Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

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sünnerklaas
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon sünnerklaas » Do 24. Dez 2020, 13:09

Bleibtreu hat geschrieben:(23 Dec 2020, 22:07)

Redefreiheit gilt fuer beide Seiten: Fuer die Rede und die GegenRede - da beisst die Maus keinen Faden ab - das muss ausgehalten werden!


Manchmal ist es allerdings notwendig, dass Debatten und Diskussionen moderiert werden, um sicher zu stellen, dass das ganze nicht entgleitet oder seine Struktur verliert.
Vor allem in den Sozialen Netzwerken ist es ja aus meiner Sicht so, dass dort gerne mal Meinungsfreiheit mit Meinungsanarchie verwechselt wird, es gilt dann das Recht des Stärkeren.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Michael_B » Do 24. Dez 2020, 13:15

sünnerklaas hat geschrieben:(24 Dec 2020, 13:09)

Manchmal ist es allerdings notwendig, dass Debatten und Diskussionen moderiert werden, um sicher zu stellen, dass das ganze nicht entgleitet oder seine Struktur verliert.
Vor allem in den Sozialen Netzwerken ist es ja aus meiner Sicht so, dass dort gerne mal Meinungsfreiheit mit Meinungsanarchie verwechselt wird, es gilt dann das Recht des Stärkeren.


Interessanter Ansatz. Das könnte man vielleicht nutzen zur Zivilisierung des Wilden Westens Social Media:
Man müsste die großen Plattformen verpflichten, Moderatoren einzustellen, die die Kommentare auf die Netikette scannen und dann Aufräumaktionen, Ermahnungen und Bans einsetzen können.
Der Mob hat sich da lange genug sanktionslos ausgek.otzt. Jetzt wird aufgeräumt. Internetpolizei quasi. Schreib an Mod@Internet110.de oder so. Hehe.
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Skeptiker
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Skeptiker » Do 24. Dez 2020, 13:23

Michael_B hat geschrieben:(24 Dec 2020, 13:15)

Interessanter Ansatz. Das könnte man vielleicht nutzen zur Zivilisierung des Wilden Westens Social Media:
Man müsste die großen Plattformen verpflichten, Moderatoren einzustellen, die die Kommentare auf die Netikette scannen und dann Aufräumaktionen, Ermahnungen und Bans einsetzen können.
Internetpolizei quasi. Schreib an http://www.110.de oder so. Hehe.

Soziale Netzwerke werden moderiert. Anders könnten sie garnicht sicherstellen, dass auf ihren Plattformen die geltenden Gesetze eingehalten werden.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Michael_B » Do 24. Dez 2020, 13:27

@Skeptiker: Im Hintergrund in gewisser weise sicher. Aber ich meine offen, wie hier im Forum. Dass klar ist: man kann sich nicht alles erlauben.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon franzmannzini » Do 24. Dez 2020, 13:37

Michael_B hat geschrieben:(24 Dec 2020, 13:15)

Interessanter Ansatz. Das könnte man vielleicht nutzen zur Zivilisierung des Wilden Westens Social Media:
Man müsste die großen Plattformen verpflichten, Moderatoren einzustellen, die die Kommentare auf die Netikette scannen und dann Aufräumaktionen, Ermahnungen und Bans einsetzen können.
Der Mob hat sich da lange genug sanktionslos ausgek.otzt. Jetzt wird aufgeräumt. Internetpolizei quasi. Schreib an Mod@Internet110.de oder so. Hehe.


Hier mal ein Link zu sozialen Plattformen:
https://www.brandwatch.com/de/blog/inte ... atistiken/

Hier wird künstliche Intelligenz und der Meldebutton verwendet. Ehrenamtliche Moderatoren wird man in der benötigten Menge wohl nicht finden.
"Ek is 'n Ranger.
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Ons staan op die brug, en niemand mag slaag nie.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon sünnerklaas » Do 24. Dez 2020, 14:22

Skeptiker hat geschrieben:(24 Dec 2020, 13:23)

Soziale Netzwerke werden moderiert. Anders könnten sie garnicht sicherstellen, dass auf ihren Plattformen die geltenden Gesetze eingehalten werden.


Der Moderation sind dort aber allein schon durch die sehr hohe Zahl der User organisatorisch Grenzen gesetzt.
Eulenwoelfchen

Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 24. Dez 2020, 14:39

Stoner hat geschrieben:(23 Dec 2020, 20:42)

Es gibt m.E. keine fehlplatzierten Unterstellungen, sondern nur bewusst platzierte Unterstellungen.


Aha. Jetzt könnte sich natürlich die Frage aufdrängen, wer sowas - gar hier im Thread - machte?
Eulenwoelfchen

Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 24. Dez 2020, 14:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(23 Dec 2020, 15:17)

Der Weg von Dieter Nuhrs Comedy-Show über BDS, Gauland und schließlich zur HJ scheint ein kurzer zu sein, sofern diese Reihung, Aufzählung oder Assoziation eine Verbindung aufweisen sollte.
[b]Tut sie das? Vielleicht, weil sich Nuhr mal zu FFF geäußert hat?[/b]

Hatte ich irgendwo im Zusammenhang meiner Aufzählung Nuhrs FFF-Verlautbarungen erwähnt?

Schon lustig, dass hier im Nachgang jemand vor " wissenschaftlich" angefütterten Assoziations- und Unterstellungstheorien schon fast nicht mehr geradeaus latschen kann und sich dafür vorsichtshalber schon mal selbst ins Knie schießt. Ohne es zu merken. Das zeugt immerhin von gewisser Schmerzbefreitheit.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Dez 2020, 15:20

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(24 Dec 2020, 14:52)

Hatte ich irgendwo im Zusammenhang meiner Aufzählung Nuhrs FFF-Verlautbarungen erwähnt?

Schon lustig, dass hier im Nachgang jemand vor " wissenschaftlich" angefütterten Assoziations- und Unterstellungstheorien schon fast nicht mehr geradeaus latschen kann und sich dafür vorsichtshalber schon mal selbst ins Knie schießt. Ohne es zu merken. Das zeugt immerhin von gewisser Schmerzbefreitheit.

Nun, wenn Dieter Nuhrs Sendung nicht gemocht wird, wird es doch nicht an BDS, Gauland oder Grass liegen. Insofern ist die Assoziationskette etwas unverständlich und lässt Raum für weitläufige Interpretationen. Aber doch nicht so weitläufig, als dass ein Problem mit dem Jacket die wahrscheinlichste Variante sein dürfte. Gemeinhin werden bestimmte Äußerungen kritisiert, darunter die über FFF. Ergo liegt diese Variante doch sehr nahe.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 24. Dez 2020, 16:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Dec 2020, 15:20)

Nun, wenn Dieter Nuhrs Sendung nicht gemocht wird, wird es doch nicht an BDS, Gauland oder Grass liegen. Insofern ist die Assoziationskette etwas unverständlich und lässt Raum für weitläufige Interpretationen. Aber doch nicht so weitläufig, als dass ein Problem mit dem Jacket die wahrscheinlichste Variante sein dürfte. Gemeinhin werden bestimmte Äußerungen kritisiert, darunter die über FFF. Ergo liegt diese Variante doch sehr nahe.


Genau da beginnt die Fragwürdigkeit, wenn man jemanden nicht an dem misst, was seine eigene, individuelle Meinung hergibt, sondern mit etwas zuviel Fantasie bei einer gezielten Unterstellung landet. Und das damit rechtfertigen will, dass hier ein "Herr gemeinhin" zwar nur etwas an Nuhr, aber nicht alles, kritisch bewertete, dennoch vollkommen naheliegend und sicher sei, dass dieser "Herr gemeinhin" auch Nuhrs FFF-Anmerkungen als satirisches Satanswerk ansehe.

Das muss man doch wohl noch annehmen dürfen! - Nicht wahr.

Fyfi: Der "Herr Gemeinhin", als ich, ist weder bei Fratzenbuch, noch Gespinstergram oder Zwitscher zugange.

Im Ergebnis nehmen manche Diskussionsverläufe recht skurrile Wendungen:
Ausgerechnet die Kritiker der Elche sind selber welche.


Und überhaupt, die "stille Nacht" ist im Anzug und ich muss ihr jetzt folgen, sagt das Christkind! :D
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Dez 2020, 17:51

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(24 Dec 2020, 16:52)

Genau da beginnt die Fragwürdigkeit, wenn man jemanden nicht an dem misst, was seine eigene, individuelle Meinung hergibt, sondern mit etwas zuviel Fantasie bei einer gezielten Unterstellung landet. Und das damit rechtfertigen will, dass hier ein "Herr gemeinhin" zwar nur etwas an Nuhr, aber nicht alles, kritisch bewertete, dennoch vollkommen naheliegend und sicher sei, dass dieser "Herr gemeinhin" auch Nuhrs FFF-Anmerkungen als satirisches Satanswerk ansehe.

Das muss man doch wohl noch annehmen dürfen! - Nicht wahr.

Fyfi: Der "Herr Gemeinhin", als ich, ist weder bei Fratzenbuch, noch Gespinstergram oder Zwitscher zugange.

Im Ergebnis nehmen manche Diskussionsverläufe recht skurrile Wendungen:
Ausgerechnet die Kritiker der Elche sind selber welche.


Und überhaupt, die "stille Nacht" ist im Anzug und ich muss ihr jetzt folgen, sagt das Christkind! :D

So bleibt die Kritik eben dubios und an der Grenze zur Poesie.
Macht ja nix. Frohe Feiertage.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Progressiver » Do 24. Dez 2020, 21:04

Ich habe mal vor vielen Jahren in einem anderen Forum mitgeschrieben. Ich glaube, das hieß "myspace". Jedenfalls war es nicht moderiert. Dort konnte man dann auf die schlimmsten Extremisten treffen. Und es wurden die übelsten Beleidigungen ausgestoßen. Ich habe mich dann irgendwann abgemeldet. Diese Wild-West-Freiheit hat dann dieses Forum auch zerstört, glaube ich. Ohne Moderation oder sonstige Regeln geht es halt nicht. Wenn Facebook, Twitter etc. sich das zu einfach machen, werden sie ebenfalls kaputt gehen.

Ebenso hat mich vor ein paar Jahren die Reaktion einiger US-Amerikaner schockiert. Da hat während der Flüchtlingskrise ein Amerikaner eine YouTube-Rezension zu Thilo Sarazzins "Deutschland schafft sich ab" gemacht. Und ich habe nichtsahnend in einem Kommentar geschrieben, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Ebenso, dass das moderne Deutschland ein Grundgesetz hat, welches auf den Menschenrechten beruht. Die Reaktionen der anderen Nutzer waren damals so, dass sie mich persönlich angriffen. Ich solle mich schämen, hat der eine geschrieben. Ein anderer hielt mich für komplett geistesgestört, weil ich das Verhalten der Bundeskanzlerin erklärte. Ein weiterer kam dann sogar damit, dass wir Ausschwitz wieder aufmachen sollten, um die Flüchtlinge umzubringen. Ich für meinen Teil war dann völlig geschockt von dieser Nazi-Sprache. Und ich konnte gar nichts mehr antworten. Aber ich denke, so etwas gehört auf jeden Fall sanktioniert!

Einige Zeit später sah ich auch ein Video von Sandra Maischberger. Dort war die Ex-Grüne Jutta Ditthfurt zu Gast. Aber die Reaktionen mancher Kommentatoren unter dem Video lasen sich auch so, dass die Grünen "sch...ße" wären. Einer dieser anonymen User ließ sich auch zu einem Mordaufruf "Tötet Jutta Ditthfurt!" hinreißen. Was hätte ich da tun sollen? Tatsächlich habe ich nichts getan. Aber im Nachhinein denke ich mir immer noch, ich hätte Strafanzeige gegen unbekannt stellen können. Jedenfalls ist auch dieses Beispiel eines, welches zeigt, dass die sogenannten "sozialen Netzwerke" sich entweder selbst stärker regulieren. Oder aber der Gesetzgeber muss eben einschreiten.

Alles in allem denke ich, dass eine Debatte funktionieren kann, solange sie sachlich geführt wird. Natürlich sind auch die "Moralapostel" ein Problem. Hetzer auf der anderen Seite darf man aber auch nicht tolerieren!

Und was zum Beispiel der Umgang mit der AfD betrifft, so würde ich mir von den etablierten Parteien wünschen, dass sie sich inhaltlich mit deren wirren Thesen auseinandersetzten. Es wäre doch ein leichtes, diese zu widerlegen! Eine Steilvorlage jagt die nächste! Wenn ich mir aber das Verhalten beispielsweise der SPD ansehe, die daran erinnert, dass jemand mit Anstand diese Schmuddelpartei nicht wählen darf, so erreicht sie mit dieser Haltung nur das Gegenteil bei deren Wählern. Und auch die Strategie einiger CDU-ler, deren wirren Ideen zu kopieren, kann nach hinten losgehen. Das durfte dann ja auch schon Markus Söder mit seiner CSU in Bayern erleben, als er dies versuchte. So hat er der CSU eine Wahlniederlage beschert. Und auf der anderen Seite wurden die Grünen immer stärker. Mit der Faulheit, sich mit den wirren Thesen der AfD auseinanderzusetzen, erreicht man auf jeden Fall nur, dass diese sich weiterhin hält.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 24. Dez 2020, 23:57

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Dec 2020, 17:51)

So bleibt die Kritik eben dubios und an der Grenze zur Poesie.
...


Falls Sie mit "dubioser Kritik" einen weiteren, gezielten Unterstellungskalauer anbringen wollten, nice try... ;)
In der irrigen Annahme, ich wüsste nicht, was Dieter Nuhr so die lieben Auftritte entlang und besonders zu FFF und dem Schwedenmädel sagte.

Vermutlich war ich einer derjenigen - eher wenigen - im Vergleich zur zahlenmässig exponentiell anschwellenden Zahl von FFF-Scheissestürmern/innen in ihren plattgeformten Meinungsblasen, der nicht nur vom Hörensagen genau kannte, was er, Nuhr, wie gesagt hatte.
Und für mich - in diesem Fall - dementsprechend auch zuunrecht als Thunbergdiffamierer durch den medialen Fleischwolf der FFF-Dogmatiker gedreht wurde.

Und ebenso kannte ich in Wort, Mimik und Gestik jenen Fall des Herrn Nuhr recht gut, in dem er ziemlich ungerührt mit Lügen und Unwahrheiten gegen jene Buchautorin glänzte wie eine echte Schweinebacke. Deren Buch er weder gelesen hatte und sich auch mit dem Inhalt desselben weder beschäftigen noch auseinandersetzen wollte. Warum wollte er nicht? Weil ihm der Titel nicht gefiel. Und nein, da ging es nicht um die Weigerung, tiefbraunen Ausschwitzlügendreck NICHT diskutieren zu wollen, wie ich das als meine persönliche Grenziehung erklärt hatte...

Nennt man so ein Diskussionsverweigerungsbeispiel wie das eben beschriebene des Herrn Nuhr, wie frei und ungehindert hier in D jeder seinen Senf absetzen kann, und sich seine höchstpersönliche Debattenkultur vorbehält, kommt schon der nächste moralphilosophische Threadadler im wissenschaftsgestützten Tiefflug mit Mutmaßungen angesegelt, um mir ausgrechnet dieses Nuhrverhalten an meine meinungserotischen Beine hinzuverdächtigen..

Andererseits passt's ganz gut zum 2020-igsten Geburtstag, an dem der Anführer Jener aus dem unbefleckten Bratrohr nach Vatis Willen befreit wurde, in Stroh gebettet und mit einem lieben Esel als bodyguard, die von sich glauben, wenn sie etwas glauben, wissen sie's auch. Was selbst auf solche, die nichts glauben, erstaunliche Abfärbungen haben kann :D
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Dez 2020, 06:26

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(24 Dec 2020, 23:57)

Falls Sie mit "dubioser Kritik" einen weiteren, gezielten Unterstellungskalauer anbringen wollten, nice try... ;)
In der irrigen Annahme, ich wüsste nicht, was Dieter Nuhr so die lieben Auftritte entlang und besonders zu FFF und dem Schwedenmädel sagte.

Vermutlich war ich einer derjenigen - eher wenigen - im Vergleich zur zahlenmässig exponentiell anschwellenden Zahl von FFF-Scheissestürmern/innen in ihren plattgeformten Meinungsblasen, der nicht nur vom Hörensagen genau kannte, was er, Nuhr, wie gesagt hatte.
Und für mich - in diesem Fall - dementsprechend auch zuunrecht als Thunbergdiffamierer durch den medialen Fleischwolf der FFF-Dogmatiker gedreht wurde.

Und ebenso kannte ich in Wort, Mimik und Gestik jenen Fall des Herrn Nuhr recht gut, in dem er ziemlich ungerührt mit Lügen und Unwahrheiten gegen jene Buchautorin glänzte wie eine echte Schweinebacke. Deren Buch er weder gelesen hatte und sich auch mit dem Inhalt desselben weder beschäftigen noch auseinandersetzen wollte. Warum wollte er nicht? Weil ihm der Titel nicht gefiel. Und nein, da ging es nicht um die Weigerung, tiefbraunen Ausschwitzlügendreck NICHT diskutieren zu wollen, wie ich das als meine persönliche Grenziehung erklärt hatte...

Nennt man so ein Diskussionsverweigerungsbeispiel wie das eben beschriebene des Herrn Nuhr, wie frei und ungehindert hier in D jeder seinen Senf absetzen kann, und sich seine höchstpersönliche Debattenkultur vorbehält, kommt schon der nächste moralphilosophische Threadadler im wissenschaftsgestützten Tiefflug mit Mutmaßungen angesegelt, um mir ausgrechnet dieses Nuhrverhalten an meine meinungserotischen Beine hinzuverdächtigen..

Andererseits passt's ganz gut zum 2020-igsten Geburtstag, an dem der Anführer Jener aus dem unbefleckten Bratrohr nach Vatis Willen befreit wurde, in Stroh gebettet und mit einem lieben Esel als bodyguard, die von sich glauben, wenn sie etwas glauben, wissen sie's auch. Was selbst auf solche, die nichts glauben, erstaunliche Abfärbungen haben kann :D

Ah, jetzt kommt doch noch Licht ins Dunkel, vermutlich geht es um das Werk von Hasters, welches Nuhr kritisiert hatte:
https://www.derwesten.de/panorama/promi ... 05826.html
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Keinen_Faschismus! » Fr 25. Dez 2020, 08:24

Progressiver hat geschrieben:(24 Dec 2020, 21:04)
Ein anderer hielt mich für komplett geistesgestört, weil ich das Verhalten der Bundeskanzlerin erklärte. [...] Aber ich denke, so etwas gehört auf jeden Fall sanktioniert!

Völlig unverständlich, da die Kanzlerin 2015 absolut richtig reagiert hat!

Das Problem ist, Amerikaner kann man nicht sanktionieren, weil sie in einem anderen Land leben.
Es braucht also dringend internationale Gesetze die gegen Hassreden im Internet wirken.

Sonst wird es immer Amerikaner geben, die im Internet ungestraft Hass verbreiten wie sie wollen, was nicht akzeptabel ist!
Eulenwoelfchen

Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 25. Dez 2020, 08:57

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Dec 2020, 06:26)

Ah, jetzt kommt doch noch Licht ins Dunkel, vermutlich geht es um das Werk von Hasters, welches Nuhr kritisiert hatte:
https://www.derwesten.de/panorama/promi ... 05826.html

Ob Sie damit mehr Licht in der Dunkelheit der vorsätzlichen Unterstellungen in so manchem Kopf hier im Thread - und nicht zuletzt auch Ihrem - meinen, lasse ich mal offen.

Auch hier irren Sie: Nuhr hat in diesem Fall nicht kritisiert. Sondern nachgewiesen nu(h)r falsches Zeugnis abgelegt und im Stile eines Satiresommerschlußverkäufers billig verleumdet. Ebenso eine Befassung mit der Sache selbst, nämlich dem Inhalt des Buches dieser Autorin, standhaft verweigert. Soviel zur Diskussion hier über Debattenkultur und der Ansicht, unbequeme Meinungen - nicht nur in Nazifällen - würden durch scheinmoralische Meinungsraumbesetzung unterdrückt, ohne sich mit der Sache selbst auseinandergesetzt zu haben oder dies zu wollen.

Und arme Meinungsunterdrückungsopfer wie Nuhr müssten verteidigt werden. Auch weil er oder andere kaum noch Freiräume für ihre Meinung hätten oder bekämen...In gesitteter und gepflegter Phoenix-Gesprächsathmosphäre.

Nuhrs Sendung, ein ohnehin priveligierter Meinungsraum, wird bundesweit von der ARD sogar durch Werbetrailer zusätzlich unterstützt. Wenn er dann in der VIP-Lounge eines Flughafens von einem Buch zu wenig abbekommen wollte, von anderen Sachen möglicherweise zuviel, und dann mit dieser, seiner, Lebenserfahrung die Kettensäge im Satirewald anschmeißt und grobmotorisch einen Dummklotz für seine Sendung zimmert, kann es durchaus passieren, daß er nicht nur mit einem Lorbeerkranz dafür bedacht wird, sondern mit einem handfesten Keil auf seinem groben Klotz.

Wobei die Waffengleichheit des ach so Unterdrückten und seiner Meinungsraumhoheit immer noch sehr ungleich zu seinen Gunsten ausfällt. Die Gegenmeinung bekommt ja - Achtung Wortwitz - GEMEINhin keine Gelegenheit, ARD-weit wenigstens 5 Min. Sendezeit zur Gegenrede.

Ich mache mir also auch weiterhin keine Sorgen um die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in unserem Land, sondern lieber über manche Geisteszustände...
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Dez 2020, 09:44

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(25 Dec 2020, 08:57)

Ob Sie damit mehr Licht in der Dunkelheit der vorsätzlichen Unterstellungen in so manchem Kopf hier im Thread - und nicht zuletzt auch Ihrem - meinen, lasse ich mal offen.

Auch hier irren Sie: Nuhr hat in diesem Fall nicht kritisiert. Sondern nachgewiesen nu(h)r falsches Zeugnis abgelegt und im Stile eines Satiresommerschlußverkäufers billig verleumdet. Ebenso eine Befassung mit der Sache selbst, nämlich dem Inhalt des Buches dieser Autorin, standhaft verweigert. Soviel zur Diskussion hier über Debattenkultur und der Ansicht, unbequeme Meinungen - nicht nur in Nazifällen - würden durch scheinmoralische Meinungsraumbesetzung unterdrückt, ohne sich mit der Sache selbst auseinandergesetzt zu haben oder dies zu wollen.

Und arme Meinungsunterdrückungsopfer wie Nuhr müssten verteidigt werden. Auch weil er oder andere kaum noch Freiräume für ihre Meinung hätten oder bekämen...In gesitteter und gepflegter Phoenix-Gesprächsathmosphäre.

Nuhrs Sendung, ein ohnehin priveligierter Meinungsraum, wird bundesweit von der ARD sogar durch Werbetrailer zusätzlich unterstützt. Wenn er dann in der VIP-Lounge eines Flughafens von einem Buch zu wenig abbekommen wollte, von anderen Sachen möglicherweise zuviel, und dann mit dieser, seiner, Lebenserfahrung die Kettensäge im Satirewald anschmeißt und grobmotorisch einen Dummklotz für seine Sendung zimmert, kann es durchaus passieren, daß er nicht nur mit einem Lorbeerkranz dafür bedacht wird, sondern mit einem handfesten Keil auf seinem groben Klotz.

Wobei die Waffengleichheit des ach so Unterdrückten und seiner Meinungsraumhoheit immer noch sehr ungleich zu seinen Gunsten ausfällt. Die Gegenmeinung bekommt ja - Achtung Wortwitz - GEMEINhin keine Gelegenheit, ARD-weit wenigstens 5 Min. Sendezeit zur Gegenrede.

Ich mache mir also auch weiterhin keine Sorgen um die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in unserem Land, sondern lieber über manche Geisteszustände...

Nuhr hat den Formfehler ja eingeräumt - er habe nicht gemeint, dass DIESES Buch in den USA ein Hit sei, sondern vielmehr das SOLCHE Bücher in den USA ernsthaft debattiert würden.
Nun kann man natürlich auf diesem Formfehler herumreiten, was aber eben dem Stil des Sommerschlußverkaufs entspricht. Oder grob poetisch ausgedrückt, es begrenzt sich auf ein Jahrmarkt-Spektakel.

Inhaltlich bleibt Nuhr jedoch bei seiner These, wonach solche Formen einer "Scheinintellektualität" der "arroganten Linken" maßgeblich für die Wahl Donald Trumps gewesen sei.

Der RBB befindet, Dieter Nuhrs Meinung zu einem Buchtitel, die er in seiner Sendung äußert, wäre von der Kunstfreiheit abgedeckt - was dem RBB wiederum ein hohes Gut sei.

Der Disput um ein Büchlein, drehe er sich nun um Formalismen oder Inhaltliches, hat aber an sich wenig mit Cancel Culture zu tun - jedenfalls, so lange sich der öffentliche Rundfunk von autonomen Pietismus-Gemeinden nicht einschüchtern lässt.
Der genannte Fall ging zwar durch die Gazetten, die Sendung geht aber weiter und die Anti-Nuhr-Gemeinde zetert wie gewohnt in den dafür geeigneten Social Media Plattformen.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Umetarek » Fr 25. Dez 2020, 09:51

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Dec 2020, 09:44)
Der genannte Fall ging zwar durch die Gazetten, die Sendung geht aber weiter und die Anti-Nuhr-Gemeinde zetert wie gewohnt in den dafür geeigneten Social Media Plattformen.

Ahwah, das ist er doch gar nicht wert.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Dez 2020, 10:31

Umetarek hat geschrieben:(25 Dec 2020, 09:51)

Ahwah, das ist er doch gar nicht wert.

Fand es auch erstaunlich, mit welcher Regelmäßigkeit die entsprechende Gemeinschaft zum Polterabend ansetzte.

Vielleicht wird das so organisiert und dient einer übergeordneten Andock-Strategie, wie man es in ähnlicher Weise von rechtsäußeren Gemeinschaften kennt.
Speziell im taktischen Feld kopieren die an sich gegnerischen Ränder ja viel voneinander, was einerseits praktisch ist, andererseits fast belustigend.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 25. Dez 2020, 10:50

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Dec 2020, 09:44)

Nuhr hat den Formfehler ja eingeräumt - er habe nicht gemeint, dass DIESES Buch in den USA ein Hit sei, sondern vielmehr das SOLCHE Bücher in den USA ernsthaft debattiert würden.
Nun kann man natürlich auf diesem Formfehler herumreiten, was aber eben dem Stil des Sommerschlußverkaufs entspricht. Oder grob poetisch ausgedrückt, es begrenzt sich auf ein Jahrmarkt-Spektakel.

Inhaltlich bleibt Nuhr jedoch bei seiner These, wonach solche Formen einer "Scheinintellektualität" der "arroganten Linken" maßgeblich für die Wahl Donald Trumps gewesen sei.

Der RBB befindet, Dieter Nuhrs Meinung zu einem Buchtitel, die er in seiner Sendung äußert, wäre von der Kunstfreiheit abgedeckt - was dem RBB wiederum ein hohes Gut sei.

Der Disput um ein Büchlein, drehe er sich nun um Formalismen oder Inhaltliches, hat aber an sich wenig mit Cancel Culture zu tun - jedenfalls, so lange sich der öffentliche Rundfunk von autonomen Pietismus-Gemeinden nicht einschüchtern lässt.
Der genannte Fall ging zwar durch die Gazetten, die Sendung geht aber weiter und die Anti-Nuhr-Gemeinde zetert wie gewohnt in den dafür geeigneten Social Media Plattformen.


Ich habe seinen Formfehler und seinen diesbezüglichen Gesamterguß im Original gesehen. Sie auch?
Also ersparen Sie mir wenigstens ihr clearasilgetränktes Wattebäuschchenbetupfen von Nuhr in diesem Fall.


Wünsche trotzdem einen guten Appetit zum Weihnachtsbraten. ;)

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