EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Michael Alexander
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Michael Alexander » Fr 1. Jan 2021, 18:48

Wer sich für die Wurzeln des Brexits interessiert, sollte sich die Rede Margaret Thatchers anhören, die sie 1988 in Brügge gehalten hat.

Dazu muss man wissen, dass die Briten die Erfinder des Gemeinsamen Marktes gewesen waren und die Integration mit der Einheitlichen Europäischen Akte wesentlich vorangetrieben hatten, im Sinne eines wirtschaftsliberalen Projektes. Diese Rede ist die erste, in der Zweifel an der europäischen Integration, wie sie Jacques Delors vorantrieb, geäußert wurden. Sie hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 1. Jan 2021, 18:56

Michael Alexander hat geschrieben:(01 Jan 2021, 18:48)

Wer sich für die Wurzeln des Brexits interessiert, sollte sich die Rede Margaret Thatchers anhören, die sie 1988 in Brügge gehalten hat.

Dazu muss man wissen, dass die Briten die Erfinder des Gemeinsamen Marktes gewesen waren und die Integration mit der Einheitlichen Europäischen Akte wesentlich vorangetrieben hatten, im Sinne eines wirtschaftsliberalen Projektes. Diese Rede ist die erste, in der Zweifel an der europäischen Integration, wie sie Jacques Delors vorantrieb, geäußert wurden. Sie hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

Ich habe diese Rede live erlebt - und ja, auch mir war damals schon klar:
Mit diesen Briten ist die europäische Einigung nicht hinzubekommen!
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Michael Alexander » Fr 1. Jan 2021, 19:16

Misterfritz hat geschrieben:(01 Jan 2021, 18:56)

Ich habe diese Rede live erlebt - und ja, auch mir war damals schon klar:
Mit diesen Briten ist die europäische Einigung nicht hinzubekommen!


Wenn du darunter einen europäischen Superstaat mit nicht gewählten, mächtigen Bürokraten und einer sozialistischen Umverteilung verstanden hast, dann bist du damit sicher richtig gelegen.

Den Briten war es schon immer wichtig, ihre eigene Demokratie zu bewahren, und dazu gehört natürlich, dass ihr gewähltes Parlament entscheidet, und nicht ein nicht gewählter Jacques Delors, oder heutzutage eben eine abgehalftere ehemalige deutsche Verteidigungsministerin, die aufgrund von Skandalen, Erfolglosigkeit und Unbeliebtheit in Deutschland nach Brüssel versetzt werden musste.

Die Briten sind der Meinung, dass sich jeder, der weitreichende politische Entscheidungen zu treffen hat, einer Wahl stellen muss, in der er gegebenenfalls abgewählt wird. Die EU-Bürokratie, die im wesentlichen eine Fortsetzung der französischen Beamtenbürokratie, einschließlich Concours, darstellt, ist den Briten natürlich schon immer fremd gewesen. Den Deutschen war das ganze Getue wohl auch fremd, aber sie haben sich eben darin gefallen, überhaupt wieder auf internationaler Ebene wahrgenommen zu werden, und letztlich kannten sie undemokratische Beamtenstaaten ja auch aus ihrer eigenen Geschichte.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 1. Jan 2021, 19:18

Michael Alexander hat geschrieben:(01 Jan 2021, 19:16)

Wenn du darunter einen europäischen Superstaat mit nicht gewählten, mächtigen Bürokraten und einer sozialistischen Umverteilung verstanden hast, dann bist du damit sicher richtig gelegen.

Den Briten war es schon immer wichtig, ihre eigene Demokratie zu bewahren, und dazu gehört natürlich, dass ihr gewähltes Parlament entscheidet, und nicht ein nicht gewählter Jacques Delors, oder heutzutage eben eine abgehalftere ehemalige deutsche Verteidigungsministerin, die aufgrund von Skandalen, Erfolglosigkeit und Unbeliebtheit in Deutschland nach Brüssel versetzt werden musste.

Die Briten sind der Meinung, dass sich jeder, der weitreichende politische Entscheidungen zu treffen hat, einer Wahl stellen muss, in der er gegebenenfalls abgewählt wird. Die EU-Bürokratie, die im wesentlichen eine Fortsetzung der französischen Beamtenbürokratie, einschließlich Concours, darstellt, ist den Briten natürlich schon immer fremd gewesen. Den Deutschen war das ganze Getue wohl auch fremd, aber sie haben sich eben darin gefallen, überhaupt wieder auf internationaler Ebene wahrgenommen zu werden, und letztlich kannten sie undemokratische Beamtenstaaten ja auch aus ihrer eigenen Geschichte.

Mal eine kleine Frage (ich weiss, es ist OT...):
Hast Du jemals einen Staatssekretär gewählt? Oder sonst einen höheren Regierungsbeamten?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 1. Jan 2021, 19:48

Dieser nachträgliche Rechtfertigungsbeitrag für den BREXIT nimmt keinerlei Bezug auf die inzwischen geschaffenen Institutionen, die ja nur deshalb angelegt wurden, um eben die politische und auf Wahlen beruhende Einflußnahme auf die Politik der EU-Kommission und des EU Ministerrats zu entwickeln.

Den Briten hätte es wohl angestanden, den damals klar vorhandenen Mangel an Legitimation an zu sprechen und auf Änderung im Sinne demokratischer Legitimation zu drängen. Oder spräche dann immer noch etwas gegen das europäische Projekt, das ich in der Tat langfristig auf einen Bundesstaat zusteuern sehe? Ich meine, daß den Briten ihr eigener Durchgriff in die EU zu gering erschien. Die inzwischen gefundene Lösung mit dem BREXIT-Vertrag halte ich deshalb noch für die bestmögliche Voraussetzung für die künftige Zusammenarbeit.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 1. Jan 2021, 20:15

Vongole hat geschrieben:(01 Jan 2021, 17:23)

Ja, darauf habe ich bereits hier aufmerksam gemacht: ;)
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 0#p4900979


Ich weiß, hatte deinen Beitrag zu spät gesehen ...
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Fr 1. Jan 2021, 21:27

Misterfritz hat geschrieben:(01 Jan 2021, 18:13)

Wirklich ein guter Kommentar.
Was für ein Glück, dass den kein Deutscher geschrieben hat ;)


Und dass ausgerechnet Erdogan derjenige ist, der als allererster einen Handelsvertrag mit den nun freien und souveränen Briten schliesst, ist scnon bezeichnend. Die nächsten werden Putin und Xi sein. Die beiden werden sich einen Ast lachen, weil danach Kim Jong Un, die Mullahs im Iran und Maduro in Venezuela kommen. BoJo hatte eben keine andere Wahl...
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 1. Jan 2021, 21:51

sünnerklaas hat geschrieben:(01 Jan 2021, 21:27)

Und dass ausgerechnet Erdogan derjenige ist, der als allererster einen Handelsvertrag mit den nun freien und souveränen Briten schliesst, ist scnon bezeichnend. Die nächsten werden Putin und Xi sein. Die beiden werden sich einen Ast lachen, weil danach Kim Jong Un, die Mullahs im Iran und Maduro in Venezuela kommen. BoJo hatte eben keine andere Wahl...
Wird Erdogan tatsächlich einen Handelsvertrag mit GB abschliessen?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Sa 2. Jan 2021, 00:58

Brexit ist durch wir brauchen einen neuen Strang
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 2. Jan 2021, 01:51

Die Briten sind nun einmal nicht auf den Gedanken gekommen, daß Europa als Bundesstaat auch wenigstens so demokratisch sein Schicksal bestimmen könnte wie das den USA oder Kanada gelingt. Macht aber nix; die EU wird sich weiter entwickeln. Das Englische als die verbindende Sprache innerhalb der EU wird künftige Streitigkeiten um die zweite gemeinsame Amtssprache in der EU verhindern. Sie ist's, zumindest in Polen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Jan 2021, 02:07

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2021, 01:51)

Die Briten sind nun einmal nicht auf den Gedanken gekommen, daß Europa als Bundesstaat auch wenigstens so demokratisch sein Schicksal bestimmen könnte wie das den USA oder Kanada gelingt. Macht aber nix; die EU wird sich weiter entwickeln. Das Englische als die verbindende Sprache innerhalb der EU wird künftige Streitigkeiten um die zweite gemeinsame Amtssprache in der EU verhindern. Sie ist's, zumindest in Polen.


Englisch ist die Verkehrssprache der EU und bleibt es auch. Amtssprachen gibt es in der EU eine Menge.

https://ec.europa.eu/stages/context/languages_de

Die Arbeits- / Verfahrenssprachen der Europäischen Kommission sind Englisch, Französisch und Deutsch.


Hier werden zwar drei Sprachen genannt, aber die gemeinsame Sprache ist halt die englische Sprache.

Es sind laut diesem Link 24 Amtssprachen.

https://europa.eu/european-union/about- ... nguages_de

Interne Besprechungen erfolgen hauptsächlich auf Englisch. Danach auf Französisch.

Arbeitssprachen in den EU-Organen
Die Institutionen der EU können in ihren Geschäftsordnungen festlegen, wie die Regelung der Sprachenfrage im Einzelnen anzuwenden ist. Damit in den EU-Organen flüssig gearbeitet werden kann, gibt es sogenannte Arbeitssprachen.

Innerhalb der EU-Kommission gilt ein Dreisprachenregime aus Englisch, Französisch und Deutsch. Das bedeutet, dass zu Kommissionssitzungen Arbeitsdokumente in den drei Sprachen vorgelegt werden.

Bei internen Besprechungen der Dienststellen überwiegt dagegen inzwischen die Nutzung der englischen Sprache.

In den Ratsarbeitsgruppen der Fachbeamten gelten unterschiedliche Regelungen. Soweit eine Gruppe Gesetze vorbereitet, wird in alle EU-Sprachen übersetzt. In der überwiegenden Zahl der Gruppen werden nur die fünf großen EU-Sprachen gedolmetscht, das heißt Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. In vielen Gruppen wird auf Dolmetschung ganz verzichtet. Hier wird praktisch nur noch Englisch und/oder Französisch gesprochen. Da die meisten Diplomaten fremdsprachenerfahren sind, stellt dies in der Regel auch kein Problem dar.


https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... nen-616372
Zuletzt geändert von Adam Smith am Sa 2. Jan 2021, 02:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 2. Jan 2021, 02:17

Adam Smith hat geschrieben:(02 Jan 2021, 02:07)

Englisch ist die Verkehrssprache der EU und bleibt es auch. Amtssprachen gibt es in der EU eine Menge.

https://ec.europa.eu/stages/context/languages_de


Die polnische Regierung veröffentlicht ihre regierungsamtlichen Dokumente neben Polnisch auch in Englisch. Ich gehe davon aus, daß das in etlichen der 10 zuletzt dazugekommenen EU-Partnerstaaten so gemacht wird. Der Schritt zu einer zugelassenen Amtssprache in der EU scheint mir nicht mehr so unendlich groß zu sein.

Dabei denke ich an den aus der Rückschau gesehen ziemlich albernen Streit darum, in welcher Sprache denn nun in der EU die Verständigung gelingen könnte.: Französisch und/oder Deutsch? Dieser Streit hat sich aus meiner Sicht erledigt; die Briten haben das freundlicherweise für uns erledigt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Jan 2021, 02:20

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2021, 02:17)

Dieser Streit hat sich aus meiner Sicht erledigt; die Briten haben das freundlicherweise für uns erledigt.


Stimmt. Englisch ist nun ohne Streit die Arbeitssprache der EU.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... nen-616372
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Sa 2. Jan 2021, 08:29

Nach dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt tritt in Großbritannien die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Tampons und Damenbinden in Kraft. Mit dem Ende der Übergangsphase nach dem Brexit ist das Vereinigte Königreich nun nicht mehr verpflichtet, eine Mindeststeuer von fünf Prozent auf Hygieneprodukte zu erheben, wie es das EU-Recht vorsieht.

„ Ich bin stolz, dass wir heute unser Versprechen einlösen, die Steuer auf Tampons abzuschaffen", erklärte Finanzminister Rishi Sunak. Hygieneprodukte seien "essenziell, daher ist es richtig, keine Mehrwertsteuer zu erheben", sagte Sunak weiter.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Grossbritannien-schafft-Tampon-Steuer-ab-article22264907.html

Gibt es in GB keine Steuer auf Lebensmittel???
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Jan 2021, 08:49

Eiskalt hat geschrieben:(02 Jan 2021, 08:29)

Gibt es in GB keine Steuer auf Lebensmittel???


Die spinnen, die Briten.

Der Widerstand in Großbritannien gegen die Tampon-Steuer und das Streben nach einer gewissen Gleichbehandlung hat historische Gründe: Rasierklingen und Babywindeln werden auf der Insel nicht besteuert. Für diese Produkte handelte London beim EU-Beitritt in den 1970er-Jahren Sonderregelungen aus. Tampons und Binden wurden damals vernachlässigt. Diesen Fehler wollte Cameron korrigieren und eine Gleichstellung mit Männerprodukten wie Rasierklingen erreichen.

Grundsätzlich gilt in Großbritannien ein Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent. Es gibt einen reduzierten Satz von fünf Prozent, der unter anderem derzeit noch für Tampons und Binden gilt, aber auch für Kindersitze für Autos und den heimischen Energieverbrauch. Bei einigen Produkten wird gar keine Mehrwertsteuer erhoben. Neben Rasierklingen und Babywindeln gilt das auch für die meisten Nahrungsmittel und für Kinderbekleidung.


https://amp2-handelsblatt-com.cdn.amppr ... 20%251%24s

3.3 Flexiblere Mehrwertsteuersätze

Die Mitgliedstaaten sollen mehr Flexibilität bei der Fest-legung der Mehrwertsteuersätze erhalten, da die EU die bisherigen Vorschriften als nicht mehr zeitgemäß und unflexibel ansieht. Neben dem auch schon bisher geltenden Mehrwertsteuermindestsatz von 15 % können die Mitgliedstaaten Folgendes festlegen:

Zwei ermäßigte Steuersätze zwischen 5 % und dem vom Mitgliedstaat gewählten Normalsatz,

Nullsatz (Steuerbefreiung von der Mehrwertsteuer) oder

ein ermäßigter Steuersatz zwischen 0 % und dem ermäßigten Satz.

https://www.steuerberater-pressler.de/d ... uerreform/



https://www.steuerberater-pressler.de/d ... uerreform/

Wäre auch ohne Brexit möglich gewesen. Des Weiteren benötigt der Staat Geld. Die Engländer müssen bald die Steuern erhöhen.

https://www.instituteforgovernment.org. ... oronavirus
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 2. Jan 2021, 09:45

Uns Europäern muß es ab sofort keinen Blutdruck erhöhen, welche Steuern die Briten zu Hause erheben... es sei denn, daß sie damit in einen unfairen Wettbewerb treten. Das könnte durch Absenken der Sozialstandards versucht werden. Aber, so vermute ich, da wird die EU-Kommission sehr aufmerksam hinsehen und den Wettbewerbsvorteil mit Zöllen ausgleichen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Sa 2. Jan 2021, 11:09

Misterfritz hat geschrieben:(01 Jan 2021, 21:51)

Wird Erdogan tatsächlich einen Handelsvertrag mit GB abschliessen?
Vor Allem, worüber?

Die Briten haben bereits einen Handelsvertrag mit Erdogan. Der Vertrag wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet (Quelle) Erdogan war wohl der einzige, der mit ihnen verhandeln wollte.
Schon allein die Tatsache, dass man erst einmal nur Erdogan als "Partner" hat, zeigt, was für eine neue Supermacht das New Greater Britain ist... :cool:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Jan 2021, 11:22

sünnerklaas hat geschrieben:(02 Jan 2021, 11:09)

Die Briten haben bereits einen Handelsvertrag mit Erdogan. Der Vertrag wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet (Quelle) Erdogan war wohl der einzige, der mit ihnen verhandeln wollte.
Schon allein die Tatsache, dass man erst einmal nur Erdogan als "Partner" hat, zeigt, was für eine neue Supermacht das New Greater Britain ist... :cool:


Hier gibt es eine Übersicht.

https://www.gov.uk/guidance/uk-trade-ag ... -countries

Die USA fehlt.

https://www-tagesschau-de.cdn.ampprojec ... e-101.html
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Sa 2. Jan 2021, 11:45



Danke.
Wobei die Briten zusammen mit der Türkei für die Westbalkan-Staaten als Partner interessant werden könnten. Serbien, Bosnien, Albanien, dem Kosovo und Nord-Mazedonien ist der Beitritt zu EU nach mehreren Vetos endgültig verwehrt worden. Es gibt nun die berechtigte Sorge, dass diese Länder in den Sog Russlands oder Chinas geraten können. Vielleicht sind die Briten eine für diese Länder annehmbare Alternative.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Sa 2. Jan 2021, 13:00

sünnerklaas hat geschrieben:(02 Jan 2021, 11:09)

Die Briten haben bereits einen Handelsvertrag mit Erdogan. Der Vertrag wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet (Quelle) Erdogan war wohl der einzige, der mit ihnen verhandeln wollte.
Schon allein die Tatsache, dass man erst einmal nur Erdogan als "Partner" hat, zeigt, was für eine neue Supermacht das New Greater Britain ist... :cool:


Nee die haben auch Japan und Kanada mein ich auch
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