Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

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frems
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon frems » Mi 13. Jan 2021, 12:46

olli hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:43)

Richtig, hier in Hessen gibt es aktuell z.Bsp. mittlerweile ausreichend Impfstoff um loszulegen und trotzdem kann man nicht impfen, weil die Stellen zum anmelden für einen Termin überlastet sind. Als hätte man das nicht im voraus wissen können das es einen Ansturm geben wird und man das im voraus organisatorisch plant und löst.

Im Nachhinein ist man immer schlauer und wird wissen, wie viel Personal man haargenau an welchem Tag man exakt benötigt hätte, damit sowas zu keinem Zeitpunkt jemals eintritt und in der Lokalpresse für einen Absatz auf Seite 7 reicht.
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Stoner
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Stoner » Mi 13. Jan 2021, 12:48

frems hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:46)

Im Nachhinein ist man immer schlauer und wird wissen, wie viel Personal man haargenau an welchem Tag man exakt benötigt hätte, damit sowas zu keinem Zeitpunkt jemals eintritt und in der Lokalpresse für einen Absatz auf Seite 7 reicht.


Auch das ist falsch, wie man dem Artikel aus der ZEIT entnehmen kann. Lesen, lesen, lesen. :|
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Tom Bombadil
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 13. Jan 2021, 12:50

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:38)

Es steht doch alles in dem Auszug aus der ZEIT drin, Sie müssen doch nur lesen...

Lesen ist für manche Leute doof, lautes rumproleten und Diskussion zerstören viel spaßiger ;)
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frems
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon frems » Mi 13. Jan 2021, 12:51

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:48)

Auch das ist falsch, wie man dem Artikel aus der ZEIT entnehmen kann. Lesen, lesen, lesen. :|

Den kenne ich nicht, aber eine Provinzposse in den ersten Wochen interessiert mich auch nicht so sehr.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon olli » Mi 13. Jan 2021, 12:59

frems hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:46)
Im Nachhinein ist man immer schlauer ...


Das ist der Klassiker unter den Totschlagargumenten. Wenn man ein Jahr lang Zeit hat das zu planen und zu organisieren und am Ende trotzdem nichts richtig funktioniert lag das an falscher und ungenügender Organisation und Planung. Wie kann man so blauäugig sein eine Telefonnummer (116117) nutzen zu wollen, wo doch klar ist das die verstopft wenn die Hälfte der Republik dort anruft. Das ist doch ein Treppenwitz die Anmeldung über ein Call-Center abwickeln zu wollen. Weshalb hat man die Impfzentren nicht früher geöffnet (als es noch keinen Impfstoff gab) und diese genutzt das die Menschen dort regional ihre Termine bekommen ? Das hätte den Ärzten vor Ort auch die Möglichkeit gegeben regional zu planen. Stattdessen bemüht man die indische Hotline seines Misstrauens :mad: Diese Impfzentren hätte man auch nutzen können um zum Beispiel die Organisation und Verteilung von Mundschutzmasken umzusetzen (speziell FFP-2). Vieles hätte man so regional und flexibel organisieren können. Man hätte in dieser Notsituation z.Bsp. auch die Bundeswehr mit einbinden können die mobil die Verteilung übernimmt für Menschen die nicht aus dem Haus können. Vieles hat man versäumt und für mich sind Leute wie Herr Spahn so flexibel wie eine Bahnschranke. Ich hätte mir auch gewünscht das man einen Pandemieplan hat der eben auch so logistische Probleme bedacht hätte. Das was uns bis heute als Pandemieplan präsentiert wird ist imho ein schlechter Scherz und trieft nur vor Hilflosigkeit und Ahnungslosigkeit.
Meine Erfahrungen mit der "Corona-Task-Force" ist sehr negativ. Als ich Mitte Dezember selbst krank war (Fieber, Schweißausbrüche , trockener Hals , Erbrechen) habe ich vorsichtshalber testen lassen wollen ob es corona ist. 116117 angerufen, null Erfolg. Letzten Endes wusste ich das bei uns im Krankenhaus für den Kreis auf Corona getestet wird. Dort angerufen mit dem Ergebnis das ich schroff an den Hausarzt verwiesen wurde, weil sie angeblich nur die stationären Krankenhauspatienten selbst testen. Hausarzt angerufen und von dem abgewimmelt worden weil er bei Corona-Verdacht keinen Termin vergibt, anstatt dessen hat er mich an die Teststation im Krankenhaus verwiesen, wo ich ja angerufen hatte. Meine Lehre daraus: Hier wird medial ein großer Circus veranstaltet wie ach so toll unser System funktioniert, wenn du es aber nutzen willst merkt man erst was für eine Farce dahinter steht.
Zuletzt geändert von olli am Mi 13. Jan 2021, 13:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Stoner » Mi 13. Jan 2021, 13:01

frems hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:51)

Den kenne ich nicht, aber eine Provinzposse in den ersten Wochen interessiert mich auch nicht so sehr.


Der ist einige Beiträge vorne mit ausführlichen Zitaten verlinkt. Einfach ein bisserl hochscrollen bzw. einmal zurückblättern. Lohnt sich.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon frems » Mi 13. Jan 2021, 13:08

olli hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:59)

Das ist der Klassiker unter den Totschlagargumenten.

Naja, darauf läuft's ja hinaus, wenn auf hohem Niveau im Nachgang gejammert wird. Hätte man hier früher dies mal, dort auf andere Impfstoffe gesetzt und würde man bloß die heutige Datenlage schon damals berücksichtigt haben und überhaupt. Kann man machen, wenn man immer das Haar in der Suppe suchen möchte, aber bei dem Gejammer fehlt offensichtlich einigen Leuten der Blick fürs große Ganze.

Wenn man ein Jahr lang Zeit hat das zu planen und zu organisieren und am Ende trotzdem nichts richtig funktioniert lag das an falscher und ungenügender Organisation und Planung.

Ja, so ist es. Anfang Januar 2019 wusste man alles, hatte alles und fing mit allem an. Und jetzt funktioniert nichts. Die Gesundheitsämter haben noch nichts gemacht, es gibt keine Impfstoffe, keine Zentren, keine Hotlines, absolut gar nichts existiert. Gut bemerkt.

Wie kann man so blauäugig sein eine Telefonnummer (116117) nutzen zu wollen, wo doch klar ist das die verstopft wenn die Hälfte der Republik dort anruft.

Jo, und eine Autobahn wird nicht gebaut, um zum Ferienbeginn zu jeder Uhrzeit ein staufreies Fahrvergnügen zu ermöglichen, selbst wenn Unfälle und Baustellen eintreten.

Man hätte in dieser Notsituation z.Bsp. auch die Bundeswehr mit einbinden können die mobil die Verteilung übernimmt für Menschen die nicht aus dem Haus können.

Dann wäre das Gejammere wieder groß, dass das Vorgespräch nicht professionell genug ist und der Einsatz der Bundeswehr ist politisch auch immer wieder heikel. Da kann man es nie allen recht machen.

Das was uns bis heute als Pandemieplan präsentiert wird ist imho ein schlechter Scherz und trieft nur vor Hilflosigkeit und Ahnungslosigkeit.

Zum Glück haben wir neben 80 Millionen Bundestrainern und Verkehrsexperten auch ähnlich viele Virologen und Epidemiologen im Land.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eschnapur » Mi 13. Jan 2021, 13:15

relativ hat geschrieben:(12 Jan 2021, 13:37)

Nunja der Pflegeberuf sollte so eine Pflich eigentlich schon beinhalten, wenn nicht auf den Papier sodoch im Kopf derjenigen die sich um andere Menschen sorgen.


Da ich meinen Körper nach meiner regulären Arbeitszeit nicht von den Nachwirkungen einer solchen Impfung befreien kann, bedeutet das, dass die Impfung samt Langzeitfolgen in meinem gesamten weiteren Leben inklusive Freizeit und Rente präsent sein wird.

Aus diesem Grund entstand mein Beitrag an dich, das ist der Bezug zur Impfpflicht, ausschließlich für's Pflegepersonal.

Deine Anmerkung beinhaltet ja, dass die Sorge um meine Patienten dauerhaft in meinem Kopf zu sein hat, also auch über die Arbeitszeit hinaus.
Eigentlich wundere ich mich, bei der allgemeinen Einstellung der Bevölkerung zu Pflegekräften, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist, uns in eine dauerhafte Arbeitsquarantäne zu schicken, so dass wir für unsere Patienten so gut wie kein Risiko mehr sind. :)

Aktuell gewinnt man als Pflegekraft nämlich den Eindruck, dass wir 24 Stunden am Tag nur um das Wohl unserer Patienten zu kreisen haben, ansonsten hätten wir den falschen Beruf.
Eine nette Illusion. ;)
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. ;)
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Zunder » Mi 13. Jan 2021, 13:27

:rolleyes:
Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 10:13)

Schaun wir noch einmal in die ZEIT




Das sind lediglich Ausschnitte aus den ganzen Klöpsen - von der Bestellung über das Chaos der föderalistischen Strukturen. Und da hat man noch gar nicht über den Zusammenhang von Impfen hier und dem ebenso großen Versagen in Sachen Tests gesprochen. Wir kommen in die Billionenbereiche an Schäden und Hilfen durch den Lockdown, aber Hauptsache, der Osten kriegt sein Zeug billig und Frankreich stützt seine Firmen und der Föderalismus feiert fröhliche Urständ.

Man stelle sich vor, wir hätten etwas, was wirklich für alle ziemlich kurzfristig tödlich wirkt.

Von dem zitierten ZEIT-Artikel habe ich nur den ersten Absatz gelesen. Da weiß man schon, welche Sorte Schlaumeier sich hier als Kritiker versucht.

Die Analogie mit dem Bäckermeister unterschlägt die nicht ganz unerhebliche Tatsache, daß zum Zeitpunkt der Bestellung kein einziger Impfstoff das Genehmigungsverfahren durchlaufen hatte. Übertragen auf das Beispiel heißt das, der Bäckermeister hätte alle Zutaten vorrätig halten müssen, auch auf die Gefahr hin, seine Brötchen gar nicht verkaufen zu dürfen, weil die Lebensmittelbehörde das untersagt.

Das Beispiel ist so gewählt, daß die Politiker als komplette Idioten dastehen, weil ein Bäcker zum einen diese läppischen 1.000 Brötchen locker verschmerzen kann und zum anderen sich mit den bestellen Zutaten auch Gebäck, Kuchen oder sonstwas herstellen läßt. Mit dem Impfstoff funktioniert das nicht. Und es geht auch nicht um 1.000 Brötchen.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 13. Jan 2021, 13:29

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:38)

Wieder so ein querdenkerisches Schwenken der Reichsimpfflagge. :mad2:

Es steht doch alles in dem Auszug aus der ZEIT drin, Sie müssen doch nur lesen, was dort stand und worauf sich die srakastische Antwort des Kollegen bezog. Am besten also sich kundig machen und dann die Flagge einholen. ;)

Ok, daß Tom dies evtl. sarkastisch gemeint haben kann, ist möglich, aber warum soll ich jetzt glauben die Zeit hat da recht. Schon bei den Terminvergaben per Telefon , habe ich den Verdacht, daß die dort nur nachgeplappert haben was andere ihnen versprochen haben. Da wird es egal sein um welche Hotline es sich da handelt, es kommt eh zu Wartezeiten aka Ärgernissen. Was ja normal ist , wenn z.B. 800.000 Impfberechtigte sich gleichzeitig ein Termin abholen wollen.
Zuletzt geändert von relativ am Mi 13. Jan 2021, 13:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Stoner » Mi 13. Jan 2021, 13:29

Eschnapur hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:15)

Da ich meinen Körper nach meiner regulären Arbeitszeit nicht von den Nachwirkungen einer solchen Impfung befreien kann, bedeutet das, dass die Impfung samt Langzeitfolgen in meinem gesamten weiteren Leben inklusive Freizeit und Rente präsent sein wird.

Aus diesem Grund entstand mein Beitrag an dich, das ist der Bezug zur Impfpflicht, ausschließlich für's Pflegepersonal.

Deine Anmerkung beinhaltet ja, dass die Sorge um meine Patienten dauerhaft in meinem Kopf zu sein hat, also auch über die Arbeitszeit hinaus.
Eigentlich wundere ich mich, bei der allgemeinen Einstellung der Bevölkerung zu Pflegekräften, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist, uns in eine dauerhafte Arbeitsquarantäne zu schicken, so dass wir für unsere Patienten so gut wie kein Risiko mehr sind. :)

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Kleine Anmerkung meinerseits dazu: Pflegekräfte haben natürlich das Pech, dass man ihre Impfquote berufsspezifisch wahrnimmt. Allerdings gilt die "Impfaufforderung" im Namen der Solidarität und der Bekämpfung des Virus für Sie als Pflegekraft nicht stärker als für jeden anderen auch, und jeder andere braucht seinen Körper genauso im Leben wie eine Pflegekraft. Soll heißen: Die Aufforderung, sich impfen zu lassen, geht zunächst einmal an alle Individuen in diesem Lande gleichermaßen, ohne Ansehen von Beruf und Alter usw.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Stoner » Mi 13. Jan 2021, 13:30

Zunder hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:27)

:rolleyes:
Von dem zitierten ZEIT-Artikel habe ich nur den ersten Absatz gelesen. Da weiß man schon, welche Sorte Schlaumeier sich hier als Kritiker versucht.

Die Analogie mit dem Bäckermeister unterschlägt die nicht ganz unerhebliche Tatsache, daß zum Zeitpunkt der Bestellung kein einziger Impfstoff das Genehmigungsverfahren durchlaufen hatte. Übertragen auf das Beispiel heißt das, der Bäckermeister hätte alle Zutaten vorrätig halten müssen, auch auf die Gefahr hin, seine Brötchen gar nicht verkaufen zu dürfen, weil die Lebensmittelbehörde das untersagt.

Das Beispiel ist so gewählt, daß die Politiker als komplette Idioten dastehen, weil ein Bäcker zum einen diese läppischen 1.000 Brötchen locker verschmerzen kann und zum anderen sich mit den bestellen Zutaten auch Gebäck, Kuchen oder sonstwas herstellen läßt. Mit dem Impfstoff funktioniert das nicht. Und es geht auch nicht um 1.000 Brötchen.


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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Keoma » Mi 13. Jan 2021, 13:32

Zunder hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:27)

:rolleyes:
Von dem zitierten ZEIT-Artikel habe ich nur den ersten Absatz gelesen. Da weiß man schon, welche Sorte Schlaumeier sich hier als Kritiker versucht.

Die Analogie mit dem Bäckermeister unterschlägt die nicht ganz unerhebliche Tatsache, daß zum Zeitpunkt der Bestellung kein einziger Impfstoff das Genehmigungsverfahren durchlaufen hatte. Übertragen auf das Beispiel heißt das, der Bäckermeister hätte alle Zutaten vorrätig halten müssen, auch auf die Gefahr hin, seine Brötchen gar nicht verkaufen zu dürfen, weil die Lebensmittelbehörde das untersagt.

Das Beispiel ist so gewählt, daß die Politiker als komplette Idioten dastehen, weil ein Bäcker zum einen diese läppischen 1.000 Brötchen locker verschmerzen kann und zum anderen sich mit den bestellen Zutaten auch Gebäck, Kuchen oder sonstwas herstellen läßt. Mit dem Impfstoff funktioniert das nicht. Und es geht auch nicht um 1.000 Brötchen.


Ich finde das witzig, ist bei euch anscheinend das gleiche wie überall.
Die Kritiker tun so, als wäre jedes Land in Europa isoliert und nur die eigene Regierung macht alles falsch.
Ich bin schon so froh, wenn wir in Österreich nur mehr 9 Millionen Fußballnationaltrainer und nicht mehr die gleiche Anzahl Virologen und Epidemologen haben werden.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon frems » Mi 13. Jan 2021, 13:32

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(12 Jan 2021, 13:45)

Da kann ich Ihnen (als ohnehin besserem Mathematiker oder Statistiker) leider nur entgegenhalten, dass die derzeitige Erstimpfungsrate und die beginnende zweite Impfdosisverabreichung in Israel bei immerhin 20% der Gesamtbevölkerung offensichtlich bisher keinerlei positive Auswirkungen eines Infektionsrückgans bewirkte. Die Infektionszahlen im Gegeteil sogar auf neue Höchstwerte steigen, trotz unstrittigem Weltmeisterimpftempo.

Dass es keine positiven Auswirkungen gibt, lässt sich anhand der Zahlen nicht sagen, da man "cum hoc ergo propter hoc"-mäßig nur eine (Nicht-)Korrelation sieht. Entscheidend ist eine Frage, deren Antwort man derzeit nur modellieren kann und sie somit für den Laien nicht verständlich wird: nämlich jene Frage, wie hoch die Infektionszahlen wären, wenn man noch niemanden geimpft hätte. Nach der schlichten Logik kann man auch behaupten, eine Lockerung würde die Zahlen senken, denn beides ging ab Mai 2020 bei uns einher.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon relativ » Mi 13. Jan 2021, 13:38

Eschnapur hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:15)

Da ich meinen Körper nach meiner regulären Arbeitszeit nicht von den Nachwirkungen einer solchen Impfung befreien kann, bedeutet das, dass die Impfung samt Langzeitfolgen in meinem gesamten weiteren Leben inklusive Freizeit und Rente präsent sein wird.

Aus diesem Grund entstand mein Beitrag an dich, das ist der Bezug zur Impfpflicht, ausschließlich für's Pflegepersonal.

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Da hast duu mich aber falsch verstanden. Es ging mir darum, daß man als Pflegepersonal das Wohl den Patienten schon im Kopf hat bezüglich der Impfung, was ja auch Schutz bedeutet
Du hast es ja für dich auch schon beschrieben, wie häufig du wegen der Patienten , bzw. dein Beruf, dich hast impfen lassen. Genau dies meinte ich damit. Trotzdem bin ich gegen eine Pflicht. D.h wer nicht will braucht nicht, sollte aber akzeptieren, daß sich die Gesellschaft dann auch schützen muss, indem sie diesbezüglich Vorrausetzungen/Vorschriften für Impfverweigerer schafft.
Dies soll für jeden gelten nicht nur für das Pflegepersonal.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon frems » Mi 13. Jan 2021, 13:43

Keoma hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:32)

Ich finde das witzig, ist bei euch anscheinend das gleiche wie überall.
Die Kritiker tun so, als wäre jedes Land in Europa isoliert und nur die eigene Regierung macht alles falsch.
Ich bin schon so froh, wenn wir in Österreich nur mehr 9 Millionen Fußballnationaltrainer und nicht mehr die gleiche Anzahl Virologen und Epidemologen haben werden.

Und wenn die Kritiker dann doch mal auf andere Länder, die eh immer alles besser machen, schauen, wird selektiv herausgepickt. Land A hatte den Impfstoff wenige Tage früher (mit kritischer Notzulassung und in geringerer Anzahl), Land B hat insgesamt an Stichtag X mehr Leute geimpft (mit chaotischem Start und vielen Regionen, wo nichts passiert), Land C impft quasi per Drive-In flott (ohne medizinische Vorbesprechung), Land D hat etwas schneller die digitale Infrastruktur aufgesetzt (aber viel weniger Impfdosen), Land E hat mehr Impfdosen (ohne notwendige Impf-Infrastruktur und zu viel höheren Preisen), und so weiter, und so fort.

Persönlich finde ich es am "Ende" eher interessant, wenn allen Bürger ein Impfangebot gemacht werden konnte und man dann sieht, wie viele sich (nicht) impfen lassen wollen und was darauf dann folgt.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Zunder » Mi 13. Jan 2021, 13:45

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:30)

Reichsimpfflaggenschwenker müssen nicht weiterlesen.

Du kapierst zwar nicht, warum die Analogie, die dir so toll in den Kram paßt, kompletter Schwachsinn ist, aber für idiotische Diffamierungsversuche reicht's gerade noch. Gratulation.
Eulenwoelfchen

Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 13. Jan 2021, 13:47

Stoner hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:30)

Reichsimpfflaggenschwenker müssen nicht weiterlesen.

Stimmt. Weil ihnen der Dünnbierkommentar des Tages auch so sicher ist. :D
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Stoner » Mi 13. Jan 2021, 13:52

relativ hat geschrieben:(13 Jan 2021, 13:29)

Ok, daß Tom dies evtl. sarkastisch gemeint haben kann, ist möglich, aber warum soll ich jetzt glauben die Zeit hat da recht. Schon bei den Terminvergaben per Telefon , habe ich den Verdacht, daß die dort nur nachgeplappert haben was andere ihnen versprochen haben. Da wird es egal sein um welche Hotline es sich da handelt, es kommt eh zu Wartezeiten aka Ärgernissen. Was ja normal ist , wenn z.B. 800.000 Impfberechtigte sich gleichzeitig ein Termin abholen wollen.


Auch dazu steht alles schon in dem ZEITartikel drin. Es ist seit Monaten bekannt, wann der erste Impfstoff kommen sollte, also darf man erwarten, dass man mit dem Eintreffen des mengenmäßig eh die eigenen Vorgaben (250.000 Impfungen/Tag) verfehlenden Impfstoffes wenigstens die Logistik der Terminvergabe steht. Wenigstens das, das ist das Allerprimitivste, noch vor der Verteilung usw.

Wäre es technisch möglich, würde ich hier einen Zähler vorschlagen: Wir gehen mal vom Ideal von 60 Mio. Geimpften aus. Dann nehmen wir jeden Tag die Zahl der Geimpften und rechnen den entsprechenden Tagesschnitt auf das zu erwartende Impfende hoch. Im Augenblick liegen wir so, dass Ende 2026 die ideale Zahl von 60 Mio. Menschen geimpft sein müssten. Das sind doch gute Aussichten. Und dann dürfen wir Herrn Spahns heutige Ankündigung, die Maßnahmen auch im Februar noch aufrechtzuerhalten, wenn auch vielleicht auch etwas gemildeter, als ins Bild passend interpretieren.

Übrigens fehlt noch ein Punkt im ganzen Dilemma. Man hat ja die zu vermeidende Überlastung des Gesundheitswesens immer ganz oben angeführt. Jetzt ist es aber so: Nachdem die Kliniken kein Geld mehr bekommen für leere Intensivbetten, haben diese natürlich aus wirtschaftlichen Gründen die Zahl der Intensivbetten entsprechend wieder verringert, sodass schneller eine Aus- oder Überlastung erreicht wird. Prima.
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Re: Das Corona-Impfdesaster: Auswirkungen, Verantwortungen und Konsequenzen

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 13. Jan 2021, 13:53

Man sollte auch nicht die positiven Seiten der Coronakrise übersehen.
Deutschland ist endlich vereint. Der Besserwossi ist geboren, in gleich dämlicher Einigkeit.

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