Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

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Troh.Klaus
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Feb 2021, 17:49

Cobra9 hat geschrieben:(26 Feb 2021, 10:16)
Ich hab ja auch exakt nach KFOR gefragt wenn Du lesen möchtest. Steht da irgendwo was anderes?

User H2O hat die Causa Kosovo angesprochen, nicht die Causa KFOR. Dass Du Deine Replik auf KFOR beschränkt und den Rest, z.B. die Bombardierung serbischer Städte durch die NATO, unter den Tisch gekehrt hast - nun, es ist auch schwierig, wenn die "Guten" sich auch nicht an die Regeln halten, nicht wahr.
Aber selbst wenn man den Konflikt geführt hat vor KFOR war es legitim nach meiner Meinung . Nach dem der Vertrag von Rambouillet durch den serbischen Präsidenten Slobodan Milošević abgelehnt wurde und weitere Massaker befürchtet wurden, gab es Reaktionen. . Offizielles Hauptziel der NATO war, die Regierung Slobodan Miloševićs zum Rückzug der Armee aus dem Kosovo zu zwingen den man als unabhängige Einheit sah.

Die Bombardierungen fanden vor KFOR statt - Dein "selbst wenn" ist überflüssig.
"Die NATO hat den Kosovo als unabhängige Einheit gesehen" - ja, das ist ein absolut hinreichender Grund, in Eigenermächtigung out-of-area zu bomben. Ich bin begeistert.
Wenn die NATO demnächst die West-Sahara als unabhängige Einheit sieht, wird halt Marokko bombardiert. Wenn die sich wie weiland Serbien quer stellen.[/quote]
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Feb 2021, 18:10

Kohlhaas hat geschrieben:(26 Feb 2021, 12:41)
Trotzdem wurde Kosovo nicht durch Nato-Gewalt geschaffen. Vielmehr hat die Provinz sich selbst für unabhängig erklärt. Auch kein anderer der neu entstandenen Balkanstaaten wurde mit Nato-Gewalt errichtet. Das haben die Menschen dort selbst so entschieden. Die Nato ist lediglich eingeschritten, um weitere Vertreibungen und Massenmorde zu unterbinden und den Bürgerkrieg zu ersticken.

Die NATO hat die Unabhängigkeit des Kosovo mit einer massiven militärischen Intervention möglich gemacht. Die Kosovaren haben sich daraufhin für unabhängig erklärt, gegen den Willen Belgrads.
Russland hat mit einem militärischen Kommandounternehmen die Rückkehr der Krim initiiert. Die Krim-Bewohner haben in den Wahlen 2018 mit mehr als 90% für Putin und damit für den Verbleib bei Russland gestimmt, gegen den Willen Kiews. Wenn der Wille der Bevölkerung entscheidend ist, sollte das für die Krim genauso gelten wie für den Kosovo.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Feb 2021, 18:21

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Feb 2021, 18:10)

Die NATO hat die Unabhängigkeit des Kosovo mit einer massiven militärischen Intervention möglich gemacht. Die Kosovaren haben sich daraufhin für unabhängig erklärt, gegen den Willen Belgrads.
Russland hat mit einem militärischen Kommandounternehmen die Rückkehr der Krim initiiert. Die Krim-Bewohner haben in den Wahlen 2018 mit mehr als 90% für Putin und damit für den Verbleib bei Russland gestimmt, gegen den Willen Kiews. Wenn der Wille der Bevölkerung entscheidend ist, sollte das für die Krim genauso gelten wie für den Kosovo.

Äpfel und Birnen. Die Nato hat Kosovo weder mit Gewalt errichtet noch annektiert. Sie ist dort lediglich tätig geworden um laufende Kampfhandlungen zu beenden und Massenmorde zu verhindern. Damit wurde in keiner Weise vorgegeben, welche Verfassung sich Kosovo geben wollte oder was bei möglichen Verhandlungen zwischen Kosovo und Serbien herauskommen würde. Auf der Krim lief das völlig anders.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DevilsNeverCry » Fr 26. Feb 2021, 19:55

Cobra9 hat geschrieben:(26 Feb 2021, 12:28)

Ich sagte bereits Ich geh davon aus es wird fertig gebaut. Wenn auch mit Verzögerung. Aber das ändert ja nicht das Du Versicherungen brauchst, Zertifizierungen ect = nach EU Recht

Was kompliziert wird. Ich bin aber absolut dafür es Russland wo es möglich ist unbequem zu machen. Teurer, Nervig.

Natürlich rein legal. Ich würde mir wünschen das Milliarden Bußgeld aus Polen kommt durch. Weil ich Russland insgesamt ablehne aufgrund der Aktionen wo passiert sind und es mit Fossil-Projekten kritisch sehe.

Jeder Euro der Russland fehlt unter Putin=Klasse.

Ich erwarte von Russland lediglich normales Verhalten. Wenn die USA es wollen ist das Projekt tot. Was will Russland tatsächlich tun wenn man vom Kapitalmarkt ect. abgeschnitten wird.

Biden will nur nicht gleich richtig Kampf mit Rücksicht auf Deutschland. Wenn Ich richtig überschlagen habe wird Berlin die nächsten Jahre allein Rüstungsindustrie Projekte im Bereich von 15-18 Milliarden bestellen.

F18, Schwerer Hubschrauber, Patriot Upgrade....

Allein F18 ca 6- 12 Milliarden, Hubschrauber mindestens 6 Milliarden. Patriot mindestens 3 Milliarden.

So komm Ich auf die Summe. Je nach Umfang, Stückzahl ect variieren die Preise.

Was ja auch nicht wenig ist. Weshalb dann ja auch Biden mit Sicherheit den Deal will.


Putin weh tun ist ja die eine Seite und auch verständlich - aber dann bitte auch da wo es passt, z. B. In der Ukraine 2014. Sanktionen gegen ein Projekt zu vollziehen welches sowohl auf Bundesebene als auch auf EU Ebene den Genehmigungspeozess durchging ist aber was anderes. Dazu habe ich hier schon mal meine Meinung kund getan. Hier sollte man sich eher fragen, sind US Sanktionen überhaupt rechtens? Sollten die USA nicht für exterritoriale Sanktionen bestraft werden? So etwas könnte man natürlich per Gericht anfechten, aber dass würde dauern.

Bezüglich dem US Kapitalmarkt. Das kommt darauf an Cobra - wenn die USA "nur" russische Unternehmen sanktionieren die einen Bezug zu NS2 haben, dann kannst du Russland meiner Meinung nach nicht stoppen. Was würde Russland in dem Fall machen? Das Verlegschiff Fortuna und die Akademik Chersky gehören einem russischen Unternehmen welches nicht am US Kapitalmarkt tätig ist - die Samara Heat and Power Property Fund, die Zertifizierung der Röhre könnten von einem russischen Unternehmen kommen - natürlich muss es den entsprechenden Maßstäben genügen. Selbst bei der Finanzierung können russische Banken für Banken aus der EU einspringen. Die Bank of Russia als eines der größten Banken Russlands ist ein gutes Beispiel. Die sind nach dem Krim Anschluß erst mit gewissem zögern in die Krim rein - aber sie haben es getan. Natürlich wurden sie daraufhin vom US-Kapitalmarkt abgeschnitten. Wie sollen die USA solche Unternehmen und Banken sanktionieren? Die sind ohnehin nicht am US Kapitalmarkt tätig. Das sind jetzt nur Beispiele.
Wenn die USA natürlich anfangen russische Unternehmen zu sanktionieren die keinen Bezug zu NS2 haben, dann sieht das anders aus. Das war vor allem während dem Krieg in der Ostukraike wirksam - SWIFT, möglicher Importstopp von russischen Energieträgern etc.

Aber du hast schon recht Biden will natürlich eine Annäherung mit Deutschland. Da sind ja nicht nur die Rüstungsdeals sondern vor allem China ein großes Thema. 5G und das Investionsschutzabkommen sind da ein großes Thema für Washington - ich denke das spielt bei den Verhandlungen mit NS2 auch eine Rolle. Wegen einer Pipeline werden Deutschland und Washington jetzt nicht ihre Beziehung aufs Spiel setzen. Das wäre dumm. Ich denke es kommt zu Einigung und das ist auch besser so.
Ein Importstopp den Deutschland kontrollieren könnte finde ich ist übrigens eine gute Idee. Von einem automatischen Stopp bei Lieferunterbrechungen halte ich nichts.
Zuletzt geändert von DevilsNeverCry am Fr 26. Feb 2021, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 19:58

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Feb 2021, 18:10)

Die NATO hat die Unabhängigkeit des Kosovo mit einer massiven militärischen Intervention möglich gemacht. Die Kosovaren haben sich daraufhin für unabhängig erklärt, gegen den Willen Belgrads.
Russland hat mit einem militärischen Kommandounternehmen die Rückkehr der Krim initiiert. Die Krim-Bewohner haben in den Wahlen 2018 mit mehr als 90% für Putin und damit für den Verbleib bei Russland gestimmt, gegen den Willen Kiews. Wenn der Wille der Bevölkerung entscheidend ist, sollte das für die Krim genauso gelten wie für den Kosovo.

Die Besatzungsmacht hat keine Fantasiewahlen zu veranstalten, die geeignet sind, die Bevölkerung zu diskreditieren.
Sie ist vielmehr völkerrechtlich gehalten, die Zivilbevölkerung angemessen zu behandeln und die Versorgung zu gewährleisten.

Der "Wille der Bevölkerung" wird sich in dem Moment wieder entfalten, wenn die Truppen der auswärtigen Macht abziehen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Feb 2021, 20:19

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 19:58)

Die Besatzungsmacht hat keine Fantasiewahlen zu veranstalten, die geeignet sind, die Bevölkerung zu diskreditieren.
Sie ist vielmehr völkerrechtlich gehalten, die Zivilbevölkerung angemessen zu behandeln und die Versorgung zu gewährleisten.

Der "Wille der Bevölkerung" wird sich in dem Moment wieder entfalten, wenn die Truppen der auswärtigen Macht abziehen.


Wieviel Russen werden pro Ukraine stimmen ? (Wieviel Engländer ? ....die kaufen ja - wie blöd..)
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Fr 26. Feb 2021, 20:25

Der "Wille der Bevölkerung" wird sich in dem Moment wieder entfalten, wenn die Truppen der auswärtigen Macht abziehen.


Das haben Sie ja sehr fein ausgedrückt. Vermutlich hat der Wille der Bevölkerung sich inzwischen schon anläßlich Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Rußland ausgedrückt... was immer wir von solchen Wahlen halten.

Und ich bin neugierig, was der allseits angehimmelte Herr Nawalny über den Verbleib der Krim zum Besten geben wird. Na ja, eigentlich nicht, weil das völlig klar ist!
https://www.mdr.de/nachrichten/osteurop ... g-100.html
Nawalny lehnte jedoch die Annektion der Krim durch Russland 2013 ab, ruft aber mittlerweile dazu auf, die Annexion als gegebene Realität anzuerkennen.


Tja, was wird er wohl dereinst zu North Stream 2 sagen, wenn es diesem Politiker gelingt, in Rußland den Ton an zu geben? ;)
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 20:31

Teeernte hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:19)

Wieviel Russen werden pro Ukraine stimmen ? (Wieviel Engländer ? ....die kaufen ja - wie blöd..)

Etwa 30 % der Russen in Russland würden derzeit für Putin stimmen. Das Vertrauen in das Regime ist beträchtlich gesunken, das in Wahlen war vorher schon desolat.

Die Ukraine - einschließlich der Krim - hat sich 1991 für die Unabhängigkeit entschieden, per reeller Abstimmung.

Blumenkriege kämen auch ohne Blumen aus, aber nicht ohne Soldaten.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Feb 2021, 20:32

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 19:58)
Die Besatzungsmacht hat keine Fantasiewahlen zu veranstalten, die geeignet sind, die Bevölkerung zu diskreditieren.
Sie ist vielmehr völkerrechtlich gehalten, die Zivilbevölkerung angemessen zu behandeln und die Versorgung zu gewährleisten.

Der "Wille der Bevölkerung" wird sich in dem Moment wieder entfalten, wenn die Truppen der auswärtigen Macht abziehen.

Ach Gottchen - "Diskreditierte Bevölkerung". Die Präsidentschaftswahlen 2018 in Russland waren keine "Fantasiewahlen". Auf ganz Russland bezogen bekam Putin ca.76,7%, auf der Krim waren es 92,1%, also 15% mehr als im russische Durchschnitt. Bei diesen Zustimmungswerten für Putin würde ich doch davon ausgehen, dass sich die Zivilbevölkerung angemessen behandelt fühlt und die Versorgung gewährleistet ist.

92% pro Putin - ich denke, da hat sich der "Wille der Bevölkerung" bereits ordentlich entfaltet. Da sind ukrainische Gewehrläufe zur Unterstützung der Entfaltung nicht mehr erforderlich.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Feb 2021, 20:39

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:31)

Etwa 30 % der Russen in Russland würden derzeit für Putin stimmen. Das Vertrauen in das Regime ist beträchtlich gesunken, das in Wahlen war vorher schon desolat.

Die Ukraine - einschließlich der Krim - hat sich 1991 für die Unabhängigkeit entschieden, per reeller Abstimmung.

Blumenkriege kämen auch ohne Blumen aus, aber nicht ohne Soldaten.


Jammer mir doch nicht die Ohren voll.

WAS würde KRIM- RUSSE wählen wenn morgen die WAHL >> RUSSLAND oder UKRAINE wär ?

Ich würde warmes Schwarzmeerwasser auf der Krim wählen !! Mach ich per Besuchsdatum...
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DevilsNeverCry » Fr 26. Feb 2021, 20:41

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:31)

Etwa 30 % der Russen in Russland würden derzeit für Putin stimmen. Das Vertrauen in das Regime ist beträchtlich gesunken, das in Wahlen war vorher schon desolat.


Die letzte Befragung des Lewada-Zentrums hat eine Zustimmung von 48% für Putin ergeben.

Lewada gilt übrigens nicht als pro Putin. Die haben den Status als ausländischer Agent.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 20:45

H2O hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:25)

Das haben Sie ja sehr fein ausgedrückt. Vermutlich hat der Wille der Bevölkerung sich inzwischen schon anläßlich Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Rußland ausgedrückt... was immer wir von solchen Wahlen halten.

Und ich bin neugierig, was der allseits angehimmelte Herr Nawalny über den Verbleib der Krim zum Besten geben wird. Na ja, eigentlich nicht, weil das völlig klar ist!
https://www.mdr.de/nachrichten/osteurop ... g-100.html


Tja, was wird er wohl dereinst zu North Stream 2 sagen, wenn es diesem Politiker gelingt, in Rußland den Ton an zu geben? ;)

Wir wissen nicht, wen die Russen wählen würden. Wir wissen aber, dass ein Wahlkampf außerhalb der Gefängnisse deutlich fairer ist.

Der Kreml muss das eigene Volk fürchten, welches sich regelmässig erhebt, nicht irgendwelche früheren Aussagen einer Einzelperson, die in irgendein Straflager verschleppt wird.

Im übrigen ist es ziemlich unüblich geworden, Ländereien zu verschenken. Ganz gleich, welcher Regent, Kandidat oder Häftling sich in Geberlaune befindet.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 20:49

Teeernte hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:39)

Jammer mir doch nicht die Ohren voll.

WAS würde KRIM- RUSSE wählen wenn morgen die WAHL >> RUSSLAND oder UKRAINE wär ?

Ich würde warmes Schwarzmeerwasser auf der Krim wählen !! Mach ich per Besuchsdatum...

Wen würde der Berlin-Türke wählen - Erdogan?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Feb 2021, 20:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:45)

Wir wissen nicht, wen die Russen wählen würden. Wir wissen aber, dass ein Wahlkampf außerhalb der Gefängnisse deutlich fairer ist.

Der Kreml muss das eigene Volk fürchten, welches sich regelmässig erhebt, nicht irgendwelche früheren Aussagen einer Einzelperson, die in irgendein Straflager verschleppt wird.

Im übrigen ist es ziemlich unüblich geworden, Ländereien zu verschenken. Ganz gleich, welcher Regent, Kandidat oder Häftling sich in Geberlaune befindet.


Wir wissen - was die Russen NICHT wollen.....Ukrainische Verhältnisse...!! >> Jede Menge >>>"Hilfe" aus dem Westen. :D :D :D

Stimmt - Die Autonome Republik Krim wird nicht mehrheitlich von Ukrainern bewohnt.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Feb 2021, 20:54

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:49)

Wen würde der Berlin-Türke wählen - Erdogan?


Kurden.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 21:06

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Feb 2021, 20:32)

Ach Gottchen - "Diskreditierte Bevölkerung". Die Präsidentschaftswahlen 2018 in Russland waren keine "Fantasiewahlen". Auf ganz Russland bezogen bekam Putin ca.76,7%, auf der Krim waren es 92,1%, also 15% mehr als im russische Durchschnitt. Bei diesen Zustimmungswerten für Putin würde ich doch davon ausgehen, dass sich die Zivilbevölkerung angemessen behandelt fühlt und die Versorgung gewährleistet ist.

92% pro Putin - ich denke, da hat sich der "Wille der Bevölkerung" bereits ordentlich entfaltet. Da sind ukrainische Gewehrläufe zur Unterstützung der Entfaltung nicht mehr erforderlich.

Über Unregelmässigkeiten wird regelmässig berichtet. Kaum jemand niemand das ernst, wenn dem Führer angeblich Fantastillionen glücklich zujubeln.

Selbst der Preis, um Stimmen zu kaufen, soll bereits vor Jahren stark gesunken sein - weil sie einfach nichts wert sind.

Die Besatzungsmacht auf der Krim kann ihre Anführer selbst bestimmen, sollte aber die Zivilbevölkerung nicht drangsalieren.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 21:11

Immerhin, der politische Nebenaspekt der Gasröhre wird langsam deutlich, wie es scheint.
;)
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Fr 26. Feb 2021, 21:11

Im übrigen ist es ziemlich unüblich geworden, Ländereien zu verschenken. Ganz gleich, welcher Regent, Kandidat oder Häftling sich in Geberlaune befindet.


Aber der Ukrainer und Präsident der Sowjetunion Chruschtschow durfte das; schließlich war seine Geberlaune unantastbar. Bestimmt eine lupenrein demokratische Schenkung... oder so.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Fr 26. Feb 2021, 21:13

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Feb 2021, 21:11)

Immerhin, der politische Nebenaspekt der Gasröhre wird langsam deutlich, wie es scheint.
;)

Zumindest wird er von Ihnen dazu gemacht. Aus meiner Sicht: Hauptsache das Gas kommt und wärmt die Stuben Mitteleuropas.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Feb 2021, 21:18

H2O hat geschrieben:(26 Feb 2021, 21:11)

Aber der Ukrainer und Präsident der Sowjetunion Chruschtschow durfte das; schließlich war seine Geberlaune unantastbar. Bestimmt eine lupenrein demokratische Schenkung... oder so.

Lange davor haben sich die Ottomanen die Krim von den Italienern schenken lassen.
Auch Verwaltungsreformen sind keine Neuerfindung der letzten 70 Jahre.

Die Geschichte der Krim ist fraglos vielfältig, weshalb ja der Autonomie-Status eine gute Lösung zu sein schien.
Die Sowjetunion hat sich aufgelöst und die Ukraine entschied sich für die Unabhängigkeit.
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