Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

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Zunder
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Zunder » Mi 13. Jan 2021, 16:30

Sören74 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:23)
Derselbe Impfstoff ist in der EU zugelassen, will man da freiwillig auf eine frühzeitige Impfung verzichten?

Ich verzichte definitiv freiwillig auf eine frühzeitige Impfung.
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Sören74
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 13. Jan 2021, 16:32

Zunder hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:30)

Ich verzichte definitiv freiwillig auf eine frühzeitige Impfung.


Ich hoffe, dass Du den vulnerablen Gruppen eine frühzeitige Impfung trotzdem gönnst. :)
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Zunder
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Zunder » Mi 13. Jan 2021, 16:37

Sören74 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:32)

Ich hoffe, dass Du den vulnerablen Gruppen eine frühzeitige Impfung trotzdem gönnst. :)

Selbstverständlich.
Wäre ich ein 80jähriger Heimbewohner mit geschädigter Lunge, würde ich mich auch impfen lassen. Das ist eine Frage der Risikoabwägung.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Skeptiker » Mi 13. Jan 2021, 16:47

Zunder hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:25)

In Israel ist die Zahl der Impfungen im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum der Vorwoche um 55% gesunken.
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... n-100.html

... die in den guten Verstecken findet man einfach nicht so schnell :x
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Ebiker » Mi 13. Jan 2021, 16:52

Upps, ist die Impfung doch nicht so wirksam gegen die Mutation des Virus ? Das hat doch keiner wissen können.

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1348998001306513410
Folgen sie den Anweisungen
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Schnitter » Mi 13. Jan 2021, 16:55

Ebiker hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:52)

Upps, ist die Impfung doch nicht so wirksam gegen die Mutation des Virus ? Das hat doch keiner wissen können.

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1348998001306513410


Selbst wenn die Wirksamkeit statt 95 % nur 75 % wäre müsste einer Risikogruppe schon ganz schön ins Gehirn geschissen worden sein sich nicht dagegen zu impfen ;)
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon frems » Mi 13. Jan 2021, 16:57

Ebiker hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:52)

Upps, ist die Impfung doch nicht so wirksam gegen die Mutation des Virus ? Das hat doch keiner wissen können.

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1348998001306513410

Genau genommen steht da nur, dass man es (noch) nicht weiß. Wissenschaftlich nun keine bahnbrechende Aussage.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Alexyessin » Mi 13. Jan 2021, 17:16

Sören74 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 15:52)

Der Datenschutz wird nicht unterbinden, dass man einen Impfnachweis vorlegt.


Doch.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Alexyessin » Mi 13. Jan 2021, 17:18

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 16:05)

Da wäre ich mir nicht so sicher. inwiefern das hier oder in Österreich geht. Die AGBs eines Flugzeugunternehmens sind deren Sache, und solange sie nicht gegen Gesetze oder gegen die guten Sitten verstoßen, ist das kein Problem. Ich bin sicher, dass bei einer ganz schlechten Impfquote nicht mal das BVerfG hier die Freiheit, sich nicht impfen zu lassen, höher einschätzt als das gesamtstaatliche Ziel, das Virus vom Hals zu bekommen. Aber klar, sicher ist nix (außer dem Impfdesaster im Augenblick).


Die Zu- und Abreise kommt für EU von der EU. Aber das ist dann ein allgemeines Thema.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Sören74 » Mi 13. Jan 2021, 17:25

Alexyessin hat geschrieben:(13 Jan 2021, 17:16)

Doch.


Auf welcher Grundlage?
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon tarkomed » Mi 13. Jan 2021, 17:43

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 14:35)

Dass es besser wird (schlechter geht nicht mehr) ist klar. Mir geht's nur darum aufzuzeigen, in welchen Dimensionen wir uns gegenwärtig bewegen und wie viel schneller es gehen müsste, um wenigstens innerhalb eines Jahres fertig zu sein.

Seien Sie doch nicht so pessimistisch. :)
Es tut sich was. Die EU hat richtig gehandelt bei der Bestellung, indem sie auf mehrere Hersteller gesetzt hat.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 7456ed612f
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Alexyessin » Mi 13. Jan 2021, 19:09

Sören74 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 17:25)

Auf welcher Grundlage?


Des Datenschutzes.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon BlueMonday » Mi 13. Jan 2021, 19:54

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 14:35)

Das wird sich dann ändern, wenn die Unternehmen und die Geschäfte usw. dazu übergehen, einen Impfnachweis zu verlangen. Sobald spürbare Nachteile damit verbunden sind, sich nicht impfen zu lassen, werden Aluhüte rasch entsorgt werden. Jede Wette.


Momentan geht es erst mal kräftig in die Gegenrichtung. Die Insolvenzwelle wälzt sich durch die Landen. Die Geschäfte und Lokale wären froh, wenn sie überhaupt Kunden zu Gesicht bekämen.

Ewig lässt sich dieser Shutdown-Wahn auch nicht aufrecht erhalten. So ein Vorgehen in diesem Ausmaße ist praktisch beispiellos in der Geschichte. Es gab in der Vergangenheit temporäre lokale Maßnahmen zur Eindämmung, Empfehlungen zur häuschlichen Isolation im Infektionsfalle usw., aber nicht landesweite, monate- evtl. jahrelange "Lockdowns" für Symptomlose.
Und ob die derzeitigen Impfstoffe die Fallzahlen signifikant reduzieren, steht auch noch in den Sternen. In Israel gehen die Zahlen rasant nach oben trotz relativ zahlreicher Impfungen. Diese Impfungen sind jedenfalls kein "game changer", das dürfte klar werden, allein schon wenn man sich die klinische Studie zum Biontech-Impfstoff anschaut.
Greif niemals in ein Wespennest, doch wenn du greifst, dann greife fest.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon McKnee » Mi 13. Jan 2021, 20:15

Sören74 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 15:52)

Der Datenschutz wird nicht unterbinden, dass man einen Impfnachweis vorlegt.


Ja, das wird in Einzelfällen so sein. Als natürliche oder juristische Person kann ich auf zivilrechtlicher Grundlage Vereinbarungen mit dir treffen und Bedingungen an sie knüpfen. Die Vorlage eines Impfausweises bzw. der Nachweis einer konkreten Impfung kann eine dieser Bedingungen sein. Es steht dir ja frei, auf diese Bedingung einzugehen oder nicht. Ich bin halt auch nicht verpflichtet, dir eine bestimmte Leistung zu erbringen. Vor allem nicht, wenn du teile deiner Gegenleistung nicht erfüllst.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Stoner » Mi 13. Jan 2021, 20:38

tarkomed hat geschrieben:(13 Jan 2021, 17:43)

Seien Sie doch nicht so pessimistisch. :)
Es tut sich was. Die EU hat richtig gehandelt bei der Bestellung, indem sie auf mehrere Hersteller gesetzt hat.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 7456ed612f


Komisch, in der heutigen Debatte im Bundestag behaupten AfD, SPD, Linke und FDP etwas anderes. Und wer feine Ohren hat, wird auch gehört haben, dass der Gesundheitsminister neben anderen direkten oder indirekten Eingeständnissen jetzt nicht mehr sagt: Wir werden jedem im Sommer ein Impfangebot machen, sondern Wir werden voraussichtlich machen können.

Mein Bundesland ist dabei noch einmal um einen Platz abgesackt bei der Impfquote. Nur Thüringen ist schlechter. Das wäre doch jetzt was für Linksgrünhasser ;)

Natürlich kann man sich nun über semantische Feinheiten auch streiten. Ich habe hier ja keine Politiker wüst beschimpft, sondern sie lediglich in dem, was sie verkündet haben, beim Wort genommen und vorgerechnet, wo die Unterschiede zwischen Anspruch und Behauptung bei ihnen und der Wirklichkeit liegen. Zusammengefasst auch erneut wieder in dem aus dem Wissensteil der ZEIT verlinkten Artikel. Warum so viele sich hier sträuben, ist unverständlich. Die derzeit um die 1.000 Toten am Tag sind doch keine Peanuts - und genau mit denen, die überwiegend sterben, wird alles begründet. Spahn spricht heute schon wieder vom Februar, Ramelow gleich von 12 Wochen.

Rein spekulativ würde ich sagen: Dass die EU so mies verhandelt und die Deutschen so schnarchnasig waren, liegt in erster Linie daran, dass man geglaubt hat, das Schlimmste schon hinter sich und die Sache im Griff zu haben. Pech gehabt, aber theoretisch sollte man meinen, dass Unschuld tatsächich nicht vor "Strafe" schützt, also vor Wählerentzug. Und wenn die sieben Parteien im Bundestag tatsächlich alternativlos sind, dann umso schlimmer für den Wähler, der die Suppe gerade auslöffelt und stirbt und/oder demnächst in die Insolvenz oder Arbeitslosigkeit geht.
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. (Mark Twain)
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Atue001 » Mi 13. Jan 2021, 21:39

Am Sonntag scheint in einigen Bundesländern (6 an der Zahl) nicht geimpft zu werden oder wenigstens liefern sie keine Zahlen. In Bremen ist den Unternehmen das Behördenchaos zu bunt geworden - die haben jetzt das Heft in die Hand genommen und stellen Gebäude und Freiwillige. Fahrlehrer übernehmen Fahrdienste, weil Taxis knapp sind.


In meinem Landkreis gab es ein Impfzentrum ein einem abgelegenen Ecken des Landkreises. Wer von der anderen Ecke kam, musste ca. 50km überbrücken - bei schlecht ausgebautem Nahverkehr. Die zuständige Verwaltung erklärte, dass sie Kosten sparen wollte - das Land dementierte, weil es auch ein zweites Impfzentrum genehmigt hätte, wenn es beantragt worden wäre, und auch die Kosten fast vollständig übernimmt. So blieben die Impfungen natürlich aus. Nach heftigem Bürgerprotest wird jetzt ein zweites zentraleres Impfzentrum ergänzt. Die Wirtschaft hat das Gebäude gestellt. Die Verwaltung hat aber vorsorglich schon mal ausgesagt, dass sich durch das zweite Impfzentrum zwar die Bürgernähe erhöht, aber nicht die Impfkapazitäten....

Derzeit wird ca. 40% weniger geimpft, als Impfstoff da ist. Nicht nur bei uns, sondern bundesweit. Impfstoff bleibt also liegen, und damit ist nicht der gemeint, der für die zweite Dosis notwendig ist. Moderna wird gerade hochgefahren, ebenso Biontech. AstraZeneca hat die Zulassung in der EU beantragt, wird sie wohl bis Anfang Februar auch bekommen. Wenn die Daten auch am Wochenende geliefert würden und die EMA am Wochenende arbeiten würde, ginge es sicherlich auch ein paar Tage schneller.
Johnson&Johnson wird den nächsten Impfstoff liefern, voraussichtlich dann ab März. Von dem braucht es auch nur eine Impfung.

Wir haben nicht zu wenig Impfstoff - wir haben ein Problem mit unserer unflexiblen Bürokratie. Es fehlt Technik, Personal und Kreativität für Lösungen. Wenn die Wirtschaft nicht mit hinzugezogen wird, wird das nichts. (Nicht nur) in meiner Firma wurde es dieses Jahr vorgemacht - Grippeimpfungen über Betriebe konnten hunderteweise professionell binnen weniger Stunden abgewickelt werden. Einer professionellen Organisation sei dank.

Doch trotz alledem ist auch die langsame Impfung nicht die Ursache für mehr Tote - das erledigen schon die zu vielen Begegnungen und die fehlende Einsicht der grossen Mehrheit, dass jeder selbst so viel wie möglich für Kontaktvermeidung sorgen muss.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 13. Jan 2021, 21:45

BlueMonday hat geschrieben:(13 Jan 2021, 19:54)

Momentan geht es erst mal kräftig in die Gegenrichtung. Die Insolvenzwelle wälzt sich durch die Landen. Die Geschäfte und Lokale wären froh, wenn sie überhaupt Kunden zu Gesicht bekämen.

Ewig lässt sich dieser Shutdown-Wahn auch nicht aufrecht erhalten. So ein Vorgehen in diesem Ausmaße ist praktisch beispiellos in der Geschichte. Es gab in der Vergangenheit temporäre lokale Maßnahmen zur Eindämmung, Empfehlungen zur häuschlichen Isolation im Infektionsfalle usw., aber nicht landesweite, monate- evtl. jahrelange "Lockdowns" für Symptomlose.
Und ob die derzeitigen Impfstoffe die Fallzahlen signifikant reduzieren, steht auch noch in den Sternen. In Israel gehen die Zahlen rasant nach oben trotz relativ zahlreicher Impfungen. Diese Impfungen sind jedenfalls kein "game changer", das dürfte klar werden, allein schon wenn man sich die klinische Studie zum Biontech-Impfstoff anschaut.

Tja, dann ist die Lage noch schlimmer als wir dachten.
Denken Sie nach!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Skeptiker » Mi 13. Jan 2021, 21:55

BlueMonday hat geschrieben:(13 Jan 2021, 19:54)
...
Diese Impfungen sind jedenfalls kein "game changer", das dürfte klar werden, allein schon wenn man sich die klinische Studie zum Biontech-Impfstoff anschaut.

Könntest du das bitte näher erklären? Hat die Studie nicht 95% weniger Erkrankungen in der Serumgruppe ergeben? Inwiefern siehst du die Impfung dann, im Hinblick auf diese Studie, nicht als Gamechanger?
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Atue001 » Mi 13. Jan 2021, 22:22

Skeptiker hat geschrieben:(13 Jan 2021, 21:55)

Könntest du das bitte näher erklären? Hat die Studie nicht 95% weniger Erkrankungen in der Serumgruppe ergeben? Inwiefern siehst du die Impfung dann, im Hinblick auf diese Studie, nicht als Gamechanger?


Also ich sehe das auch erst mal so - auf viele Monate hin werden die Impfungen kein Game-Changer sein können! Die Fallzahlen werden hoch bleiben, und wenn man expotentielles Wachstum der Infektionszahlen zu stark zulässt, knallt das auch dann das Gesundheitssystem an die Wand, wenn die älteste Gruppe vollständig durchimpft wäre.

Wir werden uns darauf einstellen müssen, ganz gleich wie viel Impfstoff da ist, dass auch 2021 tendenziell für die Wirtschaft nicht besser verläuft als 2020. Zwar kommen eventuell im Frühjahr wieder Lockerungen und Erleichtungen - das wird aber für einige Betriebe zu spät sein, und mit den Insolvenzen kommt auch eine höhere Arbeitslosigkeit, und damit mehr Unsicherheit in den Konsummarkt. Eine Konsumzurückhaltung ist zu erwarten, was die Wirtschaft weiter drückt. Dann kommt noch der Wahlkampf, die Aussicht auf höhere Steuern und Abgaben um die Coronalasten und die Lasten aus den notwendigen Anpassungen für den Klimawandel zu finanzieren - und wenn dann noch das Gesundheitswesen eher ausgebaut als eingeschrumpft werden soll, dann werden wir die Folgen ganz sicher auch noch die nächsten Jahre zu verdauen haben.

Selbst wenn es Ende 21 Anfang 22 bezogen auf Corona durch ausreichende Impfungen besser werden sollte.....
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Skeptiker » Mi 13. Jan 2021, 22:34

Atue001 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 22:22)
Also ich sehe das auch erst mal so - auf viele Monate hin werden die Impfungen kein Game-Changer sein können! Die Fallzahlen werden hoch bleiben, und wenn man expotentielles Wachstum der Infektionszahlen zu stark zulässt, knallt das auch dann das Gesundheitssystem an die Wand, wenn die älteste Gruppe vollständig durchimpft wäre.
...

Ach, was du nicht sagst :|

Ja, natürlich werden die Impfungen kein Gamechanger, wenn man sie in der Intensität betreibt, wie aktuell. Dann werden noch sehr viele Leute der Risikogruppe der kommenden Welle zum Opfer fallen. Daher war meine Zielvorstellung auch eine andere. Aber gut, dass wir Haftungsfragen ausgiebig geklärt haben ... :rolleyes:

Die Antwort an BlueMonday bezog sich übrigens explizit auf seinen Bezug zur klinischen Studie. Die Aussage würde ich gerne verstehen.

Wir werden uns darauf einstellen müssen, ganz gleich wie viel Impfstoff da ist, dass auch 2021 tendenziell für die Wirtschaft nicht besser verläuft als 2020. Zwar kommen eventuell im Frühjahr wieder Lockerungen und Erleichtungen - das wird aber für einige Betriebe zu spät sein, und mit den Insolvenzen kommt auch eine höhere Arbeitslosigkeit, und damit mehr Unsicherheit in den Konsummarkt. Eine Konsumzurückhaltung ist zu erwarten, was die Wirtschaft weiter drückt. Dann kommt noch der Wahlkampf, die Aussicht auf höhere Steuern und Abgaben um die Coronalasten und die Lasten aus den notwendigen Anpassungen für den Klimawandel zu finanzieren - und wenn dann noch das Gesundheitswesen eher ausgebaut als eingeschrumpft werden soll, dann werden wir die Folgen ganz sicher auch noch die nächsten Jahre zu verdauen haben.

Selbst wenn es Ende 21 Anfang 22 bezogen auf Corona durch ausreichende Impfungen besser werden sollte.....

Ja, ich sehe das auch sehr pessimistisch, allerdings nicht unter dem Aspekt "ganz gleich wieviel Impfstoff da ist". Denn wenn genug da wäre und wir entsprechend einer nationalen Notlage impfen würden, dann würden wir diese Krise eben binnen weniger Monate lösen können. Ohne ausreichend Impfstoffe oder mit dysfunktionaler Applikationsinfrastruktur - incl. völlig fehlender Informationskampagne - wird das natürlich nichts.

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