Frau noch nicht Mann usw.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon PeterK » Fr 16. Apr 2021, 18:01

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2021, 17:10)
Es gibt da ein Sprichwort: "wer keine Sorgen hat, der macht sich welche" :D

Jep. Das gilt in Bezug auf diesen Thread IMO für "rechts" wie "links": Viel Lärm um nichts.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Apr 2021, 18:07

PeterK hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:01)

Jep. Das gilt in Bezug auf diesen Thread IMO für "rechts" wie "links": Viel Lärm um nichts.

Nun, viel Lärm um nichts, würde ich so nicht sagen, aber dass Minderheiten sehr viel Lärm um ihre Befindlichkeiten machen schon und dass sich Generation Schneeflocke durch alles und jedes eingeschränkt und diskriminiert fühlt auch.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Laertes » Fr 16. Apr 2021, 18:13

Ich habe die Diskussion hier verpasst und bin wenig motiviert mich durch 64 Seiten zu lesen. Kam Meike Stoverook und ihr Buch 'Female Choice' schon zur Sprache?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Vongole » Fr 16. Apr 2021, 18:20

Laertes hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:13)

Ich habe die Diskussion hier verpasst und bin wenig motiviert mich durch 64 Seiten zu lesen. Kam Meike Stoverook und ihr Buch 'Female Choice' schon zur Sprache?

Passt eigentlich nicht in denThread, weil es nichts mit Rassismus zu tun hat.
Dürfte aber für jede Menge männlicher Aufregung sorgen. ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Laertes » Fr 16. Apr 2021, 18:31

Vongole hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:20)

Passt eigentlich nicht in denThread, weil es nichts mit Rassismus zu tun hat.
Dürfte aber für jede Menge männlicher Aufregung sorgen. ;)

Da Frau Stoverook in der Einleitung erst mal 30 Seiten Abbitte bei der woke-Fraktion leistet, dass sie sich im Folgenden erdreisten wird die reale Existenz biologischer Geschlechter zum Fundament ihrer Argumentation zu machen, dachte ich es passt in den Kontext Sahra Wagenknecht (liegt noch ungelesen im Regal).

Ich als Mann fand Stoverooks Argumentationslinie in den ersten zwei Dritteln recht überzeugend und nachvollziehbar. Im letzten Drittel schwächelt das Buch, aber den grundsätzlicher Aspekt halte ich für ausgesprochen relevant.

Aber wenns am Thema vorbei ist: Wie stehts mit Carolin Fourest, 'Generation Beleidigt'? Wurde die schon durchgehechelt?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon PeterK » Fr 16. Apr 2021, 18:33

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:07)
Nun, viel Lärm um nichts, würde ich so nicht sagen, aber dass Minderheiten sehr viel Lärm um ihre Befindlichkeiten machen schon ...

Ja, die AfD-Heinis nerven mit ihrem Mimimi. Da gebe ich Dir recht. Aber auch das sollte man nicht überbewerten.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Vongole » Fr 16. Apr 2021, 18:39

Laertes hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:31)

Da Frau Stoverook in der Einleitung erst mal 30 Seiten Abbitte bei der woke-Fraktion leistet, dass sie sich im Folgenden erdreisten wird die reale Existenz biologischer Geschlechter zum Fundament ihrer Argumentation zu machen, dachte ich es passt in den Kontext Sahra Wagenknecht (liegt noch ungelesen im Regal).

Ich als Mann fand Stoverooks Argumentationslinie in den ersten zwei Dritteln recht überzeugend und nachvollziehbar. Im letzten Drittel schwächelt das Buch, aber den grundsätzlicher Aspekt halte ich für ausgesprochen relevant.

(..)

Das wusste ich nicht, da ich bisher nur verschiedene Interviews mit ihr bzw. Besprechungen über das Buch gelesen habe. Insofern würde es schon passen.
Auf jeden Fall es mich so neugierig gemacht, dass ich's lesen werde.
Aber wenns am Thema vorbei ist: Wie stehts mit Carolin Fourest, 'Generation Beleidigt'? Wurde die schon durchgehechelt?

Ich glaube, ein User hat es mehrmals angesprochen, aber durchgehechelt wurde sie wohl nicht. Allerdings verfolge ich den Thread nur noch sporadisch.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 16. Apr 2021, 22:41

Selina hat geschrieben:(16 Apr 2021, 15:30)

Die AfD macht sogar Plakat-Werbung mit ihr, worauf sie jetzt Klage erhebt. Wie sie ihre Positionen bei Lanz erläuterte, sind sie viel eher nachzuvollziehen als das, was oft verknappt und ohne Kontext durch Dritte wiedergegeben wird... aus politischem Kalkül.

Muss ich mir erst ansehen, aber Danke für den Tipp.
Die AfD hat auch Lisa Eckhart zu nutzen versucht und diese hat ebenfalls geklagt.

Meine ja, man sollte nicht jede Nuance einer möglichen Zweitmeinung gleich in AfD-Nähe rücken. Denn das bläht diese Richtung künstlich auf.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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