Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jan 2021, 23:17

H2O hat geschrieben:(21 Jan 2021, 19:58)

Was bekommt Deutschland für seine Folgsamkeit? Mehr europäische Integration? Mehr abgestimmtes Vorgehen in der Migrationsproblematik? Oder nur zufriedene Mienen ringsum?

Es muss darum gehen, Deutschland in der Pipeline-Frage europäisch und westlich zu integrieren.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Do 21. Jan 2021, 23:19

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jan 2021, 22:53)
Das EU-Parlament hat entschieden, gegen Enthaltungen oder Kontras der Deutschen.
Könnte mir schon vorstellen, dass dies die geschätzte Bundeskanzlerin zum Nachdenken anregen könnte.

Warum? Glaubst Du ernsthaft, dass die geschätzte Bundeskanzlerin nicht längst die Pros und Cons bedacht hat?
Wir haben gerade eine Pandemie zu bewältigen. Das ist allemal wichtiger, als das Theater um NS2.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jan 2021, 23:23

conscience hat geschrieben:(21 Jan 2021, 13:34)

Nord Stream 2 sollte fertiggestellt werden - basta.

Putin kann man anschließen immer noch in den Arsch treten - meine Meinung.


(...)

Das hat man sich aber noch nie getraut.

Bei der Abstimmung im EU-Parlament stimmten deutsche Abgeordnete gegen die Entschließung, oder enthielten sich.
In diese Richtung geht es wohl eher, wie auch immer man das bezeichnen möchte.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jan 2021, 23:46

Troh.Klaus hat geschrieben:(21 Jan 2021, 23:19)

Warum? Glaubst Du ernsthaft, dass die geschätzte Bundeskanzlerin nicht längst die Pros und Cons bedacht hat?
Wir haben gerade eine Pandemie zu bewältigen. Das ist allemal wichtiger, als das Theater um NS2.
Wegen Navalny ist man aufgebracht - ich lache mich tot. It's the economy, stupid.

Es ist natürlich ein politisches Projekt, um westlichen Interessen schaden zu können.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Do 21. Jan 2021, 23:57

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jan 2021, 23:46)
Es ist natürlich ein politisches Projekt, um westlichen Interessen schaden zu können.

Und die Ablehnung von NS2 ist ein politisches Projekt, um deutschen Interessen schaden zu können. Sonst würde man nämlich offensiv fordern, die gesamten Gas- und Öl-Importe aus Russland Europa-weit auf Eis zu legen. Das würde aber nicht nur den deutschen Interessen schaden, sondern z.B. auch den polnischen - keine Durchleitungsgebühren mehr. Deshalb wird das auch nicht gefordert.
Das ist so durchsichtig.

Wie gesagt - NS2 ist nur der Nachtisch, den man den Deutschen, und nur den den Deutschen, verderben will. Die Hauptspeise soll schon weiter serviert werden.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Fr 22. Jan 2021, 00:14

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jan 2021, 23:17)

Es muss darum gehen, Deutschland in der Pipeline-Frage europäisch und westlich zu integrieren.


Wir sollten ganz ruhig und bestimmt das tun, was wir für richtig halten. Das tun andere in gleicher Weise. Insofern sind wir dann endgültig europäisch und westlich integriert.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 22. Jan 2021, 00:16

H2O hat geschrieben:(22 Jan 2021, 00:14)
Wir sollten ganz ruhig und bestimmt das tun, was wir für richtig halten. Das tun andere in gleicher Weise. Insofern sind wir dann endgültig europäisch und westlich integriert.

Yepp.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 00:18

Troh.Klaus hat geschrieben:(21 Jan 2021, 23:57)

Und die Ablehnung von NS2 ist ein politisches Projekt, um deutschen Interessen schaden zu können. Sonst würde man nämlich offensiv fordern, die gesamten Gas- und Öl-Importe aus Russland Europa-weit auf Eis zu legen. Das würde aber nicht nur den deutschen Interessen schaden, sondern z.B. auch den polnischen - keine Durchleitungsgebühren mehr. Deshalb wird das auch nicht gefordert.
Das ist so durchsichtig.

Wie gesagt - NS2 ist nur der Nachtisch, den man den Deutschen, und nur den den Deutschen, verderben will. Die Hauptspeise soll schon weiter serviert werden.

Kaum ist Trump weg, geht es hier los mit nationalen Tönen. ;) Und das nur, wegen eines angeblich rein profanen Geschäftes.

Aber im ernst, es ist nicht erkennbar, weshalb ein Gegen-Akteur die eigenen Interessen vertreten sollte.
Außerdem müsste es dann doch "Russia First!" heißen und nicht "Germany First!".
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 00:20

H2O hat geschrieben:(22 Jan 2021, 00:14)

Wir sollten ganz ruhig und bestimmt das tun, was wir für richtig halten. Das tun andere in gleicher Weise. Insofern sind wir dann endgültig europäisch und westlich integriert.

Nun gut, wenn man es so sehen will - dann sind alle außer Deutschland desintegriert.
;)
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 22. Jan 2021, 00:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jan 2021, 00:18)
Kaum ist Trump weg, geht es hier los mit nationalen Tönen. ;) Und das nur, wegen eines angeblich rein profanen Geschäftes.

Aber im ernst, es ist nicht erkennbar, weshalb ein Gegen-Akteur die eigenen Interessen vertreten sollte.
Außerdem müsste es dann doch "Russia First!" heißen und nicht "Germany First!".

Nun, wenn Du "Germany Last" bevorzugst ...

Solange es nur um NS2 geht, halte ich das für pure Heuchelei.
Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass die Franzosen, Dänen, Esten, Polen, Italiener, etc. jetzt wegen Navalny in die Bütt steigen. Navalny ist eine Gelegenheit - um Deutschland eins auszuwischen.

Ich würde der geschätzten Bundeskanzlerin empfehlen, jedweden wirtschaftlichen Austausch mit Russland sofort zu stoppen. Es kann doch nicht angehen, dass wir Geschäfte mit einem Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher machen, nicht wahr. Das sollten wir doch unseren geschätzten Partnern und Verbündeten überlassen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Vongole » Fr 22. Jan 2021, 00:39

Troh.Klaus hat geschrieben:(22 Jan 2021, 00:27)

Nun, wenn Du "Germany Last" bevorzugst ...

Solange es nur um NS2 geht, halte ich das für pure Heuchelei.
Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass die Franzosen, Dänen, Esten, Polen, Italiener, etc. jetzt wegen Navalny in die Bütt steigen. Navalny ist eine Gelegenheit - um Deutschland eins auszuwischen.

Ich würde der geschätzten Bundeskanzlerin empfehlen, jedweden wirtschaftlichen Austausch mit Russland sofort zu stoppen. Es kann doch nicht angehen, dass wir Geschäfte mit einem Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher machen, nicht wahr. Das sollten wir doch unseren geschätzten Partnern und Verbündeten überlassen.

Du vergisst bei der ganzen Argumentation etwas: Nordstream ist und war nie ein euopäisches Projekt, sondern ein deutsch-russisches, das gegen den erklärten Willen der europ. Institutionen auf den Weg gebracht wurde.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie sich die Bundesregierung damit in gesteigerte Abhängigkeit von einem Mann begeben kann, der uns schlicht den Hahn zudrehen wird, wenn's ihm in den Kram passt.
Und ich verstehe auch nicht, dass du das verteidigst.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 00:55

Troh.Klaus hat geschrieben:(22 Jan 2021, 00:27)

Nun, wenn Du "Germany Last" bevorzugst ...

Solange es nur um NS2 geht, halte ich das für pure Heuchelei.
Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass die Franzosen, Dänen, Esten, Polen, Italiener, etc. jetzt wegen Navalny in die Bütt steigen. Navalny ist eine Gelegenheit - um Deutschland eins auszuwischen.

Ich würde der geschätzten Bundeskanzlerin empfehlen, jedweden wirtschaftlichen Austausch mit Russland sofort zu stoppen. Es kann doch nicht angehen, dass wir Geschäfte mit einem Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher machen, nicht wahr. Das sollten wir doch unseren geschätzten Partnern und Verbündeten überlassen.

Russland hat das Problem Nawalny für Deutschland in der Mache. Die vorläufige Lösung nennt sich "Matrosenruhe". ;)

Das Bündnis ist im deutschen Interesse, ebenso die europäische Gemeinschaft, aber auf die EU-Bütt muss ja niemand hören - die Mitgliedsstaaten entscheiden selbst, wie sie zocken wollen.
Die Kanzlerin, so heißt es, wolle mit Biden sprechen.
Bedenken gegenüber NS2 gab es schon immer, nur wird jetzt halt langsam deutlich, dass sich Berlin verzockt hat.
Man wird über kurz oder lang nicht an einer Entspannungspolitik gegenüber den Freunden und Bundesgenossen vorbeikommen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Fr 22. Jan 2021, 05:35

Kommunikation ist ein hohes Gut. Nur sollte man Sie betreiben. Wer Kommunikation nicht beherrscht als Person in Verantwortung, der beherrscht auch andere Fähigkeiten nicht. Aber die Erkenntnis ist nicht neu.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 07:35

(gestrichen)
Zuletzt geändert von DarkLightbringer am Fr 22. Jan 2021, 07:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 07:36

Troh.Klaus hat geschrieben:(21 Jan 2021, 15:18)

Strategisch - das ist das entscheidende Stichwort.
Das ist es.

Es geht weder den Amerikanern noch den Europäern bei ihrer Opposition zu NS2 um sowas wie "der böse Angriffskrieger, der Menschenrechtsverbrecher Putin". Das sind nur Sprechblasen für die Einfältigen. Russland ist ein geostrategischer Kontrahent und wirtschaftlicher Konkurrent der USA in Sachen Öl und Gas - das ist der wahre Kern. Und die USA erwarten und verlangen, dass ihre "Verbündeten" sich danach richten, was die Vormacht an strategischen Entscheidungen vorgibt, sonst gibt's Haue. Dann ist es aber eigentlich völlig witzlos, nur über NS2 zu lamentieren. Nein, dann bitte den großen Hammer - kein Öl, kein Gas, kein Garnichts mehr aus Russland (was natürlich auch heißt, gar keine Durchleitungsgebühren mehr für Polen und Ukraine), mit allen Konsequenzen. Auch wenn's weh tut.

Du sagst es selbst - "geostrategischer Kontrahent". Das Regime in Moskau ist gegnerisch. Und was heißt das sicherheitspolitisch? Gegen-Akteure sind an Schadenswirkung interessiert, an der Spaltung und Schwächung des Westens zur Stärkung des eigenen Imperiums.
Wenn du Vorbehalte gegen die USA hast, weil sie die strategische Bedeutung der Energiesicherheit in Europa erkennt, dann könntest du doch für Saudi-Arabien oder Marokko plädieren.
Es ist ja ein PR-Gag, die Abhängigkeit von russischem Gas als eine Art Selbstbehauptung der Europäer zu verkaufen. Tatsächlich wird Vulnerabilität verkauft. Kunststück, dem geopolitischen Gegen-Akteur geht es natürlich nicht darum, ein paar deutsche Unternehmen glücklich zu machen. Nein, man möchte vielmehr die westlichen Allianzen auseinanderdividieren. Die Stärke des Westens ist in der Atlantischen Allianz begründet. Gelingt hier eine Auftrennung, insbesondere die Abkoppelung der amerikanischen Säule, ist Westeuropa schon mal viel schwächer. Und hier auf dem Kontinent, der zweiten Säule der Allianz, ist Deutschland eine Art Bollwerk, das es zu schleifen gülte.
Eine strategische Frage, natürlich.

Sanktionen wegen NS2, aber weiter Putin die Taschen füllen über NS1, das ist so, als ob ich mir jeden Abend in einem Restaurant den Bauch voll schlage, aber auf den Nachtisch verzichte - weil ich das Restaurant sanktioniert habe.
Eine Abhängigkeit zu 30 % ist nunmal anders als eine zu 60 %. NS1 ist also das Dessert. Der Kreml möchte aber den Hauptgang servieren, damit uns die Völlerei träge und schläfrig mache. Korrupte Kellner sind dabei hilfreich.

Wenn durch irgendein Ereignis die AfD überraschenderweise im Herbst die Mehrheit erreichen und Höcke Bundeskanzler werden würde, um dann als erste Amtshandlung NS2 zu stoppen, wäre dieser Rechtsaußen ganz schnell der best buddy der Amerikaner. Da wäre es wurscht, was der sonst noch so von sich gibt - hätte aber ja auch eine gewisse Tradition, wenn man sich die best buddies der letzten siebzig Jahre so anschaut.
Die AfD ist Regime-nah. Es gab auch Werbe-Touren, um das Image der Krim-Besetzung aufzupolieren.
Wäre die AfD russisch, wäre sie best buddy der hiesigen Gasowiki-Fraktion.

Also lassen wir das Gesülze mit Menschenrechten, mit Angriffskriegern, etc. Kommen wir zum Kern - It's the economy, stupid.

Es gibt kaum noch jemanden, der den geopolitischen Aspekt des Projektes zur Gänze leugnet.
Putins Gaskrake ist ein Machtinstrument, um Länder und Völker in Schwierigkeiten bringen zu können, wenn sie nicht spuren.

Mit Joe Biden ist wieder ein Freund Europas gewählt worden. Unsere Gasowiki sollten daher überdenken, ob eine Entspannungspolitik gegenüber der USA nicht vorstellbar wäre.
Und wenn sich Berlin weiter isoliert, müsste eh auch überdacht werden, ob man nicht auch eine Entspannungspolitik gegenüber Europa einleiten möchte.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Fr 22. Jan 2021, 08:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jan 2021, 00:20)

Nun gut, wenn man es so sehen will - dann sind alle außer Deutschland desintegriert.
;)


Da ist tatsächlich etwas dran. Es sind aber auch nicht alle. Mit denen könnte man Europa bauen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 08:44

H2O hat geschrieben:(22 Jan 2021, 08:27)

Da ist tatsächlich etwas dran. Es sind aber auch nicht alle. Mit denen könnte man Europa bauen.

Verstehe ich Sie falsch oder schwebt Ihnen ein Konkurrenzmodell mit russisch-föderaler Hilfe vor?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Fr 22. Jan 2021, 09:03

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jan 2021, 08:44)

Verstehe ich Sie falsch oder schwebt Ihnen ein Konkurrenzmodell mit russisch-föderaler Hilfe vor?


Das halte ich jetzt für ausgemachten Blödsinn. Die vertiefte Zusammenarbeit in der EU hat nun wirklich nichts mit Putin zu tun. Eher mit Präsident Hollande und Präsident Macron... aber dann doch wieder mit Putin, weil die ja in Minsk mit Kanzlerin Merkel und Putin über mehr russische Zurückhaltung in der Ukraine gesprochen hatten. So hängt eben wieder einmal alles mit allem zusammen. ;)
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jan 2021, 09:14

Unsere Bundeskanzlerin will ja mit Amerikas neuer Hoffnung das Gespräch führen, speziell über Nordstream 2.
Klar ist, dass Joe Biden auf die Europäer zugeht, sogar im Sauseschritt, wenn man etwa an das Pariser Klima-Abkommen denkt.

Angekündigt war ja auch, dass mit Verbündeten telefoniert werden soll. Nun ist einem Medienbericht zu entnehmen, dass heute erstmal mit dem kanadischen Premier gesprochen werden soll. Thema sei der Iran und das Nuklearabkommen.
Ein Telefonat mit Putin stehe nicht auf dem Programm, ließ die Pressesprecherin auf Nachfrage wissen.

Vielleicht ist der Schutz von Europas Energiesicherheit dann nächste Woche dran.

Vorab aber sagte Merkel, ihre Haltung zu NS 2 habe sich "noch nicht dahingehend verändert (…), dass ich sage, das Projekt soll es nicht geben".
Das ist eine etwas verklausulierte Formulierung - "noch nicht" könnte heißen, eine Bewegung wäre vorstellbar.

Wichtig wird auch die Umgebung Merkels sein. Denn die scheidende Kanzlerin wird keine Eskalation oder Vorbelastung im deutsch-amerikanischen Verhältnis anstreben, die dann niemand mitträgt oder fortsetzen kann.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Fr 22. Jan 2021, 09:32

H2O hat geschrieben:(21 Jan 2021, 18:28)

Nicht aufregen. Das ist die Sache nicht wert! Da geht es um Geld und Geschäfte und um Wettbewerb. Beinhart!



Das russische Gas ist Teil dieser Strategie der Energiewende. Das Gas wird gebraucht, um Dunkelflauten schnell zu überbrücken, weil Gaskraftwerke sehr schnell Leistung abgeben können. Damit bleibt Zeit für Pufferspeicher und Wasserstofftechnologie & Co.


Ich reg mich nicht auf. Ich beziehe kein Gas, Öl an beiden Wohnorten und Energie minimal. NS2 ist unnötig - Quellen gibt's im Strang genug und Russland mehr Druck on die Hand zu geben als nötig ist dumm.

Zumal man sich mehr Ärger einhandelt mit Eu Staaten und den USA als nötig. Dazu Umweltschutz und Wirtschaft mit Füßen treten.

Finde ich idiotisch aber bitte soll die Bundesregierung machen was Sie möchte. Dillentanten, Unfähigkeit im Amt und Politik ist ja auch nicht so neu.

Oder woanders. Aber Jedem seine eigeneMeinung
Kommunikation ist ein hohes Gut. Nur sollte man Sie betreiben. Wer Kommunikation nicht beherrscht als Person in Verantwortung, der beherrscht auch andere Fähigkeiten nicht. Aber die Erkenntnis ist nicht neu.

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