Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

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Kohlhaas
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Kohlhaas » Fr 1. Jan 2021, 12:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2021, 11:16)

In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte man ja auch noch Hoffnung, Russland in den Kreis des demokratischen Europas aufnehmen zu können. Putins völkerrechtswidrige Annexion der Krim macht das unmöglich, daher sind solche Projekte, die die Macht des Autokraten noch sichern, zu unterbrechen, bis sich eine demokratische russische Regierung eines Besseren besinnt.

Ich persönlich hätte kein Problem damit, das Projekt einzustampfen. Aber es gibt nunmal jetzt Verträge und folglich gegebenenfalls auch Vertragsstrafen, wenn eine Partei sich zurückzieht. Dass die europäisch-russischen Beziehungen heute einen völlig anderen Charakter haben als in den 90ern, ist richtig. Das konnte damals nur niemand absehen. Deshalb kann ich die jetzt nachträglich geäußerte Kritik an Deutschland nicht ganz verstehen.
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Cobra9
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Fr 1. Jan 2021, 12:40

Kohlhaas hat geschrieben:(01 Jan 2021, 12:16)

Ich persönlich hätte kein Problem damit, das Projekt einzustampfen. Aber es gibt nunmal jetzt Verträge und folglich gegebenenfalls auch Vertragsstrafen, wenn eine Partei sich zurückzieht. Dass die europäisch-russischen Beziehungen heute einen völlig anderen Charakter haben als in den 90ern, ist richtig. Das konnte damals nur niemand absehen. Deshalb kann ich die jetzt nachträglich geäußerte Kritik an Deutschland nicht ganz verstehen.


Auf EU Ebene schon. Wenn Deutschland mehrfach andere EU Länder ignorieren kann braucht man auch nicht sich wundern wenn die EU zum Gebilde wird
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 1. Jan 2021, 12:53

Kohlhaas hat geschrieben:(01 Jan 2021, 12:16)

Aber es gibt nunmal jetzt Verträge und folglich gegebenenfalls auch Vertragsstrafen, wenn eine Partei sich zurückzieht.

Nicht, wenn das aus völkerrechtlichen Gründen geschieht, aber daran hat die Bundesregierung eh kein Interesse, man steckt bei Putin viel zu weit drin und man ist viel zu abhängig vom Autokraten. Und diese Abhängigkeit wird noch zunehmen, willent- und wissentlich.

Deshalb kann ich die jetzt nachträglich geäußerte Kritik an Deutschland nicht ganz verstehen.

Die Bundesregierung hat halt keine Probleme damit, mit Angriffskriegern und Menschenrechtsverbrechern Geschäfte zu machen, das darf man durchaus als anrüchig und kritikwürdig einstufen. Dass du das nicht verstehst, ist schon kritisch zu sehen. Und was heißt nachträglich? Anfang der 1990er konnte noch niemand wissen, dass Putin die Krim völkerrechtswidrig annektieren würde.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Di 19. Jan 2021, 12:31

Neue Sanktionen gegen Nord Stream 2


https://www.spiegel.de/wirtschaft/nord- ... 8104d76a0c

https://www.tagesschau.de/inland/nord-s ... a-101.html


Auch Biden denkt über Sanktionen nach und zwar scharfe Sanktionen. Ich hoffe auf mehr Sanktionen gegen Russland und die Pipeline aufgrund des Verhalten von Russland


Sehr gut wenn wichtige Firmen das Projekt verlassen und nicht einfach zu ersetzen sind. Versicherung steigt aus, Zertifizierungs Firma.

Mehr Druck, mehr Sanktionen. Solang Russland lieber wie eine Diktatur agiert zumindest


https://m.tagesspiegel.de/politik/umstr ... 29522.html



Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über den Rückzug des Versicherungskonzern von Nord Stream 2 berichtet. Zurich sollte die Bauarbeiten der Pipeline versichern, die russisches Erdgas durch die Ostsee nach Deutschland leiten soll. Für Nord Stream 2 ist das ein weiterer gravierender Rückschlag. Die Entscheidung von Zurich folgt auf den Ausstieg des norwegischen Zertifizierers DNV GL und des dänischen Ingenieurbüros Ramboll in den vergangenen Wochen, erläutert der US-Energieexperte Benjamin Schmitt.

https://app.handelsblatt.com/politik/in ... 19470.html



Respekt für solche Menschen


Nun ist nach Informationen von NDR1 Radio MV auch die Vorsitzende des Rates für Umwelt und Nachhaltigkeit, Theresia Crone, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Zuerst hatte der SPIEGEL darüber berichtet. Schwesig hatte die Gründung des Rates im Jahr 2019 nach einem Gespräch mit Fridays-for-Future-Vertretern initiiert. Das Gremium sollte Jugendlichen in der Klima- und Umweltpolitik in Mecklenburg-Vorpommern eine Stimme geben

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... am530.html


Opposition & Widerstand gegen die Pipeline, Russlands Politik muss unterstützt werden.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Mi 20. Jan 2021, 13:36

Wenn denn weitgehend sämtliche Wirtschaftsbeziehungen zu Rußland abgebrochen sind, dann bleibt irgendwann nur noch gegenseitige Bedrohung, Übergriffigkeiten bis hin zu Morden, Cyberwarfare, Handstreichunternehmen und dergleichen. Dann gibt es schließlich auch nichts mehr, worauf die eine oder andere Seite Rücksicht nehmen muß oder wenigstens sollte.

Besonders pfiffig finde ich ein solches Vorgehen nicht. Die USA als Supermacht können sich das leisten.... wollen auch ihr Crack-Gas und -Öl verkaufen und einen lästigen Konkurrenten abschütteln.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 20. Jan 2021, 13:45

Cobra9 hat geschrieben:(19 Jan 2021, 12:31)

Neue Sanktionen gegen Nord Stream 2


https://www.spiegel.de/wirtschaft/nord- ... 8104d76a0c

https://www.tagesschau.de/inland/nord-s ... a-101.html


Auch Biden denkt über Sanktionen nach und zwar scharfe Sanktionen. Ich hoffe auf mehr Sanktionen gegen Russland und die Pipeline aufgrund des Verhalten von Russland



Biden ist aber kein Russland-Feind. Jedenfalls kein kulturalistischer. Er kritisiert (zurecht) die Politik der russischen Regierung. Wie in einem anderen Thread schon geschrieben: Biden gehörte als junger Senator zu den diplomatischen Architekten des Salt-II-Vertrags, war seit den 70ern zignmal in SU/Russland und hat diese Besuche regelrecht als Denkanstoß gesehen, kulturalistisch geprägte Feindschaften zu Russland/SU zu überdenken. Schon die Tatsache, dass er sich für eine Verlängerung der ISS-Laufzeit einsetzt, zeigt das.

Bei den Rohstoffen geht es eben zur Sache. Ordentlich. Auch bei den enormen Gasfunden im östlichen Mittelmeer gibt es keine "Freunde" mehr sondern allerhöchstens mal Partner auf Zeit.

Ich hoffe auf das genaue Gegenteil. Einen neuen Anlauf zur Verständigung. Ohne die berechtigten Kritikpunkte gegenüber Russland zu verwässern. Es wird am Ende nicht ohne eine Entmachtung der Putin-Klicke gehen. Und die Welt wird aber am Ende sein, wenn USA und Russland sich in militärische Auseinandersetzungen verwickeln.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DevilsNeverCry » Mi 20. Jan 2021, 17:28

Ich würde der Bundesregierung empfehlen ein "Gesetz zum Schutz von Amerikas Energiesicherheit" zu verabschieden. Dementsprechend sollte die Bundesregierung (und in Abstimmung mit den willigen EU Partnern) Zulieferer und jene Unternehmen die in den USA für den Kauf von Öl und Gas zuständig sind, sanktionieren. Am besten jene die Öl und Gas aus Russland, Saudi Arabien Mexiko und co. importieren - ich glaube aus Venezuela kommt nicht mehr viel, aber evtl. änderst sich das mittelfristig. Die USA sollten den Bau von Terminals und Gas- sowie Ölleitungen stoppen. Man darf den Import von Diktaturen oder Mafia Regimen nicht fördern.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Mi 20. Jan 2021, 21:16

Es wird am Ende nicht ohne eine Entmachtung der Putin-Klicke gehen.


Das hat Herr Nawalny sich wohl auch gedacht. Scheint aber eine harte Nuß zu sein, nicht nur Herr Nawalny. Hoffentlich bezahlt er für seine Sicht der Dinge nicht mit seiner Gesundheit und seinem Leben.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Mi 20. Jan 2021, 22:56

Mecklenburg-Vorpommern hat derweil seine umstrittene Umweltstiftung gegründet. Zu ihren Aufgaben gehört nicht nur die Förderung von Projekten in Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch der Kauf von Bauteilen und Maschinen, die für die Fertigstellung von Nord Stream 2 nötig sind.


Nur Nebenbei.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Mi 20. Jan 2021, 23:21

H2O hat geschrieben:(20 Jan 2021, 13:36)

Wenn denn weitgehend sämtliche Wirtschaftsbeziehungen zu Rußland abgebrochen sind, dann bleibt irgendwann nur noch gegenseitige Bedrohung, Übergriffigkeiten bis hin zu Morden, Cyberwarfare, Handstreichunternehmen und dergleichen. Dann gibt es schließlich auch nichts mehr, worauf die eine oder andere Seite Rücksicht nehmen muß oder wenigstens sollte.

Besonders pfiffig finde ich ein solches Vorgehen nicht. Die USA als Supermacht können sich das leisten.... wollen auch ihr Crack-Gas und -Öl verkaufen und einen lästigen Konkurrenten abschütteln.


Ich spreche von Sanktionen gegen Nord Stream 2 und wirtschaftliche Sanktionen. Hier vor allem Öl Förderung,
Wasser & Umweltschutz, Rüstungsindustrie.

Wer sagt das man US Öl oder Gas kaufen muss. Das hat niemand vor nach meinem Wissen. Allerdings bestehende Strukturen weiter zu nutzen inklusive Nutzen für diese Länder wo beteiligt sind kann auch nicht schaden.

Ich bin dagegen ein aggressives, bösartiges Russland zu subventionieren und die Ukraine im Regen stehen zu lassen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 20. Jan 2021, 23:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2021, 12:53)
Nicht, wenn das aus völkerrechtlichen Gründen geschieht, aber daran hat die Bundesregierung eh kein Interesse, man steckt bei Putin viel zu weit drin und man ist viel zu abhängig vom Autokraten. Und diese Abhängigkeit wird noch zunehmen, willent- und wissentlich.

Die Bundesregierung hat halt keine Probleme damit, mit Angriffskriegern und Menschenrechtsverbrechern Geschäfte zu machen, das darf man durchaus als anrüchig und kritikwürdig einstufen. Dass du das nicht verstehst, ist schon kritisch zu sehen. Und was heißt nachträglich? Anfang der 1990er konnte noch niemand wissen, dass Putin die Krim völkerrechtswidrig annektieren würde.

Wenn man es ernst meint, muss man dann auch Nordstream-1 boykottieren. Hier verdient Putin die Milliarden. Ob über Nordstream-2 noch nennenswert was dazu kommt ist zweifelhaft. Schließlich wird ja behauptet, dass die Pipeline auch ökonomisch unsinnig sei, weil doch gar kein zusätzliches Gas benötigt wird.

Im Übrigen: Von wem könnten wir denn das vielleicht doch benötigte Gas kaufen, wenn wir alle Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher von der Lieferantenliste streichen?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Mi 20. Jan 2021, 23:26

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Jan 2021, 13:45)

Biden ist aber kein Russland-Feind. Jedenfalls kein kulturalistischer. Er kritisiert (zurecht) die Politik der russischen Regierung. Wie in einem anderen Thread schon geschrieben: Biden gehörte als junger Senator zu den diplomatischen Architekten des Salt-II-Vertrags, war seit den 70ern zignmal in SU/Russland und hat diese Besuche regelrecht als Denkanstoß gesehen, kulturalistisch geprägte Feindschaften zu Russland/SU zu überdenken. Schon die Tatsache, dass er sich für eine Verlängerung der ISS-Laufzeit einsetzt, zeigt das.

Bei den Rohstoffen geht es eben zur Sache. Ordentlich. Auch bei den enormen Gasfunden im östlichen Mittelmeer gibt es keine "Freunde" mehr sondern allerhöchstens mal Partner auf Zeit.

Ich hoffe auf das genaue Gegenteil. Einen neuen Anlauf zur Verständigung. Ohne die berechtigten Kritikpunkte gegenüber Russland zu verwässern. Es wird am Ende nicht ohne eine Entmachtung der Putin-Klicke gehen. Und die Welt wird aber am Ende sein, wenn USA und Russland sich in militärische Auseinandersetzungen verwickeln.



Wegen NS2 wird es keine Gewalt geben und das Biden ein Feind von Russland ist hab ich nicht gesagt.

Lediglich das Biden auf illegale, miese Aktionen schärfer reagieren wird wie Trump. Zumindest nach meiner Meinung. Das Biden hier auch wirtschaftlich ansetzen wird um notfalls Russland zu zeigen es reicht schließt sich nicht aus.

NS2 wäre in deutliches Zeichen zumindest Symbolik. Was Du schreibst ist aber nicht falsch. Partner in der Wirtschaft hast Du egal wo auf Zeit
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Mi 20. Jan 2021, 23:30

Troh.Klaus hat geschrieben:(20 Jan 2021, 23:23)

Wenn man es ernst meint, muss man dann auch Nordstream-1 boykottieren. Hier verdient Putin die Milliarden. Ob über Nordstream-2 noch nennenswert was dazu kommt ist zweifelhaft. Schließlich wird ja behauptet, dass die Pipeline auch ökonomisch unsinnig sei, weil doch gar kein zusätzliches Gas benötigt wird.

Im Übrigen: Von wem könnten wir denn das vielleicht doch benötigte Gas kaufen, wenn wir alle Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher von der Lieferantenliste streichen?



Ja Saudi-Arabien is viel schlimmer als Russland.
Zwar Blödsinn aber kann man mal einwerfen.

Fakt ist was Russland global treibt an illegalen Aktionen und Kriegsverbrechen ist beispiellos. Ich würde nicht behaupten Saudi-Arabien ist ein guter Staat, wein Engel.

Das ist ein Despoten Regime mit Gesetzen aus der Steinzeit. Aber es ist nicht halb so schlimm wie Russland derzeit. Ja Saudi-Arabien ist kein toller Partner.

Nur Russland schon gar nicht mehr.

Von mir aus mach die Augen zu, ignoriere was in Russland passiert. Deine Entscheidung
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 20. Jan 2021, 23:45

Cobra9 hat geschrieben:(20 Jan 2021, 23:30)
Ja Saudi-Arabien is viel schlimmer als Russland.
Zwar Blödsinn aber kann man mal einwerfen.

Von mir aus mach die Augen zu, ignoriere was in Russland passiert. Deine Entscheidung

Hm. Ich habe nicht einmal in erster Linie an Saudi-Arabien gedacht, aber bitte - Du schlägst also vor, statt russisches Gas saudisches Gas zu kaufen. Kann man machen. Und die können dann 55 Milliarden m³ im Jahr liefern?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jan 2021, 23:48

Die "Fortuna" steht still im Hafen von Rostock.

Joe Biden wird in vielem auf die Europäer zugehen, aber umgekehrt wird zurecht erwartet, dass sich die Europäer an ihrer eigenen Sicherheit beteiligen.
Viele wollen das ja auch, allen voran die Mittelosteuropäer und die Skandinavier.
Und wegen Nawalny will nun auch noch das EU-Parlament den Stopp der Pipeline fordern.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Jan 2021, 23:51

Troh.Klaus hat geschrieben:(20 Jan 2021, 23:45)

Hm. Ich habe nicht einmal in erster Linie an Saudi-Arabien gedacht, aber bitte - Du schlägst also vor, statt russisches Gas saudisches Gas zu kaufen. Kann man machen. Und die können dann 55 Milliarden m³ im Jahr liefern?

Wir werden genügend Energie bekommen, notfalls mit Unterstützung der Verbündeten.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 20. Jan 2021, 23:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jan 2021, 23:51)
Wir werden genügend Energie bekommen, notfalls mit Unterstützung der Verbündeten.

Ok. Dann machen wir die Sanktionen aber richtig. Kein Öl und kein Gas mehr von Russland, diesem Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher. Die Verbündeten werden es schon richten.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jan 2021, 00:04

Troh.Klaus hat geschrieben:(20 Jan 2021, 23:58)

Ok. Dann machen wir die Sanktionen aber richtig. Kein Öl und kein Gas mehr von Russland, diesem Angriffskrieger und Menschenrechtsverbrecher. Die Verbündeten werden es schon richten.

Der Fall Nawalny wäre eine günstige Gelegenheit dazu, über den Status eines Papiertigers mal hinauszugehen.
Meines Erachtens war ja schon der Krieg mit der Ukraine inakzeptabel.
Aber die multilaterale Zusammenarbeit mit Freunden und Verbündeten ist allemal besser als die Kollaboration mit Gegnern.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Troh.Klaus » Do 21. Jan 2021, 00:14

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jan 2021, 00:04)
Der Fall Nawalny wäre eine günstige Gelegenheit dazu, über den Status eines Papiertigers mal hinauszugehen.
Meines Erachtens war ja schon der Krieg mit der Ukraine inakzeptabel.
Aber die multilaterale Zusammenarbeit mit Freunden und Verbündeten ist allemal besser als die Kollaboration mit Gegnern.

Du drückst Dich also auch drum rum.
Was ist denn jetzt? Bist Du dafür, den Import russischen Öls und Gases komplett zu stoppen und Putin damit große Geldmengen zu entziehen oder bist Du "nur" für den Stopp von NS2, das bisher Putin noch nicht einen einzigen Cent eingebracht hat? Also für die symbolische Geste?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Jan 2021, 00:27

Troh.Klaus hat geschrieben:(21 Jan 2021, 00:14)

Du drückst Dich also auch drum rum.
Was ist denn jetzt? Bist Du dafür, den Import russischen Öls und Gases komplett zu stoppen und Putin damit große Geldmengen zu entziehen oder bist Du "nur" für den Stopp von NS2, das bisher Putin noch nicht einen einzigen Cent eingebracht hat? Also für die symbolische Geste?

Dafür natürlich. Aber ich würde das mit den Verbündeten beraten.
Und als Symbol würde ich NS 2 nicht sehen, es ist ein strategisches Problem.
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