neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

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H2O
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Mo 22. Feb 2021, 07:10

Jetzt könnte man - ohne böse zu sein, sondern zahlenbasiert - auch behaupten: In Thailand erreichen viele Männer das Alter gar nicht, in dem sie in Deutschland typischerweise an einer Covid-19-Erkrankung versterben (könnten).


Ich gehe davon aus, daß Menschen in Thailand früher versterben als in Deutschland, weil sie mit weniger ärztlicher Betreuung schneller altern... Ausfall innerer Organe etwa. Das würde bedeuten, daß Menschen dort unter hiesigen Pandemiebedingungen dann eben früher infolge ihrer Vorerkankungen einer Erkrankung durch Covod-19 ausgesetzt wären.

Aber man kann im Ernst gar nichts vergleichen, wenn Lebensgewohnheiten, Klima, Ernährung, Gesundheitsversorgung nicht übereinstimmen. Aus meiner Sicht muß man es bei einem erstaunten: "Aha, so ist das da also!" lassen.
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Astrocreep2000
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Astrocreep2000 » Mo 22. Feb 2021, 07:58

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(22 Feb 2021, 04:26)
Ohne boese zu sein, koennte man fragen, ja wo sind denn die Frauen????

Kein Problem, die Informationen findest Du in derselben Statistik, die ich verlinkt habe. Die liegen in der Tat nur 3 Jahre auseinander, allerdings wissen wir ja, dass überproportional häufig Männer versterben. Deswegen habe ich die in den Vordergund gestellt. Das war aber nur beispielhaft, denn eigentlich ging es mir darum, diesen Denkanstoß zu geben, den H2O aufgreift:

H2O hat geschrieben:(22 Feb 2021, 07:10)
Aber man kann im Ernst gar nichts vergleichen, wenn Lebensgewohnheiten, Klima, Ernährung, Gesundheitsversorgung nicht übereinstimmen. Aus meiner Sicht muß man es bei einem erstaunten: "Aha, so ist das da also!" lassen.


Zumindest finde ich es nicht sachgemäß, die höheren Zahlen in Europa vorrangig auf ein "europäisches Demokratieverständnis" zurückzuführen, dass einem "asiatischen" unterlegen sei.

Grundsätzlich darf man doch aber wohl behaupten: Eine Gesellschaft, in der die Menschen älter werden, tut offensichtlich mehr für ihre Menschen. Und ich bin sicher, dass die Lebenserwartung in Deutschland auch trotz Covid.19 nicht unter die von Thailand rutschen wird.

Ich meine eben, dass man die Frage, wie gut eine Gesellschaft die Pandmie meistert, vor allem nicht allein durch die Infektionszahlen bewertbar ist, deren Sichtbarkeit ja entscheidend vom Testvolumen abhängt ... Todeszahlen sind da schon obejketiver, aber die hängen eben von einer Menge Faktoren ab.

Ich kann aber insofern an Deine Aussage anknüpfen:

Die Asiaten denken grundsätzlich kollektivisitischer, man ist bereit (da kulturell seit jeher gewohnt) das Eiegneinteresse dem des Kollektivs unterzuordnen. Im Westen haben wir seit der Aufklärung eine genau gegenläufige Entwicklung, die in den letzten Jahrezehnten richtig Fahrt aufgenommen hat. Eine spannende Frage, ob und bei welchen Themen diese Entwicklung an Grenzen stößt.

Mir fällt da spontan Klimaschutz ein, aber ich bin auch gespannt, ob unser Umgang mit Covid-19 nach Ende der Pandemie auch eine Auswirkung auf andere Bereiche hat:

Werden wir zukünftig z.B. noch bereit sein, jährlich 130.000 im Zusammenhang mit dem Rauchen stehende Todesfälle zu akzeptieren? Werden wir die 900.000 jährlichen Todesfälle nach weiterem "Vermeidbarkeitspotential" durchleuchten?
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Adam Smith
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Mo 22. Feb 2021, 08:05

Astrocreep2000 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 07:58)

Werden wir die 900.000 jährlichen Todesfälle nach weiterem "Vermeidbarkeitspotential" durchleuchten?


Im Jahr 2020 gab es 983.000 Todesfälle.

https://de-statista-com.cdn.ampproject. ... schland%2F

Im Jahr 2016 nur 911.000 und im Jahr 2018 955.00 Todesfälle.

https://de-statista-com.cdn.ampproject. ... schland%2F

Unterschied 2020 zu 2018 = 28.000 Todesfälle
Unterschied 2018 zu 2016 = 44.000 Todesfälle

Da kann man dann sehen wie schlimm Covid-19 ist.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Mo 22. Feb 2021, 09:17

Ich bin auch zum 7ten oder 8ten mal Covid19 negativ.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Mo 22. Feb 2021, 10:22

Ich habe bisher keine guten Berichte über AstraZeneca gelesen..... Bekannte fühlten sich unwohl und mussten sich krank schreiben.
Nichts gravierendes aber die Wirkungen sind deutlich stärker als beim Konkurrenzprodukt von Biontech.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 22. Feb 2021, 10:51

Astrocreep2000 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 07:58)

Kein Problem, die Informationen findest Du in derselben Statistik, die ich verlinkt habe. Die liegen in der Tat nur 3 Jahre auseinander, allerdings wissen wir ja, dass überproportional häufig Männer versterben. Deswegen habe ich die in den Vordergund gestellt. Das war aber nur beispielhaft, denn eigentlich ging es mir darum, diesen Denkanstoß zu geben, den H2O aufgreift:



Zumindest finde ich es nicht sachgemäß, die höheren Zahlen in Europa vorrangig auf ein "europäisches Demokratieverständnis" zurückzuführen, dass einem "asiatischen" unterlegen sei.

Grundsätzlich darf man doch aber wohl behaupten: Eine Gesellschaft, in der die Menschen älter werden, tut offensichtlich mehr für ihre Menschen. Und ich bin sicher, dass die Lebenserwartung in Deutschland auch trotz Covid.19 nicht unter die von Thailand rutschen wird.

Ich meine eben, dass man die Frage, wie gut eine Gesellschaft die Pandmie meistert, vor allem nicht allein durch die Infektionszahlen bewertbar ist, deren Sichtbarkeit ja entscheidend vom Testvolumen abhängt ... Todeszahlen sind da schon obejketiver, aber die hängen eben von einer Menge Faktoren ab.

Ich kann aber insofern an Deine Aussage anknüpfen:

Die Asiaten denken grundsätzlich kollektivisitischer, man ist bereit (da kulturell seit jeher gewohnt) das Eiegneinteresse dem des Kollektivs unterzuordnen. Im Westen haben wir seit der Aufklärung eine genau gegenläufige Entwicklung, die in den letzten Jahrezehnten richtig Fahrt aufgenommen hat. Eine spannende Frage, ob und bei welchen Themen diese Entwicklung an Grenzen stößt.

Mir fällt da spontan Klimaschutz ein, aber ich bin auch gespannt, ob unser Umgang mit Covid-19 nach Ende der Pandemie auch eine Auswirkung auf andere Bereiche hat:

Werden wir zukünftig z.B. noch bereit sein, jährlich 130.000 im Zusammenhang mit dem Rauchen stehende Todesfälle zu akzeptieren? Werden wir die 900.000 jährlichen Todesfälle nach weiterem "Vermeidbarkeitspotential" durchleuchten?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon relativ » Mo 22. Feb 2021, 11:03

garfield336 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 10:22)

Ich habe bisher keine guten Berichte über AstraZeneca gelesen..... Bekannte fühlten sich unwohl und mussten sich krank schreiben.
Nichts gravierendes aber die Wirkungen sind deutlich stärker als beim Konkurrenzprodukt von Biontech.

Vorallem finde ich das total niedlich was jetzt teilweise deutlich wird. Da haben einige Kritiker der Politik vorgeworfen zu lahm zu sein und total zu versagen, als Paradebeispiel nannten sie unter anderem GB, die im großen Stil eben auch mit Astra Zeneca impfen und jetzt ist einigen dieser Kritikern dieser Impfstoff nicht gut genug und warten dann lieber doch auf auf Biontech Impfstoff. Lang leben die Heuchler.
Bisher sind alle Nebenwirkungen als eher "Normal" zu betrachten, obwohl deutlich wird, daß der Biontech Impfstoff wohl ein ziemlicher Vollstreffer ist, sowohl was die Wirksamkeit als auch die Verträglichkeit angeht.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 22. Feb 2021, 11:07

Astrocreep2000 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 07:58)




Zumindest finde ich es nicht sachgemäß, die höheren Zahlen in Europa vorrangig auf ein "europäisches Demokratieverständnis" zurückzuführen, dass einem "asiatischen" unterlegen sei.

Grundsätzlich darf man doch aber wohl behaupten: Eine Gesellschaft, in der die Menschen älter werden, tut offensichtlich mehr für ihre Menschen. Und ich bin sicher, dass die Lebenserwartung in Deutschland auch trotz Covid.19 nicht unter die von Thailand rutschen wird.

Ich meine eben, dass man die Frage, wie gut eine Gesellschaft die Pandmie meistert, vor allem nicht allein durch die Infektionszahlen bewertbar ist, deren Sichtbarkeit ja entscheidend vom Testvolumen abhängt ... Todeszahlen sind da schon obejketiver, aber die hängen eben von einer Menge Faktoren ab.

Ich kann aber insofern an Deine Aussage anknüpfen:

Die Asiaten denken grundsätzlich kollektivisitischer, man ist bereit (da kulturell seit jeher gewohnt) das Eiegneinteresse dem des Kollektivs unterzuordnen. Im Westen haben wir seit der Aufklärung eine genau gegenläufige Entwicklung, die in den letzten Jahrezehnten richtig Fahrt aufgenommen hat. Eine spannende Frage, ob und bei welchen Themen diese Entwicklung an Grenzen stößt.

Mir fällt da spontan Klimaschutz ein, aber ich bin auch gespannt, ob unser Umgang mit Covid-19 nach Ende der Pandemie auch eine Auswirkung auf andere Bereiche hat:


Nein es hat nichts mit Demokratie Verstaendnis oder Unverstaednis zu tun, es hat viel damit zu tun das Europa seine Grenzen von Aussen und von Innen zu lange offen lies. Es lag daran und liegt noch daran das Masken tragen als eine verordneten Massnahme und nicht eine logische selbstverstaendliche Massnahme angesehen wird. Fast forward 2021! Die gleichen Whingers sind jetzt gegen die Impfung, gehen auf die Strasse, sehen Bill Gates als Kinderfresser! Unvorstellbar in Asien! Die Menschen warten auf die Moeglichkeit sich Impfen zu lassen. Das hat weniger damit zu tun das Eigeninteresse dem Kollektive unterzuordnen sondern mit der Erziehung zur Ruecksichtnahme, sich als Teil des Ganzen zu sehen ohne seine Individulaiteat einzubuessen. Weniger Egoismus einfach ausgedrueckt. Ich weiss wovon ich rede, ich lebte mehrere Jahre in Suedostasien und ich habe viele enge, persoenliche Kontakte dort.

Australien ist eine Demokratie wie Deutschland oder Frankreich und nichtsdestoweniger haben wie Covid voll im Griff und leben jetzt frei von vielen Restriktionen, die bei euch nicht greifen. Friseure waren bei uns nie geschlossen auch nicht im Lockdown.

Klar wir haben den Vorteil ein Inselkontinent zu sein! Neimand kann rein und niemand darf raus aber wenigstens koennen wir die meiste Zeit uns frei im eigenen Land bewegen, Restaurants besuchen, zum Fussball gehen usw.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Mo 22. Feb 2021, 11:13

relativ hat geschrieben:(22 Feb 2021, 11:03)

Vorallem finde ich das total niedlich was jetzt teilweise deutlich wird. Da haben einige Kritiker der Politik vorgeworfen zu lahm zu sein und total zu versagen, als Paradebeispiel nannten sie unter anderem GB, die im großen Stil eben auch mit Astra Zeneca impfen und jetzt ist einigen dieser Kritikern dieser Impfstoff nicht gut genug und warten dann lieber doch auf auf Biontech Impfstoff. Lang leben die Heuchler.
Bisher sind alle Nebenwirkungen als eher "Normal" zu betrachten, obwohl deutlich wird, daß der Biontech Impfstoff wohl ein ziemlicher Vollstreffer ist, sowohl was die Wirksamkeit als auch die Verträglichkeit angeht.


Der EU kann man nur vorwerfen etwa einen Monat zu spät angefangen zu haben. Auf verschiedene Herrsteller zu setzen ist genau richtig.

Dass jetzt nicht all Hersteller liefern konnte man nicht wissen. Curevac die die unterstützung der deutschen Regierung hatten haben z.b. bisher noch gar nichts geliefert. Man kann nicht alles wissen am Anfang.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mo 22. Feb 2021, 11:27

olli hat geschrieben:(21 Feb 2021, 06:58)

Wird wohl das Jahrhundert der Viren werden. In Russland ist zum ersten Mal das Vogelgrippevirus H5N8 aufgetaucht das von Tieren auf Menschen übergreift. Da kommt also schon das nächste Ungemach.

Neues aus Absurdistan:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... es-ab.html

wie heißt es so schön, außer Spesen nichts gewesen. Wäre es nicht so bitter könnte man über so viel Dilletantentum lachen. Wochenlanges Feiern das die "Äpp" Leben rettet, gelobdudelt das man es gar nicht mehr hören konnte und jetzt kann der Bund die 20 Millionen + als Totalausfall abschreiben. Die Stümper kriegen wirklich nichts hin.


Die Vogelgrippe überträgt sich aber wie auch schon früher nur vom Tier auf den Mensch, nicht von Mensch zu Mensch.
Auch der aktuelle Ebola Outbreak in 2 afrikanischen Staaten scheint unter Kontrolle zu sein
https://reliefweb.int/report/democratic ... ry-18-2021
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Meruem » Mo 22. Feb 2021, 12:47

Eine weitere Auswirkung der Corona Pandemir und des Lockdown: der Pornokonsum ist durch die Decke geschossen innerhalb 1Jahres. Die Klickzahlen des Branchen Primus Pornhub sticken von März bis November um satte 26%. Ja der ist er wieder Porno Weltmeister Germany :D
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Mo 22. Feb 2021, 13:21

garfield336 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 11:13)

Der EU kann man nur vorwerfen etwa einen Monat zu spät angefangen zu haben. Auf verschiedene Herrsteller zu setzen ist genau richtig.

Dass jetzt nicht all Hersteller liefern konnte man nicht wissen. Curevac die die unterstützung der deutschen Regierung hatten haben z.b. bisher noch gar nichts geliefert. Man kann nicht alles wissen am Anfang.


Als "Pole" finde ich vor allem gut, daß wir bei der Impfstoffbeschaffung in der EU angesichts der Pandemie nicht in nationalen Egoismus verfallen sind, wie ganz zu Beginn bei der Maskenhysterie oder im Privatbereich beim Toilettenpapier.

Am Donnerstag bekomme ich als 80+ meine Impfung... höchstwahrscheinlich BioNtech, denn Moderna gibt es in Polen vergleichsweise höchstens in homöopathischen Dosen. Und keine bösen Worte über die Zuteilung von Impfstoffen. Allenfalls Bedauern, daß man die Massenproduktion nicht schneller voran bringen konnte.

Aus meiner Sicht ist das Ansehen der EU durch die Impfstoffbeschaffung gestiegen. MisterFritz hat ja schon das Verhalten von Heuchlern angesprochen. Den Hetzjägern darunter ging es auch nur um die Hetzjagd. Ich habe nichts an dem Vorgang Impfstoffbeschaffung aus zu setzen. Etwas bedauerlich finde ich, daß die massenhafte Herstellung nicht schon vor der Zulassung durch die EMA auf Vorrat begonnen wurde. Jetzt lernen wir aber, daß der Übergang auf Massenproduktion doch einige Zeit braucht... kein Wunder, daß es damit stolpernd los ging.

Für Deutschland hoffe ich nun, daß die Impforganisation sich der bald zu erwartenden massenhaften Anlieferung von Impfstoffen gewachsen zeigt. Vorhersagbar sind 15 Millionen Impfungen monatlich. Darauf kann man sich von jetzt bis Mitte April 2021 vorbereiten... jedes deutsche Bundesland für sich.

In Polen habe ich gar keine Bedenken mehr, was die Impfplanung betrifft. Das Impfgeschäft läuft inzwischen ziemlich unaufgeregt. Der Gesundheitsminister teilt in Pressekonferenzen den Sachstand mit, und los geht's.

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 0#p4934901
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon franzmannzini » Mo 22. Feb 2021, 16:06

Überschätzen die Bürger ihr Risiko, schwer an Corona zu erkranken ?
https://www.focus.de/corona-virus/umfra ... 07157.html
Wahrnehmung und Realität klaffen hier besonders stark auseinander, zumindest wenn es um die Gefahr geht, dass man selbst schwer an Covid-19 erkrankt und womöglich auf der Intensivstation landet. "Das subjektiv erlebte Risiko wird massiv überschätzt. Es liegt zwischen 7-facher Überschätzung des Risikos bei der Gruppe 70 plus der Umfrage-TeilnehmerInnen bis hin zu bis 38-fach bei der Altersgruppe 30-39", sagt Studienleiter Manuel Schabus zu FOCUS Online. Selbst wenn man von den SARS-COV2 infizierten Fällen ausgehe, liege die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, hospitalisiert zu werden, zwischen 0,25% (10-29 Jahre) und 17,1% (75-79 Jahre); das Risiko, auf der Intensivstation zu landen, bei 0,24% (18-29) bis 2,81% (70 plus).


Was auch der Grund ist, das sich die Mehrheit an die Maßnahmen hält.
Aber woher soll eine objektive Wahrnehmung auch kommen, wenn man zu Hause sitzt, und in die Berichterstattung schaut.
"Ek is 'n Ranger.
Ons loop in die donker plekke, niemand sal binnekom nie.
Ons staan op die brug, en niemand mag slaag nie.
Ons leef vir die Een, ons sterf vir die Een. "
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Mo 22. Feb 2021, 16:22

Wann ist eigentlich mit einer Zulassung von Impfstoff für Kinder zu rechnen. ?

Da jetzt klar ist dass zumindest der Biontech Impfstoff auch vor übertragbarkeit schützt, müsste man eigentlich schnell Schulpflichtige Impfen.
Schulpflichtige sind einen hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Astrocreep2000 » Mo 22. Feb 2021, 18:23

franzmannzini hat geschrieben:(22 Feb 2021, 16:06)
Überschätzen die Bürger ihr Risiko, schwer an Corona zu erkranken ?
https://www.focus.de/corona-virus/umfra ... 07157.html
Was auch der Grund ist, das sich die Mehrheit an die Maßnahmen hält.

Aber woher soll eine objektive Wahrnehmung auch kommen, wenn man zu Hause sitzt, und in die Berichterstattung schaut.

Die offizielle Kommunikationsstrategie - der sich der überwiegende Teil der Medien anschloss - hat hier ganze Arbeit geleistet (Danke für den Link, sehr lesenswert) ...

Ein Zitat aus dem Artikel: "Wahrnehmung und Realität klaffen hier besonders stark auseinander, zumindest wenn es um die Gefahr geht, dass man selbst schwer an Covid-19 erkrankt und womöglich auf der Intensivstation landet."

Ich habe auch nahe Verwandte, die in einem Teil Norddeutschlands leben, der in der ganzen Pandemie stabil die niedrigsten Infektions- und Todeszahlen hat, zudem leben die in einem 200-Seelen-Dorf in der Knüste - und trauen sich trotzdem seit einem Jahr kaum aus dem Haus. Dagegen kommst Du mit Zahlen, Statistiken und Warscheinlichkeiten nicht an, das führt nur zu Familienstreit.
Obwohl man ihnen ja aus dem "Jammertal" heraushelfen, sie einfach nur etwas zuversichtlicher stimmen möchte - selbstverständlich nicht mit der Empfehlung, auf Schutzmaßnahmen zu verzichten (und damit ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis aufzugeben), aber eben mit dem Rat, die Dinge realistisch einzuordnen. Aber da hast Du keine Chance.

Es führt zu einer Verweigerung des Meinungsaustauschs, da kommt dann allerhöchstens noch "Gehörst Du etwa auch zu den Leugnern, die ..." Diese Reaktion ist hier im Thread ja auch häufig zu beobachten.

Deswegen finde ich es sehr gefährlich, bewusst Angst als "pädagogisches" Mittel einzusetzen: Die Rollläden gehen dann irgendwann runter bei entsprechend veranlagten Menschen.

Ein weiteres Zitat aus dem Artikel dazu: "Schabus hält das Ergebnis aus psychologischer Sicht für bedenklich: Das ist besorgniserregend, da eine Gesellschaft, die unter chronischer Angst gehalten wird, natürlich auch seelische wie körperliche Folgeschäden davonträgt"; so der Wissenschaftler. Die Politik müsse sich viel stärker als bisher auf die Kollateralschäden der Lockdown-Maßnahmen konzentrieren."

Zumal: "Paradox ist, dass gerade die Dinge, die den Menschen am besten durch die Krise helfen, auch diejenigen sind, die im Lockdown nicht möglich sind - etwa weil Naherholungsgebiete abgeriegelt werden oder Sportplätze und Fitnesstudios geschlossen sind."

Ich bin jedenfalls der Meinung, dass sich die Frage, wie unbeschadet unsere Gesellschaft durch die Pandemie kommt, eben nicht allein an Infektions- oder Todeszahlen fest machen lässt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Mo 22. Feb 2021, 19:06

Boris Johnson plant für UK bis zum 21.Juni alle Beschränkungen aufzuheben. Der nächste Schritt wird am 8.März die Öffnung aller Schulen sein.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... d=msedgdhp
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon derdadrüben222 » Mo 22. Feb 2021, 19:46

Natürlich nur, solange bis zum 21. Juni keine neuen Mutanten auftauchen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mo 22. Feb 2021, 20:06

derdadrüben222 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 19:46)

Natürlich nur, solange bis zum 21. Juni keine neuen Mutanten auftauchen.


Ich vermute, das Jahr 2021 wird zunächst grundsätzlich im gleichen Takt laufen wie 2020. Trotz Lockdown.
Zwar sind die Geschäfte zu und es gibt jetzt Masken - B117 ist aber viel ansteckender und das gleicht sich aus.
B117 wird sich von einem Lockdown nicht stoppen lassen - ich befürchte aber einen 3. Lockdown ab dem 17.03. bis Ostern um die Ausbreitung bremsen - glatten the curve.
Im Sommer werden die Zahlen wie im letzten Jahr trotz geöffneter Geschäfte und Gaststätten niedrig bleiben und im Herbst hoffentlich nicht wieder steigen, weil dann sehr sehr viele geimpft sind. Weihnachten können hoffentlich wieder alle ihre Familie besuchen, weil die Pandemie in Deutschland zuende ist
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Zunder » Mo 22. Feb 2021, 20:28

Bei den Indizenzwerten, bei denen dieses Jahr die Kontaktbeschränkungen gelockert werden, wurde im letzten Jahr der Lockdown verhängt.
Stellt sich nur die Frage, ob der nächste Lockdown noch vor oder erst nach Ostern kommt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Quatschki » Mo 22. Feb 2021, 21:01

Sören74 hat geschrieben:(22 Feb 2021, 19:06)

Boris Johnson plant für UK bis zum 21.Juni alle Beschränkungen aufzuheben. Der nächste Schritt wird am 8.März die Öffnung aller Schulen sein.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... d=msedgdhp

Bei den Briten scheint die britische Mutation niemanden zu schrecken
Und die Mutti blickte stumm.
Auf dem ganzen Tisch herum.

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